Meine Antwort an einen Pseudoliberalen, der mich als „gruseligen Rassisten“ bezeichnete
Wir haben die Augen nicht um einfach nur zu sehen, vielmehr geht es darum Muster zu erkenne. Unsere tierischen Vorfahren in den Bäumen mußten die Entfernung zwischen den Ästen abschätzen und im Blättergewirr eßbare Früchte erkennen. Diese überlebensnotwendige Fähigkeit zur Mustererkennung, die weitgehend mit dem räumlichen Sehen identisch ist, wird durch die im Säuglingsalter und in der Kindheit erworbene Augenpanzerung nachhaltig gestört.
Als Jugendliche und Erwachsene sind wir dann „die geborenen Opfer“ für die Manipulatoren, die uns dazu bringen Muster zu erkennen, wo gar keine sind (rechte Verschwörungstheoretiker), bzw. die die Mustererkennung zum ultimativen Tabu erklären (Political Correctness). Beispielsweise darf man keine Muster erkennen, was die Morde und Schlachtungen auf deutschen Straßen und Bahnhöfen betrifft. Wir sollen in einer flachen Welt ohne Perspektive leben und alles wie durch eine trübe Milchglasscheibe betrachten, durch die man entweder nur kaum unterscheidbares Gleiches ausmachen kann oder das Mustererkennen gleich ganz aufgibt!
Die „Massenpsychose“ (gesellschaftliche Panzerung) wird dadurch vollendet, daß sich die beiden Gruppen wechselseitig derartig verstärken, daß für den gesunden Menschenverstand, eben den perspektivischen Blick, keinerlei Platz mehr bleibt:
Im IDEOLOGISCHEN Verhältnis zueinander stehen die beiden Parteien in einem antagonistischen Gegensatz, d.h. die eine Seite schließt die andere aus und das ganze läuft auf einen Vernichtungskampf hinaus, bei dem es nur einen Sieger geben kann:
In der GESELLSCHAFTLICHEN WIRKLICHEIT haben wir es hingegen mit einem einfachen (sich wechselseitig anziehenden) Gegensatz zu tun, d.h. wird die eine Seite stärker, dann gleichzeitig auch die andere:
Dr. Charles Konia über die geplante Räterepublik:
Reich hat sich in seinen Schriften ausgiebig mit der Emotionellen Pest in der Psychiatrie und Psychotherapie seiner Zeit auseinandergesetzt. Knapp zusammengefaßt ging es, SELBST IN DER PSYCHOANALYSE, um die Bekämpfung des „Bösen“ und „Degenerierten“, um die Zähmung des wilden Menschentiers. Das kulminierte im Holocaust, der im T4-Programm einen unmittelbaren Vorlauf hatte. Der Schrecken setzte sich fort in den entmenschten Erziehungsanstalten der BRD und DDR, wo man den Kindern „das Böse“ austreiben wollte. Und genauso war die Psychiatrie und Psychotherapie in der autoritären Gesellschaft geprägt: am Grunde der Menschen lauerte das grausame Unbewußte Freuds bzw. der sprichwörtliche Neandertaler, das bzw. der nachträglich zivilisiert bzw. per „Zwangsjacke“ eingedämmt werden mußte. Grundlage dieser Vorgehensweisen war die moralistische und zutiefst sexualfeindliche Grundhaltung des konservativen Charakters, der diese Epoche bestimmte.
Heute, im ANTIautoritären Zeitalter sieht das ganze vollkommen anders aus: der Mensch ist nicht mehr das böse Tier, sondern eine Maschine mit Fehlfunktionen. Der orgonomische Psychiater Edward Chastka schreibt dazu:
Der Wandel (…) zu einer antiautoritären Gesellschaft bedeutete nicht das Ende der Autorität, sondern die Abwertung traditioneller Autoritäten wie Eltern, Lehrer und Ärzte zugunsten eines soziopolitischen Zeitgeistes, der als „politische Korrektheit“ (PC) bezeichnet wird. PC ist in der Tat eine Front für die Emotionelle Pest. In der Psychiatrie hat sich dies als eine mechanistische Herangehensweise an den Patienten und seine Behandlung manifestiert, wobei die Verwendung von Testskalen für die Diagnose und von Medikamenten für die Therapie betont wird. Die unmittelbare und tiefgreifende Bedeutung der Emotionen und der Beziehung zwischen Arzt und Patient wird abgewertet. Es ist heutzutage nicht ungewöhnlich, daß Eltern ein Kind zur Beurteilung mitbringen, psychologische Tests auf ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) fordern und verlangen, man möge es doch mit stimulierenden Medikamenten (Amphetamin) versuchen. Nie wird in Betracht gezogen, zunächst einmal die emotionale Grundlage des Zustands des Kindes zu erforschen. Der Mythos eines „chemischen Ungleichgewichts“ im Gehirn, das mit Medikamenten behandelt werden könne, befreit die Eltern von ihren Gefühlen, einschließlich der Schuldgefühle hinsichtlich des Zustandes ihres Kindes, und von ihrer Verantwortung, dagegen etwas tun zu müssen, außer dem Kind die verschriebenen Medikamente zu verabreichen. (Chastka: A Second Chance, The Journal of Orgonomy 50(1))