Posts Tagged ‘Psychotherapie’

Orgontherapie 2026 (Teil 2)

17. Januar 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

Man begegnet immer wieder Leuten, die sich der „Selbstbefreiung“ verschrieben haben und sich deshalb niemals einem (Orgon-) Therapeuten aussetzen würden. Wie Münchhausen wollen sie sich selbst am Schopf packen und aus dem Sumpf ziehen. Ihr Denkfehler liegt darin, daß, wenn sie sich selbst aus ihrer Neurose befreien könnten, sie gar nicht neurotisch wären!

Immerhin kommen sie der Wahrheit ziemlich nahe, denn es gäbe für ihre langfristige seelische Gesundheit kaum etwas verheerenderes als aktionistische Therapeuten, die sie mit allen möglichen Techniken, insbesondere „körpertherapeutischen“ Interventionen, von außen befreien wollen. Derartige „Erziehungsdiktaturen“ mögen oberflächlich betrachtet zu einer Verbesserung führen, doch tatsächlich wird so die Unfähigkeit zur Selbstregulation nur noch tiefer verankert. Deshalb sind „Orgontherapeuten“, die an ihren Patienten eine „körpertherapeutische“ Intervention nach der anderen ausführen, ihnen eine Vorgabe nach der anderen machen, in Wirklichkeit das Gegenteil von Orgontherapeuten: es sind pestilente Charaktere, die auf sadistische Weise das Lebendige drangsalieren und narzißtisch ihre angemaßte „Autorität“ genießen.

Ein richtiger Orgontherapeut macht dem Patienten klar, daß er ihn nicht „gesund machen“ kann. Oder wie mir mein erster Orgontherapeut sagte: „Die Patienten wollen immer, daß ich sie von ihrer Neurose befreie. Wie soll ich das machen? Ich bin doch kein Magier!“ Der Orgontherapeut ist kein „Führer“, der schon alle Antworten kennt und dem man nur zu folgen braucht, sondern ein, wie Reich ihn in Christusmord nannte, „Neuer Führer“, der jede Verführung „ein Führer“ zu sein, zurückweist, vielmehr nimmt er die Menschen ernst und läßt sie sich selbst retten, indem er ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Leben auferlegt. Das macht er, indem er verhindert, daß sie ständig dem Wesentlichen ausweichen.

Ein Orgontherapie-Patient übernimmt selbst die Verantwortung für seine Gesundung – oder er ist gar kein Orgontherapie-Patient.

Man kann immer wieder beobachten, daß „Reichsche Therapie“ bei vielen einfach keine Wirkung zu zeitigen scheint. Sie bleiben irrational, werden teilweise sogar pestilent (Emotionelle Pest). Es fehlt ihnen an „Magnetismus“, vielmehr wirken sie „hohl“ und „leer“. Statt sich wohler und integrierter zu fühlen, werden sie entweder immer wehleidiger und „sensibler“. Oder sie verwandeln sich in narzißtische, blasierte Kotzbrocken, die sich einbilden „umstrukturiert“ zu sein.

Therapie macht nur Sinn, wenn man sich der Panzerung bewußt wird und sich entsprechend von innen her verändert. Solange die grundlegenden Verhaltensmuster, etwa eine alles erstickende Indifferenz, nicht bewußtgemacht werden, wird jedwede „bioenergetische“ Intervention verpuffen oder diesen Widerstand sogar noch weiter verstärken.

Heutzutage, wo der Charakterpanzer in der Struktur der Menschen immer wichtiger wird, auf die Charakteranalyse zu verzichten, d.h. es zu unterlassen, die okulare Panzerung aufzulösen, ist ein Kunstfehler. Was „Körpertherapeuten“, sogenannte „originale Reich-Therapeuten“, „Bioenergetiker“, etc. treiben, ist zutiefst reaktionär, weil sie die pathologische Tendenz der Gesellschaft zur Oberflächlichkeit nur noch weiter verstärken. „Nur nicht den Kern des Problems berühren!“

In der Orgontherapie muß Kontakt hergestellt werden und der Patient von seinen Ersatzkontakten entfremdet werden. Stattdessen bieten die „Neoreichianischen Körpertherapeuten“ Ersatzkontakt in Form von mechanischen Übungen und Massagen. Diese Therapien sind nur ein Spiegel dieser Gesellschaft: „action“ und „event“ bei Vermeidung von wirklichem bioenergetischen Kontakt.

Genauso wie der Sozialist alles von „der Gesellschaft“, d.h. dem Staat, erwartet und von der Eigenverantwortung entlastet werden will, soll der Therapeut den Patienten von außen her durch „Körperübungen“ und „Muskelmassage“ oder gar durch das „Bewegen der Lebensenergie“ heilen.

Das ist imgrunde eine mechanistische Einstellung, die sich kaum von der der „Schulmedizin“ unterscheidet. Wirkliche Veränderung kann nur Frucht von Eigenverantwortung sein. Aufgabe des Therapeuten ist es, die Selbststeuerung wieder in Gang zu bringen, d.h. den Patienten mit Verantwortung zu belasten, statt ihn zu entlasten.

Peter Töpfer (Teil 19)

12. Januar 2026

Zu dem Tiefenwahrheit-Abschnitt „Peter Nasselstein repulsiert zwar nicht die Therapie, kommt aber wegen deren reichianischer Ausrichtung zu ernüchterndem Ergebnis“ möchte ich nur sagen, daß die Panzerung nicht nur unser Leben zerstört, sondern es gleichzeitig auch ermöglicht. Es ist wie mit einer wirklichen „Ritterrüstung“: sie macht dich zu einem unbeweglichen, halbblinden hilflos vor sich hin stakenden lächerlichen Ungetüm, rettet dir aber auf dem Schlachtfeld das Leben. Gleichzeitig ist sie, hier bröckelt das Bild, Ausdruck deiner größten Stärke und Deines größten Talents.

Könnten wir die Panzerung einfach so ablegen, würden wir wahrscheinlich sterben oder zumindest wahnsinnig werden. Aus „philosophischer“, meinetwegen auch „postphilosophischer“ Sicht mag dies widersprüchlich klingen, denn die Panzerung bzw. das Über-Ich ist doch das verinnerlichte Fremde. Die Panzerung zu preisen klingt nach Verrat, Verwirrung, „Repulsion“ der Wahrheit. Tatsächlich geht es aber um das Problem der Wahrheits- und Freiheitskrämerei. Beispielsweise kann ich die gesellschaftliche Panzerung in Grund und Boden agitieren, wie dies nun schon seit Jahrzehnten geschieht, und nach immer umfassenderen „Freiheiten“ rufen. Am Ende stehen dann Veganer, Soyboys, Feministinnen, Antispezieisten, Transgender und Genderfluide vor dir, die nur noch Karikaturen des Menschentiers sind. Wir sehen gerade den Zusammenbruch nicht nur der gesellschaftlichen, sondern untrennbar damit verbunden auch der individuellen Panzerung. Was bleibt, ist das Nichts! Wie schrecklich die autoritäre Gesellschaft vor etwa 1960 auch war, es war doch noch immer eine Hochkultur und die Menschen hatten Charakter und Tiefe! Man schaue sich nur die Remakes von Filmklassikern an. Die heutigen Schauspieler und Schauspielerinnen wirken wie Schaufensterpuppen, auswechselbar und hohl. Die Filmschaffenden kriegen nur noch blasse Remakes zustande.

Das bringt mich zum nächsten Abschnitt bei Töpfer: „Laskas ‚rationales Über-Ich‘ als Rationalisierung des Über-Ichs und aus mangelnder Praxis entstandenes Theorem“. Ich muß zugeben, daß ich mit dem Begriff „rationales Über-Ich“ ähnliche Probleme habe wie Herrmann Schmitz in seiner Korrespondenz mit Laska. „Abstrakt“ ist der Begriff kaum zu rechtfertigen. Das entspricht etwa meinem Befremden, als ich das erste Mal Reichs Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, das er in den 1950er Jahren revidiert hatte, in den Händen hielt und mich wunderte, denn ursprünglich war der Titel Der Einbruch der Sexualmoral.

Ganz praktisch und pragmatisch: wir alle müssen uns an Regeln halten, etwa die Straßenverkehrsordnung, und unseren Kindern beibringen, daß sie nicht immer und überall „die Sau rauslassen können“, wie es so schön heißt. Mir reichen in dieser Beziehung schon die lauten und rücksichtslosen Balgen unserer Goldstücke! Mit Stirners Begrifflichkeit könnte man sagen, daß die Freiheit eingeschränkt werden kann und teilweise unbedingt eingeschränkt werden muß, solange nicht die Eigenheit tangiert wird. Man darf niemals und unter keinen Umständen das Selbstwertgefühl und die sexuelle Integrität eines Kindes verletzen. UNTER KEINEN UMSTÄNDEN! Tut man das entsteht jene Niedertracht, Gemeinheit, Rücksichtslosigkeit und jener Sadismus, den wir an den besagten Balgen je ausgeprägter sehen, je älter diese „edlen Wilden“ werden!

Drittens gehört hier auch der Abschnitt „Christian Fernandessens (und La Mettries?) Idee von der ‚tugendhaften Lust‘“ hin. Ein erfülltes Sexualleben erzeugt tugendhafte Menschen und tugendhafte Menschen machen ein erfülltes Sexualleben möglich. Auf mystisch verklärte und realiter ziemlich verlogene Weise drückt das die mittelalterliche Minne aus, die bis heute die westliche Kultur prägt, die weitgehend als einzige überhaupt so etwas wie genitale „romantische“ Liebe kennt.

Töpfer sieht hier wieder nur philosophische Inkonsistenzen.

Ich möchte bei der Gelegenheit noch einmal daran erinnern, was für mich die LSR-Kernidee ist: „L, S und R waren der Meinung, daß der zivilisierte Mensch davon abgebracht wird, er selbst zu sein; dabei hinterläßt die Zivilisierung zerstörte Selbste. Das aber heißt Leid.“ Also selbst wenn es eine „tugendhafte Lust“ oder überhaupt eine Moral gäbe und ich selbstverständlich die Zerstörung des Selbstes auch in Verbindung mit der Zerstörung der Lust bringe, setze ich den Akzent doch ganz anders als Fernandes: die Frage, ob es „tugendhafte Lust“ gibt und worin der Nutzen einer solchen These läge, rangiert überhaupt nicht an erster Stelle. Es gibt wichtigeres. (S. 501)

Wie schon öfter erwähnt, geht es Töpfer gar nicht um das Über-Ich, wie wir mit dem Phämomen Panzerung und dem Zusammenleben in einer gepanzerten Welt fertigwerden, sondern es geht ihm um den „Urschmerz“, die prekäre Existenz des Ichs an sich. Hier sind wir in einem Bereich, der sich mit dem Zusammenbruch der Panzerung in der antiautoritären Gesellschaft auftut, wenn die muskuläre „neurotische“ Panzerung durch die „schizophrene“ Augenpanzerung ersetzt wird. Der schizophrene Charakter wächst von Anfang an in diesem existentiellen Überlebenskampf auf und kann froh sein, wenn ihn zumindest etwas muskuläre Panzerung durchs Leben trägt. Um so wichtiger ist es heute, die Panzerung zu würdigen, das rationale Über-Ich, d.h. eine lebensfördernde Moral und die tugendhafte Lust zu vertreten.

Es ist geradezu tragikomisch, daß Töpfer Nasselstein, Laska und Fernandes vorwirft sich einer konsequenten wirklichen Aufklärung entgegenzustellen, während er selbst mit wehenden Fahnen dem Untergang, dem vermeintlichen Heil, entgegeneilt: radikaler Subjektivismus und „Affekt-tionismus“. So, als würde die gegenwärtige woke Gesellschaft nicht an einem Übermaß an kindischem Subjektivismus und kindischem Emotionalismus leiden. Es gibt kaum noch Erwachsene, die sich an der objektiven Realität orientieren, sondern nur noch infantile Vollidioten mit ihren rein subjektiven „Meinungen“, und es gibt kaum noch Erwachsene, die ihre Emotionen im Griff haben, d.h. ERWACHSEN sind. Das ist ein Hauptgrund dafür, daß unsere Kinder, die bei uns nach Halt suchen, immer neurotischer, wenn nicht psychotischer werden.

Über 180 Seiten schreibt Töpfer gegen drei Thesen von Nasselstein, Laska und Fernandes an:

1. Wir investieren unsere besten Kräfte und unser ganzes Genie sinnlos in der Panzerung, statt es für Liebe, Arbeit und Wissen zu nutzen.

2. Hätten wir die Panzerung nicht, würden wir den notwendigen gesellschaftlichen Regeln weitaus besser folgen können und währen deshalb weitaus tugendhafter als die auf Zwangsmoral („Tugend“) beruhende Gesellschaft.

3. Ohne Panzerung wären wir spontan tugendhaft.

Diese drei Kernthesen kann man „philosophisch“ zerreden, wie Töpfer es tut, d.h. mit Worten spielen und dann behaupten, man stehe für das Authentische. Sei’s drum. Noch grotesker ist, daß Töpfer die Panzerung bzw. das Über-Ich selbst gar nicht angeht, dieses angehen sogar als maschinell denunziert, sondern das Ich stärken will, womit wir wieder am Anfang wären.

Hier eine typische Abschnittsüberschrift: „Laskas Ich-Schwäche treibt ihn zur Negation des irrationalen Über-Ichs der ‚anderen‘ noch weiter in die Pseudosozialität und weg von der Individualität in die philosophische Anthropologie anstatt in die phänomenologische Philosophie. Die philosophische Herangehensweise an Selbstermächtigung läuft jetzt unter ‚ferner liefen‘, ist mit Laskas Mitteln endgültig gescheitert.“

Und der Abschnitt selbst hebt wie folgt an:

Laskas „rationales Über-Ich“ ist das Bellen seines nasselstein’schen inneren Schweinehunds (siehe Kapitel 8.5.2. Peter Nasselstein repulsiert zwar nicht die Therapie, kommt aber wegen deren reich’scher Ausrichtung zu ernüchterndem Ergebnis). Es ist auch nicht gerade „egoistisches Denken“. Wie schlimm es um ihn bestellt ist, wie sehr er im Grunde von Mißtrauen gegenüber der „Selbstregulierung“ und dem „Eigner“ zerfressen ist – ja, daß ihm das alles eigentlich unbekannt ist und er gar nicht egoistisch denken kann –, davon zeugt diese weggelassene und nicht abgesendete Passage aus Laskas im Kapitel 8.5. Selbst bei der philosophischen Herangehensweise zur Eigner-Stärkung kommt es bei großer Ich-Schwäche zu Schwierigkeiten. Laska vorbildlich in der prinzipiellen Herangehensweise – doch trifft dann auf nichts Eigenes. Laskas Überlegungen, sich praktisch einem Verfahren der „Selbstermächtigung“ zu unterziehen zitierten Brief an Prütting: (…) (S. 548)

Orgontherapie 2026 (Teil 1)

9. Januar 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

Orgontherapie ist eine Behandlungsmethode für „psychische“ (emotionale), psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen, die von den drei Psychiatern Dr. med. Wilhelm Reich (1897-1957), Dr. med. Elsworth F. Baker (1903-1985) und Dr. med. Charles Konia (geb. 1931) entwickelt wurde. (Was die Behandlung mit dem Orgonenergie-Akkumulator betrifft, finden sich hier und hier Erläuterungen.)

Die Orgontherapie läßt sich von der Atmung her vielleicht am besten einordnen. Tatsächlich kann Atmen tödlich sein. Beim „Überventilieren“ können „elektrische Strömungsempfindungen“ und gefährliche tetanische Anfälle auftreten. Sie entstehen aus der kontraktiven Reaktion des Organismus auf die ungewohnte Energiezufuhr. Bei dieser Reaktion kann die zerebrale Blutzufuhr um bis zu 30 % gedrosselt werden. Die Tetanie kann bis zum Tod führen, wenn man die Atmung nicht mehr stoppen kann.

Dem hingegen kann ein ungepanzerter Mensch so viel atmen wie er will und es passiert nichts, außer daß „schmelzende“ lustvolle Strömungsempfindungen auftreten. Die Hyperventilation ist ein biopathisches Phänomen, welches zeigt, wie der Organismus des heutigen Menschen gar nicht mehr an eine vernünftige Sauerstoffversorgung gewöhnt ist. Es handelt sich um einen allgemeinen Kontraktionszustand (Sympathikotonie), von dem die Atemsperre der wichtigste Aspekt ist.

Der Behandlungsmechanismus der Orgontherapie ist der Grundtendenz der mechanistischen Medizin genau entgegengesetzt. Beispielsweise wirken Psychopharmaka, indem sie die Atmung einschränken, damit den Energiepegel senken und so die Angst reduzieren, was ein differenzierteres Gefühlsleben und ein klareres Denken ermöglicht.

Es geht aber auch nicht um das bloße Beseitigen der Hemmungen. Orgontherapie ist mehr als bloße Katharsis. Eine „chaotische Situation“ entsteht, wenn der Therapeut die Krankheitsdynamik des Patienten nicht versteht, bzw. er keine Rücksicht auf den Aufbau der Neurose nimmt. Beispielsweise kann fehlende Panzerung ein weit größeres Problem darstellen als Panzerung. Beim Manisch Depressiven („Bipolaren“) kann sie derartig desorganisiert sein, daß er hin und her geworfen wird, was im Extremfall (also beim Triebhaften Charakter) dazu führt, daß eine Therapie unmöglich ist. Jene Schizophrenen sind am schlimmsten dran, bei denen die Panzerung (außer im Kopfbereich) fehlt.

Ganz allgemein ist der hauptsächliche Fehler, den ein Orgontherapeut begehen kann, eine Fehldiagnose und eine entsprechend falsche Herangehensweise, die eine Behandlung schließlich unmöglich macht. Insbesondere kann es zu einem unheilbaren „ocular hook“ kommen, den manche „Orgontherapeuten“ massenweise in ihren Patienten hervorgerufen haben.

Ein „hook“, bzw. „Haken“, ist Baker zufolge eine Hemmung, die für den Patienten eine derartig konstituierende Bedeutung hat, daß eine Beseitigung schwierig bis unmöglich ist. Um so schlimmer ist ein Haken, der durch einen ärztlichen Kunstfehler entstanden ist, indem zu früh Energien freigesetzt wurden, die den Patienten zu überschwemmen und zu „vernichten“ drohen, weshalb er etwa im Augensegment derartig blockiert, als wäre sein Leben davon abhängig. Und vielleicht hat er dabei sogar recht…

Um derartiges zu vermeiden, sollte stets die Charakteranalyse im Zentrum der Therapie stehen, d.h. das Auflösen erstarrter Verhaltensmuster durch ihr Bewußtmachen.

Charakteranalyse ist die Analyse der Art und Weise des Auftretens des Patienten, die ebenso auf kindliche Erlebnisse zurückgeführt werden kann, wie die Inhalte der Symptome. Im Gegensatz zum einfachen Symptom ist der komplexe Charakterzug gut rationalisiert und wird vom Patienten nicht als Fremdkörper empfunden. Aufgabe des Therapeuten ist es, aus dem Charakterzug einen solchen isolierten Fremdkörper zu machen, um ihn dann wie ein Symptom zu beseitigen.

Zuerst erfolgt Widerstandsdeutung, bevor es zu irgendeiner Sinndeutung kommen kann. Dabei ist mehr auf die Verhaltensweise des Patienten, als auf den Inhalt seiner Äußerungen zu achten, außerdem wird der negativen Übertragung besondere Beachtung geschenkt. Der Therapeut muß wie ein Archäologe Schicht für Schicht in die Vergangenheit vordringen und es vermeiden, durch zu tiefe Deutungen ein Chaos hervorzurufen. Bei dieser Deutungsarbeit hat er immer wieder vom Hauptwiderstand, dem formalen „Charakterwiderstand“ auszugehen, der den Charakter des Patienten definiert.

Der Charakterpanzer ist die Gesamtsumme der typischen („charakteristischen”) Haltungen, die der Patient als Abwehr gegen Angst entwickelt hat. Er führt zur Erstarrung und emotionaler Kontaktlosigkeit und ist mit dem Muskelpanzer funktionell identisch.

Reich schreibt:

Die Verkrampfung der Muskulatur ist die körperliche Seite des Verdrängungsvorganges und die Grundlage seiner dauernden Erhaltung. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 228)

D.h. die Panzerung ist funktionell identisch mit dem Freudschen Unbewußten.

In der „charakteranalytischen Vegetotherapie“, die Reich in den 1930er Jahre entwickelt hat, werden die Emotionen nicht mehr, wie in der klassischen Charakteranalyse, allein durch Bewußtmachen der Charakterwiderstände befreit, sondern gegebenenfalls auch durch direktes Angehen der Muskelpanzerung.

An Anfang der Entwicklung seiner Vegetotherapie mußte Reich zur Behebung von Blockierungen zu Übungen Zuflucht nehmen – ohne großen Erfolg. Das brachte ihn dazu, auf diese künstlichen Maßnahmen zu verzichten und nach den Hemmungen der natürlichen Beweglichkeit zu suchen. Auf diese Weise entwickelte sich die heutige Orgontherapie. Kurioserweise sind „Reichianer“ und „neo-Reichianische“ Quacksalber aufgetreten und haben ihre „bioenergetischen“ „Übungen“ dem Publikum als „Weiterentwicklung“ der Orgontherapie angedient.

Die Einheit von Charakter- und Muskelpanzer, Reichs „biopsychiatrischer“ Ansatz, wird beispielsweise anhand des „Roten Fadens“ deutlich. Im Zusammenhang mit dem Dreischichtenmodell (biologischer Kern, irrationale Mittlere Schicht, soziale Fassade) führt Elsworth F. Baker aus:

Die soziale Fassade enthält einen grundlegenden Charakterzug (manchmal mehrere), mit dessen Hilfe der Betreffende der Umwelt begegnet. Dieser Charakterzug bleibt während der ganzen Therapie bestehen und veranlaßt den Patienten, konsequent in gleicher Weise auf jedes Problem zu reagieren, das ihm begegnet. Er wird zur hauptsächlichen Charakterabwehr. Reich nennt diesen Zug den roten Faden, und man muß ihn erkennen, damit man den Betreffenden verstehen und beurteilen kann. Der grundlegende Charakterzug löst sich niemals auf; er bleibt immer ein integrierender Bestandteil der Persönlichkeit, obwohl er abgewandelt werden kann. Er kann sozial annehmbar sein – Freundlichkeit, Bescheidenheit, Zurückhaltung, Schüchternheit, Korrektheit, Rechtschaffenheit oder sozial unannehmbar – Unehrlichkeit, Verschlagenheit oder Betrügerei. (Der Mensch in der Falle, München 1980, S. 102)

Charles Konia schreibt:

Der Rote Faden kann oft als ein besonderer Charakterzug, etwa Freundlichkeit, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Ernsthaftigkeit, Zurückhaltung, ständiges Drängen, Gehässigkeit, usw. beschrieben werden. Manchmal kann er auch besser als ein bestimmter Menschenschlag oder Beruf charakterisiert werden. Beispiele aus der klinischen Praxis sind „Priester“, „Rabbi“, „Gestapo-Agent“, usw. Alternativ kann er vielleicht besser als bestimmte Persönlichkeit beschrieben werden, wie etwa „Samson”, „Shirley Temple”, „Alice im Wunderland”, „Hitler”, usw. Eine weitere brauchbare Kategorie ist ein besonderes Tier etwa „Schildkröte“, „Bulldoge“, „Maus“, usw. Es ist gleichgültig, wie der Rote Faden beschrieben wird, solange er spezifisch auf den Patienten zutrifft. („Orgone Therapy: Part 15“, The Journal of Orgonomy, 28(2), Fall/Winter 1994)

1937 schrieb Reich:

Der körperliche Gesamtausdruck (des Patienten) ist gewöhnlich in eine Formel zu fassen, die sich früher oder später im Verlauf der charakteranalytischen Behandlung wie von selbst ergibt. Es sind merkwürdigerweise meist Formeln und Bezeichnungen aus dem Tierreiche wie „Fuchs“, „Schwein“, „Schlange“, „Wurm“ u.ä. (Die Funktion des Orgasmus, S. 228)

Was nun die eher widerlichen Wesenszüge betrifft merkt Konia an:

(…) der Rote Faden kann als Ausdruck der wesensmäßigen Stärke des Patienten betrachtet werden. Da jedoch eine Stärke zur Abwehr benutzt wird, kommt es zu einer Übertreibung des normalen Funktionierens. Beispielsweise wird ein von Natur aus aggressiver Mensch auf eine widerwärtige Weise aufdringlich, usw.

Konia weist ausdrücklich darauf hin, daß das Etikettieren von Mensch nach ihrer Charakterstruktur („genital = gut = gesund“ gegen „neurotisch = schlecht = krank“) selbst ausgesprochen neurotisch und sogar pestilent ist (Emotionelle Pest).

Es erinnert an den alten kommunistischen Trick Dissidenten als „schizophren” abzutun. („Cultism in Orgonomy“, The Journal of Orgonomy, 26(1), Spring/Summer 1992)

Das orgonomisch-konservative Manifest (Teil 1)

31. Dezember 2025

Man kann nicht oft genug wiederholen, daß wirklich alles, ausnahmslos alles, was man an pathologischem menschlichem Verhalten beobachten kann, eine bloße Übertreibung vollkommen natürlicher Triebregungen ist. Diese eine Erkenntnis hat weitreichende Folgen für die Psychotherapie und gesellschaftliche Projekte, denn offensichtlich folgt daraus, daß es einen „neuen Menschen“ nicht geben kann. Es ist alles gut so wie es ist. Jeder Versuch es besser zu machen, als es jetzt ist, wird nur alles schlimmer machen!

Das fängt beim Individuum an und endet bei der Gesellschaft. So, wie du jetzt bist, bist du absolut perfekt. Du bist du! Und genauso ist die Gesellschaft, so wie sie ist, absolut perfekt. Wie sollte das anders sein? Beweise? Wer „sich selbst sucht“, ist geisteskrank und wird bei der Suche immer geisteskränker (okular gepanzerter). Schau dir doch die Psycho-Szene an! Versuche die Gesellschaft zu verändern – alles wird schlechter werden als zuvor!

Man kann die menschliche Natur nicht verändern. Alles, was man tun kann, ist den Panzer zu beseitigen, der die natürlichen Regungen so entstellt, wie man das Abbild der eigenen Person in einem Zerrspiegel abgebildet findet. Die einen Strebungen werden grotesk hervorgehoben, während die anderen kaum sichtbar sind. Das hat Reich als „Charakter“ bezeichnet, etwa den „passiv-femininen Charakter“ oder dessen Gegenteil den „phallisch-narzißtischen Charakter“.

Das kann man auf alle Bereiche des menschlichen Lebens übertragen. Ein radikaler Umsturz oder eine weniger radikale Reform des Wirtschaftssystems, Bildungssystems oder irgendeines anderen …systems bringt rein gar nichts, wie wir immer und immer wieder erleben durften. Einziges Ergebnis sind jeweils Verschlechterungen, wenn überhaupt irgendetwas Entscheidendes geschieht. So wie es sich in den Jahrhunderten eingespielt hat, hat es seine Richtigkeit.

Die Menschen schauen stets in die falsche Richtung. Beispielsweise können sie angesichts der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise das Zinssystem abschaffen – Ergebnis wird ein wirtschaftlicher Niedergang sein. Wirklich alles, ausnahmslos alles, was uns in welchem Bereich auch immer an Reformen, gar Revolutionen angeboten wird, wird in einem mehr oder weniger totalen Desaster enden. Das liegt daran, daß der wirklich entscheidende Faktor von niemandem gesehen und angegangen wird: die Panzerung.

Der Kleine Mann stellt sich in seiner mechano-mystischen Verwirrung vor, daß eine ungepanzerte Welt etwas ganz anderes wäre als die heutige Welt. Daß es etwa keine Eifersucht mehr gäbe, keine Familien, keine Hierarchien; daß alle gleich wären, es keine Gewalt mehr gäbe, etc.pp. Ein Paradies auf Erden! Tatsächlich sind das infantile und imgrunde lebensfeindliche Träume, aus denen nicht etwa der bioenergetische Kern spricht, sondern Lebensangst und das Ressentiment. Nietzsche hat sich lang und breit darüber ausgelassen.

Was tun? Zunächst einmal müßten sämtliche bisherigen „Reformen“, die aus der Ignoranz hinsichtlich der Panzerung erwachsen sind, ersatzlos gestrichen werden. Die „Geisteswissenschaften“, die diesen ganzen Unsinn verzapft haben, sind Horte der Emotionellen Pest. Sie haben etwa das Gender Mainstreaming, den Feminismus und Multikulturalismus ausgebrütet. Alles Träume von einer „besseren Welt“, die in einer rationalen Gesellschaft keinen Platz hätten. Ich paraphrasiere den bekannten Ausspruch: wer Visionen hat, gehört in die Psychiatrie, nicht an eine Universität! Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie diese Geisteskranken nach dem Untergang des Kommunismus „das Ende der Utopien“ beweinten.

Durch all das zieht sich ein roter Faden: die Kontaktlosigkeit. Sie sorgt dafür, daß der Einzelne und die ganze Gesellschaft gepanzert bleiben. Sie sorgt dafür, daß nicht etwa trotz, sondern wegen aller Reformen und Revolutionen sich in der Gesellschaft nicht wirklich etwas ändert. Unser naturgegebenes Wesen und die naturgegeben Arbeitsdemokratie wird durch die angeblichen Umbrüche nur auf andere Weise verzerrt, während der „Verzerrer“ (die Panzerung), dessen Existenz vorher zumindest erahnt wurde, vollständig aus dem Blickfeld gerät. Und, wie gesagt (Vorsicht Dialektik!), es wird sich auch glücklicherweise niemals etwas ändern: die Verzerrung durch die Panzerung läßt sich beseitigen, aber unser naturgegebenes Wesen und die naturgegebene Arbeitsdemokratie niemals.

Leute, die Menschen oder Gesellschaften „umkrempeln“ wollen, sind ausnahmslos (!) von der Emotionellen Pest befallen oder gar pestilente Charaktere. „Gurus“ und Sozialreformer welcher Art und Ausrichtung auch immer sind nichts weiter als Schweine. Jeden, der dir weismachen will, daß mit dir oder der Gesellschaft, in der du lebst, etwas nicht in Ordnung ist, solltest du stehen lassen oder aggressiv in seine Schranken weisen. Oder bist du wirklich so naiv, daß irgendeiner dieser Menschheitsbeglücker auch nur den blassesten Schimmer von deinen wirklichen Problemen und den wirklichen Problemen der Gesellschaft hat? Diese Leute sind der letzte Abschaum dieses Planeten und genauso solltest du sie behandeln!

zerrspiegel

Peter Töpfer (Teil 16)

30. Dezember 2025

Reich erinnert mich an Jesus. Worum geht es eigentlich im Neuen Testament? Daß das Alte Testament eine hervorragende Botschaft enthält, die Pharisäer diese Tradition zwar vertreten, aber nicht den Schlüssel haben, um diese Schatztruhe zu öffnen. Jesus ist dieser Schlüssel: Gott IST die Liebe und alle alttestamentarischen Regeln sind von daher zu sehen, sonst dreht sich alles ins Gegenteil und die Regeln ersticken die Liebe. Genauso mit Reich: ohne die Unterscheidung von primären und sekundären Trieben („Jahrtausendentdeckung“) und den Kernsatz, daß das Über-Ich kein kognitives, sondern ein emotional-affektives Problem ist, liegt beispielsweise Stirner brach und kann sogar toxisch sein. Wie wir gesehen haben unterscheidet Töpfer EXPLIZIT nicht zwischen primären und sekundären Trieben, dies sei nicht Stirnerisch, und zweitens bezieht er das emotional-affektive nicht auf das Über-Ich, sondern auf das Ich: man muß sich „postphilosophisch“ ausleben und nicht mehr kognitiv „paraphilosophieren“.

Töpfer ist der Christusmörder par excellence weshalb ich seine „Kritik an der Orgontherapie“, hier nicht wiedergeben werde, zumal er das Gerüst von meiner Wenigkeit, Peter Nasselstein, übernommen hat (Tiefenwahrheit, S. 263f). Töpfers eigener Beitrag erschöpft sich in Häme. Das gleiche gilt für meine durch ihn übernommene Darstellung der verschiedenen Theorien über die Entstehung der Panzerung:

Was ist nur aus dem Reichianismus für ein Blödsinn geworden … Sogar der Wolkenspinner James DeMeo geht hier noch als geerdet durch. (DeMeos Meisterleistung war aber, wie er das Kunststück fertigbrachte, den folgenreichsten aller Wüstenstürme, den jüdischen, einfach wegzulassen.) (S. 269)

Jaja, die Juuuuuden! Das Ausmaß von Töpfers gegen den Therapeuten Reich gerichteten Haß und die abgrundtiefe Verachtung bricht sich immer wieder Bahn und kulminiert in dem Zugeständnis, Reich hätte doch gleich bei der Naturwissenschaft bleiben sollen, wobei Töpfer über die naturwissenschaftliche Orgonomie noch mehr Häme ausgießt – und dabei Reich antisemitisch angreift. Während Töpfer gegenüber Theisten den Agnostiker spielt, schüttet er über den Wissenschaftler Reich nur „atheistische“ Kübel der Verachtung aus. Reich hätte, so Töpfer, einen „ehrlich-anständigen Beruf wie Rinderzüchter oder Milchhändler“ ergreifen sollen. Direkt an Reich persönlich adressiert: „Wenn Sie schon so viel Geld für sinnlose [Orgon-] Spinnereien gebraucht haben, dann hätten Sie besser Ihre Wissenschaft (…) mal weiter als Landwirt zum Einsatz bringen sollen. Da hätten Sie sich nicht so viel ins ‚Leben der Leute verwickeln und verfangen‘, nicht zum bewußten Betrüger und Ausbeuter dieser Leute werden und nicht Ihr schlechtes Gewissen entlasten brauchen.“ In Bezug auf Tiere stimmte die maschinelle Agrarwissenschaft, „– in Bezug auf Menschen stimmte sie nicht. Das war [auf den Menschen angewendete Wissenschaft, etwa die Medizin oder die Psychologie]. Hat die [auf den Menschen angewendete Wissenschaft] gar etwas mit den Gojim (den Tieren) zu tun? Ich beziehe mich hier natürlich immer nur auf das Seeleningenieurswesen, bei Unfallchirurgie sieht es anders aus, das ist [Maschinenwissenschaft], auch wenn sie am Menschen zum Einsatz kommt“ (S 285f). Für den Juden Reich waren wir Gojim nur Vieh!

Ich erspare mir und meinen Lesern eine Besprechung von Töpfers Analyse von „Des Reichianers Elsworth F. Baker theoretisches Wirrwarr“ sowie dem, was Reich „verzapft“ habe (S. 269-288), und zitiere nur:

Besser ein paar Jahre Tiefenwahrheit genommen und genug irrationale Gefühle weggeräumt, um frei und einfühlsam (ohne „Gegenübertragung“) dem Wahrsager [d.i. der jeweilige Klient Töpfers] immer an dessen jeweiliger Oberfläche – und nicht im Gestrüpp seines „Charakters“ – assistieren zu können. Es schadet nichts, den Wahrsager zu kennen – welchen „Charakter“ er hat –, aber das kriege ich als Wahrheitsbegleiter ziemlich schnell mit; ich nenne den „Charakter“ dann nur „Grundproblem“, „Grundgesetz“ oder „immer wiederkehrende Problematik“. (S. 273)

Dieses ganze Gewäsch Töpfers über Orgontherapie und Psychotherapie („Hier stellt sich Rech vollends als totaler Versager heraus“ [S. 283]), Dinge von denen Töpfer weder theoretisch noch praktisch Ahnung hat, läuft schlichtweg darauf hinaus, Laskas LSR-Projekt durch eine entkernte Primitivpsychoanalyse („Wahrsagerei“) zu ersetzen, die er sich bereits als 15jähriger aus den Fingern gesogen hat, und das ganze „videographisch“ zu dokumentieren, was dann die „Postphilosophie“ konstituiert, die Laskas kopf- und textlastige „Paraphilosophie“ ersetzen soll. Tatsächlich wird nur eins getan: die Welt wird mit Töpfers ganz persönlicher Neurose geflutet. Das ist Emotionelle Pest (das Ausleben des neurotischen Irrationalismus im Sozialen), was auch durch die ständigen Invektiven gegen Reich und Laska (der doch der eigentliche Held dieses Buches sein soll!) evident wird. Nur einer, auf den dauernd verwiesen und der oft zitiert wird, kommt immer gut weg (z.B. S. 346): Peter Nasselstein. Irgendwie fühle ich mich wie der unfreiwillige Coautor.

Ich weiß nicht, ob es das oder persönliche Sympathie ist, aber ich kann dem Autor gegenüber keine schlechten Gefühle entwickeln trotz allem. Ich sollte wirklich stinksauer sein! Es reicht allein schon die Überlegung, daß Töpfer Reich aus dessen Aussage einen Strick dreht, daß ein krumm gewachsener Baum nicht mehr geradezurichten ist, will sagen, daß die Orgontherapie ihre Grenzen hat. Mit Talmudisch wirkender Dialektik, dreht Töpfer dieses Eingeständnis in einen Betrugsvorwurf um! Anderes Beispiel: „Es gibt natürlich einen Riesenunterschied zwischen Reich und Ron L. Hubbard, aber ihre Theorien und Praktiken haben dennoch eine gewisse Ähnlichkeit. Der Unterschied: Hubbard glaubte wenigstens an seine Theorie“ (S. 284). Ich wünschte, ich hätte mich aufregen können, denn das hätte die teilweise unerträglich langweilige Lektüre erleichtert.

Über Töpfer und Nasselstein schreibt Töpfer:

Ich bin selbst immer noch irgendwie Reichianer, aber man muß doch mal endlich die Kirche im Dorf lassen und das ganze sinnlose Brimborium erkennen. Als Märchen ist das alles vielleicht faszinierend, und ich bewundere Peter Nasselstein dafür, wie er an der Orgonomie festhält. Aber man muß doch mal wieder aus dem Traum erwachen. Nasselstein kritisiert doch andere, im konkreten Falle Heiko Lassek, für deren unerträgliche Orgonmystik – hat aber selbst einen Balken im Auge. Nasselstein findet kein Ende, das Leben mit der Orgonomie zu verwechseln. (S. 287)

Die vier Pforten zur Hölle

28. Dezember 2025

Es gibt vier Wege, auf denen du mit absoluter Sicherheit dein Leben zerstörst, indem du das in die Tonne trittst, was dein Menschsein im Kern ausmacht.

Vor dem ersten hat insbesondere Dr. Richard Schwartzman immer wieder gewarnt.

Die Berichterstattung über tragische Ereignisse wirkt sich negativ auf die Menschen aus, die entsprechend ihrem jeweiligen Charaktertyp reagieren. Depressive Menschen, die oft selbstbezogen und apathisch sind, können die Nachrichten nutzen, um sich aus ihrer Niedergeschlagenheit zu befreien, oder sie können sie noch tiefer in die Verzweiflung treiben und ihnen scheinbar berechtigte Gründe für ihre Niedergeschlagenheit liefern. Der bipolare Mensch kann in einem manischen Zustand zu unüberlegten Handlungen veranlaßt werden. Mißtrauische Menschen und solche mit paranoiden Vorstellungen zeigen eine erhöhte Ängstlichkeit. Hysterikerinnen reagieren auf Nachrichten übermäßig dramatisch und mit großen Emotionen. Da sie chronisch ängstlich sind, versetzen die Todes- und Katastrophenszenarien, denen sie ausgesetzt sind, sie in einen Zustand noch größerer Angst.

Aus orgonomischer Sicht ist es nicht viel anders, ob man Tragödien aller Art in den Nachrichten sieht oder in einem Film, in dem erschütternde Ereignisse geschildert werden. In beiden Fällen wird man aufgeregt, die Orgonenergie im Körper gerät in Bewegung, und man beginnt zu fühlen. Aber während ein Film als bloße Unterhaltung abgetan werden kann, sind die Nachrichten real, sie erschüttern uns mehr und haben die Fähigkeit, starke und tiefempfundene Gefühle hervorzurufen, insbesondere Traurigkeit, Angst und Wut.

Wenn wir anderen mitteilen, was wir als Reaktion auf die Nachrichten denken und fühlen, können diese Emotionen bis zu einem gewissen Grad zum Ausdruck gebracht werden. Mit Bekannten sprechen, seine Empörung zum Ausdruck bringen, Leserbriefe schreiben, wütende E-Mails an Kongreßabgeordnete schicken, im Internet chatten oder kommentieren – all das dient dazu, einen Teil der Emotionen zu entladen, die durch die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Ereignisse aufgewühlt wurden. Diese Emotionen werden nicht notwendigerweise durch das Anschauen der Nachrichten verursacht. Sie sind bereits in uns vorhanden und werden aufgewühlt.

Die Nachrichten zu sehen und sich darüber auszulassen, ist ein oft vergeblicher Versuch der Menschen, sich besser zu fühlen. Natürlich kann der Grad der Entlastung und Erleichterung in dem Maße, in dem man aktiv wird und tatsächlich etwas tut, z.B. sich an einer Rettungsaktion beteiligt, erheblich sein. Die psychiatrische Orgontherapie ist jedoch ein weitaus besserer Weg, um tiefe, negative Gefühle auszudrücken und loszulassen. Ich glaube, daß dies die einzige Möglichkeit ist, sie für immer zu beseitigen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Menschen in der Therapie dazu neigen, sich weniger auf die Verrücktheiten der Welt und mehr auf ein ruhiges, familienorientiertes Leben zu konzentrieren.

Das Befassen mit all dem apokalyptischen Müll, der nicht zuletzt, wie ich selbstkritisch konstatieren muß, durch den NACHRICHTENBRIEF, tagtäglich über dir ausgeschüttet wird, zieht dich auf geradezu dämonische Weise bioenergetisch runter, obwohl es die Illusion vermittelt, du würdest dich „engagieren“ und am Leben teilhaben. Schnell rutscht man übers Internet in die Szene der Verschwörungstheoretiker ab, die durch eine selbstkreierte Horrorlandschaft irren und dabei langsam aber sicher zu Zombies werden.

Auf Mikroebene sind wir bei Horoskopen, Tarot-Karten und allgemein bei der Wahrsagerei angelangt, die die vorchristliche und voraufklärerische Welt in einen nicht enden wollenden Alptraum verwandelte. Die Menschen verhedderten sich unrettbar in einem Gestrüpp aus schlechten Omen und sich selbsterfüllenden Vorhersagen des unvermeidlichen Unheils. Es war, als wäre alles von einer alles erstickenden DOR-Wolke eingehüllt.

Durch die „Zukunftsvorhersage“ leben die Menschen nicht mehr selbstreguliert ihr eigenes Leben, sondern sie geraten auf ein Gleis, das ihre Zukunft bestimmt. Sie werden „besessen“. Sie sind „besessen“.

Apropos Besessenheit: Alkohol und Drogen (insbesondere Amphetamine, also Crystal Meth, Pervitin, Ecstasy, aber auch Adderall und Ritalin) führen schnurrstraks zu „dämonischer Besessenheit“. Diese Wortwahl ist kein esoterischer Unsinn, sondern Lebenserfahrung. Man muß sich doch nur umschauen, wie diese Substanzen einzelne Familien und ganze Innenstädte in etwas verwandeln, was man nur als „Höllen“ bezeichnen kann. Es ist bei Drogen, insbesondere auch Cannabis, ähnlich wie bei der Demenz: am Anfang steht ein harmloses „Ich bin nicht mehr ich selbst!“ und am Ende schaut dich aus den vertrauten Augen ein anderes, vollkommen fremdes Wesen an, das dich langsam aber sicher mit sich hinab in die Hölle zieht. Dämonen! Und das kann man durchaus wörtlich nehmen:

Viele Methamphetaminabhängige berichten über das Auftauchen von „Schattenmenschen“ nach längerem Schlafentzug. Der Psychiater Jack Potts vermutet, daß der Konsum von Methamphetamin den Halluzinationen durch Schlafentzug eine „konspirative Komponente“ hinzufügt. Ein Befragter sagte: „Man sieht keine Schattenhunde, Schattenvögel oder Schattenautos. Man sieht Schattenmenschen. Sie stehen in Türöffnungen, laufen hinter einem, kommen auf dem Bürgersteig auf einen zu.“ Diese Halluzinationen wurden direkt mit den in der Folklore beschriebenen paranormalen Wesenheiten verglichen. Schattenmenschen werden häufig von Menschen berichtet, die unter der Wirkung von Delirantien [psychotrope Substanzen, die einen Zustand ähnlich einem Delirium hervorrufen] wie Datura [Stechapfel], Diphenhydramin und Benzydamin stehen.

Hier wird nicht erwähnt, daß Meth-Heads unabhängig voneinander manchmal ein und denselben „Schattenmenschen“ beschreiben, der gerade dies oder das macht, und von diesen „Schattenmenschen“ Dinge, etwa über Drogenverstecke, eingeflüstert bekommen, die sie auf normalem Wege nicht wissen können. Wer das nicht glauben mag, möge sich die Welt des klinischen Psychologen Jerry Marzinsky selbst ergoogeln!

Straight Edge! Halte dich von sämtlichen Stimulanzien fern – oder verspiel deine Seele!

Gedankenkontrolle ist das untrügliche Anzeichen, daß du es mit dem absolut Bösen zu tun hast. Jedwede Art von Sektiererei, Gruppendenken, Ideologie – überall, wo du dein selbständiges kritisches Denken einschränken, gar aufgeben mußt, ist des Teufels. Du kannst gleich deine Seele an der Garderobe abgeben! Wenn nicht mal mehr deine eigenen Gedanken und Gefühle zu dir gehören, sondern du nur noch Lautsprecher fremder Gedanken und Übermittler fremder Gefühle bist, dann hat eine „dämonische Macht“ von dir Besitz ergriffen. Ein ganz besonders gruseliges Beispiel sind die Zeugen Jehovas.

Das Böseste, was diese Dämonen in Menschengestalt tun, ist, was wir selbst umgekehrt mit „Dämonen“ tun sollten: Sequestrieren, sich von etwas oder jemanden trennen, es oder ihn isolieren und permanent absondern. Zeugen Jehovas müssen „Abtrünnige“ ächten und jedweden Kontakt zu ihnen radikal abbrechen. Dies, der Klatsch und üble Nachrede, kurz die Emotionelle Pest, zerstören das soziale Gewebe von Liebe, Arbeit und Wissen (Genitalität und Arbeitsdemokratie), das uns trägt und ersetzt es durch eben das: die Emotionelle Pest, die nichts hinterläßt als zerstörte Gemeinschaften, zerstörte Familien und zerstörte Seelen. Was bleibt, ist ein von Leichengift verseuchtes Feld, auf dem nur Tod, Fäulnis und Verzweiflung gedeihen können.

Alexander Lowen (Teil 1)

13. Dezember 2025

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Alexander Lowen und Stanley Keleman in den 1970er Jahren die „Körpertherapie“ als ungeheuren Durchbruch verfochten: „Die Seele über den Körper heilen.“ Das wäre angeblich die Essenz der von Reich entwickelten Therapie! Jetzt finde ich in der Bahn zufällig einen Flyer mit der Überschrift „Psyche hilft Körper“.

„Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu verleihen vermag“. Dieser Satz von Wilhelm von Humboldt aus dem frühen 19. Jahrhundert hat heute ebenso viel Gültigkeit wie zu Humboldts Zeiten. Über viele Jahrzehnte wurde der Kraft der Seele allerdings nicht die Bedeutung beigemessen, die ihr zusteht.

Als Student der Orgonomie fühlt man sich manchmal wie ein Zeitreisender, den es ins Mittelalter verschlagen hat, und den die mittelalterlichen Vorstellungen, etwa über das Leib-Seele-Problem („Körper beeinflußt Seele“ gegen „Seele beeinflußt Körper“) schrecklich auf die Nerven gehen.

leibseele

Die Orgontherapie ist keine „Körpertherapie“, denn es geht nicht um „die Integration des Körpers in die Psychotherapie“ und ähnliches, sondern darum, das neurotische Gleichgewicht aufzuheben mit dem Ziel, den genitalen Primat und damit die orgastische Potenz (der regelrechte Haushalt der biologischen Energie) herzustellen. Geht das ohne körperliche Interventionen, um so besser.

Aus eigner Erfahrung kann ich sagen, daß es weitaus effektiver ist, selbst zu spüren, wie man jahrzehntelang beispielsweise die Schultern gehalten hat, als von außen darauf gebracht zu werden. Es ist effektiver, sich seiner neurotischen Idiosynkrasien bewußtzuwerden und sie aufzugeben, statt durch Massage oder „Übungen“ „gerade gerichtet“ zu werden. Freiheit kann einem nicht geschenkt werden. Entweder nimmt man sich die Freiheit oder man wird nie frei sein.

Das A und O der Therapie ist die Motivation, also der Wille, ein neuer Mensch zu werden und ein besseres Leben zu führen. Es geht nicht darum, sich hinzulegen und durch „Handauflegen“ an sich herum manipulieren zu lassen, bis sich irgendwelche Verspannungen lösen.

Es geht aber auch nicht darum, mit dem „Willen“, bzw. der „Psyche“, den Körper zu heilen. Ich verweise auf die Stelle in Peter Reichs Der Traumvater (München 1975, S. 28f), wo Reich am Beispiel einer Filmszene mit John Wayne kritisch die Beeinflussung des Körpers durch die Psyche beleuchtet:

Und die Art, wie sie etwas leisten oder durchsetzen, ist ebenfalls hartleibig. Erinnerst du dich an den Film mit John Wayne, in dem er stürzt und zum Krüppel wird? (…) Du weißt, als er im Bett saß, auf das Ende seines Gipsverbandes schaute und seine Zehen beobachtete, beschloß er, wieder gehen zu lernen. Und er sagte immer wieder zu sich: „Ich muß diesen Zeh bewegen. Ich muß diesen Zeh bewegen.“ Schau, das ist die starre, die verkrampfte Art, Dinge zu überwinden. (…) Hindernisse und Behinderungen in dieser Weise zu überwinden, durch Gewalt, durch sogenannte Willenskraft (…) das ist die starre, verkrampfte, mechanistische Art, Leistungen zu vollbringen. Er mußte sich so anspannen und verhärten, sich selbst mit aller Gewalt dazu zwingen, wieder gehen zu lernen, daß er darüber vergaß, wie man liebt und freundlich ist. (…) Am besten ist es, einfach zu atmen, sich zu entspannen und es auf natürliche Weise kommen zu lassen. Erzwinge nie etwas, laß es einfach auf natürliche Weise eintreten, dann ist es immer okay.

Entsprechend geht es in der Orgontherapie nicht darum, sich etwa zum „richtigen“ Atmen zu zwingen, sondern darum, es einfach „arbeitsdemokratisch“ geschehen zu lassen.

Orgontherapie ist imgrunde nichts anderes als „Orgasmustherapie“ und genauso wenig wie einem ein Orgasmus von außen aufgezwungen werden kann, kann man einen Orgasmus „wollen“. Das einzige, was man tun kann, ist, die Hemmnisse, die sowohl der Hingabe, als auch der Aggression entgegenstehen, fahren zu lassen.

Alles andere ist Sadomasochismus und auf die Therapie übertragen das, was ich als „Blauen Faschismus“ bezeichnet habe. Tatsächlich unterscheiden sich die diversen „Reichianischen“ Körpertherapien kaum von dem, was Reich in Charakteranalyse als Masochismus beschrieben hat: „Bringe mich von außen zum Platzen!“. Den sadistischen Körpertherapeuten (den „Bioenergetikern“, selbsternannten „Orgontherapeuten“, etc.) ist es eine Lust, ihren „Patienten“ diese Freude angedeihen zu lassen.

Es ist auffällig, daß immer wieder „Reichianische“ Therapeuten und selbsternannte „Orgontherapeuten“ hervortreten, die mit einer ganzen Palette von Therapietechniken Patienten für sich gewinnen wollen. Es ist teilweise schreiend komisch, was sie nicht alles zusätzliche zur (angeblichen) Orgontherapie anbieten. Das reicht von „Craniosakral-Therapie“ über „Ayurveda“ bis hin zur „Geistheilung“, gar „Akupunktur“. Was sie mit diesen ellenlangen Listen zur Schau stellen, ist nicht etwa ihre „Zusatzqualifikation“, sondern ihre Unfähigkeit, therapeutisch effektiv zu arbeiten. Es ist der verzweifelte Versuch kontaktloser Neurotiker Kontakt herzustellen. Imgrunde sind es Perverse, die mit allen möglichen Folterwerkzeugen ihre „Liebe“ zum Ausdruck bringen wollen.

Charles Konia in der Diskussion (Teil 6)

20. November 2025

Im April 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge April 2010

  • Was ist falsch daran, die gleichgeschlechtliche Ehe zu legalisieren?
  • Was ist ein Psychopath und wie entsteht er?
  • Warum wird Amerika zunehmend gehaßt?
  • Haben Shows wie „Hannah Montana“ einen schlechten Einfluß auf Kinder?
  • Ist es falsch Kindern einen Schnuller zu geben?
  • Warum Hirnleistungstraining nicht funktioniert
  • Der Ursprung des Konflikts zwischen Links und Rechts
  • Was Rush Limbaugh wissen sollte

Zu „Was ist ein Psychopath und wie entsteht er?“ schrieb Robert 2012: Ich frage mich immer, ob diese „sexuelle Revolution“ nicht auch indirekt durch Reichs Bücher entstanden ist.

Darauf Peter: Reich hat sich tierisch über die Rezeption seines Werkes bei den „Beatniks“ aufgeregt.

Robert: Es gibt allerdings einen Schwachpunkt in Konias Theorie. Die sozialistischen Länder waren alle autoritären Gesellschaften und demgemäß müssen die Menschen dort gesünder gewesen sein. Zumindest in der DDR waren die Frauen orgastisch potenter wie in der BRD.

„Warum wird Amerika zunehmend gehaßt?“

Peter schrieb 2012: Zu den Türken in Deutschland eine interessante sexualökonomische Analyse: Es geht nicht um Kultur und nicht um Religion. Es geht, davon ist Güner Yasemin Balci überzeugt, im Grunde um nichts anderes als Sex.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tuerkische-literatur-in-stuttgart-zurueck-in-die-steinzeit.87a85372-866f-4ce1-82b7-a6e66478015c.html

Darauf Robert: Die Ehre der Familie ist auch was Sexuelles, nämlich die Jungfräulichkeit der Tochter und damit wären wir beim „Einbruch der sexuellen Zwangsmoral“. Und der ganze Islam besteht aus Vergewaltigung und Besitz der Frau und ist im Kern auch wieder sexuell. [Der damalige Link ist tot, stattdessen: https://www.dw.com/de/t%C3%BCrkei-gewalt-femizide-morde-frauenmorde-frauen-m%C3%A4dchen-istanbul-konvention-v2/a-70496458 ]

O.: Je gebildeter türkische Familien, eben auch Männer sind, desto weniger herrschen „türkische Zustände wie in der „Steinzeit““, wie wir sie kennen und uns immer vorstellen. Uns fällt immer nur der „soziale Abschaum“ auf, der in der Türkei nichts geworden ist und zu uns kommt. Gebildetere Türken schämen sich genauso dafür.
Und dennoch ist das konservative „Familienglück“ auch noch in ihren Adern.
Mich stört der einseitige feministische Ansatz, Männer sollten gestärkt werden, wenn sie in ihrer Kultur etwas verändern wollen: gutes Beispiel, türkische Männer unterstützen sich gegenseitig in einem Verein, dass sie ihre Frauen und Kinder nicht prügeln.
Aber sicherlich muss da viel mehr passieren. Mehr Geld für Sozialarbeiter und Jugendhilfe. Und vor allem Ausbildung und Jobs, das, was die Globalisierung kaputt macht.

Darauf Robert: Das muss mit Bildung gar nichts zu tun haben, sondern kann auch mit einer festen religiösen Überzeugung zusammentreffen:

Der menschenverachtende Aufruf an unsere Politik, auch die Beschneidung von Mädchen aus religiösen Gründen zuzulassen, zeigt, dass die primitive Praxis der Genitalverstümmelung nichts mit mangelnder Aufklärung, geringer Bildung oder schlechter sozialer Lage zu tun hat. Der Aufruf des eloquenten und weltgewandten ägyptischen Professors ist vielmehr ein Beleg dafür, dass Genitalverstümmelung auch von gebildeten Eliten, die rückständigen Ideologien anhängen, gefördert wird.

[Der damalige Link ist tot, stattdessen: https://pi-news.net/2014/09/berliner-professorin-will-genitalverstuemmelung-bei-maedchen-legalisieren/ ]

O.: „Warum wird Amerika zunehmend gehasst?“
Was für eine Frage? Amerikaner fühlen sich wohl immer schon per se gehasst und möchten doch nur geliebt werden.
Sharaf kam einmal auf mich zu und sagte: You hate me? Because I am jewish. – Äh, ich wusste nicht dass er jüdisch war und habe mir überhaupt keinen Gedanken gemacht.
Konia meint, dass Authoritäten per se gehasst werden, weil die „sexuelle Revolution“ ab den 50-ern jeden Respekt vor Authoritäten hat verblassen lassen.
Die plakative These ist schon sehr undiffernziert, Respekt bekommen „natürliche Authoritäten“, andere dürfen wohl keinen mehr erwarten, die Zeiten sind wohl wirklich vorbei.
Wobei den Kindern immer noch die Angst vor „Authoritäten“ beigebracht wird. Insbesondere haben Kinder Angst und Panik vor Alkoholikern, Drogenabhängigen, Polizisten oder TV-Stars, da diese für unberechenbar oder gewalttätig gehalten werden.
Konia meint wohl Amerika würde als Land eine Authorität darstellen müssen, die Respekt verdienen würde.
Aber vielleicht assoziiert man mit Amerika auch eher die Vernichtung der Ur-Amerikaner, Hiroshima, Nagasaki, Vietnam, Zerstörung des Irak, Hollywood, Kennedy, kalter Krieg, Nato-Doppelbeschluss und jubelt trotzdem Obama zu als er noch kein Präsident war und niemand wußte, dass sein Vater bei der CIA war.

Darauf Robert: Konia zählt nur die irrationalen, unbewußten Motive der USA-Gegnerschaft auf, aber es gibt auch eine rationale, faktenbasierte Grundlage, die brutale Außenpolitik abzulehnen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass man die USA hasst, sondern nur das Verhalten einer politischen Clique, die die Herrschaft aktuell inne hat.

Peter: Nichts, wirklich nichts wird die 9/11-Idioten jemals überzeugen! Man kann ihnen alles erklären – sie werden immer neue „Ungereimtheiten“ entdecken. Vollkommen hoffnungslos, weil es kein Problem der äußeren Realität ist, sondern eines der inneren: die chrakterstrukturelle Verformung aller Menschen, die sich der antiautoritären Gesellschaft nicht entziehen können.

Peter: Heute abend im Fernsehen WOLFERINE. Wieder ein Beispiel, wie der Antiamerikanismus aus Hollywood kommt. Hier geht es um unmenschliche Machenschaften des vollkommen entmenschten US-Militärs. Eine Bevölkerung die ständig (jeden Tag mindestens ein Film mit dieser Tendenz!) dermaßen indoktriniert wird, muß bei Ereignissen wie dem 11. September vollkommen automatisch an „It was an inside job!“ denken.
Das geht so seit 40 Jahren so, als etwa US-Western grundsätzlich Parabeln über den Vietnam-Krieg waren. Vielleicht die größte Massenindoktrination der Weltgeschichte.
Die massenpsychologischen Hintergründe erklärt Konia.

Klaus: Kann mir jemand kurz erklären, was genau Henry Kissinger vorgeworfen wird und warum manche ihn für einen Kriegverbrecher halten? ich finde in erster Linie Um-den-heißen-Brei-Gerede.

Peter: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Akte_Kissinger

Es wird gerne vergessen, daß zwischen etwa 1947 und 1989 der Dritte Weltkrieg wütete. Es mußten ständig „realpolitische“ Entscheidungen getroffen werden, die fast immer darauf hinausliefen, ob man, was weiß ich, beispielsweise 200 Menschenleben opfert, um WAHRSCHEINLICH 200 000 Menschenleben zu retten. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, wie die, ob man dem größten Massenmörder der Weltgeschichte (Mao) die Hand reicht, um so einen Atomkrieg zwischen den Großmächten ein Stück unwahrscheinlicher zu machen.
Jimmy Carter wollte mit seiner betont nicht realpolitischen Ausrichtung alles besser machen: er und niemand sonst hat die iranische Revolution, den Islamismus und Zimbabwe zu verantworten.

Darauf Klaus: OK, es geht also um mehrere Aktivitäten, die jener Hitchens genauso allen anderen Beteiligten vorwerfen dürfte.
„ständig ‚realpolitische‘ Entscheidungen getroffen werden, die fast immer darauf hinausliefen, ob man, was weiß ich, beispielsweise 200 Menschenleben opfert, um WAHRSCHEINLICH 200 000 Menschenleben zu retten.“
Das Dilemma sehe ich durchaus seit Langem und entspricht einem dümmlichen Pazifismus, der bekanntlich kaum zu rechtfertigen ist. Fragwürdig wird es nur, wenn man die Gefahr und die Erfolgsaussicht solcher Aktionen nicht richtig einschätzt, und vom Einschätzen hängt ja eine Menge ab. Was Pinochet angeht, hörte ich immer wieder von blutigsten Folter – bzw. Hinrichtungsorgien (Stadion Santiago); Viatnam My Lai; u. Ä., worauf natürlich die Linken dauernd herumgeritten haben, während sie zu gleich blind für die roten Verbrechen waren. Es bleibt schwierig …
Ich nehme an, dass Kissinger auch durch seine Kindheit (13 Verwandte ermordet) ‚realpolitisch‘ geprägt war.

Und weiter 2016: Die USA unterstützen die Taliban wegen ihrer anti-iranischen Einstellung und in der Hoffnung, diese würden das Land einigen und den Bürgerkrieg beenden, was die Region sehr viel stabiler machen würde.“
Wieder etwas mehr oder weniger weit Hergeholtes; der Vorstellung, in ihrem Land finde ein Stellvertreterkrieg statt, hängen auch einige Afghanen in Deutschland an. Gibt es klarere Hinweise darauf? Oder sind nicht Sachverhalte, die Charakter und Mentalität betreffen, ausreichend?

Peter 2015 zu „Haben Shows wie ‚Hannah Montana: einen schlechten Einfluß auf Kinder?“

The impact of scary TV on children’s wellbeing has been overstated, according to University of Sussex psychologists.
While research has shown that a small minority of children can have extreme reactions to a scary programme or film, the researchers found that, overall, children show very little sign of increased anxiety, fear, sadness or sleep.
problems.
[Der damalige Link ist tot, deshalb: https://www.sbs.com.au/news/article/impact-of-scary-tv-on-children-overdone/xa15r0d6m ]

O. 2012 zu „Ist es falsch Kindern einen Schnuller zu geben?”
Die dahinter stehende Diskussion ist, ob Kinder frühzeitig abgestillt werden sollten oder nicht. Wenn man einen Rat geben will, dann ist es besser nicht abzustillen! Das Kind weiß selbst, wann es nach Jahren abstillen möchte. Es geht hierbei nicht nur um Ernährung, die Muttermilch, die viele wichtige Stoffe liefert, sondern vor allem um den energetischen Kontakt, die auch erregenden Sensationen, die die Mutter zu lassen kann (oder nicht).
Wenn eine Mutter dies nicht erträgt, dann stillt sie nicht, einen „orgonomischen“ Zwang hierzu gibt es nicht, und sie wird die Flasche geben.
Der Ernährungsaspekt muss gesondert diskutiert werden. Wer nicht stillt, gibt Aletebrei und die Hipp-Gläschen, gestillte Kleinkinder bekommen dies viel später und nur als Ergänzung zur Muttermilch.
Nestle freut sich über jedes Kind, das nicht mehr gestillt wird. Warum dürfte klar sein.
Als Faustregel, die auch nirgendwo veröffentlicht wurde, können Kinder durch aus bis zur ersten Klasse gestillt werden, wobei es in den letzten Jahren eher um den beruhigenden Aspekt geht.
So und jetzt zum Schnuller. Es kommt auf das Stillen an. Wenn jemand nicht stillt, dann wird dem Kind ein Schnuller angeboten oder auch aufgedrängt, letzteres ist furchtbar. Auch gestillte Kleinkinder werden mal den Schnuller ausprobieren wollen, um zu wissen wie es ist. Dann sollte man auch auf den richtigen achten, der im Plastik nicht irgendwelche Schadstoffe hat.
Zusammenhänge zwischen Schnuller (und Nicht-Schnuller) zu Medienkonsum etc. sind wissenschaftlich nicht untersucht oder belegt, behaupte ich bis mir eine solche Untersuchung vorliegt. Es gehört in den Bereich der plausiblen Mythen, wie bei Navarro, die Idee, dass Kopfpanzerung mit Haarausfall bei Männern zusammenhängen würde.
Was aber anzunehmen ist, sind früh abgestillte Personen oral frustriert worden sind, was für die Psychotherapie insofern später von Bedeutung ist, dass Depressionen und depressive Reaktionen hier ihren Ursprung haben. Da man das später auch nicht mehr ändern kann, man könnte hier einen Schnuller zum therpeutischen Einsatz bringen, ist es nur für die Entwicklungspsychologie von Relevanz und für die Aufklärung der Mütter. Die emotionale Bedürftigkeit des Patienten kommt in der Körpertherapie deutlich zu Tage, hoffen wir, dass eine Therapeut damit umgehen kann und nicht selbst oral frustriert wurde. Die Verhaltenstherapie hat hierfür keinen Sinn und ignoriert dies, da es auch zu sehr an Freud (und Reich) erinnert.

Klaus sagte 2012 zu „Antworten zu “Warum Hirnleistungstraining nicht funktioniert“: Eine Tante von mir, deren einziges geistiges ‚Interesse’ in ihren letzten Jahren zu Hause darin bestand, Kreuzworträtsel zu ‚lösen’, hat Alzheimer.
Eine weitere Verwandte beschäftigt sich mit Sudoku und glaubt, dadurch ihr Gehirn …
Hüther nervt zwar, aber der nette Liebling der linksliberalen Bildungsesos hat hier sicher Recht:
„Das menschliche Hirn sei kein Ablageort für möglichst viel Wissen, da seien Bibliotheken und das Internet viel besser geeignet. Laut Hüther müsse das Hirn vorrangig dazu benutzt werden, um mit dem verfügbaren Wissen kreativ umzugehen und es richtig zu vernetzen. Denn wenn jemand eine Aufgabe mit Interesse und Begeisterung angehe, würden -auch in reiferen Jahren des Erwachsenseins- tiefer liegende Nervenareale des Gehirns dazu angeregt, neue Verknüpfungen zu bilden, die letztlich neue Ideen und Erkenntnisse ermöglichten, so Hüther weiter. Der „Dünger“ für diese erweiterten Hirnaktivitäten sei eigenes Interesse und echte Begeisterung für ein Thema und keinesfalls Leistungsdruck und Stress. In diesem Zusammenhang kritisiert der Professor auch das von vielen engagierten Eltern forcierte frühkindliche Lernen mit zahllosen Angeboten: Kinder, die dauernd etwas angeboten bekommen, lernten vielleicht, viel zu konsumieren; ihre eigene Neugier, Entdeckungsfreude und Kreativität würden auf diesem Weg jedoch nur unzureichend gefördert.“ (https://www.ihre-gesundheit.tv/medical-news/begeisterung-und-kreativitaet-sind-dunger-fuer%C2%B4s-gehirn/ )
Vernetzen blabla … OK, aber vor allem: Begeisterung für Themen

Peter: https://www.zdnet.com/article/qa-new-evidence-shows-brain-training-games-dont-work/
New evidence shows brain-training games don’t work
New evidence fails to replicate the very study upon which the brain-training game industry depends
Es geht mal wieder um sehr viel Geld!

Robert: Hirntraining, zB Lernen, bringt durchaus etwas. Das kann man heutzutage sogar bildlich im CTG messen. Nur Lernen mit dem Computer bringt bei Minderjährigen nichts. Siehe Manfred Spitzer, Digitale Demenz.

Klaus: “ bringt durchaus etwas. Das kann man heutzutage sogar bildlich im CTG messen“ Dann kommt es darauf an, WAS es ggf. bringt und WAS gemessen wird. In dem smartplanet-Link wird auf Gedächtnisleistungen Bezug genommmen. Menschen können Alzheimer haben und sich dabei (je nach Stadium) an vieles detailliert erinnern und z. B. perfekt beim Mensch-ärgere-dich-nicht abzählen; das alles allerdings ohne das geringste erkennbare Interesse und ohne jegliche ‚innere‘ Beteiligung.

Und weiter: Ich meinte natürlich: in dem mir bekannten Fall ohne für MICH erkennbare ‚innere‘ Beteiligung. Es ist erstaunlich, wie hingegen Naomi Feil Kontakt herzustellen vermag (Beispiele bei Youtube). Das ist allerdings eine Sache, die wohl besondere Kompetenzen erfordert.

2015 schrieb Peter:

„Bike heißt Fahrrad… Apple = Apfel“… Statt Vokabeln nur stumpf zu wiederholen, sollten Schüler beim Lernen mehr Sinne ansprechen, sagen deutsche Forscher. Ihrer Studie zufolge prägen sich Vokabeln besser ein, wenn man gleichzeitig passende Bilder betrachtet, aber vor allem, wenn man sie durch eine Geste ausdrückt. Die Devise heißt also: Denk an den Begriff und steig auf das virtuelle Fahrrad oder beiß in den imaginären Apfel! Der Effekt dieser Strategie lässt sich sogar an der Aktivität des Gehirns erkennen.

https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/beweg-dich-gesten-praegen-vokabeln-ein/

Und weiter: In letzter Zeit häufen sich Belege in internationalen Studien, daß sich das Risiko, an Demenzen und Depressionen zu erkranken, insbesondere durch sportliche Betätigung signifikant verringern läßt. Noch gibt es für diesen Effekt keine schlüssige neurophysiologische Erklärung. https://www.assmann-stiftung.de/bestimmte-nervenzellen-erneuern-sich-ein-menschenleben-lang/

Klaus zu „Der Ursprung des Konflikts zwischen Links und Rechts“: „[…] keine Art von politischem Aktionismus […]“
Und es ist gerade Aktionismus, der Linke so sehr prägt: „Bist du aktiv? Was tust du gegen …?“
„[…] Verheißung von Freiheit, Glück […]“, die vielleicht auch darin einen Ausdruck findet, dass so viele der Szene sich mehr oder weniger als Künstler darstellen.
In dieser Gegend habe ich mal gewohnt, und es ist erstaunlich, wie prall gefüllt sie von ‚Künstlern’ sein soll:
[toter Link]

O.: Nun unter „Szene“ hätte ich was anderes verstanden, jene künstlichen Kunstprodukte, deren Kunst so überflüssig ist, dass es einen wundert, dass es hierfür einen Markt geben soll.
Die hier aufgeführten Kiezkünstler – über Geschmack lässt sich streiten – haben keine MediaSpree hinter sich, keine „Universal Music“, sondern versuchen sich als Hobbykünstler, was doch einfach nur toll ist, dass jeder nach seinen Marotten sich zeigt. Sie bereichern, wenn man es mag, die sozialen Kontakte im Kiez.
Das ist besser als vor der Glotze DSDSS zu schauen.

Klaus: Tja, über diese Sachen, die man so von der Straße aus betrachtet, lässt sich schwer argumentieren – ähnlich wie Theoretisieren über Rechts und Links in der Politik mit Bezug auf ‚Kern‘ und ‚Schichten‘ recht schnell beliebig wird. Am Ende berufe ich mich innerlich wohl doch wieder auf persönliche Eindrücke. Das harte Argument erfordert Theorie auf der Basis klinischer Daten; und da ist man wieder bei den wissenschaftstheoretischen Debatten z. B. über Funktionalismus (das gefiel mir mit Jonas ganz gut).

Klaus: Wenn es einfach nur um Marotten ginge, ok. Marotten sind beispielsweise, wenn Egon jeden Nachmittag um vier Uhr vier Pralinen isst, und das aus Prinzip.
Für mich ist aber recht deutlich, dass die ‚Szene’ z. B. Folgendes praktiziert und zelebriert:
– Kunst = Selbstverwirklichung
– Nichts ist ganz ernst zu nehmen, jeder hat seine eigenen ‚Wahrheiten’
– Nur eins ist sicher: ‚Faschos’ sind böse und gehören weg
Auf einer derartigen Grundlage kann ich mich über nichts ernsthaft unterhalten; man teilt ja nichts. Da bleibt nur noch Selbstverliebtheit mit Stil.
Bin froh, aus Berlin raus zu sein, nun schon einige Jahre.
Und das (oben) nun etwas mit ‚Kern’ und ‚Schichten’ zu tun hat?

O.: Das Problem ist der gepanzerte Mensch … (Konia), sonst würde nach jeder Wahl spätestens nach 2-4 Wochen der Präsident als Gangster am Baum vor dem weißen Haus aufgenüpft werden.
Nachdem die „Konservativen“ (nehmen wir mal diese freundliche Umschreibung an) die Karre an die Wand gefahren haben, KZ mit Folter errichtet haben, was „Konservative“ so lange nicht stört, bis sie selber drin sitzen oder versuchten den harten Cowboy raushängen zu lassen und einen Atomkrieg riskieren oder provozieren mit der dümmlichen Vorstellung, Amerika wird von Gott geschützt oder dem SDI, oder der Patriot II Abwehrrakete und dem AWACS, in frühere Zeit „Neger“ und „Kommunisten“ zu jagen, kein Gesundheitssystem (für alle) zu haben etc. – kommt dann mal ein sogenannter „linker“ Liberaler dran, der die Freiheit verspricht, von der unter den Konservativen nichts übrig geblieben ist (außer für sich selber). Alle Hoffnung liegt auf ihm, eine völlig übersteigerte Hoffnung. Kennedy wurde dann mal eben von einem „Einzeltäter“ von allen Seiten durchlöchert, ein Vorgang, der nie einem Konservativen passierte.
Wilson, den kenn ich gar nicht. Also weiter mit Obama, der den Frieden vom Himmel verspricht und Revolutionen im Ausland lobt (Prag), solange sie nicht gegen Amerika gerichtet sind, er verkörpert auch die neue Hoffnung und Freiheit, die die Konservativen erdrückt und erstickt haben. Es ist der Ausdruck des gepanzerten Menschen, der diese Hoffnung nun will. Kein weiterer Konservativer hätte bestehen können, weil das Volk eben nicht mehr eine „konservative“ Regierung ausgehalten hätte. Obama verhinderte den Umsturz durch das Volk, er hielt seine Versprechen nicht, aber er war die bessere Wahl als zurück zur Bush/Reagan und Co. Regierung.
Nun dass Obama kein Linker ist, muss wohl als Staatgeheimnis aufrecht erhalten werden. Er rettet die Regierung und das demokratische Einparteiensystem zweier gleichgesinnter Fraktionen in die nächste Phase der Konservativen.
________________________
Kaum wird es einen wundern, in D läuft dasselbe Spiel. Hat es die CDU mit allem übertreiben, darf sie pausieren und die SPD führt die Geschäfte in gleicher Manier weiter, doch die Arbeiter und Linken sind zufrieden und hoffen auf ein wenig mehr Freiheit, jedoch werden die „Antiterror und Überwachungsgesetze“ und „Notstandsgesetze“ (für einen Bügeraufstand) durchgesetzt, die unter der CDU nur Widerstand in der Bevölkerung hervorrufen würden. In diesem Sinne sind die „linken“ (und Grünen und FDP usw.) der verlängerte Arm des Teufels.
Wie die „demokratische“ Rückholung der Macht aussieht, weiß man, seit dem Rücktritt von Willy Brandt und dem anschließdenen Putsch von Kohl gegen Schmidt („konstruktiver Misstrauenantrag“ oder so) und Schröder bekommt einen fetten Posten und hebt Merkel in großer Koalition auf den Thron.
________________________
Dann lass ich mich noch hinreißen ein paar Worte zu den „Rotfront-Kapitalisten“ zu sagen, die früher aus Moskau finanziert wurden, was die CDU wusste (der man ja kein Wort glauben kann) und wohl sich als solches herausstellte, als die Zahlungen eingestellt wurden. Doch fand sich leicht für „Linke“ eine neue Investorin, US-Fonds aus schwarzen Kassen. Nun finanziell besser ausgestattet, halten sie keinem festeren Blick mehr stand, der ihr schlechtes Gewissen enttarnt.
Spricht man sie auf Reich an, warum sie diesen nicht in ihren roten Buchläden verkaufen, erntet man misstrauische Blicke, mehr oder weniger offene Ablehnung, insbesondere wo sie jetzt so schön angepasst und konservative Mainstreamwissenschaften vertreten. (Hiervon sind die Grünen genauso betroffen).
Ich sehe keinen Konflikt zwischen rechts und „links“ – alle passen schön zusammen und spielen ihre Rollen.

Claus 2015: Konia:
„Die Ideologie des echten Liberalen wird bestimmt durch und ist Ausdruck der zugrundeliegenden menschlichen Hoffnung auf die Verheißung von Freiheit, Glück und dem Wunsch nach sozialen Verbesserungen, während die Ideologie des echten Konservativen von der Überzeugung bestimmt wird, daß diese angestrebten Zustände, sofern sie denn überhaupt realistisch sind, praktisch nicht, vorsichtig ausgedrückt, über das hinaus zu verwirklichen sind, was die Menschen in Amerika ohnehin schon haben.“
Könnte man sagen:
Konservativ zu sein, heißt, etwas als natürlich zu akzeptieren; also: bewahren
Links und linksliberal zu sein, heißt, nicht etwas als natürlich zu akzeptieren, und stattdessen, bestimmen (z.B. mitbestimmen) zu wollen
Ein Beispiel des linken Denkens ist das Gender Mainstreaming und auch schon die Gleichstellungspolitik, sofern sie Ungleichheit nicht akzeptiert, sondern als ungerecht abzuschaffen versucht.

Darauf Peter: Generell ist es ein Gegensatz von unten und oben:
# Konservative fühlen aus dem Bauch heraus, Liberale (Linke) denken zerebral „differenziert“.
# Konservative leben aus den „unten“ gelegenen Schichten der Vergangenheit heraus, Liberale orientieren sich an den zukünftigen („obigen“) Möglichkeiten.
# Konservative orientieren sich an den wenigen tieferliegenden Funktionsprinzipien, die Liberalen an den oberflächlicheren zahllosen Funktionsvarianten.
# Konservative resignieren („Es war immer so und wird immer so bleiben!“), während Liberale „expandieren“ voller Hoffnung in die Zukunft hinein.
# der Konservative werkelt stumm auf der Stelle, er ist der geborene Tüftler, während der Liberale typischerweise Handel betreibt und dabei redet und redet und redet.
# die Unterschicht ist imgrunde konservativ, die Oberschicht imgrunde liberal.

Claus antwortet: oben – unten ; mmh, wäre wohl ein wenig zu klären.
Auf das reichianische Lob der Bildhaftigkeit möchte ich mich nicht allzu sehr (allenfalls vorübergehend) einlassen.
„Konservative orientieren sich an den wenigen tieferliegenden Funktionsprinzipien, die Liberalen an den oberflächlicheren zahllosen Funktionsvarianten.“ Ja. Übrigens landet neuere begriffliche Behandlung von Naturgesetzen bei David Armstrong und Brian Ellis bei folgenden Merkmalen:
Es sind Allimplikationen („Alle F sind G“), die
notwendig (wenn auch nicht logisch, also aus semantischen Gründen, notwendig), daher auch kontrafaktisch (also auch „Wenn a F wäre, wäre a G“),
und
a posteriori (also so, dass es Erfahrungen bedarf, um sie zu erkennen)
sind.
Das hat sicher mit ‚Funktionsprinzipien‘ zu tun (wohlgemerkt: Das heißt nicht, dass WR daran gedacht hat; das Thema Reich-Talmudismus gab’s hier ja schon mal.)
https://www.cicero.de/kultur/politisch-korrekt-oder-die-kultivierung-des-misstrauens/53946
„Die inhaltliche Leere des Konservatismus äußert sich gerade darin, dass entweder politisch korrekte Gepflogenheiten übernommen werden oder aber das Aufbegehren gegen ‚PC‘ verschwörungstheoretische Formen annimmt, ohne dass offensiv für eigene Positionen argumentiert und gestritten wird. Dies wohl, weil es einfacher ist, die Verlogenheit der ‚Anderen‘ anzuprangern, als sich mit dem Zerfall der traditionellen Moral auseinanderzusetzen.“
Man merkt, dass es wichtig wird, „konservativ“ nicht bloß als Festhalten an etwas Altem zu beschreiben, sondern eher als Glauben an dauerhaft Zutreffendes.

Peter: „Die inhaltliche Leere des Konservatismus…“ – Der Konservative ist nicht „politikfähig“, da Politik per se links ist.
Gerade im ARD-Presseclub: Pegida kann in Westdeutschland keinen Fuß fassen, weil hier die Zivilgesellschaft aktiver ist. Zivilgesellschaft??!!

Und: Überhaupt der Presseclub und ähnliches: absolut gespenstisch, wenn man mit Leuten von „ganz oben“ spricht: Deutschland steht mit absoluter Sicherheit kurz vor dem Kollaps, schlimmer als „1933“. Oder anders gesagt: die Katastrophe ist bereits eingetreten, es dauert nur bis die Schockwelle alle erreicht.
Und das weltweit. Trump sagt immer wieder, daß, wenn die nationalen Schulden nur noch ein wenig steigen, der point of no return für die USA erreicht ist. Die 1930er Jahren waren im Vergleich ein Kindergeburtstag.
Das Fernsehen ist wie das Orchester auf der Titanic.

Peter Töpfer (Teil 1)

13. November 2025

Peter Töpfer, obwohl bekennender Stirnerianer und Reichianer, war kaum je Thema im NACHRCHTENBRIEF. Das hat unterschiedliche Gründe. Wie ich dem „Nationalanarchisten“ Töpfer schon in den 1990er Jahren schrieb, müsse ich an den nationalsozialistischen Philosophen Alfred Baeumler denken, der zwar konstatierte, daß Nietzsche „an sich“ ein hervorragender Nationalsozialist gewesen wäre, gäbe es da nicht ein klitzekleines Problemchen: Nietzsche war weder Nationalist noch gar Sozialist, sondern denkbar vehementer Gegner dieser Anschauungen. Exakt genauso ginge es mir mit dem „Nationalanarchismus“! Nun, 2025, bin ich mit wachsendem Alter mittlerweile immer nationalistischer und immer anarchistischer geworden. Hinzu kommt, daß Töpfer zwar kein Holocaust-Leugner ist, aber… Holocaustleugnungskonferenz in Teheran 2006 – Wikipedia Ums Verrecken, ich bin charakterlich unfähig ein „Israelkritiker“ zu werden!

Ein weiterer Grund ist Töpfers Verehrung für und Anschluß an Arthur Janov.

Eines Tages machte ich in einem Buch von Arthur Janov eine Entdeckung, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen; Janov sprach davon, daß der Bäuchling die Sauerstoffzufuhr durch die Nabelschnur als nichts andres als Liebe empfindet. (Töpfer: Die Wahrheit, S. 284, Hervorhebung von PT)

Sic! Für mich ist Janov nichts weiter als gequirlte Scheiße! Bereits in den 1970er Jahren haben sich Schulkameraden begeistert über ihre Lektüre des damals unglaublich gehypten Janovschen „Urschreis“ ausgelassen, worauf ich bereits zu der Zeit nur verächtlich meine Augen verdrehen konnte: „Elende, billige Pop-Psychologie!“ Später lernte ich, daß die Orgonomen, gelinde gesagt, auf Janov nicht gut zu sprechen sind (dort S. 154-160) und solchen Unsinn wie oben empört aufspießen. Janov und Reich: ein Kategorienfehler!

Und schließlich haben mich Töpfers Bücher beim ersten Durchblättern nie angesprochen. Ein ganzes Buch über die „Wahrheit“? In seinen letzten Büchern tauche ich, Peter Nasselstein, auch noch ständig auf… „Um Gottes Willen!“

Aber nehmen wir das bereits zitierte Buch über Die Wahrheit von 2006. Zunächst fällt auf, daß es falsch herum gedruckt wurde, also wie ein hebräisches, arabisches oder japanisches Buch. Das soll wohl den Weg „zurück zur Wahrheit“ symbolisieren. Die wahrscheinlich schlechteste Buchdruckidee seit Gutenberg! Aber es gibt einen inhärenten Grund: bei der inneren Wahrheitssuche lassen wir „die Tausend Seiten Drama ablaufen wie in einem Buch und zwar von hinten nach vorne“ (S. 214).

Zu Beginn der Lektüre sagte ich mir: „Das schaffe ich nie!“ Der in einem makellosen Deutsch verfaßte Text plätscherte dahin und als ich das Buch aus der Hand legte, wußte ich beim besten Willen nicht mehr, bei welchem Paragraphen ich im aufgeschlagenen Buch gerade gewesen war. Es brauchte Zeit, bis mir die Logik des Buches aufging und wie ausgesprochen klar und zielführend es geschrieben ist. Inhaltlich führt es von Reich über Janov (siehe oben…) zu schließlich Töpfer, von der Psychotherapie hin zu deren Überwindung durch die „Wahrsagerei“, das Sagen der Wahrheit. Es geht um ein Leben in der Wahrheit, was zur Heilung frühkindlicher Verletzungen und Traumata führt (Stichwort „Urschrei“).

Charles Konia in der Diskussion (Teil 5)

3. November 2025

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über den Ausschluß Wilhelm Reichs aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung 1934: Ein schicksalhaftes Ereignis

Robert (Berlin) 2014:

Ein sehr guter Artikel.

So global habe ich es früher auch betrachtet, aber in den letzten Jahrzehnten verlor ich den Focus.

Danke an Peter für die Publikation und Übersetzung.

Dazu Jonas:

Erstaunlich, wie aktuell der Text scheint, obwohl er fast 20 Jahre alt ist!

O.:

„Das American College of Orgonomy ist heute die einzige wissenschaftliche Organisation, die Reichs Entdeckungen in unverfälschter Form gegenwärtigen und zukünftigen Generationen übermittelt.“ (s.o.)

So hatte ich es auch früher gesehen oder sehen wollen.

– Auf was liegt die Betonung im Satz? wissenschaftlich, unverfälscht oder gegenwärtigen und zukünftigen Generationen übermittelt?

Alle (ACO fremden Publikationen) beziehen sich heute (seit 1967) auf Baker und nicht mehr auf Reich. Er taucht in quasi allen Literaturverzeichnissen auf und wird inhaltlich kopiert.

Aber wird hinterfragt, was er geschrieben hat?

1965, zwei Jahre zuvor kommt Lowens „Liebe und Sexualität“ heraus, eine Behandlung der Orgasmusthematik noch ohne großes Therapieangebot. 1975 legt er nach mit „Bio-Energetik“. Die Behandlungsmethoden ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Wer schreibt ab? Oder sind beide von Reich in gleichem Maße inspiriert?

Hatte Lowen seine Bioenergetik schon 1967 fertig entwickelt und praktiziert?

Die viel gepriesene „psychiatrische Orgontherapie“ hält in ihrer Technik – dem Buch nach zu urteilen – nicht stand. Baker verlässt Reichs Regel von oben nach unten zu arbeiten, um den Patienten von innen aufzuladen, Depressiven (nicht beim depressiven Charakter) will er Energie aus dem Becken mobilisieren. Das würde ich als pure Bioenergetik verstehen.

Ich frage mich seit geraumer Zeit, was in den USA falsch gelaufen ist, bei der Ausbildung der Mediziner, von Reichs Therapie wird nichts übermittelt.

Darauf ich gereizt:

Ich wollte das gerade beantworten, muß aber dieses Unterfangen aufgeben, da O. nur nebulösen Unsinn schreibt. Das fängt schon damit an, daß Lowen seine Behandlungsmethode bereits 1958 (zweite Auflage 1971) veröffentlicht hat. Zum Rest… Seufz.

O.:

Danke. 1958 war sein erstes Buch „Körperausdruck und Persönlichkeit“ herausgekommen.

hier das für mich erstmal „schockierende“ Zitat, vielleicht erschließt sich mir ja nicht der tiefere Sinn, weil immer nur etwas kurz angedeutet wird und es dann weiter geht:

„Eine Ausnahme sind Depressive, bei denen das niedrige Energieniveau und starke Hemmung eine frühe Befreiung des Beckens gefahrlos machen. (…)“ (BAKER 1967, S. 86)

„Die sieben Segmente … werden gewöhnlich in dieser Reihenfolge ‚befreit‘, abgesehen davon, dass die Brust oft zuerst beweglich gemacht wird, damit man sie verwenden kann, um im Organismus Energie aufzubauen und für zusätzliche Stoßkraft von innen zu sorgen, um sowohl die Auffindung als auch die Beseitigung weiterer Blockierungen zu unterstützen.“ (BAKER 1967, S. 87)

Peter:

In Bakers Buch steht auch, daß bei Depression das Energieniveau rapide absinken kann. Dem muß entgegengewirkt werden durch Mobilisierung der Atmung. Es geht immer darum, welche FUNKTION was hat, nicht darum rigide irgendwelche „Prinzipien“ einzuhalten.

Konias Glossar wurde wie folgt diskutiert:

Robert (Berlin):

„sekundäre Triebe: Der gestörte Ausdruck der primären Triebe, der darauf beruht, daß der Panzer dabei versagt hat, die destruktiven Impulse in Schach zu halten.“

Nanu, auch wenn der Panzer die sekundären Triebe in Schach hält, die primären Triebe müssten durch den Panzer doch immer irgendwie verbogen sein? Oder irre ich mich mal wieder?

Darauf ich:

Also, damit wir nicht über zweifelhaften Übersetzungen stolpern, erstmal das Original:

secondary drives – Disturbed expressions of primary drives resulting from the failure of armor to contain destructive impulses.

Primäre Triebe werden einfach ausgedrückt. Sieht man bei jedem Tier. Wenn sich das Menschentier abpanzert, haben wir idealerweise den symptomlosen „Jesuitenschüler“ vor uns: immer kontrolliert, ausgeglichen, nett, rational, blablabla – während innerlich der Haß des eingesperrten und malträtierten Tieres wütet. Nur leider ist die Panzerung ein sehr fragiles Gebilde, so daß die Triebe schließlich doch wieder durchbrechen – in Gestalt der sekundären Triebe.

O.:

Das Glossar zeigt über die wichtigsten Begriffe schon fast die wichtigsten theoretischen Grundannahmen. Kleine Fehler wären hier schon fast unverzeihlich, daher steckt da schon viel Arbeit drin.

„orgonomist“ klingt im Deutschen schräg, vielleicht ist „Orgonom“ der bessere Begriff, obwohl es mir auch nicht gefällt, hat es Reich ja schon als Grundform für einen Organismus benutzt.

Über die „Biopsychiatrie“ (in Anlehnung an die „Biopathie“) habe ich mich am meisten gewundert.

Mir würde ein einheitlicher Begriff wie „orgonomische Psychiatrie und orgonomischer Psychiater“ am besten gefallen, wobei der auch etwas neu wäre. Auf keinen Fall sollte man hier beliebig und alle paar Jahre sich was neues ausdenken, das würde komisch und verwirrend wirken.

Peter 2025: Biopsychiater sind Psychiater, die ihre Patienten von der biologischen Panzerung her betrachten und wie die Panzerung die biologische (Orgon-) Energie behindert.