Email [Reichs MENSCHEN IM STAAT] 2016

27. August 2025

Email [Reichs MENSCHEN IM STAAT] 2016

Max Stirner, Soter (Teil 24)

26. August 2025

Stirner sah sich als Vollender der Aufklärung. So wie einst die äußere Welt zu bloßem Material wurde, muß auch die innere Welt, die Welt der Gedanken und Ideen, sich ganz meiner Macht unterwerfen (Der Einzige, S. 402). Er hat sozusagen in aufklärerischer Fortführung des Christentums nicht nur die „Dinge dieser Welt“, sondern auch „die Wahrheiten und ihre Macht“ (= Über-Ich) (Der Einzige, S. 390) überwunden. Es geht darum den „Geist“ genauso zu entweihen, zu entheiligen, zu entgöttern und unbedenklich nach Gefallen zu gebrauchen, wie man es mit der Natur macht (Der Einzige, S. 104). Man könnte fragen: „Beschäftigen mich die Sachen“ (vom grüblerischen Denken bis zur Versklavung durch eine fixe Idee) oder beschäftige (gebrauche) ich umgekehrt die Sachen (vgl. Der Einzige, S. 380).

Hatten die „Ergebenen“ eine unbezwungene Macht zu ihrer Herrin erhoben und angebetet, hatten sie Anbetung von Allen verlangt, so kam ein solcher Natursohn, der sich nicht ergeben wollte, und jagte die angebetete Macht aus ihrem unersteiglichen Olymp. Er rief der laufenden Sonne sein „Stehe“ zu, und ließ die Erde kreisen: die Ergebenen mußten sich’s gefallen lassen; er legte an die heiligen Eichen seine Axt, und die „Ergebenen“ staunten, daß kein himmlisches Feuer ihn verzehre; er warf den Papst vom Petersstuhle, und die „Ergebenen“ wußten’s nicht zu hindern; er reißt die Gottesgnadenschaft nieder, und die „Ergebenen“ krächzen, um endlich erfolglos zu verstummen. (Der Einzige, S. 183.

Das Denken wird so wenig als das Empfinden aufhören. Aber die Macht der Gedanken und Ideen, die Herrschaft der Theorien und Prinzipien, die Oberherrlichkeit des Geistes, kurz die – Hierarchie währt so lange, als die Pfaffen, d.h. Theologen, Philosophen, Staatsmänner, Philister, Liberale, Schulmeister, Bedienten, Eltern, Kinder, Eheleute, Proudhon, George Sand, Bluntschli usw., usw. das große Wort führen: die Hierarchie wird dauern, solange man an Prinzipien glaubt, denkt, oder auch sie kritisiert: denn selbst die unerbittlichste Kritik, die alle geltenden Prinzipien untergräbt, glaubt schließlich doch an das Prinzip. (Der Einzige, S. 392f)

„Wem die Grundsätze der Moral gehörig eingeprägt wurden, der wird von moralischen Gedanken niemals wieder frei, und Raub, Meineid, Übervorteilung u.dgl. bleiben ihm fixe Ideen, gegen die ihn keine Gedankenfreiheit schützt. Er hat seine Gedanken ‚von oben‘ und bleibt dabei“ (Der Einzige, S. 383). „Wäre die Hierarchie nicht so ins Innere gedrungen, daß sie den Menschen allen Mut benahm, freie, d.h. Gott vielleicht mißfällige Gedanken zu verfolgen, so müßte man Gedankenfreiheit für ein ebenso leeres Wort ansehen, wie etwa eine Verdauungsfreiheit“ (Der Einzige, S. 385).

„Es ist dies das Wahrzeichen aller reaktionären Wünsche, daß sie etwas Allgemeines, Abstraktes, einen leeren, leblosen Begriff herstellen wollen, wogegen die Eigenen das stämmige lebenvolle Einzelne vom Wust der Allgemeinheiten zu entlasten trachten“ (Der Einzige, S. 254). Was bei Reich die Panzerung ist, ist bei Stirner die Welt der Begriffe, die eine Art Eigenleben führen. Ähnlich wie Reich mit der Beseitigung des Panzers den authentischen Menschen unter der Charaktermaske freisetzt, befreit Stirner mit dem Ruf „Komm zu Dir!“ (Der Einzige, S. 180) das Individuum aus dem „Reich der absoluten Gedanken“ (Parerga, S. 151), aus der Herrschaft der „inneren Hierarchie“, die nichts anderes ist als die „Herrschaft des Guten“ (vgl. Parerga, S. 174), d.h. des Über-Ich. Entweder ist man selbstbestimmt oder von „sittlichen Rücksichten“ (Der Einzige, S. 261): „Ich bin nur dadurch Ich, daß Ich Mich mache, d.h. daß nicht ein Anderer Mich macht, sondern Ich mein eigen Werk sein muß“ (Der Einzige, S. 256). „Denke nicht, daß ich scherze oder bildlich rede, wenn Ich die am höheren hängenden Menschen, und weil die ungeheuere Mehrzahl hierher gehört, fast die ganze Menschenwelt für veritable Narren, Narren im Tollhause ansehe“ (Der Einzige, S. 46).

Der Mensch entschließt sich in einer bestimmten Situation zu etwas, der Wille „erstarrt“ quasi – so daß, selbst wenn sich die Situation grundlegend geändert hat, dieser zurückliegende Willensäußerungen Tribut gezahlt wird. Der Mensch macht sich zum Deppen seiner selbst: „Mein Geschöpf (…) wäre mein Gebieter geworden“ (Der Einzige, S. 215). „Beruf –Bestimmung – Aufgabe!“ (Der Einzige, S. 364) Beruf = Aufgabe, Pflicht (Der Einzige, S. 376). – Stirner unterscheidet zwischen „Beruf“ und der „natürlichen Tat“ (Der Einzige, S. 368). Der Gegensatz von „Beruf“ ist „sich ausleben, sich auflösen“ (Der Einzige, S. 372). Während ein Tier sich „realisiert“, „indem es sich auslebt, d.h. auflöst, vergeht“, versucht der wahnsinnige Mensch Begriffe zu „realisieren“, z.B. indem er bestrebt ist „Mensch“ zu sein (Der Einzige, S. 372). Der Mensch hält an sich und vertut so sein Leben, das nichts anderes ist als „Auflösen“, „wie die Zeit alles auflöst“ (Der Einzige, S. 373; Hervorhebung hinzugefügt; vgl. auch Der Einzige, S. 366).

Imgrunde steckt hinter dem Gegensatz zwischen „Begriff“ und „Leben“ der Gegensatz zwischen Raum und Zeit. Wenn Stirner eine Philosophie hat, dann ist es diese quasi „Bergsonianische“ Dialektik von abstraktem Denken („Raum“) und konkretem Leben („Zeit“). Die räumliche Vorstellungswelt hat natürlicherweise die Qualität des Statischen, während das Lebendige dadurch gekennzeichnet ist, daß es sich in einem ständigen Fluß befindet. Dazu steht nicht im Widerspruch, daß das lebendige (funktionelle) Denken nichts anderes ist als die „rastlose Zurücknahme aller sich verfestigenden Gedanken“ (Der Einzige, S. 342); es ist nur dadurch möglich, daß man jeden Augenblick gedanken- und sprachlos wird (Der Einzige, S. 389). Es geht hier, beim bloß abstrakten Denken, nämlich um das „heilige Denken“, der vermeintlich „Denkenden“, d.h. jener, die alles in Begriffssysteme pressen und deshalb in Wirklichkeit gedankenlose Dummköpfe sind. Entsprechend sieht die gegenwärtige Welt aus (Der Einzige, S. 371). „Dem Realisierenden liegt nämlich wenig an den Realitäten, alles aber daran, daß dieselben Verwirklichungen der Idee seien“ (Der Einzige, S. 408f).

Die besagten „Realisierenden“ sind blind gegen die Unmittelbarkeit der Dinge und unfähig sie zu meistern. Deshalb erscheinen sie Stirners bereits erwähnten „kräftigen Natursohne“ als unbeholfene närrische Käuze (Der Einzige, S. 381), die kontaktlos in ihrer eigenen Traumwelt leben (Der Einzige, S. 30). Sie sind irrational, da sie sich nicht als Ganzheit wahrnehmen. Um rational zu sein, muß der Mensch sich ganz vernehmen, d.h. sowohl den Geist als auch das „Fleisch“, denn „nur, wenn er sich ganz vernimmt ist er vernehmend oder vernünftig“ (Der Einzige, S. 68, Parerga, S. 90).

Bei Stirner ist denkbar viel Reich vorweggenommen: funktionalistisches Denken; die Erstarrung versus das Lebendige, sich Hingebende und Fließende; das Abstrakte und Kontaktlose versus das handelnde und sich entfaltende Leben; fast die ganze Menschheit irre.

Wohin könnte man blicken, ohne Opfern der Selbstverleugnung zu begegnen? Da sitzt Mir gegenüber ein Mädchen, das vielleicht schon seit zehn Jahren seiner Seele blutige Opfer bringt. Über der üppigen Gestalt neigt sich ein todmüdes Haupt, und bleiche Wangen verraten die langsame Verblutung ihrer Jugend. Armes Kind, wie oft mögen die Leidenschaften an Dein Herz geschlagen, und die reichen Jugendkräfte ihr Recht gefordert haben! Wenn Dein Haupt sich in die weichen Kissen wühlte, wie zuckte die erwachende Natur durch Deine Glieder, spannte das Blut Deine Adern, und gossen feurige Phantasien den Glanz der Wollust in Deine Augen. Da erschien das Gespenst der Seele und ihrer Seligkeit. Du erschrakst, Deine Hände falteten sich, Dein gequältes Auge richtete den Blick nach oben, Du – betetest. Die Stürme der Natur verstummten, Meeresstille glitt hin über den Ozean Deiner Begierden. Langsam senkten sich die matten Augenlider über das unter ihnen erloschene Leben, aus den strotzenden Gliedern schlich unvermerkt die Spannung, in dem Herzen versiegten die lärmenden Wogen, die gefalteten Hände selbst lasteten entkräftet auf dem widerstandslosen Busen, ein leises, letztes Ach stöhnte noch nach, und – die Seele war ruhig. Du entschliefst, um am Morgen zu neuem Kampfe zu erwachen und zu neuem – Gebete. Jetzt kühlt die Gewohnheit der Entsagung die Hitze Deines Verlangens und die Rosen Deiner Jugend erblassen in der – Bleichsucht Deiner Seligkeit. Die Seele ist gerettet, der Leib mag verderben! O Lais, o Ninon, wie tatet Ihr wohl, diese bleiche Tugend zu verschmähen. Eine freie Grisette gegen tausend in der Tugend grau gewordene Jungfern!“ (Der Einzige, S. 66f).

Max Stirner, Soter (Teil 23)

25. August 2025

Äußere Gesetze kann man hinnehmen, wie man die Schwerkraft hinnimmt, aber die Menschheitsbeglücker wollen den „neuen Menschen“ schaffen, der Ideale verinnerlicht hat – und somit seine Eigenheit verloren hat. Stirner geht es weniger um abstrakte libertinistische „Freiheit“, sondern, da es z.B. immer eine beliebige Straßenverkehrsordnung geben muß, um die Eigenheit – die auch (oder sogar grade) die Hyperlibertinisten bei den Kindern brechen wollen, damit eine „freiheitliche“ Gesellschaft funktionieren könne (vgl. Der Einzige, S. 343f). Es gilt die Originalität und „Genialität“, die „bestimmte Eigenheit“ (Der Einzige, S. 179f) der Kinder aktiv zu unterstützen (nicht nur zu „tolerieren“), auf daß sie die natürliche Gesellschaft der Familie verlassen und mit anderen Vereine bilden können – die nicht sterben, d.h. zu Karikaturen der natürlichen Gesellschaft werden. Etwa die „Volksgemeinschaft“ als große Familie, wo sich dann, wie von Reich beschrieben, der Massenmensch mit dem Führer identifiziert.

Da ihm die innere Beherrschtheit durch irrationale kollektive Ideen der Menschen, also deren Freiheitsunfähigkeit, bewußt war, konnte Stirner kein Anarchist sein. Im allgemeinen wird er wohl als solcher verbucht, aber er argumentierte, wie die Todfeinde des Anarchismus von jeher über „den Pöbel“ gerichtet haben: „Weil in der Gesellschaft sich die drückendsten Übelstände bemerkbar machen, so denken besonders die Gedrückten, also die Glieder aus den unteren Regionen der Sozietät, die Schuld in der Gesellschaft zu finden, und machen sich’s zur Aufgabe, die rechte Gesellschaft zu entdecken. Es ist das nur die alte Erscheinung, daß man die Schuld zuerst in allem Anderen als in sich sucht; also im Staate, in der Selbstsucht der Reichen usw., die doch gerade unserer Schuld ihr Dasein verdanken“ (Der Einzige, S. 129). Konsequent will der angebliche „Anarchist“ Stirner keine Revolution, die auf neue Einrichtungen zielt, sondern die „Empörung“, die dahin führt, „Uns nicht mehr einrichten zu lassen, sondern Uns selbst einzurichten“ (Der Einzige, S. 354).

Für ihn haben die Unterdrückten keinerlei Recht auf Freiheit – „weil sie die Freiheit nicht haben, haben sie eben das Recht dazu nicht“. Sie wüßten die Freiheit nicht zu nutzen, wenn man sie ihnen geben würde – und deshalb sind sie nicht schon längst frei (Der Einzige, S. 207). „Betragt Euch als mündig, so seid Ihr’s ohne jene Mündigsprechung, und betragt Ihr Euch nicht darnach, so seid Ihr’s nicht wert, und wäret auch durch Mündigsprechung nimmermehr mündig.“ (Der Einzige, S. 185). Dies ist exakt der gleiche Gedanke, der auch hinter Reichs soziopolitischen Auffassungen und seinem Kampf gegen die verantwortungslose „Freiheitskrämerei“ steht. Beide Männer hatten die gleiche Lösung für das menschliche Dilemma: die Kinder von Anfang an so zu erziehen, daß sie freiheitsfähig werden, bzw. bleiben, bis sich die Menschheit nach einigen Generationen ganz von der Unfreiheit befreit hat. Doch anstatt diesen bequemen Weg zu beschreiten, der ja größtenteils im Unterlassen besteht, greifen wir, von willkürlichen Erziehungsideen angestachelt, ständig ein. Wo doch die eigene „egoistische“ Freiheit zwangsläufig die Freiheit der anderen, insbesondere aber der Kinder nach sich ziehen würde.

Reich hat gegen die willkürlichen Meinungen, z.B. wie Kinder zu erziehen seien oder was gesund sei, die objektive Autorität der nachweisbaren Lebensenergie Orgon gestellt. Diese „objektive Autorität“ des Orgons steht nicht im Gegensatz zur persönlichen „Eigenheit“, von der Stirner sprach, sondern ist sozusagen ihre Substanz – die Natur des Menschen, sein Kern, frei nach Friedrich Kraus die spontan (eigen) funktionierende „Tiefenperson“. Das Orgon ist also keine externe Autorität, der sich die Eigenheit anzupassen, der sie sich zu opfern hat, sondern diese Eigenheit selbst.

Daß die Menschen dieser Identität nicht gewahr werden; ihre Unwissenheit und Kontaktlosigkeit, ist für das religiöse Empfinden, für das „Heilige“ verantwortlich. Bei Menschen, die beten, zeigt sich diese „schizophrene“ Spaltung ganz deutlich, denn stets steht ein Wunsch im Mittelpunkt: die Sehnsucht nach Wiedervereinigung mit dem göttlichen Widerpart. Aus dem beschränkten weltlichen, aller Eigenheit entblößtem Ich, soll das entschränkte, göttliche, „eigentliche“ Ich werden.

Wie Reich 1941 schrieb, konnte der Mensch, der von jeher das kosmische Orgon in sich spürte, sich nur als Objekt und Werkzeug dieser Macht empfinden – der er sich gerne unterwarf, da sie ihm orgastische Erfüllung schenkte. Dies erkläre, warum sich der Mensch so gerne und widerstandslos religiösen Gefühlen hingibt. Erst er, Reich, sei weitergegangen und habe diese Energie, die bisher als unerkennbarer Gott mystifiziert wurde, wissenschaftlich zugänglich und handhabbar gemacht. Erst er, Reich, habe die Angst vor dem Numinosen, dem Tabu, dem Heiligen überwunden (Reich: Biophysical Functionalism and Mechanistic Natural Science, International Journal of Sex-Economy and Orgone Research 1(2), July 1942, S. 97-107).

Wir ersticken in der Mystifikation dessen, was die Quelle unserer Existenz ausmacht, was uns selbst ausmacht. In einem ähnlichen Sinne, wie Reich, wollte auch Stirner die Welt „entheiligen“, denn „alles Heilige ist ein Band, eine Fessel“ (Der Einzige, S. 237). Wir ersticken in der Mystifikation dessen, was die Quelle unserer Existenz ausmacht, was uns selbst ausmacht. Die Aufklärung, d.h. die restlose Entzauberung der Welt, hat noch nicht einmal ansatzweise begonnen. Wohin die Pseudo-Aufklärung geführt hat, gegen die sich Stirner wandte, zeigt sich heute mehr denn je ganz praktisch daran, daß die Entscheidungsträger jedweden Sinn für die Realität verloren haben und ausschließlich in ideologischen Blasen leben – und entsprechend dieses Land zerstören. Stirner befreit davon und ist deshalb aktueller als jemals zuvor.

Was würdet Ihr aber denken, wenn Euch Einer erwiderte: daß man auf Gott, Gewissen, Pflichten, Gesetze usw. hören solle, das seien Flausen, mit denen man Euch Kopf und Herz vollgepfropft und Euch verrückt gemacht habe? Und wenn er Euch früge, woher Ihr’s denn so sicher wißt, daß die Naturstimme eine Verführerin sei? Und wenn er Euch gar zumutete, die Sache umzukehren, und geradezu die Gottes- und Gewissensstimme für Teufelswerk zu halten? Solche heillose Menschen gibt’s; wie werdet Ihr mit ihnen fertigwerden? Auf eure Pfaffen, Eltern und guten Menschen könnt Ihr Euch nicht berufen, denn die werden eben als eure Verführer von jenen bezeichnet, als die wahren Jugendverführer und Jugendverderber, die das Unkraut der Selbstverachtung und Gottesverehrung emsig aussäen, die jungen Herzen verschlämmen und die jungen Köpfe verdummen. (Der Einzige, S. 179)

Email [Charakteranalyse und das LSR-Projekt] 2009

24. August 2025

Email [Charakteranalyse und das LSR-Projekt] 2009

David Holbrook, M.D.: „Genitale Liebe“ versus „gepanzerte Liebe”

23. August 2025

DAVID HOLBROOK, M.D.:

„Genitale Liebe“ versus „gepanzerte Liebe”

ALERTA! ALERTA! FCK GRN!

22. August 2025

Wir wollen die Welt NICHT zu einem besseren Ort machen! Das überlassen wir religiösen Spinnern, die, größenwahnsinnig und schlichtweg psychotisch wie sie sind, glauben, „Gott“ habe ihnen die Welt in ihre Obhut gegeben, damit sie seinen Garten hegen und pflegen und sein Reich auf Erden errichten. Dazu gehören insbesondere die stets und unausweichlich chiliastischen Sozialisten, egal wie vehement sie ihren vermeintlichen „Atheismus“ zur Schau stellen. Wir hingegen wollen nur zweierlei: ein für allemal von diesen versifften Vollirren, die mit ihrer blutroten Kackscheiße ständig die Welt retten wollen, in Ruhe gelassen werden, und zweitens, daß die „Kinder der Zukunft“ von vornherein ebenfalls sie selbst sein können.

„Aktivist“ sollte zu einem Schimpfwort werden! Du willst die Gesellschaft verändern, sie gerechter und solidarischer machen? Du hast eine Vollmeise! Wenn die Betroffenen es wollten und könnten, dann hätten sie sich bereits selbst befreit! Warum sollten sie ausgerechnet auf einen Traumtänzer wie dich warten, der von nichts, aber auch rein wirklich gar nichts eine Ahnung hat – und deshalb eine profitable Politikerlaufbahn anvisiert?

Wenn die Massen charakterstrukturell dazu bereit sind, werden sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen – und solche Typen, solche nichtsnutzigen Parasiten, wie dich endgültig und für alle Zeiten zum Teufel jagen.

Dazu bedarf es zweierlei: die Aufklärung über diese Zusammenhänge und zweitens, daß bei der Geburt, in der Säuglingspflege, in der Kindererziehung und in der pubertären Übergangsphase wirklich nur ein einziges „Prinzip“ zur Geltung kommt: Selbstregulation – statt eurer dämonischen „Demokratieerziehung“ schon in der Kinderkrippe, ihre perversen KINDERFICKER.

Vor die Kinder der Zukunft kommt aber eine alles bestimmende Aufgabe: deine gesellschaftliche Ächtung! Bevor irgendetwas in Richtung Aufklärung und Selbstregulation unternommen werden kann, muß die Emotionelle Pest, d.h. vor allem das Gutmenschentum bekämpft werden.

Ich denke da an widerliche Typen wie Rudi Dutschke, der sein Leben damit verbrachte, seine ins Auge springende psychische Störung mittels sozialem Aktivismus zu bewältigen. Er warf mit Fremdworten und Konzepten um sich, die er ganz offensichtlich nicht verstand und machte solch konstruktiven Vorschläge, wie daß doch jeder VW-Arbeiter sich sein Auto von vorne bis hinten selber bauen sollte. Von wegen Überwindung der Entfremdung und so…

In meinem eigenen Umfeld konnte man mit hundertprozentiger Treffsicherheit voraussagen, wer „in die Politik gehen“ würde. Nicht etwa die vierschrötigen Macher, die ihr eigenes Leben in die Hand nahmen, arbeiteten und eine Familie gründeten, sondern immer die verschrobenen Muttersöhnchen. Ich muß da an diesen Typen mit seinen auffällig dünnen veganenÄrmchen und glutenintoleranten Beinchen denken, der schließlich mit hochgesteckten Dread Locks den wilden Mann markierte und den ich eines Tages hier im „Stadtteilbüro“ (?) sitzen sah, wie er sich die Sorgen und Nöte der Bürger anhörte und über die Zukunft Langenhorns palaverte. Hätte mich nicht gewundert, wenn er irgendwann Bundestagsabgeordneter der Grünen geworden wäre oder der SED (Die Linke).

Man muß selbst sich mit entsprechenden „Reichianern“ unterhalten haben, wie sie bekundeten, daß sie ja alles verstanden hätten, aber das mit der „Arbeitsdemokratie“ einfach nicht begreifen würden. Das kann ich dir ganz genau erklären: weil es für DICH, bzw. für deine verwichsten Träume als zukünftiger Sozialingenieur, keinen Raum in der Arbeitsdemokratie gibt. Du hast nie dazugehört und wirst nie dazugehören, weil du zum Formenkreis des exakten Gegenteils der Arbeitsdemokratie gehörst: zur Emotionellen Pest.

Man braucht dich doch nur anschauen! Dein ganzes Gehabe, deine ganze Art, neuerdings sogar deine bloße Haarfarbe und „non-binäre“ Erscheinung zeigen nur eins: Blasiertheit gegenüber dem Leben selbst, Widerstand gegen das Leben selbst, Protest, Widerwille, Obstruktion, moralistische Empörung, Größenwahnsinn, Lebenshaß und vor allem Antidies und Antidas! In deiner Nähe gefriert jede Lebensfreude und jedwedes natürliche Lebensgefühl. Am liebsten würdest du jedes Naturgefühl, jeden Anklang an natürliche Genitalität und schließlich die Arbeitsdemokratie selbst verbieten. Jeder vage Anklang an die Wahrheit ist für dich „Haß und Hetze“! Du gottverfluchtes verpeiltes geistig beschränktes ARSCHLOCH, mit dem Horizont einer Küchenschabe, willst mir ja sogar vorschreiben, wie ich meine Wohnung zu heizen habe, was ich essen soll und was ich lesen darf, was ich denken und was ich SAGEN darf! Du, du in alle Ewigkeit verfluchter „Weltverbesserer“, bist das diametrale Gegenteil von Liebe, Arbeit und Wissen. Du weißt kaum, wie du dir deine eigenen Schuhe zubinden sollst, willst aber den Planeten retten. Ich glaube, ich krieg Plaque.

Trump und Hitler

21. August 2025

Zunächst einmal ist dieser Vergleich vollkommen absurd, da Hitler (mal abgesehen von seinen wirklich sehr anstrengenden Wahlkämpfen am Ende der Weimarer Republik) zeitlebens ein unglaublich dekadenter Müßiggänger und Eigenbrödler war, der den ganzen Tag Kuchen fraß, irgendwann am frühen Morgen ins Bett fiel und vor 14 Uhr nachmittags, also nach 10 Stunden Schlaf, nicht geweckt werden durfte. Trump hingegen war zeitlebens ein Arbeitstier, der um Mitternacht ins Bett geht und spätestens um 6 Uhr morgens wieder am Schreibtisch sitzt, umgeben von einer Schar von Kindern und Kindeskindern.

Trotzdem verbindet sie zweierlei: erstens das, was man gemeinhin als „Populismus“ bezeichnet. Etwas, was verkopfte und zutiefst antisexuelle „Intellektuelle“ instinktiv abstößt. Massen mit einfachen Worten gewinnen, die Massenerregung ertragen und sie in Bewegung setzen, wie ein Dirigent das Symphonieorchester leitet. Die besagten „Intellektuellen“ laufen beispielsweise dagegen Sturm, daß Hitler-Reden durch KI-Programme übersetzt und so gestaltet werden, als hätte Hitler sie auf English gehalten. Und tatsächlich: auffällig viele Kommentatoren unter diesen YouTube-Videos schreiben, daß der Mann doch in allem recht gehabt habe. Selbst von Reich selbst stammt so ein Kommentar, als er über Radio Ende der 1930er Jahre eine Hitler-Rede verfolgte. Das Böse, bzw. DER Böse, ist immer und überall!

Die zweite Gemeinsamkeit ist das Außenseitertum. Hitler mußte seine eigene Parteiarmee zusammen mit seinen treusten Anhängern blutig opfern, um nicht vom „Deep State“, der ihm bis zuletzt nach dem Leben trachtete, entmachtet zu werden. Bis zur Zeit im Bunker der Reichskanzlei durfte niemand in seiner Umgebung den Namen „Röhm“ auch nur erwähnen! Ähnlich bei Trump, der Musk in die Wüste schicken mußte, als es auch an Pfründe der Republikanischen Senatoren ging. Trump wollten sie umbringen und sie werden es auch weiterhin versuchen.

Es ist aber vollkommen sinnlos diese Ausführungen fortzusetzen, weil bei den Stichworten „Trump“ und „Hitler“ alle Rationalität zerschellt und der nackte Wahnsinn dich anlacht. Ich spreche natürlich vom Trump-Derangement-Syndrom und dem sogenannten „Antifaschismus“. Man braucht nur die Social Media-Auftritte von Links-Reichianern verfolgen: der Haß und die Verachtung gegenüber Trump scheint keinerlei Grenzen zu kennen. Aber selbst diese Leute müssen regelmäßig Kommentare von anderen Links-Reichianern löschen, weil da wirklich alle Hüllen menschlichen Anstandes fallen und das Endstadium der Psychose erreicht ist. Für diese Leute ist Trump DAS Böseste schlechthin. Von Hitler brauchen wir gar nicht erst anfangen…

Warum ist das so? Das Problem ist, daß Hitler zum Retter des liberalen Geistes wurde. Er ist die Gründungsfigur des Wertewestens, er ist der neue Asasel (bzw. natürlich dessen Ziegenbock), der der Prototyp Christi ist. Man führe sich dazu Levitikus 16:8-10, 26 zu Gemüte. Es geht um das zentrale Ritual des Versöhnungstages, an dem Jahwe seinem Volk alles vergibt und es entsprechend fortbestehen läßt. Es werden zwei Ziegenböcke ausgelost: einen für den Herrn und einen für Asasel. Die für Asasel bestimmte Ziege wird nicht als Schlachtopfer dargebracht, sondern ihr werden alle Sünden des Volkes auferlegt und er wird dergestalt beladen in die Wüste getrieben, d.h. in die Hölle geschickt. Hitler ist zum Asasel Unserer Demokratie geworden. Indem wir ihn wieder und wieder und wieder besiegen, fährt er immer wieder zusammen mit allen unseren Sünden in die Hölle, damit wir unbeschwert weiterleben können. Dies wurde auch zum Kern des Trump-Derangement-Syndroms. Die besagten Gutmenschen BRAUCHEN Trump als neuen Hitler.

Man lese dazu Reichs Ausführungen über seine Sexpol-Versammlungen in Massenpsychologie des Faschismus. Auch er war „Populist“, als er in denkbar einfacher Sprache die sexuelle Not der Massen ansprach und die Massenatmosphäre nutzte, um die sexuellen Hemmungen, d.h. die Panzerung, zu unterlaufen. Und auch er mußte mit seinem „Deep State“ ringen, den damaligen KPD-Funktionären. Aber versuche mal diese Zusammenhänge einem dieser hoffnungslos verblödeten beschränkten IDIOTEN zu verklickern. Meine Fresse, ich glaub mein Schwein pfeift!

Max Stirner, Soter (Teil 22)

20. August 2025

Sittlichkeit ist Grundlage der Gesellschaft von Menschen. Egoismus die des „Vereins von Ichen“ (Der Einzige, S. 196). In der Gesellschaft darf ich nicht ich selbst sein, darf nicht authentisch sein, sondern muß ein anderer sein (Der Einzige, S. 233), d.h. ich muß sittlich sein (Der Einzige, S. 196). Diese „heiligen“ Gebilde hält nämlich der Glaube, die Ideologie (im Nationalsozialismus „das Blut“) zusammen, die aus dem Einzelnen ein bloßes Exemplar macht und ihn so seiner Einzigkeit beraubt: sie existieren auf Kosten des „Einzigen“ (Der Einzige, S. 349), seine Demut ist ihre Lebensgrundlage. Das neue Fundament des Zusammenlebens im Verein hingegen ist schlicht bioenergetischer Kontakt! „Nur wenn Ihr einzig seid, könnt Ihr als das, was Ihr seid, miteinander verkehren“ (Der Einzige, S. 148).

Stirner unterscheidet zwischen „Selbstbefreiung“ und „Emanzipation“ (Freisprechung, Freilassung). Wer das letztere verlangt, zeigt damit, wie unmündig er ist. Und wer mündig ist – der nimmt sich die Freiheit (Der Einzige, S. 185). Stirner ist also alles andere als ein unrealistischer Utopist, zumal die ersehnte Welt, die aus Vereinen von Egoisten besteht, schon jetzt alltäglich funktioniert – entsprechend Reichs „Utopie“ von der Arbeitsdemokratie. Einem seiner Kritiker, der ihm Utopismus vorwarf, entgegnete Stirner:

Sähe Heß [der besagte Kritiker] das wirkliche Leben, worauf er doch soviel hält, aufmerksam an, so würde er hunderte von solchen teils schnell vorübergehenden, teils dauernden egoistischen Vereinen vor Augen haben. Vielleicht laufen in diesem Augenblicke vor seinem Fenster Kinder zu einer Spielkameradschaft zusammen; er sehe sie an und er wird lustige egoistische Vereine erblicken. Vielleicht hat Heß einen Freund, eine Geliebte; dann kann er wissen, wie sich das Herz zum Herzen findet; wie ihrer zwei sich egoistisch vereinen, um aneinander Genuß zu haben, und wie keiner dabei „zu kurz kommt“. Vielleicht begegnet er ein paar guten Bekannten auf der Straße und wird aufgefordert, sie in ein Weinhaus zu begleiten; geht er etwa mit, um ihnen einen Liebesdienst zu erweisen, oder „vereint“ er sich mit ihnen, weil er sich Genuß davon verspricht? Haben sie sich wegen der „Aufopferung“ schönstens bei ihm zu bedanken, oder wissen sie’s, daß sie zusammen auf ein Stückchen einen „egoistischen Verein“ bildeten? Freilich wird Heß es diesen trivialen Beispielen nicht ansehen, wie inhaltsschwer und wie himmelweit verschieden sie von den heiligen Gesellschaften, ja von der „brüderlichen, menschlichen Gesellschaft“ der heiligen Sozialisten sind. (Parerga, S. 204)

Stirner führt, im Gegensatz zum späteren Marx, die kapitalistische Herrschaft auf den Staat zurück. Alles beruht auf „Rechtstitel“ (Der Einzige, S. 125). Man vergleiche das mit Reichs Diktum, daß die Politik der Hauptfeind ist. Reichs Konzept der Arbeitsdemokratie in der Form, wie er es Ende der 1930er Jahre formulierte, ist praktisch identisch mit Stirners Konzept des Vereins, wobei Stirner nicht nur kein Sozialist, sondern auch kein „Kapitalist“ ist:

(…) die Konkurrenz (…) hat (…) gerade dadurch Bestand, daß nicht Alle sich ihrer Sache annehmen und sich über sie miteinander verständigen. Brot ist z.B. das Bedürfnis aller Einwohner einer Stadt; deshalb könnten sie leicht übereinkommen, eine öffentliche Bäckerei einzurichten. Statt dessen überlassen sie die Lieferung des Bedarfs den konkurrierenden Bäckern. Ebenso Fleisch den Fleischern, Wein den Weinhändlern usw.

Die Konkurrenz aufheben heißt nicht soviel als die Zunft begünstigen. Der Unterschied ist dieser: In der Zunft ist das Backen usw. Sache der Zünftigen; in der Konkurrenz Sache der beliebig Wetteifernden; im Verein Derer, welche Gebackenes brauchen, also meine, diese Sache, weder Sache des zünftigen noch des konzessionierten Bäckers, sondern Sache der Vereinten.

Wenn Ich Mich nicht um meine Sache bekümmere, so muß Ich mit dem vorlieb nehmen, was Andern Mir zu gewähren beliebt. Brot zu haben, ist meine Sache, mein Wunsch und Begehren, und doch überläßt man das den Bäckern, und hofft höchstens durch ihren Hader, ihr Rangablaufen, ihren Wetteifern, kurz ihre Konkurrenz einen Vorteil zu erlangen, auf welchen man bei den Zünftigen, die gänzlich und allein im Eigentum der Backgerechtigkeit saßen, nicht rechnen konnte. – Was Jeder braucht, an dessen Herbeischaffung und Hervorbringung sollte sich auch Jeder beteiligen; es ist seine Sache, sein Eigentum, nicht Eigentum des zünftigen oder konzessionierten Meisters. (Der Einzige, S. 306)

Es ist einfach verblüffend zu sehen, wie aktuell Stirners Buch nach über 180 Jahren noch ist: seine Kritik am Kapitalismus und am Kommunismus (er schreibt so, als wäre ihm der Marxismus schon präsent – nun, er war es in Gestalt all der kommunistischen Theoretiker, die Stirner vor Augen hatte und von denen Marx fleißig abschrieb) und dann nimmt er noch den späten Nietzsche vorweg, indem er z.B. den dreifaltigen Liberalismus auf das Christentum zurückführt: „So kehrt in diesem Ende der Neuzeit (Zeit der Neuen) als Hauptsache wieder, was im Anfang derselben Hauptsache gewesen war: die ‚geistige Freiheit’“ (Der Einzige, S. 142). – Stirner hat Marx und Nietzsche bereits überholt, bevor der erste Kommunist war und der zweite überhaupt aus den Windeln raus war!

Das Gewebe der Arbeitsdemokratie zerreißt und die losen Fasern werden zu deinen Gängelbändern

19. August 2025

Die Arbeitsdemokratie ist Liebe, Arbeit und Wissen, sie wird gegenwärtig durch die Emotionelle Pest, an ihrer Spitze Modju Melanor (BlackRock) Merz, frontal und auf allen drei Ebenen angegriffen.

Stichwort Liebe: Seit Einführung des jedwede Arbeitsqualität zerstörenden „Qualitätsmanagements“ und jeder Menge von anderen „Modulen“, an die sich jeder Arbeitende streng zu halten hat, ist das informelle Vertrauensband zwischen den einzelnen Mitarbeitern in den Firmen, das zwischen Angestellten und ihren Abteilungsleitern, das zwischen den verschiedenen Produktions-, Management- und Marketingebenen zerrissen. An die Stelle von „blindem Vertrauen“ ist das Leninistische „Kontrolle ist besser!“ getreten. Das wirkt sich auch auf das Verhältnis der Firma zu Lieferanten, Dienstleistern und Kunden aus. Wer heutzutage noch den „kleinen Dienstweg“ beschreitet („Wir kennen uns. Das regeln wir unbürokratisch.“), also das, was früher die deutsche Wirtschaft, trotz des zu absurden Regeln geronnenen allgemeinen pestilenten Wahnsinns, am Leben hielt, – wird heute zum Chef gerufen und zur Sau gemacht. Eigeninitiative und persönlicher Kontakt behindere die Planwirtschaft! Wobei kurioserweise gerade das, die Restbestände der Arbeitsdemokratie, die Planwirtschaft in der „DDR“ über Jahrzehnte am Leben hielt und bis heute das Zusammengehörigkeitsgefühl der „Ossis“ prägt. Wir zerstören das und machen die Arbeitnehmer zu bloßen voneinander isolierten Arbeitsbienen, die schon morgen durch KI und Roboter ersetzt werden können.

Stichwort Arbeit: Seit dem 19. Jahrhundert hat das dezentrale Kreditwesen, die deutsche Wirtschaft am Leben gehalten und das Land mit einem lebendigen Gewebe von Produzenten überzogen. Überall gab es kleine Geldinstitute, Banken, Sparkassen etc. die über den persönlichen Kontakt und wegen der Persönlichkeit und Überzeugungskunst von Tüftlern, Erfindern oder einfach nur von Leuten, „die anpacken wollten“, diesen das notwendige Geldkapital für wirtschaftliche Aktivitäten bereitstellten. Über Jahrzehnte hatte sich eine Schicht von Experten ausgebildet, die einfach durch die angesammelte Erfahrung, Menschenkenntnis und ihr Eingebundensein in das lokale Gemeinschaftsleben genau abschätzen konnten, wem man vertrauensvoll das Geld der Sparer anvertrauen konnte und wem lieber nicht. Teilweise wurden so auch Sachen finanziert, deren schließlicher Erfolg jeden Außenstehenden überraschte, während andere Dinge, die gegenwärtig in einer Pleite nach der anderen münden, nie und nimmer das Licht der Welt erblickt hätten. Heute wird das Kreditwesen europaweit zentralisiert, kleine Kreditinstitute zerschlagen und die besagte mittlerweile jahrhundertealte Expertise der Kreditvergabe systematisch zerstört und durch „Algorithmen“ ersetzt, die nichts weiter sind als die zu Computerprogrammen kristallisierte Emotionelle Pest. Am Ende steht eine Sklavenhaltergesellschaft ohne Mittelschicht, schlimmer als das imperiale Rom!

Stichwort Wissen: Die Tagesschau ist schlimmer als die einstige Aktuelle Kamera. Der Tatort ist nur noch Agitprop. An den Schulen und Universitäten wird nur noch vollkommener Unsinn gelehrt, wobei selbst die MINT-Fächer sich etwa auf die „Klimakatastrophe“ konzentrieren müssen, wenn sie denn weiterhin finanziert werden wollen. Statt sich an der objektiven Realität zu orientieren, haben sie sich gefälligst ans „Narrativ“ zu halten. Schon in den Kinderkrippen wird den Kleinen das kritische Hinterfragen ausgetrieben und am Ende stehen die heutigen trans Zombies mit einer gebleichten Einheitspersönlichkeit und einer tumben Einheitsmeinung, die nur ein einziges Ziel haben: Teil des Staates zu werden oder, noch besser, einer staatlichen Nichtregierungsorganisation. Die ältere Generation ist kaum besser: man rede mal mit einer „Oma gegen rechts“, die Jahrzehntelang heute geschaut und Bertelsmann-Printmedien konsumiert hat! Die Menschen in der „DDR“ wußten, selbst wenn sie keine Westmedien schauen konnten, daß sie belogen werden, während die heutigen „Demokraten“ wirklich den durchsichtigsten Unsinn mit einem „antifaschistischen“ Fanatismus nachplappern, der sprachlos macht und dich ständig in einem abgeschmackten Zombie-Film versetzt. Mit solchen seelenlosen Hüllen Wahlen abzuhalten, ist an abgeschmackter Sinnlosigkeit nicht zu überbieten.

Praktisches Beispiel: Bis in die 1980er Jahre hinein wurde in den Lebensmittelabteilungen der großen Kaufhäuser der Inhalt der Regale (natürlich innerhalb der Grenzen des grob vorgegebenen Sortiments) von den angelernten Verkäuferinnen in Zusammenarbeit mit den durchgehend männlichen Vertretern der Lieferfirmen vor Ort noch weitgehend selbst bestimmt, natürlich auch in Rücksprache mit den Kunden im Geschäft. Man kannte sich seit Jahren, es kam zu persönlichen Gesprächen, es wurde geflirtet und harmlos rumgeschäkert bis sich die Balken bogen, gelacht und geklönt, Werbegeschenke wurden überreicht und man tauschte sich darüber aus, „was ging“ und was nicht. Wer sollte besser wissen, wenn nicht die Verkäuferinnen und ihre Familien beispielsweise welche Soßen schmeckten und welche nicht! Die Arbeitsatmosphäre war gut, da man ständig Freunde besuchte bzw. von diesen besucht wurde, der Warenfluß folgte einem persönlichen Vertrauensverhältnis und die Expertise wuchs vor Ort und kam vor Ort zur unmittelbaren Wirkung. Der Informationsfluß ging nicht nur nach unten, sondern vor allem auch nach oben. Das änderte sich durch eine zunehmende Amerikanisierung. Die Bestellungen erfolgten nur noch zentral, die Werbegeschenke blieben aus, da die Lieferanten und die Verkäuferinnen austauschbar wurden. Das Sortiment wurde bis ins kleinste Detail bundeseinheitlich „angebotsorientiert“, d.h. die Verbraucher sollten dressiert werden, und inzwischen könnten sämtliche Menschen in diesem Getriebe durch Roboter ausgetauscht werden. Was bleibt, sind Fahrer, die lustlos und zunehmend nachlässig ihre Strecken abklappern, und übellaunige Verkäuferinnen, die ständig ihre dröge Existenz verfluchen und nur noch Mist bauen.

Das gemeinsame Funktionsprinzip von all dem ist, daß die bioenergetische Spannung des Zusammenlebens (Liebe), die bioenergetische Spannung des Vertrauen auf eine zukünftige Arbeitsleistung (Kredit) und die bioenergetische Spannung des Selberdenkens („kritische Distanz“) verlorengeht und an ihre Stelle das „spannungslose“ Einheitsgewebe des wuchernden putriden Krebsgewebes „unserer Demokratie“ tritt.

Elsworth F. Baker und die starken Männer (Teil 2)

18. August 2025

Aaron Sell (Griffith University, Australien) et al. haben u.a die politischen Einstellungen von Männern mit deren Muskelkraft abgeglichen. Die Kampfkraft eines Mannes, die durch die Stärke seines Oberkörpers bestimmt wird, wird von den Forschern zwar vor allem aus evolutionsbiologischer Sicht betrachtet, doch wenn man davon abstrahiert, erhält man einen Blick auf die bioenergetischen Prozesse, die den untersuchten Einstellungen zugrundeliegen. Beispielsweise zeigen Sell und seine Kollegen, daß jene Schauspieler in Hollywood, die wegen ihrer körperlichen Stärke ausgewällt wurden, d.h. „Action Stars“, überdurchschnittlich zu einer Republican außenpolitischen Einstellung neigen. Während in dieser Hinsicht Hollywood-Schauspieler fast durchweg links eingestellt sind, neigen Leute wie Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Chuck Norris und Sylvester Stallone eher zu rechten Einstellungen.

Diverse Studien, die in Amerika, Indien, Bolivien und der Zentralafrikanischen Republik durchgeführt wurden, zeigen, daß körperlich starke Männer jähzorniger sind und eher zu körperlicher Gewalt neigen, wenn sie wütend werden. Der Effekt, den die pure Muskelstärke in dieser Hinsicht ausübt, ist weitaus stärker ausgeprägt als etwa die Auswirkung unterschiedlicher Testosteron-Spiegel. Solche Männer glauben auch weitaus stärker an den Nutzen, der von politischer Aggression ausgeht, um Interessenkonflikte zu lösen.

Ein kräftiger Oberkörper bei erwachsenen Männern scheint eine entscheidende Variable zu sein, die Einfluß auf eine große Reihe von geistigen Mechanismen hat. Diese Mechanismen wurden durch die natürliche Auslese zu einer Zeit geschaffen, als physische Aggression des Einzelnen viel allgemeiner verbreitet war und individuelle Unterschiede in der Fähigkeit zur körperlichen Auseinandersetzung weitaus wichtiger für den Ausgang von Konflikten waren. Trotz der stetigen Abnahme physischer Aggression und von Todesfällen aufgrund von Gewalteinwirkungen im Verlauf der westlichen Zivilisation, wird der menschliche Geist noch immer von der Umwelt unserer Vorfahren geprägt.

Elsworth F. Baker hat in seinem bahnbrechenden Buch Der Mensch in der Falle aufgezeigt, daß Menschen, die im weitesten Sinne dem konservativen und rechten Spektrum zugeordnet werden können, in erster Linie „muskulär gepanzert“ sind und entsprechend einen, wenn auch verzerrten, Kontakt zu ihrem „tierischen“ Kern haben, während Liberale und Linke tendenziell mehr „intellektuell gepanzert“ sind, d.h. mit ihrer bioenergetischen Erregung durch „Gedankenarbeit“ fertigwerden. Sie sind von ihrem bioenergetischen Kern abgetrennt und empfinden entsprechend nichts als tiefste Verachtung für die „primitiven Affen“ von rechts. Man lese eine beliebige Analyse in unserer durchweg „progressiven“ Presse!

Ich habe lange gezögert, auf die beiden folgenden Videos hinzuweisen. Aber, was soll’s… Also, das folgende zeigt Louis Farrakhan, den Führer der rassistischen Nation of Islam, wie er sich zur „Technologie“ von L. Ron Hubbard bekennt. Man könnte jetzt über den schwarzen Nazi Farrakhan und den Okkult-Nazi Hubbard herziehen – blablabla. Wichtiger ist aber, daß Farrakhan hier eine absolut erstaunliche Aussage macht: Erstens räumt er ein, daß er einer faschistischen Organisation vorsteht. Die Nation of Islam hat dieselben schwarz-faschistischen Züge wie einst der deutsche Nationalsozialismus oder der italienische Faschismus. Als „religiöser“ Mensch ist Farrakhan aufgefallen, wie durch und durch krank seine Bewegung ist. Zweitens führt er aus, woran sie krankt: an Menschen, die unter blockierten Emotionen leiden und dies an ihre Untergebenen, ihren angeblichen „Brüdern und Schwestern“, auf das gemeinste auslassen. Insbesondere Frauen müßten darunter leiden.

Daß Farrakhan einen anderen okkulten, schwarz-faschistischen Verein, nämlich die Scientology, heranzieht, ist erst mal nebensächlich. Wichtiger ist, daß man hier sehen kann, wie sich in einer schwarz-faschistischen Bewegung sozusagen in einem schmalen Zeitfenster die Panzerung löst, bevor sie sich um so stärker verkrampfen wird:

Das zweite Video ist ebenfalls recht problematisch, da es ausgerechnet eine Sitzung der deutschen „Skeptiker“ dokumentiert, also von Leuten, die die Orgonomie vom Grunde ihres Herzens verachten. Aber darum geht es hier gar nicht, wichtiger ist, daß Ursula Caberta, Sektenexpertin der Hamburger Innenbehörde, mit ihrem Vortrag „Esoterik – Die spirituelle Verwahrlosung der Republik“ jeden an der Orgonomie interessierten zutiefst betroffen machen sollte. Es ist nämlich so, daß die „Orgonomie“ (oder das, was manche Leute dafür halten) in Deutschland zunehmend ins Fahrwasser der vermeintlichen „Esoterik“ gerät und Leute in etwas gezogen werden, was man nur als „schwarz-faschistische“ Versklavung bezeichnen kann. Das, was die Panzerung aufheben soll, die Orgonomie, wird dazu genutzt, die Panzerung in der Welt nur noch weiter zu verstärken.