Posts Tagged ‘Schuld’

Martin Walsers Unbehagen in der Erinnerungskultur

3. Oktober 2026

Bedenkenswert ist der Brief eines gewissen Jochen Weber an Martin Walser über dessen Rede am 11. Oktober 1998 in der Paulskirche. Im Verlauf der eigenen Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit sei ihm, Weber, aufgefallen,

wie im deutschen Fernsehen gewissenlos und gefühlskalt in zunehmendem Maße immer wieder Bildmaterial über die NS-Greuel eingesetzt wurde, um irgendein politisches Anliegen zu untermauern. Die Würde der präsentierten Toten hatte keinerlei Bedeutung. Gewisse Fernsehbeiträge ähnelten immer mehr, in Aufbau und Stil, der Goebbelschen Propaganda. Die vielen Leidenden und die massenhaften Toten wurden als Manövriermasse mißbraucht. Inzwischen entlarvt allein schon der Hinweis auf Auschwitz das unredliche Argument. (Frank Schirrmacher (Hrsg.): Die Walser-Bubis-Debatte, Frankfurt 1999, S. 171).

Die damalige Debatte ist wichtig, weil es um Schuld, Schuldgefühle, schlichtweg das „Über-Ich“ d.h. um PANZERUNG ging. Sie ist der eine Wendepunkt in der Auseinandersetzung Deutschlands mit seiner „historischen Schuld“, denn es war der erste „Befreiungsschlag“ gegen einen alles beherrschenden Alpdruck, d.h. der von Walser erwähnten „Moralkeule Auschwitz“. Einer Moralisierei, die sich prinzipiell der gleichen hysterischen, jede rationale Abwägung hintertreibenden Rhethorik befleißigte, wie es vorher Goebbels getan hatte. Linke behaupten charakteristischerweise, Walsers sei der „Dammbruch“ gewesen, der den Weg zum „Schlußstrich“ geöffnet hätte, also das Ende der emotionalen Erpressung des deutschen Volkes. Resultat: unsere Unterdrücker zogen die Schrauben der Folterbank weiter an.

In seiner Verteidigung griff Walser auf die durch Bernd A. Laska zugänglich gemachten Thesen LaMettries über die verheerende Rolle des Schuldgefühls bei der Unterdrückung des lebendigen Lebens zurück. 2004 wurde LaMettrie (und gewisserweise auch Laska) zum Helden von Walsers Roman Der Augenblick der Liebe. Schuldgefühle, die erwähnte „Moralkeule“, seien ein korosives Gift für Seele und Körper. Das aufoktroyierte schlechte Gewissen erzeuge innere Blockaden, Wut und Haß und entsprechend genau jene Gefühlskälte, die es doch bekämpfen soll. Was erwartet man eigentlich, wenn man Menschen Jahrzehnte in einer schuldbeladenen „Erinnerungskultur“ emotional erstickt? Was soll das Ergebnis dieser schwarzen (wohl eher roten) Pädagogik sein?

Es paßt ins Bild, daß Walsers Kritiker nicht etwa angesichts des durch Walser vermittelten aufklärerischen Impulses innehielten, sondern sie ganz im Gegenteil reflexhaft den Schuldkult weiterforcierten und „hysterisierten“. Niemals wurde so heftig gegen Hitler gekämpft wie in den letzten zwei Jahrzehnten, nie waren die Hetzreden schriller, nie wurde der erwähnte „Damm“ (!) höher aufgeschüttet!

Und das alles auf eine Art, die wirklich immer mehr an Goebbels erinnert. Man merkt, daß den wie Priester eines Kults auftretenden Propagandisten der „Erinnerungskultur“ die tatsächliche Erinnerung an die jüdischen Opfer der Emotionellen Pest egal ist – daß ihnen die Opfer gleichgültig sind. Sie sind vielmehr willkommenes Material, um auf pestilente Weise jede Regung von Gesundheit, Lebensfreude, „Identitätsfreude“ im deutschen Volkskörper zu ersticken, indem eine Art Dauerstreß unter der „Moralkeule“ erzeugt wird. Unter diesem Schirm und auf dem Rücken von sechs Millionen grausam ermordeter Juden machen die Blockparteien der Emotionellen Pest ihre Politik! Das Verrecken der Juden hatte einen Sinn: ihr Opfer verhindert die AfD – und erhält den Funktionären der Altparteien ihre gepanzerten Dienstlimousinen nebst Fahrern, fürstlichen Pensionen, Zugang zu… Sie mußten sogar für die ideologische Unterfütterung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der SPD und der Grünen auf Serbien herhalten. Wie moralisch verkommen und schlichtweg bösartig kann man eigentlich sein?

Arbeitsdemokratie und Wille zur Macht

29. September 2026

In Betrieben, Behörden, Kliniken etc. bestimmen nicht die Gesetze der angeblich „natürlichen Arbeitsdemokratie“, sondern die natürlichen Gesetze einer Primatenhorde, in der die nach vorne kommen, die sich am lautesten auf den Brustkorb trommeln und dem Chef am effektivsten in den Arsch kriechen. Wie Primatenforscher zeigen, sind das alles ganz natürliche Verhaltensweisen für die Tiergruppe, zu der auch wir gehören. Auf eine verwickelte Weise ist dieses „natürliche“ Verhalten jedoch ein denkbar unnatürliches, saharia-sisches Verhalten!

Die Bonobos leben eine Affengesellschaft vor, in der diese „natürlichen Anlagen“ energetisch einfach nicht besetzt sind, weil die Gesellschaft durch die ständige genitale Entladung bestimmt wird. Genauso vernünftig sollte auch die menschliche Gesellschaft funktionieren. Daß sie es nicht tut, ist dem saharasia-sischen Einfluß zu schulden.

Meines Erachtens gibt es zwischen Genitalität und Primaten-Machismo einen graduellen Übergang, je nach der Situation. Reich, der „weiche“ Ungepanzerte auf der einen und Reich, der „harte“ „Hecht im Karpfenteich“ und Frauentyp auf der anderen Seite ist dafür das beste Beispiel. Das ist eine Frage der variablen energetischen Ladung.

Was den Erfolg im Leben betrifft gibt es drei Gruppen von Menschen: die pestilenten Arschlöcher, die sich durchsetzen; die kleinen arbeitssamen Männer, die viel leisten, aber trotzdem übersehen werden; und schließlich jene anständigen Menschen, die ebenfalls arbeitssam und ehrlich sind, aber die auch von einem Charisma umgeben sind und entsprechend Erfolg haben. Die pestilenten Psychopathen haben ein ähnliches Charisma, weil sie innerlich tot sind und deshalb Angst, Scham und Schuld kaum kennen. Im Zweifelsfall folgen die Massen ihnen (den Barabassen) und nicht den genitalen Charakteren (Christussen).

Es ist deshalb nur natürlich, daß jene Männer und Frauen die „blenden“ auf deiner Arbeitsstätte und überhaupt in deinem Leben Erfolg haben bzw. hatten. Das ist ein orgonotisches Phänomen. Sie projizieren Lebensdynamik ohne Orgasmusangst zu provozieren; sie fallen auf, werden bevorzugt und haben Erfolg ohne die Panzerung zu gefährden. Kommt es zur Erstrahlung, werden vor allem die sekundären Triebe hervorgekitzelt. Man denke nur an das Dritte Reich oder an den deutschen „Reichianismus“ der letzten Jahrzehnte und dessen groteske Blüten!

Hinter den pestilenten Blendern steckt trotz ihren typischerweise kurzzeitigen Erfolg keinerlei Substanz. Alexander Lowen ist dafür ein gutes Beispiel: von Anfang an wollte er „erstrahlen“, wurde dabei sogar von Reich unterstützt („Ja, ich werde Sie berühmt machen!“) und Lowen hat es auch spektakulär geschafft, aber es steckt nichts, aber auch rein gar nichts dahinter. Ich denke auch an einen deutschen Pseudo-Orgontherapeuten, der mit einem Projekt nach dem anderen reüssierte, um sich dann schließlich zu Tode zu saufen.

Das bringt mich zum Willen zur Macht: Alles ist Willen zur Macht. Das fängt beim Schulhof-Macho an und hört beim therapeutischen Superstar Lowen und Adolf Hitler auf. Aber das ist alles nur Kinderkram, da sich wirkliche Macht an der Zeitdauer zeigt, in der sie wirksam ist. Nietzsche selbst ist dafür das allerbeste Beispiel. Zu Lebzeiten war er, was den Willen zur Macht betrifft, eine Witzblattfigur und eine peinliche Erscheinung. Aber langfristig war sein Einfluß einfach ungeheuerlich: das fängt mit der Psychoanalyse an und hört beim russischen Marxismus und indischen Islam, auf die er merkwürdiger Weise einen großen Einfluß hatte, auf. Woran liegt dieser Erfolg: einfach daran, daß er sich frech in den Vordergrund drängt. Leute, die an Gott glauben, kann man mit Nietzsches Hilfe abkanzeln, aber auch Atheisten: Alles und jedes wird von Nietzsche fertiggemacht und was bleibt ist Nietzsche selbst. Genauso bei Reich, der niemanden neben sich geduldet hat – und auch postmortem niemanden neben sich duldet. Schon gar nicht irgendwelche pestilenten Nullen!

Ein Mensch wie Lowen, oder z.B. Erich Fromm, hat Erfolg, weil er sich mangels Substanz und Eigenständigkeit bei allen einschleimt, aber dieser Erfolg verflüchtigt sich schnell und nichts bleibt. Menschen wie Nietzsche oder Reich haben vergleichsweise wenig Erfolg, aber sie bleiben über ihren Tod hinaus im Geschäft und wachsen schließlich sogar post mortem. Das ist wahrer Wille zur Macht, weil er im Einklang mit dem Lebendigen schlechthin steht.

Dazu kommt etwas, daß auf den ersten Blick geradezu das Gegenteil von „Wille zur Macht“ ist: die GERECHTIGKEIT. Es geht nicht darum irgendeine Phantasiewelt zusammenzubrüten und dann der Welt zu präsentieren. Wirklicher Wille zur Macht zeigt sich daran, der Wirklichkeit gerecht zu werden, wirklich mutig den Fakten zu folgen, wohin sie auch immer führen mögen. Zum Beispiel hat Reich sich immer durch die Klinik und Experimente leiten lassen, auch wenn sie seinen persönlichen Überzeugungen ins Gesicht schlugen. Das ORANUR-Experiment, das einen Großteil seiner vorhergehenden Theorien schlechtweg falsifizierte, ist dafür das beste Beispiel. Wirklicher Wille zur Macht ist also das Gegenteil von selbstherrlicher Willkür, die ein Zeichen von Schwäche ist, wie jeder Psychotiker, der den Napoleon spielt, beweist.

Ähnliches läßt sich zum zwischenmenschlichen Verhalten sagen: wirklicher Wille zur Macht zeigt sich nicht in der Kleinheit des miesen kleinen Dränglers, der überall nach seinem persönlichen Vorteil sucht und überall vordrängelt, sondern er zeigt sich in der Großzügigkeit des Mächtigen, der aus seiner Überfülle gibt. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß der Mächtige ein Idiot ist, mit dem man alles machen kann und der sich alles gefallen läßt. Ganz im Gegenteil geht es ja darum, die Welt objektiv und unverzerrt zu betrachten: mit einem ungepanzerten okularen Segment – mit Perspektive, einer souveränen Perspektive.

Reich ist stets sicher seinen Weg gegangen, auch wenn am Anfang wenig objektives Material vorhanden war, auf das er zurückgreifen konnte. Ich denke z.B. daran, wie er bei den elektrodermalen Experimenten „souverän“ über Einwände der Fachleute von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft hinweggegangen ist und stattdessen seiner Intuition vertraut hat. Reich war sich einfach seiner Gefühle und ihrer Objektivität sicher und hat entsprechend selbstbewußt und „rücksichtslos“ sein von Freud ihm unterstelltes „Steckenpferd“ geritten. Leider hat ihn dieses Selbstvertrauen auch manchmal hoffnungslos in die Irre geführt, z.B. was kontaktelektrische Erscheinungen oder geheime angebliche Unterstützer bzw. Feinde betraf.

Trump in der Moorburg

8. September 2025

Reich schrieb 1942:

Es gibt in der Gesellschaft eine bestimmte Menschenschicht, die verstreut ohne Zusammenhang lebt und wirkt: die Schicht der mit natürlicher Sexualität ausgestatteten genitalen Charaktere. Man findet sie außerordentlich häufig im Industrieproletariat. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 151)

Trump ist sicher kein genitaler Charakter, aber er hat diese genitalen, bodenständigen Arbeiter-Qualitäten, wie man sie insbesondere bei amerikanischen Bauarbeitern findet; einem Umfeld, in dem Trump aufgrund der Baufirma seines Vaters aufwuchs und das er nie verlassen hat. Diese zupackende, hemdsärmelige Ausstrahlung treibt eine bestimmte Art von Menschen in den Wahnsinn. Das Trump Derangement Syndrome ist eindeutig eine Emotionelle Pest-Reaktion gegen Genitalität und Arbeit! Die orgastisch impotente Pest kann nicht lieben, nicht arbeiten, nichts aufbauen, sondern nur Dinge in die Luft jagen und die Arbeit von Generationen zerstören.

Der Konservative identifiziert sich mit seinem Vater, versucht allenfalls ihn zu übertrumpfen, entsprechend fühlt er sich als integraler Bestandteil der Welt, glaubt an „Gott Vater“, oder zumindest an „Mutter Natur“, und fühlt sich wohl und geborgen und kann entsprechend mit Schuldgefühlen umgehen, d.h. er sieht sich gerechtfertigt „vor dem Herrn“. Die Schuld diffundiert sozusagen in die Tiefe des Raumes. Bloße Naturverbundenheit reicht da vollständig aus.

Ganz anders der nicht nur in dieser Beziehung „oberflächliche“ Liberale. In der ödipalen Auseinandersetzung rebelliert er gegen den Vater, fühlt sich nicht als Teil von dessen Erbe (Generationenfolge) und nicht als Teil von dessen Welt (Umgebung). Tatsächlich ist der Liberale sozusagen aus der Welt gefallen. Da er es innerlich nicht verarbeiten kann, frißt ihn das Schuldgefühl auf, das deshalb ständig durch „Gutmenschentum“ kompensiert bzw. „ausgeglichen“ werden muß. Man denke nur an die Grüne Energiepolitik, mit der die Schuld durch Engagement für die Umwelt und für die „Armen und Enterbeten“ (mit denen sich der Liberale wegen seiner Rebellion identifiziert!) abgetragen, gleichzeitig dadurch aber der Vater und sein Erbe weiter gemordet wird. Sein Schuldabtragen beschert dem Liberalen also noch mehr Schuld! Ein Circulus vitiosus, der nur in der kommunistischen Katastrophe münden kann.

Trump wird deshalb dermaßen gehaßt, weil er als erfolgreicher Immobilienmogul, notorischer Womanizer und Patriarch über eine große Familie die ultimative Vaterfigur darstellt („Daddy the Pig“), sich ständig zum Vaterland bekennt und Amerika wieder groß machen will; weil er seine gesamte politische Laufbahn darauf aufbaute, sich „rücksichtslos“ über die liberale „Schuldökonomie“ und das Gutmenschentum lustig zu machen und schließlich weil er ständig den Liberalen als das darstellt, was dieser tatsächlich ist: ein kommunistischer Mörder. Hinzu kommt, daß der „Faschist“ Trump eine „Schuldverarbeitungsstelle“ nach der anderen schleift (Sozial- und Umweltschutzprogramme), – ähnlich wie der subversive Grüne, quasi als Mitglied einer neuen RAF, ein Kraftwerk nach dem anderen in die Luft sprengt. Hier Moorburg, Hamburg – einst das modernste Kohlekraftwerk der Welt. Wert: 1 Milliarde Euronen. Man muß Moorburg mit eigenen Augen gesehen haben, um es zu glauben! Das ist kein geregelter „Rückbau“, das ist blanker Roter Terror!

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 2)

2. September 2025

Die gegenwärtige Gesellschaft ist, jedenfalls in der Sphäre „unserer Demokratie“, zu fast 100% charakterstrukturell liberal mit einem zunehmenden Abdriften hin zum Pseudoliberalen (rotfaschistischen Extrem). Man betrachte nur den täglich hysterischer werdenden „Kampf gegen Rääächts“ und die immer absurder und grotesker werdende Linkssprechung zur „Generalprävention“, die nur noch als Roter Terror bezeichnet werden kann. Das ist so, weil der Liberale mit seiner Schuld (d.h. in der Muskulatur gefangenen Wut) nicht umgehen kann. Früher bot sich Gott selbst in Gestalt seines „eingeborenen Sohnes“ als Sündenbock an, der stellvertretend alle Schuld auf sich lud. Mit der Säkularisierung und „Liberalisierung“ fiel dieser Trost weg und der heutige Mensch wird von seinen Schuldgefühlen innerlich aufgefressen. An die Stelle von Jesus Christus als „Container, in dem die Schuld entsorgt wird“, tritt die Selbstkasteiung durch nur als psychotisch zu bezeichnende masochistische Asyl- und Klimapolitik und – Adolf Hitler. Alles denkbare und undenkbare Böse in der Welt wird ihm zugeschrieben und seine, offenbar unmittelbar bevorstehende, Machtergreifung wird mit immer größeren und grelleren Lettern an die Wand geschrieben. Der „Kampf gegen Rääächts“ ist nichts anderes als ein rasant inflationierendes „Ent-Schuld-ungsprogramm“!

Entsprechend muß diese Serie von Blogeinträgen, die ganz im Gegenteil das in ewiger Schuld ertrinkende Deutschland als OPFER darstellt, eine alle Maße sprengende Provokation des Zeitgeistes darstellen. Da dieser vollkommen psychotisch ist, hier für die ganz vernagelten rotgrünen Dummbratzen: Der NACHRICHTENBRIEF hat weit weit weit weniger als null Sympathie für den Nationalsozialismus, der in jedweder Beziehung das diametrale Gegenteil der Orgonomie darstellt. Ist alles selbstverständlich, aber ich entblöde mich nicht, das hier für die ganz Blöööden an zwei Namen festzumachen: Heinrich von Kogerer und Johanna Haarer.

Der Wiener Psychiater Dr.med. Heinrich von Kogerer war zehn Jahre älter als Reich und starb ein Jahr nach Reich. Wie Reich und zeitgleich mit ihm arbeitete er unter Julius Wagner-Jauregg an der Wiener Psychiatrisch-Neurologischen Universitätsklinik. Ab 1922 war er Leiter des dortigen psychotherapeutischen Ambulatoriums und damit automatisch der Gegenspieler des von Reich dominierten psychoanalytischen Ambulatoriums, das zeitgleich gegründet wurde.

Im Zuge des Anschlusses von Österreich arbeitete [von Kogerer] noch ab März 1938 in dem von Matthias Heinrich Göring geleiteten Deutschen Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie mit und wurde im gleichen Jahr zudem mit der Leitung eines psychoanalytischen Arbeitskreises in Wien beauftragt. Kogerer, der 1934 ein Werk zur Psychotherapie für Studierende und Ärzte verfaßt hatte, stellte 1938 fest, daß „[…] nunmehr endlich das ausgesprochen werden kann, was dem Kundigen längst bekannt war: nämlich, daß die Psychoanalyse Freuds spezifisch jüdische Psychologie ist und nur teilweise Geltung hat“.

C.G. Jung läßt grüßen! – Mit solchen „Kollegen“ hatte es Reich zu tun! 1935 wurde in Reichs Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie (Bd. 2, Heft 3) Kogerers erwähntes Buch Psychotherapie, Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte wie folgt kurz abgehandelt:

Das Buch behandelt die Geschichte der Psychotherapie, die Ursachen der psychischen Störungen allgemein und die einzelnen Krankheitsbilder im besonderen. Es wird den modernen Problemen der Psychotherapie in keiner Weise gerecht, weil es ein Sammelsurium von Methoden, Anschauungen und Arbeitsweisen in naiver, hoffnungsloser Weise zu vereinigen sucht.

Wie in Görings Institut, dem sich Kogerer später, wie erwähnt, anschloß, ging es um das, was man heute als „methodenübergreifende integrative Therapie“ bezeichnet. Alles wird mit allem vermanscht, die unterschiedlichsten psychotherapeutische Ansätze gemixt und mit diesem üblen Gebräu dann Patienten malträtiert. Daß sich dabei insbesondere kuriose „Wilhelm Reich Gesellschaften“ mit unterschiedlichen „neo-Reichianischen Methoden“ hervortun – drauf geschissen!

Die Lungenfachärztin Johanna Haarer (1900–1988) prägte die Erziehung, insbesondere die Säuglingspflege im Nationalsozialismus. Sie starb als noch immer bekennende Nationalsozialistin. Ihr bekanntestes Werk Die Mutter und ihr erstes Kind erschien in immer neuen Auflagen bis – 1987!

Im betreffenden Wikipedia-Beitrag heißt es, daß bis Kriegsende fast 700 000 Exemplare verkauft wurden. Der Inhalt wurde auch bei den offiziellen „Reichsmütterschulungen“, an denen bis April 1943 drei Millionen Frauen teilgenommen hatten, verbreitet. „Auch in Kindergärten und Heimen war Haarers Ratgeber Grundlage der Erziehung.“ Das Kind sollte rein unpersönlich mechanisch gepflegt werden ohne jedwede Zuneigung zu zeigen, um das Kind nicht zu „verweichlichen“. Man solle das Kind „ausschreien“ lassen, um es abzuhärten und seine Lungen zu kräftigen.

Sigrid Chamberlain faßte das Buch Haarers wie folgt zusammen:

Das Kind soll tags wie nachts in einem stillen Raum für sich sein. Die Trennung von Familie und Kind beginnt gleich nach der Geburt: Sobald der Säugling gewaschen, gewickelt und angezogen ist, soll er für 24 Stunden allein bleiben. Erst danach soll er der Mutter zum Stillen gebracht werden. Von der ersten Minute des Lebens an wurde also alles getan, um die Beziehungsunfähigkeit zu fördern. Alles war verboten, was Beziehung förderte. Denn das Hauptziel bestand darin, die Beziehung zwischen der Mutter oder den Eltern und dem Kind gar nicht erst entstehen zu lassen. Diesem Zweck dienen auch Haarers Forderungen, keine Zeit gemeinsam zu verbringen außer beim Füttern, Windelwechseln, Anziehen, Baden. Dafür aber waren genaue Zeitspannen vorgegeben. Das Füttern mit der Flasche sollte keinesfalls länger dauern als zehn Minuten, das Stillen nicht länger als zwanzig Minuten. Wenn das Kind „bummelt“ oder „trödelt“, soll das Füttern oder Stillen abgebrochen werden. Essen gibt es erst wieder bei der nächsten planmäßigen Mahlzeit. Hat das Kind bis dahin Hunger, geschieht es ihm erstens recht und zweitens lernt es dann, daß es sich beim nächsten Mal mehr beeilen muß.

Weiter heißt es in dem Wikipedia-Beitrag:

Erwachsene, so Haarer, hätten sich „ruhig über die Fehler und Schwächen der Kinder lustig machen und sie verspotten dürfen“, ergänzt Chamberlain und erwähnt Zeitzeugen, die berichteten, wie sie beschämt und bloßgestellt wurden, nicht nur von den Eltern, sondern auch von Erzieherinnen. Zu den Folgen einer solchen Erziehung gehören unter vielem Anderen die Schwierigkeit, „liebevoll, einfühlsam und warmherzig“ mit den eigenen Kindern umzugehen, aber beispielsweise auch, die eigene „Wohnung schön und gemütlich einzurichten“, so Chamberlain. Hinzu komme eine große Sehnsucht nach Anerkennung und Zugehörigkeit.

Noch lange nach dem Krieg wurden viele Kinder von ihrer Mutter nie in den Arm genommen. Körperlichkeit beschränkte sich auf die Reinlichkeitserziehung, ansonsten war für Haarer „Hautberührung […] unerwünscht“.

Es wird darauf verwiesen, daß der Rat Haarers an die Mütter, „die Bedürfnisse ihrer Babys gezielt zu ignorieren“ auf die nachfolgenden Generationen wirke – die Emotionelle Pest pflanzt sich fort:

„Wenn eine ganze Generation systematisch dazu erzogen worden ist, keine Bindungen zu anderen aufzubauen, wie kann sie es dann ihren Kindern oder Enkelkindern beibringen?“ Kinder, „die verführbar sind, nicht denken und nicht fühlen“, seien, so der Bindungsforscher Karl Heinz Brisch, „praktisch für eine Kriegernation“.

Dieses millionenfache Seelenmassaker war der Wesenskern des Nationalsozialismus: Emotionelle Pest in ihrer reinsten, widerwärtigsten Form.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Die bioenergetischen Grundlagen von Schuld und Scham” und folgende

10. Juni 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Die bioenergetischen Grundlagen von Schuld und Scham“ und folgende

ABSCHLUSS DES BUCHES!

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Schwärzung” und folgende

16. März 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Schwärzung“ und folgende

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Schreibstil” und folgende

11. März 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Schreibstil“ und folgende

David Holbrook, M.D.: Die Orgonomie über das Denken und seine Beziehung zu den Gefühlen: Das Denken ist nicht nur eine Funktion des Gehirns (Teil 2)

7. November 2024

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Die Orgonomie über das Denken und seine Beziehung zu den Gefühlen: Das Denken ist nicht nur eine Funktion des Gehirns

Der Scham- und Schuldkomplex wird uns alle töten!

27. Oktober 2024

Scham ist letztendlich immer sexuelle Scham und das Schuldgefühl ist letztendlich immer ein sexuelles Schuldgefühl. Zur Illustration braucht man nur die Geschichte von Adam und Eva am Beginn der Bibel zu lesen, die, Reich zufolge, die Entstehung der Panzerung beschreibt. Das ungepanzerte Menschentier ist noch frei von Scham und Schuld. Oder, vorsichtiger ausgedrückt, angesichts einer entsprechend ungepanzerten, d.h. sexualpositiven Gesellschaft sind derartige „blockierte Gefühle“ nur vorübergehend und lösen sich schnell wieder in ihre Bestandteile auf: sie verdichten sich nicht zu unauflösbaren „Komplexen“.

Was sind diese „Bestandteile“? Das gesunde Meschentier pulsiert zwischen Expansion und Kontraktion. Bei guten Bedingungen mit einem leichten Überhang zur Expansion. Man beobachte ein beliebiges anderes Tier, etwa seinen Hund oder seine Katze! Die Skelettmuskulatur kommt ins Spiel, wenn wir das Objekt unserer Lust buchstäblich angehen oder es für uns gewinnen wollen. Scheitern wir oder werden gar zurückgewiesen, entwickeln wir ein Gefühl von Scham. Aufgrund der gesellschaftlichen Erwartungshaltung „verlieren wir gegenüber den anderen unser Gesicht“. Wenn wir bei Gefahr fliehen oder der Gefahrenquelle aggressiv gegenübertreten, kommt das Gefühl von Schuld ins Spiel. Während Scham an der Körperoberfläche blockierte Energie ist (von daher das Erröten), ist Schuld Energie, die in der Skelettmuskulatur förmlich steckenbleibt, weil wir uns angesichts der sozialen Normen im Unrecht fühlen und deshalb aus Angst unsere Wut nicht zum Ausdruck bringen können. Die Aggression wird gestoppt, bleibt in der Muskulatur gebunden und fühlt sich an wie eine zusätzliche Last. Von daher das Gefühl, daß die Schuld buchstäblich wie ein Gewicht auf uns lastet, so als müßten unsere Muskeln eine reale Masse stemmen.

Früher sind die Menschen mit dieser nicht ausgedrückten Wut, also dem Schuldgefühl, besser zurecht gekommen, weil sie eine „muskuläre Abwehr“ hatten und entsprechend praktisch nichts anderes getan haben, als die Last der Welt auf ihren Schultern zu tragen. Hinzu kam, daß sie zumeist gläubige Christen waren und im Wahn lebten, daß „Christus durch sein Sühneopfer sie von dieser Last ein für allemal befreit hat“. Seit sich nach ungefähr 1960 infolge der völlig gescheiterten „sexuellen Revolution“ die Panzerung zunehmend in eine „intellektuelle Abwehr“ wandelte (Augen- statt Muskelpanzerung), konnte die mit der unterdrückten Wut verbundene Energie nicht mehr muskulär gebunden werden und begann in den Menschen frei zu flotieren; Menschen, die als „Intellektuelle“ zusätzlich auch ihren Halt in der kindlich-magischen Wahnwelt des Christentums verloren hatten.

Infolge bauten diese vermeintlich „Aufgeklärten“ in ihrer Panik eine eigene, diesmal vollkomme irdische „Wahnwelt“ auf, d.h. eine bizarre Welt des Wahnwitzes, in der jährlich 150 Milliarden Euro für Asylanten (muslimische Invasionstruppen) sinnlos bzw. DENKBAR kontraproduktiv verpulvert werden, wir unseren gesamten Wohlstand opfern, um „das Klima zu retten“ und wir aus Rücksicht auf eine klitzekleinen Minderheit von persönlichkeitsgestörten Trans- und Genderperversen unsere gesamte Kultur und Wissenschaft zerstören. Dabei geht es immer nur um das eine: zu beweisen, daß man nicht „böse“ (d.h. wütend) ist! Die Schuld soll dergestalt verschwinden. Jedes charakterologische Fossil, das aufgrund seiner muskulären Abwehr gar nicht betroffen ist und folglich dieses woke Beschwörungsritual zur Bändigung des nagenden Schuldgefühls nicht mitmacht, wird als eben das, als Fossil betrachtet. Bestenfalls als schamloser Untermensch! Schamlos wie Björn Höcke! Hat dieser minderwertige Außerseiter darüber hinaus auch keinerlei Probleme, seine rationale Wut zum Ausdruck zu bringen, ist er ein „Nazischwein“ und damit vogelfrei. „Nazis töten!“

Ich habe soeben den Untergang unserer westlichen Schuldkultur BIOENERGETISCH erklärt. Die islamischen und fernöstlichen Schamkulturen, bei denen sich alles um das irreversible „Verlieren des Gesichts“ dreht, gehen hingegen deshalb zugrunde (man betrachte nur das gegenwärtige Japan, China wird bald folgen, auch die aufstrebenden Golfstaaten), weil in einer Gesellschaft, in der niemand einen Fehler einräumen kann, Korrekturen unmöglich sind. Aufgrund der Migrationspolitik wird der Westen genauso vollständig blockiert werden. Ohne die Orgonomie, d.h. eine wirkliche sexuelle Revolution, die Scham und Schuld, die immer einen sexualfeindlichen Kern haben, wird am Ende ein Planet stehen, tot wie der Mond.

Tragikomisch wird es, wenn eine Scham- mit einer Schuldkultur kollidiert:

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 100)

21. Januar 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Der Neurotiker folgt einfach der Autorität (den „Maßstäben“, z.B. der päpstlichen Autorität) und handelt, um seine Schuldgefühle zu besänftigen. Der antiautoritäre pestilente Charakter funktioniert grundlegend anders:

Nach De Sade besteht die Heilung von Schuld darin, noch Schlimmeres zu tun, um jedes innere Gefühl (die Schuld) zu ersticken. So erstickt man zum Beispiel nach unehelichem Sex seine Schuldgefühle, indem man Sex mit Kindern hat, Sexualmorde begeht „usw.“ Dies zeigt sehr schön, wie Schuldgefühle unweigerlich das erzeugen, was sie eigentlich verhindern sollen. Ein „DeSade-ist“ zu werden, ist natürlich nicht unvermeidlich, aber es ist eine mögliche Folge von Schuldgefühlen: De Sade war auf seine Art und Weise ein konsequenter Katholik.

Das zeigt sich auch bei Terroristen, die ihre innere Stimme der Menschlichkeit (den bioenergetischen Kern) durch immer schlimmere Greueltaten ersticken, oder jetzt bei Israels exzessivem Vorgehen gegenüber der Hamas, oder einst in der ständigen Eskalation im Zuge des Holocausts. Ich habe das zum Entsetzen meiner Mitschüler und meines Gymnasiallehrers schon vor vielen Jahrzehnten in einem Schulreferat erklärt: daß die SS-Männer, allesamt christlich erzogen, zu Sadisten wurden, um das Schuldgefühl in sich zu ersticken. Das ist auch das Geheimnis des ganzen „Satanismus“ etc., der nur eine perfide Abart des Christentums ist. Ohne Schuldgefühle gäbe es nicht etwa mehr, sondern weniger Böses in der Welt!

Der Neurotiker stoppt die Schuldgefühle, indem er sich sowohl an die soziale Panzerung anpaßt, als auch seine eigene, psychosomatische Panzerung stärkt, während der pestilente Charakter die Schuldgefühle loswird, indem er seine inneren Gefühle abtötet. Er tut dies durch Überstimulation, bis sich das Vegetative Nervensystem sozusagen abschaltet, „die Seele stirbt“, und er entsprechend „frei“ ist. Im Kleinen findet sich das im militärischen Drill und Training: du wirst solange gepiesackt bis du zur willenlosen und „gewissenlosen“ Maschine wirst.