Posts Tagged ‘Kommunisten’

Suffer the Children

21. September 2014

jeromeedenseite

Der Text ist wichtig, weil in einer orgonomischen „Niemandszeit“ geschrieben wurde: im Jahr nach dem Tod von Wilhelm Reich. Im Anschluß an Reich macht sich Eden Sorgen über einen „bio-kosmischen“ Zeitumbruch: die „Mechanisierung“ der Atmosphäre und der Menschen, die in dieser Atmosphäre leben. Genau das ist kurz danach eingetreten: um 1960 herum kam es zu einem der dramatischten Einbrüche der Menschheitsgeschichte – aus der autoritären wurde die antiautoritäre Gesellschaft.

Jerome Eden: Suffer the Children: Danksagung und Vorwort

Warum Reich Marx als obsolet betrachtete (Teil 3)

30. Juni 2014

Ich kann es einfach nicht lassen – hier schon wieder das Interview mit dem KGB-Offizier Yuri Bezmeno:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=uw178kV02_I%5D

Und hier ein Artikel, der Bezmenos Ausführungen denkbar kurz zusammenfaßt und auf die Gegenwart hin ausweitet: Droht den USA eine Invasion? Ziemlich abwegig, was dort prognostiziert wurde, aber eine logische Folge der Unterminierungsarbeit der sowjetischen Einflußagenten, die Bezmeno beschreibt. Er war einer von ihnen.

Was Deutschland betrifft verlohnt es sich Bettina Röhls Kolumnen zu lesen, etwa die über den Sarrazin-Skandal, der zeigt, daß wir in der Tat bereits im 4. Reich leben: freie Meinungsäußerung ist illegal, alles was nicht der rotgrünen Parteilinie folgt wird erbarmungslos niedergeknüppelt. Lauter widerliche kleine Freislers. Man lese Röhls Essay Thilo Sarrazin und die Heuchel-Gesellschaft.

Bettina Röhl ist die Tochter Ulrike Meinhofs. In ihrem Buch So macht Kommunismus Spaß beschreibt Röhl, eingebettet in ihre Familiengeschichte, wie die Sowjetunion den Westen systematisch ausgehöhlt hat.

Sie beschreibt die Geschichte der Zeitschrift konkret und deren Steuerung durch die verbotene KPD. Diese systematische Infiltration der „kritischen Öffentlichkeit“ durch die Kommunisten, die beispielsweise durch den obligatorischen antikommunistischen Artikel in jeder konkret-Nummer verschleiert wurde, hat „1968“ erst möglich gemacht.

Die Zersetzung wirkt bis heute fort, hat das soziale Gefüge zerstört und die gegenwärtige Islamisierung Europas ermöglicht. Der Erfolg macht ähnlich schwindelerregend wie die bevorstehende Eroberung der USA durch Rußland, China und Mexiko: man kann mit einiger Sicherheit davon ausgehen, daß Deutschland in wenigen Jahren von der SED regiert wird! Außerdem wird dieses „Deutschland“ kaum noch von indigenen Deutschen bewohnt sein. Wie Sarrazin sagt: Deutschland steht das Schicksal des ur-serbischen Kosovo bevor, der von den Albanern mittels ihrer hohen Geburtenrate erobert wurde.

Einer der „antiautoritären“ Führer von „68“, Daniel Cohn-Bendit, gab folgenden Kommentar zu Sarrazin ab: „verwirrt, dieser Mensch ist verwirrt“. Am Ende des Interviews argumentierte Cohn-Bendit, daß es erstens keine Parallelgesellschaft gäbe, zweitens die existierenden Parallelgesellschaften etwas Gutes seien und drittens, daß wir für die Existenz der (offenbar doch schlechten) Parallelgesellschaften selbst verantwortlich seien. So gehört im Deutschlandfunk am 07.10.09. Dieses hirnzersetzende „Denken“ ist das quasi offizielle Denken der EUdSSR! Wer nicht so „denkt“ ist „verwirrt“!

Anzufügen wäre, daß vor diesem Hintergrund auch die damalige Reich-Renaissance zu sehen ist: da man mit dem drögen Ökonomismus von Marx niemanden mobilisieren konnte, wurde Reich für die Verbreitung des Roten Faschismus instrumentalisiert.

Im ZDF-Nachtstudio („Die 68er – Sind sie an allem Schuld?“) vom 27.4.2004 erinnerte sich der Zeitzeuge und bekennende Marxist Bernd Lunkewitz:

Es hat damals sehr viele Ansätze aus allen möglichen Richtungen gegeben. Also, wenn man sagt, Wiederentdeckung von Literatur: wir haben in den 68gern ganz früh, ab 66 schon, also Wilhelm Reich gelesen. Massenpsychologie, Die Funktion des Orgasmus und alle solche Dinger. Also es gab diese hedonistische Seite. [Einwurf: Es wurde wichtiger als Marx – zum Teil.] Ne, das wurde es also mit Sicherheit nicht. [Allgemeine Erheiterung.] Also vielleicht für einige, aber – also alle imgrunde haben das gelesen, aber dann haben sich also viele wegentwickelt und tatsächlich zu Marx hin entwickelt.

Von jeher wird Reich als Wegbereiter sowohl für den Roten Faschismus (Marxismus) als auch für den Schwarzen Faschismus (angebliche „Spiritualität“) mißbraucht. Beides hat man beispielsweise anhand der „Wilhelm-Reich-Zeitschrift“ emotion verfolgen können:

Warum Reich Marx als obsolet betrachtete (Teil 2)

29. Juni 2014

In Obama Antichrist habe ich das Zeugnis des KGB-Einflußagenten Yuri Bezmeno präsentiert. Die Erfolge dessen, was Moskau bis 1989 in die Wege leitete, wirkt fort. Man denke nur daran, daß manche Lehrergewerkschaften und die Redaktionen auch formell „konservativer“ Medien kaum mehr sind als kommunistische Kaderorganisationen, die nach und nach eine „Erziehungsdiktatur“ errichten.

Wie sich dies auswirkt, zeigte beispielsweise 2009 der Rasmussen Report in den USA.

Demnach glaubten nur 53% der Amerikaner, daß der Kapitalismus besser als der Sozialismus ist. 20% hielten den Sozialismus für besser und 27% waren unentschieden. Bezeichnend sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den unter 30jährigen, also jenen, die unter dem vollkommenen Meinungsmonopol der Linken aufgewachsen sind, bevorzugten nur 37% den Kapitalismus, 33% den Sozialismus. Leute in den 30ern bevorzugten zu 49% den Kapitalismus, zu 26% den Sozialismus. Bei den über 40jährigen waren es schließlich nur noch 13%, die den Sozialismus für besser hielten. Die Zahlen sehen zwar anders aus, wenn man statt „Kapitalismus“ nach „freier Marktwirtschaft“ fragt, aber der Trend ist eindeutig. Sollte er sich fortsetzen, und Hussein Obama tut alles dafür, dann wird die UdSSR dank der Arbeit ihrer Einflußagenten gesiegt haben, Jahrzehnte nachdem sie selbst untergegangen ist.

Wie kaum ein anderer hat Reich vor dieser kommunistischen Unterwanderung gewarnt. Insbesondere die Orgonomie wollte er schützen. Daß „kommunistische Unterwanderung“ keine bloße Floskel ist, sondern eine reale Bedrohung der Orgonomie, zeigte 2008 ein Fall, der mich schier fassungslos gemacht hat:

Am Samstag, den 12.4.2008 präsentierte „Das offene kommunistische Forum Süd“ im Bamberger Gasthaus „Zum Sternla“ die Veranstaltung „Politik mit Gefühl: Wilhelm Reich – eine neue marxistische Kritik?“

Reich habe die Psychoanalyse um „ein damals revolutionär-ganzheitliches Menschenbild“ bereichert.

Die Untersuchung des Sexuallebens, sowie die Feststellung von „Charakter“- und „Muskelpanzern“ bildeten die Ausgangsbasis für die Betrachtung der Lebensenergien des Menschen, später auch „Orgonenergie“ genannt. Blockaden des Flusses dieser Energien verursachen letzten Endes schwere Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Diese Betrachtung bildet heute die Grundlage moderner Krankheits- und Therapielehren, wie z.B. Homöopathie, Kinesiologie bis hin zur Geistheilung.

Reich sei aber auch in der KPD aktiv gewesen und habe sich als Marxist verstanden. Habe trotz seiner lebensenergetischen Forschungen nie vergessen „vor dem aufkommenden Faschismus zu warnen, auf seine Natur hinzuweisen, und Kommunisten, Sozialdemokraten und Linksliberale auf ihre grundsätzlichen Fehler hinzuweisen, die dem Faschismus letzten Endes die Steigbügel zur Machtergreifung hielten.“ Entsprechend sollte der Marxismus heute „seine nach wie vor geniale Methodik der Gesellschaftsanalyse unter einem ganzheitlichen Menschenbild mit der individuellen Analyse von Persönlichkeiten und Charakterstrukturen verbinden und Energieblockaden innerhalb der Menschen und zwischen den Menschen aufbrechen.“

Wie sieht denn diese „geniale Gesellschaftsanalyse“ konkret aus? Die Geschichte als Abfolge von Klassenkämpfen? Das hat Reich ausführlich zurückgewiesen. Etwa die verquaste Arbeitswerttheorie mit all dem esoterischen Humbug über „Warenfetischismus“? Siehe dazu Ökonomie und Sexualökonomie.

Was Reich zum Antikommunisten (später auch zum Antisozialisten und „Anti-Linksliberalen“) machte, waren jedoch nicht derartige theoretische Fragen, sondern die systematische Infantilisierung der Massen durch die Kommunisten (und durch Sozialisten im Westen): statt sie zu mehr Freiheitsfähigkeit zu erziehen, wurden ihre Abhängigkeitswünsche ausgenutzt, kultiviert und die nachwachsenden Generationen sogar explizit so erzogen.

Wohin der sozialistische Traum führte, sieht man beispielsweise an folgender Aussage einer stellvertretenden Chefärztin eines städtischen Krankenhauses in Tiflis. Vor einem Wahlauftritt des mittlerweile wiedergewählten georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili sagt sie zum Deutschlandfunk:

Jetzt haben sie erstmal den Lohn der Lehrer erhöht. Und wahrscheinlich kommt auch bald der Tag, an dem wir mehr Geld bekommen. Mein Sohn hat auch Arbeit. Deshalb kommen wir zurecht. Saakaschwilis Politik ist sehr richtig. Er ist sehr gescheit. Er ist ein echter und würdiger Präsident. Er hat in vier Jahren soviel getan wie kein anderer und er denkt viel an die Bevölkerung und die Republik. Er hat Straßen für uns gebaut. Nach Jahren ohne Gas haben wir endlich eine sichere Gasversorgung. Jetzt müssen wir selbst auch unseren Teil tun. Nicht alles hängt vom Präsidenten ab, sondern vieles auch von den Menschen.

Solche kindischen, ja kindlichen Aussagen sind weitaus vernichtender für die Bilanz des Kommunismus als alle grausigen Statistiken in „Schwarzbüchern“. Man denke auch an den Erfolg der faschistischen Sekte Falun Gong in China oder diverser Gurus und „Geistheiler“ in Rußland. In diesem Zusammenhang sind die „Falun Gong-artigen“ Ausführungen („Geistheilung“!) unseres pseudo-Marxistischen „Reichianers“ einfach nur gruselig!

Und was den „Faschismus“ betrifft: man bedenke, daß seit der „Befreiung vom Faschismus“ die Abhängigkeit der Massen vom Staat nicht etwa abgenommen, sondern dank der Sozialdemokraten zugenommen hat. Als Wüstengewächs kann Die Linke nur in dieser Emotionalen Wüste gedeihen.

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Warum etablieren die Roten Faschisten in Europa eine schwarz-faschistische Kultur?

15. November 2013

Warum sorgen die Kommunisten in Deutschland („Sozialdemokraten“ und sogenannte „Grüne“), Frankreich, England, den skandinavischen Ländern, etc. dafür, daß sich immer mehr Türken, Araber, Nordafrikaner in Europa niederlassen, deren Lebenseinstellung extrem konservativ ist und deren Feindbilder Neger, Schwule und Kommunisten sind. Wenn irgendwo „Nazigesinnung“, einschließlich Antisemitismus und „Antifeminismus“, zu finden ist, dann dort!

Was überführt den naturgegebenen antagonistischen Gegensatz, in den derartig widernatürlichen einfachen Gegensatz?

linksrechtswiderspruch

  1. Der Linke identifiziert sich mit dem Underdog, insbesondere den „kleinen braunhäutigen Opfern des Kolonialismus“. Das ist nur mit dem Ödipus-Komplex zu erklären. Während der Rechte, beispielsweise so gut wie alle Türken, seinen Ödipus-Komplex dadurch verarbeitet, indem er sich mit dem Vater auf einer erwachsenen Ebene auseinandersetzt, d.h. mit ihm in Augenhöhe in Konkurrenz tritt, bleibt der Linke das ewige rebellische Kind, daß „gegen die da oben“ protestiert und sich mit anderen vermeintlichen Opfern des Establishments solidarisiert.
  2. Der Linke ist von seinem bioenergetischen Kern vollständig abgeschlossen und lebt ausschließlich in der sozialen Fassade und in seiner destruktiven mittleren Schicht. Das äußert sich u.a. in seiner Naturferne. Der moderne „Ökologismus“ ist nur eine Möglichkeit den Kapitalismus (den Vater!) zu untergraben und sich mit der „ausgebeuteten Kreatur“ zu solidarisieren, ist also ausschließlich eine Funktion der sozialen Fassade und der destruktiven mittleren Schicht. Kaum wird es konkret, d.h. betrifft das soziale Leben und damit den eigenen bioenergetischen Kern, ist sofort von „Biologismus“, „Rassismus“, etc. die Rede! In vieler Hinsicht verbindet dieser Punkt den Linken mit dem „Südländer“, der ebenfalls ein gebrochenes Verhältnis zur Natur hat. Zwar sieht er die naturgegebenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen, doch wer ist schon einmal einem Südländer im deutschen Wald begegnet? Beide leben in einer emotionalen Wüste, sind in DOR und ORANUR verliebt und haben eine tiefsitzende Aversion gegen OR.
  3. Der rote Faschist und der schwarze Faschist haben einen gemeinsamen Todfeind. Diese Todfeindschaft überstrahlt zeitweise alle Gegensätze zwischen diesen beiden Parteien und macht aus ihnen eine Partei. Dieser Todfeind ist die freie Marktwirtschaft (der Kapitalismus), die westliche Freiheit und Demokratie. Der Linke haßt sie, weil er gegen den Vater, den „Kapitalisten“, rebelliert und alles ablehnt, was aus dem bioenergetischen Kern kommt, also auch nur ansatzweise an die Arbeitsdemokratie erinnert. Der südländische Rechte haßt Kapitalismus und Freiheit, weil sie die (sexuelle) „Unmoral“ fördern und traditionelle Autoritären unterminieren. Beide, rote und schwarze Faschisten, können das Lebendige nicht ertragen und tun alles, um es zu strangulieren und zu vernichten.

Die Massenpsychologie des Marxismus

5. August 2013

In seinem neuen Buch Neither Left Nor Right schreibt Charles Konia über die Kommunisten:

Der Pseudo-Liberale/Kommunist repräsentiert die Endstufe des verzweifelten Versuchs des Menschen vor seinem biologischen Kern in sein Gehirn zu flüchten. Er tut dies, indem er sich von seinen Gefühlen abschneidet und beharrlich an der Überzeugung festhält, daß durch seinen Intellekt und seinen Intellekt allein alle Probleme der Welt gelöst werden können. Dies ist nicht nur der höchste Ausdruck des Mißbrauchs des Intellekts als Abwehr, sondern es beinhaltet auch, daß praktische Erfahrungen in der Wirklichkeit nicht notwendig sind, um die Welt zu verstehen. (S. 262)

Hier ein beliebiger Ausschnitt aus einem Aufsatz, mit dem ein Marxist zeigen will, wie einfach und logisch doch Marx‘ politökonomische Analyse sei und mit dem er gegen das „Obskure, Unverständliche, Schwülstige und Verworrene“ in der modernen Marx-Exegese polemisiert:

Die Einheitsdimension von Gebrauchswert und Wert ist ohne jeden logischen Widerspruch denkbar. Zunächst gilt der Wert selbst als gesellschaftliche Einheitsdimension von Privatprodukten, was nicht bedeutet, daß er eine Gleichsetzung total verschiedener Dinge in ihrer Verschiedenheit wäre. Die isoliert voneinander produzierten Güter werden als Waren, das heißt durch das Absehen von ihren Gebrauchswerten und das Reduzieren auf Produkte abstrakter Arbeit, in ihrer Wertdimension aufeinander bezogen und so vergesellschaftet. Der Wertgrund ist die abstrakte Arbeit als Realabstraktion. Abstrakte Arbeit als Nominalabstraktion ist eine Eigenschaft, die jeder Ware als Produkt menschlicher Arbeit zugrunde liegt. Das allein macht sie allerdings noch nicht zur Wertsubstanz. Wertsubstanz wird sie erst, sobald Arbeitsprodukte in ihrer Eigenschaft als bloße Produkte menschlicher Arbeit im Tausch aufeinander bezogen werden. Damit ist die Wertsubstanz eine rein relationale Eigenschaft, die nicht-relationale Eigenschaften, nämlich konkrete Arbeiten und Gebrauchswerte, als Träger besitzt. Der Gebrauchswert ist zwar auch eine Relation (die Nützlichkeit von Gegenständen für Menschen), aber erstens ist diese Nützlichkeit nicht ohne objektive Eigenschaften dieser Gegenstände zu denken (Marx’ Rede vom ‚Naturstoff’) und zweitens ist es nicht von bestimmten sozialen Verhältnissen abhängig, daß es überhaupt Gebrauchswerte gibt. In die Werteigenschaft hingegen geht „kein Atom Naturstoff“ ein und sie stellt gerade eine historisch-spezifische soziale Relation dar.

Kann das irgendjemand lesen, ohne in den Augen wegzugehen und jeden Kontakt mit der Realität zu verlieren? Fatalerweise glauben jene, die sich einbilden, den Marxismus verstanden zu haben, daß sie die Welt besser durchschauen als alle, die in der Wirtschaft tätig sind, und auch als alle „bürgerlichen“ Wirtschaftswissenschaftler zusammengenommen.

Dabei geht es gar nicht um den Inhalt derartiger „dialektischer“ Zerebralergüsse, sondern um:

  1. Ersatzkontakt: Man steht, wie Marx selbst, als Unbeteiligter neben dem Produktionsprozeß, hat keine Ahnung vom Leben der Arbeiter oder vom „Geschäftsleben“ (Marx hat trotz seines angeblichen ökonomischen Durchblicks ein Vermögen an der Londoner Börse verspekuliert), aber bildet sich ein, den Illusionszusammenhang, in dem alle anderen stecken, zu durchschauen. Es erinnert an den Onanisten, der beim Anblick von sich küssenden Liebespaaren herablassend über die Biochemie der Liebe räsoniert. Gleichzeitig macht dieser Ersatzkontakt diese Pseudointellektuellen zu einer verschworenen Gemeinschaft.
  2. Verachtung: Das besagte Räsonieren geht mit einem Gefühl der Überlegenheit einher, bei dem Energie aus den Genitalien ins Gehirn verschoben wird. Die Energie wird durch „dialektische“ Verrenkungen gebunden, die undurchschaubar sind, was gleichzeitig diese intellektuelle „Verteidigungsstellung“ unangreifbar macht. Man kann den Marxismus nicht widerlegen. Jedenfalls, viel Spaß bei der Diskussion über „Realabstraktion“ und „Nominalabstraktion“! Der Nichtmarxist wird bei derartigen Debatten am Ende immer als Idiot dastehen.
  3. Stiften von Verwirrung: Damit eine Gesellschaft überleben kann, bedarf es eines gesellschaftlichen Diskurses, dem jeder folgen kann. Man schaue sich etwa an, wie Stalin bei seinem „Aufbau des Sozialismus in einem Land“ den Marxismus zu einem Katechismus kondensierte, der genauso leicht zu verstehen war, wie zuvor der christliche. Nur in der Auseinandersetzung mit dem Westen wurde dialektisches Schwurmeln zur Anwendung gebracht, das nur einen Effekt hat: der Gegner wird immobilisiert und handlungsunfähig, während man selbst Handlungsfreiheit gewinnt, denn „dialektisch“ läßt sich ALLES und das genaue Gegenteil rechtfertigen.

Der Marxismus, der anderen mangelnde „intellektuelle Tiefe“ vorwirft, lebt dergestalt von zwei Antrieben:

  1. ist sein Pseudo-Intellektualismus Ausdruck der neurotischen Flucht vor dem Genital; und
  2. ist sein Pseudo-Intellektualismus ein perfektes Instrument der Emotionellen Pest, d.h. der „kastrierende“ Angriff auf das Genital.

Wie Konia in seinem Buch The Emotional Plague erläutert hat, ist der Pseudo-Liberale/Kommunist durch „genitale Rache“ geprägt, die durch den Intellekt ausgedrückt wird:

Noch mehr als Liberale wählen Pseudo-Liberale Arbeit in Bereichen, die hirnzentriert ist, wie Medien, Journalismus und die akademische Welt. In der Medizin fühlen sie sich zur Psychiatrie hingezogen. Sie tun dies, um ihre hochentwickelte intellektuelle Abwehr zur Anwendung zu bringen, so daß sie sich gegenüber anderen erheben können, die weniger mit Intellekt ausgestattet sind. Pseudo-Liberale gebrauchen geschickt und mit hoher Effektivität die Macht des gesprochenen und geschriebenen Wortes, in der Regel fehlt ihnen aber ein fundiertes Wissen über das, was sie sagen oder schreiben. Dies wird verständlich, wenn man erkennt, daß sie ausschließlich aus ihrer Fassade und ihrer sekundären Schicht heraus funktionieren. Ihre Ideen kommen entstellt zum Ausdruck, weil sie nicht aus ihrem Kern stammen.

Der Gebrauch von gelehrten Wörtern bei Pseudo-Liberalen und ihre Fähigkeit, einfache Ideen geschickt auszudrücken, verweist auf das Gehirn und nicht den fühlenden Körper als Quelle der Denkprozesse. Diese Klugheit hat eine eigentümlich intellektuelle Qualität, die ihre Überlegenheit über weniger intellektuelle Personen zur Schau stellt und dazu dient, andere anzuziehen, die ideologisch verwandt sind. Sie wird auch verwendet, um Spott und Verachtung für diejenigen auszudrücken, die es nicht sind. Da Pseudo-Liberale aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus leben, erreichen sie selten etwas, was dauerhaft und von Wert ist, trotz ihrer Rhetorik und ihren hohen Idealen. Sie sind sehr viel besser darin andere, die produktive Arbeit leisten, destruktiv zu kritisieren und niederzumachen. Die pseudo-liberale Besessenheit mit Wandel und sozialen „Verbesserungen“ gibt die zugrundeliegende Funktion preis, die die Menschen in Verwirrung halten und sie immobilisieren soll, während gleichzeitig echte Erfolge und lebenswichtiges Wissen, das aus der Vergangenheit überliefert wurde, untergraben und zerstört werden.

Obwohl er kaum die Kapazität für echte produktive Arbeit besitzt, ist der Pseudo-Liberale dennoch voller guter Ideen darüber, was für alle anderen am besten ist. (S. 308)

Ich glaube, mit folgender Gleichung beschreibe ich den Marxisten einigermaßen korrekt:

kommimarxmarxisten

Wo bleibt Marx?

9. Februar 2013

In der neusten Ausgabe der Annals of the Insitute for Orgonomic Science stellt der australische Orgonforscher Dean Davidson eine berechtigte Frage: In den Veröffentlichungen des American College of Orgonomy sei, so Davidson in seinem Aufsatz „Foundations for a Functional Analysis of Economics“, ständig von einer „funktionellen Ökonomie“ die Rede, aber Marx wird von den Schülern Elsworth F. Bakers nie erwähnt. Wenn doch, dann allenfalls als Vertreter der mechano-mystischen Weltanschauung und als pestilenter Charakter. Wie kann das sein, wenn Reich in seinen Schriften bis zuletzt Marx‘ Werttheorie als die Grundlage jeder orgonomischen Überlegung zur Ökonomie hervorgehoben hat?!

Davidson führt aus, daß die besagten neueren Überlegungen zur Ökonomie, etwa über den „freien Austausch“ zwischen den Wirtschaftsteilnehmern, gut und richtig sein mögen, doch falle vollkommen unter den Tisch, daß dies nur unter vor-kapitalistischen (bzw. vor-patriarchalischen) Bedingungen im vollen Umfang gelten könne. Heute würden, so Davidson, die Wirtschaftsbeziehungen von jenen von den Menschen vollkommen unabhängigen Gesetzen bestimmt, die Marx entdeckt und auf die sich Reich immer wieder berufen habe: die Arbeitswertlehre und die Mehrwertlehre, der Unterschied zwischen Tauschwert und Gebrauchswert.

Klingt gut! Das Problem ist nur, daß eine oberflächliche Funktion (die von Marx angeblich entdeckten angeblichen Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus) wichtiger sein soll als eine tiefere Funktion: der Charakter. Und selbst diese Formulierung ist fragwürdig, denn sie suggeriert, daß Marx in irgendeiner Weise praxisnäher („oberflächlicher“) sei. Doch aus dem charakterologischen Ansatz folgt unmittelbar eine gangbare Praxis, wie Reich in seiner Analyse des Scheiterns des Marxismus („Vulgärmarxismus“) in Die Massenpsychologie des Faschismus aufgezeigt hat, während aus der „polit-ökonomischen“ Analyse wirklich nur eins folgt: das gegenwärtige Wirtschaftssystem müsse zerstört werden. Die Marxsche Theorie ist jenseits der „Mobilisierung zur Revolution“ für die Praxis vollkommen folgenlos, denn kein Arbeiter benötigt irgendwelche wirren („dialektischen“) Theorien über den „Mehrwert“, um zu wissen, daß er ausgebeutet wird. Der Marxismus „beweist“ ihm nur eins, daß, egal welchen Lohn er in einer florierenden Wirtschaft auch immer bekommt, der Kapitalismus prinzipiell illegitim ist! Der Marxismus ist eine Lehre der Zerstörung und sonst nichts.

Und was soll diese ominöse Praxis des charakterologischen Ansatzes sein? Welch eine Frage! Es geht schlicht darum, die Arbeitsdemokratie zu verwirklichen, indem man sich beispielsweise dem allgegenwärtigen Drang zur Verantwortungslosigkeit entzieht. Wer behauptet, dieser angestrebte „freie Austausch“ müsse in einer kapitalistischen Gesellschaft Illusion bleiben, da diese von objektiven Gesetzmäßigkeiten bestimmt werde, die die Selbstverwirklichung der Individuen unmöglich mache, da alles dem unerbittlichen Diktat der Profitmaximierung unterworfen sei, sollte „den Laden dichtmachen“ und sich der KPD/ML oder so anschließen! Außerdem sollte er niemals eine Orgontherapie beginnen, denn in einer derartig kranken Welt, kann sich die Gesundheit eh nicht entfalten. Das gleiche gilt dann natürlich auch für Reichs Projekt „Kinder der Zukunft“.

Indem Marx die beiden Gegebenheiten „Wert“ und „Ausbeutung“ miteinander verbunden hat, hat er die Grundlagen der Arbeitsdemokratie zerstört, denn Wert ist mit unserer bioenergetischen Arbeitsfunktion verbunden, während es bei der Ausbeutung schlichtweg um eine Machtfrage geht („wieviel kriegt jeder vom Kuchen ab“). Werden diese beiden Sphären vermengt, kommt Moral dort ins Spiel, wo sie nicht hingehört: „Ich habe nicht nur für den Teil des Kuchens gearbeitet, den ich erhalte, sondern auch für den, den du ungerechterweise erhältst.“

In einer Welt, in der die beiden Gegebenheiten „Wert“ und „Ausbeutung“ getrennt werden, ist Raum für das Lebendige. Eine Welt, in der „Wert“ unlösbar mit „Ausbeutung“ verbunden ist, kann man nur noch zu zerstören trachten, um das Lebendige zu befreien. Das erklärt den ganzen religiösen Wahnwitz der Kommunisten, die 100 000 000 Menschen ermordet haben, um das Paradies auf Erden zu errichten. Es ist bezeichnend, daß sie dabei eine Welt geschaffen haben, in der nicht nur Menschenleben, sondern überhaupt nichts mehr einen „Wert“ hat.

Warum Reich nicht sehen konnte, daß zwischen Werttheorie und Rotem Faschismus ein Gleichheitszeichen gehört, ist biographisch zu erklären. Daß „Reichianer“ es nicht sehen können, ist nur charakterologisch erklärbar.

Und Marx selbst war nichts weiter als ein Haufen Scheiße:

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Ein kurzer Abriß über die acht sozio-politischen Charaktertypen

5. Februar 2013

Winston Churchill hat seine konservative Charakterstruktur wie folgt in einem oft zitierten Spruch perfekt zum Ausdruck gebracht:

So schön die Strategie auch ist, sollte man doch gelegentlich auf das Resultat blicken.

Der konservative Charakter sieht sich räumlich und zeitlich in die Tradition eingebunden und handelt entsprechend wie ein verantwortungsvolles Familienoberhaupt. Er denkt an die Nation, nicht nur indem er sich seinen Mitmenschen (desto mehr, je näher sie ihm stehen), sondern auch seinen Vorfahren und seinen Kindern gegenüber verantwortlich fühlt. Niemals würde er das für irgendeinen „Fortschritt“ gefährden. (Daß er in einer gegebenen Situation aufgrund seiner Rigidität doch absoluten Mist bauen kann, ist dabei unbenommen.) Während „Progressive“ blind drauflos stürmen und alles Überkommene zerstören, betrachtet der Konservative immer genau, was aus seinen Taten folgen könnte.

Progressiven geht es, im krassen Gegensatz zu den Konservativen, immer nur um eins: um Rebellion, letztendlich um Rebellion gegen Gott selbst. Oder wie Stalin 1943 gegenüber Churchill sagte:

Gott steht auf Ihrer Seite? Ist er ein Konservativer? Der Teufel steht auf meiner Seite, er ist ein guter Kommunist.

Rechts vom Konservativen steht der erzkonservative Charakter, etwa Pat Buchanan, Redenschreiber von Nixon, später selbst Präsidentschaftsanwärter, Fernsehkommentator und Buchautor. In seinem Buch Churchill, Hitler und der unnötige Krieg: Wie Großbritannien sein Empire und der Westen die Welt verspielte kritisiert er, daß Churchill Hitlers Friedenbemühungen ignorierte und stattdessen alles tat, um die USA und Rußland in den Konflikt hineinzuziehen. Ergebnis war letztendlich die Vernichtung des britischen Empire. Ähnlich verhängnisvoll sei die Politik von G.W. Bush, der sich vollkommen den Interessen Israels unterordne, statt mit der islamischen Welt Frieden zu schließen.

Ohne selbst rechtsradikal zu sein, fühlt sich der Erzkonservative im Gegensatz zum einfachen Konservativen zum „rechten Spektrum“ zugehörig und hat damit eine gewisse instinktive Affinität zu faschistischen und beispielsweise auch islamistischen Strebungen. Churchill wäre nie auf die Idee gekommen, mit einem Faschisten gemeinsame Sache zu machen oder auch nur „Friedensangebote“ ernstzunehmen. (Selbstredend wäre die Sache anders gewesen, wäre es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und der Sowjetunion gekommen: Staatsräson! Es geht hier nicht um Moral, sondern darum, wie Charakterstrukturen Handlungen bestimmen.)

Rechts vom Erzkonservativen findet sich der Reaktionär, der sogar noch weiter vom gesunden Menschenverstand entfernt ist und dessen Kontakt zum bioenergetischen Kern noch prekärer und noch mehr mystisch verzerrt ist.

Unser Beispiel hier sei Recep Tayyip Erdogan, der Ministerpräsident der Türkei. Seine ganze Haltung kommt vielleicht am besten durch den folgenden Ausspruch zum Ausdruck, mit dem er sämtliche Anschuldigungen gegen Türken und Mohammedaner, etwa hinsichtlich der Armenier oder Dafur vom Tisch wischte: „Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen“.

Der echte faschistische Charakter findet sich unter den islamischen Terroristen, die für Taktierer und Kompromißler wie Erdogan nur Verachtung übrighaben. Ihre Kontaktlosigkeit ist fast vollständig. Es handelt sich zumeist um paranoid-schizophrene Charaktere.

Ein liberaler Charakter und deshalb in mancher Hinsicht Churchills Gegenspieler war Franklin D. Roosevelt. Obzwar ebenfalls gemeinhin kein Vertreter der Emotionellen Pest, ist dieser Charakter durch seine Kontaktlosigkeit und seinen Glauben an das Gute im Menschen doch gefährlich. So sagte Roosevelt beispielsweise 1943:

Ich habe einfach das Gefühl, daß Stalin nicht solch ein Mann ist. … und ich denke, wenn ich ihm alles gebe, was in meiner Macht steht und im Gegenzug um nichts bitte, er, Noblesse Oblige, nicht versuchen wird, sich irgendwelche Gebiete anzueignen und mit mir für eine Welt der Demokratie und des Friedens arbeiten wird.

Immerhin muß man diesem Idioten zugute halten, daß er ein amerikanischer Patriot war. Ganz anders sieht das bei seinen linken Kritikern aus, die ihm vorhalten, er hätte Pearl Harbor geschehen lassen, um einen zwingenden Kriegsgrund gegen Japan zu haben oder die USA hätten zumindest die armen Japaner mit Embargos dermaßen in die Enge getrieben, daß Nippon einfach zuschlagen mußte. Derartige Verschwörungstheorien haben immer einen einzigen Hintergrund: die USA zu delegitimieren und als „Aggressor“ dastehen zu lassen.

Wenn Linke irgendetwas hassen, dann dieses „Experiment der Selbstregierung“, d.h. Amerika. Nicht etwa, daß sie irgendwelche nachvollziehbaren rationalen Gründe hätte (alle „Gründe“ sind nur vorgeschoben und nichts weiter als Blablabla), sondern einzig und allein aus charakterologischen Gründen, d.h. Dinge (in diesem Fall die „Selbstregierung“) werden aus der Umwelt entfernt, die unerträgliche Emotionen, Sensationen und Antriebe provozieren könnten.

Die emotionell pestkranke Linke setzt sich charakterologisch aus Sozialisten, Pseudo-Liberalen (von Elsworth F. Baker als modern liberals bezeichnet) und Kommunisten zusammen.

Nehmen wir nacheinander Sigmar Gabriel und seine Genossen, Joschka Fischer und schließlich dessen Gegenspielerin Jutta Ditfurth:

Während Sozialdemokraten gemeinhin ganz offen in ihren staatsgläubigen Bestrebungen sind und unverhohlen mit der sozialistischen Sehnsucht, d.h. der Hilflosigkeit der Massen spielen, versteckt der Pseudo-Liberale seine viel weitgehenderen und explizit zerstörerischen Ziele hinter einer liberal-bürgerlichen Fassade. Man denke an den gewalttätigen Revoluzzer Fischer, der sich bürgerlich gab und sich der Staatsräson unterwarf, heimlich aber seine subversiven Ziele um so effektiver verfolgte, etwa die Umvolkung Deutschlands. Der einzige Unterschied zu einem kommunistischen Charakter wie Ditfurth ist, daß die letztere diese Ziele offen und unverhohlen verfolgt, so als sei die linke Machtübernahme bereits erfolgt. Man denke auch an die RAF in den 1970er Jahren, ihrem pseudo-liberalen Umfeld (den „Sympathisanten“) und dem sozialdemokratischen Zeitgeist, der den Nährboden bildete. Man hatte zumindest („letztendlich“) die gleichen Ziele!

Die Linken sind vor allem dadurch gekennzeichnet, daß sie ihre sekundären Triebe abwehren. Die „politische Korrektheit“ ist ihr Lebenselixier. Kernkontakt („Gott“) ist kaum vorhanden. Bei den Rechten ist es genau umgekehrt: sie haben einen, wenn auch mystisch verzerrten Kernkontakt, während die Abwehr gegen sekundäre Triebe kaum eine Rolle spielt: man spricht „eine klare Sprache“ mit einem Hang zu unverblümtem Sadismus. Es sind die sprichwörtlichen „Kreuzritter“.

achtspinner

Das Gandalf-Syndrom

13. Dezember 2012

Gandalf ist eine große, neurotische Graueule. Er wurde von Kindesbeinen an von Menschen großgezogen und genießt Vollpension, wird gefüttert und gepflegt. Nichts kann den gefiederten Agoraphobiker aus seinem kleinen Backsteinschuppen in die freie Wildbahn herausbringen, vor der er eine Heidenangst hat. Er wird ewig Gefangener seiner eigenen Ängstlichkeit, seiner Bequemlichkeit und der vermeintlichen „Tierliebe“ seiner „Herrchen“ bleiben. Aus einem herrlichen Raubvogel ist eine bedauerliche Kreatur geworden. Sie braucht nie wieder hungern und frieren, ist keinen Feinden ausgesetzt, ist befreit von Sexualität und Rivalenkämpfen. Die bioenergetische Dynamik habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben.

Das ist der Zustand, den der Sozialist, der „Sozialliberale“ und der Kommunist für jeden Menschen erträumt. Jedenfalls erträumen sie ein Leben, in dem niemand mehr von materiellen Sorgen und Rivalität bedrängt wird, sondern alle im „Volksheim“ leben. Die Menschen könnten dann ihre „wahren Bedürfnisse“ erkennen und ihre „wahre Natur“ entfalten. Resultat wird etwas sein, was man im Zoo und bei Haustieren beobachten kann – das Gandalf-Syndrom.

Was wird nicht alles in die Waagschale geworfen, um den Kapitalismus, diese „freie Wildbahn“ des Menschen, zu diskreditieren! Es ist offensichtlich, daß er Wohlstand schafft, wie kein anderes Gesellschaftssystem vor ihm. Um ihn trotzdem grundsätzlich infrage stellen zu können, wird das Wirtschaftssystem in seinem Kern angegriffen – vollkommen unabhängig von seinen Erfolgen: „Alles hat seinen Preis, aber nichts hat einen Wert!“ Das gibt sich zwar das Gewand einer „wissenschaftlichen Theorie“ (im Marxismus ist etwa von „Tauschwert“ die Rede), aber letztendlich läuft es auf die Aussage hinaus: „An [diesem Gegenstand] klebt Blut!!“ Das Blut der „Ausgebeuteten“ in der Dritten Welt, der Werktätigen, der durch die Umweltverschmutzung geschädigten, etc.

Tatsächlich ist das eine mystische Aussage. Ich schaue jetzt auf eine Plastikflasche mit „Vielzweckkleber“ der Firma „tesa“, die auf meinem Schreibtisch steht. Nichts, aber auch rein gar nichts, ändert sich an diesem Gegenstand, wenn er anstatt von mittelmäßig bezahlten Arbeitern in Ungarn von Kindersklaven in Indien hergestellt oder wie auch immer sonst hergestellt wurde. Ich brauche Kleber und der Preis bildete sich nach Angebot und Nachfrage, nicht weil der Ware irgendeine feinmaterielle Substanz anhaftet, die aus ihr etwas anderes macht als einen Gegenstand mit Gebrauchswert.

Was wird hier mit Theorien über den „Warenfetisch“ konstruiert? Es ist eine böse Welt da draußen und egal, was immer ist: Du machst dich schuldig, weil du nichts gegen dieses böse System unternimmst oder gar von ihm profitierst!

Welch ein lebensfeindlicher Irrsinn das ganze ist, sieht man daran, daß manche Menschen nicht etwa stolz darauf sind Hemden aus Bangladesch zu tragen (sie unterstützen dadurch eine aufstrebende Nation!), sondern sich ganz im Gegenteil schämen, weil sie von „Ausbeutung“ profitieren. Funktion dieser Gesinnung ist es, uns alle (einschließlich der Bangladeschis) sozusagen in „Gandalfs Backsteinschuppen“ zu halten: die Welt da draußen ist böse und gefährlich.

Der zweite, und heute immer mehr in den Vordergrund tretende, „grundsätzliche Einwand“ gegen den Kapitalismus betrifft das, was den Kapitalismus erst möglich macht: das Geld im allgemeinen und Kredit und Zins im besonderen.

Nach diesem Einwand macht sich, wer immer sich im Kapitalismus engagiert, d.h. einen Kredit aufnimmt oder vergibt, eines ungeheuerlichen Verbrechens schuldig, weil er teilhat an der unausweichlichen Zerstörung sämtlicher menschlicher und natürlicher Ressourcen. Das Argument lautet auf das Wesentliche reduziert wie folgt: „Hätte vor 2000 Jahren Josef nur einen einzigen Cent mit einem minimalen Zins angelegt, wäre der Gewinn, den heute seine Nachkommen einheimsen könnten, nur in mehreren Weltkugeln aus purem Gold darstellbar.“ Oder mit anderen Worten: Um mit der Finanzwirtschaft mit ihrem exponentiellen Wachstum Schritt halten zu können, muß die Realwirtschaft verzweifelt, und zum unausweichlichen Scheitern verurteilt, versuchen Schritt zu halten, d.h. versuchen Zins und Zinseszins zu bedienen, und dabei Mensch und Natur erbarmungslos ausbeuten.

Das klingt mathematisch zwingend, ist jedoch offensichtlicher Unsinn, denn es gibt keinen risikolosen Zins. In der wirklichen Welt, kann der imaginäre Nachfahre Josefs froh sein, wenn er nach 2000 Jahren überhaupt einen Cent erhält. Ein Euro wäre schon ein Weihnachtswunder!

Nichts zeigt besser als die Griechenlandkrise, wie vorsichtig die Anleger des berühmten „Josefpfennigs“ hätten agieren müssen. Die Finanzwirtschaft kann sich nur dann verselbständigen und es kann nur dann zu einem exponentiellen Wachstum kommen, wenn im Rahmen einer Keynesianischen Politik der Staat und die Notenbanken die besagten Anleger immer wieder von neuem retten. Das wird natürlich stets aus „sozialen“ Gründen getan, etwa um „General Motors und Detroit“ zu retten.

Letztendlich kommt hier auch nichts anderes als das Gandalf-Syndrom zum Ausdruck: Die parasitären Superreichen und die parasitäre Unterschicht können weiter im geschützten „Backsteinschuppen“ hausen, während für den produktiven Teil der Bevölkerung die Bedingungen dermaßen unerträglich werden, daß sie ebenfalls in den „Backsteinschuppen“ drängen. Am Ende steht der Kommunismus.

Kapitalismuskritiker, egal ob sie Marx oder Gesell auf ihre Fahnen geschrieben haben, sind nichts anderes als Rote Faschisten (oder zumindest die nützlichen Idioten von Roten Faschisten).

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Die sozio-politische Charakterologie Elsworth F. Bakers am Beispiel der Bundestagsparteien

3. Dezember 2012

Die von Elsworth F. Baker 1967 vorgestellte sozio-politische Charakterologie bzw. deren leichte Modifikation durch Charles Konia (The Emotional Plague, 2008) sieht wie folgt aus:

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Nach links hin von einer hypothetischen „gesunden Mitte“ haben wir der Reihe nach den Liberalen, den Sozialisten, den Pseudo-Liberalen und den Kommunisten. Es ist kaum bis gar kein Kernkontakt vorhanden und die Fassade dient der Abwehr gegen die mittlere Schicht, um beim Kommunisten zu kippen, d.h. in den Dienst der mittleren Schicht zu treten. Man denke nur an die unterschiedlichen Funktionen des Pazifismus bei der westlichen Linken in den 1980er Jahren („atomfreie Zonen“) und des damaligen „Pazifismus“ der nuklear aufrüstenden UdSSR.

Nach rechts hin haben wir den Konservativen, den Erzkonservativen, den Reaktionär und den Schwarzen Faschisten. Hier ist mehr Kernkontakt vorhanden, wenn auch zu einem Gutteil mystisch verzerrt. Die Fassade drückt nach rechts hin immer prominenter und nackter die mittlere Schicht aus. Das macht etwa das berühmte „Faszinosum“ des Nationalsozialismus aus: „es wird die Sau rausgelassen“.

Es bringt wenig bis nichts, diese Aufstellung auf die deutsche Parteienlandschaft zu übertragen, da diese generell nach links verschoben ist und da jede Partei „eine Welt für sich ist“ mit einer jeweils komplexen Geschichte. Gehen wir die Parteien deshalb nacheinander durch:

Die Grünen waren eine Sammlungsbewegung aus den Erben Rudi Dutschkes, liberal gesinnten „Bürgerrechtlern“ und echten Ökologen, d.h. „Konservativen“ im eigentlichen Sinne des Wortes. Die beiden Extreme der Partei, echte charakterologische Kommunisten wie Jutta Ditfurth auf der einen und Menschen des „rechten Spektrums“ auf der anderen Seite, wurden sehr schnell aus den Reihen der Partei weggegrault bzw. verließen sie enttäuscht, weil diese eine „FDP mit grünem Anstrich“ geworden sei oder, auf der anderen Seite, sich als „Wassermelone“ entpuppt habe: außen grün, innen rot. Was blieb, waren vollkommen kontaktlose „pazifistische Liberale“, die von Pseudoliberalen, die so taten, als wären sie selbst ebenfalls genuine Liberale, mißbraucht wurden.

Nachdem Kommunisten erst einmal mit Hilfe der Liberalen und Sozialisten an die Macht gekommen sind, sind nicht etwa wie vorher die Konservativen ihr Hauptfeind, sondern ihre ehemaligen liberalen und sozialistischen Bundesgenossen. Nichts kann eine kommunistische Herrschaft weniger brauchen als „subversive“, „kritische“ Geister und Leute, die nach „Solidarität“ („Fraktionsbildung“!!) rufen. Was sie braucht sind willfährige Untertanen, die sich nicht viel um Politik scheren bzw. tun, was ihnen gesagt wird. Wenn die Kommunisten diesen „konservativen“ Bevölkerungsanteil mit Versatzstücken der kommunistischen Ideologie indoktrinieren können, um so besser! Beim Untergang des Kommunismus fand man entsprechend Liberale und Sozialisten eher bei den Regimegegnern als bei den Parteimitgliedern der SED/PDS. Zwar stirbt langsam das alte konservative Milieu der DDR weg, doch sind wohl immer noch weite Kreise der Parteimitglieder und Wähler der Linken in Ostdeutschland eher konservative Charaktere. In Westdeutschland ist das vollkommen anders, was die Partei Die Linke immer wieder an den Rand der Spaltung führt, denn hier dominiert das charakterologisch extrem linke Spektrum die Partei.

Die SPD war in den Industriezentren und Metropolen Westdeutschlands so etwas wie die „SED des Westens“. Noch heute kontrolliert sie in weiten Teilen den gesamten Staatsapparat und die Medien, in NRW praktisch flächendeckend. Wie im Fall der SED war auch hier ein Großteil der Mitglieder, erst recht aber der Wähler, eher konservativ strukturiert. Das änderte sich spätestens in den 1970er Jahren, als die ehemalige Arbeiterpartei zunehmend eine Partei der Pseudointellektuellen wurde. Zentrum der Partei war natürlich stets die sozialistische Ideologie von „Gerechtigkeit“ und „sozialem Ausgleich“. Entsprechend findet die SPD erst seit kurzem zu sich selbst, da nun die sozialdemokratische Ideologie besser zur durchschnittlichen Charakterstruktur der Parteimitglieder paßt.

Am authentischsten waren seit jeher die beiden „bürgerlichen Parteien“ CDU/CSU und FDP, denn hier stimmte die offizielle konservative bzw. liberale Ideologie stets mit der jeweiligen Charakterstruktur der Parteianhänger überein. Wenn man mal von manchen sozialistischen Absonderlichkeiten am Anfang der Parteigeschichte der CDU absieht und davon, daß ausgerechnet die FDP lange Zeit geradezu ein Auffangbecken für „alte Kameraden“ war. Durch die Verschiebung des soziopolitischen Spektrums nach links ist von der genannten „Authentizität“ wenig geblieben. Nicht von ungefähr spricht man von der zunehmenden „Sozialdemokratisierung“ der CDU.

Die FDP hätte die Chance gehabt, als „Partei der Freiheit“ zu überleben, hat aber Selbstmord verübt, weil der Liberale bei all seinen hehren „Prinzipien“ wankelmütig ist. Wegen seiner Struktur und der ihr inhärenten Kontaktlosigkeit kann er sich dem Linkstrend nicht entgegenstellen. Der Konservative ist den Linken ebenfalls ausgeliefert, weil er an Werte wie Fairneß und „Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden!“ glaubt. Werte, auf die die extreme Linke, insbesondere der Kommunist, spuckt!

Die sexuelle Revolution und die antiautoritäre Gesellschaft

20. September 2012

„Der Sexualprozeß der Gesellschaft war“, Reich zufolge, „immer der Kern ihres Kulturprozesses“ (Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 159).

Das vegetative Leben der Menschen, das sie mit der gesamten lebendigen Natur teilen, strebt nach Entfaltung, Bestätigung, Lust, vermeidet Unlust und erlebt sich selbst in Gestalt strömender, drängender Empfindungen. Sie sind die Kernelemente jeder vorwärtstreibenden, also revolutionären Weltanschauung. Auch dem sogenannten „religiösen Erleben“ und dem „ozeanischen Gefühl“ liegen vegetative Lebenserscheinungen zugrunde. (ebd., S. 266)

Dies zeigte sich in der Entwicklung der „bürgerlichen Gesellschaft“, wie Freud und seine Schüler nachgewiesen haben. In Die sexuelle Revolution hat Reich dies nochmals am Beispiel der Sowjetunion, die die „bürgerliche Gesellschaft“ überwinden wollte, exemplifiziert. Heute erweist sich die Richtigkeit des Diktums anhand der Entwicklung der antiautoritären Gesellschaft.

De antiautoritäre Gesellschaft geht auf zwei Faktoren zurück: den ideologischen Einfluß vermeintlicher „Experten“ und den „materiellen“ Einfluß der Zeitläufe. Über die ersteren schrieb Reich im Zusammenhang mit der sexuellen Revolution in den Anfangsjahren der Sowjetunion:

Die allergrößte Schwierigkeit stellen die Pastoren im revolutionären Lager dar. Es sind meist sexuell verkrampfte Intellektuelle, Revolutionäre aus neurotischen Motiven, die, statt mit Wissen zu helfen, nur Verwirrung stiften. (ebd., S. 250)

Damit meinte Reich zwar Funktionäre, deren Sexualmoral sich in nichts von der katholischer Priester unterschieden hat, jedoch konnte diese Neurose ebensogut in einer vermeintlich gegenteiligen Sexualideologie zum Ausdruck kommen. Im Christusmord schrieb Reich über die Kommunisten: „(…), daß diese zerebralen Mechanisten die wahre körperliche Liebe hassen wie die Pest, während sie gleichzeitig mit Pornographie nur so um sich werfen“ (Freiburg 1978, S. 379).

Zwei Weltkriege in Folge, die Industrialisierung, die Verstädterung, der Einfluß der Massenmedien (insbesondere des neuen Mediums Film), etc. erzeugten eine sexualbejahende Atmosphäre, was jedoch zu vollkommenen Chaos führte wegen der sexualablehnenden Struktur der Massenindividuen. Das ist die „Schere“, von der Reich in Die Massenpsychologie des Faschismus spricht.

„Es gilt die Schere zwischen menschlicher Struktur und Daseinsform zu schließen; nicht durch Zwang, sondern in organischer Weise“ (Die sexuelle Revolution, S. 223). „Neue Lebensformen bilden sich nur durch die neuen Inhalte des Lebens, und neue Inhalte müssen neue Formen haben“ (ebd., S. 220).

In Die sexuelle Revolution führt Reich, die „Verwahrlosung der Jugend“ in der Sowjetunion von 1935 auf eine entsprechende Schere zurück:

(…) kollektive gesellschaftliche Ideologie und kollektives Leben der Erwachsenen muß unter Beibehaltung asketischer Forderungen für die Kinder, sexueller Heuchelei und Familienerziehung mit Notwendigkeit zur kindlichen Verwahrlosung führen. (ebd., S. 256)

Die entsprechenden Widersprüche in der antiautoritären Gesellschaft habe ich in dem Blogeintrag Die Zerstörung der biologischen Familie in der antiautoritären Gesellschaft diskutiert.

Man könnte einwenden, daß demnach also „materielle“, letztendlich ökonomische Prozesse frei nach Marx den eigentlichen Kern der „gesellschaftlichen Bewegungsprozesse“ ausmachen würden. Doch dieser Einwand zieht nicht in Betracht, daß Reich zufolge der wahre Kern die „lebendige Arbeitskraft“ ist, die „Arbeitsenergie“ und damit die Charakterstruktur der Massen, die in der Familie geformt wird. Entsprechend geht aus der autoritären Gesellschaft die antiautoritäre Gesellschaft hervor, wenn die „Arbeitsenergie“ ein gewisses Maß an ökonomischen Wohlstand erwirtschaftet hat (Überexpansion). Die Gesellschaft wird zum Autoritarismus zurückkehren, wenn die Ökonomie wegen der antiautoritären Unterminierung der Arbeitsfunktion kollabiert. Ansatzweise ist dies beim Zusammenbruch der Weimarer Republik geschehen. Die „Studentenbewegung“ Ende der 1960er Jahre war ein bloßes Wohlstandphänomen, das sich mit dem Niedergang der Wirtschaft schnell wieder verflüchtigt hat.

Keine Betrachtung geschichtlicher Entwicklungen darf sich (…) revolutionär nennen, wenn sie den psychischen Zustand der Masse bloß als ein Ergebnis wirtschaftlicher Vorgänge nimmt, und nicht auch als ihren Motor. (Die sexuelle Revolution, S. 172)