Archive for Oktober 2025

Du bist nicht Wilhelm Reich! (Teil 3)

21. Oktober 2025

Reich war stolz darauf, daß sich die Nachricht von der Entdeckung des Orgons langsam und organisch verbreitet hat, im Gegensatz zu anderen wissenschaftlichen Entdeckungen, die jeweils wie eine Bombe eingeschlagen haben. Als dann doch die Pressekampagnen, zunächst in Norwegen, später dann in den USA, Reichs Forschungen zum Tagesgespräch gemacht haben, hat das die Orgonomie an den Rand der Zerstörung gebracht.

Die Orgonomie verträgt keine allzugroße Öffentlichkeit, einfach weil die Erregung zu groß ist und praktisch instantan in Haß und Verachtung umschlägt. Ich kann jedenfalls nur mit dem Kopf schütteln, wenn manche ganz begeistert sind, daß „jetzt endlich wieder über Reich geredet wird“.

Die Orgonomie muß sich langsam und organisch in Übereinstimmung mit dem „Weicherwerden“ der Charakterstruktur der Menschen ausbreiten. „Schocktherapie“ wird nicht etwa zur „Erleuchtung“ führen, sondern zu pestilenten Reaktionen, die die Orgonomie endgültig vernichten wird. Und, mit Verlaub, ich weiß, daß das die wahre Intention der falschen Freunde der Orgonomie ist!

In diesem Zusammenhang ist es interessant, die Orgontherapie mit „esoterischen Wegen“ zu vergleichen, bei denen das Publikum ebenfalls die Lösung seiner „psychischen“ (emotionalen) Probleme sucht.

Die Leute werden und bleiben Anhänger von Scientology, irgendwelchen Wunderheilern oder „Reichianischen“ Therapeuten, weil es zu spektakulären Initiationserlebnissen kommt, die sie ein für allemal von der Richtigkeit der Sache überzeugen. Beispielsweise berichten Scientology-Aussteiger übereinstimmend, wie ungemein ihnen die Anfangskurse geholfen haben; daß sie nie zuvor in ihrem Leben so viel und so intensiv gespürt haben, etc. Deshalb bleiben sie im Kult und geben ein Vermögen dafür aus immer höher und höher zu kommen. Es ist wie beim Drogenkonsum, insbesondere Cannabis: die ersten Highs sind welterschütternd und augenöffnend und man gibt ein Vermögen dafür aus, dies immer wieder und wieder und wenn möglich intensiver und intensiver zu erleben, tatsächlich geht es aber nach der anfänglichen Erleuchtung immer mehr abwärts und man fühlt sich am Ende schlechter als zuvor. Ich habe versucht das in der ersten Kurve unten graphisch darzustellen.

In der Orgontherapie ist es grundsätzlich anders. Es ist ein langsamer, aber dafür stetiger Prozeß einer immer größeren Integration der einzelnen Körperpulsationen bis der Körper als ein Ganzes pulsieren kann (orgastische Potenz). Siehe dazu die zweite Kurve unten.

Nur genau so kann sich auch die Orgonomie entwickeln: nicht durch Propaganda und großartige „Initialzündungen“, sondern nur als langsamer, organischer arbeitsdemokratischer Prozeß bis der gesunde Normalzustand erreicht ist.

Du bist nicht Wilhelm Reich! (Teil 2)

20. Oktober 2025

Reich hat die „göttliche“ Dimension durchaus nicht ausgelassen. Die Frage ist nur, was für einen Gott Reich vertreten hat. Es fing alles damit an, daß er Freuds Atheismus überwunden hatte. Stichwort „ozeanische Gefühle“ gegen Freuds allmächtigen „Geist“, Körper (Reich) gegen Gehirn (Freud), Materie (Reich) gegen Geist (Freud), Natur (Reich) gegen Kultur (Freud), der bioenergetische Kern (Reich) gegen die „bürgerliche Fassade“ (Freud).

Genau hier beginnt die „Reichianische“ Mystik: die Spiritualität dieser Leute ist verkopft, verschroben und kompliziert, ist inspiriert von fernen Kulturen und lange zurückliegenden Zeiten und sie hat so gut wie nichts mit einem unmittelbaren Ausdruck des bioenergetischen Kerns zu tun.

Das ganze ist ein einziges Angebot, dem bioenergetischen Kontakt, dem „ozeanischen Gefühl“, „nach oben“ zu entkommen. In den Augen wegzugehen. Jedenfalls finde ich diesen Augenausdruck bei fast allen „Reichianern“. Er entspricht exakt dem, den man auch findet, wenn man nachts über die Reeperbahn geht und die Augenpartie der Sehmänner betrachtet, die die Sexshops, Pornokinos und Liveshows verlassen.

Die Entsprechung geht sehr weit. Man stelle sich vor, man sitze auf einer Parkbank und erlebt einen grandiosen Sonnenuntergang. Reicht dieses Erleben nicht vollkommen aus? Wäre es nicht eine ekelerregende Perversion, dabei anthroposophisch über den „Sonnengeist“ Christus und seine Blutspende für die Erde zu sinnieren oder an Ra, den ägyptischen Sonnengott, zu denken oder sich auf das Sonnen-Chakra zu konzentrieren und dabei die entsprechenden Mantras zu murmeln. Das wäre das Gegenteil von echter Spiritualität. Hingabe vs. Mind-Fucking.

Charakteristisch für solche Menschen ist auch, daß sie wirkliche Spannung nicht ertragen können, wie sie um Leute wie Reich und Jerome Eden herrschte. Das läuft ungefähr so ab: sie sehnen sich nach „action“ und Kontakt, dann kommt tatsächlich „action“ und Kontakt und sie flüchten „nach oben“ und träumen weiter von „action“ und Kontakt. Eine „spirituelle“ Stufenleiter, die zu immer mehr „Vergeistigung“ führt.

Ich kann an all dem, was uns an „Reichianischer“ angeblicher „Esoterik“ geboten wird, beim besten Willen nichts erkennen, was das orgonomische (for lack of a better term) Paradigma sprengen würde. Ganz im Gegenteil zeigt es nur mal wieder, wie vollkommen überflüssig die „spirituelle“ Ebene ist; daß sie nur eine einzige Funktion hat: vor den ozeanischen Gefühlen, vor der Überflutung des Ich zu bewahren. Es ist ein verzweifeltes Festklammern von Leuten, die ohne diesen Anker, in ihrer Psychose ertrinken würden.

Flucht! Dazu paßt auch das manische Ansammeln diverser Therapietechniken. Wie mal ein südindischer Ayurveda-Arzt gesagt hat: Ich habe 30 Jahre gebraucht, um mich in dieses System auch nur ansatzweise einzuarbeiten – während europäische Ärzte einen dreiwöchigen Kursus machen und dann als „Ayurveda-Spezialisten“ firmieren. Dieses wirre Kraut-und-Rüben-Herumtherapieren kann nur kontraproduktiv sein.

Da reiht sich dann die „Körpertherapie“ ein. Allein schon der Begriff „Körpertherapie“! Entweder weiß man, was man tut, oder man weiß es nicht! Entweder kann man 50 Meter weit schwimmen oder man ertrinkt auf dieser Strecke. Entweder ist man Orgontherapeut oder man ist es nicht. Entweder man ist Chirurg oder man ist es nicht – und Orgontherapie ist nichts anderes als (biophysische) Chirurgie!

Und dann immer dieses Halbwissen. Da ist dann beispielsweise von „Tao-Yoga“ die Rede, das irgendwie mit der „Orgontherapie“ gleichgeschaltet wird. Erst mal werden hier zwei Kulturkreise zusammengemanscht, die wenig miteinander verbindet. Yoga dient der Meisterung des Körpers, damit er der Meditation nicht im Wege steht: der Körper wird wie ein Esel gezüchtigt und unter das Joch (= Yoga) gespannt; die Seele soll hier auf Erden schon genauso frei und unabhängig vom Körper sein, wie später im Tode. Taoistische Übungen andererseits dienen nun weniger der Vergeistigung, sondern ganz im Gegenteil dem Drang nach einem ewigen körperlichen Leben (da der Taoismus ursprünglich kein Leben nach dem Tode kannte), indem die Lebenssäfte nicht sinnlos verausgabt werden: insbesondere durch Coitus reservatus und die Unterdrückung aller Emotionen und Affekte. Beide Traditionen sind im Zen in eins geflossen: die Apotheose des Sitzens und der Unterdrückung aller Gefühle.

Zerschlag das einheitliche Orgon mit deiner blockierten Wahrnehmung und deiner von „Reichianischen“ „Therapien“ irreversibel zerstörten biophysischen Struktur und du hast ein Trümmerfeld vor dir aus abgespaltenen Kräften: Engel-Geistern aus der spirituellen Welt vs. den Dämonen aus der materiellen Welt. Und dein ganzes späteres Leben dreht sich darum, diesen kosmischen Kampf mit Hilfe von „Energiearbeit“ auszufechten.

Ich bin mir sicher, daß ein Mensch, der spürt, wie sein Gehirn sich peristaltisch bewegt (das eigentliche Zeichen eines befreiten okularen Segments), anstatt in einem ständigen „Krampf der reinen meditativen Anschauung“ unbeweglich im Schädel zu ruhen – daß solch ein Mensch gar nicht in der Lage ist, die existierenden östlichen Meditationspraktiken auszuüben. Das ist wie mit der Verdauung: warum sollte ein in dieser Hinsicht gesunder Mensch, sich hinsetzen und „Verstopfung“ üben, um sich der Verdauung bewußt zu werden?! Und das täglich!

Was bedeutet eigentlich „Spiritualität“? Spiritualität ist die Kunst der Unterscheidung. Die Fähigkeit z.B. wahre Kunst von Mist zu unterscheiden. Angesichts dessen, was heute als „moderne Kunst“ gilt, kann man den spirituellen Verfall ablesen. Von dem degoutanten MÜLL, der uns als Esoterik verkauft wird, will ich gar nicht erst reden! Echte Spiritualität ist das Vermögen, wirkliche Tiefe von oberflächlichem Dreck, wie er zu 99,9 Prozent in „Esoterikläden“ angeboten wird, zu unterscheiden.

Du bist nicht Wilhelm Reich! (Teil 1)

19. Oktober 2025

Am Anfang steht das Wort. Man nehme eine Orgontherapie, auf die schließlich auch erst hingewiesen werden muß, bevor der Patient überhaupt darauf kommt, zum orgonomischen Arzt zu gehen. Es mag sein, daß es mit Reich anders gewesen ist, aber heute beginnt jedes orgonomische Experiment mit dem Nachvollzug eines überlieferten Versuchsaufbaus. Orgonomie ist wie alle Wissenschaft zunächst immer eine mündliche oder schriftliche Mitteilung. Vor der Praxis stehen Vorlesungen und Durcharbeiten von Lehrbüchern. Entsprechend ist die Qualität der wissenschaftlichen Unternehmungen von der Klarheit und Logik der Darstellung abhängig. Reich selbst hat immer wieder darauf hingewiesen, wie verheerend schludrige und unpräzise Formulierungen für die Entwicklung der Wissenschaft sind, beispielsweise in der Biologie die beiden Worte „um zu“.

Das bedeutet natürlich nicht, daß bloße Worte wichtiger wären als das Experiment und die konkrete Erfahrung. Es ist ähnlich wie eine Wegbeschreibung, die das „unsubstantiellste“ am ganzen Weg ist, an dessen Ende beispielsweise ein „Date“ stehen könnte, – aber ohne die dröge und formelhafte Wegbeschreibung wird man von vornherein hoffnungslos in die Irre gehen.

Aus funktioneller Sicht ist es eine Todsünde sich unlogisch, verworren oder so „verschwurbelt“ auszudrücken, daß einem niemand folgen kann. Nicht nur, daß eine solche Ausdruckweise die Arbeitsdemokratie unterminiert und sabotiert. Sie ist auch in einer anderen Hinsicht Emotionelle Pest (= destruktiver Irrationalismus auf dem sozialen Schauplatz), denn sie induziert bei anderen die eigene okulare Panzerung, die dadurch geradezu „ansteckend“ wird.

Bioenergetisch entspricht das ganze einer Orgontherapie, die (wenn man mal von der Mobilisierung der Atmung absieht) stets beim okularen Segment beginnt und erst am Ende zum Beckensegment und damit zum Kern der Neurose (dem Ödipuskomplex und der orgastischen Impotenz) vordringt.

Leute, die kaum einen geraden Satz formulieren können, aber gleich immer zu den „handgreiflichen“ Essentials durchdringen wollen, ähneln in ihrem Vorgehen der „Bioenergetik“ nach Alexander Lowen, bei der gleich am Anfang das Becken „mobilisiert“ wird und dadurch ein hoffnungsloses Durcheinander im Patienten hervorgerufen wird. Derartige Leute, die alle möglichen „praktische Erfahrungen“ vorweisen können, sind dann typischerweise jene, die schließlich die Orgonomie, bzw. das, was sie für „Orgonomie“ halten, mit den absurdesten mystischen Theorien anreichern.

Ein des Öfteren zu hörender Einwand lautet, die Formulierungen, mit denen die Orgonomie verbreitet wird, seien zu holzschnittartig, gar „phrasenhaft“. Dem kann man nur entgegenhalten, daß fast jede Neuformulierung der Orgonomie erfahrungsgemäß kaum mehr erzeugt als ein heilloses Durcheinander, also genau das, was ich anfangs kritisiert habe.

Die folgende Abbildung (die ausschließlich im Zusammenhang mit diesem Blogeintrag Sinn macht!!) illustriert das gesagte:

In der korrekten Vermittlung der Orgonomie, die dem eingezeichneten Pfeil folgt, steht eine möglichst klare Erklärung am Anfang (Orgonometrie). Darauf folgt die Bobachtung der Erscheinungen, auf die man aufmerksam gemacht wurde, woran sich der Nachvollzug der Experimente anschließt (quantitative Orgonometrie), was schließlich im qualitativen Nachvollzug mündet. Am Anfang wird man auf die Orgonenergie hingewiesen, an Ende weiß man, daß sie existiert. Steht am Anfang chaotische Fehlinformation, kann es diese Erfahrung nie und nimmer geben.

Da die Menschen heute nun mal so sind, wie sie sind, nämlich gepanzert, kann die umgekehrte Entwicklung, die Reich selbst genommen hat, von vagen Ahnungen einer „psychischen Energie“ hin zu wildem „Herumprobieren“ nur zu entstellten mystischen Formulierungen führen. Der übliche Unsinn, der über die Lebensenergie verbreitet wird.

Reich selbst hat den umgekehrten Weg beschritten. Er ist aus seinem eigenen inneren Erleben in den 1920er Jahren vom Postulat einer „psychische Energie“ ausgegangen, hat in den 1930er Jahren entsprechende, anfangs „wilde“ und unsystematische, Experimente durchgeführt, die in den 1940er Jahren zu entsprechenden Beobachtungen der atmosphärischen und kosmischen Orgonenergie führten, was schließlich in den 1950er Jahren in seinen orgonometrischen Formulierungen mündete. Aber Reich war halt Reich!

Letter to Luigi DeMarchi, 14th May 1988

18. Oktober 2025

Letter to Luigi DeMarchi, 14th May 1988

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 15)

17. Oktober 2025

Wie Reich 1933 in Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hat, war der Nationalsozialismus immer gezielt das, was ihn für die angesprochene Gruppe attraktiv machte. Für das gesicherte Bürgertum repräsentierte er die alte Ordnung („Potsdam“), während er für das vom sozialen Abstieg gefährdete Kleinbürgertum und teilweise sogar für das Proletariat eine „national-sozialistische“ Volksgemeinschaft vertrat, die Sicherheit, Schutz und die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg bot. Für die durch und durch heterogenen Parteigänger des Nationalsozialismus selbst war der Nationalsozialismus vor allem eins: Antisemitismus. Das war der Kitt, der das ansonsten an allen Ecken und Enden auseinanderfließende Gebilde „Nationalsozialismus“ zusammenhielt und ihm seine unverwechselbare Identität gab.

Der nationalsozialistische Antisemitismus war dadurch gekennzeichnet, daß er einen zutiefst religiösen Aspekt hatte. Die Juden repräsentierten eine Art „Gegengott“, den Teufel. „Der Jude“ selbst ist dieser (Gegen-) „Gott“: er ist allgegenwärtig und allmächtig. Sekundär wurde der „Jude“ dann zum „Dämon der bolschewistischen Zersetzung“ und gleichzeitig zum „Finanzkapitalisten“, der die Verantwortung für alle Mißstände trüge.

Der Schritt zum Holocaust war dergestalt fast zwangsläufig. Fast, denn ohne Krieg mußte er, aus Sicht eines gläubigen Nationalsozialisten, eine chiliastische Utopie bleiben. Der Krieg bot Hitler die Möglichkeit alle Juden aus seinem Herrschaftsbereich in Konzentrationslager im Osten zu verbringen. Mit einer verqueren, aber nachvollziehbaren psychotischen „Logik“ wollte er potentielle Agenten und Saboteure unschädlich machen. Dieser Wahnsinn hatte Methode, denn rein formal ist in Amerika das gleiche passiert: Roosevelt ließ zumindest an der Westküste ein Gutteil der Japaner mit amerikanischer Staatsbürgerschaft internieren, um so potentielle Agenten und Saboteure unschädlich zu machen. Wären sie nicht auch alle ermordet worden, hätte Roosevelt dazu die Order gegeben? Das wäre nicht der erste Völkermord-Befehl eines US-Präsidenten gewesen! (Ich spreche natürlich von den Indianerkriegen mit ihren „Todesmärschen“.) Siehe auch die rassistische Mentalität, die Truman dazu brachte, zwei japanische Städte auszuradieren als wären es Rattennester!

Ich schreibe das, um deutlich zu machen, daß die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht einfach mit Verweis auf Hitlers Charakter und eine angebliche „Massenpsychose“ erklärt werden können, sondern sich alles in rationalen Begriffen verstehen läßt. Reich hat dazu ein Jahrzehnt vor dem Holocaust geschrieben:

Die nationalsozialistischen Versammlungsreden zeichneten sich (…) durch sehr geschickte Maßnahmen aus, mit den Gefühlen der Massenindividuen zu operieren und sachliche Argumentation tunlichst zu vermeiden. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 53)

Es ist (…) irreführend, wenn man den Hitlerschen Erfolg allein aus der Demagogie der Nationalsozialisten, mit der „Vernebelung der Massen“, ihrer „Irreführung“ oder gar mit dem vagen, nichtssagenden Begriff der „Nazipsychose“ zu erklären versuchte, wie die Kommunisten und später andere Politiker es taten. Kommt es doch gerade darauf an zu begreifen, weshalb sich die Massen der Irreführung, Vernebelung und psychotischen Situation zugänglich erwiesen. Ohne die genaue Kenntnis dessen, was in den Massen vorgeht, kann man das Problem nicht lösen. Die Angabe der reaktionären Rolle der Hitler-Bewegung genügt nicht. Denn der Massenerfolg der NSDAP widersprach dieser ihrer reaktionären Rolle. Millionenmassen bejahten ihre eigene Unterdrückung, ein Widerspruch, der nur massenpsychologisch, und nicht politisch oder ökonomisch, zu lösen ist. (ebd., S. 53)

Leider gibt es gerade unter Reichianern die Tendenz, die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus unnötig zu emotionalisieren. Das schimpft sich dann „Antifaschismus“, wobei die ständig wütenden und moralisch aufgebrachten sogenannten „Antifaschisten“ überhaupt kein Gefühl dafür haben, wie sehr sie doch in ihrer ganzen Herangehensweise, die keine Grautöne kennt, den Nationalsozialisten ähneln: Fanatismus, der jede Diskussion ausschließt, nachdem Schlüsselbegriffe gefallen sind! Und wenn der Nationalsozialismus auch noch zur Inkarnation des Bösen schlechthin stilisiert wird, dann wird es wirklich unheimlich. Gar wenn das ganze eindeutig paranoide Züge annimmt und praktisch überall „Nazis“ vermutet werden. „Antifaschisten“ ahnen nicht mal, daß sich ihre „Weltanschauung“ formal in nichts von der der Nationalsozialisten unterscheidet.

Vollends gruselig wird es, wenn der „Antifaschismus“ mit althergebrachten „humanistischen Werten“ kommt, die gegen diesen allgegenwärtigen und offenbar allmächtigen subversiven Feind zu verteidigen sind. Die Abrundung bringt schließlich der Antikapitalismus, dessen Grundthese lautet, daß der Kapitalismus zwangsläufig in den Faschismus münden müsse, der uns auch unserer letzten Rechte und unseres letzten Halts beraube.

Dazu paßt, daß „Antifaschisten“ fanatische „Hitleristen“ sind: der Zweite Weltkrieg, der Holocaust, alles sei vorher bis ins Detail von Hitler geplant und von ihm mikrogemanagt worden. Es dreht sich alles um Intentionen, nicht um Strukturen, auf die die Linke doch sonst immer insistiert („strukturelle Gewalt“, etc.). Das ist Ausdruck eines tiefsitzenden Mystizismus, der, wie stets, mit einem extremen Mechanismus verbandelt ist („Hitler an den Schalthebeln einer gigantischen Maschinerie“). Daß die Nationalsozialisten die Welt bzw. ihre Feinde („der Jude“) exakt genauso betrachtet haben, scheint niemanden weiter zu kümmern. Desgleichen nicht, daß die „Antifaschisten“ genau wie die Nationalsozialisten mit Fälschungen arbeiten. Weist man sie darauf hin, steht man unvermittelt als „Nazi“ da, der Hitler verteidigt. Es ist ein geschlossenes, brutal (moralische Entrüstung und blanker Haß) verteidigtes Wahnsystem, das nicht mal vor Mordaufrufen zurückschreckt.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: selbstverständlich hätte es ohne Hitler keinen Holocaust gegeben, aber der Holocaust war vor allem eins, eine sich ausbreitende pestilente Reaktion (Emotionelle Pest).

Wilhelm Reich, Physiker: Einleitung

16. Oktober 2025
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Wilhelm Reich, Physiker: Einleitung

Charles Konia in der Diskussion (Teil 4)

15. Oktober 2025

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia beschreibt den Zusammenhang zwischen dem gesellschaftlichen Zerfall und ADHS: Die Menschen verlieren zunehmend die Orientierung

Zunächst kommentierte 2014 Jonas:

„Das Wort vom „keine Peilung haben“, das heute gängig ist, beschreibt diesen Geisteszustand genau.“

Sehr schöne Übertragung von Konias Beobachtung ins Deutsche! Passt eigentlich noch viel besser als „clueless“.

Ich gab folgendes zum Besten:

Lese gerade in der neuen NEURO-DEPESCHE: bei US-Kindern stiegen die Psychopharmaka-verordnungen allein von 2011 auf 2012 je nach Altersgruppe im 12,5%, 20,4% und 19,4% an. Bei Jungen vor allem wegen ADHS. Aber was ist mit den Mädchen, auch angesichts des obigen Artikels? Dort sind es vor allem Antidepressiva!

O.:

Ich tue mich schwer, der Feststellung Konias (und auch anderer) zu folgen, Menschen wären nach 1960 (oder 68) weitgehend okular gepanzert und kaum noch muskulär. Diese Entwicklung kann ich aufgrund meines Jahrgangs natürlich nicht beurteilen. Aber noch stärker gepanzert als heute, wäre doch wesentlich schlimmer zu beurteilen. Somit wäre eine okularer Panzer quasi ein Fortschritt im Vergleich zu den emotionalen Zombis der Kriegszeiten.

Medikamente sind kein Beweis für ein gehäuftes Auftreten von ADHS oder ADS bei Jungen oder Depression bei Mädchen, da die Pharmaindustrie dies Medikamente in Kliniken und bei Ärzten massiv bewirbt.

Auch der Schluss die Vegetotherapie würde heute nicht mehr wirken, was andere behaupten und dann esoterische Methoden nutzen, beschreibt keinen Wandel der Klienten, sondern einen Wandel im Denken von einigen Medizinern, die zweifelsohne ihrerseits ihre Orientierung verloren haben.

Darauf warf ich ein:

Konia ist ja nicht allein. Ich kann mich gut an einen führenden Psychiater Deutschlands erinnern, der zu einem jungen Kollegen sagte: „Glückwunsch, daß sie sich in [dieser kleineren Stadt] niederlassen, denn hier gibt es noch richtige klassische Neurotiker…“ in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, etc. liefen ja nur noch Freaks durch die Gegend.

Ein besonderes Kennzeichen mangelnder Panzerung (= Energiebindung) ist der Anstieg des Angst- und „Depressions“-Pegels. Oder beispielsweise auch das auffallende Fehlen von Muskelmasse in den Beinen (die zum Beckensegment gehören). Immer mehr junge „Männer“ mit spindeldürren Beinen und „keinem Arsch in der Hose“. Es fehlt der Ort, an dem die Energie gebunden werden kann und wenn das auftritt, kommt es zur Augenpanzerung.

Daraufhin O.

An dem Argument ist auch was dran, als Tendenz würde ich dem auch zustimmen müssen. Ich bin auch schon froh über jeden Neurotiker den ich sehe.

Sebastian zu O.:

O., ich frage mich seit geraumer Zeit welcher Feststellung Du überhaupt folgst? Was findest Du an der Orgonomie interessant, außer der Charakteranalyse (1933) von Reich und ORANUR?

O. antwortete Sebastian:

Auf eine solche Frage einfach zu antworten, ist nicht so leicht. Ich habe für mich das politische Interesse verloren, da Politik zu gewalttätig ist und mich für Reich zu interessieren begonnen, Schritt für Schritt. Nach der Charakteranalyse (´33) kam der ORAK, der mich überzeugen konnte, dass Orgon existiert. Leider folgte dann auch die Erfahrung mit dem Oranur in Berlin, wo es an Elektrosmog nicht mangelt. An der Orgonomie nach Reich interessierte mich alles brennend. Bakers soziopolitische Typologie war für mich gleich abstoßend und zudem war das Thema Politik mit ihrem Schematadenken (rechts-links) wieder präsent. Dies ist bis heute für mich ein Missgriff gewesen, somit kann ich auch Konia nicht wirklich nachvollziehen. Die Einteilung in Persönlichkeitstypen ist für mich hilfreich, eine Einteilung nach „politischer Gesinnung“ beinhaltet in der Praxis immer die Diskriminierung der anderen Seite, es entsteht ein Schubladendenken, wo der Einzelne nicht zählt.

Ansonsten bin ich konservativ orgonomisch und stehe Abänderungen, die nicht (argumentativ) fundiert sind, sehr skeptisch gegenüber. Inhaltlich folge ich mir und nehme an, was für mich stimmig erscheint. – Natürlich kann ich mich auch irren oder etwas nicht richtig sehen bzw. es nicht verstehen.

Zur einer These stell ich auch gerne die Antithese auf und schaue dann, ob es eine neue Synthese gibt. Und die Synthese könnte auch eines Tages sein, dass ich Peters Haltung mehr folge als ursprünglich angenommen.

Konia argumentiert häufig zu plakativ und suggestiv für mich, wenn er konsistent (nachvollziehbar) argumentiert, mag er mich besser zu überzeugen, doch bei kleinsten „Fehlern“ ist mein kritisches Denken geweckt. Am besten gefällt es mir, wenn ich was lernen kann, überzeugen muss ich mich selbst von etwas. An der Orgonomie ist für mich nur interessant, was ich verstehen und umsetzen kann. Das, was ein Rätsel bleibt, ist ein Ärgernis.

Sebastian wie immer sehr gut:

Was meinst Du mit orgonomisch konservativ? Heißt das, dass Du bis zur Charakterpanzerung zustimmst, den physiologischen Teil aussparst und bei Orgonenergie wieder anfängst?

„An der Orgonomie nach Reich interessierte mich alles brennend.“

Heißt das, dass Du Dich jetzt nicht mehr dafür interessierst?

„Politik mit ihrem Schematadenken (rechts-links)“

Das hätte ich bis vor vllt 1-2 Jahren gut nachvollziehen können, aber heute erscheint mir das eher skurril.

Die Argumentation hinkt. Bei Reichs Charakterologie zählt der Einzelne auch nicht. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Charaktertypen, unter die die Gesamtheit der Individuen eingeordnet wird. Reich unterscheidet sogar noch schubladenmäßiger zwischen gerade einmal zwei Typen: triebgehemmt und triebhaft. Oder ein anderes Schema: genitaler und neurotischer Charakter. Das ist nun mal orgonomischer Funktionalismus.

Bei der politischen Charakterologie handelt es sich um die soziopolitische Wahrnehmung von gepanzerten Menschen, deren schubladenmäßige Einteilung Du auch schon bei Reich findest und zwar in der Massenpsychologie sowie in Christusmord.

„eine Einteilung nach ‚politischer Gesinnung‘ beinhaltet in der Praxis immer die Diskriminierung der anderen Seite“

Nein, das ist ein Irrtum. Wenn man außerhalb des politischen Irrsinns steht, „diskriminiert“ man jede Seite, wie es Reich und Baker taten und Konia bis heute tut, weshalb sein neues Buch auch „Neither Left Nor Right“ heißt. Zudem handelt es sich ja auch gar nicht um eine moralische Diskriminierung, sondern um eine medizinische funktionelle Einteilung.

Und wenn ich noch eine Frage zum Schluss stellen darf: Du schreibst, dass Du Dir selbst folgst. Auf der Grundlage welcher Erfahrungen denn? Auf Deiner? Mit wem? Bist Du der Meinung, dass Deine Wahrnehmung besser funktioniert als die der Nachfolger Reichs mit einer abgeschlossenen Orgontherapie?

O.:

Ich antworte hier mal chronologisch ohne zu zitieren, dann bleibt es übersichtlich. Und ich gebe (nur) meine persönliche Meinung wieder, also jeder darf seine eigen haben.

Mit „orgonomisch konservativ“ will ich mich auf WR beziehen und die Nachfolger erst einmal ausklammern. Zur Orgonomie nach Reich gehört eigentlich alles von Reich: von der Charakteranalyse über die Bioelektrizität, Bione bis hin zu dem was ab 1939 kam. Auch die Frühen Schriften sind vorbereitend für die Orgonomie und sollten dazu gehören, ebenso wie die soziologischen Schriften.

Das allgemein politische Geschehen und vor allem die Links-Rechts-Debatten oder das Farbenspiel „braun, schwarz, rosa, rot, grün, röter, orange …“ ist inhaltslos. Reichs EP Begriff beschreibt es wunderbar. Baker und Konia erscheinen mir zu allgemein politisch orientiert und versuchen dies mit Reich zu verbinden. Würde ich die Argumentation als primär orgonomisch motiviert verstehen, würde ich dem noch folgen können. Andersherum bleibt es für mich allgemein politisch mit sekundär orgonomischem Hintergrund, was mir nicht gefällt, weil es wieder in die Diskriminierung abzugleiten droht. Der Hass auf „Linke“ kommt hier pauschal durch und die Blindheit gegenüber Konservativen wird zum Programm.

Eine „medizinische“ Sicht kann ich nicht erkennen, die vermisse ich.

Was ist nun mit den Nachreichianern? Hier bin ich kritisch, die meisten verbergen ihre falschen Motive, Reich dient ihrem Narzissmus und wird für das eigene Ego missbraucht.

Andere versuchen einfach ihr Bestes ohne Reich hintenrum zu zerstören. Positive Anregungen gibt es viele vom ACO, von Eden, Laska, Müschenich, Nasselstein etc. und haben ihre eigene Haltung.

Zur Wahrnehmung:

Wenn man den Kasten kontinuierlich benutzt und dies mit seiner Struktur aushält, wird man nach meiner Erfahrung eine OR-Sensibiliät erreiche und kann auch Oranur wahrzunehmen lernen. „Reichianern“ gelingt dies trotz verfügbarem ORAC komischerweise nicht.

Bei Eden funktionierte es gleichfalls. Ich glaube dass er daher auch eher ein Sonderling für das ACO war und die Zusammenarbeit nicht ganz so eng wurde. Baker und Eden hatten wohl eine Freundschaft, die auch von anderen respektiert wurde. Aber weder bei Baker noch bei anderen amerikanischen Orgontherapeuten ist eine Sensibilität erkennbar. Niemand hat was drüber geschrieben. Auch Blasband und Sharaf haben hierüber keine Informationen geben können. Der ORAC wurde aufgrund der Verfolgung durch die FDA wohl auch kaum genutzt. Selbst DeMeo wusste vor der Niederschrift seines Buches zu wenig über den Bau des ORAC, dass er sich in Berlin beraten ließ.

Meine Wahrnehmung variiert gleichfalls. Ich habe daher die Umstände und Quellen für Oranur in sensiblen Phasen genau erspürt. In unsensiblen Phasen weiß ich dann schon welches Gerät welchen Schaden (Schmerzen) anrichten wird und muss mich dem nicht so aussetzen, wenn es sich vermeiden lässt.

Somit folge ich meiner Wahrnehmung, aber auch meinem Denken und nehme Sätze nicht als gegeben an, weil es eine Autorität geschrieben habe. Gute sachliche Texte und Erfahrungsberichte sind mir immer willkommen.

Körperpsychotherapie und Orgonwahrnehmung korrelieren nicht positiv miteinander. Unter den KPT-lern wird man 50% Oranur unsensible Suchtler finden, die verbal sich Reich zugeordnet haben. Mit Vorträgen über Oranur verjagt man sie schnell.

Hingegen sind ganz normale Patienten oder Menschen viel sensibler für Elektrosmog, so meine Beobachtung.

Eine zu hohe Sensibilität ist auch nicht wünschenswert, weil man zu durchlässig wird und es schwerer fällt sich abzugrenzen. Ich erinnere auch an Eva Reich, die durch die Oranurverseuchung kein Oranur mehr aushalten konnte.

Zur „Charakterkunde“:

Reich ging es nicht um eine „Charakterologie“, sondern um ein Hilfsmittel (Charakter-Diagnostik) für Therapeuten, um den „Neurotikern“ zu helfen – und damit jedem Einzelnen, der in die Therapie geht. Er analysierte den Charakter des (einzelnen) Menschen, daher heißt es Charakteranalyse. Die Methode zur Behandlung war wichtiger als eine Lehre über die Charaktertypen. Um es überspitzt zu sagen, nützt es einem nichts, über seine Charaktereigenschaften Bescheid zu wissen, aber eine Therapietechnik gut angewandt, kann alles verändern.

Analog, glaube ich nicht, dass eine soziopolitischer Charakterologie vom Wissen her viel nutzt – außer zur Etikettierung. Es ist auch zu berücksichtigen, wie lange es gedauert hat, solche Typologien innerhalb der Psychologie zu etablieren. Daher reicht es wohl nicht, sie aus typischen Einzelfällen heraus zu formulieren. Ferner scheint die Typologie nicht universell zu sein, sondern am politischen Verständnis der USA zu hängen. Zu schnell wird hier eine Weltsicht vermittelt und drängt zur politischen Handlung. Reich Arbeitsdemokratie hingegen sollte weiterentwickelt werden.

Erst, wenn man sicher ist in der therapeutischen Technik, sollte sie zur Anwendung kommen. Therapiefehler sind schwerlich reversibel – rückgängig zu machen. Es bedarf also zur Charakterkunde auch einer Theorie.

Sebastian:

Okay, ich verstehe jetzt ein bisschen besser, was Dich an der soziopolitischen Charakterologie stört. Du hältst sie für praktisch irrelevant, weil man damit nur seinen linken Hass ausleben will.

Ich bin ganz anderer Meinung und, seien wir mal ehrlich, Du lehnst sie deshalb ab, weil sie mit Deiner politischen Einstellung kollidiert. Du fühlst Dich davon angegriffen. Aus keinem anderen Grund lehnst Du sie ab.

Peters Einwurf 2025: Eine individuelle Charakterdiagnose (Phallischer Narzißt, Hysterikerin, Paranoider Schizophrener, Manisch Depressiver etc.) und eine soziopolitische Charakterdiagnose wird gestellt, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, d.h. bei gleicher Behandlung bzw. gleichem Umgang kommen ganz andere Ergebnisse heraus. Auch sind die Diagnosen keine Werturteile: ein Phalliker kann extrem krank sein, während ein Schizophrener vergleichbar extrem gesund sein könnte; es gibt liberale ACO-Orgonomen und konservative fanatische Reich-Hasser bei den „Skeptkern“.

Peter 2014:

Menschen mit dürren Beinen und „Individualismus“ und nichts – außer Fassade:

Darauf O.:

Ohne Trend und Uniform kommen sie nicht aus, absolut perfekte und unauffällige Tarnung … alle sind individuell gleich.

Robert (Berlin) mit neuem Thema:

Konia spricht von der westlichen Gesellschaft. Das bedeutet, die anderen Gesellschaften sind autoritäre Gesellschaften mit muskulärer Panzerung und dem althergebrachten Neurotiker. So z. B. in Zentralafrika, wo noch Freuds klassische Hysterikerin anzutreffen ist. D.h. je nach Panzerung in den Kulturen sind die Krankheiten andere.

O.:

Vielleicht ist es ja auch in den USA genau so, wie Konia es beschreibt, für Europa muss dies dann noch lange nicht gelten. In Berlin prägen ja gerade die ewig jugendlich bleibenden Amerikaner das Stadtbild. Im sonstigen Lande gibt es noch genügend Hysteriker, Zwanghafte, Narzissten usw.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 14)

14. Oktober 2025

Wie im 13. Teil ausgeführt, war Hitler nicht nur „Hitler“, sondern auch Reichskanzler und hat sich „im Rahmen der Schweinerei“, wie Reich sich ausgedrückt hätte, entsprechend „rational“ verhalten, genauso wie sich Stalin „rational“ verhielt, als er die Grenzen des zaristischen Rußlands wiederherstellte. Beiden kam ihre jeweilige Charakterstruktur mit ihren jeweiligen kommunistischen bzw. rassistischen Vorurteilen in die Quere.

Als Reichskanzler schaute Hitler voller Neid auf England, das, selbst wenn er es erobert hätte (was er im übrigen niemals ernsthaft vorhatte), den Krieg von den Commonwealth-Gebieten, insbesondere Kanada, aus bequem hätte fortsetzen können. Er wollte aber Großbritannien, das er als „arische Brudernation“ betrachtete, ohnehin nie zerstören, desgleichen nicht Englands ehemalige Kolonie Amerika, dessen Rassengesetzgebung und „Rassenwissenschaft“ einen Gutteil der nationalsozialistischen Ideologie und Praxis geprägt hatte. Es ist auch kein Zufall, daß während des Ostfeldzugs Hitler seinen Generälen Karl May-Bücher über den „Rassenkampf“ im Wilden Westen empfahl, sozusagen als Lektüre für seine „Rassenkämpfer“ im „Wilden Osten“.

Das ganze erklärt auch die überraschende Tatsache, daß er keinen Versuch unternommen hat, die Hunderttausende von britischen Elitesoldaten bei Dünkirchen 1940 zu vernichten, sondern er sie entkommen ließ. Neuere Aktenfunde sollen belegen, daß sich Hitler mit diesem denkbar überraschenden Befehl einfach gegenüber seinen Generälen, die bis dahin den Krieg (extrem erfolgreich!) geführt hatten, durchsetzen wollte, um nicht wie Wilhelm II. in die Ecke gedrängt zu werden. Aber ist das eine Erklärung? Hitler selbst gab später an, dies sei ein Akt der Freundschaft und des Fair Play gewesen, eine Geste dafür, daß er einen dauerhaften Frieden mit England anstrebte. Historiker sind sich einig, daß England besiegt gewesen wäre, wenn Hitler (aus welchem Motiv auch immer) sich nicht eingemischt hätte. (Überhaupt, wenn er sich nie in die Kriegsführung eingemischt hätte!)

In die gleiche Richtung geht Rudolf Hess‘ Flug nach Schottland 1941, um dort, vermeintlich im impliziten Sinne Hitlers, irgendwie Friedensverhandlungen mit der britischen Regierung in die Wege zu leiten. Diese Aktionen entsprachen Hitlers irrationaler Charakterstruktur und dem Wahnsinn seiner von ihm ausgewählten Umgebung, nicht seiner („im Rahmen der Schweinerei“) rationalen Persona als Reichskanzler.

Hitler wollte nicht die Fehler des Ersten Weltkriegs wiederholen und entsprechend ernsthaft nur im Osten eine Expansion, die ja schließlich im Ersten Weltkrieg im vollen Umfang geglückt war, aber auch das war nur bis zu einem gewissen Grad realistisch. Wenn Deutschland den Krieg gegen Rußland gewonnen hätte, wäre es, aufgrund unserer geringen Zahl von Bürgern und Soldaten, unmöglich gewesen, diese extrem großen Gebiete und langen Grenzen für mehr als nur ein paar Jahre zu kontrollieren, zumal Hitler – aufgrund seiner extrem narzißtischen und starren Psyche – einen sehr großen Fehler machte, der sich später als entscheidend für die Niederlage gegen die UdSSR erweisen sollte.

Der Fehler war, daß (im Gegensatz zu den Briten in Indien) die Wehrmacht auf ihrem Weg Richtung Moskau die ethnischen Minderheiten der Sowjetunion unterwerfen sollte, statt ihnen die Hand zur Freundschaft zu reichen und sie zu einem gemeinsamen militärischem Vorgehen gegen die UdSSR zu nutzen. Man darf dabei, wie erwähnt, nicht vergessen, daß im Ersten Weltkrieg die Reichswehr bereits schon einmal weite Teile des damaligen Zarenreichs besetzt hatte und die Bevölkerung, insbesondere aber die jüdische Bevölkerung, dabei weitgehend gute Erfahrungen mit den Deutschen gemacht hatte.

Als Soldaten der Wehrmacht ihre Füße auf ukrainischen Boden setzten, wurden sie in jedem Dorf von der ländlichen Bevölkerung enthusiastisch begrüßt, weil die Bewohner so überglücklich waren, endlich vom Bolschewismus befreit zu sein. Arm, wie sie waren, überhäuften sie die deutschen Soldaten mit Geschenken, und die ukrainischen Mädchen wollten deutsche Soldaten heiraten. Unter den ethnischen Minderheiten im westlichen Teil der UdSSR wollten Hunderttausende junger Männer freiwillig in der Wehrmacht oder der Waffen-SS dienen, um gegen die verhaßten Kommunisten in den Kampf ziehen zu können. Aber Hitler war so verblendet, daß er die Hilfe dieser Völker ablehnte und sie wie Dreck („Untermenschen“) behandelte. Nicht vor Ende 1944 erlaubte Hitler der „Wlassow-Armee“ zu kämpfen, einer großen Gruppe von russischen Offizieren, die Stalin derartig haßten, daß sie immer noch (Ende 1944!) Hitlers Krieg gegen Moskau unterstützen wollten.

Es ist einfach zu sagen, daß die Deutschen „böse“ waren. Tatsächlich waren sie Opfer der extremen okularen Panzerung ihrer Führungselite, die buchstäblich nicht sehen konnten, daß Deutschland als die Mittelmacht eine ganz andere Funktion im Weltgefüge einnahm als sozusagen „randständige“ Nationen wie Frankreich und insbesondere England; daß England aus diesem Grund nie und nimmer der „Freund“ Deutschlands sein konnte. Das durch den Kolonialismus nur oberflächlich gestärkte, im Mark aber zutiefst geschwächte England konnte und durfte Deutschland in keinster Weise als Vorbild dienen. Gut, Hitler hätte lernen können, wie man mit einer verhältnismäßig kleinen Heimatbevölkerung und einer eher kleinen Armee wie England ein Viertel der Welt beherrscht, aber dazu war er wegen seiner verqueren „biologischen“ Hirngespinste nicht in der Lage. Während Großbritannien intelligente Freundschaften mit den lokalen Eliten in Indien einging und es den Briten so gelang, einen ganzen Kontinent zu regieren, obwohl dort nur ein paar tausend britische Soldaten stationiert waren, bewegte sich Hitler in Rußland wie ein blinder Elefant.

Hess hatte den Nationalsozialismus als „praktische Biologie“ definiert. In dieser Art von verquerer „Biologie“ waren die Engländer die „natürlichen Freunde“ und die Ukrainer die „natürlichen Feinde“. Kaum je war eine Führungselite wirklichkeitsfremder und bioenergetisch kontaktloser als die deutsche. In dieser „Biologie“ gab es nur den „Kampf um Lebensraum“ statt friedlichem Handel. Tatsächlich war es die „Biologie“ der verhärteten Körper von Leuten wie Hitler und Hess. Mit Wilhelm II., der partout in Konkurrenz zur Seemacht England treten wollte, sah es auch nicht viel besser aus.

Abermillionen mußten sterben, eine der großen Nationen der Weltgeschichte zugrundegehen – aus Gründen, die ein (orgonomisch geschulter) Psychiater besser beurteilen kann als ein Historiker…

Die Entwicklung des Seins

13. Oktober 2025

Die Vorstellung von einer Entwicklung der Lebewesen zu immer größerer Integration und Bewußtheit bis hin zum Menschen ist tief im menschlichen Denken verankert. Die Inder glaubten, daß nur der Mensch selbst-bewußt, sich selbst bewußt sei und nach Selbstvervollkommnung oder geistiger Freiheit streben könne, während die anderen Lebewesen lediglich zur Welt kämen, um die Früchte ihres vergangenen Karmas zu ernten. Nur der Mensch wäre zu einer Position in der kosmischen Entwicklung gelangt, die es ihm in seiner Reife ermögliche, dieses Naturgesetz der Kausalität von sich abzuschütteln. In dieser Hinsicht steht der Mensch selbst über den Göttern, die, jedenfalls für den „aufgeklärten“ Inder, auch nur Naturwesenheiten sind.

Eine ähnliche Vorstellung der Entwicklung ist in alle europäischen Utopievorstellungen eingegangen, z.B. der Marxistischen, wo der Mensch zum Herrn über die Geschichte wird und sich dergestalt von der Natur befreit. Diese Vorstellung ist tief in unserem philosophischen Erbe verankert, nicht nur in Hegels Geschichtsphilosophie, sondern auch bei Herbert Spencer und bei Nietzsche („Tier – Übertier Mensch – Übermensch“).

Es gibt die volkstümliche Weisheit: „Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier, wacht auf im Menschen.“ Entsprechend verkörpert sich bei Schopenhauer der „Wille“ in unterschiedlichen Stufen und bestimmt deren Bewußtseinsgrade. Der Wille zum Leben artikuliert sich vom Stein, über Pflanze und Tier und schließlich im Menschen immer deutlicher, um schließlich vom Menschen überwunden zu werden. Dies ist identisch mit der oben erwähnten indischen Lehre. In Fröhliche Wissenschaft (A 301) spricht Nietzsche von der Rangordnung vom niederen zum höheren Tier und weiter vom niederen zum höheren Menschen, wobei die jeweils höhere Stufe mehr wahrnimmt, gleichzeitig aber auch das Potential an Lust und Unlust anwächst.

Als seine Schrift Die Geburt der Tragödie herauskam, wurde Nietzsche in einem „Evangelischen Anzeiger“ vorgehalten, es handle sich bei dem Buch um „den ins Musikalische übersetzten Darwinismus und Materialismus“, Nietzsches Theorie sei der „Developpismus des Urschleims“, Nietzsches „Ureine“ aus der Geburt der Tragödie wurde mit „Darwin’s Urzelle“ verglichen (Brief an von Gersdorff, 5.4.1873). Hier fließen neoplatonistische Entwicklungsvorstellungen „aus dem Ureinen“ in eins mit der biogenetischen Entwicklung „aus der Urzelle“.

Der zu dieser Zeit noch etwas schopenhauernde Nietzsche schreibt:

(…) und wenn die gesamte Natur sich zum Menschen hindrängt, so gibt sie dadurch zu verstehen, daß er zu ihrer Erlösung vom Fluche des Tierlebens nötig ist und daß endlich in ihm das Dasein sich einen Spiegel vorhält, auf dessen Grunde das Leben nicht mehr sinnlos, sondern in seiner metaphysischen Bedeutsamkeit erscheint. (Schopenhauer als Erzieher, A 5)

Die „gesamte Natur“ dränge zum Genius hin (zu dem, was Nietzsche später „Übermensch“ nannte), um in ihm ihre Erlösung zu finden; „jenes Wunder der Verwandlung“, „jene endliche und höchste Menschwerdung, nach welcher alle Natur hindrängt und -treibt, zu ihrer Erlösung von sich selbst“. Ein paar Jahre zuvor kam Nietzsche der „schwindelnde“ Gedanke, „ob vielleicht der Wille, um zur (weltverklärenden, PN) Kunst zu kommen, sich in diese Welten, Sterne, Körper und Atome ausgegossen hat“. Der Genius sei ein Werkzeug des schöpferischen Weltgrundes, um sich durch ihn seiner selbst bewußt zu werden.

Der sich zur Aufklärung durchgerungene Nietzsche schreibt, daß, wenn Schopenhauer Recht hat und Genialität

in der zusammenhängenden und lebendigen Erinnerung an das Selbst-Erlebte besteht, so möchte im Streben nach Erkenntnis des gesamten historischen Gewordenseins – welches immer mächtiger die neuere Zeit gegen alle früheren abhebt und zum ersten Male zwischen Natur und Geist, Mensch und Tier, Moral und Physik die alten Mauern zerbrochen hat – ein Streben nach Genialität der Menschheit im Ganzen zu erkennen sein. Die vollendet gedachte Historie wäre kosmisches Selbstbewußtsein. (Vermischte Meinungen und Sprüche, A 185)

Und weiter:

So wird Selbst-Erkenntnis zur All-Erkenntnis in Hinsicht auf alles Vergangene: wie (…) Selbstbestimmung und Selbsterziehung in den freiesten und weitest blickenden Geistern einmal zur All-Bestimmung, in Hinsicht auf alles zukünftige Menschentum werden könnte. (ebd., II A 1,223)

1883 schrieb Nietzsche: „Sobald der Mensch vollkommen die Menschheit ist, bewegt er die ganze Natur“ (Umwertung aller Werte, dtv, S. 819).

Leider sind diese philosophischen Entwicklungsvorstellungen, die bezeichnenderweise immer in infantilen Allmachtsphantasien enden, durchweg dezidiert antisexuell. Sozusagen wird Genitalität durch „Genialität“, das Gehirn, ersetzt. 1876 notiert sich Nietzsche: „Hemmungen nötig, um Genius hervorzubringen“ (Studienausgabe, Bd. 8, S. 307). Das genaue Gegenteil des Genitalen Charakters.

Die neoplatonistische Kabbala scheint geistesgeschichtlich die einzige Ausnahme dieser antisexuellen Regel zu sein. In ihr ist ein Mensch erst Mensch, wenn er verheiratet ist. Ja, wirklich ganz wird er erst in der kompletten Genitalen Vereinigung. Und im (gemeinsamen gleichzeitigen) Orgasmus wird er/sie eins mit Gott – er/sie erlangt das kosmische Bewußtsein. Im genitalen Menschen sind „Geist“ und Sexualität keine Gegensätze mehr, sondern sie bedingen einander. (Keine einzelne Person hat einen Orgasmus. Auch haben Frau und Mann keinen je eigenen ihrem Geschlecht gemäßen Orgasmus. Vielmehr fließen Frau und Mann in der Genitalen Umarmung zu einem Organismus zusammen und dieses „neutrale“ Orgonom „hat“ einen Orgasmus.)

Schimpansen und Menschen (und einige wenige andere Tiere) erkennen sich im Spiegel selbst wieder, während alle anderen vergleichbaren Tierarten im Spiegelbild, wenn überhaupt, nur den Artgenossen erkennen. Die Schimpansen scheinen also schon Ansätze für ein Ich-Bewußtsein zu haben. Sprache und Werkzeuggebrauch sind ebenfalls rudimentär bei Schimpansen zu finden. Es ist nun interessant, daß Bewußtsein und die genitalorgastische Körperzuckung auf der gleichen Entwicklungsstufe auftreten. Die vom Aussterben bedrohte Schimpansen-Unterart der Bonobos, die die allernächsten Verwandten des Menschen sind, zeigen denn auch vielleicht tatsächlich zumindest erste Ansätze von Genitalität. Unter den Säugetieren kopulieren neben dem Menschen nur diese Zwergschimpansen (und die Wale, diese aber aus rein praktisch-anatomischen Gründen) in ventroventraler Stellung.

Reich glaubte, der Mensch wäre das erste Tier gewesen, das sich seiner orgastischen Plasmazuckung bewußt geworden sei und sich deshalb als erstes Tier gepanzert hätte (Die kosmische Überlagerung, letztes Kapitel). Betrachten wir die Entwicklung des Bewußtseins vom Blickwinkel des Biogenetischen Gesetzes her, können wir fragen, ob vielleicht der Mensch das erste gepanzerte, also orgastisch impotente Tier ist – weil er das erste Tier ist, das in der Anlage orgastisch potent ist. Oder anders ausgedrückt: Der Mensch ist das einzige gepanzerte Tier, weil beim Mensch zum ersten Mal die Orgasmusfunktion voll durchbricht, also etwas da ist, wogegen er sich panzern „muß“.

Am Ende seines Artikels „The Evasiveness of Homo Normalis“ von 1947 befaßt sich Reich mit dem Wahrheitskern der irrationalen Aussage, daß der Mensch über dem Tierreich stehe: der besagte Kern ist natürlich die Panzerung, die den Menschen von den übrigen Tieren trennt. Der Mensch sei das einzige Tier, das nicht dem Gemeinsamen Funktionsprinzip allen tierischen Lebens folge: die Entladung aufgestauter Energie durch aufeinanderfolgende Kontraktionen des gesamten Organismus. Nur der Mensch verhindere die Abfuhr der in allen Lebewesen ständig generierten Energie durch seine Panzerung. Nur beim Menschen werde der einheitliche Impuls, der nach außen will, in zwei Bestandteile gespalten: in den ursprünglichen Impuls und dem aus ihm abgeleiteten aufstauenden Gegenimpuls – der Impuls kämpft gegen sich selbst. So etwas fände sich nirgends sonst in der gesamten Natur. Die Bifurkation von Funktionen sei normal und überall in der Natur zu beobachten, doch daß sich eine Funktion aufspaltet, um sich gegen sich selbst zu wenden, fände sich nur in der Pathologie des Homo normalis (Orgonomic Functionalism, Summer 1991, S. 86-91).

Terror in Deutschland

12. Oktober 2025

Es geschieht tausendfach jeden Tag. Der Terror versauert das Leben von Millionen, aber aus politischer Korrektheit wird nie darüber gesprochen, obwohl die Anzahl der Todesopfer mittlerweile in die Hunderte gehen muß. Volksfeste, die überfallen werden; Paare, die in der Stadt angepöbelt und bedroht werden, nur weil sie mal einen Abend nicht vor der Glotze verbringen wollen; junge Männer, die erstochen werden, weil sie nicht sofort den Blick gesenkt haben und in sich zusammengesackt sind, etc.

In diesem Land wird die Lebensfreude systematisch zerstört. Du alberst an einer Bushaltestelle im Hamburger Süden mit deinen Kumpels herum? Mit einiger Sicherheit werden Kulturbereicherer auf euch zukommen und euch zusammenschlagen! Hier ein entsprechender älterer Bericht.

Man kann sich über drei gestandene Hamburger Jungs lustig machen, die panisch vor vier Idioten weglaufen und dann auch noch einen ihrer Kumpels im Stich lassen, nachdem dieser eingeholt wurde. Aber das ist so eine Sache, denn, wenn man am Schreibtisch sitzt, ist das ganz anders, als wenn man so einem überaggressiven Typen unvermittelt gegenübersteht! Vor allem ist es fast unmöglich so schnell umzuschalten, aus der Partylaune rauszukommen und die nötige Aggression zu mobilisieren, zumal die Situation meist vollkommen irreal ist, d.h. überhaupt kein erkennbarer Anlaß für die Attacke vorhanden ist.

Das langfristige Resultat ist, daß sich niemand im öffentlichen Raum mehr richtig gehenlassen kann und alle ständig angespannt sind, da sie jederzeit einer Attacke aus dem Nichts gewärtig sein müssen. Je glücklicher und ausgelassener man ist, desto wahrscheinlich ist es, daß man auf den Boden geworfen und einem ins Gesicht getreten wird. Auf diese Weise, d.h. durch induzierte „Anspannung“, überträgt sich die Panzerung Saharasias direkt auf die Gebiete, die außerhalb Saharasias liegen.

Wohl oder übel muß man Selbstverteidigung lernen. So ist Krav Maga entstanden: zunächst im Kampf gegen Nazis, dann im Kampf gegen sogenannte „Palästinenser“. Wichtiger als das ist aber die Selbstverteidigung gegen unsere Politiker und „Meinungsmacher“. Es sind unproduktive Parasiten, die nicht am Leben teilnehmen können und nur überleben, wenn das Volk zu einer paralysierten „Be-Völkerung“ wird. Instinktiv schaffen sie jene herbei, die das Volk entsprechend herrichten. Die Kulturbereicherer werden für diese Drecksarbeit mit vielleicht 50 Milliarden Euro im Jahr „subventioniert“ – bezahlt. Der Unterschied zum Terror unter Stalin ist nur graduell. Es sind ein und dieselben charakterstrukturellen Kommunisten!