Posts Tagged ‘Naturforschung’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 23

9. Juli 2019

orgonometrieteil12

23. Was ist Wissenschaft?

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 21

21. Juni 2019

orgonometrieteil12

21. Wissenschaft und Subjektivität

nachrichtenbrief105

19. März 2018

nachrichtenbrief96

10. Dezember 2017

nachrichtenbrief92

29. November 2017

Orgonometrie (Teil 2) VI.1.a.

5. November 2013

orgonometrieteil12

Hier, wie versprochen, die Fortführung der pdf-Datei Orgonometrie (Teil 1):

VI. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik
1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik
a. Algebra:

Orgonometrie (Teil 2)

Äther, Gott und Teufel

21. Februar 2012

In Äther, Gott und Teufel gibt Reich folgende Definition der Religion:

Jede echte Religion entspricht der kosmischen, der „ozeanischen“ Erfahrung des Menschen. Jede echte Religion enthält die Erfahrung des Einsseins mit einer allgegenwärtigen Macht und zugleich einer zeitweiligen, schmerzlichen Trennung von dieser Macht. Die ewige Sehnsucht nach Rückkehr zum eigenen Ursprung („Rückkehr in den Mutterleib“; „Rückkehr zur guten Erde, aus dem man stammt“; „Rückkehr in die Arme Gottes“, usw.) nach dem Wiedereingebettetsein im „Ewigen“, durchzieht alle menschliche Sehnsucht. Sie wirkt am Grunde der großartigen intellektuellen und künstlerischen Schöpfungen des Menschen; sie ist der Kern aller Sehnsucht der Jugendzeit; sie beflügelt alle großen gesellschaftlichen Entwürfe. Es scheint so, als strebe der Mensch danach, seine Trennung vom kosmischen Ozean zu begreifen; Vorstellungen wie „Sünde“ haben ihren Ursprung in einem Versuch, diese Trennung zu erklären. Es muß einen Grund dafür geben, daß der Mensch nicht mit „Gott“ vereint ist; es muß einen Weg geben, diese Vereinigung wieder herzustellen, zurückzukehren, heimzukommen. In diesem Kampf zwischen dem kosmischen Ursprung und der individuellen Existenz des Menschen kam irgendwie die Vorstellung vom „Teufel“ auf. Es ist das gleiche, ob man „Inferno“ oder „Hölle“ oder „Hades“ sagt. (S. 128, Übersetzung verbessert)

Wir haben also:

  1. ozeanische Gefühle und die Sehnsucht nach der Rückkehr in den Ozean; und
  2. der Konflikt zwischen kosmischem Ursprung und Individuation.

Reich mußte zunächst annehmen, daß dieser Konflikt naturgegeben sei und „irgendwie“ die Irrationalität (den „Teufel“) hervorgerufen habe. Später, nach dem ORANUR-Experiment, wurde deutlich, daß Reich zwei Dinge vermengt hatte, die man streng voneinander trennen muß, will man nicht ein heilloses Durcheinander anrichten:

  1. Leben ist nichts anderes als Orgonenergie, die vom übrigen Orgonenergie-Ozean durch eine materielle Membran getrennt ist. Dies ist der Ursprung der „ozeanischen Gefühle“ und der Sehnsucht nach der Rückkehr in den Ozean. Sie kommt am reinsten in der Musik zum Ausdruck und hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit Panzerung zu tun: [youtube:http://www.youtube.com/watch?v=evYsNdxxguE%5D
  2. Konflikthaftigkeit und Verzweiflung kommen erst mit der Panzerung ins Spiel, die die freie Pulsation der Membran verhindert und alles häßlich macht und teuflisch verzerrt. Panzerung ist abgestorbene, giftig gewordene Orgonenergie (DOR). Aus dem Gegeneinander von Orgonenergie und DOR entspringen die herzzerreißenden religiösen Konflikte, die das Überleben auf dem Planeten gefährden. Sich über sie lustig zu machen ist unangebracht, da ihre Quelle ebenfalls die ozeanische Sehnsucht ist: [youtube:http://www.youtube.com/watch?v=bYXOnDdTscU%5D

Nach der Religion ist die Physik das zweite Thema von Äther, Gott und Teufel. Reichs „Orgonphysik“ beruht auf einer Voraussetzung und umfaßt eine Hoffnung:

  1. man betreibt Orgonphysik, wenn man ungepanzert ist, d.h. ein ungestörter Austausch zwischen der organismischen („hier drinnen“) und der kosmischen („dort draußen“) Orgonenergie stattfindet. Während der wahre Naturforscher einfach Kontakt mit seiner Umgebung aufnimmt, zwingt uns die Panzerung, frei nach Kant, dazu, die Natur zu foltern, bis sie ihre Geheimnisse preisgibt.
  2. jedoch weicht die Beschäftigung mit der Orgonphysik den sadistischen Panzer desjenigen auf, der an sie systematisch herangeführt und dabei durch eine psychiatrische Orgontherapie unterstützt wird. Reich hat zu dieser Überwindung des „Reiches des Teufels“ folgendes gesagt:

Mit dem Ankämpfen gegen die Entdeckung der kosmischen Orgonenergie wird ausausweichlich ein allmählicher, aber höchst effektiver Prozeß einsetzen, in dem sich die starre Panzerung der Charakterstrukturen löst. Auch die härteste, gemeinste und grausamste Charakterstruktur wird sich gezwungenermaßen mit der grundlegenden Tatsache konfrontiert sehen, daß eine Lebensenergie existiert, und damit wird zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Verhärtung in der menschlichen Charakterstruktur aufbrechen, sie wird weicher, nachgiebiger werden, wird beginnen zu weinen, sich Sorgen zu machen, das Leben aus seinen Fesseln zu befreien, wenn auch vielleicht zunächst noch auf feindselige, mörderische Weise. Die medizinischen Orgonomen werden in diesem Lösungsprozeß wertvolle Hilfe leisten. (Die kosmische Überlagerung, S. 146)

Dieses Wechselspiel von Orgonphysik und Orgontherapie war das Programm der Orgonomen nach Reichs Tod, wie es vom Emblem des American College of Orgonomy symbolisiert wird:

Die Orgonenergie

27. Januar 2012
  1. Die Orgonenergie ist erkennbar, weil sie „horizontal“ auf allen Gebieten und „vertikal“ auf allen Ebenen gleich funktioniert. Alle Organe zeigen die gleiche von der Orgonenergie geprägte Form (siehe dazu Funktionelles Denken: Genetik (Teil 1)). Bione (mikroskopische Orgonenergie-Bläschen) sind genauso blau unter dem Mikroskop wie der Planet aus dem Weltall betrachtet. Die Orgonenergie ist das alldurchdringende allgegenwärtige Gemeinsame Funktionsprinzip der Natur.

  2. Die Orgonenergie ist in konstanter Bewegung, ähnlich wie die Atmosphäre in ständiger Bewegung ist.
  3. Gleichzeitig ist die Orgonenergie eine Art Medium, in dem sich die elektromagnetischen Wellen bewegen, ähnlich wie der Schall sich trotz all der Eigenbewegungen des Mediums „mechanisch“ in der Atmosphäre bewegt und ähnlich, wie der Wind Dinge bewegt von Staub bis zu Baumriesen.
  4. Die Orgonenergie ist „kohäsiv“, d.h. sie zieht sich selbst an. Dies erfolgt solange, bis ein gewisses Ladungsniveau erreicht ist und es zur Entladung kommt.
  5. Die Ladung erfolgt langsam und ist typischerweise durch spiralförmige Bewegungen gekennzeichnet. Darauf gehen die weitaus meisten Strukturen in der Natur zurück, vom Atom bis hin zu den Galaxien, von Pflanzen bis zu Hoch- und Tiefdruckgebieten.
  6. Die Entladung erfolgt schnell und eruptiv. Man denke etwa an die Blitze, mit denen sich Wolken entladen oder auch an die diversen „ejakulativen“ Vorgänge in Organismen. Die charakteristische Bewegung dieser Entladungsvorgänge ist geradlinig.
  7. Die Entladung entspricht den sekundären Energien mit ihren „gradlinigen“ Bewegungscharakteristika.
  8. Die sekundären Energien können auf die Orgonenergie auf eine Weise einwirken, daß sie ihren „organischen Charakter“ verliert und sich selbst in eine sekundäre Energie umwandelt: ORANUR und DOR.
  9. ORANUR ist übererregte, chaotische Orgonenergie. DOR ist das toxische Endprodukt dieser Übererregung. Diese Begrifflichkeit macht Sinn, weil die Orgonenergie die Lebensenergie selbst ist.
  10. Die Erregbarkeit der Orgonenergie macht sie zum „Substrat“ aller Wahrnehmung und jeder Emotion. Beides sind Phänomene, die primordial sind, d.h. vor der Entwicklung von Nervenzellen vorhanden sind.
  11. Leben ist Orgonenergie, die in einer materiellen Membran gefangen ist und dieser ihre beiden Bewegungscharakteristika aufzwingt: die Pulsation und die Kreiselwellenbewegung. So erklären sich die Funktionen und die Form der Organismen.
  12. Die Expansion eines Organismus ist identisch mit der Emotion Lust, die Kontraktion mit der Emotion Angst („Remotion“). Sensationen, „Eindrücke“ von außen, gehen auf die primordiale Erregbarkeit der Orgonenergie zurück.
  13. Eine der Grundfunktionen der Orgonenergie, die das Leben erst ermöglicht, ist die Sequestration, d.h. die Trennung von einem Innen und einem Außen und die Abwehr bzw. der Ausstoß von abgestorbener Orgonenergie (DOR).
  14. Fehlfunktionen in diesem Bereich führen zur „Panzerung“ des Organismus.
  15. Die bis hierhin beschriebenen Vorgänge können nur funktionieren, wenn sie auf eine koordinierte Art und Weise erfolgen. Orgonenergie ist deshalb mehr als nur „Bewegung im Raum“, sondern auch Präsenz unabhängig von räumlicher Trennung („Nichtlokalität“). Siehe dazu Die Orgasmusfunktion im Pflanzenreich?.

Der Naturforscher und der Flieger

6. September 2011

In den letzten Jahren geht eine erschreckend große Zahl der Abstürze von Linienflugzeugen auf Pilotenfehler zurück, wären also leicht vermeidbar gewesen. Leider verlernen Flugkapitäne dank des Autopiloten zunehmend das Fliegen. Beispielsweise reißen sie in Notsituationen das Flugzeug instinktiv nach oben, wodurch der Luftstrom abreißen kann, der das Flugzeug in der Luft hält. Ein erfahrender Pilot würde das Flugzeug abfangen, indem er zum Sturzflug ansetzt und so die Maschine unabhängig von den Triebwerken beschleunigt.

Diese verhängnisvollen Vorkommnisse, die sich auf fast jeden Bereich unserer technisierten Welt übertragen lassen, gehen darauf zurück, daß die „Bediener“ der Maschinen zunehmend den (orgonotischen) Kontakt mit der Umwelt und ihrer Innenwelt verlieren, d.h. selbst nur noch wie blinde Maschinen funktionieren und deshalb als Korrektiv ausfallen. Ist das der Preis, den wir für den „technischen Fortschritt“ zu zahlen haben? Oder liegt es an einer mechanistischen Herangehensweise, die den Menschen einfach in eine Maschine setzt, statt diese Maschine als „zusätzliches Organ“ im Sinne von Hans Hass zu betrachten und entsprechend zu konstruieren und zu handhaben. Ein zusätzliches Organ, das der Fortbewegung dient, unterscheidet sich prinzipiell in nichts von den Beinen, den natürlichen Organen der Fortbewegung. Demnach wäre es nicht ein Problem der Technik per se, sondern eines der prinzipiellen Herangehensweise an die Technik.

Als Facharbeiter im Bereich der Naturforschung hat Reich dazu geschrieben:

Naturwissenschaftliche Forschung ist eine Tätigkeit, die auf der Interaktion zwischen Beobachter und Natur oder, anders ausgedrückt, zwischen orgonotischen Funktionen innerhalb und denselben Funktionen außerhalb des Beobachters beruht. Daher sind die Charakterstruktur und die Sinne der Wahrnehmung wichtige, wenn nicht gar entscheidende Werkzeuge der Naturforschung. Wir bezweifeln keinen Augenblick, daß die physiologische Struktur eines Chirurgen eine entscheidende Rolle bei der Operation, die er durchführt, spielt; oder daß der Gleichgewichtssinn und das Reaktionsvermögen bei einem Flieger entscheidend für die Beherrschung des Fliegens sind. In der Naturforschung jedoch wurde dieses Prinzip schlimm vernachlässigt und fehlinterpretiert. (Äther, Gott und Teufel, S. 169, Hervorhebungen hinzugefügt)