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18. Oktober 2020

ZUKUNFTSKINDER: 5. Säuglingspflege und Kindererziehung, e. Die genitale Selbstbefriedigung

10. März 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

5. Säuglingspflege und Kindererziehung, e. Die genitale Selbstbefriedigung

Irrsinniges Gebrabbel unter dem Mond

20. Januar 2016

In Christusmord hat Reich „schöpferische Gedanken“ mit dem „Gegenstück des Kleinen Mannes“ über fünf Seiten hinweg kontrastiert. Aus dem Gedanken der Freiheit wurde unsere Porno-Gesellschaft, aus dem einheitlichen Äther wurden bei Rudolf Steiner unterschiedliche „Äther“ für unterschiedliche Naturbereiche, aus der Gesetzlichkeit wurde Bürokratie, aus der Psychologie wurde, daß jeder sich zum Psychotherapeuten aufschwingt, aus dem medizinischen Orgonomen wurde der Reichianische Körpertherapeut („Muskelquetscher und Panzerdrücker“), aus dem gesunden Kind, das artige Kind, das keine Probleme macht, etc. Dergestalt richtet der gepanzerte Mensch seine aus der Arbeitsdemokratie erwachsene Kultur so ein, daß sie ein Hort des Gegenteils der Arbeitsdemokratie wird: der Emotionellen Pest.

Eines der Hauptprobleme, mit denen sich die Orgonomie herumschlagen muß, ist eine Begrifflichkeit, der man sich bedienen muß, um in der gepanzerten Welt verstanden zu werden, die aber mechanistisch bzw. mystisch verzerrt ist und die bioenergetisch bestimmte Wirklichkeit deshalb nicht adäquat wiedergeben kann. Man denke etwa an die sozio-politische Orgonomie, die mit Begriffen wie „konservativ“ und „liberal“ hantieren muß, welche sich im Laufe der Geschichte mit unterschiedlichsten Inhalten gefüllt haben und ohnehin zunehmend jede Bedeutung verlieren. Oder man nehme Reichs Auseinandersetzung mit kontaktelektrischen Phänomenen, bei denen „positive Elektrizität“ und „negative Elektrizität“ („Ladungstrennung“) wie dazu geschaffen sind, orgonotische Vorgänge quasi unsichtbar zu machen.

Bereits 1931 beklagte Reich im Bereich der Ethnologie und Sexologie:

Wir sehen, wie wenig die hochtrabend wissenschaftlichen Kategorien der „Monogamie“, „Polygamie“, „Polyandrie“, „Promiskuität“ mit [den bei den Trobriandern] nur von der genitalen Bedürfnisbefriedigung gelenkten und geregelten Sexualbeziehungen zu tun haben. Diese Paare sind ebensowohl monogam wie gelegentlich polygam, bei Festen sogar promiskue; doch die Klassifizierungen sagen nichts aus in [der Trobriandrischen Gesellschaft] und bekommen erst ihren Sinn und Gehalt als Prinzipien unserer moralistischen Regulierungsbestrebungen, nicht mehr. Auch bei uns decken sie keinen Tatbestand. Auch bei uns sind die sexuellen Beziehungen verschiedenstartig. Der Unterschied zum Primitiven – das sei besonders hervorgehoben, weil es unsere sexualökonomische Betrachtungsweise von jeder anderen in jeder Beziehung trennt – liegt nicht darin, daß jene polygam oder promiskue und wir monogam leben; es läßt sich auch keine monogame Forderung aus dem monogamen Leben der Primitiven, wie manche Sexualforscher und Ethnologen versuchen, ableiten, sondern er ist einzig und allein ausgedrückt in der sozialen Ordnung des Geschlechtslebens und in der verschiedenartigen Erlebnisweise der Umarmung, die von jener abhängt. Der Genitalapparat an sich ist mit allen seinen Konsequenzen hier wie dort gleich angelegt (…). Und das macht das Kopfzerbrechen unserer Sexualforscher aus, daß er ihre Kategorien der verschiedenen „-gamien“ nicht kennt, sondern nur das Ziel der Sexualbefriedigung. (Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, KiWi, S. 40f, Hervorhebungen hinzugefügt)

Den Anthropologen und Soziologen ist es um oberflächliche „objektivierbare“ Erscheinungen zu tun, Reich um das „innere“, „subjektive“ Erleben, d.h. um die Bioenergetik, die sich vor allem in den Emotionen und dem Gefühl der Befriedigung zeigt. An diesem Gegensatz muß jede Diskussion um unsere gesellschaftlichen Zustände scheitern. Beispielsweise führt Reich weiter aus, daß es in unserer Gesellschaft Entsprechungen zu den sexuellen Festivitäten der Trobriander durchaus gibt, etwa gemeinsame Bordellausflüge der Studenten, „die Wanderungen der Jugend, die zu genitalen Betätigungen führen“, etc. (heute ließe sich ganz anderes anführen!). Der zentrale Unterschied, der einzig ausschlaggebende Punkt sei: „Unsere Sexualfeste enden mit Katzenjammer aus der unerfüllten, ja vor sich selbst meist verschleierten und mit Heuchelei und ‚Ehrbarkeit‘ verdeckten Erwartungen genitaler Befriedigung. Diese Einrichtungen der Primitiven haben sich bis in unsere Zeit, wenn auch in anderer Form, fortgesetzt, sie verloren nur ihren sexualökonomischen Wert, statt zu befriedigen, steigern sie bloß die sexuelle Spannung“ (ebd., S. 46, Hervorhebungen hinzugefügt).

Man nehme auch Reichs folgende Aussage:

Es gibt in unseren Kulturkreisen sicher nicht weniger genitale Umarmung als in den primitiven; die Promiskuität der männlichen Jugend ist sicher ausgesprochener. Die eheliche Untreue ist infolge des strengeren ökonomischen und moralischen Druckes und infolge der Genitalstörungen sicher verbreiteter als bei den „Wilden“. (ebd.)

Unsere heutigen Pseudointellektuellen können ganze Bücher, etwa über „Sex“ schreiben, ohne jemals zu diesem Kern durchzudringen, der das ganze Gelaber mit einem Satz aufhebt! Sie sind verfangen, gefangen in der gepanzerten Begrifflichkeit. Auf diese Weise wird Wissenschaft, ein zentrales Element der Arbeitsdemokratie, zu einem Organ der Emotionellen Pest.

Angesichts des allgegenwärtigen irrsinnigen Gebrabbels verfiel Reich in die Haltung des „stillen Beobachters“ und versetzte sich von der „Bühne“ auf die „Wiese“ (siehe Menschen im Staat und Die kosmische Überlagerung). Ein schönes Bild hat auch Rocko Schamoni gefunden:

Sexpol 1933 und Sexpol 2015 (Teil 3)

29. Januar 2015

Ein bedauernswerter Undercoveragent des FBI wohnte in den 1970er Jahren einer von der Mafia organisierten konspirativen Pornofilmvorführung bei. Für den ganz besonders anregenden Abend mußten Swingerpärchen einige hundert Dollar zahlen. Die Mafia hatte einen Film gedreht, in dem der Mann während des Geschlechtsaktes unvermittelt ein großes Messer hervorholte und der jungen Frau den Kopf abtrennte. In Großaufnahme und Farbe.

Tatsächlich sind die Masturbationsphantasien mancher Menschen noch weit schlimmer. Etwa eine Frau, die genau dann zum Höhepunkt beim Masturbieren kommt, wenn in ihrer Phantasie einem Kind die Kehl durchgetrennt wird. Psychotherapeuten können ein Lied davon singen – sich aber zumeist keinen rechten Reim darauf machen.

Warum wird ausgerechnet Sex, die lustvolle Quelle des Lebens, so oft mit Folterinstrumenten, Ekel und Mord verknüpft? Warum verbreiten Sex-Shops die gleiche Atmosphäre wie Ausstellungen über die Greuel von Auschwitz? Eine teuflische Welt, die Lady Gaga unseren Kindern nahebringt. In Israel gab es Anfang der 1960er Jahre sogar eine ganze Literaturgattung, die sich um SM-Sex in Komzentrationslagern drehte: „Lagerpornos“!

Ein Gutteil wird durch Reichs Entdeckung der Panzerung erklärt, die primäre Antriebe ins Gegenteil verkehrt, wenn sie aus dem Kern heraus an die Oberfläche streben.

Das erklärt aber nicht die innere Dynamik, die Sexualität immer wieder mit Blut, Dreck, Angst, Schmerz und Erniedrigung verbindet. Die 120 Tage von Sodom. Oder mit anderen Worten: Was ist so geil an Fesselspielen, SM, Toilettensex, etc.?!

Seit dem ORANUR-Experiment wissen wir, daß die Funktion des Orgasmus nicht nur einfach die Entladung überschüssiger Energie ist, sondern die Entladung von DOR. Bei orgastisch impotenten Menschen wird diese Energie in der Panzerung gebunden. Panzerung ist sequestriertes DOR! Wird die „Ladungskapazität“ der Panzerung überschritten, kommt es zu neurotischen (selbstzerstörerischen) und pestilenten (soziopathischen) Symptomen. Bei manchen phallisch-narzißtischen und hysterischen Strukturen funktioniert dieser Mechanismus nur schlecht und das System wird bei sexueller Stauung unmittelbar mit unsequestriertem DOR überschwemmt. Das findet man bei besonders hochenergetischen Männern wie Wilhelm Reich oder John F. Kennedy, denen, wie sie ihrem Umfeld bekundeten, „schwarz vor Augen“ wurde, wenn sie drei Tage hintereinander „keine Frau hatten“. Es ist, als wenn sich „Toxine“ in ihrem Organismus angesammelt hätten.

Solche Menschen fühlen sich nur „sauber“, wenn sie regelmäßig Geschlechtsverkehr haben. Bei anderen, mehr prägenital organisierten Menschen (die charakteristischerweise so aussehen „als wenn sie stinken würden“ – man denke nur an Madonna) ist es so, daß sie derartig im DOR-Sumpf stecken, daß ihre Sexualität ein einziges Suhlen im Dreck ist mit minimaler Spannungsabfuhr. Man lese etwa Reichs Beschreibung der unappetitlichen sexuellen Exzesse des triebhaften Charakters (Frühe Schriften) und des masochistischen Charakters (Charakteranalyse).

Jerome Eden hat die enge Beziehung von DOR und Sexualität vor 30 Jahren in einem kurzen Artikel sehr schön verdeutlicht („Functional Changes in Orgonomic Potential“ EDEN Bulletin, 7,4, Oct. 1980):

In der Orgasmusformel erklärt Reich das Funktionieren der Orgonenergie im Organismus, die vom orgonomischen Potential (Ladung, Energieakkumulation) bestimmt wird.

Doch wie kommt es zur Entladung? Eden geht davon aus, daß die „reine“ atmosphärische Orgonenergie (A) sich verändert, während sie dem orgonomischen Potential gemäß durch das Plasma (B) zum Kern (C) des Organismus fließt. Sie ist nun „gefangen“, ihre freie Bewegung eingeschränkt, ihre Möglichkeit zur Pulsation wird behindert. Auf diese Weise wird die ursprüngliche „saubere“ Energie nach und nach in „schmutziges“ DOR umgewandelt, das als sekundäre Energieform dem mechanischen Potential folgt, d.h. vom Kern wieder wegstrebt (Entladung).

Das erklärt, warum Sexualität das Schönste und Erfüllendste ist, was man sich vorstellen kann. Schließlich beruhen darauf alle unsere Vorstellungen vom Paradies und von der „Erlösung“! Wie Reich in Die kosmische Überlagerung erklärt, kann die organismische Orgonenergie in der Verschmelzung zweier Organismen zu einem, d.h. in der genitalen Überlagerung, ihre Beengung überwinden und weiter ausschwingen. Sie ist wieder so frei, wie die atmosphärische Orgonenergie. Im obigen Zusammenhang kann man anfügen: DOR verwandelt sich zurück in Orgonenergie.

Das skizierte Modell erklärt aber auch, warum Sexualität gleichzeitig das Schrecklichste, Unmenschlichste, Ekelerregendste und Schmutzigste sein kann, was man sich vorstellen kann: sie ist (wie alles Leben, nur besonders intensiv) untrennbar mit DOR verbunden. Auf verzerrte Weise vermittelt das beispielsweise der Katholizismus – der unendlich tiefer ist als das „aufklärerische“ Geschwätz der „Reichianer“.

Diese Überlegungen verdeutlichen auch, warum die zunehmende Verschmutzung der Atmosphäre mit DOR so verheerend ist. Dieser Planet wird sich in eine Sadomaso-Hölle verwandeln, wenn dem DOR-Notstand nicht entgegengewirkt wird.