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Orgonomische Facebook-Seiten seit der Trump-Wahl (Teil 1)

27. Februar 2026

Das folgende stammt von Ende 2016, ist also fast 10 Jahre alt, aber trifft die heutige Situation eher noch besser als damals. Das Trump Derangement Syndrome der „Links-Orgonomen“ sprengt, insbesondere jetzt wegen den rotfaschistischen Machinationen um den ICE-Einsatz in Minnesota, wirklich alle Grenzen der Soziopathie. Sie wähnen sich tatsächlich im Kampf gegen Hitler höchstpersönlich. Das Wilhelm Reich Museum hat mittlerweile eine woke bunte Symbolik inkorporiert, promotet auf den Konferenzen irgendwelche Reichianischen „Therapeuten“ und durchgeknallte südamerikanische Kommunisten, vertreibt Cannabis, das auf Orgonon gezüchtet wird und behördlich garantiert hochpotent sei… Aber schauen wir zurück auf das Jahr 2016:

Grier Sellers (Institute for Orgonomic Science) will angesichts des Trump-Siegs nach Kanada oder Neuseeland auswandern. [PN: Typischerweise wollen diese ach so antirassistischen Progressiven stets in homogen WEISSE Länder auswandern, während sie selbst gar nicht genug von braunen illegalen Einwanderern aus dem Süden haben können… Und was ist ihr gesellschaftliches Ideal? SKANDINAVIEN!]

Conny Huthsteiner (Orgontherapeutin, Institute for Orgonomic Science) hatte nach der Wahl einen Gast, der wütend darüber ist, daß die Leute in den Straßen demonstrieren. Obama und Clinton seien, so der Gast, dafür verantwortlich. Trump selbst sagte das „Berufsdemonstranten“ von der Presse manipuliert seien. Huthsteiner hat keinerlei Verständnis für diese immense Blindheit ihres Gastes und für Leute, die Trump rechtgeben: man müsse, so Huthsteiner, sich gegen Trump wehren und dessen Präsidentschaft verhindern! [PN: Kommunisten! Rote Faschisten – die sich mit dem Namen „Reich“ schmücken!]

Jim Strick (Wilhelm Reich Infant Trust) und Grier Sellers verlinken eine Petition, daß die Wahlmänner Hillary zum Präsidenten ernennen sollen, im Namen des nationalen Interesses und der Mehrheit der Wähler. [PN: echte Demokraten!]

Stephan Simonian (Orgontherapeut, Institute for Orgonomic Science) zeigt ein Video, in dem Hillary-Anhänger einen Trump-Anhänger aus seinem Wagen zerren und brutal zusammenschlagen. [Simonian ist Bernie Sanders-Anhänger und ein Beispiel dafür, daß nicht alle Linken pestilente Charaktere sein müssen!]

James DeMeo über die Braunhemden der demokratischen Partei, die durch die Straßen ziehen und Trump-Anhänger zusammenschlagen. [PN: DeMeo ist einer der ganz wenigen „orgonomischen“ Nicht-Linken außerhalb des American College of Orgonomy.]

Conny Huthsteiner ist restlos fertig mit den Nerven: sie hat einen Artikel gelesen, wie Trump ein 13jähriges Mädchen vergewaltigt hat. [PN: Behauptungen, die ohne jede Substanz sind. Die gleichen Leute sind vollkommen blind gegenüber den Wikileaks-Enthüllungen, etwa über die für Ermittler eindeutig pädophile Geheimsprache in den Emails von Hillarys Wahlleiter Podesta.]

Grier Sellers verlinkt einen Bericht über ein Gesetz, wie man Trump doch noch stoppen könne. Grier Sellers: das ist einen Versuch wert!

Conny Huthsteiner verlinkt einen Dokumentarfilm, der zeigt, wie das Kapitalistenschwein Trump rücksichtslos alles niedergewalzt hat.

In einem Kommentar schreibt Conny Huthsteiner, Trump scheine ein wütender Mann zu sein, der droht Leute zu verklagen, sie einzusperren, sich zu rächen. Sie habe immer gehofft solange zu überleben, bis sie den Großen Weltfrieden erleben könne. [PN: Die „Religiosität“ der Linken – die „Erlösung“ im Diesseits…]

Conny Huthsteiner verlinkt einen Beitrag, wonach Trump nur von einem Viertel der Bevölkerung gewählt wurde. Man solle das nie vergessen! [PN: so als wenn das bei Hillary anders gewesen wäre…]

Eine neue Landkarte, mit der liberalen Westküste der USA und dem liberalen Nordosten als Teile Kanadas. Conny Huthsteiner gefällt die Karte: „das könnte klappen“. Grier Sellers kommentiert: man solle Texas und die anderen Staaten des Südens an Mexico zurückgeben. [PN: Linke: immer auf der Seite der Gegner des Vaterlandes, charakter-strukturelle Verräter. Solchen Leuten die Orgonomie zu überlassen…]

Conny Huthsteiner verlinkt einen Zeitungskommentar, man solle Trump keine Chance geben, die er nicht verdient hat.

Renata Reich Moise [die Tochter von Eva Reich] verlinkt einen Artikel, daß Seattle „Gay Conversion Therapy“ verboten hat. Moise fordert das gleiche für Maine. [PN: Man könnte, wenn man böswillig ist, auch die Orgontherapie als „Gay Conversion Therapy“ betrachten…]

Stephan Simonian verlinkt einen Bericht, wo Bernie Sanders seine Anhänger aufruft, mit der Gewalt aufzuhören. Simonian: „YES“. [PN: Wie gesagt: Linkssein geht nicht in jedem Fall mit Emotioneller Pest einher!]

Grier Sellers verlinkt das Video eines Gebets, in dem für Trump gebetet wird. Hand auf ihn gelegt wird, um den Heiligen Geist auf ihn zu lenken. Sellers Kommentar: „Disgusting!“ [PN: ich bin mir sicher, daß er jedes nicht-christliche Ritual nicht als „widerlich“ betrachten würde!]

Jim Strick verlinkt einen Beitrag, wo es darum geht, die Autokratie einer Trump-Präsidentschaft zu überleben. Das dazugehörige Banner: Love Trumps Hate. [PN: diese Leute platzen fast vor Haß, tragen aber Liebesbanner. Nun, das ist Emotionelle Pest. Genau das!]

Stephan Simonian verlinkt einen Bericht über Unterstützer von Bernie Sanders, die die demokratische Partei übernehmen wollen. [PN: die Demokraten in den USA werden zusehends zu einer offen sozialistischen Partei, was in der anti-autoritären Gesellschaft gleichbedeutend mit ROTEM FASCHISMUS ist.]

Renata Reich Moise verlinkt einen Bericht über einen ehemaligen Indianerhäuptling in Maine, der rassistisch bedroht wird. Einer von vielen Fällen seit der Wahl. [PN: die USA vor dem Einbruch des Nationalsozialismus! Um zu sehen, daß die wirkliche Gefahr von links kommt, muß man funktionell denken können statt platt moralistisch!]

Grier Sellers verlinkt, daß Trump auf ein Gehalt als Präsident verzichtet. Sellers Kommentar: er könne das Gehalt doch zumindest an seine „vielen Opfer“ spenden! [PN: die Boshaftigkeit des Kleinen Mannes!]

DeMeo berichtet, daß der Kommunist und islamische Terror-Unterstützer Keith Ellison, Mitglied des Repräsentantenhauses, wohl neuer Vorsitzender der Demokraten werden wird.

Der Trump-Hasser Peter Robbins [orgonomischer UFO-Forscher] verlinkt einen humoristischen Bericht: die Pakistaner behaupten, Trump wäre in Pakistan geboren worden. [PN: jetzt soll Trump mal merken, was Obama von Rassisten wie ihm widerfahren ist. Witzig, aber – wir wissen wirklich alles über Trump, doch praktisch nichts über Obama. Aber einen „UFO-Forscher“ interessiert das nicht weiter…]

Renata Reich Moise berichtet von einem Vorfall, wo eine Frau in Maine Propaganda-Material des Klu Klux Klan mit einer Plastiktüte voller Steine auf ihrer Auffahrt gefunden hat…

Jim Strick reitet eines seiner Steckenpferde: die globale Erwärmung. Er verlinkt Scientific American, daß Trump einen Klimaskeptiker (sic!) die Umweltbehörde EPA wird leiten lassen.

James DeMeo über das Vorgehen im Vereinigten Königreich gegen konservative und libertäre Netzseiten: George Orwell läßt grüßen.

Stephan Simonian verlinkt ein Video von Julian Assange, wie die Demokraten Bernie Sanders betrogen haben.

Zu einem Bericht der New York Times, der vom Aufstand der „Zivilgesellschaft“ gegen Trump handelt, meint Philip Bennet (Gesellschaftswissenschaftler, Institute for Orgonomic Science), daß Trump in einem Jahr ohnehin zurücktreten müsse, „impeachment“. In einem Kommentar dazu hat Renata Reich Moise die Idee, daß Millionen von Frauen ihm bzw. Vizepräsidenten Pence ihre gebrauchten Tampons zuschicken und andere „Guerrilla-Taktiken“ anwenden. [PN: kein Kommentar!]

Grier Sellers verlinkt einen Bericht aus dem linksradikalen Daily Kos über die Reaktion der Deutschen auf Trump: sie hätten bereits alles 1933 durchgemacht und jetzt die USA…

Philip Bennett ist begeistert von Stephen Colbert, einem ultraliberalen Fernseh-Komiker, der vor der Wahl Trump als Nazi zeichnete und jetzt wieder: der große Diktator als Präsident der USA.

– So, willkommen zurück im Jahr 2026 – und wechseln wir gleich zurück ins Jahr 2023, denn soeben wurde ich auf folgenden Podcast irgendwelcher brasilianischer „Reich-Therapeuten“ aufmerksam gemacht, in dem Bennett aus dem Nähkästchen plaudert: https://creators.spotify.com/pod/profile/felipe-salgado1/episodes/Episdio-65—Entrevista-com-Philip-W–Bennett-english-version-e1j2spo

Von besonderem Interesse sind seine Ausführungen über Jim DeMeo. Was einige chronologische Aspekte betrifft, habe ich zwar andere Erinnerungen, aber wichtig ist eh nur die Tendenz. Hier meine Transkription der betreffenden Stelle – ich denke ich höre die kommunistische Pharmahure Mildred Brady! Tatsächlich höre ich CNN und andere Propaganda-Fernsehsender, die sich die Pharmaindustrie hält, und den ganzen pseudoprogressiven Müll, der früher von „Moskau“ ausging und heute autonom in Amerika operiert. Reich, DeMeo und andere hatten das erfaßt.

Bennett: [nachdem er die verschiedenen orgonomischen Organisationen erwähnt hat] Darüber hinaus gibt es Einzelpersonen, die aus irgendeinem Grund begannen, ihr eigenes Ding zu machen. Einer davon ist James DeMeo, der, wie Sie wissen, gerade gestorben ist. Jim interessierte sich sehr für die Arbeit mit dem Cloudbuster und er ging an die Universität in Kansas, erwarb einen Master-Abschluß und ich habe seine Master-Dissertation gelesen und ich glaube, er hat erfolgreich die Auswirkungen auf die Umwelt mit dem Cloudbuster gezeigt und er hat einen Abschluß gemacht, er hat seinen Master-Abschluss, er hat seinen Doktor gemacht, aber nicht in Meteorologie, sondern in etwas anderem. Als ich ihn das erste Mal in den frühen 1980er Jahren traf, lebte er in Florida, Miami, und er schien ein netter Kerl zu sein, aber sehr schnell wurde mir klar, daß er ein echter Rechtsaußen war, und ich spreche von einem wirklichen Rechtsaußen [Interessanterweise habe ich DeMeo damals als eher linksextrem empfunden, PN] und dann kamen die 2000er Jahre und er wurde bösartig anti-islamisch und Sie haben seine Facebook-Seite gesehen. Ich meine, er ist ein Trumpist der schlimmsten Sorte. Er leugnete HIV, die Realität von HIV, er leugnete den Klimawandel, er glaubte nicht, daß es einen Klimawandel gibt, er leugnete Covid, wissen Sie, und ich denke, er war wirklich eine Gefahr, er war wie einer im öffentlichen Gesundheitswesen…

Interviewer: … er wurde in der Tat zu einer Bedrohung.

Bennett: Ja. Genau, also ich war zuletzt mit ihm zusammen, ich glaube, es war auf der Rom-Konferenz (…) und sein Antikommunismus war wie „Grrrrrrrrr!!!“ und ich erinnere mich, daß ich mich mit ihm traf und sagte, schau, und ich hatte ein paar Drinks, ging zu ihm hinüber und sagte: Das ist dumm. Wir sind hier auf der gleichen Seite, wir wollen Reichs Arbeit unterstützen, lassen wir das ganze, laß uns Freunde sein. Das war in etwa das, was ich sagte, und sehr bald darauf griff er mich öffentlich als Kommunisten an. Er nannte mich einen Kommunisten, weil ich eine fortschrittlichere politische Position vertrat, und so hatte ich nichts mehr mit ihm zu tun. In gedruckter Form nannte er mich einen Kommunisten und tat andere Dinge, die sehr, sehr unangemessen und nicht hilfreich waren, um Reichs Ideen voranzubringen. Und es wurde für mich zu einem echten Problem, daß, wenn man unter „Orgonomie“ nachschaute, einige der ersten Dinge, die man sehen würde, Jim DeMeo waren, weil er eine Menge Material herausbrachte. Das war ein echtes Problem für mich, das öffentliche Gesicht der Orgonomie war Jim DeMeo. Das sollte nicht das öffentliche Gesicht sein, aber es wurde das öffentliche Gesicht. Jetzt ist er weg. Ich habe keine negativen Wünsche für ihn. Es tut mir leid, daß er gestorben ist. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, daß er an Krebs gestorben ist. Er starb an Dickdarmkrebs. Und daß er an Krebs gestorben ist, was soll man davon halten? Ich weiß es nicht. Ich meine, aus Reichs Sicht bedeutet Krebs Resignation, und Reich hat natürlich eine ganze Theorie über Krebs. Er ist also weg. (…) Ich fand gut, was das Museum auf seine Facebook-Seite gestellt hat. Es beschränkte sich auf das wissenschaftliche Zeug und erwähnte nicht seine verrückten Trump-Ideen. Es wurde gezeigt, was er geleistet hat, und das war in Ordnung.

Dazu muß man wissen, daß dieser Eintrag auf der offiziellen Seite des Wilhelm Reich Museums, ein „Obituary“, sofort gelöscht wurde, nachdem Bennetts Ehefrau Wendy Kohli in einem Kommentar sich bitter darüber beschwerte, daß an dieser Stelle ein Nachruf über dieses Rassisten, Islam-Hasser und Reaktionär erscheinen könne.

Zu seiner Zeit hat Reich hundertprozentig zu dem Trump seiner Zeit gestanden, Eisenhower; war gegen die Polio-Impfung und, ja, fanatischer Antikommunist. Und, ja, wir sind Trumpianer u.a. wegen Trumps Rede vor der UN am 23.09.2025, als er schwere Vorwürfe gegen die Migrationspolitik der Biden-Administration vorbrachte. Die Politik der „offenen Grenzen“ unter Biden war für 300 000 Kinder verantwortlich, die ins Land geschmuggelt wurden und dann einfach verschwanden: ausgebeutet, mißbraucht, ausgeschlachtet, zu Tode gefoltert. Jedes System, das zu solch massivem Kinderschmuggel führe, sei, so Trump, „von Natur aus böse“. Die „globalistische Migrationsagenda“ sei für das Grauen verantwortlich. Seit Trumps Veröffentlichung der Epstein-Akten wird immer deutlicher, daß das alles keine bloßen Verschwörungstheorien sind, aber unsere „orgonomischen“ Helden regen sich über ICE auf und in (gefühlt) jedem zweiten ihrer Facebook-Posts weisen sie darauf hin, daß doch Trump in den Epstein-Akten stünde… Und natürlich machten sie sich a la Superhirn Baerbock, die bei der Rede über Trump thronte, über dessen Rede lustig.

Sie sind nicht dumm, sie haben nur ein Problem mit dem Denken!

6. Februar 2025

Denken kommt vom proto-indo-arischen „teng“, was sowohl „denken“ als auch „wahrnehmen“ bedeutet. Wahres Denken ist identisch mit dem Wahrnehmen von etwas. Das Denken ist ein Sinn, ein Sinnesorgan. Wenn ich in einen Wald schaue, sehe ich schließlich einen Baum. Wenn ich Bäume anschaue, sehe ich schließlich den Wald. Genauso ist es mit dem Denken. Die meisten Menschen sehen unscharf und denken unscharf. Alles ist stets wie in einem Nebel, ohne klare Konturen. Sie schließen weder auf die einzelne Tatsache („den Baum“) noch auf das umfassende Konzept („den Wald“), sondern bleiben in der Unschärfe stecken, da genaues Wahrnehmen zu Handlungen führt und sie Angst haben zielgerichtet zu handeln. Sie haben Angst vor Konsequenz und sogar Angst vor der Bewegung selbst.

Aus diesem Grund haben sie so viel Angst vor Weigel, Chrupalla und Höcke, weil diese das Problem erkennen und entsprechend handeln und überhaupt Bewegung in die gesellschaftliche Panzerung bringen, während bei Scholz, Baerbock und Habeck alles verschwommen bleibt: alles ist kompliziert, verwirrend, unklar und vor allem „komplex“. Nichts ergibt einen Sinn und bleibt nebulös. Man höre sich doch die pseudophilosophischen Ergüsse von Rudolf Habeck an, versuche aus dem kindlichen Gestammel von Annalena Baerbock einen Sinn zu extrahieren oder irgendeinen Inhalt in den Leerformeln der Zeichentrickfigur Mister Magoo auszumachen.

Das sind alles nichtarbeitende Politiker, die nicht nur stets außerhalb der Arbeitsdemokatie standen, sondern aktiv die Emotionelle Pest verbreiten. Die einzige „Arbeit“ dieser emotional verkorksten Pestträger besteht darin, Debatten zu dominieren und Diskurse zu lenken. Die Vertreter der AfD hingegen stammen durchweg aus der Arbeitssphäre und haben deshalb gelernt funktionell zu denken. Das Problem („der Baum im Wald“) wird ausgemacht und entsprechend angegangen, z.B. das praktisch überall die falschen Anreize gesetzt werden, und die korrekten Kategorien („Wald“) werden erkannt bzw. richtig zugeordnet, z.B. was „Fachkräfte“ betrifft, während die Emotionelle Pest von Kategorienfehlern lebt, um Verwirrung zu stiften und alles in einen dichten Nebel des Ungefähren und Ungreifbaren zu hüllen. „Die Probleme sind zu komplex für die einfachen Lösungen, die die Populisten anbieten.

Die drei Schichten der Arbeitsdemokratie

4. Februar 2025

Wer entscheidet, wer in arbeitsdemokratischen Prozessen jeweils das Sagen hat?

1. KERN: Der unmittelbare Arbeitsprozeß selbst: „Das, was am besten funktioniert, wird gemacht!“

2. MITTLERE SCHICHT: Im Zweifelsfall muß die Zeit entscheiden, d.h. der „freie Markt“. „Das beste Angebot setzt sich durch.“

3. FASSADE: Ist der „freie Markt“ keine Option, etwa wegen der Dringlichkeit, müssen arbeitsdemokratische Organisationen, beispielsweise Berufsgilden, für entsprechende Automatismen sorgen.

Beispiel für 1: In einem medizinischen Notfall, etwa auf einem Schiff, in einem Flugzeug oder in einem Zug, wird automatisch der Qualifizierteste helfen, der gerade zur Hand ist. In absteigeder Folge: Notärzte, Ärzte, Krankenpfleger, Laien mit einer Erste Hilfe-Ausbildung oder spontan jeder beliebige Passagier, wenn es schnellgehen muß. Es ist situationsabhängig und hängt auch vom Zufall ab. Im Einzelfall kann eine routinierte Krankenschwester vielleicht besser helfen als selbst ein Arzt.

Beispiel für 2: Durch die freie Arztwahl setzen sich die besten Arztpraxen durch. Letztendlich entscheidet der „Charakter“.

Beispiel für 3: Durch das Universitätssystem und die Berufsverbände kommt es zu einer Vorauswahl, d.h. es kann nur zwischen wirklichen Fachleuten ausgewählt werden.

Weitere Verdeutlichung:

1. VERTEILUNG IN DER FLÄCHE: Wer steht aktuell und von seinem Können her dem Ereignis am nächsten und kann es am besten bewältigen?

2. ZEIT: Wer setzt sich im Wettbewerb durch?

3. VERTIKALE VERTEILUNG: Wer hat den besten Überblick und damit die größte professionelle Macht?

Das sind die drei Arte von Autorität:

1. Art: die unmittelbar situationsgebundene Autorität;

2. Art: die Autorität, die aus der Auswahl der Tüchtigsten erwächst; und

3. Art: die mittelbar situationsübergreifende Autorität.

Szenario A: (1.) Im Gefecht mit seinen unvorhersehbaren Lagen muß auf einem Kampfabschnitt gegebenenfalls ein Mannschaftsgrad führen. (2.) Wer das ist, ergibt sich aus der Autorität, die der Einzelne im Laufe der Zeit unter den Kameraden gewonnen hat. (3.) Im Normalfall und in jedem Fall bei größeren Verbänden bestimmen aber Unteroffiziere oder Offiziere des jeweils höchsten Rangs.

Szenario B: (1.) In einer Autoreparaturwerkstatt macht jeder seine Arbeit. (2.) Die Verteilung der einzelnen Spezialtätigkeiten hat sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert, nach dem Talent und den Vorlieben der einzelnen Arbeiter. (3.) Im Zweifelsfall weisen der Meister und dessen Gesellen die einzelnen Arbeiten bestimmten Arbeitern zu.

Szenario C: (1.) Der Erfolg eines Forschungslabors hängt vom Können und dem Engagement der einzelnen Laboranten ab. (2.) Für ein konstant hohes Niveau sorgt die Angst um den eigenen Arbeitsplatz sowohl in der Konkurrenz untereinander als auch in der Konkurrenz mit anderen Laboren. (3.) Der Laborleiter und sein Team sind dafür verantwortlich, daß die richtigen Fragen an die Natur gestellt werden.

Szenario D: (3.) Beim Aufbau bzw. der Übernahme seiner diversen Unternehmen verließ sich Elon Musk (1.) auf die Expertise und den Input von und die Kritik durch seine hochqualifizierten Mitarbeiter. (2.) Minderqualifizierte und überflüssige Mitarbeiter wurden ausgesiebt.

In der antiautoritären Gesellschaft, wie sie sich seit ungefähr 1960 ausgebildet hat, ist es zu einer Erosion auf allen drei Ebenen der Arbeitsdemokratie gekommen, was schon bald zum Kollaps der Zivilisation insbesondere in Deutschland führen wird. Heute fühlt sich aufgrund der permissiven Kindererziehung jeder Schwachkopf zu wirklich allem berufen, selbst zum Wirtschaftsminister und zur Chefdiplomatin. Die natürliche Auslese des Besten und Geeignetsten wird als „faschistisch“ denunziert und durch mafiöse Mechanismen ersetzt. Die Vorgaben, die die Leitung erläßt, können nur noch als psychotisch und kriminell bezeichnet werden. Man denke nur mal an das endgroteske Heizungsgesetz und andere Nerobefehle.

Die pestilente Ampel

19. Dezember 2023

Die psychologische Orgonomin Virginia L. Whitener schreibt in der letzten Ausgabe des Journal of Orgonomy etwas über die Emotionelle Pest, das paßgenau auf die gegenwärtige Ampelregierung mit pestilenten Charakteren wie Baerbock, Habeck, Scholz und Lauterbach zutrifft, ganz zu schweigen von schlichtweg grotesken Gestalten wie Kevin Kühnert, Saskia Esken und Ricarda Lang, die nur leben können, indem sie das Leben anderer Menschen, eines ganzen Volkes systematisch zerstören. Bezeichnenderweise geht es bei Whiteners editorischen Kommentaren im Zusammenhang des Originals tatsächlich um den Holocaust und den Kampf gegen die Sozialdemokratie in Israel – zwei Ausprägungen der organisierten Emotionellen Pest:

An gesellschaftspolitischen Vorschlägen und Versuchen, etwas zu ändern, herrscht kein Mangel. Ein Kennzeichen der Emotionellen Pest ist es, andere zu kontrollieren, das tägliche Leben der Menschen, ihre Institutionen und die Gesellschaft zu diktieren und umzuformen. Unter dem Deckmantel von Erklärungen, was das Beste für andere Menschen ist, wird Leben zerstört. Staatliche Sozialprogramme stoppen, behindern und zerstören ein lebendiges soziales Miteinander, einschließlich der wirtschaftlichen Vitalität und Lebensfähigkeit einer Gesellschaft. Aufgrund ihres nicht zu leugnenden Bedürfnisses, andere zu kontrollieren, zieht es von der Emotionellen Pest befallene Menschen in Regierungspositionen. (S. 73)

Die Emotionelle Pest, die zerstörerische Kraft, die in der gesamten gepanzerten Menschheit existiert, die Kraft, die Menschen und ihre sozialen Strukturen, einschließlich gesunder Regierungen, schädigen und zerstören will und dies nur um der Zerstörung und des Ruins willen, kann einen Einzelnen oder eine ganze Gruppe von Menschen angreifen. (…) [Das Opfer] wird zumeist angegriffen aufgrund der andauernden Unfähigkeit des emotionell pestkranken Charakters (…) sich auf gesunde Weise Befriedigung zu verschaffen, seiner Unfähigkeit, Freude am Leben zu empfinden, sein Nicht-Ertragen-Können jeglicher Sehnsucht, die hervorgerufen wird durch das soziale Zusammenspiel der Menschen um ihn herum, sowie aufgrund seines Neids und Hasses. Deshalb muß er jeden, der gesund und zufrieden ist, jeden, der in der Lage ist, Freude im täglichen Leben zu empfinden, behindern und zerstören. Indem er die spontanen, alltäglichen, lustvollen Bewegungen der anderen und ihr Leben selbst zerstört, beseitigt der [von der Emotionellen Pest] Infizierte (…) die Stimulation und Erregung seiner eigenen Gefühle und das Gewahrwerden seines eigenen Mangels an Liebe und Erfüllung (…). (S. 62)

Whitener spricht vom

…erstarrten, ängstlichen, unbeweglichen, vernunftwidrigen Zustand, der von der von Politikern und den Medien ausagierten Emotionellen Pest erzeugt wird. Die Emotionelle Pest bzw. die dergestalt infizierte Regierung schafft einen Zustand, in dem die Menschen sich hilflos fühlen und denken, daß sie hilflos sind, oder in der Tat hilflos sind, abhängig und auf von außen kommende Almosen angewiesen – auf politische Almosen – die ihnen selbst und ihrer unmittelbaren sozialen Einheit gelten, welche ebenfalls nicht produktiv funktionieren kann. Die von der Pest befallene Regierung erschafft sich eine Bevölkerung, die nicht am Leben teilhaben und es genießen kann, die sich nicht spontan auf andere einlassen und nicht arbeiten kann. (S. 73)

Imgrunde sollen wir alle emotionale Zombies („Sozialisten“, „Sozialdemokraten“, „Kommunisten“) werden, wie es Baerbock, Habeck, Scholz, Lauterbach, Kühnert, Esken, Lang und die restlichen Versager sind. Ein entkerntes, lobotomisiertes, dem emotionalen Wärmetod entgegen vegetierendes Deutschland, ohne Saft und Kraft und Lebensfreude, ohne Produktivität und Initiative, innerlich tot und toxisch: die gleiche Jauchegrube wie die Seelen dieses Gesindels.

Charakter ist alles und Genitalität ist alles

19. Oktober 2023

Die gesamte moderne Medizin kann man als eine geradezu systematische Umgehung der Frage nach der Charakterstruktur, d.h. der bioenergetischen Struktur des Organismus, betrachten. Entsprechend stellt die moderne Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie eine einzige Vermeidungsstrategie gegenüber der Genitalität dar.

1.

Patienten können die abartigsten, untherapierbarsten somatischen Erkrankungen haben – trotzdem sind diese oberflächlicher als die Charakterstruktur. „Man kann sie als Komplikationen der Charakterneurosen ansehen. … [Sie] können bei jedem Charaktertypus vorkommen und sind nicht auf den spezifischen Charakter, sondern vielmehr auf die spezifische Panzerung zurückzuführen“ (Elsworth F. Baker: Der Mensch in der Falle, S. 286). Ähnlich verhält es sich mit extremen psychiatrischen Störungen, etwa Baerbocks Sprachstörung. Man kann sie vielleicht „heilen“, aber die Charakterpathologie, die ihren Nährboden darstellt, besteht fort.

Das ist nicht so offensichtlich, weil die charakterliche Störung „peripher“ ist, d.h. letztendlich soziale Ursachen hat (auch die Kindererziehung ist eine „soziale Ursache“!). Man nehme etwa Reichs Beschreibung des Zusammenhangs zwischen charakterlicher Resignation und der Krebsschrumpfungsbiopathie, die das bioenergetische Zentrum des Organismus befällt:

Resignation ohne offenen oder geheimen Protest gegen die Versagung der Lebensfreude muß als eine der wesentlichen Grundlagen der Schrumpfungsbiopathie angesehen werden. Die biopathische Schrumpfung wäre demnach eine Fortsetzung chronischer charakterlicher Resignation im Bereich der Zellplasmafunktion. (Reich: Der Krebs, Fischer TB, S. 223f)

Es gibt Schichten des Lebensapparates verschiedener Tiefe um den biologischen Kern herum. Es gibt höhere und tiefer gelegene Schichten im Biosystem. Es gibt demzufolge oberflächliche und tiefergreifende Störungen der Körperfunktion. Eine akute Atemstörung wird dem Kern des Biosystems nichts anhaben. Eine chronische Atemstörung durch Inspirationshaltung wird chronische Angst erzeugen, aber die biologische Zellplasmafunktion nicht berühren, solange die bioenergetischen Funktionen in den Zellen selbst weitergehen, solange der Organismus weiter kräftige Impulse produziert. Ist aber die Impulsproduktion in den Zellen selbst getroffen, hat die periphere charakterliche Resignation das Zellplasmasystem erfaßt, dann haben wir es mit dem Prozeß der biopathischen Schrumpfung zu tun. (ebd., S. 224)

2.

Generell stehen in der Neurose die prä-genitalen Störungen im Vordergrund (phallisch, anal, oral). Am extremsten in der „okularen“ Schizophrenie (ja, keine Neurose, sondern Psychose). Trotzdem arbeitet sich der Therapeut zum Kern dieser Störungen vor und das ist die genital-orgastische Störung. Die prägenitalen „Frühstörungen“ sind in jedem Fall oberflächlicher als der ödipale Konflikt.

Ärzten, Psychiatern, Psychologen ist das so fremd und unverständlich, weil sie nicht so tief vordringen wie Reich. Ihre Arbeit ist erledigt, wenn die oberflächlichen „prägenitalen“ Symptome verschwinden, d.h. ein neurotisches Gleichgewicht hergestellt ist. Ähnlich wie die eingangs beschriebenen „genesenen“ somatisch Kranken, haben die Patienten zwar ihre psychische Auffälligkeit überwunden und sich wieder in die Gesellschaft integriert, aber das wirkliche Problem bleibt unberührt (siehe dazu den gestrigen Blogeintrag).

Beispielsweise kann eine Schizophrenie geheilt werden, wenn der okulare Block beseitigt ist, doch dann fängt die eigentliche Arbeit erst wirklich an, weil nunmehr der tieferliegende ödipale Konflikt angegangen werden muß. Generell kann man sagen, daß in der Therapie „von oben nach unten“ („von okular zu genital“), vom Oberflächlichen zum Tiefen, von der Oberfläche zum Kern, von der Gegenwart in die Vergangenheit fortgeschritten wird, vom Prägenitalen zum Genitalen, (richtig verstanden!!) vom Unwesentlichen zum Wesentlichen.

Das Jüngste Gericht begann 1960 (Teil 11)

15. April 2023

Daß wir es mit einer tatsächlichen Verschwörung zu tun haben, sieht man an den Hundekönigen Biden und Baerbock. „Hundekönige?“ Nach mittelalterlichen skandinavischen Chroniken setzte ein siegreicher schwedischer König in Dänemark bzw. Norwegen einen Hund auf den Thron des unterworfenen Landes, um dergestalt die Bevölkerung zu demütigen. Bekämpfte man den Hundekönig, ging man gegen den (jetzigen) König des eigenen Landes vor; unterwarf man sich ihm, unterstützte man den König des feindlichen Landes. Was man tat, konnte nur falsch sein und vor allem wurde durch diese denkbar hinterhältige Demütigung die gesamte Moral, der Widerstandswille des Landes auf fundamentale Weise untergraben.

Man schaue sich nun den hirntoten Stammler Biden an, der durch Lug und Trug, Propaganda und Wahlfälschung widerrechtlich an die Macht gebracht wurde und tatsächlich nichts weiter als ein „Hundekönig“ ist. Er wurde installiert, um die identitätsstiftende zentrale Institution Amerikas, nämlich die Präsidentschaft, im Kern zu zerstören. Dazu trägt der einfache Amerikaner bei, was immer er auch tut. Es ist einerlei, ob man Biden, den räudigen Köter auf dem Thron, unterstützt oder ob man zeigt, daß der Kaiser nackt ist.

Das Perfide ist aber vor allem, daß jeder, der diese Theorie vertritt, sich als nicht ernstzunehmender Verschwörungstheoretiker outet und sich damit selbst aus jedem rationalen Diskurs ausschließt. Die Theorie impliziert nämlich übermächtige Verschwörer im Hintergrund, deren Vorgehen man nur als diabolisch bezeichnen kann.

Und worum geht es Marionetten wie Biden und etwa Baerbock (Lauterbach, Habeck und anderen Menschendarstellern)? Um die monopolkapitalistischen Interessen der Pharmakonzerne („Rockefeller“) sowie „feministische Außenpolitik“ und ähnliches linksradikales Gedöns. Die Verschwörer sind dabei, die Restbestände von Demokratie und Gewaltenteilung zu schleifen und ein faschistisches Sklavensystem zu errichten. Ihr Motiv ist einzig und allein der Haß auf das Lebendige.

Die innere Dynamik der antiautoritären Gesellschaft (Teil 2)

16. März 2022

Die konservativ-autoritäre Gesellschaft hatte mehr Kontakt zum bioenergetischen Kern und damit waren die Autoritäten allgemein in einem besseren Kontakt, d.h. standen mehr im Einklang mit der Realität und ihren arbeitsdemokratischen Erfordernissen. In der (pseudo-) „liberalen“ antiautoritären Gesellschaft ist dieser Kontakt verlorengegangen und dementsprechend handelt das, was als „Autoritäten“ übrigbleibt (groteske Figuren wie Scholz, Habeck, Baerbock und der Rest des Horrorkabinetts), völlig willkürlich und ahnungslos bzw. nach einer Ideologie, die mit der arbeitsdemokratischen Wirklichkeit fast nichts zu tun hat.

Man denke nur an die „Corona-Politik“, die Energiepolitik und neuerdings die Außenpolitik. Die Willkür, die herrscht, ist unmittelbarer Ausdruck der „Kern-Kontaktlosigkeit“ der Protagonisten. Das ist so, weil die Arbeitsdemokratie unmittelbarer Ausdruck von bioenergetischen Kernfunktionen ist. Das, was Reich in der autoritären Gesellschaft als abgehobenes „Politikantentum“ gebrandmarkt hat, potenziert sich in der antiautoritären Gesellschaft. Früher waren die Politiker, etwa ein Konrad Adenauer oder ein Franz-Josef Strauß, zumindest teilweise in sich selbst verankert (verzerrter Kernkontakt) und damit in der Realität (Eingebettetsein in der Arbeitsdemokratie, d.h. sie wären auch ohne Politik im Leben erfolgreich gewesen). Demhingegen sind die heutigen Politiker innerlich, bioenergetisch „hohl“ und eben auch im umgangssprachlichen Sinne „hohl“: gescheiterte Existenzen, die nur durch ihr Parasitentum überleben können.

Da wahre Autorität auf Kernkontakt und (unlösbar damit verbunden) auf der Verankerung in der Arbeitsdemokratie beruht, sind die „Autoritäten“ der antiautoritären Gesellschaft – „Pseudoautoritäten“. Das, was etwa ein Maas oder eine Baerbock an Autorität als Außenminister hatten bzw. haben, war bzw. ist allein „dem Amt“ zu schulden, d.h. dem „Kapital“, das zwischen Bismarck und Genscher mühsam erarbeitet wurde.

Ergänzung zu „Besprechung von ORGONOMIC FUNCTIONALISM No. 8, Spring 2021 (Teil 1)“

8. August 2021

Ebenfalls 1939 und ebenfalls zum Komplex „Baerbock“ schrieb Reich:

Die Realität des „Faschismus“ wirft grundlegende Fragen zur jahrtausendealten menschlichen Kultur auf, angefangen von der Funktion der Politik, der Rolle der Gewalt bis hin zu den tiefgreifenden Fragen nach dem Sinn des Lebens im allgemeinen. Der Faschismus selbst kann nicht einmal eine dieser Fragen beantworten. Der Faschismus wird überall siegreich sein, solange keine Antworten auf diese Fragen gefunden werden, und das bedeutet den totalen Untergang. Eine europäische und globale Neuordnung kann also nur aus der Lebenswelt des Faschismus selbst kommen, indem man dieses Phänomen am Schopf packt und kräftig durchschüttelt, bis die darin enthaltene Saat herausfällt. Aus dem Faschismus wird die nächste Stufe hervorgehen. (S. 105)

Angesichts des faschistischen Merkelregimes und seiner Schlägertrupps (Antifa, Berlinier „Polizei“ etc.) und dem ganzen Zynismus und Nihilismus seiner Politik: Was wären heute die Antworten auf diese drei Fragen?

Gewalt: Das Problem mit der Gewalt ist, daß man sie wie Feuer zwar „chirurgisch“ (also quasi „funktionell“) einsetzen kann, aber Feuer hat die ungenehme Eigenschaft sehr leicht vollständig außer Kontrolle geraten zu können:

Zunächst einmal sollten wird das Wesen der Gewalt erfassen und zwar bioenergetisch und bioemotional („tiefenpsychologisch“): Gewalt („ORANUR“) ist Folge der wechselseitigen Sequestration von OR und DOR und entzieht sich damit weitgehend unserer Kontrolle. 1939 erwähnt Reich insbesondere das Problem der Rache, die uns unter keinen Umständen motivieren sollte, da sie uns blind und unfähig macht, das anzugehen, was unsere wirkliche Aufgabe sein sollte: „Unsere glorreiche Rache wird darin bestehen, daß sich das, was das gegenwärtige globale Elend verursacht hat, nicht mehr wiederholen kann.“ Mit anderen Worten: unsere „Rache“ ist der Aufbau der Arbeitsdemokratie und damit der endgültige Triumph des Lebendigen (OR) über die Emotionelle Pest (DOR).

Politik: Um das zu erreichen, müssen wir endlich das Wesen der Politik durchschauen, die eben nicht das Ringen um die beste Lösung ist, sondern einzig und allein das Ausleben neurotischer Charakterstrebungen, letztendlich „liberal gegen konservativ“. Nötig tut eine Art „Charakteranalyse“ der Gesellschaft im Sinne Elsworth F. Bakers (Der Mensch in der Falle), um die Bioenergetik freizumachen, d.h. Arbeitsdemokratie zu ermöglichen.

Sinn des Lebens: Das gegenwärtige faschistische Unrechtssystem ist zutiefst lebensfeindlich und im Kern mörderisch. Es ist nichts weiter als die organisierte Emotionelle Pest, die jederzeit in offenen Mord und Todschlag umkippen kann. Das ist so, weil ihre Träger und die von ihnen vertretene gesellschaftliche Ideologie (oder sprechen wir lieber von „gesellschaftlicher Grundstimmung“) sich vollkommen vom Leben, dem Lebendigen, gelöst hat und entsprechend nihilistisch ist – was, wie gesagt, jederzeit in „aktiven Nihilismus“ umschlagen kann. Dagegen können wird nur den Sinn des Lebens setzen! Was soll der sein? Wenn du mit deinen Kindern spielst, vollkommen in lebensnotwenige Arbeit aufgehst, durch den deutschen Wald gehst – wie kannst du es da immer noch nicht begriffen haben und nach dem Sinn des Lebens fragen? Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst! Etwas, was einem erst aufgeht, wenn man ins Leben eintaucht und Teil des Kontinuums des Lebendigen wird. Unsere faschistischen Todfeinde, diese lebensfeindlichen Mörder, haben diesen Kontakt verloren oder vielleicht nie gehabt. In der neuen Welt werden sie nicht überlebensfähig sein, so wie Vampire nicht im Sonnenlicht existieren können.