Ein ganz anderer Mensch, eine ganz andere Haltung:
Übrigens rätseln sie, wie der Linke Steimle von Linken derartig pestilent angegangen werden konnte. Sie verstehen es nicht, weil sie nicht gelernt haben, zwischen Liberalen („Linken“) und Pseudoliberalen (Kommunisten) zu unterscheiden.
Ohne Preise und Zinsen ist eine Wirtschaft nicht zu „planen“. Steigen die Preise eines bestimmten Gutes, signalisiert das, daß es knapper wird. Reaktion: die Konsumenten halten sich beim Kauf zurück und die Produzenten produzieren mehr. Die Preise sinken wieder. Steigen die Zinsen, deutet das auf bevorstehende Gefahren hin, für die man Kapital ansparen sollte. Es kann infolge mehr investiert werden, die Wirtschaft boomt wieder und damit sinken auch wieder die Zinsen.
Sozialisten machen das alles kaputt, indem sie Preise willkürlich festlegen, so daß vollkommenes Chaos entsteht. In realsozialistischen Ländern war es beispielsweise für die Kolchosen rentabler Brot statt das dazu verwendete Getreide an das Vieh zu verfüttern! Gegenwärtig wird versucht mit Nullzinsen oder gar Minuszinsen (a la Silvio Gesell) in der Wirtschaft einen künstlichen Boom zu erzeugen, d.h. es wird kein Kapital mehr gebildet, was nur in einer vollständigen Katastrophe münden kann. Es ist etwa so, wie beim verpeilten Eichhörnchen, daß im herrlich goldenen Herbst chillt und darüber vergißt für den Winter Vorräte anzulegen.
Sozialismus in all seinen Ausprägungen ist nichts weiter als Emotionelle Pest (ich verweise dabei noch mal ausdrücklich auf Teil 24!). Das reicht vom christlichen, über den Marxistischen, den Keynesianistischen bis hin zum „Gesellianischen“ Sozialismus. Sein Umgang mit den Preis- und Zinssignalen ist ungefähr so, als würde ein Psychopath in einer Stadt aus purer Boshaftigkeit sämtliche Wegweiser und Straßenschilder umstellen. Der Austausch zwischen den Menschen kommt zum Erliegen und die Stadt stirbt. Warum tut der Psychopath das? Er kann das Leben, die Bewegung, die Pulsation nicht ertragen. Genauso ist es mit dem sozialistischen Abschaum jedweder Couleur bestellt, sie mögen „humanistisch“ rumseiern, wie immer sie wollen!
Man schaue sich den modernen Haus- und Wohnungsbau an und vergleiche das mit früher? In Zeiten, wo doch alles um „Wärmedämmung“ geht, werden die Fenster mit jedem Neubau größer (d.h. der, von der ach so wichtigen Wärmedämmung her betrachtet, neuralgischste Punkt jeder Fassade), so daß die Menschen neuerdings in Schaufenstern leben. Wenn ich mich abends auf das Fahrrad schwinge, um noch schnell was einzukaufen: ein ungewollter Blick und ich habe die gesamte in diesem Jahr errichtete Neubauwohnung überblickt und die Dynamik des Familienlebens erfaßt… Ich könnte in einer solchen Wohnung keinen Abend überleben, aber diese Leute scheint es gar nicht zu stören, auf der Bühne zu leben!
Die Architektur ist direkter Ausfluß der biophysischen Struktur der Menschen aus oberflächlicher sozialer Fassade, der mittleren Schicht (die man weitgehend mit der Panzerung gleichsetzen kann – obwohl das Dreischichtenschema natürlich die „gepanzerte Struktur“ in ihrer Gesamtheit beschreibt) und dem bioenergetischen Kern. Der liberale („sozialistische“) Charakter steht sozusagen vor der Mauer der Panzerung, der konservative Charakter hinter ihr. Entsprechend ist die beschriebene neue Architektur Ausdruck der Tendenz zum Sozialismus: alles ist öffentlich, sozial, ohne jedwede Tiefe, „pseudo-expansiv“.
Ganz anders die konservative Ära, als sich die Menschen hinter auffällig kleinen und dicht verhangenen Fenstern verbargen (Kontraktion). Besonders deutlich wird das in der Welt des Nahen Ostens, wo die Fenster zum Innenhof gehen, während man draußen einer fensterlosen Fassade gegenübersteht. Siedeln dies Leute in unserem Kulturkreis, leben sie hinter heruntergelassenen Jalousien. Nicht nur die Frauen, auch die Häuser sind „verschleiert“.
Selbstredend ist der Konservative, in welcher Ausprägung auch immer, alles andere als „gesund“, trotz seinem Kernkontakt, der aber durch die Panzerung stark verzerrt, pervertiert ist. Und schon gar nicht ist es per se „krank“, offen und der Welt zugewandt zu sein. Es wird nur extrem krank, wenn es zur „Freiheitskrämerei“ wird, die die reale Vereinzelung und Vereinsamung der Menschen nur verschleiert und an deren Ende die Selbstbezichtigung steht, um irgendwelche Roten Garden zu beschwichtigen: „Ich bin kein Rechtsabweichler!“ (Reichsbürger, Coronaleugner, etc. lese keine verbotenen Bücher und treffe mich nicht mit Feinden der Be-Völkerung).
Was ist also Arbeitsdemokratie konkret? Nicht für irgendwelche orgonomischen Kleinorganisationen, sondern für ganze Nationen oder den ganzen europäischen Kontinent? Was ist konkret zu tun, um die Arbeitsdemokratie zu etablieren?
LIEBE: Arbeitsdemokratie kann nur funktionieren, wenn die Menschen nicht von Gier, Machtstreben und Rachegedanken getrieben werden. Dies ist nur möglich, wenn die Massen sexuell befriedigt sind. Entscheidend ist ein gesellschaftliches Klima, das sexual- und lebensbejahend ist. Keine soziale „Revolution“ (= Ausbalancierung der quantitativen und qualitativen Aspekte der Arbeit – siehe unten!) ohne eine sexuelle Revolution (= Ausbalancierung von Sex [„Quantität“] und Liebe [„Qualität“]). Erst dann kommen die bereits erwähnten „kosmischen“ Funktionen zum Tragen. Es muß ein krimineller Akt gegen die Gesellschaft werden, sexualablehnend und pornographisch zu sein!
ARBEIT: Nach Marx (oder besser gesagt Weitling) sollte jeder Arbeiter nach der Zeit bezahlt werden, die er gearbeitet hat. Jeder bekommt also für eine Stunde Arbeit genau das Gleiche. Und warum? Weil dies eine Arbeitsdemokratie ist und wir voneinander abhängig sind. Ein Psychotherapeut kann keinen einzigen Patienten behandeln ohne die Menschen, die die gesamte Infrastruktur aufgebaut haben und unterhalten, und ohne all die Menschen, die direkt oder indirekt für ihn arbeiten. Aber das ist nur der quantitative Aspekt, es gibt natürlich auch einen qualitativen. Ohne Edison und Ford und all die anderen Erfinder, Ingenieure, Wissenschaftler und Hochqualifizierten, die jahrzehntelang an Fach- und Hochschulen ihr Handwerk studiert haben, und nicht zuletzt all die Unternehmer – all die Arbeit wäre sinnlos bzw. würde erst gar nicht erst existieren. Diese Art von „Mehrwert“ sollte ebenfalls angemessen vergütet werden. Dies wird automatisch vom Markt für Güter und Dienstleistungen geleistet. Dennoch sollte jeder Arbeiter seinen gerechten Anteil bekommen („Sozialismus“) und jeder, der altersschwach oder behindert ist, sollte alles umsonst erhalten („Kommunismus“). Die Sozialisten neigen dazu, nur die quantitative Seite zu sehen, während die Liberalen und Konservativen die Tendenz haben, nur die qualitative Seite zu erkennen – eine Blindheit, die von linken Populisten ausgenutzt wird. Beide Seiten können nicht funktionell denken!
WISSEN: Wir sind Menschen. Alles beginnt im Gehirn und ist daher in gewisser Weise „ideologisch“. Arbeit beginnt immer mit einer inneren Vorstellung, einer Blaupause des fertigen Produkts oder es ist keine Arbeit (Marx). Liebe ist nicht blind, sie beginnt immer mit einem „Ich sehe Dich“! Ebenso kann ein gesellschaftlicher Wandel in Richtung einer wahren Arbeitsdemokratie nur mit einer Aufklärung des Volkes, einer Vermittlung funktionellen Wissens beginnen. Es ist wie bei der Charakteranalyse/Orgontherapie: Man beginnt immer mit der Oberfläche und dem Kopf, tauscht Blicke aus und führt Gespräche. Die Menschen müssen lernen, funktionell zu denken, insbesondere im Hinblick auf die Abwägung der quantitativen und qualitativen Aspekte. Wenn sie das tun würden, sähen sie, daß der Kapitalismus ohne Sozialismus nicht funktionieren kann und umgekehrt und daß die ganze politische Rechts/Links-Spaltung unsinnig ist. Sie würden sehen, daß all das christliche Geschwätz über die „Liebe“ eine Lüge in einer sexualverneinenden und das heißt lebensnegierenden Gesellschaft ist, die ständig Sadismus und Perversion hervorbringt. Aber sie würden auch sehen, daß „Sex“ ohne Liebe, d.h. die gesamte zeitgenössische Jugendkultur, ebenfalls destruktiv ist und – sexualverneinend.
Die Tragödie ist, daß man dies nicht einfach auf politischem Wege umsetzen kann. Warum? Weil Politik ihrem Wesen nach Teilung, Täuschung und Spaltung ist, während es bei der Arbeitsdemokratie, wie oben gezeigt, um Ausgleich geht.