Posts Tagged ‘Elektroskop’

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9. April 2018

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4. April 2018

Anmerkung zu Teil 6 von DER ORGONENERGIE-AKKUMULATOR (nachrichtenbrief97)

15. Dezember 2017

Auf S. 13 von The Orgone Energy Accumulator (The Wilhelm Reich Foundation, 1951) schreibt Reich:

Wärme selbst ist ein subjektives Gefühl, keine Energie oder eine objektive Tatsache. Objektiv ist nur die Ausdehnung von Quecksilber in einem Thermometer.

Was für eine merkwürdige Aussage! Aber bei näherer Betrachtung ist Reichs Feststellung gar nicht so daneben, denn Wärme (im Original „heat“) wird zwar definiert als Energie – aber Energie, die von einem wärmeren zu einem kühleren Gegenstand fließt. Oder wie Wikipedia es ausdrückt:

Wärme ist in der Physik die Energie, die zwischen zwei thermodynamischen Systemen lediglich aufgrund eines Temperaturunterschieds übertragen wird. (…) Wärme fließt stets vom Ort höherer Temperatur zum Ort tieferer Temperatur. Der Wärmetransport kann durch Wärmeleitung, Wärmestrahlung oder ein strömendes Medium (Konvektion) erfolgen.

Wir befinden uns in der Welt der Auseinandersetzungen zwischen Reich und Einstein über die Thermodynamik des Orgonenergie-Akkumulators. Oder mit anderen Worten: wer von Reich verlangt, unkritisch die Begrifflichkeit der gängigen Physik zu übernehmen, der führt von Anfang an die Orgonphysik ad absurdum. Buchstäblich: wenn man unhinterfragt den Begriff „Wärme“ im üblichen Sinne gebraucht, hat man bereits „Nein“ zum Orgon gesagt!

Genauso sieht das, nach dem Thermometer, mit dem zweiten „Orgonometer“ aus, dem Elektroskop. Reich schrieb 1942 in seiner Autobiographie darüber, daß wir nichts über das Wesen der Elektrizität wissen können. Wie konnte Reich so einen Unsinn schreiben, wo doch jeder von den Atomen, Ionen und Elektronen weiß? Wer sich auf diese Begrifflichkeit der Elektrophysik einläßt, läßt von Anfang an keinen Platz für das Orgon!

Reich hatte Freuds Libidotheorie so interpretiert, daß

der Trieb selbst nicht bewußt sein kann, denn er ist dasjenige, was uns regiert und beherrscht. Wir sind sein Objekt. Denken wir an die Elektrizität. Wir wissen nicht, was und wie sie ist. Wir erkennen sie nur an ihren Äußerungen, am Licht und am elektrischen Schlag. Die elektrische Welle kann man wohl messen, doch auch sie ist nur eine Eigenschaft dessen, was wir Elektrizität nennen und eigentlich nicht kennen. So wie die Elektrizität meßbar wird durch ihre Energieäußerungen, so sind die Triebe nur durch Affektäußerungen erkennbar. Die „Libido“ Freuds (…) ist nicht dasselbe wie die „Libido“ der vorfreudschen Forschung. Diese meint das bewußte Sexualverlangen, das man spürt. Freuds „Libido“, ist und kann nichts anderes sein als die Energie des Sexualtriebes. Sie könnte vielleicht einmal zu messen sein. Ich gebrauchte das Gleichnis der Elektrizität und ihrer Energie völlig unbewußt, ohne zu ahnen, daß ich sechzehn Jahre später das Glück haben würde, die Identität von bioelektrischer und sexueller Energie nachzuweisen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 33)

nachrichtenbrief14

22. April 2017

Orgonotaxis

31. Mai 2015

Min Zhao (University of California), Peter Devroetes (Johns Hopkins University) et al. haben die „Galvanotaxis“ (auch „Elektrotaxis“) untersucht. Organismen und Körperzellen reagieren auf schwache elektrische Felder. Diese könnten auch eine wichtige Rolle bei Wachstum und Entwicklung sowie beispielsweise bei der Wundheilung haben. Störungen des normalen elektrischen Feldes im Gewebe leiten Zellen bei der Wiederherstellung des Gewebes. Zusätzlich wurde vom Forscherteam Dictyostelium discoideum untersucht, eine Amöbe (bzw. „Schleimpilz“), die sich bei Nahrungsmangel zu einem vielzelligen Verband zusammenfindet und einen Fruchtkörper ausbildet. Bezeichnenderweise wurde nach Genen gesucht, die bei den Schleimpilzen die Galvanotaxis beeinflussen.

Zhao zufolge weiß im Moment niemand, wie die Zellen diese sehr schwachen elektrischen Felder wahrnehmen. Die Screening-Techniken könnten dazu benutzt werden, mehr Gene zu finden, die mit der Galvanotaxis verbunden sind und den Forschern dabei helfen herauszufinden, wie elektrische Signale wahrgenommen und in Aktivität umgesetzt werden.

Nun, Reich hat bereits in den 1930er Jahren festgestellt, daß Bione in einem schwachen elektrischen Feld wandern, was man unmittelbar auf dem Objektträger unter dem Mikroskop beobachten kann. Genauer gesagt bewegen sich jene Bione, die sich später als kultivierbar erweisen (siehe sein Buch Die Bion-Experimente). Diese mit biologischer Vitalität verbundene elektrische Ladung der Bione konnte Reich durch direkte Beobachtung („blauer Saum“) und indirekt durch seine Experimente am Elektroskop (im Zusammenhang mit den SAPA-Bionen und der Entwicklung des Orgonenergie-Akkumulator) mit der orgonotischen Ladung der Bione in Zusammenhang bringen. Von hier führt eine direkte Linie zu seiner Untersuchung des Orgonenergie-Feldes des menschlichen Organismus mit Hilfe des Orgonenergie-Feldmeßgeräts, des Oszillographen und erstrahlender Leuchtstoffröhren (siehe sein Buch Der Krebs. Das verweist wiederum zurück auf die bio-elektrischen Experimente, die Reich unmittelbar vor der Entdeckung der Bione ausführte (siehe sein Buch Die Entdeckung des Orgons: Die Funktion des Orgasmus. Es sei auch daran erinnert, daß Galvani selbst ein durchaus lebensenergetisches Konzept hatte!

Elektrotaxis ist imgrunde Orgonotaxis! Daß diese Behauptung fundiert ist, zeigt der Verweis auf das Verhältnis des „Phototropismus“ zum „Orgonotropismus“. Dem Phototropismus begegnen wir alltäglich auf der Fensterbank, wenn sich Unsere Topfpflanzen stets zur Sonne hin ausrichten. Orgonotropismus, d.h. die Ausrichtung von Pflanzen hin zu einer höheren Orgonenergie-Konzentration, kann man entsprechend mit Hilfe des Orgonenergie-Akkumulators nachweisen (L. Wyvell und J. Strick: „Orgonotropism“, Offshoots of Orgonomy, No. 9, Autumn 1984, S. 7-12). Und was speziell die Wundheilung betrifft, gehört sie zu den gesichertsten Effekten des Orgonenergie-Akkumulators. Ich verweise insbesondere auf die hochwertige Studie von C.F. Baker, R.A. Dew, M. Ganz und L. Lance: „Wound Healing in Mice“, Annals of the Institute for Orgonomic Science, 1984 und 1985.

orgonotaxis