Posts Tagged ‘Jazz’

Der Rote Faden: Reich und der Kalte Krieg

6. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

Wir hören die kosmische Orgonenergie

6. Juli 2017

Bin gerade an einem kleinen Open Air-Konzert im Park, kleine Rockband mit Sängerin, vorbeigegangen und wieder ist mir aufgefallen, was mir seit vielen Jahren durch den Kopf geht: Alle Instrumente das übliche Geschrammel, sind ja schließlich keine Jazz- oder Klassikvirtuosen, nur der Drummer, ausgerechnet der Mann, der auf Trommeln und Zimbeln eindrischt, zeigte Leben, eine Identität, eine Seele. Der Takt ist vorgegeben und die Verzierungen, die das Stück strukturieren und akzentuieren, sind auch nicht gerade besonders und hervorstechend, aber trotzdem: nur hier spürt man unmittelbar die Essenz des Musikers. Die anderen könnten ebensogut Roboter sein. Aber ausgerechnet, der, dessen Musizieren kaum mehr als stupides Roboten ist, wirkt lebendig. Er hat mich wirklich berührt.

Zunächst einmal ist zu sagen, daß der Drummer wirklich der wichtigste Part in einer Band ist. Ihm sind alle anderen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Ein Gitarrist kann sich vergreifen, über den falschen Akkord improvisieren oder seinen Einsatz verpassen – fällt eh nicht auf, wenn er und seine Mitspieler gut sind. Wenn aber der Drummer einen Fehler macht, dann gerät alles durcheinander. Zweitens, Mick Jagger wurde mal gefragt, wann die Rolling Stones definitiv aufhören würden, denn schließlich wurde der Leadgitarrist und der Bassist bereits ausgetauscht. Darauf Jagger: jeder sei ersetzbar, inklusive der Sänger, doch wenn Charlie Watts aufhören sollte, dann wäre die Seele der Stones nicht mehr da und es machte keinen Sinn fortzufahren. Watts ist nun wirklich kein Meistertrommler. Ein Vergleich mit Billy Cobham, Vinnie Colaiuta oder gar dem Gott Buddy Rich wäre einfach grotesk. Aber trotzdem, selbst wenn er nur stur den Takt schlägt – niemand auf diesem Planeten wird es so machen können wie er, während alle anderen Instrumentalisten problemlos ersetzt werden können.

Wie dieses Phänomen erklären? Entspricht das Trommelschlagen der orgonotischen Pulsation? Kaum, denn wo sind hier Expansion und Kontraktion? Die finden sich eher im Auf und Ab von Melodie und Harmonik. Man nehme etwa die kurze sich kontrahiernde und dann wie befreit expandierende Anfangsmelodie meiner Videos! Das Trommeln entspricht eher der Pulsfunktion (p) der Kreiselwelle im Gegensatz zu deren Wellenfunktion (W), der Melodie.

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Die Pulsfunktion ist mit der vorantreibenden Motorfunktion der Orgonenergie verbunden, die uns vorantreibt, uns Dynamik und „Impuls“ gibt. Dieses Vorantreibende wird unmittelbar deutlich, wenn der Drummer den sturen Takt auf der kleinen Trommel und dem Becken verläßt und zu den Tom-Toms und der großen Trommel überwechselt, um vom einen Abschnitt des Musikstücks ins andere überzuleiten.

Es muß nicht erklärt werden, warum die anderen, weitaus komplizierteren und anspruchsvolleren Instrumente, wenn sie denn virtuos und emotionell expressiv gespielt werden, einen Einfluß auf uns haben. Das bloße Schlagen auf Trommeln hat auch einen, weil es ebenfalls ein Ausdruck einer fundamentalen orgonotischen Funktion ist. Hier kommt unmittelbar die bioIologische Energie des Drummers zum Ausdruck, die seine „Individualität“ ausmacht. Wir hören die kosmische Orgonenergie:

https://www.youtube.com/watch?v=lVbTTmEmDxY

Die Sexualökonomie der modernen Pop-„Musik“

15. April 2017

Was heute aus dem Radio in unsere Ohren geschissen wird, wird von Jahr zu Jahr beschissener. Diese „Musik“ stachelt durch ihre Rhythmen und durch ihre wohlkalkulierten hypnotischen Melodien unsere organismische Orgonenergie an und verheißt entweder sentimentale „Liebe“ ohne die Gefahr körperlicher Nähe oder den schnellen Fick ohne die Gefahr seelischer Nähe, d.h. man wird auf keinen Fall „verletzt“.

So war es schon in den Goldenen Zwanziger Jahren. Reich beschreibt das 1932 wie folgt, wobei man „Jazz“ durch „Pop“ ersetzen muß – aber ansonsten das paßgenau auf heute übertragen kann. Reich:

[D]ie soziale Revolution befreit die Frauen nicht nur von ihrer materiellen Ausbeutung durch die Unternehmer und von ihrer Versklavung durch ihre Ehemänner sondern auch von der Unterdrückung ihres Sexuallebens und ihrer sexuellen Entwicklung. Und gerade das müßten wir all jenen Mädeln sagen, die, wie wir genau wissen, viel über diese Dinge sprechen, aber nicht zu uns in die Organisation kommen, weil sie glauben, daß sie das politische und sexuelle Wissen nicht notwendig haben. Diese Mädels, die auf dem Tanzboden sexuelle Befriedigung suchen, sich dabei verbrauchen und dadurch dem Kampf um die Befreiung der Frau verlorengehen, müssen wir heranziehen; wir müssen sie mit allen Mitteln für uns gewinnen; bei uns können sie doch den heute einzig möglichen Ausweg aus ihren Nöten finden. Denn drüben, im Lager der Kirche, der Bars und des amerikanischen „Jazz“ werden sie nicht nur materiell unterdrückt, sondern auch sexuell an ihrem Körper ausgebeutet, dort gehen sie körperlich und seelisch schließlich zugrunde, nachdem sie eine kurze Zeit, betäubt von dem Firlefanz des Lichterscheins und der bürgerlichen Lebensart, glauben, daß sie darin ihren Lebensgenuß finden. Sie gehören hierher zu uns, wo sie statt eines späteren Zusammenbruchs durch Geschlechtskrankheiten, seelische Erkrankung oder bürgerlich trostlose Ehe ein Leben zwar des harten Kampfes, aber auch der geistigen Befriedigung, des Sports und unter günstigen Umständen ein befriedigendes Sexualleben finden, was sie dort ja nur vergebens erwarten. Sie gehören in die Front gegen die schamlose Erniedrigung und Ausbeutung des weiblichen Geschlechts wie des gesamten Proletariats kämpfenden Mädels und Frauen, die den Sieg der unterdrückten Klassen über die Ausbeuter herbeiführen und den Sozialismus begründen wird. Es ist unsere Sache und Pflicht, sie davon zu überzeugen. (Der sexuelle Kampf der Jugend, S. 36)

Die Drecks-„Musik“, die uns die Massenmedien andienen, spielt unmittelbar mit der „Ausdrucksbewegungen des Lebendigen“ und damit der organismischen Orgonenergie. Sie tut das, indem genitale Liebe („große Musik“, Gefühlsernst) durch pornographischen Dreck („Lady Gaga“) ersetzt wird. Reich schrieb Mitte der 1940er Jahre:

Jeder musikalische Mensch kennt den Emotionszustand, den große Musik hervorruft. (…) Sie ist (….) ein Bewegungsausdruck des Lebendigen und ruft im Hörer „Ausdruck“ oder „Bewegtheit“ hervor. Man pflegt die Wortlosigkeit der Musik entweder als Zeichen von mystischer Geistigkeit oder aber als allertiefsten, in Worten nicht faßbaren Gefühlsausdruck zu bezeichnen. Der naturwissenschaftliche Standpunkt bekennt sich zur Deutung, daß der musikalische Ausdruck mit letzten Tiefen des Lebendigen zusammenhängt. Was man als „Geistigkeit“ großer Musik betrachtet, wäre demnach nur eine Umschreibung der einfachen Tatsache, daß Gefühlsernst identisch ist mit Kontakt mit dem Lebendigem jenseits der Sprachgrenze. (Charakteranalyse, Kiwi, S. 475)

Es gibt nichts Traurigeres, als ein junges Ding auf der Tanzfläche, dem von den Dreckschweinen in den Konzernspitzen seine Seele genommen wird, während es selbst glaubt, endlich frei zu sein.

Stanley Clarkes Concerto For Jazz-Rock Orchestra

18. Februar 2017

https://www.youtube.com/watch?v=uw04GqURmRQ

1975 habe ich mir das unendlich oft angehört. Jetzt bin ich via YouTube wieder drüber gestolpert. Das ganze hat so viele Aspekte:

Stanley Clarke und so viele andere schwarze Musiker (Tony Williams, George Duke, Ralph Armstrong, etc.) dieser Generation, gar nicht zu Reden von deren Vaterfiguren John Coltrane, Miles Davis, Charlie Mingus, etc. hatten eine derartige Virtuosität und eine derartige Durchdringung der musikalischen Theorie erreicht, daß es nur noch tief traurig ist, was die „black community“ heute zu bieten hat. Diese Schwarzen mußten Übermenschliches leisten und sie leisteten auch Übermenschliches, um Anerkennung zu finden. Heute wird jedem Sprechsänger diese Anerkennung hinterhergeworfen. Die „affirmative action“ im weitesten Sinne hat nicht nur die schwarze Gemeinschaft zerstört, sondern auch Amerika unsterblicher Genies beraubt.

Der Sound war damals, d.h. vor der kompletten Digitalisierung, besser. Sogar die Synthesizer klangen besser! In den Transistoren bewegte sich noch die Orgonenergie.

Man konnte sich für solche Produktionen noch ganze Bläsersets und Streicher leisten, d.h. die Arbeitskraft von Spezialisten war noch erschwinglich.

Der Kommerz bestimmte noch nicht alles und zwar in einer überraschenden Hinsicht: es bestimmten noch Pfeffersäcke, denen die Musik vollständig egal war, solange die Umsätze stimmten. Doch sehr bald traten Manager an ihre Stelle, die auf Nummer sicher gehen wollten: Rock, Jazz, etc. hatte nach Schema F zu klingen, abgestimmt auf das Publikum, jedenfalls ein Publikum, wie es sich dieser Leute vorstellten – und zeitversetzt so selbst generierten.

Und schließlich: es gab noch ein Publikum, das solche Produktionen massenhaft kaufte.

Das Bedrückendste an dieser ganzen Angelegenheit ist jedoch, daß es in den letzten 40 Jahren keine musikalische Weiterentwicklung gegeben hat. Es ist, als wäre der kreative Funke erstorben. Es ist als hätte sich seit Mitte der 1970er Jahre ein Mehltau, eine Schicht aus DOR auf die Gesellschaft gesenkt.

Interessanterweise haben diese Musiker ihre besten Produktionen im Namen von Sekten eingespielt. Bei Stanley Clarke war es Scientology. Der Mensch kann ohne „Transzendenz“ nicht leben. „Räumlich“ muß er Teil von etwas Größerem, einer Gruppe, sein und „zeitlich“ muß das ganze eine Perspektive haben, d.h. „Sinn“ machen.

Man kann argumentieren, daß die Vorgänger-LP aus dem Jahr 1974 sogar noch göttlicher ist. Damals…