Posts Tagged ‘Bürgerrechte’

Wilhelm Reich und David Holbrook über die Redefreiheit und deren Mißbrauch

17. Februar 2021

Am 8. Mai 1945, also am Tag der Kapitulation des Hitlerfaschismus, schrieb Reich der American Civil Liberties Union (ACLU), die bekannte Bürgerrechtsorganisation, die ihn zu einem Treffen über die weltweite Rede- und Pressefreiheit eingeladen hatte. Er wandte ein, daß diese Freiheit meistens dahin mißinterpretiert werde, daß die Lüge das gleiche Recht auf Beeinflussung der Öffentlichkeit habe, wie die Wahrheit. Diese Einstellung habe, so Reich an die ACLU, Europa ins Verderben geführt, da die gegenwärtige menschliche Charakterstruktur mehr Angst vor der Wahrheit als vor der Lüge habe. Aus diesem Grund sollten diese Freiheiten nicht der faschistischen Lüge eingeräumt werden. Roger Baldwin, einer der Gründer der ACLU und ihr damaliger Direktor, antwortete, daß niemandem eine solche Entscheidung anvertraut werden könne, niemandem die Macht zur Zensur eingeräumt werden dürfe, man sollte einfach den demokratischen Instinkten des Publikums vertrauen.

Damals waren die Liberalen in den USA noch zu einem Gutteil wirkliche Liberale, während sie heute fast ausschließlich Pseudoliberale, d.h. Kommunisten sind. Das sieht man etwa daran, daß heute die „Liberalen“ weitgehend Reichs (vermeintliche) Position einnehmen. Früher kämpften sie für die freie Rede, heute für Zensur, Sprachcodes und den Entzug des öffentlichen Raums für „faschistische Lügen“. Einem Trump dürfe niemals wieder eine Chance eingeräumt werden und er und seine Anhänger müßten deshalb endgültig aus den sozialen Medien verbannt werden!

Wie hat Reich selbst den obigen Widerspruch, den ihm die ACLU aufgezeigt hatte, aufgelöst? Zunächst gibt er der ACLU vollkommen recht, denn, so Reich, Macht und Wahrheit schlössen einander aus. Aber die bloße Existenz der ACLU würde ja eben zeigen, daß die Wahrheit in unserer Gesellschaft nicht die gleichen Rechte hätte, wie die Lüge. Diese hätte alle Macht, denn ansonsten müßte es ja Organisationen geben, die verzweifelt für die Lüge und für den faschistischen Rassenhaß einträten, um sich gegen die gesellschaftlich festverankerten Bürgerrechte zu verteidigen. Warum gäbe es, fragt Reich, keine Komitees, die untersuchen, welche objektiven Unterschiede es zwischen dem Rationalen und dem Irrationalen im gesellschaftlichen Leben gibt. Nur so könne man sich gegen das Vordringen des Faschismus wehren, zumal nur so die gesellschaftliche Sicherheit hergestellt werden könne, in der sich die demokratischen Instinkte der Massen wirklich entfalten können.

Was Reich wirklich gemeint hat und wie sich dieser ganze Komplex heute darstellt, hat David Holbrook in seinen zahllosen Beiträgen auf seiner Weltnetzseite ausführlich erläutert.

Den kurzen Briefwechsel habe ich Reichs Dokumentationsband Conspiracy (1954) entnommen.

Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen

3. Juli 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Thomas Jefferson, ein Verhängnis

27. Juni 2020

Woran erkennt man einen liberalen Charakter? Wie der Name schon sagt, will er, daß der Mensch frei (liberalis) von überkommenen Strukturen ist, während der Konservative diese bewahren (conservare) will. Einen pseudo-liberalen Charakter erkennt man daran, daß er dieses Freiheitspathos mißbraucht, um die Freiheit letztendlich zu zerstören und eine kommunistische Diktatur zu errichten, in der alle gleich sind und es deshalb keine Unterdrückung mehr geben kann – einige sind sogar gleicher…

Als sich die Orgonomie entwickelte, herrschten in ihr liberale Charaktere vor und Reich hat eindeutig sehr liberale Ansichten vertreten. Man mußte sich schließlich aus überkommenen Strukturen lösen, um etwas Neues zu schaffen! Ganz anders sah es aus, als die Orgonomie seit etwa 1947 etabliert war. Ab diesem Zeitpunkt konnten der liberale Charakter und eine liberale Haltung nur Schaden anrichten, da diese Einstellung dazu führt, daß die Orgonomie wieder zerfällt. Man lese doch bitte all das Zeugs, das Reichianer seit dieser Zeit so von sich gegeben und „gefordert“ haben! Mittlerweile rekrutieren sich diese Herrschaften praktisch ausschließlich aus dem kommunistischen Pseudo-Liberalismus.

Thomas Jefferson, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, war ein „Liberaler“, der noch heute von allen freiheitsliebenden Menschen jeder Ausrichtung, insbesondere aber von den Libertären, geradezu als Schutzheiliger verehrt wird. Was dabei leider nicht gesehen wird, ist, daß er das nur scheinbar war, in Wahrheit war er ein pseudo-liberaler und damit ein pestilenter Charakter. Das erkennt man schlichtweg daran, was die praktisch unausweichliche Folge zweier seiner zentralen Forderungen war:

Erstens trat er vehement für einen schwachen Zentralstaat und starke weitgehend unabhängige Teilstaaten ein, daher ja auch „die vereinigten Staaten von Amerika“. Das mußte fast schon zwangsläufig im Bürgerkrieg unter Abraham Lincoln führen, in dem sich die agrarisch geprägten Südstaaten gegen die sich industrialisierenden Nordstaaten erhoben. Und zweitens hatte er in die Unabhängigkeitserklärung das unsinnige Diktum aufgenommen, daß alle Menschen gleich sind. Dies mußte zu den bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, die heute unter dem Signum „Black Lives Matter“ herrschen. Wenn nämlich alle Menschen gleich sind, die Schwarzen aber als Gruppe immer und überall schlechter abschneiden als alle anderen Gruppen, kann das nur auf „strukturellem Rassismus“ beruhen und diese Strukturen müssen zerschlagen werden: die USA müssen zerschlagen werden!

Jefferson hatte ganz nach pseudo-liberaler Manier allen Menschen die gleichen Bürgerrechte versprochen, doch zwangsläufiges Resultat von dem, was er tatsächlich durchgesetzt hatte, war das genaue Gegenteil. Die weitgehende Autonomie der Teilstaaten führte dazu, daß bis Mitte der 1960er Jahre, also noch 100 Jahre nach dem Bürgerkrieg, im Süden Bundesagenten als quasi „Besatzer“ auftreten mußten, um die verbrieften selbstverständlichen Bürgerrechte der Schwarzen durchzusetzen. Und heute ist es durch die Affirmative Action, die mit Gewalt das „Alle-Menschen-sind-gleich“ durchsetzen will, so, daß allen anderen Gruppen, insbesondere aber Asiaten und Juden, ihre Bürgerrechte eklatant beschnitten werden, damit auch „die Minderheiten“ (?), insbesondere die Schwarzen, etwa in Harvard, Princeton oder Yale ihrem Bevölkerungsanteil gemäß vertreten sind. Man kann sich keine ILLIBERALERE Politik vorstellen, aber beides, das einstige Unrecht in den Südstaaten und das gegenwärtige Unrecht der Affirmative Action geht direkt auf den vermeintlichen „Liberalen“ Jefferson zurück. Genau deshalb ist er ein Pseudo-Liberaler.

Leute wie er, spielen den hyperliberalen Gutmenschen, hinterlassen aber zumindest langfristig die Hölle auf Erden, in der man völlig risikolos und straffrei Deutsche als „Köterrasse“ titulieren kann, die es auszurotten gelte. Leute wie Jefferson sind nicht weniger pestilent als Goebbels, Himmler oder Hitler – und die haben zumindest ihren Lebenshaß nicht hinter dem „Humanismus“ versteckt.

Ideologie und das Nichtglaubenwollen (Teil 10)

16. Mai 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Über den Umgang der Regierung mit dem Coronavirus

9. März 2020


Die Massen wollen sich „verwirklichen“ und die Regierung will „helfen“.

Über den Umgang der Regierung mit dem Coronavirus

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Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 6)

16. August 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Paul Mathews: Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

22. März 2019

 

Paul Mathews:
Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

 

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 7)

3. Juli 2018

 

Paul Mathews: Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen