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Vom Nicht-Erkennen des Niedergangs der Politik
14. November 2022Die orgonomische Soziologie, Teil 3: Historischer Funktionalismus
12. November 2022Geschichte ist die Entfaltung der vegetativen Energie, die ihren Ursprung in der kosmischen Orgonenergie hat, zum biologischen Organismus wird, der eine entsprechend „reine“ Charakterstruktur ausbildet, die zu einer „biologischen“ (arbeitsdemokratischen) Gesellschaft führt. An dieser Stelle an es zum „Einbruch der sexuellen Zwangsmoral“ kommen. Gesellschaftliche Konflikte werden verinnerlicht, was die Charakterstruktur „verunreinigt“. Die entsprechend geprägte vegetative Energie führt zu veränderten Charakterstrukturen und so weiter.
Die Soziologie steht dergestalt zwischen der „politischen Psychologie“ (die sich mit der Verformung bzw. „Entformung“, d.h. Neustrukturierung des Charakters beschäftigt) und der sexualökonomischen Biologie bzw. „Lebensforschung“ (bei der es um die Gesetze der besagten vegetativen Energie geht). Man denke etwa an die in Der Mensch in der Falle von Elsworth F. Baker ausgeführte individuelle und soziopolitische Charakterologie und deren biologische Grundlagen als da sind die libidinösen Stufen der psychosexuellen Entwicklung, die Funktion des Orgasmus, die Orgasmusformel, die drei Schichten der Panzerstruktur, die organismische Pulsation, die natürliche Organisation des Lebendigen (von Protozoen bis zur Arbeitsdemokratie), Erstrahlung und Anziehung, die Segmente der Panzerung, Überlagerung, ORANUR etc. (man sieht, daß die Biologie hier langsam in die Physik übergeht!). Das alles bestimmt von den Gesetzen der gleichzeitigen Identität und Gegensätzlichkeit.

Die orgonomische Soziologie, Teil 2: Zwischen Fassade und bioenergetischem Kern
11. November 2022Angefangen bei der Psychologie drang Reich ab 1919 immer tiefer in die Struktur des Menschen ein. Wobei man die „Tiefen“-Psychologie und das psychoanalytische Gerede von der „Libido“ nicht allzu ernstnehmen sollte. Alles bewegte sich noch im Bereich bloßer Worte, der menschlichen Vorstellungen, und war entsprechend von kulturellen Prägungen bestimmt. Zwar kann man „Psychologie“ mit „Wissenschaft von der Lebenskraft (psyche)“ übersetzen, doch diese „Lebenskraft“ ist nicht wirklich greifbar; es ist trotz aller „biologischen“ Rhetorik doch alles nur Fassade und Oberfläche.
Reich überwand dies, als er Freuds „Unbewußtes“ (also weite Bereiche des Über-Ich, Ich und Es) als gesellschaftlich bedingt entlarvte. Aus der Psychoanalyse entwickelte auf diese Weise die Charakteranalyse und, da so die Biologie zugänglich wurde, daraus schließlich die charakteranalytische Vegetotherapie, d.h. unmittelbarer Umgang mit der tatsächlichen Lebenskraft. Dieser Zugang zur Biologie bot ausschließlich die Soziologie (von socius, der Gefährte), die den Ursprung des „bösen Irrationalismus“, den Freud kurzschlußartig aus der (vermeintlichen) Biologie ableitete (ein schwaches, den Trieben wehrlos ausgesetztes Ich, der Todestrieb). Reich führte hingegen das Unbewußte auf gesellschaftliche Konflikte zurück, die als „sekundäre Schicht“ bzw. „mittlere Schicht“ verinnerlicht wurden. Wobei diese gesellschaftlichen Konflikte letztendlich natürlich auf die ödipalen Konflikte in der Kernfamilie zurückgehen.




















