Posts Tagged ‘Urknall’

Zwei viel zu große Galaxien in einem Ozean aus Dunkler Materie am Anfang der Zeit

9. Dezember 2017

Wenn man sich zunächst einmal „ganz naiv“ das Video in diesem Link anschaut, natürlich eine Animation, wird man feststellen, daß die heutige Vorstellung von der Formation von Galaxien im frühen Universum ziemlich dem nahekommt, was Reich in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. Eben das: kosmische Überlagerung!

Im betreffenden Artikel geht es um die Entdeckung zweier großer Galaxien 750 Millionen Jahre nach dem angeblichen „Urknall“. Zu dieser Zeit, also in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung, sollte es allenfalls Zwerggalaxien geben, die sich langsam aufgrund der Gravitation aus dem, wenn man so will, „Urbrei“ geformt haben. Nicht nur, daß diese beiden Galaxien viel zu groß sind, als daß sie mit Berufung allein auf die Gravitation erklärt werden könnten, sie ziehen sich auch noch gegenseitig an und werden verschmelzen. Die Massenakkumulation und die Dynamik sind mit den bisherigen Modellen nicht vereinbar.

Die übliche Lösung, nämlich das Hervorzaubern der geheimnisvollen „Dunkelmaterie“ verschärft das ganze Problem eher, als daß es es löst. Die beiden viel zu großen Galaxien werden nämlich in eine noch gigantischere „Halo“ aus Dunkler Materie plaziert, damit das ganz überhaupt auch nur annähernd Sinn macht. Diese „Materie“ sorgt zwar für genügend Gravitation, ist aber natürlich nur eine willkürliche Hilfskonstruktion, die das Grunddilemma nicht löst, sondern nur noch weiter akzentuiert: Woher kommt all die Struktur und Dynamik? Der Charme der Urknalltheorie ist ja gerade, daß sie theoretisch eine logische Entwicklung vorgibt („langsame Kondensation aus einem Urbrei bis zum Jetztzustand“). Doch, wenn man in die Teleskope schaut, bleibt kaum etwas von dieser Abfolge übrig!

Es kann nicht darum gehen, dem offiziellen Modell der Astronomen ein „orgonomisches Modell“ (zwei Begriffe, die sich ausschließen!) entgegenzuhalten, sondern schlicht um den Hinweis, daß sich alles grundlegende ändert, wenn die Gravitation nicht die einzige Kraft bei der Galaxienbildung ist, sondern auch die Orgonenergie, das orgonomische Potential und die Überlagerung von Orgonenergie-Strömen mit ins Kalkül genommen werden. Immerhin sind diese Größen unmittelbar beobachtbar, während „Dunkelmaterie“ nichts weiter als ein willkürliches Konstrukt ist.

Zu wenig Dunkelmaterie und zu viel kosmischer Staub in den ältesten Galaxien

20. März 2017

Wenn kosmische Objekte eine Rotverschiebung zeigen, kann das vier Ursachen haben: 1. die Expansion des vierdimensionalen Universums (der Raum selbst expandiert, d.h. es gibt keinen Mittelpunkt, von dem die Expansion ausgegangen ist); 2. das bekannte Universum beschränkt sich auf unsere lokale Galaxiengruppe, einer oder mehreren „Urgalaxien“ sind weitere Galaxien entsprungen, die sich entsprechend von uns wegbewegen; 3. der kosmische Orgonenergie-Ozean entzieht dem Licht der Galaxien Energie, wodurch es röter wird; oder 4. die Rotverschiebung ist intrinsisch, d.h. die Atome in diesen Objekten sind jünger und damit größer als die auf der Erde.

Schließen wir die erste Alternative als mechano-mystisch (statisch-unlebendig, d.h. trotz „Expansion“ ohne Dynamik) aus, bleibt als orgonomische Erklärung nur, daß extrem rotverschobene Galaxien von der lokalen Galaxiengruppe weggeschleudert werden, weit entfernt und ziemlich jung sind.

Dazu kam neulich eine Meldung, die mich einigermaßen irritiert hat: die (im Urknall-Modell) mit 10 Milliarden Jahren ältesten Galaxien zeigten keinen Hinweis auf Dunkelmaterie, d.h. auf Orgonenergie! Bei Galaxien zeigt sich die Orgonenergie daran, daß die äußeren Bereiche des Diskus schneller um den Galaxiekern kreisen, als sie es nach der Massenverteilung tun sollten, d.h. von außen strömt frische Orgonenergie ein. Bei den erwähnten (im Urknall-Modell) uralten Galaxien ist das anders: sie drehen sich gemäß der sichtbaren Massenverteilung, so als seien ihre Randbereiche frei von „Dunkelmaterie“.

Ein möglicher, wenn auch recht unbefriedigender Erklärungsansatz wäre, daß es sich um Galaxien handelt, die sich aus weggeschleuderten „Galaxienkernen“ (Quasaren) gebildet haben und die kosmische Energie erst anfängt, gemäß dem orgonomischen Potential, in diese Objekte spiralförmig hineinzufließen.

Oder ist das nicht alles an den Haaren herbeigezogen und die konventionelle einfach gestrickte „Urknall-Kosmologie“ kommt doch der Wahrheit näher als dieses verdächtig komplizierte „orgonomische“ Konstrukt? Nun, dem widerspricht eine andere aktuelle Meldung:

Hinter der Bezeichnung A2744_YD4 verbergen sich gleich zwei Superlative: Denn A2744_YD4 ist die am weitesten entfernte und gleichzeitig jüngste Galaxie, die je beobachtet wurde (…). Astronomen von der Europäischen Südsternwarte entdeckten sie mit dem Radioteleskop Alma in Chile. Die Galaxie liegt mehr als 13,5 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Durch die große Distanz brauchte das Licht extrem lange, bis es zur Erde gelangte. Die Forscher blickten daher quasi auf die Galaxie zu einem Zeitpunkt, als das Universum gerade einmal 600 Millionen Jahre alt war. In dieser Phase haben sich im Universum die ersten Sterne und Galaxien gebildet. Die Wissenschaftler waren zudem überrascht, daß sich große Mengen interstellarer Staub in der jungen Galaxie befinden. „Die Entdeckung so großer Mengen Staub ist ein Hinweis darauf, daß bereits sehr früh Supernovae stattgefunden haben“, erklärt Nicolas Laporte vom University College London. Und dieser Staub ist aus Sternen entstanden, die zuvor schon vergangen waren.

Man hat hier eine Galaxie so gut wie unmittelbar nach dem angeblichen Urknall vor sich und sie birst vor „kosmischem Staub“, d.h. der angeblichen Hinterlassenschaft alternder und dann explodierter Sterne! Dieser „kosmische Staub“ ist nichts anderes als Orgonenergie. Siehe, was ich dazu vor einigen Tagen gesagt habe.

Blogeinträge August 2010

31. August 2016

Im Augist 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge August 2010

  • Warum Pseudoliberale den Bau einer Moschee am Ground Zero erlauben müssen
  • Die weitreichenden Änderungen der Finanzvorschriften durch die US-Regierung
  • Der Panzer behindert den musikalischen Ausdruck
  • Ein neuer Teilchenbeschleuniger – eine unrealistische Erwartung
  • Eine gleichgeschlechtliche Beziehung ist eine Partnerschaft, keine Ehe
  • Das Problem ist nicht die Macht, es sind die Menschen
  • Die Stimmung im Volke lautet heutzutage: Weder links noch rechts!

 

 
Zu „Warum Pseudoliberale den Bau einer Moschee bei Ground Zero erlauben müssen“

Robert 2013: Dazu aktuell die Rede von Geert Wilders:
http://www.pi-news.net/2013/02/rede-von-geert-wilders-in-bonn/

Robert: Ich habe Konia gefragt, woher die Pseudoliberalen ihre Schuldgefühle haben. Er hat nur geantwortet, sie würden diese in die Politik einbringen, weil sie keine Religion haben, mit der sie ihre Schuldgefühle handhaben können.
Aber woher haben die Pseudoliberalen ihre Schuldgefühle? Wegen ihres Ödipuskomplexes?

Dazu Jean: Ich sehe es mittlerweile so: wir alle wurden in unserer Kindheit gedemütigt, vernachlässigt, respektlos behandelt, unsere Wünsche und kindlichen Entwicklungsbedürfnisse wurden von unflexiblen weil selbst traumatisierten Erwachsenen „kriminalisiert“. Der Zorn und die Wut über diese Frustrationen durften nicht geäußert werden, weil der Ausdruck unserer Wut die Erwachsenen näher an ihre eigenen verdrängten (Kindheits-)Wut und Gefühle totaler Machtlosigkeit führt, z.B. wenn ich als zweijähriges Kind zu Boden gedrückt werde, um „Schuhe anzuziehen“.
Diese Erinnerungen sind in uns allen präsent und können jederzeit durch emotional oder situativ ähnliche Umstände ausgelöst werden (Machtlosigkeit weil etwas „nicht klappt“, Kinder „nicht gehorchen“, man selbst zum Opfer irgend einer Sache wird). Da die aktuelle Situation aber nicht wirklich passt, fühlen wir uns schuldig für unsere „falschen“ Gefühle, denn wir wollen ja friedlich mit allen zusammen leben (Ideal der political correctness), das ist wichtig für unser Image von uns selbst.
Ein mögliches Ventil für die Aggressionen ist das „bekämpfen“ der Gegner der „armen Muslime“, oder in der Kirche Gott um Vergebung für seine „Sünden“ zu bitten. In beiden Fällen muss die Handlung immer wiederholt werden, weil die energetische Qualität nicht dem ursprünglichen Gefühl entspricht, sondern sich nur annähert.
Eine Alternative wäre eine Thearpie im Sinne Reichs, wozu ich mittlerweile auch Ansätze in der Traumatherapie sehe (kenne mich aber nicht wirklich aus – wer weiß da mehr?).
Eine weitere Alternative ist immer auch, seine Gefühle an andere zu delegieren, und seine Schmerzen so nicht erleben zu müssen, z.B. indem ich andere mobbe, abwerte, sie anbrülle usw. Dann kann ich mich als Sieger fühlen und entgehe der Depression, die unausgedrückte Wut nach sich zieht, „die anderen haben Respekt vor mir“, als letzter Schritt kann dann eine Herrenmenschen-Philosophie als Rechtfertigung meiner als „Stärke“ interpretierten Grobheiten entwickelt werden.

O.: Zur „Traumatherapie“ TT gehört die posttraumatische Belastungsstörung /-Reaktion:
http://www.traumatherapie.org/
Was die VT hierzu anbietet steht da ja auch: Dekonditionierungstechniken zur Assoziation von Auslöser (Unfall = Stimulus) und „gelerntem“ Gefühl (Reaktion) – so oder ähnlich.
Oder um es einmal salopp zu formulieren, es gibt Therapien und Krankheiten, letzteres scheint mehr auf die TT zuzutreffen.
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Schuldgefühle sind meist irrational eine übernommene Verantwortung für etwas, was man nicht ändern konnte und an dem man nur indirekt, passiv beteiligt war.
Berechtigte Schuldgefühle sind die „falschen“ Tätigkeiten, die ich selber verantworten muss.
Ein Beispiel: Kann man gegenüber Juden eine Schuld empfinden, weil man „Deutscher“ ist … obwohl man nicht mal zur Generation gehörte, die den Holokaust erlebt haben.
Ein echter Nazi hingegen, hat nicht unbedingt ein Schuldgefühl, weil er mit der entsprechenden Ideologie (oder Religion), für sich das Richtige tat, als er Juden quälte und ermordete.

Jean: „Schuldgefühle sind meist irrational eine übernommene Verantwortung für etwas, was man nicht ändern konnte und an dem man nur indirekt, passiv beteiligt war.“
Auch wenn ich Grobheiten nur mitbekomme, stellt sich immer die Frage, hätte ich nicht eingreifen sollen. Auch daraus speisen sich unsere Schuldgefühle. Warum habe ich nicht eingegriffen, als der Junge in der S-Bahn angemacht wurde. Ich hatte Angst, das nächste Opfer zu werden. Natürlich habe ich da nicht viel Zeit zum Überlegen, was ich tue, und was mich hemmt.
Und auch mir selbst gegenüber habe ich meine Verantwortung nicht wahrgenommen, wenn ich mich nicht gegen Angriffe auf mich wehre. Auch dafür kann man sich schuldig fühlen. Der Grund warum ich stillhalte ist immer der gleiche, weil ich Angst vor dem Aggressor habe, und wir in unserer Entwicklung und damit dann der gesellschaftlichen Haltung ein gesunder Umgang mit (Gegen-) Aggression nicht erlernen konnten.
Wer ist also schuld? Immer die vorangehende Generation, die der nächsten den angemessenen Umgang mit Abgrenzung und Selbstschutz auf Grund eigener Verstricktheit nicht mitgeben konnte. Ob es allmählich besser wird, ist die große Frage.
Natürlich gibt es viele Fälle, wo wir größtenteils machtlos sind, und das gilt es dann auch anzuerkennen. Aber die Kultur des Wegschauens, auch bei uns selber, ist schon weit verbreitet.

Sebastian: Ich sehe es mittlerweile so: wir alle wurden in unserer Kindheit gedemütigt, vernachlässigt, respektlos behandelt, unsere Wünsche und kindlichen Entwicklungsbedürfnisse wurden von unflexiblen weil selbst traumatisierten Erwachsenen “kriminalisiert”.
Ja, die primären Bedürfnisse werden wie in der Zeit von Reich auch heute nicht angemessen befriedigt:
„From the moment of birth, the natural needs of the infant and the infant’s spontaneous expression are thwarted at every turn. This was true in Reich’s time and remains today.“ S. 14.
Der Zorn und die Wut über diese Frustrationen durften nicht geäußert werden, weil der Ausdruck unserer Wut die Erwachsenen näher an ihre eigenen verdrängten (Kindheits-)Wut und Gefühle totaler Machtlosigkeit führt, z.B. wenn ich als zweijähriges Kind zu Boden gedrückt werde, um “Schuhe anzuziehen”.
Nein, tendenziell dürfen die Kinder ihren Zorn und die Wut ausleben, was der große Unterschied zur autoritären Erziehung ist. Während der kontaktlos repressive Elternteil seinen eigenen sekundären Ausdrücken nachgibt, hält der kontaktlos permissive Elternteil sich zurück und gibt den sekundären Ausdrücken des Kindes nach.
Dies führt zu den muskulär relativ schwach gepanzerten Charakterstrukturen. Da die Angst weniger im Panzer gebunden wird und das Ausleben der sekundären Triebe nur eine partielle Energieabfuhr ist (gestörte Sexualökonomie), steigt die Angst und die Wut ständig an. Der Stauung wird durch okulare Panzerung und die ganzen modernen Ersatzkontakte versucht Herr zu werden.

Peter: Die Schuldgefühle des Liberalen gehen auf drei Faktoren zurück, die alle miteinander zusammenhängen:
1. seine Rebellion gegen den Vater („schlechtes Gewissen“);
2. er ist sich nie sicher, was falsch und was richtig ist (Unsicherheit, die durch schuldbewußtes Gutmenschentum ständig wettgemacht werden muß);
3. es fehlt ihm die Rückbindung (religio) zum bioenergetischen Kern („die Vergebung der Schuld“).
Schuld ist in der Muskulatur festgefahrene Energie. Wie der Masochist strebt der Liberale deshalb danach die Spannung zu lösen, indem er „das ganze System“ zerstört. Das erklärt seinen subversiven Haß auf den Kapitalismus und das Patriarchat.

Jean: „1. seine Rebellion gegen den Vater (“schlechtes Gewissen”);“
Wenn der Vater die Identifikation ermöglicht, weil er mit seiner Macht verantwortlich umgeht, und auch die natürliche Selbständigkeit der verschiedenen Altersstufen nicht als tiefe Verunsicherung erlebt, warum sollte es dann eine Rebellion geben? Dann würden doch aufrechte Konservative entstehen
Sorgt nicht erst der Machtmissbrauch des Elternteils für die Schuldgefühle? Dann wäre die Rebellion nur eine Erklärung auf einer späteren Ebene, die die Vorgeschichte außer acht lässt, und die so eine Art „Schuldumkehr“ gegen die „verschlagenen Liberalen“ ermöglicht (auf charakterlicher Ebene gesehen).
Auf der Erwachsenen- Ebene sind wir natürlich alle für die realen Taten und Unterlassungen unseres Lebens verantwortlich.

Jean: Über die Thesen Konias denke ich, angeregt durch das Blog, schon länger nach und habe auch das Buch.
Konservative erlauben sich eher körperliche Gewalt und haben kein Problem mit entsprechender Aggression (Armee-Einsätze, Polizei), was die „Linken“ offiziell ablehnen, es sei denn es dient der „guten Sache“ und schützt sie vor den Rechten Sind das nicht eher verschiedene Strategien, das eigene Opfer- Erleben loszuwerden? Die Rechten sagen sich, nie wieder mit mir, ich bin jetzt Täter und nicht mehr Opfer, die Linken sagen sich, wir müssen Mitgefühl mit allen Opfern haben (Identifikation), und weil es denen so schlecht geht mit allen Mitteln durchgreifen und werden dann zu Tätern. Oder bin ich da nur auf einer anderen (nicht charakterologischen) Ebene?
Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich schlecht. Anstatt die eigene Ohnmacht und das Opfer-sein zu erleben, wird diese Erleben abgespalten und mit verschiedenen Rationalisierungen begründet, warum man wen zu bekämpfen hat.
Der Mittelweg, der sich durch Verantwortung, Selbstreflexion, Mitgefühl und Respekt vor sich selbst und den Mitmenschen auszeichnet, fällt uns ja auch nicht einfach in den Schoß, sondern muss im täglichen sozialen Miteinander gestaltet werden. Dazu finde ich im Buch keinen Verweis, wie das gehen soll, keine positiven Beispiele, außer der Positierung, die Konservativen seien das kleinere Übel. Das Buch lässt mich in dieser Hinsich ratlos zurück.

Peter: Was kann getan werden? Die Emotionelle Pest kann sich nur entfalten, weil niemand weiß, daß sie überhaupt existiert. Gleichfalls bestimmt die Politik (eine besondere Ausprägung der Emotionellen Pest) unser Leben, weil wir irrwitzigerweise glauben, es gehe tatsächlich um „Sachfragen“, tatsächlich geht es nur darum, daß Menschen ihre jeweilige Charakterstruktur ausleben. Der Wahnsinn regiert unser Leben! Politik an sich ist das Problem, weshalb man jene unterstützt, die noch am wenigsten „politisch“ sind.
Es gibt in der Gesellschaft keine einzige Organisation, Institution, die die Arbeitsdemokratie vertritt. Nicht eine! Alles wird von der Politik verpestet. Langfristig geht es darum, solche Organisationen, Institutionen aufzubauen. Die Initiative kann dazu aber nur aus den Massen hervorgehen. Aus diesem Grund kann man nur aufklären (siehe oben) und inzwischen das tun, was Konia & Co. tun.

Jean: „Nein, tendenziell dürfen die Kinder ihren Zorn und die Wut ausleben, was der große Unterschied zur autoritären Erziehung ist.“
@Sebastian: Danke für die Erklärung! Sie führt mich zu weiteren Fragen. Ich habe in meinem Umfeld Kontakt zu einigen Eltern, die den Ausdruck von Zorn oder Wut ihrer Kinder nicht als Appell sehen, eine Situation zu klären, sondern die dann moralisch reagieren (das macht man nicht! Sei nicht wieder so bockig! – sonst gibts kein …) Dabei können die Kinder über den Umgang mit ihren Gefühlen nichts lernen außer, dass diese unerwünscht sind und deren Ausddruck dazu führt, dass man manipuliert wird.
Ich weiß natürlich nicht, wie es generell in den Familien aussieht. Im Schulsystem wird aber genau die gleiche Haltung vermittelt, den Kindern wird ebenfalls nicht geholfen und auch nicht vorgelebt, mit ihren Gefühlen umzugehen. Daraus schließe ich, dass dies der momentane gesellschaftliche Konsens ist.
Hier im Blog wird oft von primären und sekundären Impulsen gesprochen, deren klare Unterscheidung für die Entwicklung wesentlich ist. Das scheint mir sehr schlüssig. Wie aber sollen das Eltern (oder Pädagogen) leisten, die selbst durch diese „Erziehung“ gegangen sind? Zumal das Umfeld Druck ausübt, den Schein zu wahren.

Peter: Eines der Hauptprobleme scheint mir zu sein, die ungeheure Intensität der Emotionen von Kindern zu ertragen. Als Erwachsener ist man je nach dem vollkommen sprachlos, erschrocken, reagiert mit Angst oder mit Wut oder gar mit Trauer („Was habe ich jetzt wieder falsch gemacht!“). Verkomplizierend kommt wirklich hinzu, daß man manchmal wirklich nicht recht weiß, ob die Reaktion nun besonders gesund oder besonders krank ist. Etwa wenn ein 4jähriger wirklich total ausrastet, wenn man ihn bei „Mensch ärgere nicht“ (!) mal nicht gewinnen läßt.

Zu „Eine gleichgeschlechtliche Beziehung ist eine Partnerschaft, keine Ehe“

Robert: Es hat geradezu etwas irrsinniges, dass die westlichen Gesellschaften die Sodomitenehe einführten, während sie am schrumpfen sind. Ganz anders dagegen Präsident Putin, der sein Volk schützt:
„Russland, das viele Jahre gegen einen Bevölkerungsschwund kämpfen musste, hat 2012 erstmals einen Zuwachs verzeichnet. Seit 2007 werden russischen Familien für jedes zweite und nachfolgende Kind, das sie gebären oder adoptieren, vom Staat Einmalzahlungen (sog. Mutterschaftskapital) gewährt, die zuerst umgerechnet rund 6200 Euro betragen und in diesem Jahr 10150 Euro erreicht haben.“
http://russland-heute.de/in_brief/2013/01/24/putin_kuendigt_drei-kinder-politik_an_21581.html
Es ist wohl kein Zufall, dass die Schwulenpropaganda in Russland immer mehr eingeschränkt wird.

David: … und in diesem Jahr 10150 Euro erreicht haben.
Das ist viel Geld, wenn man bedenkt, dass in Russland das Lohnniveau fast zehnmal niedriger ist als in Deutschland!
Aber sinnvoll ist diese Maßnahme auf jeden Fall.
Es ist wohl kein Zufall, dass die Schwulenpropaganda in Russland immer mehr eingeschränkt wird.
Selbstverständlich hat jemand, der so ist, ein Problem, denn Homosexualität ist nach weitverbreiteter Ansicht Veranlagung; aus Sicht der Orgonomie Ergebnis einer neurotischen Fehlentwicklung – wo der / die Betroffene – ohne wirksame Therapie – keine Möglichkeit hat, die zu ändern oder rückgängig zu machen.

Robert: Ob jemand homosexuell ist, ist vollkommen unwichtig. Er schadet damit niemanden. Es geht um unsere staatliche Schwulenpropaganda, die immer mehr die Familienpolitik ersetzt und nichts gegen den Schwund der Bio-Deutschen und der moslemischen Masseneinwanderung unternimmt.

David: Dr. Konia hat gesagt:
Im Vergleich zu einer Ehe ist eine Partnerschaft eine eher oberflächliche Beziehung, da sie nicht aus dem biologischen Bereich, sondern aus dem sozialen Bereich stammt.
Das ist nicht wahr; in einzelnen Fällen kann eine Partnerschaft emotional und tief sein.
Wahr ist lediglich, dass die homosexuelle Partnerschaft nicht zur Fortpflanzung führt.

Zu „Die Stimmung im Volke lautet heutzutage: Weder links noch rechts!“

Klaus: „Konflikte zwischen der Linken und der Rechten sind Ausdruck großer biologischer Unterschiede in der Art und Weise wie Menschen denken“:
der Punkt, der öffentlich nicht in die Köpfe geht: dass links und rechts eher Mentalitäten entsprechen als rationalen Antworten; komisch, aber verständlich, wie sich jeder neue Kopf und jede neue Gruppe in der Politik daher früher oder später in das Links-Rechts-Spektrum einordnet. Eben das spricht für eine biologische Grundlage dieser Mentalitäten.
„können wir höchstens hoffen, daß die Menschen ihre Stimme dem weniger destruktiven Kandidaten geben“: das kleinere Übel wählen; schon Politik ist ein kleineres Übel; und in der Politik gibt es dann wieder größere und kleinere Übel.

Peter: Was mich an der Politik immer wieder verwundert, ist, daß egal unter welchen Verhältnissen und in welchem Land sich immer zwei gleich große Gruppen ausbilden und Wahlen dann entweder 51:49 oder 49:51 entschieden werden. Die „fortschrittlichen“ (?) und „rückschrittlichen“ (?) Kräfte blockieren sich gegenseitig, daß sich ja nichts wirklich bewegt (bzw. nur ein ganz klein wenig). Es ist, als leide die gesamte Gesellschaft unter einer großen Neurose.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.12.

24. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 5.a.

25. März 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

a. Biologie

Der kosmische Energiewirbel

15. Dezember 2015

Es war eine halsbrecherische Gradwanderung, als sich Reich von der Psychologie und Soziologie der Biologie, Physik und schließlich der Astronomie zuwandte. Als sozial engagierter Psychoanalytiker war es ihm ein Leichtes in den ersten beiden Bereichen die damals führenden Wissenschaftler zu kritisieren. In den drei anderen Bereichen war er jedoch Laie, d.h. er hätte einer Fachdiskussion zwischen den Vertretern der jeweiligen Disziplinen kaum folgen, geschweige sich kritisch einbringen können. Das wird unmittelbar evident, wenn in seinen späteren Werken beispielsweise die eine oder andere Auslassung über die Physik schlichtweg falsch ist bzw. deutlich wird, daß er die entsprechenden Konzepte der Physik nicht wirklich verstanden hat.

Umso erstaunlicher ist es, daß umgekehrt so manche Theoriebildung in den Naturwissenschaften ihrerseits laienhaft, teilweise geradezu lächerlich wirkt, wenn man die betreffenden Phänomene von der Entdeckung des Orgons her betrachtet. In dieser Hinsicht ist Reich die eine große Anomalie in der Geschichte der Wissenschaften.

Betrachten wir dazu die Zwerggalaxie Segue 1, die knapp außerhalb unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, liegt. Mit seinen gerade mal 1 000 Sternen ist Segue 1 wirklich winzig. Trotzdem hat die Zwerggalaxie ein Gewicht von 600 000 Sonnenmassen. Daß die Zwerggalaxie nach neusten Forschungen 3 400 mal mehr Masse besitzt als man aus ihren sichtbaren Sternen schließen kann, gehe auf die „Dunkelmaterie“ zurück, von der Segue 1 mehr beherberge als jede andere Galaxie, die bisher beobachtet wurde.

Hat man Segue 1 „gewogen“, um seine Masse zu ermitteln? Hat man die dunkle Materie „gesehen“? Nein, natürlich nicht. Auf die Masse schließt man über die „Himmelsmechanik“. Auf die Dunkelmaterie schließt man wegen der Diskrepanz zwischen der sichtbaren Materie und den tatsächlich beobachteten Auswirkungen der Gravitation. Dunkelmaterie ist per Definition unsichtbar, d.h. „dunkel“.

Um bestimmen zu können, wieviel Dunkelmaterie sich in der Galaxie befindet, untersuchten die Forscher die Bewegung ihrer sichtbaren Sterne und stellten fest, daß sich die Galaxie nicht einfach als Sternenhaufen als Ganzes bewegt, sondern die Sterne sich auch untereinander bewegen.

Wenn die vielleicht 1 000 Sterne alles wären, was Segue 1 ausmacht, mit einem klitzekleinen Zusatz an Dunkelmaterie, würden sich die Sterne ungefähr mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen. Die (…) Daten zeigen jedoch, daß sie es nicht tun. Statt sich relativ zur Milchstraße mit einer stetigen Geschwindigkeit von 209 km/sec zu bewegen, bewegen sich einige der Segue 1-Sterne mit einer Geschwindigkeit von nur 194 km/sec, während andere 224 km/sec schnell sind. „Das sagt dir, daß Segue 1 weit mehr Masse besitzen muß, um die Sterne auf diese Geschwindigkeiten zu beschleunigen”, sagte Marla Geha, eine Astronomin von der Yale University in einer Mitteilung. Geha, zusammen mit Joshua Simon von der Carnegie Institution of Washington und Kollegen gaben 2008 das erste Mal Hinweise auf die Gehalt der Galaxie mit Dunkelmaterie bekannt, die neue Untersuchung liefert jedoch stärkere Belege.

Segue 1 sei aber nicht nur wegen der Dunkelmaterie von Interesse, sondern auch weil es eine außergewöhnliche Ansammlung „fast primordialer Sterne“ sei, d.h. Sterne, die kurz nach dem Urknall entstanden seien und entsprechend noch kaum schwere Elemente enthalten, die erst später in Sternen „erbrütet“ wurden. Unsere Sonne hätte den 2 500fachen Eisengehalt als die sieben Segue 1-Sterne, die untersucht wurden. Von den Milliarden Sternen der Milchstraße kennen wir gerade mal 30 mit einem ähnlich niedrigen Eisengehalt.

Außerdem hofft man, daß Segue 1 endlich Licht auf die geisterhafte Dunkelmaterie werfen wird. Man erwartet eine schwache Gammastrahlung, die durch die Kollision der Teilchen entstehen könnte, aus denen sich die Dunkelmaterie vielleicht zusammensetzt, konnte bisher aber nichts in dieser Richtung registrieren.

So bleibt das vielleicht größte Rätsel der modernen Wissenschaft, die Dunkelmaterie, vorerst ungelöst. Ein Rätsel, das Reich bereits vor 70 Jahren gelöst hat, denn mit Hilfe seiner Entdeckung des Orgons und seiner daraus abgeleiteten Theorie der „kosmischen Überlagerung“ sind die hier aufgeworfenen Probleme spielend leicht zu erklären.

Die Milchstraße ist nichts anderes als ein Orgonenergie-Wirbel, in den ständig frische kosmische Orgonenergie einfließt. Dies wird u.a. daran evident, daß sich die Galaxie nicht nach den von Kepler bei unserem Sonnensystem entdeckten Gesetzen bewegt. Trotzdem die Sterne ähnlich wie die Planeten um die Sonne um einen gigantischen massereichen Galaxiekern kreisen, durchqueren sie ihre Kreisbahnen zum Rande der Galaxie hin nicht immer langsamer, wie es etwa bei den Planeten der Fall ist, man vergleiche nur die Umlaufzeit des Pluto mit dem des Merkur, sondern die Bewegungskurve der Galaxie ist „flach“, d.h. die Milchstraße dreht sich fast wie eine Schallplatte.

Als die Astronomin Vera Rubin die Bewegungskurven von Spiralgalaxien Anfang der 1970er Jahre maß, postulierte sie die „Dunkelmaterie“, die sich (ausgerechnet, d.h. gegen alle Gesetze der Physik!) am Galaxierand ansammelt und so der Gravitation des Galaxiekerns etwas entgegenzusetzen hat.

Reichs Theorie kommt ohne diese absurden Hypothesen aus: die kosmische Orgonenergie fließt von außen („vom Rand her“) in die Spiralgalaxien hinein und treibt entsprechend die äußeren Sterne zusätzlich an. Im Gegensatz zum unsichtbaren Gespenst „Dunkelmaterie“ kann man diese blaue Energie sogar sehen:

Sternenansammlungen („Zwerggalaxien“), die sich in unmittelbarer Nähe von Spiralgalaxien befinden, werden von diesen sich überlagernden kosmischen Orgonenergie-Strömen ähnlich beeinflußt wie die „randständigen“ Sterne der Spiralgalaxien selbst.

Tatsächlich handelt es sich bei den Sternen von Segue 1 höchstwahrscheinlich nicht um besonders alte, sondern um besonders junge Sterne. „Frische“ Produkte der kosmischen Überlagerung am Rande der Milchstraße. Die Schöpfung findet (in kosmologischen Zeitbegriffen) hier und heute statt, nicht in einem hypothetischen „Urknall“ vor zig Milliarden Jahren!

Ein anderes Beispiel fand sich bei der Erforschung der beiden kleinen elliptischen Galaxien Fornax und Sculptor (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Spiralgalaxie!), die beide fast identisch aussehen. Hier die Sculptor-Zwerggalaxie:

Beide Zwerggalaxien sind genauso wie Segue 1 Satelliten der Milchstraße.

Matt Walker vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics und Jorge Peñarrubia, University of Cambridge haben die Dunkelmaterie in diesen Galaxien untersucht und sind erneut zu einem Ergebnis gekommen, das die mechanistische Astronomie in ihren Grundfesten erschüttert.

Man stellt sich die dunkle Materie als eine Art zähen Brei vor, der sich, wie bereits gesagt, nur anhand seiner Schwerkraft äußert. Die entsprechenden Computermodelle zeigen, daß die Dunkelmaterie im Zentrum der jeweiligen Formation am dichtesten sein muß. Klar, sie verhält sich ganz nach den Gesetzen der Schwerkraft! Die neueren Messungen zeigen aber, daß die Dunkelmaterie mehr oder weniger gleichmäßig über die Zwerggalaxien verteilt ist.

Das ist ganz ähnlich wie ich es bei Segue 1 für Spiralgalaxien erläutert habe, wo die Dunkelmaterie ausgerechnet am Rande der Galaxien wirksam wird – dort wo frische Orgonenergie spiralförmig einfließt.

Neuere Forschungen weisen sogar darauf hin, daß das Universum als Ganzes vom kosmischen Energiewirbel geprägt ist. Wie in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen erwähnt, ist die Drehrichtung der Galaxien (nach links oder nach rechts) nicht gleichmäßig verteilt, sondern die Anzahl der Galaxien, die sich gegen den Uhrzeigersinn drehen, ist statisch signifikant höher. Das deutet darauf hin, daß sich das gesamte Universum dreht! Hinzu kommt die Partikularbewegung des Lesers des NACHRICHTENBRIEFs:

  1. Die Erde kreist mit 29,78 km/sec um die Sonne.
  2. Die Sonne kreist mit 249 km/sec um das Zentrum der Milchstraße.
  3. Die Milchstraße wird mitsamt ihren Nachbargalaxien mit etwa 400 km/sec in Richtung des „Großen Attraktors“ gezogen.
  4. Die Lokale Gruppe, zu der die Milchstraße gehört, und weitere Millionen Galaxien in einer Entfernung von bis zu drei Milliarden Lichtjahren rasen mit über 700 km/sec in Richtung des Sternbilds Wasserschlange: der „Dunkle Fluß“.

Das Ende der Urknalltheorie

31. Juli 2015

Die beiden Astronomen John D. Barrow und Joseph Silk stellten in den 1980er Jahren fest:

Die Entdeckung der Expansion des Kosmos war die wohl einschneidendste in der Geschichte der Naturwissenschaften überhaupt. (Die asymmetrische Schöpfung, München 1986)

Die Expansion wird darauf zurückgeführt, daß die Welt einen Anfang hat, d.h. bei einem „Urknall“ aus dem Nichts hervorgegangen ist und noch heute wie ein Hefeteig im Backofen aufgeht!

Es läßt sich aufzeigen, daß der „Urknall“ durch die vorgelegten wissenschaftlichen „Beweise“ nicht belegt wird und daß sich die angeblich „einschneidenste wissenschaftliche Entdeckung“ nicht auf die „Expansion des Kosmos“ bezieht, sondern auf das kosmische Orgonenergie-Kontinuum.

Nicht von ungefähr stand an der Wiege des szientistischen Dogmas vom „Urknall ex nihilo“ ein katholischer Priester. 1927 erfuhr der belgische Mathematiker Abbé Georges Lemaître, den man später „Vater des Urknalls“ nannte, in einem Seminar des Astronomen Edwin Hubble, daß in den Spektren der Galaxien eine Rotverschiebung auftritt, die um so größer wird, je lichtschwächer, also je weiter entfernt die Galaxien sind.

Lemaître interpretierte die Erscheinung sofort als „Doppler-Effekt“. Rast an uns ein Rennauto vorbei, wird die Tonfrequenz immer länger, der Ton tiefer. Genauso wird das Licht der Galaxien mit zunehmender Entfernung, röter, – da sie sich vom Beobachter entfernen. Das ist genauso wie in einem aufgehenden Rosinenkuchen, wo sich auch alle Rosinen, egal welche Rosine man als Beobachtungspunkt wählt, voneinander fort bewegen.

Auf diese Weise schloß Lemaître von der Rotverschiebung auf die Expansion des Kosmos, die er wiederum auf einen „Urknall“ zurückführte, wobei er an eine Interpretation der Allgemeinen Relativitätstheorie durch den russischen Mathematiker Alexander Friedmann von 1922 anknüpfte.

Lemaìtre machte den Big Bang zu einem festen Bestandteil des wissenschaftlichen Sprachgebrauchs. (Nigel Calder: Einsteins Universum, Frankfurt 1980)

Die Urknalltheorie verliert zusehends an Boden. So meinte der inzwischen verstorbene Carl Friedrich von Weizsäcker in einem ZDF-Interview anläßlich seines 75ten Geburtstages, daß der

Urknall wahrscheinlich schon wieder ein Mythos [ist]. Und zwar ein Mythos der ausdrückt, daß sich die Menschen des 20sten Jahrhunderts die Wirklichkeit nicht anders als explosiv vorstellen können. Das ist eine Aussage über den Menschen. Und zwar über den Menschen einer ganz bestimmten Zeit, die ihre absurde Hoffnung auf die Explosion setzt. Das ist eine Aussage über uns.

Der Urknall hat so weniger mit den Sternen als mit unserer sadistischen (mechano-mystischen) Charakterstruktur zu tun.

Wann ereignete sich der Urknall? Den Urknalltheoretikern bieten sich drei Methoden zur Beantwortung dieser Frage an:

  1. die nukleare Chronologie, bei der von den Halbwertzeiten der radioaktiven Isotope ausgegangen wird, die beim „Urknall“ entstanden sein müssen;
  2. wird das Alter der ältesten Objekte im Universum bestimmt; und
  3. wird die Expansion bis zum „Urknall“ zurückgerechnet.

Die Werte, die man dergestalt erhalten hat, schwanken zwischen 8 und 20 Milliarden Jahren, so daß alles gegen eine gemeinsame Ursache (den „Urknall“) spricht.

Wie sehr die Urknalltheorie faktenlos in der Luft hängt und so mehr ins Gebiet der Religion gehört, sieht man z.B. am folgenden Problem: Nach dem Urknall und vor den ersten Supernovae sollte sich eine Generation von Sternen der „Population III“ gebildet haben, die ausschließlich aus den Elementen Wasserstoff, Deuterium, Helium und Lithium besteht. Diese Sterne der ersten Generation, die sich aus dem primordialen kosmischen Gas allein gebildet haben sollten, sind aber nicht aufzufinden.

Stimmt die Urknalltheorie, müßten wir am Rande des Universums die Welt so sehen, wie sie genau nach dem „Urknall“ war. Vorausgesetzt die bisherige Interpretation ihrer Rotverschiebung ist richtig, findet man dort draußen die „Quasare“, die aus jenem Material bestehen sollten, das direkt aus dem Urknall hervorgegangen ist. Dann stellt sich aber die Frage, woher die schweren Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff kommen, die man in den Spektren der Quasare fand. Im Urknall selbst können sie nicht entstanden sein.

Danilo Marchesini von der Tufts University in Massachusetts und Forscher anderer Universitäten haben herausgefunden, daß einige der größten Galaxien (fünf bis zehnmal so groß wie unsere Milchstraße) möglicherweise Milliarden von Jahren früher entstanden sind, als das Urknallmodell vorausgesagt hat, d.h. bereits eineinhalb Milliarden Jahre nach dem angeblichen „Urknall“.

Die Galaxien sind so weit entfernt, daß sie vor allem im infraroten Bereich leuchten.

Mehr als 80 Prozent dieser Galaxien leuchten sehr stark, was darauf hinweist, daß sie extrem aktiv sind und sich in einer Wachstumsphase befinden, ganz im Gegensatz zu den großen Galaxien in unserer Umgebung, die ruhig sind und in denen sich kaum neue Sterne bilden.

Dieser Befund unterstützt natürlich wieder die Urknalltheorie und deutet ansonsten „nur“ darauf hin, daß an der gängigen Theorie der Galaxienbildung etwas nicht stimmen kann, derzufolge solche großen Galaxien so kurz nach dem Urknall unmöglich sind.

Das ganze könnte aber auch auf etwas zurückzuführen sein, auf das ich in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemem hingewiesen habe: daß Galaxien, in denen sich Materie bildet, nicht wegen einer großen Distanz eine hohe Rotverschiebung aufweisen, sondern weil sich die Materie in ihnen erst bildet, deshalb die Elektronenbahnen um die Atomkerne größer sind und entsprechend das emittierte Licht „röter“ ist. (Was man wiederum nicht mit dem „ORANUR-Rot“ alter Materie verwechseln darf!)

Der Urknalltheorie zufolge müßte das Universum denkbar einfach strukturiert sein: in unserer Umgebung die ältesten Galaxien und je weiter wir ins Universum blicken (d.h. „zurückblicken“) desto jünger und primitiver sollten die Galaxien sein, die wir sehen. Ein Blick ins Universum sollte zeigen, wie sich die Galaxien entwickelt haben. Das ist eindeutig nicht der Fall, schon gar nicht sollte man die eingangs erwähnten gigantischen Galaxien nur eineinhalb Milliarden Jahre nach dem Urknall beobachten können!

Bereits 1951 war der Astronomin Vera C. Rubin aufgefallen, daß die gerade mal hundert Galaxien, die damals bekannt waren, nicht einfach „der Expansionsbewegung des Universums“ folgten, sondern zusätzlich „merkwürdige Bewegungen im Weltraum“ vollführten. Heute weiß man, daß Ströme von 10 000 bis 20 000 Galaxien das Weltall durchfließen. Seit dem „Urknall“ ist einfach noch nicht genug Zeit verstrichen, als daß sich derartig großräumige Bewegungen hätten ausbilden können.

Ein weiteres Indiz gegen den „Urknall“ ist der hohe Grad an Strukturierung, den das Universum aufweist. Die Galaxien ordnen sich wie in einem Schweizer Käse um Löcher freien Raumes an, in denen normalerweise tausende von Galaxien vorhanden sein sollten. Außerdem hätten sich die großen kosmischen Strukturen aus anfänglichen Dichteschwankungen im „Urknall“ entwickeln müssen. Dies wiederspricht aber der gemessenen Gleichförmigkeit der kosmischen Hintergrundstrahlung, die bislang als definitiver Beweis für den „Urknall“ galt. Wären nach dem Urknall Dichteschwankungen des notwendigen Ausmaßes aufgetreten, müßten sich diese in entsprechenden Dichteschwankungen der Hintergrundstrahlung widerspiegeln.

Die Hintergrundstrahlung wurde vollkommen zufällig 1965 entdeckt und als Restwärme des „Urknalls“ interpretiert, den man sich als „expandierenden Feuerball“ vorstellen kann. Die Isotropie der Hintergrundstrahlung widerspricht dieser Interpretation, auch läßt sich das Spektrum dieser Strahlung beispielsweise mit der „Eisennadel-Theorie“ von Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe erklären.

Nach deren Theorie ist die Hintergrundstrahlung auf das Licht der Sterne zurückzuführen, das durch winzige Staubteilchen und schließlich durch „Eisennadeln“ in längerwellige Mikrowellenstrahlung umgewandelt wird. Diese Eisennadeln mit einem Durchmesser von etwa zehn Mikrometer und einer Länge von etwa einem Millimeter sollen in Folge von Supernovas entstehen.

Alle Aspekte des beobachteten Mikrowellen-Hintergrundes wie seine Temperatur von 2,7 K, seine Isotropie (Richtungsunabhängigkeit) und seine Gleichförmigkeit lassen sich also mit einem Modell erklären, das sich überhaupt nicht auf den Ursprung des Universums bezieht. Sind alle diese Überlegungen richtig, so bringen sie die Hauptstütze der Urknalltheorie ins Wanken – wenn nicht gar zu Fall.

Der Orgonom Charles Konia hat vor 35 Jahren im Journal of Orgonomy die Hintergrundstrahlung als Äußerungsform der kosmischen Orgonenergie interpretiert und dabei auf Reichs Werk Äther, Gott und Teufel zurückgegriffen, welches 30 Jahre vorher veröffentlicht worden war. Während Hoyles und Wickramasinghes Hypothese von den Sternen ausgeht, deren freigesetzte Energie zuerst von den winzigen Staubteilchen in den Galaxien in Infrarotstrahlung und später von den Eisennadeln in Wärmestrahlung größerer Wellenlänge umgewandelt wird, interpretiert Konia die Hintergrundstrahlung schlicht als – Wärmestrahlung.

Die Hintergrundstrahlung ist demnach ein Phänomen, das man im Labor nachvollziehen kann. Innerhalb eines Orgonenergie-Akkumulators (ORAC) ist es wärmer als außerhalb, weil in ihm die Orgonenergie in einer höheren Konzentration vorliegt. Genauso ist, Konia zufolge, die kosmische Hintergrundstrahlung

einfach eine Messung von überschüssiger Wärme. Obwohl die Beziehung zwischen dieser Messung überschüssiger Wärme im Weltraum zur Temperaturdifferenz beim ORAC noch nicht ganz verstanden ist, gibt es anscheinend keinerlei tieferen Gründe, die Annahme in Frage zu stellen, daß das Phänomen eine unmittelbare Äußerungsform der kosmischen Orgonenergie im Weltraum ist, genauso wie die Temperaturdifferenz beim ORAC eine direkte Messung dieser Energie auf der Erde darstellt.

Unterstützt wird diese Interpretation durch einen Effekt, den vor 45 Jahren die beiden Physiker Rashid Sunyaev und Yakov Zel’dovich vorausgesagt hatten. Beim „Sunyaev-Zel’dovich-Effekt” oder „Schattenphänomen” handelt es sich darum, daß die „heißen Gase“ in Galaxienhaufen die Hintergrundstrahlung ein wenig energiereicher machen.

Zunächst wurden diese „Schatten“ bei bereits bekannten Galaxie-Clustern entdeckt. Nun sucht man nach solchen „Schatten“, um bisher unbekannte, d.h. im sichtbaren Licht nur sehr schwer beobachtbare Cluster ausfindig zu machen.

Galaxiehaufen sind nichts anderes als Orgonenergie-Konzentrationen, aus denen heraus sich Materie (die Galaxien) kondensiert hat. Die höhere Energiekonzentration äußert sich in der höheren Temperatur der Hintergrundstrahlung. (In der Abbildung unten steht blau ausnahmsweise für wärmer = energiereicher = „blauere“ Strahlung.)

Als letzte Stütze der Urknalltheorie bleibt die Interpretation der Rotverschiebung als Doppler-Effekt, die auch von Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe nicht in Frage gestellt wurde. Dieser Interpretation ist Courtney F. Baker 1970 im Journal of Orgonomy (unter dem Pseudonym Frederick Rosenblum) entgegengetreten.

Schon 1929 hatte Fritz Zwicky seine „Müdes-Licht-Hypothese“ vorgebracht, wonach das Licht auf seinem langen Weg durch das Universum an Energie verliert, „ermüdet“, und deshalb röter wird. Gegen Zwickys Theorie führt Edward R. Harrison (Kosmologie, Darmstadt 1983) jedoch folgende vier Einwände an:

  1. Es gibt in der bisherigen Wissenschaft keine erfolgreiche Erklärung dafür, warum das Licht ermüden sollte. Wäre z.B. die Wechselwirkung mit intergalaktischem Gas die Ursache, würde das Licht gestreut und punktförmige Lichtquellen verwischt werden. Und hypothetische Mechanismen, die man hier erfinden könnte, „sind selten ein attraktiver Ersatz für ein bekanntes Gesetz“.
  2. Für Harrison ist es merkwürdigerweise eine „seltsame Vorstellung“, daß das Universum nicht expandiert“ „Es ist unwahrscheinlich, daß dies stimmt, denn sie muß erklären, warum das Universum statisch ist und warum die Rotverschiebung (…) dieselbe für einen weiten Bereich von Wellenlängen ist.“
  3. Eine alternative Hypothese müßte genauso wie die Urknalltheorie auch die kosmische Hintergrundstrahlung erklären können.
  4. „In einem statischen Universum, in dem Strahlung ermüdet und mit wachsendem Alter röter wird, nimmt die Entropie ab, und noch niemandem ist es bisher gelungen zu sagen, wohin sie geht.“

Wie steht es nun um Bakers Theorie angesichts dieser Einwände? Durch den Komplex von Reichs ORANUR-Experimenten wissen wir, daß die Orgonenergie mit elektromagnetischer Strahlung wechselwirkt. Wir haben es also nicht nötig, irgendwelche Mechanismen zu erfinden! Und auch „die moderne theoretische Physik füllt in der Tat das Vakuum gern mit merkwürdigen Partikeln wie dem Higgs-Boson, so daß es nachgrade erstaunlich ist, daß man in einer klaren Nacht die Sterne sehen kann“ (Spektrum der Wissenschaft, Jan. 1987).

Darüberhinaus fallen aber auch Harrisons Einwände weg, daß Licht der Sterne würde durch ein hypothetisches Medium verwischt und daß ferner eine unterschiedliche Wirkung auf verschiedene Wellenlängen vorliegen müßte, denn die Orgonenergie besteht ja eben nicht aus Partikeln, die das Licht bei unterschiedlichen Wellenlängen brächen, sondern es ist ein ununterbrochenes Kontinuum.

Nicht die „Müdes-Licht-Hypothese“ ist wissenschaftlich inkonsistent, sondern die herkömmliche Erklärung der Rotverschiebung: das expandierende Universum, das durch die Rotverschiebung „entdeckt“ wurde, „erklärt“ die Rotverschiebung!

Das vierte Gegenargument entpuppt sich als größte Stütze der Bakerschen Erklärung: Die Rotverschiebung ist jener Prozeß, bei dem sich die sekundäre Energie in primordiale Energie zurückverwandelt! Dabei nimmt die Entropie ab und kehrt in den kosmischen Orgonenergie-Ozean zurück, aus dem sie im Verlauf des kosmischen Orgonenergie-Metabolismus hervorgegangen ist. Die Sterne nehmen das kosmische Orgon auf, wandeln es in sekundäre Energie um, die in Form von Licht abgestrahlt wird. Und während sich diese elektromagnetische Strahlung durch das Orgonenergie-Medium ausbreitet, fließt langsam die dem kosmischen Orgonenergie-Ozean entnommene Energie in diesen zurück. Dies äußert sich als Rotverschiebung.

Formell läßt sich das mit folgender Gleichung von Baker ausdrücken:

Dabei steht E für die Energie des auf der Erde registrierten Photons, E0, für die ursprüngliche Energie, die es bei der Ausstrahlung noch hatte, a für die Entfernung des abstrahlenden Objekts und K für die Konstante, die die Energieabsorption durch das kosmische Orgon ausdrückt.

Die Rotverschiebung z selbst kann man dann wie folgt ausdrücken:

Hier steht λ0 für die Wellenlänge, bzw. die Spektrallinie eines Elements im Laboratorium und λ im Licht der betreffenden Galaxie.

Aus Gleichung 1 und 2 ist ersichtlich, daß die Energieabsorption, und damit die Rotverschiebung, unabhängig von der Wellenlänge, bzw. der Frequenz des Lichts ist. Es ist jedoch die Frage, ob es sich bei K wirklich durchgehend um eine feststehende Konstante handelt.

Die Quasare haben sehr große Werte für die Rotverschiebung, die sogar über z = 1 und z = 2 liegen. Was deshalb so erstaunlich ist, weil ein Objekt mit z = 1 sich eigentlich mit Lichtgeschwindigkeit von uns fortbewegen müßte, was natürlich unmöglich ist. Die Physiker haben ihre Tricks, die unmöglichen Werte nachträglich zu normieren, aber das bedeutet immer noch, daß die Quasare extrem weit von uns entfernt liegen. Und das macht die Sache noch irrealer, als die z-Werte ohnehin schon sind. Denn diese angeblich so bannig weit entfernten Objekte sind einerseits sehr klein, was aus ihren extrem kurzen Perioden bei Strahlungsschwankungen ersichtlich ist, haben aber eine sehr große Strahlungsintensität: tausendfach stärker als tausendmal größere Galaxien! Es ist kein physikalischer Prozeß bekannt, der auf so kleinem Raum derartig alle Grenzen sprengende Energiemengen erzeugen könnte. Man kann sich kaum etwas bizarreres vorstellen als Quasare!

Aber bedeuten die sehr großen z-Werte unbedingt, daß die Quasare auch sehr weit entfernt liegen? K gibt an, wie stark die Energie des Lichts absorbiert wird, folglich müssen Objekte, die von einer sehr starken Orgonenergie-Konzentration umgeben sind, nach Gleichung 2 weiter entfernt erscheinen, als sie es in Wirklichkeit sind. Das könnte die Lösung des Quasar-Rätsels sein. Oder natürlich der oben angeschnittene Mechanismus, der aufgrund der Überlagerungsfunktion junge Materie intrinsisch rotverschoben macht.

Hier eine Darstellung, in der eine optische Hubble-Aufnahme eines Quasars mit der Radioaufnahme seines Jets zusammengefügt wurde:

Für die Urknalltheoretiker sehen wir hier, wenn man so sagen kann, den „Todesschrei“ von Materie, die in ein Schwarzes Loch im Zentrum des Quasars hineinstrudelt und dabei „zerstrahlt“. Der Student der Orgonomie sieht ganz im Gegenteil die Schöpfung von Materie, die ins Weltall hinausgeschleudert wird. Sozusagen den wahren „Urknall“!

Sehen wir vom Spezialfall der Quasare ab, kann man K natürlich einen bestimmten Wert geben. Bei Bakers Konstante K handelt es sich einfach um den Kehrwert der Hubble-Länge L, die sich wie folgt errechnet:

Dabei steht c für die Lichtgeschwindigkeit und H für die „Hubble-Konstante“, die die Beziehung zwischen der Entfernung a und der angeblichen Fluchtgeschwindigkeit v angibt:

Aus der Gleichung 3 und 4 ist zu ersehen, daß es sich bei der Hubble-Länge L, nach klassischer Vorstellung, um den „Radius des Universums“ handelt. Für uns ist es eine grundlegende Eigenschaft des kosmischen Orgonenergie-Ozeans.

Drückt man Hubble-Länge L in der natürlichen Längeneinheit Fermi (10-13 cm) aus, erhält man einen Wert von etwa 1040. An dieser „kosmischen Zahl“ N wäre nichts außergewöhnliches, würde sie nicht in 20 Gleichungen auftreten, die zusammengenommen den Aufbau des Universums bestimmen.

N entspricht nicht nur beispielsweise dem Verhältnis der Hubble-Länge zum klassischen Elektronenradius, sondern findet sich beispielsweise auch in dem Verhältnis des klassischen Elektronenradius zum Gravitationsradius eines Nukleons oder dem des Gravitationsradius eines Sterns zur Planck-Länge.

Zusammen mit dem Wert der Hintergrundstrahlung (2.7 K) und den Gleichungen 1 bis 4 drückt die kosmischen Zahl N grundlegende Eigenschaften der kosmischen Orgonenergie aus.

Interessant ist, was der österreichische Wissenschaftsredakteur Robert Czepel zum Urknall schreibt:

Daß es einen definitiven Anfang der Welt gegeben hat, entspricht unseren Intuitionen eher als die Vorstellung von einem ewig existierenden Universum. Unendlichkeiten sind nicht faßbar, ein Punkt Alpha als Beginn aller Dinge schon eher. Und drittens scheint sich dieses Szenario auch besser mit christlichen Schöpfungslehren zu vertragen. Sofern man den Urknall für jenen Punkt hält, wo die Physik in die Metaphysik übergeht, kann man sich auch auf einen unbewegten Beweger berufen, ohne territoriale Streitigkeiten mit den Kosmologen zu riskieren.

Der amerikanische Physiker Eric Lerner, einer der vielen Kritiker der Urknall-Theorie, halte den Urknall sogar „für nichts anderes als einen ‚altertümlichen Kataklysmus‘ – eine biblische Sintflut im wissenschaftlichen Gewand also“.

Als Beispiel für einen kosmologischen Ansatz ohne Urknall referiert Czepel die Studie „Cosmological Models with No Big Bang“ des Astrophysikers Wun-Yi Shu von der Tsing Hua Nationaluniversität in Taiwan.

In seinem sozusagen „asiatischen“ Weltmodell hätten wir ein ewiges Universum vor uns, in dem sich Perioden von Expansion (in einer solchen befinden wir uns gerade) mit Perioden der Kontraktion ständig abwechselten.

In diesem Universum wären Raum, Zeit und Masse miteinander verschränkt, d.h. Zeit und Raum sowie Länge und Masse könnten ineinander umgewandelt werden. Shu zufolge hingen diese beiden Prozesse von der Lichtgeschwindigkeit und der Gravitationskonstante ab, die keine „kosmischen Konstanten“ seien, sondern Variablen.

Als Beweis für seine Theorie führt Shu die Rotverschiebung bestimmter Supernovae an, die zur Postulierung der „dunklen Energie“ führte – und in seinem Modell überflüssig wird. Ich habe mich in Unbeantwortete Fragen der mechanistischen Wissenschaft bereits damit befaßt. Dort habe ich auch zum Ausdruck gebracht, was ich von derartigen Weltmodellen halte.

Was Shus Theorie für uns interessant macht, ist zunächst sein „pulsierendes Universum“.

Der Orgonom Charles Konia bot 1989, neben der Einwirkung der Orgonenergie auf das Licht, als zweite Erklärungsmöglichkeit für die Rotverschiebung der Galaxien einen Doppler-Effekt aufgrund eines als ganzem pulsierenden und sich gegenwärtig in einer Expansionsphase befindlichen kosmischen Orgonenergie-Ozeans an („The Creation of Matter in Galaxies: Part 2“, Journal of Orgonomy, May 1989). In einer kurzen Einführung in die Orgonomie gab zuvor Elsworth F. Baker die Theorie eines pulsierenden Universums sogar als den Beitrag der Orgonomie zur Kosmologie an (Was ist Orgonomie?).

Noch interessanter ist die von Shu postulierte Umwandlung von physikalischen Größen ineinander.

Reich hat die entsprechenden orgonometrischen Transformationen für Länge und Masse formuliert. Siehe dazu Das ORANUR-Experiment II.

In den letzten Jahren haben die beiden Orgonomen Robert Harman und Charles Konia das entsprechende für Zeit und Raum geleistet. Siehe dazu im IV. Kapitel von Orgonometrie: Teil 1: „Das Wesen von Raum und Zeit“ den Abschnitt „Jenseits der Bewegung“.

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.1-3.

23. Juli 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

Das Geheimnis der dunklen Materie (Teil 1)

15. November 2014

Der Begriff „Dunkelmaterie“ bezeichnet einen Lückenbüßer, ohne den die mechanistische Astronomie nicht auskommen könnte. Für sie werden nämlich die kosmischen Körper einzig und allein von der Gravitation beherrscht. Da diese jedoch mehr Dynamik und Struktur aufweisen, als die Astronomie mit der beobachteten Masse erklären kann, muß es zusätzliche (bis heute) unbeobachtbare, also „dunkle“ Massen geben, die das Übermaß an Dynamik und Struktur im Kosmos erklären.

comagalaxienDunkelmaterie tauchte zum ersten Mal 1933 auf, als Zwicky die Gestalt des Coma-Galaxienhaufens mit Hilfe der Gravitationsgesetze Newtons erklären wollte. Dabei stellte sich heraus, daß die Masse dieses Haufens zehnmal größer sein muß, um ihn zusammenzuhalten, als aus den sichtbaren Sternen abzuleiten ist. Mittlerweile, nachdem man bei umfassenden Rotverschiebungs-Durchmusterungen der Galaxien ein Übermaß an Struktur und Dynamik im Weltall gefunden hat, braucht man die Dunkelmaterie mehr denn je: Unsere Galaxie gehört zusammen mit dem Andromeda-Nebel und etwa dreißig kleineren Galaxien zur „Lokalen Gruppe“, die wiederum ein kleines Anhängsel des „Virgo-Superhaufens“ ist. Als Ganzes betrachtet ordnen sich die diversen Galaxienhaufen im Kosmos zu einem Blasenmuster mit leeren Vakuolen an, in denen normalerweise Tausende von Galaxien vorhanden sein müßten. Auch gibt es, so schließt man jedenfalls aus der Galaxienbewegung, im Universum z.B. einen „Großen Attraktor“, der „notwendigerweise“ etwas sehr Massenreiches (10 000 große Galaxien) sein muß, die größte Struktur, die wir kennen. Leider können wir den Großen Attraktor nicht sehen, weil er auf der Ebene der Milchstraße liegt. Er scheint einen großen Teil des Weltalls in sich aufzusaugen. Auch unser Virgo-Superhaufen fliegt mit 600 Kilometern pro Sekunde in ihn hinein.

Das Standardmodell kommt auch wegen der Isotropie der Hintergrundstrahlung, die die Massenverteilung 300 000 Jahre nach dem Urknall als gleichförmig erweist, nicht ohne Dunkelmaterie aus. Diese exotische Materie hätte, da sie, anders als die damals ionisierte gewöhnliche Materie, nicht mit der elektromagnetischen Strahlung wechselgewirkt hat (bzw. sich früher als gewöhnliche Materie von ihr entkoppelt hat), sich bereits vor diesem Zeitpunkt verklumpen und so die Keime für die späteren Galaxien und Galaxienhaufen zur Verfügung stellen können, ohne die Isotropie des Mikrowellenhintergrundes zu stören.

Das sind jedoch müßige Spekulationen, da die Schulphysik über die gravitative Wirkung hinaus recht wenig zur Dunkelmaterie sagen kann. Offensichtlich wird ein verschwindend kleiner Anteil aus dem bestehen, was wir auch in unserem Sonnensystem vorfinden (Planeten, Monde, Staub, etc.). Darüber hinaus könnte man an „Braune Zwerge“, d.h. Sterne die nicht „gezündet“ haben, und deshalb wie Planeten unsichtbar sind, und an ausgebrannte Sterne (Pulsare, Neutronensterne, erloschene Weiße Zwerge und Schwarze Löcher) denken. (Hinzu kommen hypothetische, vom Urknall übriggebliebene „ursprüngliche“ Schwarze Löcher planetarer Masse.) Aber der weitaus überwiegende Teil, d.h. mehr als 90 Prozent, muß eine der Schulphysik noch vollkommen unbekannte, exotische „nicht-baryonische“ Art von Materie sein.

Als bereits bekannter Kandidat könnten allenfalls großräumige Konzentrationen von Neutrino-Gas genannt werden, da Neutrinos sich bereits einige Sekunden nach dem Urknall von der elektromagnetischen Strahlung entkoppelt haben. Um als Dunkelmaterie tauglich zu sein, müßten die Neutrinos jedoch Ruhemasse besitzen, was bis heute nicht zweifelsfrei feststeht. Da man mit den Neutrinos zwar die großen Strukturen, jedoch nur sehr unbefriedigend die Galaxien erklären kann, die dann nachträglich aus diesen Strukturen hätten entstehen müssen, ist man zunehmend von der „heißen Dunkelmaterie“ (den Neutrinos) abgekommen und hat sich der „kalten Dunkelmaterie“ zugewandt, deren massereiche Teilchen sich weitaus langsamer als Neutrinos bewegen. Bei dieser Dunkelmaterie würden sich zunächst Galaxien und dann erst die großen Strukturen gebildet haben. Genannt werden hypothetische Gebilde wie „WIMPS“, „Inos“, „Axionen“ und „Quark-Klumpen“, die uns vielleicht genauso wie die Neutrinos durchdringen, ohne das wir, bzw. unsere Detektoren etwas davon merken. Da stellt sich natürlich die Frage, ob man sich nicht gleich der wohl ebenfalls „exotischen“, aber im Gegensatz zu diesen Gebilden immerhin experimentell nachgewiesenen Orgonenergie zuwenden soll.

Immerhin wurden neuerdings möglicherweise „Axionen“ zumindest indirekt nachgewiesen. George Fraser (University of Leicester, England) et al. haben die Röntgen-Hintergrundstrahlung des Universums, nach orgonomischer Vorstellung also sozusagen den „ORANUR-Hintergrund”, untersucht. Nach Subtraktion aller hellen Quellen wirkt er ebenmäßig und konstant, wäre da nicht ein konventionell schlichtweg unerklärbares jahreszeitliches, also ein vom Orbit der Erde um die Sonne, abhängiges Signal. Das wird nun von Fraser und seinen Kollegen so erklärt, daß die erwähnten „Axionen“ der Dunkelmaterie von der Sonne abgestrahlt werden und im magnetischen Feld der Erde eine Rötgenstrahlung erzeugen. Der Student der Orgonomie muß dabei natürlich an Reich denken, der ursprünglich davon ausging, daß die „Orgonstrahlung“ von der Sonne ausgeht (siehe Der Krebs).

Wie immer dem auch sei, der kritische Astronom Hans Jörg Fahr hat darauf hingewiesen, daß ohnehin eine wie auch immer aufgefaßte Dunkelmaterie kaum die Lösung sein kann,

denn das Problem der „fehlenden Massen“ tritt ja in der Astronomie an unterschiedlichen Stellen und dort jeweils mit unterschiedlicher Schärfe auf. Der jeweilige „Bedarf“ an dunkler Materie im Vergleich zur sichtbaren Form ist dabei sehr variabel. Das aber heißt, es würde gar nichts bringen, die normale Materie einfach nach einem festen Verhältnis überall mit exotischen Materieformen zu ergänzen! Man müßte dann schon dafür sorgen, daß unterschiedliche Verhältnisse von exotischer Materie zu normaler Materie bei unterschiedlichen astronomischen Hierarchien auftreten! Wie aber sollte so etwas in der kosmischen Natur veranlaßt worden sein, wenn doch ein allgemeines Naturgesetz die Verhältnisbildung zu regeln hat, uneingedenk der Strukturen, die später daraus hervorgehen sollen? (Fahr: Zeit und kosmische Ordnung. München 1995, S. 151)

Aus derartigen Erläuterungen können wir ablesen, daß es sich bei der Dunkelmaterie nicht um tote Materie, sondern nur um „lebendige“ Energie, eben die kosmische Orgonenergie handeln kann. Entsprechend hat C.F. Baker darauf hingewiesen, daß die ungeheure Dynamik und Struktur des Universums auf den verschiedenen Ebenen nur mit spontan sich bewegenden kosmischen Energieströmen erklärt werden kann (Baker: „The Orgone Energy Continuum“, Journal of Orgonomy, May 1980).

Eine Stippvisite im blau-grünen Galaxien-Zoo (Teil 2)

28. Juli 2014

Ein internationales Forscherteam um Gianfranco Gentile von der Universität in Gent ist auf Ungereimtheiten in der bisherigen Theorie von der Dunkelmaterie gestoßen. Die „Dunkelmaterie“ wurde vor allem postuliert, um den Zusammenhalt von Galaxienhaufen und die Rotationskurve von Galaxien zu erklären. Während sich die Planeten in einem Sonnensystem getreu den Gravitationstheorien Newtons und Einsteins so verhalten, daß sich ein innerer Planet wie Merkur schnell die Sonne umrundet, hingegen ein äußerer Planet wie Uranus sich entsprechend langsam bewegt, ist bei Galaxien die „Rotationskurve“ jedoch flach (teilweise sogar ansteigend!), d.h. die Sterne am Rande der Galaxie bewegen sich genauso schnell (wenn nicht sogar schneller!) wie die im Zentrum.

Die Orgonomie erklärt das damit, daß getreulich Reichs Überlagerungstheorie ständig frische Orgonenergie in die Galaxie einfließt und entsprechend die äußeren Sterne „antreibt“. Die mechanistische Wissenschaft hingegen erklärt die flache Rotationskurve mit der zusätzlichen Masse der unsichtbaren Dunkelmaterie: anders als im Sonnensystem ist die Masse einer Galaxie nicht im Zentrum konzentriert, sondern so verteilt, daß dabei die flache Roationskurve herauskommt.

Die Forscher um Gentile stießen nun jedoch bei ihren Berechnungen zur Verteilung Dunkler und sichtbarer Materie auf einen unerwarteten Zusammenhang: Es gibt möglicherweise eine bisher unbekannte Verbindung zwischen den beiden Materieformen. „Sie scheinen sich auf eine rätselhafte Weise miteinander auszutauschen“, erklärt [einer der Forscher]. So ist im Zentrum großer Galaxien offenbar gar keine Dunkle Materie nötig, um die beobachteten Gravitationseffekte zu erklären. Erst außerhalb einer bestimmten Grenzfläche hätte die Dunkle Materie dann einen Einfluß.

Mit anderen Worten, die mysteriöse „Dunkelmaterie“ verhält sich alles andere als mechanisch, weshalb die Mechanisten komplizierte Wechselwirkungen zwischen der normalen Materie und der Dunkelmaterie postulieren müssen. Oder die Gravitationsgesetze von Newton und Einstein müßten umgeschrieben werden, doch dem steht entgegen, daß die Dunkelmaterie, wie erwähnt, auch bei anderen Beobachtungen eine Rolle spielt.

bulletcluster

2006 berichtete New Scientist (Nr. 2566) über den ersten direkten Nachweis für Dunkelmaterie. Beim Galaxienhaufen 1E0657-56, dem „Bullet Cluster“ (siehe Bild oben), könne man anhand der Kollision eines kleinen mit einem großen Galaxiehaufen beobachten, wie sich normale Materie und Dunkelmaterie voneinander trennen.

Sieht man nicht eher die Teilung eines galaktischen Systems und die dabei freiwerdende Orgonenergie? – vgl. Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen.

Wie immer dem auch sei, eine Beobachtung in unmittelbarer Nähe unserer Milchstraße stellt in Frage, ob es die Dunkelmaterie überhaupt gibt. Pavel Kroupa und sein Team vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn, Gerhard Hensler, Leiter des Astronomischen Instituts der Universität Wien, und Helmut Jerjen von der Australian National University fanden, daß die Satellitengalaxien der Milchstraße entgegen den Voraussagen der gängigen Kosmologie nicht gleichmäßig verteilt sind, sondern in einer Ebene, einer Art Scheibe, rechtwinklig zur Milchstraße liegen.

Kroupa, Hensler und Jerjen argumentieren, daß infolge der Entstehung der Satellitengalaxien durch Kollision zweier Urgalaxien, die dann unsere Milchstraße bildeten, die Satellitengalaxien keine Dunkle Materie enthalten können. Doch da die Sterne in den Satellitengalaxien sich so schnell bewegen, als wäre Dunkelmaterie anwesend, schlagen die Forscher vor, ganz auf die Dunkelmaterie zu verzichten und stattdessen Newtons Gravitationsgesetz umzuformulieren.

Dieser Ansatz bringt dann aber das Problem mit sich, daß es, wie anfangs gezeigt, überzeugende Belege für die Existenz der Dunkelmaterie gibt.

Die Bewegung von Zwerggalaxien um die großen Galaxien, wie etwa die Milchstraße oder Andromeda, stellt generell das gesamte mechanistische Weltmodell in Frage, das typischerweise bisher davon ausging, daß sich die Zwerggalaxien vollkommen chaotisch (mechanisch) um die Großgalaxien herum bewegen. Geraint Lewis (University of Sydney) et al. hatten im letzten Jahr jedoch bekanntgegeben, daß die Hälfte der Zwerggalaxien, die Andromeda umrunden, dies geordnet in einer 300 000 Lichtjahre dicken Scheibe tun. Nunmehr stelle sich überraschend heraus, daß entsprechendes auch bei anderen großen Galaxien auftrete. Lewis:

Überall sahen wir diese seltsam kohärente koordinierte Bewegung der Zwerggalaxien. Daraus können wir extrapolieren, daß diese kreisförmigen Ebenen tanzender Zwerge universal sind und in etwa 50 Prozent der Galaxien beobachtet werden. Das ist ein großes Problem, das unseren kosmologischen Standardmodellen widerspricht. Es ist eine Herausforderung unserer Vorstellung, wie das Universum funktioniert, einschließlich der Natur der Dunklen Materie.

Interessant, wie der Redakteur von world-science.net fortfährt – als beschreibe er die kosmische Orgonenergie, d.h. die von Reich beschriebene „Dunkelmaterie“:

Die Forscher glauben, daß die Antwort in einem derzeit unbekannten physikalischen Prozeß verborgen liegen kann, der die Gasflüsse im Universum regelt. Einige Experten haben radikalere Vorschläge vorgebracht, einschließlich dem Verbiegen und Verdrehen der Gesetze von Schwerkraft und Bewegung. „Das Überbordwerfen scheinbar etablierter Gesetze der Physik ist äußerst unangenehm“, sagte Professor Lewis, „aber wenn unsere Beobachtungen der Natur uns in diese Richtung weisen, müssen wir einen offenen Geist bewahren. Darum geht es in der Wissenschaft.“

Ich bin überzeugt, daß sich diese Widersprüche in Nichts auflösen würden, würden die Astronomen endlich die eigentliche Quelle der Gravitation einkalkulieren: die kosmische Orgonenergie!

Kurioserweise erschien in der gleichen Ausgabe des oben erwähnten New Scientist der Aufsatz „’Ether’ Returns in a Bid to Oust Dark Matter“ des Physikers Glenn Starkman, Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, der sich fragt, ob das Konzept „Dunkelmaterie“ nicht überflüssiger Ballast ist. Es wäre doch viel einfacher zum guten alten Äther zurückzukehren!

Starkman und Kollegen der University of Oxford, Tom Zlosnik und Pedro Ferreira, postulieren einen Äther, der ein Feld, keine Substanz ist, und der nichts mit der Ausbreitung des Lichts zu tun hat. Seine Aufgabe ist es, die „Flexibilität“ der Einsteinschen „Raum-Zeit“ so zu erhöhen, daß Massen eine größere Gravitationswirkung haben, als von ihrem bloßen Gewicht her zu erwarten wäre.

Den Äther brachten sie ins Spiel, um eine Theorie von Jacob Bekenstein von der Hebrew University in Jerusalem, Israel zu vereinfachen, die wiederum auf einer Idee von Mordehai Milgrom, damals an der Princeton University fußte. Milgrom hatte bereits 1983 eine neue Naturkonstante in Newtons Theorie eingeführt, um die Gravitationskräfte in Galaxien ohne Dunkelmaterie erklären zu können. Bekenstein versuchte dann 2005 diese Idee mit der Allgemeinen Relativitätstheorie in Übereinstimmung zu bringen. Sein Ansatz bedurfte aber dermaßen vieler zusätzlicher Felder und Parameter, daß er nicht gerade zwingend wirkte. Starkmans Arbeitsgruppe hat Bekensteins Ansatz auf ein Feld reduzieren können: den (modifizierten) Äther.