Posts Tagged ‘Japan’

nachrichtenbrief133

24. September 2019

Peters Kommentar zum Wahlausgang in Amerika

8. November 2018

Wie in der antiautoritären Gesellschaft aus der parlamentarischen Demokratie eine Farce wird, läßt sich beispielsweise an den Wahlen in den USA ablesen. Entgegen den kryptofaschistischen Pseudodemokratien, etwa, in Japan oder Deutschland, herrscht in Amerika eine klassische Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative und zwischen der Zentralregierung und den Bundesstaaten. Es wäre in Amerika beispielsweise schlichtweg undenkbar, wie in der Bananenrepublik Deutschland, daß ein Mitglied der Exekutive gleichzeitig in einem der beiden Parlamentskammern sitzt. Die Exekutive regiert im Rahmen der Gesetze, die vollkommen unabhängig von ihr durchgesetzt werden, und das Parlament hat die Hand auf den Steuereinnahmen. Das war ja auch der Grund, warum Amerika überhaupt gegründet wurde!

Um so absurder war die Ausweitung des Wahlrechts. Durften ursprünglich nur jene wählen, die ein Mindestmaß an Steuern abführten, brauchte man schließlich nur noch „Mann“, schließlich sogar nur „Mensch“ sein. Heute werden entsprechend nicht Leute gewählt, die den Staat knapp bei Kasse halten, sondern jene, die Sozialprogramme befürworten, die vor allem „Minderheiten“, d.h. unproduktiven Ballastexistenzen dienen und den Frauen, die biologisch darauf gepolt sind „versorgt zu werden“.

Die Demokratie wird dementsprechend auf den Kopf gestellt: die Legislative sorgt für die zunehmende Ausplünderung der Steuerkartoffeln und die Exekutive und Judikative sorgen gleichzeitig synergistisch dafür, daß die besagte Steuerkartoffel gefälligst pariert. Mir als weißen Mann kann man alles ins Gesicht sagen und mich sogar tätlich angreifen, doch kaum vergesse ich mich meinerseits, werde ich meines Lebens nicht mehr froh. Ich darf nicht mal mehr sagen, was Sache ist, ohne mich eines „Haßverbrechens“ schuldig zu machen!

Ursprünglich war die parlamentarische Demokratie die „Fassade“ des produktiven bio-sozialen Kerns der Gesellschaft, nämlich der Arbeitsdemokratie. Heute verwandelt sie sich zunehmend ins Gegenteil der Arbeitsdemokratie, nämlich in die destruktive organisierte Emotionelle Pest. Man schaue sich nur die Sozialdämonratten in Deutschland und die Demokraten in Amerika an: Roter Faschismus in Reinkultur.

Das Tor zur Hölle öffnet sich (Teil 2, Anhang 2)

17. Juli 2018

Es hat zwei Staaten auf der Welt gegeben, in denen der Film Hellraiser in all seiner fleischzerfetzenden Sadistik Wirklichkeit war: in Tibet unter dem Schreckensregime des Dalai Lama (zum Repertoire der Mönchspolizei gehörte beispielsweise das Abziehen der Haut bei lebendigem Leib) und neuerdings im Islamischen Staat. Die sekundäre Schicht der Charakterstruktur ist sequestriertes DOR. Es ist der „Todestrieb“, der alles Anorganisch machen will, die Leere, das Nirwana anstrebt.

Gemeinhin werden fünf oder sechs Weltreligionen genannt: Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, chinesischer Universismus (Konfuzianismus/Taoismus/Mahayana-Buddhismus) und Judentum. Nur die ersten drei sind aber überall vertreten und betreiben aktive Mission, während die letzten drei völkisch gebunden sind und teilweise kaum als Religion im üblichen Sinne bezeichnet werden können.

Christentum, Islam, Buddhismus – wir haben hier ziemlich genau die biophysische Struktur des gepanzerten Menschentiers vor uns: der bioenergetische Kern, die mittlere Schicht der sekundären Triebe und die soziale Fassade.

Der Buddhismus verkörpert explizit die Kernlosigkeit („An-Atman“). Er leugnet Gott und die Seele, ergeht sich in „Menschenliebe“ und ist in seiner tantrischen Ausprägung (Japan und Tibet) nur Maske: „Du wirst zum Buddha, indem du dir die Maske eines Buddha überstülpst“ (Mudra, Mantra, Mandala). Deshalb hat der Buddhismus auch so einen durchschlagenden Erfolg im Westen, der zunehmend von der Loslösung vom bioenergetischen Kern geprägt ist.

Der Islam ist ebenfalls vollständig vom bioenergetischen Kern abgetrennt, sozusagen ebenfalls „anti-biologisch“. Sein spiritueller Gehalt ist gleich null. Das, was man in dieser Hinsicht zu erkennen glaubt, insbesondere in der Architektur, geht auf die persische-zoroastrische Kultur zurück. Der Koran liest sich, als hätte ihn Satan höchstpersönlich geschrieben – wobei die Übersetzungen in zivilisierte Sprachen sogar noch durchweg geschönt und geglättet sind… Es geht in ihm darum, die „Gläubigen“ mit absurden Verhaltensmaßregeln zu quälen, ansonsten handelt er nur von Mord und Todschlag an den „Ungläubigen“. Der IS hat sich strengstens an diese Anweisungen gehalten! Bitte, man lese doch den Koran! (Die überwiegende Mehrzahl der Moslems sind freundliche und liebenswerte konservative Menschen nicht wegen, sondern trotz ihrer Religion, die sie, größtenteils des Arabischen nicht kundig und selbst ausgestattet mit einer rosaroten Brille gar nicht kennen.)

Das Christentum… Wohl keine Religion wurde und wird stärker angegangen. Keine andere Religion darf man straflos kritisieren, ihren Gründer verhöhnen und die Anhänger diskriminieren. Christen sind in der heutigen Welt Freiwild! Sie sind es, weil sie, ihre Religion und insbesondere Christus selbst für den bioenergetischen Kern stehen. Sie sind schlicht Opfer der Emotionellen Pest!

ZUKUNFTSKINDER: 6. Das sexuelle Elend der Jugend, e. Der kastrierte Junge

7. April 2018

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ZUKUNFTSKINDER:

6. Das sexuelle Elend der Jugend, e. Der kastrierte Junge

Trimondi: Hitler, Buddha, Krishna (2002)

24. Dezember 2016

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Trimondi: Hitler, Buddha, Krishna (2002)

Der NACHRICHTENBRIEF, ein Organ der Bilderberger

30. August 2016

Der eine Faktor, der immer wieder dafür sorgt, daß die Stimmung zwischen mir und meinen Lesern kippt, egal ob es „rechte“ Libertäre oder „linke“ Liberale sind, ist die Frage nach der Bedeutung von Institutionen, Machtkonzentrationen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen und Zwängen. Nun, beispielsweise wird praktisch jeder Arzt bestätigen, daß die Kassenärztlichen Vereinigungen wie dazu geschaffen wurden, das Leben von Ärzten und Patienten und ihre Beziehung zueinander regelrecht zu zerstören. Das kann man auf jeden Bereich und jede Ebene bis hin zur EU und UN ausweiten. Man kann die Machenschaften der Zentral- und Großbanken anprangern, die weltweite Kriminalität der Großkonzerne, etc.pp. – Und trotzdem wird so meiner Überzeugung nach am Kern des Problems vorbeigegangen und ich habe die nicht unbegründete Befürchtung, daß Alternativen zwar hier und da angebracht sein mögen, doch daß sie mit hoher Wahrscheinlichkeit letztendlich zu mehr Unglück führen und die Zerstörung vielleicht potenzieren würden. Nicht nur, daß das Bestehende allein schon durch sein bloßes Bestehen gerechtfertigt ist; was durch all die Reformwut ganz vergessen wird, ist der eine alles entscheidende Faktor, der Mensch oder, besser gesagt, das Individuum. Institutionen, Regelungen, Gesetze, etc. sind letztendlich nur Werkzeuge, deren Einsatz einzig und allein von der Charakterstruktur ihrer Benutzer bestimmt wird. Solange sich hier nichts ändert, d.h. aus irrationalen rationale Charakterstruturen werden, sind all die großartigen Gesellschafts-, Politik-, Wirtschafts- und Geldreformen nur Schall und Rauch. Mehr: sie lenken nur von diesem allen entscheidenden Problem ab. Es kann sich aber erst etwas ändern, wenn die Massen sehen, daß es hier überhaupt ein Problem gibt. Könnte man diese eine alles entscheidende Einsicht (daß praktisch das einzige Menschheitsproblem in der neurotischen Charakterstruktur und der Emotionellen Pest zu finden ist) verbreiten, wäre viel, sehr viel gewonnen.

Ich kann etwa das ewige Gelaber über die Bilderberger nicht mehr hören. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Eliten der westlichen Welt eingesehen, daß man dem damals fast ein halbes Jahrhundert anhaltenden Selbstvernichtungstrip aufgeben müsse. Der Erste Weltkrieg und damit der GULAG und Auschwitz waren nur möglich gewesen, weil die Politiker, Wirtschaftbosse und Meinungsführer Englands und Deutschlands nicht miteinander gesprochen und sich abgestimmt hatten, sondern England stur seine alte Politik fortführte, die Vorherrschaft einer Nation in Kontinentaleuropa unter allen Umständen zu verhindern. Im Geheimen, d.h. frei von politischer Irrationalität und dem Druck einer emotionalisierten Öffentlichkeit hätte man sich die Welt untereinander aufteilen können, ohne daß alles in allem 200 000 000 Menschen gestorben wären. Mit Japan hätte man sich einigen können, Indien wäre nie geteilt worden, Afrika könnte heute prosperieren, etc.pp. Aber nein, Verschwörungstheoretiker waten lieber durch Ozeane von Blut, um ihre Jeffersonschen Ideale hochzuhalten. Die Demokratie müsse ja regelmäßig im Blut der „Tyrannen“ gewaschen werden!

Wäre ich Manager eines Konzerns mit Milliardenumsätzen oder ein einflußreicher Parlamentarier würde ich gerne mit den Führungspersönlichkeiten anderer Länder etwa über meine Befürchtungen hinsichtlich Afrikas diskutieren können. Es kann nicht angehen, daß eine Bevölkerung mit einem Durchschnitts-IQ von 75 sich explosionsartig vermehrt, dabei das fragile Ökosystem eines ganzen Kontinents irreparabel zerstört und wir blind auf eine Menschheitskatastrophe zusteuern. Ich möchte dann nicht als „Rassist“ in die Öffentlichkeit gezogen werden und sehen müssen, wie wirklich jede Möglichkeit unendliches menschliches Leid zu verhindern hintertrieben wird. „Die Illuminati wollen die Schwarzafrikaner ausrotten!“

Daß heute die „Eliten“ offensichtlich noch dümmer und verpeilter sind als das ach so grandiose „Volk“ ist ein anderes Thema. Man denke nur an den korrupten Zombie Hillary oder an einen pestilenten Haufen Scheiße wie Obama:

Äh, aber entblößt dieses Video (hier noch eins) nicht die Machenschaften der perversen Machtelite? Ja! Aber, daß dieser Haufen Scheiße zum US-Präsidenten gewählt und wiedergewählt wurde und mit einiger Wahrscheinlichkeit ein stinkender Pestkadaver seine Nachfolgerin wird; daß die Massen das nicht nur zulassen, sondern derartiges Ungeziefer wählen, ist das eigentliche Problem.

Nationalsozialismus, der Ersatzkontakt der Linksliberalen

29. Juli 2016

Gestern beglückte uns die BILD-Zeitung mit der schockierenden Neuigkeit, daß der deutsch-iranische Amokläufer von München Hitler-Verehrer war, sich als „Arier“ betrachtete und Türken und Araber verachtete und haßte. Nun, die Dumpfbacken bei BILD dürfen dreimal raten, was „Iran“ bedeutet („Land der Arier“) und warum es in den 1930er Jahren so umbenannt wurde! Im übrigen hassen und Verachten alle Iraner die Türken, die Afghanen, insbesondere aber die Araber. Umgekehrt betrachten sich die Türken und die Araber jeweils als „Herrenvolk“. Und schließlich, wirklich überall wird Hitler verehrt, in Indien, in der gesamten islamischen Welt, überall. Weltweit (außerhalb der „weißen Welt“!) sind die Menschen extreme Rassisten. Man denke nur an Japan!

Das ist der helle Wahnsinn, daß die Multikulturalisten den Nationalsozialismus nach Deutschland importieren. Und das beruht nicht nur auf der vollständigen Kontaktlosigkeit dieses politisch-korrekten Gesindels, sondern hat Methode. Man kann nicht einfach sagen, daß sie nicht wissen, was sie tun, ansonsten wäre nämlich ihr eigenes Denken und Handeln nicht vom Nationalsozialismus durchdrungen. Ich spreche vom anthroposophischen, Jungianischen, tantrischen, taoistischen, lamaistischen Ungeist, der dieses Milieu prägt. Ich habe ihn in Der Blaue Faschismus beschrieben.

Man schaue sich doch nur den Siff an, den „Reichianer“ nach Reichs Tod verzapft haben. Da ihnen der Zugang zum bioenergetischen Kern (dem Orgon) fehlt, graben sie den faschistischen Dreck der „traditionellen Weisheiten“ aus und belästigen einen mit Prana, Chi, den Weisheiten der Sufis, Gurdieff und dieser ganzen Kackscheiße. Es ist Ersatzkontakt, ihre Version von „Funktionalismus“. Genauso ist der Import der weltweiten Hitler-Verehrung, des weltweiten Rassismus, der Versuch „Leben in die Bude zu bringen“, rigide Strukturen aufzubrechen, die Energie zum fließen zu bringen. Die gesamte durch und durch faschistische Grüne Partei lebt von diesem Heilsversprechen.

Die Charakteranalyse der Menschheit (Teil 3)

13. Mai 2016

Michele Gelfand, Sozialpsychologin an der University of Maryland, erforscht die ausgeprägten kulturellen Unterschiede zwischen Ländern mit strengen gesellschaftlichen Normen und solchen, in denen es weniger streng zugeht. Dazu verglich sie die Verhaltensweisen der Menschen in diesen Ländern mit der jeweiligen Regierungsform, Strafrecht, Religiosität, Pressefreiheit, Medienzugang, etc. Hinzu kam die Auswertung historischer Berichte über Kriege, ökologische Krisen, Epidemien, Naturkatastrophen, Ressourcen sowie die Bevölkerungsdichte heute und im Jahr 1500.

Eine Skala wurde erstellt, in der Nationen mit sehr strikten gesellschaftlichen Regeln und einer geringen Toleranz für abweichendes Verhalten am einen Ende und solche mit losen Verhaltensregeln und hoher Toleranz am anderen Ende erfaßt wurden. Zu ersteren Ländern gehörten

  • Japan, Südkorea, Malaysia, Indien, Pakistan und NORWEGEN, zu letzteren
  • Ukraine, Estland, Ungarn, Niederlande und BRASILIEN.

In normgebundenen Ländern überwiegen autokratische Regierungsformen, Zensur, ausgeprägte Gesetzgebung, erschwerter Zugang zu neuen Kommunikationsmedien, weniger politische Rechte und persönliche Freiheiten, die Religiosität ist ausgeprägter. Entsprechend ist das Verhalten der Menschen im Alltag: es zeigt eine geringere Bandbreite an Verhaltensweisen, die als angemessen empfunden werden, man richtet sich mehr nach Regeln, die Selbstbeherrschung ist ausgeprägter und auf das Vermeiden von Konflikten ausgerichtet. „Der hohe Grad an gesellschaftlicher Regulierung spiegelt sich“, so Gelfand, „im hohen Grad der persönlichen Kontrolle wider.“

Es seien vor allem Bedrohungen der Gesellschaft, die später zur Bildung normgebundener Systeme führen: Kriege, häufig auftretende Krankheiten, Naturkatastrophen, Ressourcenmangel, eine sehr heterogene oder aber auch sehr homogene Gesellschaft und, vor allem, eine hohe Bevölkerungsdichte. Das zwinge die Menschen dazu koordiniert zu handeln, was zu strikten Regeln und deren strenger Kontrolle führt.

Hinzu kommt, daß die ständige Selbstdisziplin aggressiv macht, was zu erneuten Spannungen führt, die durch mehr Disziplin kontrolliert werden müssen und immer so weiter… Was hier beschrieben wird ist nichts anderes als soziale Panzerung!

Durch ständige Bedrohungen, sei es durch eine karge Umwelt, durch äußere Feinde oder durch innergesellschaftliche Konflikte, wird schließlich jede Bewegung (letztendlich die freie Bewegung der Orgonenergie) als derartig bedrohlich empfunden, daß wir uns gegen sie sperren, d.h. uns gegen sie abpanzern. Auf individueller psychischer Ebene kommt dies im Über-Ich zum Ausdruck, auf gesellschaftlicher Ebene in Form der „Gesetzgebung“. Eine relativ freie Gesellschaft wird zu einer rigiden, normgebundenen (vgl. Aldo Foglia: „Orgonomic Reflections on the Juridic Norm“, Journal of Orgonomy, May 1984).

Man denke an das extrem normgebundene, von der Bevölkerungsstruktur extrem homogene Skandinavien, unter dessen Rigidität (die Ibsen, Strindberg, Edvard Munch, später Ingmar Bergman in ihren Werken so intensiv beschrieben bzw. dargestellt haben) Reich so sehr litt, daß ihm das heterogene, „lässige“ Amerika wie eine große Befreiung, geradezu „ungepanzert“ vorkommen mußte. Sozusagen sein persönliches „Brasilien“. Die hohe Selbstmordrate in den skandinavischen Ländern ist legendär. Norweger können das Leben nur im Suff ertragen. Einen Großteil der deutschen Emigranten haben sie zu Alkoholikern gemacht, etwa Willy Brandt. Selbst bei Reich hatten sie in dieser Hinsicht einigen Erfolg.

Nicht ohne Grund sind die Wikinger aus dem ungastlichen, am Rande des Polarkreises liegenden Skandinavien geflohen. Ihre daheim gebliebenen Nachkommen nahmen dann mit Inbrunst eine besonders rigide Form des Luthertums und den Sozialismus an. Die Lutherische Kirche war Staatskirche, was dazu führte, daß sie unmerklich immer mehr zu einem Serviceorgan des Staates wurde. Der Wohlfahrtstaat ist Luthertum pur.

Ziel ist es, eine mit quasi religiöser Wertung betrachtete Gleichheit aller Bürger zu verwirklichen. Der Staat nimmt dabei einen Großteil der Verantwortung für sich selbst und die Familie ab, gleichzeitig übernimmt er jedoch auch einen nicht unbedeutenden Teil der persönlichen Entscheidungsfreiheit. (Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen, Freiburg 1991, S. 164)

Das erklärt, warum für Reich (für manchen „ausgerechnet“) Amerika sein „Brazil“ war…

Hier mag auch der tiefere Hintergrund dafür zu suchen sein, warum die Skandinavier derartig besessen davon sind, ihre Gesellschaften „multikulturell“ umzugestalten, d.h. zu „brasilianisieren“. Ein Versuch, den man in seinem ganzen Wahnsinn vielleicht nur charakteranalytisch erklären kann!

Genetik und Linguistik haben jenseits jeden Zweifels gezeigt, daß Afrika Wiege der Menschheit ist. Afrika ist der Kontinent der genetischen und sprachlichen Vielfalt, die nach außen (nach Amerika und Ozeanien hin) immer weiter ausdünnt.

Schaut man heute nach Schwarzafrika, unserer aller Heimat, bietet sich durchweg ein Bild des Grauens: Liberia, die Elfenbeinküste, das Kongobecken, Zimbabwe, Kenia – einfach nur grausig und deprimierend. Südamerika hat jedenfalls theoretisch das Zeug zu einem zweiten Europa, Asien hat uns hier und da bereits überholt, nur Afrika versinkt immer mehr im Elend. Entwicklungshilfe, wenn sie denn überhaupt bei denen ankommt, für die sie bestimmt ist, führt nur zu einem: zu mehr Kindern, d.h. zu noch mehr Elend.

Warum das so ist? Der, wenn man so sagen kann, genetisch und linguistisch verarmte Rest der Menschheit wurde im Laufe der Jahrzehntausende durch eine Umwelt abgehärtet, die für Primaten kaum Überlebenschancen bietet. Man nehme nur Europa: lange Winternächte, naßkaltes Wetter, eine erschreckend eintönige Vegetation, von der man so gut wie nichts essen kann, etc. Als im Verlauf der letzten 6000 Jahre sich Saharasia ausbreitete, traf es auf Menschen, die hart im Nehmen waren. Außerdem zog sich der Kontakt zu Saharasia über lange Zeiträume hinweg und war selten abrupt. Anders sieht es in Schwarzafrika aus, das jenseits der undurchdringlichen Sahara stets im Abseits lag. Auch weil die aufgrund ihrer ausgedünnten genetischen Ausstattung immunologisch geschwächten Nichtafrikaner dort unten kaum überleben konnten.

Bis vor vielleicht tausend Jahren lebten die Afrikaner in einem regelrechten Paradies. Menschen gehörten natürlicherweise nach Afrika wie ihre Vettern die Schimpansen und Bonobos. Die blutige Weltgeschichte fand woanders statt. Das Unheil begann, als die islamisierten Araber nach Afrika griffen. Der Einbruch Saharasias hätte nicht abrupter und brutaler sein können. Erst die Europäer unterbanden den arabischen Sklavenhandel (der vereinzelt bis heute andauert!). – Und sie brachten die Zivilisation und die damit einhergehende Bevölkerungsexplosion, die die Probleme des Kontinents ins unermeßliche steigerte.

Der europäische Sklavenhandel war nur ein marginales und zeitlich engbegrenztes Anhängsel des arabischen. Und was ist mit den Schrecken des Kolonialismus? Die dauerten kaum ein Jahrhundert an und hielten sich eh in Grenzen, wenn man vom unbeschreiblich grausamen Wüten des belgischen Königshauses im Kongo und dem versuchten Völkermord an den Herero in Deutsch-Südwest absieht.

Afrika ist ein Beispiel für die Tragik einer mißlungenen Panzerung („unsatisfied character“ nach Elsworth F. Baker). Der eurasische Kontinent, und seine amerikanischen und ozeanischen Metastasen, steht für ein mehr oder weniger ausgeglichenes neurotisches Gleichgewicht: die Einordnung in größere Strukturen durch persönliche Disziplin. Afrika ist hier weniger gepanzert. Die Kinder haben anarchische Freiheiten, doch dann kommt es zu einem brutalen traumatischen Einschnitt (zunächst ein abruptes übergangsloses Abstillen und dann später Initiationsriten mit genitalen Verstümmelungen, rituellen Vergewaltigungen, etc.pp.), der dazu führt, daß man sich mit dem Angreifer vollständig identifiziert (dem eigenen Clan), während man seinen unbändigen Haß an fremden Clans ausläßt. Es findet also eine Umkehrung statt: herrschte in der Kindheit vollkommene Freiheit im Rahmen der eigenen Gruppe, herrscht nach den Pubertätsriten in dieser Gruppe nur noch ein totalitärer Zwang und man läßt seiner „freiheitlichen“ Struktur nach außen hin freien Lauf. Loyalität gilt nur dem eigenen Clan gegenüber, während man die Gesellschaft ohne jede Hemmung, ohne jeden Funken eines mitmenschlichen Gefühls rücksichtslos ausbeutet.

Das spiegelt getreulich die tragische Entwicklung des Kontinents wieder: Afrika war über Jahrtausende verhältnismäßig frei, wurde dann urplötzlich und vollkommen unvorbereitet von einer Horde genetisch degenerierter Zombies angegriffen und ein für allemal aus der Bahn geworfen. Das entspricht ungefähr einem Kind, das man immer gewähren ließ, bis urplötzlich den Eltern einfällt das es „endlich“ zu disziplinieren sei. Resultat ist ein zutiefst verunsicherter, desorientierter, „triebhafter“ und vor allem selbstsüchtiger Mensch, der zu unkontrollierten Wutausbrüchen neigt. Das ist auf Makroebene einem ganzen Kontinent widerfahren und wird auf Mikroebene an jedem einzelnen Afrikaner in der Kindheit von neuem durchgespielt.

Was kann man tun? Gar nichts! Außer vielleicht: Einem triebhaften („unsatisfied“) Charakter hilft man, indem man ihn von seinen Ersatzbefriedigungen abschneidet. Er kann nur gesunden, wenn er die unerträgliche Angst aushält, die in ihm aufsteigt, wenn er etwa seinem Eßzwang, seinen „perversen“ Impulsen, seinen aggressiven Impulsen, seinen Eskapaden, seiner Spielsucht, etc.pp. nicht nachgibt. Für Afrika würde das schlichtweg bedeuten, daß jede, aber wirklich jede „Hilfe“ eingestellt wird. Ich kann mir eh nichts rassistischeres Vorstellen als diese zutiefst respektlose „Albert-Schweitzer-Mentalität“.

Man schaue sich nur an, was die ganze Sozialhilfe bei den sogenannten „Schwarzen“ in Amerika angerichtet hat: die Zerstörung der einst legendär soliden „schwarzen“ Familie. Kennedy und seine Nachfolger haben die „black community“, der einst konservativste, strenggläubigste und „republikanischte“ Teil der amerikanischen Gesellschaft, irreparabel zerstört. Eine Gemeinschaft, die einst Übermenschen wie Miles Davis und John Coltrane hervorgebracht hat, produziert heute Snoop Doggy Dogg.

Die gleiche „gutmenschliche“ (imgrunde aber paternalistische, wenn nicht gar schlichtweh faschistische) Mentalität zerstört in diesem Moment unser aller Heimatkontinent.

Daß der anti-afrikanische Rassismus einen ganz spezifischen, nämlich anti-genitalen Grund hat, habe ich an anderer Stelle ausgeführt.

Sekundärtugenden

15. Februar 2016

Drei Zeitungsmeldungen eines Tages:

  1. Der „Hass-Islamist“ Harry M. alias „Isa Al Khattab“ aus Pinneberg bei Hamburg bedroht auf seiner Weltseite „Islamic Hacker Union“ den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde: der „dreckige Jude“ solle aufpassen, „daß Allah dich nicht schon im Diesseits straft mit dem Tod. Das ist keine Drohung von mir, sondern Allah dem Allmächtigen.“ Der junge Hacker ist vor einem Jahr zum Mohammedanismus konvertiert.
  2. In Köln ärgerte sich ein Autofahrer dermaßen über einen Bagger, der auf der Straße im Weg stand, daß er ausstieg und dem Baggerfahrer (49) ins Gesicht schlug. Anschließend verprügelte er einen weiteren Bauarbeiter (33) mit einer Schaufel, um danach mit seinem Handy Verstärkung zu rufen. Bis die Polizei endlich kam, drosch die zusammengerufene Bande mit Eisenstangen und Kabeln auf die anwesenden Bauarbeiter ein.
  3. In Brüssel wurden zwei Franzosen, die sich bei einem Autounfall leichte Blessuren zugezogen hatten, in einem Krankenhaus behandelt. Als die Mediziner weg waren, stahlen die Männer eine Handtasche und flüchteten dann mit einem Krankenwagen.

Der alltägliche Wahnsinn, der Zerfall der westlichen Zivilisation im Mikrobereich des Alltags. Feuerwehrleute, die angegriffen werden, wenn sie einen Brand löschen wollen. Ambulanzen, die gestohlen werden, während die Sanitäter den Notfallpatienten aus seiner Wohnung hohlen. Lehrer, die buchstäblich Angst um ihre Leben haben. Bundesweit haben junge Frauen nachhaltig die Feierlaune verloren.

Letztendlich ist es egal, wer „die Mächtigen“ sind und was sie tun. Wichtig sind einzig und allein die Massen. Wichtig ist allein, die Charakterstruktur der überwiegenden Mehrheit der Menschen. Zivilisation ist nur möglich, wenn die Menschen einen gewissen Spannungsbogen ertragen können, sie „frustrationstolerant“ sind und ein Mindestmaß von Vernunft zeigen. Das, und allein das, machte und macht den Erfolg von Weltregionen wie Europa (inkl. seiner Ableger auf fremden Kontinenten, etwa Australien), China, Korea und Japan aus.

Durch eine Erziehung, die für derartige „Sekundärtugenden“ nichts als Verachtung übrig hat und die dazu komplementäre Masseneinwanderung von Menschen, deren Frustrationstoleranz und „Vernunft“ gegen Null tendiert, sind wir zunehmend mit Massen konfrontiert, mit denen man schlichtweg „keinen Staat mehr machen kann“.

„Reichianer“ haben auf das Geschehen eine genauso einfache wie ganz offensichtlich falsche Antwort parat: die „bürgerliche Fassade“ breche zunehmend weg und die „mittlere Schicht“ der Charakterstruktur würde zum Ausdruck kommen, d.h. Perversion und Chaos, aber das sei nur eine kathartische Übergangsperiode und letztendlich werde der rationale Kern zum Vorschein kommen.

Was für ein Quatsch! Kann jemand wirklich ernsthaft glauben, daß das Ausagieren sekundärer Triebe in irgendeiner Weise „heilsam“ ist? (Es ist in der Orgontherapie vollkommen gleichgültig, daß der Patient etwa im Straßenverkehr einen Tobsuchtsanfall bekommen kann. Wichtig ist, daß sich die Wut auf der Matraze und mit Kontakt entlädt.) Glaubt wirklich jemand, außer vielleicht er ist Anhänger von Herbert Marcuse, daß aus dem Zerfall der Gesellschaft mehr erwachsen kann als – nur noch mehr Zerfall?

Wir leben gegenwärtig in einer Welt, in der jeder seine vermeintliche „Individualität“, seine „Persönlichkeit“ und seine „Identität“ ausleben will. Was dabei vollkommen unter die Räder gerät ist das, was man früher „Charakterstärke“ genannt hat: die Fähigkeit sich selbst zurückzunehmen, die eigenen Interessen hintanzusetzen, sich selbst infrage zu stellen und nach der Goldenen Regel zu leben, was vor allem Selbstkontrolle bedeutet.

Werden diese Funktionen rigide, haben wir es mit dem triebgehemmten Charakter zu tun, lösen sie sich auf, mit dem triebhaften Charakter. Beide sind unfähig sich selbst zu regulieren, doch immerhin kann der erste Rudimente der Arbeitsdemokratie aufrechterhalten, während sie in den Händen des letzteren im Chaos versinkt.

Leider glauben die antiautoritären Volksbefreier, daß in der systematischen Zerstörung der „Sekundärtugenden“ das Heil aufkeimt.

Die Panzersegmente (Teil 1): Der Augenpanzer

5. November 2014

Das Auge ist keine tote Kamera, wie wir im „Biologie“-Unterricht gelernt haben, sondern ein lebendiges Organ, dessen Funktionieren in jeder Hinsicht von Bewegung abhängt.

Der Neurologen Michele Rucci (University of Boston) zufolge stehen die Augen beim „Fixieren“ eines Objekts keineswegs still, sondern bewegen sich unwillkürlich hin und her. Werden diese Augenbewegungen in einer entsprechenden Versuchsanordnung kompensiert, kann der Proband feine Details schlechter wahrnehmen.

Sehen funktioniere nicht wie bei einer Kamera, mit der ein Bild aufgenommen und anschließend analysiert wird, sondern der eigentliche Prozeß des Schauens beeinflusse, was man sehe, erklärt Michele Rucci.

Leuten, die mit Pferden zu tun haben, wird Michael Geitners Methode der „Dual-Aktivierung“ ein Begriff sein. Mit ihr lassen sich Probleme wie Schreckhaftigkeit, Schwierigkeiten beim Verladen, Bewegungsschwächen und Taktfehler in den Griff bekommen. Geitner hat denkbar einfache Übungen entwickelt, die das Pferd dazu zwingen, Reize gleichzeitig mit beiden Augen zu verarbeiten und von beiden Seiten zu erfassen.

Diese Methode erinnert an EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) zur Behandlung des posttraumatischen Streßsyndroms beim Menschen. Beim EMDR folgt, ähnlich wie in der klassischen Orgontherapie, der Blick des Patienten dem Finger des Arztes, der vor seinen Augen hin und her geführt wird, während der Patient die auslösende Situation seines Traumas innerlich visualisiert. In der Orgontherapie wird zur weiteren Stimulierung des Augensegments eine Penlight-Taschenlampe benutzt.

In einem ganz anderen Zusammenhang kann man Augenpanzerung bei Hunden beobachten. Hunde sind uns gewisserweise näher als unsere nahsten genetischen Verwandten, die Schimpansen. Hunde können nämlich unseren Gesichtsausdruck weit besser deuten als jeder Menschenaffe.

Seit geraumer Zeit ist der Golden Retriever „Modehund“. Um die ungeheure Nachfrage zu decken, nimmt man es mit der Zucht nicht so genau, so daß vermehrt die Produkte von Inzucht auf den Markt kommen. Ein Kennzeichen der Inzucht sind neben körperlicher Krankheitsanfälligkeit psychische Auffälligkeiten, insbesondere die sogenannte „Retriever-Wut“, die man auch als “Mental lapse syndrome“ bezeichnet. In einem entsprechenden Forum heißt es dazu:

Die Sudden Onset Aggression äußert sich in plötzlicher und unvorhersehbarer anfallsartiger Aggression. Das Verhalten tritt völlig unprovoziert und unkontrollierbar auf. Die Hunde machen dabei einen abwesenden Eindruck und greifen Personen (…) an. Dabei erscheinen die Augen des Tieres häufig glasig und die Pupillen sind weit dilatiert.

Es ist extrem wichtig, ein Gefühl für okulare Panzerung zu gewinnen, da groteskerweise ausgerechnet sogenannte „Reichianer“ ganz besonders darunter leiden. Das liegt daran, daß in den sogenannten „Körperpsychotherapien“ oder gar „Körpertherapien“ die Panzerung des Augensegments vernachlässigt wird.

Resultat sind dann Menschen, deren Stirn unbeweglich ist und die, was besonders gruselig wirkt, kaum die Augenlider bewegen. Einer der lebensnotwendigen Grundreflexe!

Durch Zufall bin ich auf folgendes Video gestoßen. Eine interne Werbesendung der Sekte „Scientology“. Was dort gesagt wird, ist vollkommen gleichgültig (es geht um die Mobilisierung der Mitglieder). Wichtig sind nur die starren Augen. Es wirkt so, als wären diese Leute in einer ständigen Hypnose.

Dieser Ausdruck erinnert mich an die „Sehmänner“, wenn sie, lange vor dem Video- und schließlich Internetzeitalter, die Sexkinos und Sexshows auf Sankt Pauli verließen. Sie hatten genau den gleichen „Energiestau“ in den Augen, den gleichen Ausdruck. Es war sogar exakt das gleiche stagnierte und „schmutzige“ Gefühl, das ihr Augensegment vermittelte: DOR!

Hier ein weiteres Video, das Scientologen zeigt, bei denen diese „schmutzige“ okulare Panzerung extrem ausgeprägt ist. Interessanterweise sind sie auch voller schmutziger Gedanken:

Das traurige dabei ist, daß wir alle bis zu einem gewissen Grade an dieser Panzerung leiden. Der erste Schritt zur Freiheit besteht darin, sich dessen in sich selbst und bei seinen Mitmenschen bewußt zu werden. Kontakt!

Wie sich diese Panzerung von innen her anfühlt, beschreibt eine Frau, nachdem sie sich von Scientology befreien konnte, wie folgt:

Mir kommt es vor, als hätte ich bisher alles durch eine geriffelte Milchglasscheibe wahrgenommen, die sich plötzlich beiseite schiebt, was ich erst jetzt bemerke, wo sie verschwindet. Ich muß meinen Kopf richtig schütteln, aber es bleibt, wie es ist. Ich bin so verwundert, daß ich mich richtig umschauen muß. Alles ist wie vorher, und doch sieht auf einmal alles anders aus – klarer, deutlicher. Was war denn bloß los? Auch mein ganzer Körper fühlt sich anders an, konkreter, leichter, besser. (Anonymus: Entkommen. Eine Ex-Scientologin erzählt, Reinbek bei Hamburg 1993, S. 187)

Wir alle leben in einem derartigen depersonalisierten Trancezustand, in solch einer Nebelwelt, mit fremden, tauben, schweren Körpern. Es ist die gepanzerte, die kontaktlose Welt.

Seit einigen Jahren spritzen Schönheitschirurgen das altbekannte Nervengift Botulinus, um Gesichtsmuskeln lahmzulegen und auf diese Weise Falten zu beseitigen. Als willkommener Nebeneffekt stellte sich ein, daß bei den Klientinnen Kopfschmerzen verschwanden. Selbst bei hoffnungslosen Fällen von Migräne half das Botulinustoxin („Botox“). Die direkte Wirkung hält nur wenige Monate an, dann sind die neuro-muskulären Endplatten wieder toxinfrei und die Muskeln verkrampfen erneut, aber auch danach kehrten die Kopfschmerzen nicht oder nur in einem geringeren Umfang zurück.

In den letzten Jahren haben sich Forschungsergebnisse akkumuliert, die diese anekdotischen Berichte bestätigt haben. Seit 2011 wird Botox offiziell als Mittel gegen Migräne eingesetzt. Siehe dazu den Stern-Artikel mit der Überschrift „Bakteriengift löst verkrampfte Muskeln“.

Die New York Times meinte bereits 2003, es sei vielleicht übertrieben Botox, das ja auch ein von Bakterien stammendes Naturprodukt ist, als „das Penizillin des 21. Jahrhunderts“ zu bezeichnen, aber immerhin sei es denkbar breit einsetzbar: z.B. bei Gesichtszuckungen, Stottern, um Patienten mit verkrampften Stimmbändern ihre Stimme zurückzugeben, Tennisellenbogen, Karpaltunnel-Syndrom, Schreibkrampf; im Magenbereich zur Bekämpfung von Fettsucht und Geschwüren, Schmerzen im unteren Rückenbereich, Inkontinenz, Vaginismus; bei Lähmungen nach einem Schlaganfall und bei Klumpfüßen von Neugeborenen.

Tatsächlich ist Botox eine zweischneidige Sache.

Erstens bestätigt es erneut Reichs Theorie, daß emotionale und psychosomatische Störungen, etwa die Migräne, auf chronische Muskelverspannungen zurückgehen, die wir nicht willkürlich steuern können, sondern denen wir (ohne die Hilfe eines Orgontherapeuten) auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.

Andererseits zeigt der Schutzmechanismus Panzerung, daß wir einen funktionierenden Energieapparat haben. Im Endstadium der Krebserkrankung, die durch eine energetische Schrumpfung gekennzeichnet ist, und ganz allgemein beim Sterbensprozeß, hört die Energieproduktion auf und entsprechend löst sich auch unsere Panzerung auf. (Siehe dazu Reichs Der Krebs.) Gleichzeitig sind die Patienten bemerkenswert gelassen und angstfrei. Das, was sich auf den ersten Blick positiv anhört, ist eine Tragödie, denn sie bedeutet, daß das Leben in uns erstirbt: Tote haben keine Panzerung.

Wenn man sich die leeren, bewegungslosen, puppenhaften Gesichter von Hollywoodstars (angebliche Schauspieler!) und neuerdings sogar von Politikern anschaut, – es sind Totenmasken. Dort wo die Muskeln sich nicht mehr bewegen können, gibt es auch keine Emotionen mehr. Das Ende ist nahe, die Zombies übernehmen die Weltherrschaft!

Es gibt einen ganzen Kulturbereich, in der erstarrte Gesichtszüge seit jeher gang und gäbe sind:

In Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie habe ich kurz Hans Hass‚ „Expedition zum Menschentier“ beschrieben. Dabei stellte sich heraus, daß, je nachdem es sich um mehr oder weniger „wilde“ (bzw. „indigene“), domestizierte oder „verwestlichte“ Menschentiere handelt, insbesondere der Gesichtsausdruck signifikant unterschiedlich ist: ungepanzert und offen (wie in indigenen Gesellschaften), gepanzert und erstarrt (wie in den asiatischen Gesellschaften) oder gepanzert und manipulativ (wie in den „aufgeklärten“ westlichen Gesellschaften).

Ein internationales Psychologen-Team um Takahiko Masuda (University of Alberta, Edmonton) zeigte japanischen und amerikanischen Testpersonen Darstellungen von Gesichtern, die diese am Computer so manipulieren konnten, daß die Münder und die Augen unterschiedliche Gefühle ausdrückten. Dabei stellte sich heraus, daß für die Japaner der Augenausdruck, für die Amerikaner die Mundstellung das entscheidende Kriterium für den Gefühlsausdruck ist.

Der kulturelle Unterschied wird etwa anhand der „Emoticons“ deutlich: in Japan schreibt man nicht, wie auf der linken, sondern wie auf der rechten Seite:

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Takahiko Masudas Studien wurden durch Ryo Oda vom japanischen Nagoya Institute of Technology bestätigt.

Er fand mit Hilfe des so genannten „Vertrauensspiels“, daß unsoziale Einstellungen unmittelbar an der Mimik ablesbar sind. Bei Paaren von Probanden trat einer als Verteiler auf, dessen Aufgabe darin bestand, einen bestimmten Geldbetrag zwischen sich und seinem Partner aufzuteilen. Der Empfänger hatte die Option, das Spiel abzubrechen, wenn er kein Vertrauen in den Verteiler hatte. In diesem Fall erhielt der Empfänger vom neutralen Spielleiter einen relativ geringen Fixbetrag.

Oda hatte vorher per psychologischer Tests fünf reine Egoisten und fünf reine Altruisten ausgesucht, die als Verteiler agieren sollten, während 40 Studenten als Empfänger fungierten. Vor dem Spiel schauten sich die Studenten ein tonloses Video an, in dem sich die Verteiler vorstellten.

Im Schnitt brachten die Studenten den Altruisten mehr Vertrauen entgegen. Die beiden gegensätzlichen Charaktereigenschaften waren also an der Mimik erkennbar.

Oda hat (…) herausgefunden, daß freundlich gestimmte Altruisten öfter das Duchenne-Lächeln im Gesicht tragen. Dabei handelt es sich um das Gegenstück zum affektierten „Cheese!“ – ein natürliches, willentlich kaum kontrollierbares Lächeln, das eben nicht nur die Mundregion betrifft, sondern auch die Augen. Das könnte zumindest ein Anhaltspunkt sein, anhand dessen wir selbstlose und selbstsüchtige Menschen unterscheiden, vermutet Oda.

Asiaten haben die kulturspezifische Eigenheit, daß sie beim Interpretieren von Gesichtsausdrücken einseitig auf die Augen fixiert sind, weshalb es ihnen Schwierigkeiten bereitet emotionale Ausdrücke korrekt zuzuordnen. In den Augen ähneln sich die Ausdrücke für Angst und Überraschung sowie Ekel und Ärger so stark, daß Asiaten sie immer wieder verwechseln. Europäer hingegen haben keine Schwierigkeiten die unterschiedlichen Emotionen auseinanderzuhalten, weil sie ihren Blick gleichmäßig über das gesamte Gesicht schweifen lassen.