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Neukölln, Gaza, Harlem

22. Juli 2015

Wie kann ich von Bürgerkrieg in Deutschland sprechen und Stauffenberg herbeisehnen, also einen Militärputsch? Hier ein Leserbeitrag von der Website hartgeld.com:

Ich bin mit jemandem befreundet, der seit 40 Jahren in Deutschland lebt und sich als Deutscher fühlt, obwohl er aus dem mittleren Osten stammt.
Er hat die deutsche Staatsbürgerschaft, ist mit einer Deutschen verheiratet, seine Kinder sprechen nur Deutsch. Er selbst spricht diverse Sprachen, einschließlich Türkisch und Arabisch, und lebt im tiefsten Neukölln. Seine Worte neulich (zum wiederholten Male) sinngemäß zu mir:
“Deutschland ist verloren. Warum haben sie nur all diese Leute ins Land gelassen? Die arbeiten nicht, ihre Kinder sprechen kaum Deutsch, sie leben aber wie die Maden im Speck, weil sie mit z.B. 6 Kindern mit Geld vom Staat nur so zugeschüttet werden. Sie trimmen dafür ihre Kinder darauf, die Deutschen zu verachten und sie töten zu wollen. Ich hab es mit eigenen Ohren gehört und mit eigenen Augen gesehen. Mit solchen Leuten will ich nichts mehr zu tun haben. Das sind nicht mehr meine Freunde. Dafür werde ich von ihnen Rassist genannt. Weißt du, daß die alle längst bewaffnet sind und nur darauf warten loszuschlagen? Immer die neuesten Modelle, die sie hegen und pflegen und die natürlich nicht angemeldet sind. Da lachen die doch nur drüber. Jeder Deutsche, der sie falsch anguckt, wenn es losgegangen ist, der ist ein Nazi, und für jeden in Zukunft getöteten Ihren wollen sie dann zehn tote ‚Nazis‘. Das wird so in türkischen Fernsehsendern gefordert, ich höre es durch die geöffneten Fenster, wenn ich abends die Straße lang gehe. Und all das andere Gesindel! Die brutalen Mafias aus Russland, Tschetschenien, vom Balkan, aus Vietnam etc. Berlin ist voll davon. Und alle bewaffnet. Die Deutschen werden nichts dagegen setzen können. Die guten, klugen Köpfe, die in früheren Zeiten die Führung des Widerstands übernommen hätten, sind alle im Ausland. In Amerika, in der Schweiz, sonstwo, nur nicht in Deutschland. Deutschland ist erledigt, es wird auf afrikanisches Niveau ausgeblutet werden. Und es tut mir so leid. Warum nur haben sie alle diese Leute einfach so ins Land gelassen? Alle anderen Länder dieser Welt fordern Nachweise, daß man sich selbst ernähren kann, bevor sie einen ins Land lassen. Nur Deutschland nicht.“

Wie komme ich dazu die Linke, einschließlich dem überwiegenden Teil der Medien, schlichtweg als stinkende Zombies zu bezeichnen?

Daß sie es sind und daß sie nichts anderes als brutalsten Haß von unserer Seite verdient haben, zeigt ihre antisemitische Reaktion auf die „Friedens-Flottille“ der HamaSS-Unterstützer vor Gaza. Beispielsweise solidarisieren sie sich ausgerechnet mit der Türkei, die die Bewohner der Westtürkei, die Griechen vertrieben hat (das letzte und finale Pogrom fand 1955), Kurdistan besetzt, den Völkermord an den Armeniern bis heute leugnet und die seit über 70 Jahren am nördlichen Ende der Westküste Arabiens einen Streifen syrischen Landes besetzt hält, der auf verblüffende Weise dem Gaza-Streifen ähnelt. Von der Besetzung und systematischen Zerstörung Nordzyperns will ich gar nicht erst reden.

Noch brutaler: mit der Genetik kann man nachweisen, daß die drei Gruppen von Juden, die es auf der Welt gibt (die deutschen, die spanischen und die arabischen Juden) eng miteinander verwandt sind und aus dem Gebiet des heutigen Israel stammen. Umgekehrt verbindet die zentralasiatischen türkischen Nomadenvölker nichts mit der „Türkei“! Wer ist hier eigentlich eine unrechtmäßige Besatzungsmacht?!

Von den Bombardements Saudi-Arabiens in Yemen ganz zu schweigen. Die antisemitische Doppelmoral ist einfach nur zum Kotzen!!!

Wie komme ich dazu, Hussein Obama als Antichrist zu bezeichnen?

Obama wurde von einer Bevölkerung gewählt, die durch linksliberale Medien blöd gehalten wird und ohnehin zu einem Gutteil auf Droge ist. Der 5. November 2008 war ein green day, an dem bekiffte Zombies Amerika endgültig in den Abgrund getreten haben! In den USA schätzen Suchtmediziner den Prozentsatz derjenigen, die Cannabis zumindest einmal probiert haben, auf 40% der Bevölkerung. Während Anfang der 1990er Jahre es in den USA 40 000 cannabis-bedingte Krankenhauseinweisungen (hauptsächlich wegen Selbstmordabsichten und Halluzinationen) gab, sind es mittlerweile 100 000 im Jahr. Von den legalen Drogen will ich gar nicht erst reden.

Langfristig werden die Schwarzen in den USA am meisten unter Obama zu leiden haben. Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Sowell und andere haben darauf hingewiesen, daß der Niedergang der Schwarzen anfing, als sie dabei waren, mit einer kollektiven amerikanischen Erfolgsstory anzuheben (Sowell, Powell und Rice sind die besten Beispiele). Gerade zu diesem Zeitpunkt fingen Kennedy und sein Nachfolger mit einem gigantomanischen Sozialprogramm an, um den armen Schwarzen „zu helfen“. Das Ergebnis war die Zerstörung der schwarzen Familie, die zuvor als ganz besonders stabil galt, und die Verbreitung einer Unkultur (beispielsweise Hip Hop), die in eine Community einbrach, die zuvor als besonders konservativ und gläubig galt – und durchweg republikanisch gewählt hatte. Groteskerweise hat das, was heute als „authentisch schwarz“ gilt („nigga“), nichts aber auch rein gar nichts mit nigrider Kultur zu tun. Es stammt aus der Unkultur der weißen Unterschicht der Südstaaten, die zum Großteil aus Wales, Schottland und Irland stammte und sich mit besonders ordinärem und unzivilisiertem, quasi „gälischem“, Verhalten von den meist im Norden lebenden romanisierten Engländern (yankees) abheben wollte. Dazu gehörte insbesondere ein abstruses Englisch.

Das von Obama durchgedrückte verfassungswidrige nationale Gesundheitssystem ist nur deshalb notwendig, weil die Schwarzen so entmündigt wurden, daß sie nicht selbst für eine Krankenversicherung sorgen können wie der Rest der Bevölkerung. Als Nebeneffekt dieser großartigen Leistung Obamas werden sie dadurch noch mehr entmündigt werden… Leute wie Sowell fragen sich zu Recht, ob es angesichts der bisherigen Entwicklung (wenn man beispielsweise die Abtreibungsrate betrachtet) in 100 Jahren überhaupt noch Schwarze in den USA geben wird!

Ich erträume mir einen amerikanischen Pinochet, der diesem ganzen Treiben, das begann, als der perverse Hurenbock Kennedy sich mit Hilfe der Chicagoer Mafia die Präsidentschaft ergaunerte… – einen neuen Pinochet, der diesem linksliberalen Elend ein Ende setzt. Ich träume davon, daß Hollywood, die Medien und das Bildungssystem von unamerikanischen Machenschaften gereinigt werden. Ich träume davon, daß nur noch steuerzahlende Bürger an die Wahlurnen dürfen, so daß in einem Land ohne Personalausweise Wahlbetrug nicht mehr möglich wird. Ich träume von einem farbenblinden Land, ohne jene „affirmative action“ , die diesen…, dieses… Ding an die Macht gebracht hat. Ich träume von einem Land, in dem Drogendealer auf der Stelle an die Wand gestellt werden und Drogenkonsumenten die Inhaftierung droht, wenn sie nicht innerhalb kurzer Zeit Drogenfreiheit nachweisen können. Ein Land, in dem jeder Bürger bewaffnet ist und die Kriminellen in ständiger Todesangst leben. Sehr alte Amerikaner können sich noch an Zeiten erinnern, als niemand auf die Idee kam seine Haustür abzuschließen. Ein Land mit einer Goldwährung, in dem der Staat niemals auf die Idee käme, sich ohne Not in die Wirtschaft einzumischen. Das Land der Tapferen und Freien.

Aber zurück zu den linken, stinkenden Zombies: Nach Nazi-Manier frönen sie den absurdesten Verschwörungstheorien, etwa über „9/11“, es scheint sie aber gar nicht zu interessieren, daß wir bis heute so gut wie nichts über Obama wissen. Wie wissen nicht, in welchem Hospital er geboren wurde, es liegt kein Taufschein vor, nicht ein einziges Zeugnis, nichts. Und das, was vorliegt, ist vollkommen absurd. Beispielsweise wurde seine Sozialversicherungsnummer zwei bis vier Jahre ausgegeben, nachdem er nach eigenen Angaben seinen ersten sozialversicherungspflichtigen Job hatte. Außerdem stammt sie aus Connecticut, ein Bundestaat, wo er nie gelebt und/oder gearbeitet hat. Er ist eine Gestalt wie aus einem schlechten Hollywood-SciFi-Horror-Thriller.

Es ist, als wenn wir in der „Matrix“ lebten. Beispielsweise der Irak-Krieg: Unter Bush wurden wir von Berichten über die amerikanische Inkompetenz und Greuel tagtäglich eingedeckt. Unter Obama ist der Irak von der Medienlandkarte verschwunden – bis wie aus heiterem Himmel der IS kam, für den man prompt Bush verantwortlich machte.

Leute, Ihr werdet betrogen, verarscht und für dumm verkauft und Ihr haltet Euch auch noch für ganz besonders kritisch und progressiv, wenn Ihr bei diesem Affentheater in vorderster Linie mitmacht! In Eurer Welt muß das Land der Dichter und Denker durch anatolische Analphabeten kulturell bereichert werden. In Eurer Welt ist die nationale Befreiungsbewegung des Zionismus reaktionär, während der islamische Nazi-Imperialismus progressiv ist. In Eurer Welt ist die Hautfarbe eines Menschen wichtiger als sein Charakter. Ihr seid vollkommen meschugge!

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Die Saharasia-Theorie im Lichte der Arbeitsfunktion

18. Juni 2015

Es wäre ein Mißverständnis, solle man annehmen, daß ich in Charakter primär, Wissenschaft sekundär James DeMeos Saharasia-Theorie kritisieren oder auch nur ergänzen wollte. Sie steht auf denkbar festen wissenschaftlichen Fundamenten als konsequente Fortführung der Sexualökonomie Wilhelm Reichs, wie er sie in Werken wie Die sexuelle Revolution, Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, Die Massenpsychologie des Faschismus, Die Entdeckung des Orgons: Die Funktion des Orgasmus und Menschen im Staat dargelegt hat. Sexualökonomische Parameter verteilen sich auf dem Globus nicht gleichmäßig, sondern bilden ein Muster, das klimatologisch und historisch erklärbar ist. Liest man diese Werke Reichs, sieht man aber auch, daß es ihm unter dem Einfluß von Karl Marx nicht nur um Sexualität, sondern auch um Arbeit ging. Im Gegensatz zu Freud, war es ihm dabei vor allem um die genitale Sexualität zu tun und Arbeit war nicht nur Aktivität (sozusagen „Roboten“), sondern eine spezifisch menschliche Tätigkeit.

Marx zufolge unterscheidet sich die Arbeit beim Menschen von der „Arbeit“ beim Tier dadurch, daß die menschliche Arbeit geplant ist. Das Gehirn erkennt Muster (den Istzustand), gestaltet sie im Gehirn um, nimmt so einen realisierbaren und vorteilhaften zukünftigen Zustand voraus, und steuert entsprechend die Hände:

Abeitsaharasia

Ähnlich wie es in der menschlichen Sexualität nicht in erster Linie auf die erektive und ejakulative, sondern vor allem auf die orgastische Potenz ankommt (siehe dazu meine Ausführungen in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht), geht es bei der menschlichen Arbeit vor allem um Intelligenz, d.h. um die Fähigkeit Muster zu erkennen und zu verarbeiten, also genau das, was in Intelligenztests gemessen wird.

Die Saharasia-Theorie beschreibt im Weltmaßstab die Wechselwirkung von orgastisch potenten (matristischen) und orgastisch impotenten (patristischen) Völkern. Man denke etwa an den gegenwärtigen latenten Bürgerkrieg zwischen ansatzweise matristischen „Nordländern“ und extrem patristischen „Südländern“ im Gebiet zwischen Norwegen und Italien!

Vollkommen unabhängig davon gibt es zwischen Rassen (sic!) ein Gefälle, was die Befähigung zu arbeiten betrifft. Während die orgastische Potenz bei allen Menschen zumindest gleich angelegt ist (beim Isländer genauso wie beim Yemeniten, beim Chinesen genauso wie beim Buschmann), gibt es bei der durchschnittlichen Intelligenz (und hier ist immer nur von der durchschnittlichen Intelligenz die Rede!) gravierende angeborene und deshalb weitgehend unveränderliche Unterschiede, genauso unbeeinflußbar wie die Hautfarbe, das Haar oder die Hirnmasse. Schweden haben einen IQ von 100, Jeminiten einen von 85. Bei Chinesen ist es 105, bei Buschmännern 65.

Seit sich die Menschen in Rassen aufspalteten, also mindestens seit 60 000 Jahre (wovon mindestens 54 000 Jahre frei von Saharasia waren, d.h. alle Menschen gleich orgastisch potent waren) sind diese Unterschiede in der Fähigkeit der Menschen im Marxschen Sinne zu arbeiten wirkmächtig. Die intelligenteren haben die weniger intelligenten aus dem jeweiligen Lebensraum verdrängt. Das muß nicht unbedingt gewalttätig erfolgt sein, sondern so, wie etwa in Europa aus Nordamerika eingeschleppte Eichhörnchen die weniger gut angepaßten angestammten Eichhörnchen verdrängen. Ein Revier nach dem anderen wird besetzt, so daß die europäischen Eichhörnchen aufgrund von Nachwuchsmangel sang- und klanglos aussterben. Ähnlich haben die Chinesen über die Jahrtausende weniger intelligente Rassen an den Rand des Kontinents gedrängt bzw. ganz zum Verschwinden gebracht. Vollkommen unabhängig davon, ist die von DeMeo beschriebene „sexualökonomische“ Dynamik der Ausbreitung Saharasias. Hier ist es geradezu umgekehrt: meist dümmere Wüstenvölker haben matristische Hochkulturen überfallen. Ein schlagendes Beispiel ist die Ausbreitung des kulturell schlichten Islam in die antiken Hochkulturen zwischen Nordafrika und Indien!

Diese nicht an der Sexual-, sondern an der Arbeitsfunktion orientierte Sichtweise wird m.E. in der Moderne erneut aktuell. Man nehme insbesondere die Geschichte Europas, die sich spätestens seit 1871 fast ausschließlich um die „deutsche Frage“ dreht. Zwar gibt es keine nennenswerten Intelligenzunterschiede zwischen den germanischen und slawischen Völkern Europas, doch aufgrund natürlicher und kultureller Gegebenheiten (kontinentale Mittelstellung, keine nennenswerten Kolonien, protestantische Arbeitsmoral, die disziplinierenden Nachwirkungen des 30jährigen Krieges und der preußischen Reformen, dezentrale Strukturen, eine extrem differenzierte, klares Denken fördernde Sprache, hochproduktive Minderheiten wie die Hugenotten, Juden, etc.) – fand sich Deutschland in einer Position wieder, die über kurz oder lang zur Dominanz auf dem europäischen Kontinent (und aus damaliger Perspektive) damit auf der Welt geführt hätte. Entsprechend wurde Deutschland der Erste Weltkrieg aufgezwungen – der erst 1945 mit der Teilung Deutschlands endete. Heute dominiert das mittlerweile wiedervereinigte Deutschland Europa erneut.

Hier Saharasia hineinzuinterpretieren, wie ich es ansatzweise selbst auch getan habe, geht m.E. an der Sachlage vorbei. Selbst der Verweis auf den Nationalsozialismus ist nicht überzeugend, denn der Antisemitismus und autoritäre Tendenzen waren in praktisch jedem anderen bedeutenden europäischen Land größer (insbesondere in Frankreich und Polen) und der Nationalsozialismus ist nur vor dem Hintergrund des traumatischen Ersten Weltkrieges und der kommunistischen Bedrohung zu verstehen. Der Antisemitismus war der Kitt, der die ansonsten vollkommen substanzlose NSDAP zusammengehalten hat. Mit Deutschland an sich hatte er nichts zu tun. Ich habe mich mit diesem denkbar komplizierten Themenkomplex in Deutschland und die Emotionelle Pest auseinandergesetzt. Ja, zweifellos stand Deutschland im Zweiten Weltkrieg für „DOR“, die Emotionelle Pest und war ein Wiedergänger der imperialistischen Reiche Saharasias, aber das ganze muß man im oben kurz angerissenen Gesamtzusammenhang sehen. Es geht nicht um eine moralisierende, sondern eine funktionelle Sichtweise.

Nehmen wir etwa die Schulen: die waren in England weitaus brutaler und kinderfeindlicher als in Deutschland, in den romanischen Ländern wie Frankreich und Italien war der Umgang mit Babys und Kleinkindern weitaus rücksichtsloser und brutaler als in Deutschland, die englische und französische Armee ist weitaus brutaler mit Rekruten umgegangen als die sprichwörtliche „preußische Armee“, Deutschland war, was die „vertikale“ Klassenstruktur und die „horizontale“ Machtstruktur betrifft (es gab kein Machtzentrum), weitaus durchlässiger und demokratischer als die „großen Demokratien“ Frankreich oder England, der Umgang und das Verhältnis zu Natur und Tier war intensiver und gesünder. Auf dieser Ebene die Saharasia-Theorie mechanisch anzuwenden, führt zu nichts.

Natürlich ist nicht alles, was das generische Deutschland betrifft unproblematisch. Da wäre vor allem die Rigidität des Deutschen. Es ist offensichtlich, daß hier eher gehemmte Charaktere vorherrschen, insbesondere mit analen Zwängen (der Humor und die Kraftausdrücke sind so gut wie ausschließlich analer Natur!), während es in den Nachbarländern eher eine Tendenz zur Enthemmung gibt. Es ist alles „lockerer“. Aus dieser Sicht war der Nationalsozialismus mit seiner Willkür und Anarchie ein untypischer, „antiautoritärer“ Einbruch ins vom Ersten Weltkrieg ausgehölte Deutsche. Man denke nur an die bizarren Führungsfiguren des Nationalsozialismus: „Lauter Hysteriker!“

Warum wurde Deutschland Opfer der Emotionellen Pest? Betrachten wir dazu nochmals die obige orgonometrische Gleichung. In despotischen Systemen wie dem Kapitalismus angelsächsischer Prägung (und auch dem Realsozialismus) gibt es die Spaltung zwischen den „Planern“ und der Masse der unter Anleitung schuftenden Lohnsklaven, die unbeteiligt ihren „Job“ erledigen. In mehr arbeitsdemokratisch organisierten Ländern wie Deutschland zieht sich diese orgonometrische Gleichung durch alle Ebenen, d.h. auch die weiter unten stehenden Teilnehmer am Produktionsprozeß können weitgehend autonom in ihrem Fachbereich tätig sein. Das erstreckte sich sogar auf die weitgehend „arbeitsdemokratische“ Struktur der Wehrmacht. Die Wehrmacht war im Gegensatz zu ihren Gegnern von einer durchgehenden Professionalität geprägt, mit einer dezentralisierten Durchführung des militärischen Gesamtplans auf der Grundlage von Eigeninitiative und –verantwortlichkeit bis hinab zum Truppführer und den einzelnen Soldaten, wie Martin van Creveld ausgeführt hat (Kampfkraft, ARES Verlag, Graz 2007). Angebliche deutsche Patrioten, die in Stauffenberg allen Ernstes einen „Verräter“ sehen, haben unser heiliges Deutschland und seine Mission in der Welt nicht begriffen!

Unsere gepanzerte Sprache

9. Juni 2015

Auf der Netzseite des American College of Orgonomy hat der medizinische Orgonom Dale Rosin folgendes über „gepanzerte Sprache“ geschrieben. Es geht darum, daß die Menschen in der angeblichen „Kommunikation“ das verbergen, was sie wirklich meinen und fühlen:

Ich habe durch meine Arbeit mit Mitarbeitern von großen Unternehmen aber auch mit Heranwachsenden und Studenten beobachten können, daß die Art und Weise, in der Wörter und Redewendungen benutzt werden, die wahren Gefühle, Absichten und Wünsche der Menschen immer mehr verschleiert. Das ist zu einem festen Bestandteil unserer Kultur geworden. Ich bezeichne das als gepanzerte Sprache.
Ein schönes Bespiel ist die Verwendung des Wortes „Problem“ (issue), was die Dinge vage hält und für Verwirrung sorgt. Mir fällt das oft auf, wenn ich mit den Eltern von Kindern spreche, die ich behandle. Wenn sie mir erzählen, ihr Kind hätte ein Problem hiermit oder ein Problem damit. Das bewirkt bei ihnen einen gefühlsmäßigen Abstand von dem, was sie mir sagen wollen und sie intellektualisieren die Sache übermäßig. Wenn ich die Eltern erst einmal gefragt habe, was sie mit „Problem“ meinen, fangen sie an sich zu öffnen und werden gefühlsmäßig involviert. Danach kann ich beginnen, mit ihnen und ihren Kindern effektiv zu arbeiten.
Meine Erfahrung hat gezeigt, daß, wenn es mir gelingt, Menschen diese gepanzerte Sprache bewußt zu machen, sich ihre Fähigkeit mit anderen Menschen in ihrem Leben zu kommunizieren, sei es ihr Lebensgefährte, ihr Kind oder ein Arbeitskollege, gewaltig verbessert.

Im Gymnasium hat mich mal eine Lehrerin darauf hingewiesen, daß die Schüler seit Anfang der 1970er Jahre penibel darauf achten, sich nicht festzulegen und beispielsweise grundsätzlich nur im Konjunktiv antworten: „Ich würde sagen, …“ Und wer kennt das nicht, daß man heutzutage auf Fragen im alltäglichen Umgang zunehmend mit vollkommen inhaltsleeren Nichtantworten vollgetextet wird. Es ist eine allgemeine „Verwissenschaftlichung“ (man hütet sich vor apodiktischen Aussagen) und „Politisierung“ (man redet, ohne etwas zu sagen) der Alltagssprache zu verzeichnen.

Und umgekehrt: je klarer man sich ausdrückt, desto mehr Verachtung schlägt einem entgegen: „Ach Peter, so eindeutig kann man das nicht sagen!“ „Das mußt Du differenzierter sehen!“ Ich bin halt dumm, sektiererisch und rechtsradikal.

Robert hat darauf hingewiesen, daß zu diesem Thema auch das Neusprech der Politischen Korrektheit gehört, „welches gängige Wörter wie Neger, Rasse, Türke, Araber und Volk und Nation unterdrückt und man ständig nachdenken muß, wie man es anders ausdrückt“.

Der Leser wird sich fragen, warum ich hartnäckig an der alten Rechtschreibung festhalte. (Wenn man mal gnädig von meiner anhaltenden Rechtschreibschwäche und meinem mangelnden Sprachgefühl absieht…) Es ist Protest! Ein Akt des Widerstandes gegen den Wahnsinn, der unser Vaterland, ganz Europa, die gesamte freie Welt untergräbt und dem sicheren Untergang entgegenführt.

Bei der alten Rechtschreibung zu bleiben, ist Ausdruck konservativer Gesinnung, die nicht jeden hanebüchenen Unsinn mitmacht, die nicht der tumben Masse folgt, die zwar privat ständig herumgrummelt, dann aber öffentlich doch denen folgt und sie an der Macht hält, die uns schnurstraks in den kulturellen und wirtschaftlichen Abgrund manövrieren.

Seit das Land in den 70er Jahren auf breiter Front in die Hände roter Faschisten gefallen ist (sogenannte „Sozialdemokraten“), hat wirklich jede „Reform“ die Pforten der Hölle weiter geöffnet: Chaos und das Böse. Sei es die Legalisierung der Pornographie, eine „liberale“ Zuwanderungspolitik, die „Verwissenschaftlichung“ der Lehrerausbildung, immer neue soziale Wohltaten, die Verspargelung unserer Landschaft mit Vogelschreddern, die europäische Integration, Gendermainstreaming (auf gut deutsch Geschlechtergleichschaltung), „Gleichstellung“, „Emanzipation“, „Selbstverwirklichung“, Kinderkrippen, der „Euro“, schleichende Legalisierung „weicher“ Drogen oder die Rechtschreibreform – der Schaden war jeweils unermeßlich und wird wahrscheinlich nie wieder wettzumachen sein. Zumal wir heute von einer alle Parteigrenzen überschreitenden sozialdemokratischen Einheitsideologie beherrscht werden. Wer abweichende Meinungen vertritt, wird vom pseudointellektuellen Pöbel hysterisch niedergeschrien.

Die Rechtschreibung wurde reformiert, um den Schülern den Schulalltag zu erleichtern. Der Germanist Uwe Grund hat die Texte von Schülern vor und nach der Rechtschreibreform miteinander verglichen. Er kam zu folgendem Ergebnis:

1. Nach der Rechtschreibreform werden in der Schule erheblich mehr orthographische Fehler gemacht als davor.
2. Die Fehler haben sich – möglicherweise sogar überproportional – in den Bereichen vermehrt, in denen die Reformer regulierend in die Sprache eingegriffen haben.
3. Die Vermehrung der Fehler hat Konsequenzen, die vor allem die Lehrenden und Lernenden schlechter stellen, also jene Sprachteilnehmer, um derentwillen das Reformwerk angeblich geschaffen wurde.

Das Folgen der Rechtschreibreform, die Milliarden verschlungen hat, ist wirklich symptomatisch für die gesamte „Reformpolitik“: ohne Sinn und Verstand wird in gewachsene Strukturen eingegriffen, was zum Zerfall und zur Reorganisation auf primitiverem Niveau führt, d.h. zu Anarchie und Tyrannei (= Kommunismus).

Es ist wie zur Zeit der Nationalsozialisten: wer bei der Schweinerei mitmacht, ist selbst ein Schwein! Ohne mich!

Es lebe das heilige Deutschland! Stauffenberg.

„Es lebe das heilige Deutschland!“

27. November 2014

Für die „Griechenland-Hilfe“, d.h. die Banken-Hilfe werden die kleinen Leute in Deutschland, die die Volkszertreter in die Parlamente gewählt haben, durch die kommende Inflation die Zeche zahlen müssen. Sie zahlen sie schon heute durch die flächendeckende Enteignung im Zuge der Nullzinspolitik. Und nach der unabwendbaren „Harmonisierung“ der europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik wird ihnen selbst dieses „Mitspracherecht“ genommen werden.

Die Aufgabe des Parlaments ist es, die Regierung zu kontrollieren, damit die mit unserem Geld nicht tun und lassen kann, was sie will. Leider hat sich das ins direkte Gegenteil verkehrt: mit immer neuen teuren Wahlgeschenken („Geschenke“, die wir selbst bezahlen bzw. die unsere Kinder werden bezahlen müssen!) kauft man uns unsere Stimmen ab.

Die Aufgabe der Regierung ist es, für den Schutz unserer körperlichen Unversehrtheit und unserer materiellen Güter zu sorgen. Wird dies konsequent in Angriff genommen, bremsen sofort die Parlamentarier, die sich um die „Bürgerrechte“ von Kriminellen sorgen.

Die Großkriminellen, die Kapitalisten, werden sogar ausdrücklich geschützt. Das geht so weit, daß staatlicherseits potentielle Konkurrenz durch willkürliche Auflagen, die uns „schützen“ sollen, ausgeschaltet wird. Man denke dabei nur an Reichs Auseinandersetzung mit dem medizin-industriellen Komplex in Amerika!

Eine freie Marktwirtschaft, bzw. der „Kapitalismus“, kann nur funktionieren, wenn sie von einem starken „antikapitalistischen“ Staat beschützt wird, der einen rechtlichen Rahmen für die primäre bioenergetische Entfaltung der Wirtschaft stellt und das System vor den eigenen Entartungen, den „sekundären Trieben“ schützt, also Ausbeutung, Wirtschaftskriminalität, Kartellbildung, Umweltverschmutzung, etc.

Für Reich lag die praktische soziale Aufgabe in der Sichtung erstens aller natürlichen Lebenskräfte im Individuum und in der Gesellschaft und zweitens aller Hindernisse, die ihrem spontanen Funktionieren entgegenwirken.

Die ersten müssen gefördert, die zweiten müssen ausgeschaltet werden. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 313)

Das ist die einzige rationale Funktion des Staates.

Eine entsprechende Auffassung hat bereits Adam Smith vertreten. Er betrachtete die Wirtschaft als ein System, das auf dem rücksichtslosen Eigennutz beruht. Erst die geheimnisvolle „unsichtbare Hand“ würde aus Bösen Gutes, aus Eigennutz Gemeinnutz machen.

Diese „unsichtbare Hand“, die quasi demokratisch alles zum besten der Allgemeinheit richtet, ist natürlich nichts anderes als das, was Reich „Arbeitsdemokratie“ genannt hat. Je besser diese funktioniert, desto weniger staatlicher Zwang ist notwendig.

Smith hat, angesichts des gegenwärtigen Zustandes der „menschlichen Natur“, dieser „unsichtbaren Hand“ nicht blind vertraut und gefordert, daß den „bösen“ Unternehmern von Staatswegen und durch eine ständig alerte kritische Öffentlichkeit unablässig auf die Finger geschaut werden müsse. Ohne Kontrolle würden die Kapitalisten ansonsten bestrebt sein, den Markt auszuschalten und durch geheime Absprachen die Löhne zu drücken und die Preise hochzuhalten.

Er konnte nicht den heutigen Finanzkapitalismus voraussehen, der dieses Problem ultimativ verschärft hat.

Was gegenwärtig abläuft hat die französischen Zeitung Paris-Normandie vor einiger Zeit wie folgt zusammengefaßt:

Alle Staaten sind überschuldet und leihen sich von den Banken das Geld, das sie dann Griechenland leihen, damit dieses die Banken auszahlen kann. Die wiederum spekulieren darauf, daß die Staaten ihre Schulden nicht zurückzahlen können.

Der Staat wird zum Büttel der Mafia und delegitimiert sich zunehmend. Das läßt sich beispielsweise (bzw. mit weit mehr Berechtigung) auch über Großbritannien oder gar Belgien sagen! Tatsächlich über jedes westliche Land. Der entscheidende Unterschied ist, daß jeder von uns ein grundgesetzlich verbrieftes WIDERSTANDSRECHT hat. „Stauffenberg“ ist im Grundgesetz verankert, weil Stauffenberg selbst keine gesetzliche Grundlage hatte.

StauffenbergDem militärischen Widerstand im „Dritten Reich“ ging es nicht um „soziale Gerechtigkeit“, „Rechtsstaatlichkeit“ oder Demokratie (die hatte im Zweifelsfall eher die Nationalsozialisten auf ihrer Seite, wie u.a. die Reaktion der Bevölkerung auf das Hitler-Attentat zeigte), ihnen ging es einzig und allein um Deutschland. Sie wollten einen Psychopathen und seine Spießgesellen beseitigen, der Deutschland zu seiner Verfügungsmasse gemacht hatte.

Was ist das, „Deutschland“? Deutschland ist der Boden, auf dem seit unvordenklichen Zeiten unsere biologischen und kulturellen Vorfahren gelebt haben. Deutschland bedeutet ein enges (genetisches) Verwandtschaftsverhältnis, ein gemeinsames Rechtsgefühl und eine gemeinsame Kultur (von der Sprache, über die Alltagssitten bis hin zu Goethe).

Deutschland bedeutet vor allem Tiefe. Das heißt, daß wir nicht nur in der „flachen Gegenwart“ leben können, sondern immer unserer Vorfahren gedenken müssen, damit diese nicht umsonst gelebt haben. Und wir müssen vor allem, bei allem was wir tun, an unsere Kinder und Kindeskinder denken. Wir können nicht tun und lassen was wir wollen, da wir nur Glieder einer Kette sind. (Alles frei nach Edmund Burke.)

Jetzt schaue man sich an, was unsere Politiker mit diesem Land gemacht haben:

 

Sie haben Millionen kulturfremde (bzw. „kulturfeindliche“) Menschen ins Land geholt, was das Wort „Deutschland“ (Land der Deutschen) schon bald rein demographisch ad absurdum führen wird. Sie haben durch eine Ent-Bildungspolitik die Kultur zerstört (man denke nur an die schwachsinnige Rechtschreibreform!). Sie haben mit einem allumfassenden Meinungsterror („Kampf gegen Rechts“) die Demokratie faktisch beseitigt. Sie haben das bißchen Souveränität, das dieses Land nach dem Zweiten Weltkrieg wieder erlangt hat, an Euro-Bürokraten und ein Pseudoparlament abgetreten. Sie haben dieses Land langfristig ruiniert, als sie die D-Mark mit dem Lira und der Drachme vereinigten. Kurz gesagt, haben sie in ihrem verblendeten Machbarkeitswahn alles organisch Gewachsene zerstört.

Wenn ich sehe, wie die Wiedergänger Hitlers Kränze am Bendlerblock niederlegen, schnürt es mir die Kehle zu. Nein, es sind keine „bösen Menschen“; es sind Kindsköpfe, die keinerlei Gefühl für Tiefe haben. Es sind lebensfremde Sabbelbütel:

Dieses Pack hat nie gearbeitet, sondern immer nur doziert, wie andere zu arbeiten haben. Wie Hitler sind es persönlichkeitsgestörte Sonderlinge, die irgendwelchen fixen Ideen nachhängen. Beispielsweise wird uns gepredigt, wir sollten uns den Lebensgewohnheiten unserer Gäste anpassen. Die Politikanten identifizieren sich mit den fremden Asozialen, weil sie selbst außerhalb des Volkskörpers stehen.

 

„Nachhaltgkeit“ kennen diese Politiker nur dort, wo sie dem deutschen Volk schadet. Das betrifft insbesondere vom Klimawahn geprägte Energiepolitik, die im übrigen einer ungemeinen und praktisch irreversiblen Schädigung des Landschaftsbildes und sogar mit Umweltzerstörung einhergeht. Deutschland wird systematisch zerstört.

Man kann nicht häufig genug unterstreichen, daß es keine „soziale“, sondern ausschließlich eine charakterologische Frage gibt: die Freiheitsunfähigkeit, die Sklavenmentalität, der Massen, die von den Politikern ausgenutzt und perpetuiert wird. Mit anderen Worten: der Sozialismus ist das eine und einzige Problem. Das zeigt sich besonders schön am Beispiel Arbeitslosigkeit.

Ähnlich wie einst in der „DDR“ gedeiht in Deutschland unterhalb der politischen Gängelung eine sich selbst steuernde Schattenwirtschaft, was durch die Einführung des absurden Mindestlohns noch weiter verschärft werden wird: ein schildbürgerliches Programm zur Förderung der Schwarzarbeit. Nach Schätzungen des Linzer Volkswirtschaftsprofessors Friedrich Schneider aus dem Jahre 2006 verbergen sich dort mehr als 8 Millionen Vollzeit-Arbeitsverhältnisse. Hinzu kämen fast 1 Million zeitweilige ausländische Schattenjobber. Er veranschlagte das Volumen der illegalen Beschäftigung für 2006 Jahr auf 345,5 Milliarden Euro, etwa 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. (2014 spricht er von 338 Milliarden Euro und 12 Prozent. Zum Vergleich: der Bundeshaushalt hat in diesem Jahr einen Umfang von 296,5 Milliarden Euro.)

Wie in Hans Hass und der energetische Funktionalismus dargelegt, wird der Bedarf nach spezialisierten Arbeitsleistungen auch nicht annähernd befriedigt. Wir leben buchstäblich in einer sozialistischen Service-Wüste! Ohne „Sozialstaat“ und „Arbeitsmarktpolitik“, d.h. ohne gesellschaftliche Panzerung, hätten wir Vollbeschäftigung!

Das ganze zeigt auch, wie die gepanzerte Gesellschaft von der Arbeitsdemokratie aufrechterhalten wird, die weiterfunktioniert unabhängig davon, was die parasitäre politische Pest auch immer anrichten mag, etwa mit obszönen Absurditäten wie der „Agentur für Arbeit“ (sic!). Siehe dazu Reichs Ausführungen in den Schlußkapiteln der Massenpsychologie des Faschismus.

slave

War Hitler antiautoritär?

7. März 2013

Die Frage scheint vollkommen absurd zu sein, gilt doch der Nationalsozialismus als die Inkarnation des autoritären Geistes schlechthin. Doch die Sache ist nicht so eindeutig. Erstens beruht Reichs Massenpsychologie des Faschismus zufolge der Nationalsozialismus ganz und gar nicht auf reiner Sexualunterdrückung, sondern gewann einen Großteil seiner Faszination aus der Überwindung des rigiden Kirchenglaubens und dessen, was die Nazis als „die Reaktion“ bezeichneten. Der Nationalsozialismus war in dieser Hinsicht nur eine der vielen Varianten der „lebensreformerischen“ Bewegung des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Typisch antiautoritär am Nationalsozialismus war die Zentralisierung und Vereinheitlichung auf allen Ebenen. Im Rahmen des Modernisierungsschubs Hitler beispielsweise nicht nur die lateinische Schrift verpflichtend gemacht, sondern wollte auch die Mundarten abschaffen. Klingt nicht gerade „völkisch“! Dem Nationalsozialismus ging es ganz zentral, ähnlich den späteren „kulturrevolutionären“ Bemühungen Maos, um die Delegitimierung von lokalen Autoritäten. Das reichte bis in die Familie hinein: Hitler bot sich als Gegengewicht zu den autoritären Eltern an. Das machte auch einen Gutteil des Einflusses der „Hitlerjugend“ aus.

Entgegen dem Vorurteil, der das Dritte Reich gerne als „Monolith“ sieht, war wohl kein westlicher Staat jemals derartig desorganisiert wie Deutschland unter Hitler. Nirgends gab es eindeutige Zuständigkeitsbereiche und Willkür war gang und gäbe. Beispielsweise wurden im Krieg in einem Landesteil des besetzten Polens großzügig alle eingedeutscht, die sich zur deutschen Kultur bekannten, während in anderen strenge rassistische Kriterien (was immer das in diesem Zusammenhang auch bedeuten mag!) angelegt wurden. Daß der denkbar schlecht geplante Krieg fünf Jahre anhielt, verdankte Hitler ausschließlich der hochprofessionellen Generalität, die auch aus den dilettantischsten Befehlen noch etwas machte. Wie heute lebte die antiautoritäre Gesellschaft parasitär von dem, was die autoritäre sich über Jahrhunderte erarbeitet hatte. Das „Dritte Reich“ lebte in jeder Hinsicht von der Substanz, insbesondere aber der Expertise des deutschen Beamtenapparats.

Hitler selbst war das Gegenteil eines pflichtbewußten „Preußen“. Sein Tagesablauf war nicht der eines „obersten Beamten“, sondern der eines dekadenten Müßiggängers, der nie zu sprechen war und jede Entscheidung solange hinauszögerte, bis es zu spät war. Ich kriege „autoritäre“ Zustände, wenn ich die Literatur lese. Bei den Filmdokumenten über die Aufmärsche der Nazis, deren Design größtenteils auf den verhinderten Künstler und Architekten Hitler höchstpersönlich zurückgehen, werde ich unwillkürlich an die „Rocky Horror Picture Show“ oder an den Christopher Street Day erinnert. „Das soll doch wohl ein Scherz sein?!“ Und wenn man dann noch an Knallchargen wie Göring und Himmler denkt, die allen Ernstes mit Schminke im Gesicht herumliefen, macht es irgendwann „Knacks!“ im autoritären Gehirn! Stauffenberg war für dieses groteske Gesindel Ausdruck „der Reaktion“.

Den Vater hat Hitler gehaßt, die Lehrer waren ihm zuwider, er lehnte jeden Zwang ab und bevorzugte eine träge, ziellose Existenz. Wer drei Stunden dieser Existenz ertragen kann, bitte:

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Die Adenauer-Periode war eine der Restoration, insbesondere was die Wiederherstellung lokaler Autoritäten betrifft, bis „1968“ der antiautoritäre Ungeist wieder hervorbrach. Daß die Verbindung zu „1933“ ganz und gar nicht so abwegig ist, zeigt die Geschichte von Horst Mahler oder insbesondere die von Reinhold Oberlercher, „Hamburgs Dutschke“.

Hatte Adolf Hitler einen Führerschein?

18. Februar 2012

Anläßlich des Rücktritts von Christian Wulff, der in seiner Charakterstruktur in jeder Beziehung die Bevölkerung widergespiegelt hat, blicke ich auf einen seinen Vorgänger zurück:

Wohl kaum ein Mann hat sich jemals weniger zum „Führen“ eines Landes geeignet als Adolf Hitler. Er ist an die Macht gekommen, weil sich der einfache Michel mit ihm vollkommen identifizieren konnte. Er war genauso entscheidungsschwach, kriecherisch, zaghaft, kleingeistig, rachsüchtig und ressentiment-beladen wie der durchschnittliche deutsche Untertan.

Sigurd Hoel hat Reichs Einschätzung der Person Hitler von 1933 wie folgt zusammengefaßt:

Hitler habe mit verblüffender Aufrichtigkeit seiner Verachtung für die Massen Ausdruck gegeben.

Er hat wieder und wieder die Massen als „formbaren Lehm“ bezeichnet, von Natur passiv und weibisch, außer Stand zu denken, aber wohl geeignet zu fühlen, und mit einem unbewußten Wunsch in sich, brutalisiert, kommandiert, am Nacken gefaßt und geleitet zu werden.

Wobei, so Hoel, anzumerken sei, daß Hitler selbst gefühlsmäßig in hohem Grad ein „Massenmensch“ ist („Kulturkampf und Literatur“, Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie, 1936, S. 89).

Im Zweiten Weltkrieg mußte Hitler zu seinen Siegen geradezu getragen werden. Er war baß erstaunt, als er mit seinem kleinen Feldzug gegen Polen einen europaweiten Krieg vom Zaun brach, auf den Deutschland in keinster Weise vorbreitet war. Als ihm dann das militärische Genie Manstein, das sich vollkommen zufällig bei der chaotischen Entscheidungsfindung mit seinem militärstrategisch revolutionären Angriffskonzept durchgesetzt hatte, trotz allem den triumphalen Sieg über den „Erbfeind Frankreich“ schenkte, verhinderte Hitler höchstpersönlich die Vernichtung des britischen Expeditionsheeres in Dünkirchen, die ihm mit einem Schlag die Weltherrschaft beschert hätte.

Nach großem Zaudern entschloß er sich dann schließlich doch England anzugreifen. Erste Voraussetzung war die Erringung der Luftherrschaft, doch kaum war die zum Greifen nahe, entschloß sich Hitler, militärisch vollkommen sinnlos, die Ressourcen der Luftwaffe für die Bombardierung englischer Städte einzusetzen. Rache dafür, daß die RAF ein paar Bomben auf Hamburg und Berlin geworfen hatte. Das nutzte die RAF, um sich von den verheerenden Schlägen zu erholen und die „Luftschlacht um England“ war für Deutschland verloren.

Um Großbritanniens letzten potentiellen Verbündeten auf dem Kontinent zu beseitigen und so die Insel doch noch in die Knie zu zwingen, entschloß sich Hitler mal so eben die Sowjetunion anzugreifen. Der Vormarsch verlief glatt. Mir hat einmal ein Lehrer beschrieben, wie seine Einheit von den Ukrainern voller echter Begeisterung als Befreier empfangen wurde. Moskau war in Reichweite, dessen Fall das stalinistische Regime unter keinen Umständen hätte überleben können. Und was tat Hitler? Er befahl die Zweiteilung der siegreichen Armee in zwei Heeresgruppen und den Zug Richtung Kaspisches Meer, um, logisch schlichtweg nicht nachvollziehbar, „Territorium zu erobern“… Gleichzeitig wurde auf Befehl Hitlers die durch und durch deutschenfreundliche Bevölkerung derartig drangsaliert, daß den stalinistischen Kommissaren ob des unerwarteten Propagandaerfolgs die Freudentränen in die Augen schossen.

Nach dem Desaster von Stalingrad, das wieder ganz alleine Hitler persönlich zu verantworten hatte, bot sich eine allerletzte Möglichkeit, den Ostfeldzug, wieder unter Manstein, doch noch zu einem für Deutschland akzeptablen Ende zu bringen: die gigantische Panzerschlacht im Kursker Bogen. Eine Niederlage hätte das definitive Ende der Roten Armee bedeutet. Und tatsächlich stand ein deutscher Sieg so gut wie fest, hätte Hitler nicht den Angriffsbefehl drei Monate hinausgezögert, bis die Russen ihre Verteidigungsstellungen bis zur Perfektion ausgebaut hatten. Resultat war ein Remise – von dem sich die Wehrmacht nie wieder erholt hat.

Die allerletzte Chance für Deutschland waren die „Wunderwaffen“. Deutschland hatte den ersten einsatzfähigen Düsenjäger, was dem Reich die Lufthoheit über den europäischen Kontinent selbst noch nach der Landung der Alliierten zurückgegeben hätte. Dresden würde noch heute in alter Pracht stehen. Und es ist nicht ganz auszuschließen, daß die Amerikaner eine welthistorische Niederlage erlitten hätten. Stattdessen befahl Hitler, daß die verzweifelt knappen Ressourcen für die militärisch vollkommen sinnlosen „Vergeltungswaffen“ V1 und V2 verschwendet wurden.

Nicht zuletzt hat Hitlers Antisemitismus Deutschland den Rest gegeben. Für fast alle anderen Nazigrößen, etwa Goebbels und Göring, war der Antisemitismus, dieser „Sozialismus der Dummen“ (Bebel), nur ein Mittel zum Zweck, d.h. der einzige Kleister, der die heterogene „Bewegung“ einigermaßen zusammenhalten konnte. Für Hitler war es jedoch eine „Herzensangelegenheit“. Man muß nur die Liste der Nobelpreisträger, fast durchweg Amerikaner und Israelis, durchgehen, um anhand all der aschkenasischen Namen zu sehen, was Deutschland dank Hitler an geistigem Kapital verlorengegangen ist. Nicht zuletzt die Atombombe, die Hitler hintertrieben hat, weil für ihn die Atomphysik eine „jüdische Wissenschaft“ war.

Reich hätte diese ganze Katastrophe bereits 1933 vorhersagen können, als er in Die Massenpsychologie des Faschismus über „Führer und Massenstruktur“ schrieb:

Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein „Führer“ Geschichte machen.

Hitler konnte Geschichte machen, weil er die Verkörperung des kriecherischen, „lehmigen“, „femininen“ „Massenindividuums“ war. Hitler war die Verkörperung von Entscheidungsschwäche, ängstlichem Zaudern, ängstlicher Fremdenfeindlichkeit, kindischer Rachsucht und kindischer Großmannssucht. Die Verkörperung des Kleinen Mannes, der dem deutschen Volk die Ehre genommen hat. Oder wie es auf dem Grabstein von Johann Friedrich Adolf von der Marwitz heißt: „Sah Friedrichs Heldenzeit und kämpfte mit ihm in all seinen Kriegen. Wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte.“ Worte, die sich einzig Graf Stauffenberg zu Herzen nahm…

Das, was Hitler an die Macht brachte, hat gleichzeitig Deutschland vernichtet. „Das“ war der kleine Michel, den Hitler verkörpert hat wie sonst niemand. Das Hitler wirklich „Deutschland war“, zeigen die Reaktionen auf das Stauffenberg-Attentat etwa in Feldpostbriefen. Der deutsche Michel hat seine kongeniale Verkörperung wirklich über alles geliebt!