Posts Tagged ‘Mormonen’

nachrichtenbrief155

31. Mai 2020

Blogeinträge September/Oktober 2012

8. Juli 2018

Charles Konia beschreibt, wie sich die „biologische Fehlkalkulation“ sieben Jahrzehnte nach Reichs Erstbeschreibung und vier Jahrzehnte nach Paul Mathews‘ Erläuterungen darstellt:

Blogeinträge September/Oktober 2012

  • Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention
  • Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes
  • Kommunismus der amerikanischen Art
  • Man kann nicht beides haben
  • „Es breitet sich wie eine Seuche aus“
  • Willkommen in der Welt des Islam
  • Der biologische Ursprung der Political Correctness
  • Die sozialistische Sehnsucht
  • Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama
  • Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik
  • Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

Ekstase, sexuelle Zwangsmoral und Gott

1. Dezember 2016

Reich zufolge ist Religion eine Art Ersatzbefriedigung, ein Ersatz für sexuelle Erfüllung. Das wird offensichtlich in der religiösen Imagination, ob diese nun in der Musik oder der bildenden Kunst zum Ausdruck kommt. Die „Liebe“ zu Gott hat sexuelle Konnotationen, das Paradies; religiöse Ekstase ist ununterscheidbar von sexueller. Die Religion sorge, so Reich, gleichzeitig aber auch dafür, daß die Menschen sexuell gehemmt werden, sich jede natürliche Lust als sündhaft versagen und „Disziplin lernen“.

Michael Ferguson et al. (University of Utah) konnte jetzt zeigen, daß das Glücksgefühl in Phasen intensiver religiöser Gefühle vom Belohnungszentrum im Gehirn hervorgerufen wird. „Bei der spirituellen Erfahrung feuern ähnliche Neuronen wie bei Liebe, Sex, Glücksspiel oder auch Sucht.“ An die Stelle der Selbstregulierung auf der Grundlage sexueller Befriedigung tritt ein sadomasochistisches Seelendrama.

Die jungen Mormonen, die die Forscher mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie während ihrer religiösen Hingabe untersuchten, beschrieben „ein Gefühl des Friedens und der Wärme, viele waren sogar so bewegt, daß sie Tränen in den Augen hatten (…). Auch im Gehirn der Gläubigen tat sich einiges: Während der Phasen starker spiritueller Gefühle registrierte der Hirnscanner eine deutliche Aktivierung des Nucleus accumbens – einem wichtigen Teil des Belohnungs-Schaltkreises im Gehirn. Dieses Hirnzentrum trägt unter anderem dazu bei, daß wir bei Liebe, Sex, Musik, aber auch Glücksspiel und Drogen intensive Befriedigung verspüren. Offenbar hat auch das Glücksgefühl bei der religiösen Praxis der Mormonen in diesem Schaltkreis seinen Ursprung.“

Gleichzeitig „löste die religiöse Praxis bei den gläubigen Probanden aber noch weitere Hirnveränderungen aus: Auch Zentren für die Aufmerksamkeit und der mediale präfrontale Cortex waren in den Phasen starker spiritueller Empfindungen besonders aktiv. Dieses Hirnareal ist unter anderem für Bewertungen, die Einschätzung von Situationen und moralische Überlegungen zuständig. Demnach hat die religiöse Verzückung bei den frommen Mormonen durchaus auch eine rationale Komponente und ist kein reines, diffuses Gefühl.“

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 6.h.

30. April 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

6. Äther, Gott und Teufel

a. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

b. Spiritualität und die sensationelle Pest

c. Die Biologie zwischen links und rechts

d. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

e. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

f. Die gesellschaftlichen Tabus

g. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

h. Dreifaltigkeit

InSekten

4. Juli 2012

Sekten sind für die Orgonomie von besonderem Interesse, weil sie sozusagen „die gepanzerte Menschheit im Reagenzglas“ darstellen. Sekten wie Universelles Leben, die Zeugen Jehovas oder die Zwölf Stämme sind die Falle, die Reich in Christusmord beschrieben hat, im Kleinformat.

Wolfgang Behnk, Sektenbeauftragter der Evangelischen Kirche Bayerns, sagt: „Die Sekte [Zwölf Stämme] bedient sich der Mittel geistiger Bevormundung, kollektiver Vereinnahmung, hierarchisch-autoritärer Unterwerfung, sozialer Isolation und disziplinarischer Repression.“

Die Disziplinierung beginnt bereits im Babyalter. Mit Hilfe von Sicherheitsnadeln, erzählen die Aussteiger unisono, werden Säuglinge so eng in Tücher gewickelt, daß sie sich nicht mehr bewegen können. „Irgendwann hört das Zappeln und Schreien dann auf – das Baby fügt sich“, erklärt Benaja, der vor wenigen Jahren noch eine Führungsposition bei den „Zwölf Stämmen“ bekleidete.

Das sogenannte „Restrain“ (deutsch: zurückhalten) kann aber auch bedeuten, daß die Eltern die Arme und Beine des Babys festhalten, bis es jegliche Gegenwehr erschöpft aufgibt.

Wenn man so etwas liest (und ich kann nur jedem anraten, sich intensiv mit dem Thema Sekten und Sektenaussteiger auseinandersetzen!), begreift man, daß die gepanzerte Menschheit kaum mehr ist als eine Art „Großsekte“. Trotzdem sollte man nicht alles über einen Kamm scheren. Beispielsweise wird evangelischen Sektenbeauftragten gerne entgegengehalten, daß ja auch das Christentum ein irrationaler Kult sei, der sich imgrunde kaum von zerstörerischen Sekten wie etwa Scientology unterscheide. Ein geübter Blick reicht jedoch, um sofort zu erkennen, daß das einfach nicht stimmt.

Das, was allgemeinhin als Unterscheidungskriterien angeführt wird, sind Funktionen der Schwere der okularen Panzerung. Kriterien wie blinder Führerkult, magische Allmachtphantasien, unrealistisches Elitebewußtsein, Aufgabe der eigenen Individualität und Identität, Abblocken jeder Kritik an irgendeinem Aspekt des Kults, etc. sind zwar richtig und wichtig, doch ohne Verständnis ihres biologischen Fundaments letztendlich willkürlich. Es ist ein gewichtiger Unterschied, ob Religion nur ein neurotisches Symptom ist oder einer manifesten Psychose entspricht. Im ersten Fall entspringt es der Wahrnehmung der Körperpanzerung, die ein „Jenseits des Körperpanzers“ konstituiert. Im zweiten Fall geht es, wie man so schön sagt, um einen „veritablen Dachschaden“. Im ersten Fall wird die Orgonenergie, die von der Panzerung blockiert wird, wahrgenommen. Das entspricht einem verzerrten Kontakt. Im zweiten Fall kommt es, da die okulare Panzerung dominiert, zu einer Trennung von bioenergetischer Erregung und Wahrnehmung. Das entspricht einer zunehmenden Kontaktlosigkeit, welche unmittelbar an den „glasigen Augen“ sichtbar wird, die für Kultanhänger so charakteristisch sind.

Für Religionen sind Rituale typisch, die sich von klassischen Konzerten oder Theateraufführungen kaum unterscheiden. Ohnehin sind beide Sphären, Religion und „höhere Kultur“, gemeinsam aus den griechischen Mysterienspielen hervorgegangen. Man denke nur an das Gesamtkunstwerk „katholische Messe“. Es werden unsere Emotionen (Sehnsucht, Hingabe) und Sensationen („mystischen Ahnungen“) angesprochen, letztendlich primäre genitale Strebungen („Spiritualität“). Man kommt in tieferen Kontakt mit sich selbst und der Umwelt.

Ganz anders ist es bei Kulten. Hier ist alles darauf ausgerichtet einen kontaktlosen Trancezustand herzustellen. Wie das gemacht wird, kann man in jedem NLP-Lehrbuch nachlesen. Beispielsweise wird ein permanenter Ausnahmezustand hergestellt: „Wir gegen alle anderen!“ Die Doktrinen sind nicht etwa einfach und volkstümlich, sondern bewußt wirr und widersprüchlich gehalten, was einen ständigen Zustand der Entfremdung aufrechterhält. Alles ist darauf abgestimmt, daß die Kultanhänger „in den Augen weggehen“.

Religiöse Menschen unterscheiden sich in ihrem Augenausdruck kaum vom Rest der Bevölkerung. Vielleicht sind ihre Augen sogar lebendiger! Was hingegen die Augen von Kultisten betrifft: siehe dazu meine Ausführungen in Beispiele für okulare Panzerung.

Verliert man seinen religiösen Glauben. Ist man ähnlich traurig und verunsichert wie bei einer schweren Enttäuschung in der Liebe. Löst man sich jedoch von einem Kult fühlt man sich befreit. Der Panzer bricht auf!

In diesem Zusammenhang ist es aufschlußreich die Zeugnisse von Leuten zu betrachten, die sich aus solchen Kulten befreit haben. Hier ein Beispiel:

Diese Ex-Mormonin beschreibt zwar nur, wie sich ihr Blickfeld im übertragenen Sinne geweitet hat, als sie sich aufgrund neuer Informationen vom Kult trennte, doch kann man diese Weitung des Blickfeldes sicherlich auch wörtlich nehmen. Sie hat sich vom doktrinären „Tunnelblick“ befreit:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=bup4ydQ7jFQ%5D

Menschen lösen sich aus Kulten genauso, wie sie sich auch sonst von Panzerung befreien: sie werden sich bewußt, daß sie gepanzert sind, d.h. sich in einem Kult (in einer „Falle“) befinden. Daß ist der erste Schritt im orgontherapeutischen Prozeß: sich des Panzers gewahr werden – spüren, daß man gepanzert ist. Dies ist im übrigen der Kern jedweder „Aufklärung“, soweit sie denn diesen Namen verdient.

Romney Antichrist

3. Mai 2012

Die USA haben sich in eine ausweglose Lage gebracht. Man kann schon fast hoffen, daß der sozialistische Alptraum Obama die Präsidentschaftswahl gewinnt, woran sich dann unmittelbar und unumgehbar eine Präsidentschaft Hillary Clintons anschlösse. Die Alternative ist Mitt Romney. Er ist nicht nur Mormone, wie Kennedy Katholik war, sondern die Familie Romney gehört zum Mormonenadel und Romney war Bischof der Mormonenkirche und stand als Bezirksleiter zwölf Mormonengemeinden vor. Es wäre ungefähr so als wenn der Erzbischof von Köln Bundeskanzler werden würde!

Die Mormonen sind nicht nur eine weitere der zahlreichen christlichen Kirchen, sondern es handelt sich um einen Kult ähnlich den Zeugen Jehovas oder Scientology. Tatsächlich kann man das Mormonentum als „Scientology des 19. Jahrhunderts“ bezeichnen, zumal die Kirche aufgrund der Zwangsabgaben der Mitglieder unglaublich reich ist.

Es begann alles Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem Okkultisten, Wünschelrutengänger und „Schatzsucher“ Joseph Smith, dem eines Tages im Wald in einer Erscheinung, die man heute als „UFO-Kontakt“ beschreiben würde, Gott und Christus höchstpersönlich erschienen sind, um ihm zu sagen, daß er die einzig wahre Kirche begründen werde. Gründungsdokument ist das Buch Mormon, das Smith mit Hilfe der „Sehersteine“, mit denen er sonst auf Schatzsuche gegangen war, von mit „neuägyptischen“ Schriftzeichen beschriebenen Goldplatten übersetzt haben will, die ihm vom Engel Moroni übergeben worden seien. Jeder kann selbst schnell und bequem die absurde Geschichte von Smith, dem Buch Mormon, dem Mormonen-Staat in Utah, etc. im Internet nachlesen.

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=7q6brMrFw0E%5D

Das Buches Mormon ist ein leidlich erbauliches christliches Traktat, das sich um eine absurde und schlichtweg lächerliche Räuberpistole über Juden und Christus im alten Amerika (inklusive Pferden, Elefanten, Geld, Schwertern, Rädern, etc.) rankt. Erhellend ist der Vergleich mit dem Alten Testament, das in einer Hinsicht absolut erstaunlich ist: die zentralen Helden Abraham, Moses und David werden alles andere als idealisierend gezeichnet, ganz im Gegenteil, und die Feinde Israels sind nicht etwa nur „böse Mächte“, sondern Werkzeuge Gottes, um Israel zu strafen. Das Buch Mormon hingegen ist ein stinklangweiliger Comic, in dem es nur absolut gute Helden und absolut böse Schurken ohne jede psychologische Tiefe gibt.

Im übrigen taucht im Buch Mormon nicht eines der Doktrin auf, für das das Mormonentum bekannt wurde: keine pseudo-freimaurerischen Riten, keine Blutrache, keine Vielehe und vor allem nicht die zentrale Doktrin, die das Mormonentum so sehr in die Nähe von Scientology rückt: Der Kosmos wurde nicht von Gott erschaffen, sondern die Materie und die „göttlichen Gesetze“ sind ewig. Jene Menschen, die diesen Gesetzen perfekt folgen, werden zu Göttern. Beispielsweise war auch Elohim, also der Gott zu dem wir beten, einst ein Mensch. Ziel des Mormonen ist es eines Tages so ein Gott wie Elohim zu werden, Seelen durch himmlischen Sex mit zahllosen Frauen zu „zeugen“ und sie dann auf einem Planeten, der wie unsere Erde aussieht, mit Leibern zu versehen und mit göttlichen Offenbarungen zu versorgen.

Der normale Mormone folgt dem amerikanisierten Mickey-Mouse-Christentum des Buch Mormon, doch die Elite, zu der auch Romney gehört, hat sich ganz dem besagten Projekt der Selbsterhöhung verschrieben.

Ein solcher Mann, und Romney ist ohne jede Frage fanatischer Mormone, darf einfach nicht Führer der freien Welt werden und „den Finger am Knopf haben“! Es ist schlicht eine Frage der geistigen Normalität! Absolut bezeichnend ist auch die spontane Antwort nach seinem Lieblingsbuch:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=tt2yMQ-HmQw%5D