Posts Tagged ‘Benito Mussolini’

Der Rote Faden: Der rote Faden einer Verschwörung

13. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

c. Der rote Faden einer Verschwörung

Zur orgonomischen psychiatrischen Charakterdiagnostik

26. Juli 2012

Wir alle kennen das Phänomen, daß jeder Mensch einen unwandelbaren Grundausdruck (besonders in den Augen) hat, eine ganz bestimmte Tönung, die in allen seinen Äußerungen durchdringt. Diese Essenz findet sich unverwechselbar in allen Photos eines Menschen von der Zeit an, wo er ein kleines Baby ist, bis hinauf zu seiner Totenmaske. Man liest zwei, drei Sätze neutralen Inhalts und weiß sofort, dies hat Wilhelm Reich geschrieben. Man hört zwei Takte und weiß sofort, daß das Mozart komponiert hat. Dieses persönliche Grundwesen haftet an einem, wie der spezifische, unveränderbare Körpergeruch, der jedem Menschen eigen ist, was jeder Hund bestätigen kann. Diese unverwechselbare Essenz zu spüren, bedeutet bioenergetisch kontaktfähig zu sein.

Man kann nicht bestreiten, daß diese unverwechselbare Essenz im Grunde etwas Emotionales ist, so wie eine Melodie. Alle Menschen werden diese Melodie als lustig empfinden, jene als traurig und die andere als sehnsuchtsvoll, etc. Damit sind aber schon natürliche Kategorien gegeben, mit denen man die Menschen grob einteilen kann.

Jeder Mensch durchwandert mit seiner schicksalsgegebenen Grundausstattung bestimmte Entwicklungsphasen, schrittweise setzt er sich mit der Welt auseinander und lernt mit ihr fertig zu werden, indem er immer mehr auf eigene Ressourcen zurückgreift. Inwieweit er dabei von infantilen Sicherheiten abhängig bleibt, bestimmt seinen Charakter, d.h. sein psychosomatosoziales Verhaltensrepertoire. Beim Zwangscharakter etwa rigides Denken, ataktische Bewegungen und ungeschicktes, nie recht zur Situation passendes Sozialverhalten, beim Manisch Depressiven seine Stimmungswechsel, berechenbar unberechenbares Verhalten, etc.

Bei meinen Mitmenschen, deren Entwicklung ich über die Jahre von Kindheit an verfolgen konnte, habe ich bildlich vor Augen, wie sie ihr unaufhebbares Grundwesen haben, wie sich darüber Verhaltensrepertoires entwickelten und sich immer mehr verfestigten, bis sie selber zu einem Schicksal wurden (mit ungefähr 16 waren alle fertig und haben sich nicht mehr verändert) und wie der eine oder andere im Verlauf dieser Entwicklung Persönlichkeitsstörungen ausbildete.

Meines Erachtens gibt es drei Denkstile:

  1. den der Ingenieure (inkl. Mediziner und Psychologen);
  2. den der Physiker (und auch der Mystiker, deshalb die große Affinität zwischen beiden); und
  3. den der Funktionalisten (Orgonomen, Kybernetiker bzw. Systemanalytiker, Energontheoretiker, etc.).

Die ersten messen jede Kleinigkeit und ziehen alle auch nur erreichbaren Details heran, die zweiten arbeiten mit radikalen Vereinfachungen (mechanischen Modellen) und die dritten denken in Funktionsschemata.

Auf die Nosologie übertragen: die gängige Nosologie, mit der heute in der Psychiatrie gearbeitet wird, versucht alles zu erfassen bzw. zu „codieren“ und ist deshalb ziemlich sinnlos, da sie nichts über die zugrundeliegende Dynamik aussagt. Genauso sinnlos sind die Nosologien, die aus dem 19. Jahrhundert stammen, also z.B. die Konstitutionslehre nach Kretschmer, die der Anthroposophen und ihre modernen Entsprechungen. Sie sind ein viel zu grobes Raster, das die Menschen willkürlich einteilt und, im Gegensatz zur anfangs beschriebenen modernen Nosologie, nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat: mehr rassistische Ideologie als Wissenschaft. Sie entspricht dem mechanischen, extrem vereinfachenden Denken der mechanistischen Physiker.

Die Nosologie, die von Elsworth F. Baker entwickelt wurde, nimmt nun eine Mittelstellung ein:

Mit ihren etwa dreidutzend Charakteren ist sie fein genug, um die gängigen Patienten, die der ambulante Psychiater so sieht, erfassen zu können. Gleichzeitig wird sie sich aber nie ganz mit der Wirklichkeit decken. Ähnlich wie eine Landkarte, die auch die Wirklichkeit nur grob widerspiegelt, aber gerade deshalb brauchbar ist.

Der gängige Psychiater würde meine Symptomatik einfach beschreiben und dann mit dem passenden Label versehen: prognostischer und therapeutisch handhabbarer Aussagewert gleich Null. Der Kultanhänger, z.B. ein Anthroposoph, wird mich einem der vier „Temperamente“ zuordnen: prognostischer und therapeutisch handhabbarer Aussagewert gleich Null. Der Orgonom stellt eine Charakterdiagnose, die mich wohl auch niemals ganz treffen kann, die aber trotzdem meine innere Grunddynamik aufzeigt, das Gemeinsame Funktionsprinzip meines Funktionierens, und deshalb Voraussagen über die Zukunft gestattet.

Es wird eingewendet, eine Charakterdiagnose wäre deshalb ziemlich für die Katz, da doch alle Menschen unter den gleichen bioenergetischen Verkorkstheiten leiden würden, alle hätten Angst vor Expansion, vor Kontrollverlust, etc. und alle würden darauf mit ungefähr den gleichen Muskelverspannungen reagieren, etc. Es zeichnet aber doch gerade schlechte Therapeuten aus, daß sie jeden Patienten nach dem gleichen Schema F behandeln. Panzerungen werden aufgelöst, der Energiestrom in Wallung gebracht, etc. – und am Ende wird sich der Patient vielleicht freier fühlen, aber er wird immer noch den gleichen Charakter haben und dessen negatives Potential vielleicht sogar noch besser zum Ausdruck bringen können.

Orgontherapie ist im Grunde eine fast lächerlich einfache und primitive Angelegenheit, wie auch Baker in seinem Buch Der Mensch in der Falle schreibt. Horizontale Blockaden stehen der vertikalen Strömung entgegen und werden nacheinander beseitigt. Dafür braucht es keine mindestens dreijährige Ausbildung, das kann jeder Idiot – die wirkliche Kunst fängt aber mit der Diagnosestellung, mit der Kunst der Menschenkenntnis an, um zu verhindern, daß am Ende der Therapie hoffnungslos desorganisierte Soziopathen oder neurotisch bleichgewaschene Idioten stehen.

Man könnte behaupten, daß es große qualitative Unterschiede innerhalb der einzelnen Charaktertypen gebe und z.B. phallische Narzißten wie John Wayne, Götz George, Benito Mussolini und Dieter Bohlen kaum miteinander vergleichbar seien und deshalb auch jede Vorhersage ihres Verhaltens aufgrund der Charakterdiagnose unmöglich wäre. Doch das stimmt schlichtweg nicht! John Wayne, Götz George, Benito Mussolini und Dieter Bohlen werden sich kaum bei dir entschuldigen, wenn du ihnen auf die Füße trittst, wohl aber Woody Allen und Stanley Laurel. Alle phallischen Narzißten haben einen Hang zum womanizing, genauso wie ausnahmslos alle Hysterika bewußt oder unbewußt flirten, alle Chronisch Depressiven werden sich unbewußt in Lebensumstände begeben, die ihr Energieniveau niedrig halten, etc. Daß das im einzelnen die unterschiedlichsten Ausformungen annimmt, ist eine Binsenweisheit: die eine Hysterika wird vielleicht Striptease-Tänzerin, während die andere ins Kloster geht, aber ihr Charakter wird sich unmißverständlich in der Art ihrer plakativen Sexualität, bzw. Religiosität zeigen.

Es war Reich, der gesagt hat, übrigens genau zu der Zeit, als er seine Charaktertypologie aufgestellt hat, daß „die sogenannte individuelle Differenzierung der Menschen (…) heute im wesentlichen ein Ausdruck überwuchernder, neurotischer Verhaltensweisen (ist)“ (Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 29). Er bringt also genau das Argument zugunsten seiner Charakterologie vor, das kurioserweise gegen ihn gewendet wird.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die orgonometrische Gleichung eines Charakters verweisen:

Nur in diesen drei Funktionsbereichen sind John Wayne, Götz George, Benito Mussolini und Dieter Bohlen identisch, doch nach rechts hin, sind die Variationsmöglichkeiten potentiell unendlich. Man müßte rechts noch eine Menge weiterer Bifurkationen anschließen, um z.B. John Wayne vollständig zu beschreiben.

Dem italienischen Orgonomen Vittorio Nicola zufolge sei die Fähigkeit des Orgontherapeuten von großer Wichtigkeit

  1. therapeutisch jeweils im richtigen Moment einzugreifen;
  2. mit dem Patienten emotionalen Kontakt aufrechtzuerhalten;
  3. sich im Klaren darüber zu sein, wieviel Angst der Patient ertragen kann; und
  4. zu wissen, wann somatische und wann charakterologische Arbeit angebracht ist.

Nicola sagt zu den obigen vier Punkten:

Das ist nur möglich, wenn der Therapeut die Struktur des Patienten versteht. Was wiederum eine korrekte charakterologische Diagnose zur Voraussetzung hat. („The Significance and Treatment of Anxiety in Orgone Therapy“, The Journal of Orgonomy, 28(2), Fall/Winter 1994, S. 152).

Man führt gerne den späten Reich als Gegenbeispiel an, aber der hat sich kaum noch für Therapie interessiert und statt dessen sozusagen „Cosmic ORgone Engeenering“ mit seinen Patienten betrieben, was z.B. Myrom Sharaf, der ja schließlich einer der betreffenden Patienten war, scharf kritisiert hat (u.a. in einem Vortrag hier in Hamburg). Reich wäre zu schemenhaft, technizistisch und unindividuell nach dem Schema F vorgegangen.

Außerdem wird behauptet, Reich hätte doch die ganze psychoanalytische Begrifflichkeit („phallisch“, „anal“, etc.) auf den Schrott geworfen, doch noch 1956 schrieb Reich in seiner Eingabe an das Supreme Court über „The Characterological Error“, wo er sich Bakeresk z.B. über „phallisch-sadistisch-homosexuelle Menschen“, den „schizoiden Charakter“ und „passiv-homosexuelle Menschen, die sich dem phallischen Charakter unterwerfen“, ausläßt.

Und dem, der bei charakterologischen Diagnosen immer nur Widersprüche und Ungereimtheiten sehen will, sei der Reich von 1929 an Herz gelegt:

Nicht immer (…) entspricht das neurotische Symptom qualitativ seiner Reaktionsbasis. Es kommt vor, daß das Symptom eine Abwehr der überschüssigen Angst auf höherer oder niederer Libidostufe bedeutet. So kann ein hysterischer Charakter einen Waschzwang, ein Zwangscharakter eine hysterische Angst oder ein Konversionssymptom entwickeln. Es braucht wohl kaum weitschweifig ausgeführt zu werden, daß die realen Fälle unserer Praxis meist Mischformen darstellen, Überwiegen der einen oder anderen Charakterform. Es empfiehlt sich aber, die Diagnose nicht nach den Symptomen, sondern nach dem neurotischen Charakter zu stellen, der den Symptomen zugrunde liegt. So wird man etwa trotz des Konversionssymptoms, um dessentwillen der Kranke uns aufsucht, die Diagnose Zwangsneurose stellen, wenn sein Charakter vorwiegend zwangsneurotische Züge aufweist. („Der genitale und der neurotische Charakter – Untersuchungen über die libido-ökonomische Funktion des Charakters“, Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(4), 1929, S. 454f Fußnote)

Was ist Faschismus? Was ist Antifaschismus?

12. Mai 2012

Was ist Faschismus? Faschismus ist, wenn hilflose Massen nach Hilfe rufen und dabei machthungrigen Gangstern in die die Hände fallen. Hitler selbst hat, in Anlehnung an den Rassisten und Frauenfeind Gustave Le Bon, das ganz offen in ein sexuelles Bild gekleidet: die „femininen Massen“ unterwerfen sich dem männlichen Willen eines „Führers“.

Das wurde nach dem politischen System benannt, welches von dem ehemaligen Sozialisten Benito Mussolini begründet wurde. Es ist nicht mehr als ein Wort, auf das man sich verständigt hat! Seine Etymologie ist vollkommen nebensächlich. Das, was es benennt, findet sich im deutschen Nationalsozialismus, im russischen Stalinismus oder im chinesischen Maoismus. Jeweils haben skrupellose Politgangster die Hilflosigkeit der von ihnen maßlos verachteten Massen ausgenutzt – und wurden dafür vergöttert.

In kleinerer Form findet sich der Faschismus in jeder Ritze der gepanzerten Gesellschaft, die von hilflosen Menschen und gewissenlosen Kriminellen bevölkert wird. Das fängt bei faschismusartigen Politkulten, wie den um Obama, an und hört beim alltäglichen Ressentiment auf. Man denke in diesem Zusammenhang etwa an die parteiischen Medien, die davon leben, den Massen deren eigenes Leben zu erklären.

Was Faschismus ist, wird erst deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, was Antifaschismus wirklich ausmacht. Reich:

Die sozialen Kämpfe toben heute, um es auf die einfachste Formel zu bringen, zwischen den Interessen der Lebenssicherung und Lebensbejahung und den Interessen der Lebensvernichtung und Lebensunterdrückung. Die soziale Gewissensfrage lautet heute (…): „Bist du und kämpfst für Sicherung und größtmögliche Freiheit des menschlichen Lebens? Tust du praktisch alles, was in deiner Macht steht, um die Millionen arbeitender Menschenmassen so selbständig im Denken, Handeln und Leben zu machen, daß die komplette Selbststeuerung des sozialen Leben in nicht allzu ferner Zeit die selbstverständliche Regel wird?“ (Die sexuelle Revolution, Fischer-TB, S. 13)

Und dann schaue man sich die heutigen Vertreter des „Antifaschismus“ an!

  1. Sie sind gegen „Sozialabbau“, treten also ganz offen dafür ein, daß die Massen auf den Status von Kindern gedrückt werden, die sich ihren Lebensunterhalt nicht selbst erarbeiten können und vor den Unbilden der Welt geschützt werden müssen. Kurioserweise wird ein Gutteil dieser „antifaschistischen“ „Projekte“ selbst vom verhaßten Staat subventioniert.
  2. Die Ästhetik des „Antifaschismus“ ist von den oben genannten Faschismen schlichtweg nicht zu unterscheiden. Massenmörderische Ideologien wie Stalinismus und Maoismus werden ganz offen propagiert. Fast nie fehlt der Bezug auf das homophobe und rassistische Monster Che Guevara. Vom Machismo und der pubertären Revolutionsromantik will ich gar nicht erst reden.

Mit „Antifaschismus“ hat das nichts, aber mit der obigen orgonometrischen Gleichung alles zu tun: Hilflosigkeit hier und Banditentum dort.

Hier – so sehen die Opfer des heutigen („Anti“-) Faschismus aus!