Posts Tagged ‘Chemie’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 23

9. Juli 2019

orgonometrieteil12

23. Was ist Wissenschaft?

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 12)

27. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

V. Kosmische Überlagerung1

Die Cloudbuster-Experimente liefern einen nachhaltigen Beweis für die Existenz einer der herrschenden Wissenschaft unbekannten kosmischen Energie und führen uns die funktionale Identität von scheinbar verschiedenartigsten Prozessen unseres Daseins vor Augen. Die Wolkenbildung unterliegt offenbar demselben Viertakt, der im Grunde nichts anderes als eine Beschreibung der Orgonenergiebewegung ist, und den damit verbundenen Gesetzmäßigkeiten wie der menschliche Organismus. Die Energie, die als biologische Lebensenergie unser menschliches Leben steuert und deren Pulsation durch die Spannungs-Ladungs-Formel treffend charakterisiert wird, scheint identisch mit der Energie, die Leben und Materie entstehen läßt.

Diese Identität von Funktionen im Naturgeschehen, deren Entdeckung mit der Entdeckung der Orgonenergie zusammenfällt, bildet die Grundlage für Reichs Hypothesen über den Kosmos, über die Entstehung von Galaxien, über die Entstehung der Naturgesetze. Die Überlagerung zweier Orgonenergiesysteme stellt einen biologischen Grundvorgang dar. Beim Menschen findet die Überlagerung von Orgonenergieströmen im Geschlechtsakt statt. Reich abstrahiert bewußt von den sozialen, kulturellen, ökonomischen, psychologischen und sonstigen Begleiterscheinungen, ebenso wie von den physiologischen Gegebenheiten der beiden einander überlagernden Organismen. Ihm kommt es im wesentlichen auf die Energiefunktionen im Fortpflanzungsgeschehen an. Die Funktion der Überlagerung zweier Orgonenergieströme reicht weit über die Biologie hinaus, sie beherrscht auch noch andere Naturbereiche in gleicher Weise. Sie wirkt im Urgund des Universums, im Mikrokosmos wie im Makrokosmos.

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Überlagerung zweier sich kreisewellig bewegender Orgonenergieströme, die im abgedunkelten Beobachtungsraum gesehen werden können.

„Beim Überlagerungsprozeß zweier massefreier, kreiselnder hocherregter Orgonenergie-Einheiten geht kinetische Energie verloren, die Kreiselwellen-Bewegung verlangsamt sich beträchtlich, die Bewegungsbahn wird stark gekrümmt, und aus der langgezogenen sich vorwärts bewegenden Kreiselwelle wird eine kreisförmige Bewegung auf der Stelle.“2 An diesem Punkt der Abbremsung entsteht träge Masse, wobei natürlich auch mehrere Orgonenergieströme beteiligt sein können.

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Entstehung eines Masseteilchens durch Überlagerung zweier Orgonenergieströme.3

Auf diese Weise erklärt Reich hypothetisch die Entstehung von Himmelskörpern durch die Überlagerung von Energieströmen des ursprünglichen masse-freien Orgonenergieozeans. Zwischen der trägen Masse und der masse-freien Orgonenergie entsteht eine funktionale Beziehung, die die Bewegungseigenarten von Planeten erklärt. „Der bewegte primordiale Orgonozean erscheint als die primordiale Kraft der Himmelskörper.“4

Nach dem Prinzip der Schwerkraft, d.h. des Gesetzes des orgonomischen Potentials, wächst das gegenüber den masse-freien Energieströmen energetisch stärkere Materieteilchen an, wobei Reich offenläßt, ob es sich um gasförmige oder feste Teilchen handelt. Der wachsende Materiekern hat ständig ein Orgonenergiefeld um sich, was aus dem Prinzip der Anziehung zu schließen ist. Der masse-freie Orgonenergiestrom, der den Kern umgibt, trennt sich zwangsläufig vom allgemeinen Strom des Orgonozeans, da er der Rotation „seines“ Kerns folgen muß. Die gasförmige Atmosphäre, die die Himmelskörper umgibt, muß durch Überlagerung masse-freier Orgonenergie des den Kern umgebenden Orgonenergiefeldes entstanden sein, und die schwereren Elemente müssen im Inneren des Kerns angesiedelt sein, während die leichteren mehr an die Peripherie zu treffend sind.

Reich vermutete, daß die Entstehung der Naturgesetze, also die wohlbekannten Sätze der Chemie und Physik, die im übrigen nicht ungültig werden durch die Entdeckung der Orgonenergie, in den Prozessen, die bei der Überlagerung von masse-freier Orgonenergie und bei der Entstehung von Materie ablaufen, begründet liegt.

 

Fußnoten

  1. Die von Reich veröffentlichte Schrift Cosmic Superimposition ist in Deutschland nur auszugsweise erschienen. Meine Ausführungen beziehen sich auf: Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.o. S. 329–338 und auf einige verstreute Hinweise von Raknes, W. Reich und die Orgonomie, a.a.O.
  2. Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.o. S. 333
  3. Schema übernommen aus: ebenda S. 335
  4. ebenda S. 335

ZUKUNFTSKINDER: 7. Das Drogenproblem, b. Die vegetative Strömung und ihre Drosselung

18. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

7. Das Drogenproblem, b. Die vegetative Strömung und ihre Drosselung

ZUKUNFTSKINDER: 6. Das sexuelle Elend der Jugend, d. Das ORANUR-Kind

3. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

6. Das sexuelle Elend der Jugend, d. Das ORANUR-Kind

ZUKUNFTSKINDER: 1. „Rousseauismus“? d. Das moderne Leben

29. Januar 2018

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ZUKUNFTSKINDER:

1. „Rousseauismus“? d. Das moderne Leben

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 3.a.

13. Dezember 2015

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

a. Dialektischer Materialismus

Gibt es eine geistige Welt?

1. April 2015

Der 23. August 2006, es ist Mittwochabend auf einer verwilderten Weide im Norden Hamburgs. Bei Sonnenuntergang fällt „energetischer Schnee“, d.h. die atmosphärische Orgonenergie strömt senkrecht auf die Erde zu, aber diesmal sieht es nicht wie sonst üblich nach „Regen“ aus, sondern nach „Schnee“. Sofort im Anschluß an den „energetischen Schneefall“ bildet sich eine „Schneedecke“ auf der Weide – jedenfalls sieht der Nebel, der sich zwischen und knapp über den Gräsern gebildet hat, genauso aus wie Schnee. An den drei folgenden Tagen ist die Witterung praktisch identisch, doch der „energetische Schnee“ bleibt aus, entsprechend auch die „Schneedecke“.

Einmal in einer Winternacht wies mich [Jerome Eden] darauf hin, daß es im Zimmer, wo in waren, bereits „schneite“. Wenn ich meine Augen entfokussierte, konnte ich etwas sehen, was wie fallende Schneeflocken in der Luft aussah. Wir ging nach draußen und tatsächlich fing es an zu schneien. (Sean Haldane: Pulsation, London 2014, S. 17)

Sowohl der Psychologe als auch der Physiker schütteln ob dieser naiven Weltsicht mitleidig mit dem Kopf, – während der Student der Orgonomie sich bewußt wird, daß die meisten Menschen, und praktisch alle „Wissenschaftler“, durchs Leben schlafwandeln, ohne überhaupt irgendetwas vom lebendigen Universum mitzubekommen, das sie umgibt und durchpulst.

Dieses „Lebendige“ wird vom Animismus fehlinterpretiert und dergestalt eine schamanistische „Anderswelt“ angenommen, in der es eine Art „energetischer Realität“ gibt. Dort hat alles sein „energetisches Doppel“, insbesondere aber das, was lebendig ist und den Animisten unmittelbar betrifft, d.h. insbesondere sein Jagdwild, das es magisch zu „bannen“ gilt. Man denke nur an die Höhlenmalerei von Lascaux.

Wenn sich der Mensch abpanzert, werden die natürlichen energetischen Empfindungen verzerrt und aus der „Anderswelt“ wird der Kampfplatz zwischen verdrängenden Triebanteilen („Engel“) und den verdrängten aber ständig vordrängenden Triebanteilen („Teufel“). Raphael hat das in seinem Gemälde, in dem der Erzengel Michael den Satan besiegt so dargestellt, als hätte er Reichs funktionelle Darstellung vor Augen gehabt!

Die animistische Weltsicht beruht, wie am Anfang an einem praktischen Beispiel verdeutlicht, durchaus auf einer gewissen Realität. Man denke nur an die Kirlian-Photographie eines Blattes, das, wenn auch nur kurze Zeit, noch in seinem „energetischen Doppel“ ganz bleibt, nachdem ein Teil abgeschnitten wurde.

Wir selbst sind von einem „Doppel“ eingehüllt, unserer Aura, die von einigen medizinischen Orgonomen so klar gesehen werden kann, wie ich energetischen Regen sehe. Sie spiegelt getreulich den Zustand des Bewußtseins wider. Beim Schizophrenen ist sie beispielsweise ausgedünnt, „schmutzig“ und ohne klare Begrenzung zur Umgebung.

Mit Sicherheit ist unser „Geist“ selbst (unsere Gefühle und Gedanken) ein orgonotisches „Erstrahlungs-Phänomen“.

Im Zusammenhang mit der nach dem ORANUR-Experiment entwickelten „prä-atomaren Chemie“ sprach Reich von „Funktion 0“, die dem Element O (dem Sauerstoff) vorangeht.

Dieses reale Fundament einer „Anderswelt“ heißt aber nicht, daß etwa Plato doch recht hatte und diese Welt die Projektion einer „Hinterwelt“ der „reinen Ideen“ ist. Es bedeutet auch nicht, daß wir ein „ewiges Leben nach dem Tod“ im „Jenseits“ zu gewärtigen haben. Es bedeutet etwas grundsätzlich anderes: diese Welt ist nicht leer und strukturlos, sondern auf eine fundamentale Weise lebendig und organisch geordnet. Oder mit anderen Worten: Reich hat das Lebendige nicht nur im Organismus, sondern auch in der angeblich „toten“ Natur entdeckt.

Das wissenschaftliche Programm der Orgonomie

22. August 2011

In mancher Hinsicht ähnelt die Wissenschaft als Ganzes der Evolutionstheorie: beide stehen und fallen mit der Entdeckung der „Missing Links“. Beispielsweise können wir heute fast lückenlos nachvollziehen, wie aus Fischen Amphibien wurden oder aus Sauriern Vögel. Genauso wird die Wissenschaft als einheitliche Welterklärung erst dann glaubhaft, wenn lückenlose Verbindungen zwischen den einzelnen Wissenschaftsbereichen gezogen werden können. Das überzeugendste Beispiel sind vielleicht Physik und Chemie. Bis zur Entwicklung der Quantenmechanik war die eine eine bloße Hilfswissenschaft der anderen, heute kann man alle chemischen Prozesse mit der Elektronenhülle der Atome erklären. Anders sieht es leider bei den Schnittstellen zwischen Mathematik und Physik auf der einen und Chemie und Biologie auf der anderen Seite aus.

Bisher konnte noch niemand wirklich schlüssig erklären, was Mathematik eigentlich ist und warum man mit ihr die Zukunft voraussagen kann. Oder mit anderen Worten: Warum gehorcht die Wirklichkeit mathematischen Gesetzen? Die meisten Wissenschaftler sind sich des Problems gar nicht bewußt. Wenn sie es sind, werden sie zu „Platonisten“ – das Gegenteil von Materialisten! Nietzsche mußte mit spitzfindigen Argumenten das Problem schlichtweg leugnen, um seine philosophische Grundanschauung zu retten! Reichs energetischer Ansatz bietet m.E. den einzigen Weg, die Integrität der Wissenschaft zu retten: die Mathematik ist nichts anderes als eine Abart der Orgonometrie!

Was den zweiten „Missing Link“ in der obigen Abbildung betrifft: Wir kennen zwar die chemische Zusammensetzung der DNA und der sie umgebenden Zelle bis ins Detail, aber wie die DNA „gelesen“ und gesteuert („an- und abgeschaltet“) wird, d.h. was eigentlich das Phänomen „Leben“ ausmacht, bleibt ein Rätsel.

Hubert Brune zufolge fehlen in der Wissenschaft die folgenden sechs Bindeglieder. Die entsprechenden „Missing Links“ zu finden sei heute Hauptaufgabe der Wissenschaft:

  1. das Bindeglied zwischen Mathematik und Physik;
  2. das Bindeglied zwischen Chemie und Biologie;
  3. das Bindeglied zwischen Biologie und Ökonomie;
  4. das Bindeglied zwischen Soziologie und Psychologie;
  5. das Bindeglied zwischen Semiotik und Linguistik;
  6. das Bindeglied zwischen Linguistik und Philosophie.

Diese Bindeglieder sind zentrale Themen der Orgonomie:

  1. Das Bindeglied zwischen Physik und Mathematik fällt in den Bereich der Orgonometrie. Das noch immer ausstehende 6. Kapitel meiner Einleitung zur Orgonometrie soll sich insbesondere damit beschäftigen.
  2. Die Suche nach dem Bindeglied zwischen Biologie und Chemie war das zentrale Element von Reichs Auseinandersetzung mit dem „Urgegensatz des Lebendigen“ Anfang der 1930er Jahre und seinen Bionexperimenten Mitte der 1930er Jahre (siehe die zwei Bände Die Entdeckung des Orgons).
  3. Im Grenzbereich zwischen Biologie und Ökonomie bewegt sich der „energetische Funktionalismus“ von Hans Hass, mit dem ich mich ausführlich beschäftigt habe.
  4. Seit Ende der 1920er Jahre hat Reich die Grenzen zwischen Psychologie und Soziologie aufgehoben (siehe Die Massenpsychologie des Faschismus).
  5. Semiotik (die Wissenschaft von den Zeichensystemen) und Linguistik sind in der Orgonometrie vereinigt.
  6. Mit Linguistik und Philosophie hat sich ansatzweise Reich in Charakteranalyse beschäftigt. Die „vorsprachliche“ „Ausdruckssprache des Lebendigen“ drückt sich in der Wortsprache aus, insbesondere wenn sie von der Panzerung gestört wird. Der Orgonom Charles Konia hat die Entwicklung der Sprache sogar mit der Entstehung der Panzerung verknüpft, da Sprache die Kontrolle der Atmung voraussetzt. Erst mit Hilfe der Orgonomie wird die Vereinigung von Naturwissenschaft und „Geisteswissenschaft“ möglich (siehe Das ORANUR-Experiment I).