Posts Tagged ‘Erlöser’

Charles Konia und David Holbrook zur aktuellen Situation in Amerika

11. Januar 2021


Politik ist eine Krankheit.

Politik kann niemals die Antwort auf gesellschaftliche Probleme sein

 

 

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Meine Sichtweise auf unsere aktuelle Situation

 

Der Einsatz menschlicher Schuldgefühle als politische Waffe der Linken

10. Dezember 2020


Christentum, Sozialismus und Orgonomie.

Der Einsatz menschlicher Schuldgefühle als politische Waffe der Linken

Peter ist Euer Erlöser! (Das Nasselsteinistische Manifest) (Teil 2)

11. Juni 2019

Was wäre, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? Die Frage läßt sich ziemlich leicht beantworten, wenn man zu seinen beiden Geistesverwandten Stalin und Mao blickt, die tatsächlich „den Krieg“ gewonnen haben! Millionen sind elendig verreckt, aber Rußland sähe heute kaum anders aus, wenn es die UdSSR nie gegeben hätte. Das gleiche gilt für das heutige China. Und Hitler-Deutschland! 1975 zeigte der WDR ein interessantes Fernsehspiel, das bezeichnenderweise nie wieder die Archive verlassen hat (wenn es denn überhaupt noch existiert!): Zahnschmerzen. Hier wurde dargestellt, daß Hitler-Deutschland sich im Jahre 1975 in kaum etwas von der Bundesrepublik unterscheidet. Die Ideologie ist vielleicht anders, aber das tägliche Leben der Menschen unterscheidet sich kaum. (Siehe auch das weithin bekannte Buch bzw. den Film Vaterland!)

Oder man nehme die sogenannte „DDR“: Die Herrschenden der SED haben sich leidlich bemüht ein wahrhaft sozialistisches Land aufzubauen und die mittleren und unteren Ebenen hatten gar keine andere Wahl als mitzuspielen, aber abseits von „sozialistischen Bekundungen und Gesten“ blühte vollkommen losgelöst von illusionären „Planvorgaben“ ein reger Tauschhandel zwischen Kombinaten und Fabriken, die Menschen haben sich eng vernetzt, um die ständige Mangelwirtschaft zu umgehen, und auf ihren Datschen ein Leben geführt, das dezidiert NICHTS mit der „DDR“ zu tun hatte. Oder wie der Ost-CDU-Politiker Peter-Michael Diestel nach der Wende auf die Wessie-Kritik, warum er sich in/mit der „DDR“ widerstandlos arrangiert hatte, sinngemäß sagte: „Ich habe mir doch von diesen roten Clowns mein Leben nicht kaputtmachen lassen!“

Was immer in der Politik geschieht, was immer für großartige „Visionen“ doch der Gesellschaft aufgezwungen werden, die Arbeitsdemokratie läuft weiter bzw. reorganisiert sich stets von selbst. Das ist so, weil sie keine „Idee“ ist, sondern sie ist die Gesellschaft selbst. Solange es Menschen gibt, die arbeiten, wird es auch die Arbeitsdemokratie geben. Lenin und Stalin haben alle „Kulaken“ umgebracht, d.h. alle, die auf dem Land mehr waren als bloße Kulis und die Roten Khmer haben sogar jeden umgebracht, der auch nur ansatzweise einen eigenen Kopf hatte, aber kein Terror ist in der Lage, den Lebensfunken zum Erlöschen zu bringen. Das sieht man ja auch bei den individuellen Biopathien: selbst wenn die lebensfeindliche Erziehung, der „elterliche Terror“, beispielsweise eine Krebsschrumpfungs-Biopathie induziert hat, pulsiert der Organismus eben auf einer tieferen Ebene weiter und sei es in Gestalt eines Tumors. Das gleiche gilt für alle denkbaren individuellen Neurosen und Krankheiten. Im trotzigen „Das Leben geht weiter!“ ist eine tiefe Wahrheit enthalten.

Auch von daher kann man alle „Erlöser“ und „Heilsbringer“, auch die vermeintlich „orgonomischen“, in die Tonne treten!

Christus lebt!

25. September 2016

Wenn das Christentum wahr ist, wenn also der Erlöser erschienen ist, warum dann 2000 Jahr Mord und Todschlag, Inquisition und alltägliches Unglück, kirchlicher Protz und Elend der Armen. Das Christentum als Kriminalgeschichte!

Was den Geistesgrößen, die so schwadronieren, nicht bewußt ist, ist, daß dergestalt nur Christen reden können. Ohne das Christentum wäre der Planet schon längst im Blutbad selbstgefälliger Teufelei ersoffen. Man denke nur an die Stellung der Frau im chinesischen und indischen Kulturkreis. An die diversen Sklavenhaltergesellschaften. An all den seelenzerfressenden Aberglauben. An die allumfassende Finsternis ohne Christentum!

Warum ich das erwähne? Weil Reich glaubte, die neuere Geschichte beginne mit einem genitalen Charakter („Christus“) und dem Mord an ihm, der das Muster des Mordes am Lebendigen schlechthin abgibt („Christusmord“). Es geht darum, wie die Falle entstanden ist und wie wir sie wieder verlassen können. Es geht um die Orgonomie und nicht um eine schwachsinnige Religion.

Kosmischer Faschismus

18. Juni 2014

Der orgonomische Sozialpsychologe Paul Mathews hat im Journal of Orgonomy (Nov. 1980), die faschistische Charakterstruktur wie folgt zusammengefaßt:

a. Verlangen nach und Unfähigkeit zur Freiheit
b. Sehnen nach einem „Führer“
c. Massenirrationalität

Faschismus zeichnet sich dadurch aus, daß in der Hauptpflanze der durch DOR entstandenen Emotionellen Wüste der Befreier von eben diesem DOR gesehen wird. Man denke nur an die Azteken, die glaubten, Cortez wäre der verheißende Retter Quetzalcoatl. So partizipierten sie an ihrem eigenen Untergang.

Anfang 1979 schrieb Jerome Eden angesichts des Massakers, das der amerikanische Sektenführer Jim Jones unter seinen Anhängern in Guayana angerichtet hatte, im EDEN Bulletin:

In Guayana folgten 910 Menschen einem Halbgott in Verderben, Verzweiflung und Selbstmord. Angesichts des überlegenen Intellektes und der „übernatürlichen“ Kräfte einer außerirdischen Rasse werden wie viele Tausende, nein, Millionen diesem interplanetarischen neuen Führer auf einer letzten Reise zur „Erlösung“ folgen? (…) Ständige Sehnsucht und Verlangen nach „Befreiung“ und „Erlösung“ basiert auf der Unfähigkeit sexuelle Befriedigung zu erreichen. (…) Generell ist die Menschheit sexuell krank (orgastisch impotent) und sucht deshalb illusorische Befriedigung im irrationalen Mystizismus.

Die orgastische Impotenz des Menschentiers ist der Hintergrund unserer planetaren Notlage und die wahre Machtbasis ihrer Verursacher. So sang Patti Smith einst auf der LP Radio Ethiopia:

Wann, wann wirst Du gelandet sein. Wann, wann wirst Du zurückkehren. Fühle, fühle mein Herz sich ausdehnen. (…) Nimm mich für immer. (…) tief in Dein Schiff. (…) lasse meine Augen in den Himmel aufsteigen und nach Dir suchen. (…) oh, ich warte auf Dich (…)

Wagners Opern-Dramen (wie es schon Nietzsche diagnostizierte), vielleicht Richard Strauß‘ Salome etc., spiegeln eine ähnliche bio-kosmische Lüsternheit wider. Wir wissen, worin diese kulminierte und der orgonotische Drang nach „Emanzipation“ hin zur „Befreiung“ aus angeblich hoffnungsloser Lage hat sogar noch zugenommen.

Wir könnten sehr bald einer Massenirrationalität gegenüberstehen, in der die gleichen bio-kosmischen Funktionen wirksam werden, welche in den deutschen Massen der 1930er Jahre arbeiteten, als diese sich einer unbestimmten Sehnsucht hingaben, die von Hermann Hesse so intensiv weitergetragen bis in die „Jugendkultur“ der 60er Jahre nachwirkte.

In Die Funktion des Orgamus schreibt Reich, die Faschisten träten „mit dem Anspruch auf, die ‚biologische Revolution‘ durchzuführen.“ Im Faschismus wirke, „vom Standpunkt der ihm folgenden Massen gesehen, zweifellos ein unbändiger Lebenswille.“

Im Neuheidentum des deutschen Nationalsozialismus brach sich das vegetative Leben abermals Bahn. (Die sexuelle Revolution)

Die pulsierende Orgonenergie wird zum Wallen „reinen“ Blutes oder zum Zittern „bioenergetisch“ überspannter Muskeln. Der Himmel orgastischer Trieberfüllung wird ersetzt durch „Geist“ und die Befreiung von energetischen Blockaden liegt in den Händen des „Erlösers“.

Heute ist die Situation problematischer als zu Reichs Zeiten, da damals die Charakterstrukturen stabiler und unbeweglicher waren. Heute, wo das Menschentier sicherlich durch ein höheres Energieniveau ausgezeichnet ist, kämpft in den Menschen eine destruktive ORANUR-artige Reaktion gegen die alte DOR-Stasis an und führt zu einem inneren Chaos, das durch Psychopharmaka mühsam kupiert wird.

Schon in Der Krebs, also vor dem ORANUR-Experiment, schreibt Reich über die Entwicklung im 20. Jahrhundert:

Erhöhte Lebensansprüche stießen auf alte (…) innere neurotische Hemmungen. Menschen, die durch die Veränderung der Sitten zur Bewußtheit ihrer sexuellen Bedürftigkeit kommen[, aber orgastisch impotent sind], müssen notwendigerweise zerrissen werden, müssen biopathisch erkranken, asozial und kriminell werden.

Weiter sieht der „Prä-ORANUR-Reich“ dies wohl als notwendige Zwischenphase an, aber grundsätzlich in die richtige Richtung fortschreiten, hebt aber auch hervor, daß wir es mit einem „momentan gefährlichen Fortschritt zu tun“ haben.

Derart zerrissene Biosysteme, in denen diese ORANUR-artige Reaktion wütet (nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen atmosphärischen ORANUR-Reaktion) und die unfähig sind, dieses innere Brennen durch Energieentladung zu löschen, suchen sich, der Medizinischen Orgonomin Barbara G. Koopman (Journal of Orgonomy, May 1973) zufolge,

die strengsten Tyrannen aus (…) um ein soziales Milieu zu schaffen, in dem die Reglementierung maximal und die Freiheit (Beweglichkeit) minimal ist.

Sie versuchen,

den inneren Aufruhr dadurch zur Ruhe zu bringen, indem sie sich Zielen anschließen, die alle Bewegung von außen her erstarren lassen.

Deshalb werden diese Homo sapiens Hand in Hand mit den DOR-Menschen aus dem Weltraum zusammenwirken, um aus diesem Planeten einen kosmischen Zoo oder ein planetares Kamputschea zu machen.

Koopman bezog sich auf die „radikale Bewegung“ Ende der 60er/Anfang der 70er. Bald danach wandten sich jene, die einst Ho Che Minh und andere Rote Faschisten angehimmelt hatten, zu einem Gutteil irgendwelchen Gurus und dem „New Age“ zu.

Angesichts der so hoffnungslos ausschauenden Lage unseres Planeten werden die Menschen allen jenen folgen, die ihnen die Droge Hoffnung geben. Angesichts der kindlichen Naivität, mit der man einst auf Gorbatschow reagierte (er brachte die Leute zum „Gorbasmus“) und nun auf Putin, so als könne der Rote oder Schwarze Faschismus nicht jederzeit wieder sein wahres Gesicht zeigen, wie wird man da erst auf die Erlöser aus dem All reagieren?!

Lenin sagte einmal zum Gründer der Tscheka (später KGB): „Die im Westen sind Wunschdenker, wir werden ihnen das geben, was sie denken wollen.“ Unsere ganze Kultur wurde seit 1968 durch den Stalinisten Ernst Bloch von diesem Hoffnungsdenken infiziert. So wurde unsere vermeintliche intellektuelle Elite verdummt, bis die Ferkel die Perlen der Erlösung nicht mehr in der materialistischen Jauche des Marxismus, sondern den Äthersphären des New Age suchten. Mit Sicherheit werden sie sich schließlich den „Brüdern“ aus dem All zuwenden.

Bei all dem wollen wir nicht aus den Augen lassen, daß „Geschichte“ die Entwicklung der Orgonenergie in der jeweiligen Tiergattung (und ihrer Umwelt!) ist und daß wir heute Teil einer kosmischen ORANUR-Reaktion sind.

Reich glaubte, daß die Anwendung der Orgonenergie das Menschentier positiv in Richtung auf mehr Lebensbejahung beeinflussen würde. Aber die Sexuelle Revolution hat z.B. weitgehend doch nur mehr entfremdete, desorganisierte und pestilente Tiere erzeugt. In Christusmord schreibt Reich:

Nichts ist leichter, als aus einer Lehre, die die Liebe und die natürliche Genitale Umarmung umfaßt, eine Religion der permissiven, pornographischen Sexualität zu machen. Und es gäbe für die Menschheit keine größere Katastrophe als [dies].

Die Orgonenergie ohne Orgasmusfunktion ist wie ein Dampfkessel ohne Ventil, das Böse per se. Losgelöst von der Genitalen Funktion ist das Orgon weit gefährlicher als das Atom. Aus dem Weltraum werden wir von einer Zivilisation bedroht, die genau dieses Stadium bereits erreicht hat: Meisterung der Orgonenergie und gleichzeitige Roboterhaftigkeit.