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Die Spaltung der Partei Die Linke in Ost und West (Teil 2)

23. Dezember 2025

Warum ist im Osten die AfD so stark, im Westen aber eher schwach?

Der Mensch ist keine Maschine. Menschen, die im Sozialismus der „DDR“ aufgewachsen sind, können „kapitalistischer“ sein, als jeder Wessi, wie ich persönlich immer wieder gesehen habe. Knallhart im Geschäftsleben und im Beruf, extrem geschäftstüchtig. Gleichzeitig findet man aber auch Leute, die brave Stammwähler der SED („Die Linke“) geblieben sind, der „DDR“ nostalgisch nachtrauern und die alten „sozialistischen Werte“ hochhalten. Es ist so ähnlich, wie in der individuellen Panzerstruktur: die einen wuchsen in einer asozialen Alkoholikerfamilie auf, wurden vernachlässigt und mißhandelt, und werden doch zu gesunden, praktisch ungepanzerten Erwachsenen, während die anderen unter denkbar besten Voraussetzungen rührend umhegt in einer intakten Familie aufgewachsen sind, vielleicht sogar in einer orgonomisch orientierten, und doch zu neurotischen Wracks werden. Da der Mensch keine Maschine ist, ist seine Entwicklung unvorhersehbar.

Der Mensch ist eine Maschine! Das kann man in Labors von psychologischen Instituten nachweisen, wo sich etwa messen läßt, daß Männer durch zwei richtig angeordnete Punkte und einen vertikalen kurzen Strich auf einem weißen Blatt Papier sexuell erregt werden. Wir reagieren auf primitivste Schlüsselreize genauso wie Insekten oder Amöben. Nichts anderes als Biomaschinen! Entsprechend sind wir fast beliebig manipulierbar. Beispielsweise wurden wir im Westen seit 60 Jahren im Sinne des pestilenten Charakters Herbert Marcuses flächendeckend beeinflußt und das seit den ersten Stunden unseres Lebens (Schule, Universität, Kultur, Werbung, „Wissenschaft“, Politik, Alltagsästhetik, Medien). Der Kult der Minderheiten und des Perversen und vor allem alles Außereuropäischen, die Gängelung der Sprache und eine generelle Umwertung aller Werte der autoritären Gesellschaft, Multikulti und Gendermainstreaming. In einem solchen Umfeld, d.h. unter Biorobotern, die derartig programmiert wurden, kann es passieren, daß Leute einen Weihnachtsamrkt besuchen, der zu einem Hochsicherheitstrakt wurde, und trotzdem nicht auf die Idee verfallen, die AfD zu wählen. Im Westen gehen der Selbsthaß, die Selbstverachtung und Selbstekel bis zur Selbstvernichtung:

Anders sah es in der „DDR“ aus. Hier haben die kommunistischen Verschwörer alles getan, damit der zersetzende Dreck eines Herbert Marcuse nicht über die Mauer schwappte. Es wurde alles getan, daß die Menschen sich mit dem Staat, der Nation, dem Volk identifizierten, die Sprache wurde (im Rahmen der kommunistischen Ideologie) funktionsfähig gehalten und generell der Dekadenz Paroli geboten. (Ähnliches läßt sich über Rußlanddeutsche sagen.) Dergestalt haben wir die paradoxe Situation, daß unter den Kommunisten mehr konservativ strukturierte Menschen aufgewachsen sind, während im freien Westen das rote Gesindel, zu einem Gutteil KINDERFICKER, die Freiheit hatte, jene Seelenkrüppel heranzuzüchten, Pack, die letzte Mischpoke, das heute Die Grünen und eine zwielichtige Organisation wie die SPD in die Parlamente wählt.

Eine Ironie der Geschichte, daß nun ausgerechnet die ehemaligen Bürger der „DDR“ die einzige Kraft sind, die unser Vaterland noch retten können!

Da der Mensch keine Maschine ist, kann man sein Verhalten unmöglich genau voraussagen, aber immerhin gelingt das mit den Verhaltenstendenzen der überwiegenden Mehrheit von größeren Gruppen. Das ist der Bereich der Charakterologie. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitigen die und die Erziehungsarten die und die Charaktere, wie von Wilhelm Reich und Elsworth F. Baker beschrieben.

Hier die klassische Aufstellung des soziopolitischen Spektrums nach Elsworth F. Baker:

Während sich auf der rechten Seite des Spektrums seit Baker nichts geändert hat, sehen die Orgonomen die linke Seite heute etwas anders. Der Sozialist hat mit dem pseudoliberalen „modernen Liberalen“ sozusagen den Platz getauscht. Der Sozialist träumt von „wirklicher Gerechtigkeit“, d.h. das abstrakte Versprechen des Liberalismus nach „Freiheit“ soll auch gesellschaftlich durchgesetzt werden. Die wirtschaftlichen Ursachen der Ungleichheit sollen bekämpft und damit erst die materiellen Voraussetzungen für die Freiheit geschaffen werden. Das ist klassisches sozialdemokratisches Gedankengut. Der pseudoliberale „moderne Liberale“ ist hingegen alles andere als nur ein „konsequenter Liberaler“, sondern der Todfeind jeden Liberalismus. Er ist die Verkörperung der extrem illiberalen „political correctness“, sozusagen die bildungsbürgerliche Variante des mörderischen Kommunisten. Er geht über Leichen. Wenn es seinen Zielen entgegenkommt, sollen die Massen ruhig leiden, hungern und verrecken!

Gehen wir von der Mitte nach rechts:

Da haben wir zunächst den Konservativen, wie er uns beispielsweise im größten deutschen politischen Blog, Politically Incorrect, entgegentritt.

Extrem Konservatives findet sich auf nationalistisch-völkischen Seiten, etwa von Burschenschaften.

Reaktionäres findet sich etwa bei fundamentalistischen Katholiken, nichts als moralinsaurer Haß.

Wie es aussieht, wenn der pure Obskurantismus bei „deutschen Patrioten“ durchbricht zeigt sich bei Neoheiden und „Reichsdeutschen“.

Reich hat das alles in seiner Massenpsychologie des Faschismus eingehend analysiert.

Nun von der Mitte nach links:

Ein ehrlicher, konsequenter klassischer Liberalismus findet sich auf Die Achse des Guten.

Typisch für diese Denkungsart ist ein Faible für das urbane Leben, den „Kosmopolitismus“ und ein Hang zu einer mechanistischen Lebensanschauung („Skeptizismus“).

Den Weg weiter nach links brauchen wir hier nicht zu verfolgen, weil heutzutage praktisch alle Medien und alle Parteien eine sozialistische Gesinnung vertreten. Die Volksparteien sind durch und durch sozialistisch geprägt. Die sogenannten „Grünen“ und Die Linke sind nichts weiter als Emotionelle Pest links vom Sozialismus. Ich werde mich hüten, diesen apokalyptischen Abschaum hier auch noch zu verlinken!

Die von Baker eingeführte Betrachtungsweise wird zweifelhaft, weil sie offensichtlich nur für die einigermaßen stabile autoritäre Gesellschaft vor den 1960er Jahren gilt. (Baker formulierte seine sozio-politischen Gedanken Anfang der 1960er Jahre.) Mit dem Zerfall hin zu einer antiautoritären Gesellschaft kam es zu absurden Verwerfungen, die das Konzept eines „sozio-politischen Spektrums“ scheinbar ad absurdum führen. Man denke nur einmal an die Grünen, wo man anfangs nicht so recht wußte, ob nun Heinrich Himmler oder Stalin auferstehen würden.

Ich kann mich sehr gut an eine der ersten Sendungen mit „Ekel Alfred“ und seinem linken Schwiegersohn erinnern, wo der „Nazi“ Alfred erzreaktionäre ökologische Thesen vertrat und gegen die Kernkraft wetterte, während sein fortschrittsoptimistischer sozialdemokratischer Schwiegersohn souverän die moderne Lebensmittelindustrie, Atomkraftwerke, etc. als Garant des Fortschritts pries und gegen den reaktionären Wurzelsepp Alfred verteidigte. Das neo-Leninistische Konzept Herbert Marcuses hat es fertiggebracht, diese zwar gepanzerte, aber immerhin vorhersehbare Welt zu kippen. Da der technische Fortschritt nicht mehr gegen, sondern im Widerspruch zu Marx‘ Vorhersage für den Kapitalismus arbeite, müsse, frei nach Lenins Devise „Je schlechter, desto besser!“, das Wirtschaftsgetriebe mit „ökologischen“ Forderungen zerstört werden. Je mystischer, fortschrittsfeindlicher, von irrationalen Ängsten getriebener und „bekloppter“ die Massen werden, desto besser!

Die Spaltung der Partei Die Linke in Ost und West (Teil 1)

22. Dezember 2025

Die seit Jahrzehnten anhaltende Spannung zwischen Ost und West innerhalb der Partei Die Linke, die wie ein Damoklesschwert über der Partei hängt, Gregor Gysi sprach einst sogar von Haß, als er die Zustände in der Bundestagsfraktion beschrieb, ist ein Paradebeispiel für die bio-soziologische Charakterologie.

Grob gesagt haben wir es in den neuen Bundesländern mit einer (im übrigen hoffnungslos überalterten) Volkspartei zu tun, die aus einem sozialen Milieu hervorgegangen ist, das nach dem Krieg einem ganzen Land aufgezwungen worden war. Die „DDR“ war offiziell „realsozialistisch“, doch die Menschen, die zufällig auf dem Hoheitsgebiet der „DDR“ lebten, repräsentierten zu einem Gutteil alles andere als eine „sozialistische Charakterstruktur“. Das durchschnittliche SED-Mitglied und sogar (vielleicht sogar erst recht!) Mitglieder der Stasi waren von ihrer Charakterstruktur und den damit einhergehenden alltäglichen Wertvorstellungen vielleicht sogar eher konservativ. Ideologisch mögen sie von „der Sache“ zwar überzeugt gewesen sein und diese „Gesinnung“ auch über die Wende hinaus gerettet und ihren Kindern vermittelt haben, aber charakterstrukturell ähnelten und ähneln sie eher dem rechten SPD-Wähler (wenn es das heute überhaupt noch gibt!) und sogar dem durchschnittlichen CDU-Wähler in Westdeutschland.

Ganz anders sieht die Sache bei den Mitgliedern von Die Linke in Westdeutschland aus. Hier finden wir fast durchweg Leute, die aus rein charakterologischen Gründen zu Die Linke gefunden haben. Es sind von ihrer Charakterstruktur her Kommunisten. Hier treffen in ein und derselben Partei soziopolitische Charakterstrukturen aufeinander, die wie Materie und Antimaterie aufeinander reagieren. Die einen wurden in „sozialistische Zusammenhänge“ hineingeboren, aus denen sie sich langsam wieder lösen, die anderen wollen sich jedoch aus „bürgerlichen Zusammenhängen“ befreien und „Fundamentalopposition“ betreiben. Die einen streben letztendlich die Stärkung der bürgerlichen Demokratie an, die immer einen starken linken Flügel braucht, während die Agenda der westdeutschen Sektierer letztendlich die Zerstörung dieses „Ausbeutersystems“ ist.

Zugespitzt könnte man sagen, daß es den ersteren darum geht, die Nachwirkungen des Roten Faschismus zu bewältigen, der ihrer Charakterstruktur an sich fremd ist. Den letzteren geht es ganz im Gegenteil darum, in Befolgung ihres „charakter-strukturellen Zwangs“ ein neues rotfaschistisches System zu errichten, d.h. anderen aufzuzwingen.

Hier die Roten Faschisten Westdeutschlands von vor 15 Jahren. Eine Sozial-„Wissenschaftlerin“, eine Gymnasiallehrerin (sic!), eine promovierte Sozialarbeiterin, eine Lehrerin (sic!)… Heute dominieren sie das politische System bis weit in die CDU hinein, so daß Die Linke an sich überflüssig ist:

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 11)

2. Oktober 2025

Es sperrt sich alles in einem, den Rassismus in den Südstaaten der USA oder die zeitweise Internierung von Japanern insbesondere an der Westküste in irgendeiner Weise mit Deutschlands „Judenpolitik“ in Verbindung zu bringen. Auch wenn die Nürnberger Gesetze, d.h. die „Rassentrennung“, durch das entsprechende amerikanische Recht inspiriert war und trotz der Tatsache, daß die Nazis die Juden als „Alien Enemies“ betrachteten… Aber es mutet schon etwas merkwürdig an, wenn es überall in den USA Holocaust-Museen gibt, aber keine über den Genozid an den Indianern; daß in den öffentlichen Schulen Anne Frank und Elie Wiesel gelesen werden, aber die Tragödie der amerikanischen Ureinwohner kaum Erwähnung findet.

Ich mag Amerika sehr, aber die bloße Existenz dieses Volkes basiert historisch auf der Verdrängung, teilweise sogar Ausrottung der Indianer. Und der Reichtum der meisten europäischen Staaten beruht auf ihrer Vergangenheit als Kolonialisten, wurzelt in der imperialistischen Kriegsführung und der Unterdrückung von indigenen ethnischen Gruppen, die über Jahrhunderte als „rassisch minderwertig“ galten und als solche behandelt wurden. Während Deutschland bis 1884 nicht eine einzige Kolonie in seiner Geschichte hatte! Sogar Südafrika, das zu den „Siegern des Zweiten Weltkrieges“ gehörte, fühlte sich bemüßigt, moralische Bedenken über den Rassismus gegen die Juden in Deutschland zum Ausdruck zu bringen, – während die gleichen Südafrikaner bis 1994 an ihrer Apartheid festhielten!

Noch mehr als in Nazi-Deutschland war explizit die ganze soziale Hierarchie im britischen Empire im Rassismus und dem Glauben an eine Herrenrasse „höherer Geburt“ verwurzelt. Wenn du als Sohn eines armen Arbeiters in den Docks von Liverpool geboren wurdest, bliebst du lebenslang Mitglied der Arbeiterklasse. Wenn du als erster Sohn eines Lords geboren wurdest, wurdest du nur durch deine Geburt für den Rest deines Lebens zu einem faulen und dekadenten Edelmann – mit 50 persönlichen Dienern, 5 Häusern, großen Ländereien und einem Einkommen, das zigtausendfach über dem eines Liverpooler Dockarbeiters lag. Die Lordschaften hatten es nicht nötig zu arbeiten und konnten ihre Lebenszeit mit Fuchsjagden, Billard und Poker in ihrem anspruchsvollen „Gentlemen´s Club“ verbringen und ihre Butler herumkommandieren. Darüber hinaus erhielten sie automatisch einen Sitz im House of Lords und konnten das Schicksal der Nation mitbestimmen.

Im London des viktorianischen Zeitalters, der reichsten Stadt der Welt, gab es umfangreiche Slums, wo Hunderttausende auf engstem Raum zusammengepfercht lebten und an Unterernährung und Kälte starben. Das Trinkwasser war mit Cholera verseucht. Um 1880 hatte London 200 000 registrierte Prostituierte (plus eine noch höhere Anzahl, die nicht registriert waren). Die meisten von ihnen litten an Syphilis, darunter viele Kinderprostituierte, die für die Spezialwünsche pädophiler „Gentlemen“ zur Verfügung standen. Viertel wie Limehouse oder Whitechapel im East End waren vergleichbar mit Calcutta in den 1960er Jahren. Es gab Wohnhäuser, in denen 20 Arme sich ein Zimmer teilen mußten. Diese Häuser gehörten den gleichen Gentlemen, die auch die Fabriken besaßen, in denen diese Armen arbeiteten. Sie arbeiteten manchmal 16 Stunden am Tag für einen Hungerlohn, und vielleicht war nach zwei Jahre ihr Organismus von den Giften in der Fabrik unrettbar zerstört.

Fairerweise muß man aber auch sagen, daß die berühmteste Beschreibung dieser Zustände, Engels‘ aufwühlendes Buch Die Lage der arbeitenden Klasse in England, größtenteils auf offiziellen Parlamentsunterlagen beruhte und daß man ständig darum bemüht war, die gröbsten Ungerechtigkeiten abzustellen. Das größte Übel Englands war sein, fast schon an das indische Kastensystem erinnerndes, starres Klassengefüge, das einen Aufstieg fast unmöglich machte und dekadentes, teilweise schlichtweg debiles Gesindel oben hielt. Davon lebt noch heute ein Gutteil der englischen Comedy. Es wirkt nach, etwa wenn sich Mitglieder der Arbeiterklasse gegen das Oberschichtenprojekt des Multikulturalismus wehren: sie werden von der linken Oberschicht sofort als primitives „Nazipack“ abqualifiziert. Als Neandertaler! Als Untermenschen!

In der englischen Sprache kann man sofort erkennen, welcher sozialen Klasse der Sprecher angehört: ob er ein „Edelmensch“ mit Oxford English („Posh“) oder nur ein Proletarier mit Cockney English ist. Das ganze Selbstverständnis des britischen Empire beruhte jahrhundertelang auf diesem hereditären und rassisch gebundenen Herrenmenschentum. Man war der Überzeugung, daß aufgrund seiner Geburt und seines „Blutes“ ein britischer Gentleman besser war als alle anderen Menschen auf der Welt, und daß England daher das Recht habe, andere Völker zu führen und auszunutzen. Genau deshalb bewunderten und verehrten die Nazieliten, allen voran Hitler selbst, die Engländer so sehr.

Woher das kurz umrissene Elend in dieser Gesellschaft, die die Nazis so sehr bewunderten? Das, was England groß gemacht hatte, seine Kolonien, hat es auch zerstört, denn durch die gesicherten Absatzmärkte für minderwertige Waren und durch die Einfuhr spottbilliger Rohstoffe wurden zwar die Reichen immer reicher, aber die englische Wirtschaft selbst mußte dabei logischerweise immer mehr auf sozusagen „Dritte-Welt-Niveau“ absinken. Ernsthafte Konkurrenz war praktisch ausgeschaltet, und die Fabriken konnten minderwertigen Ramsch produzieren, der von unterqualifizierten und unterbezahlten Arbeitern produziert werden konnte. Zumal eine Binnennachfrage durch eine einigermaßen materiell abgesicherte Arbeiterschaft dank der Kolonien so gut wie bedeutungslos war. Das war auch der Grund, warum England die aufstrebende Industrienation Deutschland mit einem absoluten Vernichtungswillen verfolgte: langfristig war England für die Deutschen keine Konkurrenz!

England war von der Kaiserzeit bis heute immer wesentlich ärmer und in jeder Beziehung rückständiger als Deutschland. Das konnte man etwa daran sehen, daß die „DDR“ nie Probleme hatte, England als Referenz zu nehmen, wenn es darum ging, das eigene Land mit einem westlichen Land zu vergleichen, insbesondere in Fernsehberichten und sogar bei den wenigen Reisen ins „westliche Ausland“. Bei Westdeutschland wäre der Kontrast zu groß gewesen, bei England fiel er kaum ins Gewicht. Margaret Thatcher wird vorgeworfen, sie habe England „deindustrialisiert“, dabei hat sie nur das Unvermeidliche beschleunigt, denn Englands Industrie war Schrott! Oder man nehme proletarische Protestbewegungen wie die Skins, die Mods und die Punks. Eine Figur wie Johnny Rotten wäre in Deutschland in den 1970er Jahren gar nicht möglich gewesen, weil es keine Elendsquartiere und krassen Klassenunterschiede wie in England gab – und das trotz der totalen Vernichtung im Weltkrieg und des Millionenheers der Umsiedler! Man schaue sich mal an, wo vermeintliche „Punker“ wie die groteske Figur Campino oder Die Ärzte aufgewachsen sind!

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, daß England als ausschließlich „gut“ und Deutschland als ausschließlich „böse“ dargestellt wird. Ein noch größerer Treppenwitz ist es, daß der idiotische Englandanbeter Hitler ein ähnliches Kolonialreich für Deutschland ersehnte.

Selbst Autarkie ist zerstörerisch genug. Man nehme doch nur die USA, die tatsächlich so gut wie autark sind – und in weiten Teilen ein Entwicklungsland. Welcher normale Mensch kauft schon amerikanische Produkte, etwa amerikanische Kühlschränke oder amerikanische Fernseher? Nur der kapitalistische Weltmarkt, dem Deutschland von Anfang an vollkommen ungeschützt ausgesetzt war, garantiert langfristig Wohlstand und ein hohes Lebensniveau aller Bevölkerungsschichten. Rechte und linke Spinner werden das nie verstehen, um Deutschland „zu retten“.

Wie bereits in Teil 6 angedeutet, war Englands ganzes Kolonialsystem vollkommen irrational und kontraproduktiv: es war nichts anderes als Emotionelle Pest – und genau diese Emotionelle Pest richtete England auf Deutschland, das aus englischer Sicht „sterben muß, damit England leben kann“. Aber kein deutscher Geschichtslehrer wird sich jemals trauen, das seinen Schülern zu erklären!

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 9)

28. September 2025

Daß die Juden in den 1930er Jahren keine Freunde (und erst recht keine Macht) hatten, wird im Zusammenhang mit der internationalen Konferenz von Évian-les-Bains, Frankreich, 1938 evident, die als sehr wichtig, wenn nicht entscheidend für das spätere Schicksal der deutschen Juden betrachtet werden kann. Wie es bei Wikipedia zu Recht heißt, war das Ergebnis der ganzen Konferenz eine „moralische Katastrophe“ für die westlichen Demokratien, da sich viele Länder schlichtweg weigerten (mehr) Juden aufzunehmen.

Hitler tat zunächst alles, um die Juden aus Deutschland zu vertreiben, indem er ihnen das Leben unerträglich machte. Nur leider konnten die Juden nirgendwo hin. Mit Beginn des Krieges betrachtete Hitler die Juden als seine Geiseln, und die Ausreise wurde untersagt. Infolgedessen mußten die Juden die Erfolge der Alliierten mit ihrem Leben bezahlen. Keine andere Menschengruppe war jemals dermaßen verraten und verkauft – und das mitten im 20. Jahrhundert!

Aus Verbitterung darüber, daß die verfolgten deutschen Juden von der internationalen Staatengemeinschaft schmählich im Stich gelassen wurden, hatte der jüdische Schriftsteller Stefan Lux bereits 1936 eine Sitzung des Völkerbundes in Genf gestürmt, um sich vor dem versammelten Auditorium eine Kugel durch den Kopf zu schießen. Übrigens wird dieser Vorfall anschaulich dargestellt in der Eingangsszene des preisgekrönten Spielfilms Der Stellvertreter, der schwerpunktmäßig von dem bemerkenswerten SS-Mann Kurt Gerstein (und der mangelnden Unterstützung des Vatikans für sein Engagement gegen den Holocaust) handelt.

Historiker haben genug Beweise für die Tatsache gesammelt, daß die Alliierten von Anfang an über den Holocaust Bescheid wußten und sich durchaus bewußt waren, was geschah und wo es geschah. Als die Massenvernichtung in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges erst richtig begann, hatten die amerikanische und die britische Luftwaffe die absolute Lufthoheit über Deutschland und viele von der Wehrmacht besetzte Länder, so daß ihnen die Juden-Deportationen nicht verborgen bleiben konnten. Sie hatten Tausende von Fotos aus ihrer Luftaufklärung sowie zahllose Nachrichten von Agenten vor Ort. Hinzu kommt, daß Tausende deutscher Kommunisten regelmäßig nach Moskau berichteten und unzählige deutsche und polnische katholische Gemeindepfarrer den Vatikan informierten. Aber obwohl den Alliierten die Vorgänge bis ins Detail bekannt waren, warfen sie nie auch nur eine einzige Bombe auf irgendein Konzentrationslager oder auf die Schienen, die zu ihnen führten!

Göring hat sich als Chef der Deutschen Luftwaffe immer darüber beklagt, daß die Angloamerikaner aufgrund der hochentwickelten Technologien in ihren Flugzeugen „ein Ei in einem deutschen Bahnhof treffen“ könnten – aber zur gleichen Zeit waren sie offensichtlich nicht in der Lage (oder nicht willens?), ein Konzentrationslager, das viel größer als beispielsweise ein Fußballstadion ist, zu bombardieren! Ist es nicht erstaunlich, daß über Jahre hinweg die Alliierten kaum einen Finger krümmten, um dem Holocaust Einhalt zu gebieten?

Zynischerweise galt unter SS-Männern die Arbeit als Wärter in einem Konzentrationslager als „der ungefährlichste Job auf Erden“, denn während sogar die Zivilisten (einschließlich Frauen und Kindern) in den Wohnvierteln der deutschen Städte tagtäglich dem „Moral Bombing“ der Alliierten ausgesetzt waren, wurde kein KZ je bombardiert. Etwas zugespitzt kann man sagen, daß die Eisenbahnlinien in die Vernichtungslager die einzigen Verkehrswege waren, die bis zum Ende des Krieges nie bombardiert wurden, obwohl doch Millionen von todgeweihten Juden auf ihnen Tag und Nacht transportiert wurden!

Der ganze Komplex wird durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung nochmal scharf beleuchtet.

Man könnte spekulieren, ob es einen klandestinen Konsens (bzw. eine emotionale Verschwörung im Sinne Reichs) gab, wonach die Alliierten nichts unternehmen würden, um die Schoah zu stören, – um dann nach dem Krieg elegant die moralische Schuld ganz alleine den Deutschen zuschieben zu können. In diesem Zusammenhang denke ich auch an einflußreiche Amerikaner wie den Unternehmer Henry Ford, der ein glühender Antisemit war und Hitler finanziell förderte, wo er nur konnte. Man kann davon ausgehen, daß Amerikaner wie er und seine Anhänger eine untergründige Sympathie mit der „Endlösung“ des Problems der notorischen, in Fords Worten, „Revolutionsmacher“ und „Weltbolschewisten“ hegten. (Das ist mit der heutigen untergründigen Einstellung gegenüber Israel vergleichbar: wäre das Problem erledigt, wäre endlich Ruhe…)

Daß diese Vermutung alles andere als abwegig ist, hat Edwin Black in seinem Buch Nazi Nexus: America’s Corporate Connection’s to Hitler’s Holocaust gezeigt. Ford war 1920 auf eine „Mitschrift“ der angeblichen „Protokolle der Weisen von Zion“ gestoßen und veröffentlichte sie zunächst in einer 91-teiligen Serie in einer Tageszeitung, die er extra zu diesem Zweck gekauft hatte, um sie dann als Buch, The International Jew, in einer Auflage von 500 000 Stück herauszubringen und als Postwurfsendung überall im Land zu verteilen. Ein Jahr später, Anfang 1921, erschien das Buch in Deutschland und war sofort ein großer Erfolg. Ford wurde Hitlers Held, der entscheidend dessen „Weltanschauung“ prägte.

Auch ansonsten wurde Hitler von amerikanischem Denken geprägt. Die Carnegie Institution hatte seit 1911 im Namen der „wissenschaftlichen Eugenik“ Abermillionen das Recht zum Leben abgesprochen. Sie sollten der „nordischen Rasse“ Platz machen. Alle sozialen Übel seien genetisch bedingt, und entsprechend sollten „minderwertigen“ Blutlinien“, etwa 90 Prozent der Menschheit, ein Ende gesetzt werden. Zu den Plänen gehörten Sterilisationsprogramme, Konzentrationslager und Gaskammern (sic!).

Diverse eugenische Maßnahmen wurden in den Gesetzesbüchern von 27 Bundesstaaten der USA verankert. Insgesamt wurden etwa 60 000 Personen zwangssterilisiert, andere wurden interniert, ihre Ehen für ungültig erklärt, oder sie wurden sogar mittels medizinischer Vernachlässigung ermordet. Die Carnegie Institution in Zusammenarbeit mit der Rockefeller Foundation exportierte dieses Gedankengut, einschließlich der Idee, daß die Juden eliminiert werden müßten, mit Millionenaufwand an die Universitäten der Weimarer Republik.

Selbst Hitler studierte während seiner Festungshaft die amerikanische Eugenik und pries in Mein Kampf die Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht als Vorbild für Deutschland. Hitler schrieb Madison Grant, der Führungsfigur der amerikanischen Eugenik, einen Brief, in dem er dessen Schriften als „meine Bibel“ bezeichnete. Der Leiter der American Eugenics Society, Leon Whitney, lobte umgekehrt später die Politik des Dritten Reichs, das das in die Tat umsetze, von dem die amerikanischen Eugeniker nur träumen könnten. Und natürlich wurden die „Blitzkriege“ und der Holocaust selbst nur durch amerikanische Technologie, insbesondere von General Motors und IBM möglich.

Bei den Nürnberger Prozessen wurden viele deutsche Ärzte und Krankenschwestern für Dinge zum Tode oder zu hohen Haftstrafen verurteilt, die die „Wissenschaft“ der westlichen Demokratien vorher propagiert hatten. Die „Euthanasie“ von „minderwertigen“ oder chronisch kranken Menschen wurde bereits 1883 von dem renommierten britischen Wissenschaftler Francis Galton in der Zeitschrift National Eugenics gefordert. In der Folgezeit hatte es reichlich nicht-deutsche (europäische und vor allem amerikanische) Wissenschaftler und Politiker gegeben, die verlangten, daß Millionen von schwachen und kranken Bürgern ihrer Nationen ausgerottet werden; wegen der „Rassenhygiene“, aus wirtschaftlichen Gründen oder als „Gnadenakt“. Im Grunde begann die Geschichte der USA mit der weitgehenden Ausrottung, „Umsiedlung“ und Lagerhaltung – „Reservate“ – der Indigenen, die als heidnisch und rassisch minderwertig betrachtet wurden; Indianer haben auch erst spät die Staatsbürgerrechte der USA erhalten.

Euthanasie von geistig Kranken wurde in vielen Ländern, einschließlich den USA, konzipiert und praktiziert (und natürlich auf Massenbasis in der Sowjetunion), bevor die deutschen Nationalsozialisten es taten – aber diese Beweise wurden von den Alliierten unterdrückt und bei den Nürnberger Prozessen nicht als Beweismittel zugelassen, so daß es so erscheinen mußte und sollte, als ob nur die deutschen Faschisten solch eine barbarische Idee entwickeln konnten. Siehe in diesem Zusammenhang auch:

Das Konzept einer „Endlösung“, die als das typische Beispiel für das „barbarische Deutschland“ betrachtet wird, wurde von dem renommierten amerikanischen Harvard-Professor Charles Davenport und dem Chirurgen William Mayo („Mayo Clinic“) eingeführt, Jahrzehnte bevor die deutschen Nazis diese Idee aufgriffen. Unter US-Wissenschaftlern war es vor 100 Jahren weithin anerkannt, daß weiße „Kaukasier“ europäischer Herkunft als die „Herrenrasse“ zu gelten hatten, während Juden und die geistig oder genetisch Kranken getötet und alle Schwarzen (die als Zwischenglied zwischen Tier und Mensch galten) nach Afrika zurückdeportiert werden sollten. Diese „wissenschaftlich“ verbrämte Emotionelle Pest, deren antisexuelle Kernsubstanz jedem Unvoreingenommenen sofort ins Auge springt, war also nicht auf die „bösen Deutschen“ beschränkt, sondern sie war de facto auch bei den anderen Nationen der Welt weitverbreitet.

Es war der Hexenwahn des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, daß der Hexenwahn zu Beginn der Neuzeit ebenfalls von den damaligen „Wissenschaftlern“ getragen wurde! Und – nicht nur Reichs soziologische Arbeiten in den 1930er Jahren, sondern gerade auch seine Laborarbeit zur „Lebensforschung“ war eine bewußte Antwort auf die Nazi-Barbarei: Reich wollte der lebensfeindlichen Nekrologie seiner Zeit eine wahrhaftige Biologie entgegensetzen. Heute tobt sich diese Nazipest im Transhumanismus aus.

Das Gewebe der Arbeitsdemokratie zerreißt und die losen Fasern werden zu deinen Gängelbändern

19. August 2025

Die Arbeitsdemokratie ist Liebe, Arbeit und Wissen, sie wird gegenwärtig durch die Emotionelle Pest, an ihrer Spitze Modju Melanor (BlackRock) Merz, frontal und auf allen drei Ebenen angegriffen.

Stichwort Liebe: Seit Einführung des jedwede Arbeitsqualität zerstörenden „Qualitätsmanagements“ und jeder Menge von anderen „Modulen“, an die sich jeder Arbeitende streng zu halten hat, ist das informelle Vertrauensband zwischen den einzelnen Mitarbeitern in den Firmen, das zwischen Angestellten und ihren Abteilungsleitern, das zwischen den verschiedenen Produktions-, Management- und Marketingebenen zerrissen. An die Stelle von „blindem Vertrauen“ ist das Leninistische „Kontrolle ist besser!“ getreten. Das wirkt sich auch auf das Verhältnis der Firma zu Lieferanten, Dienstleistern und Kunden aus. Wer heutzutage noch den „kleinen Dienstweg“ beschreitet („Wir kennen uns. Das regeln wir unbürokratisch.“), also das, was früher die deutsche Wirtschaft, trotz des zu absurden Regeln geronnenen allgemeinen pestilenten Wahnsinns, am Leben hielt, – wird heute zum Chef gerufen und zur Sau gemacht. Eigeninitiative und persönlicher Kontakt behindere die Planwirtschaft! Wobei kurioserweise gerade das, die Restbestände der Arbeitsdemokratie, die Planwirtschaft in der „DDR“ über Jahrzehnte am Leben hielt und bis heute das Zusammengehörigkeitsgefühl der „Ossis“ prägt. Wir zerstören das und machen die Arbeitnehmer zu bloßen voneinander isolierten Arbeitsbienen, die schon morgen durch KI und Roboter ersetzt werden können.

Stichwort Arbeit: Seit dem 19. Jahrhundert hat das dezentrale Kreditwesen, die deutsche Wirtschaft am Leben gehalten und das Land mit einem lebendigen Gewebe von Produzenten überzogen. Überall gab es kleine Geldinstitute, Banken, Sparkassen etc. die über den persönlichen Kontakt und wegen der Persönlichkeit und Überzeugungskunst von Tüftlern, Erfindern oder einfach nur von Leuten, „die anpacken wollten“, diesen das notwendige Geldkapital für wirtschaftliche Aktivitäten bereitstellten. Über Jahrzehnte hatte sich eine Schicht von Experten ausgebildet, die einfach durch die angesammelte Erfahrung, Menschenkenntnis und ihr Eingebundensein in das lokale Gemeinschaftsleben genau abschätzen konnten, wem man vertrauensvoll das Geld der Sparer anvertrauen konnte und wem lieber nicht. Teilweise wurden so auch Sachen finanziert, deren schließlicher Erfolg jeden Außenstehenden überraschte, während andere Dinge, die gegenwärtig in einer Pleite nach der anderen münden, nie und nimmer das Licht der Welt erblickt hätten. Heute wird das Kreditwesen europaweit zentralisiert, kleine Kreditinstitute zerschlagen und die besagte mittlerweile jahrhundertealte Expertise der Kreditvergabe systematisch zerstört und durch „Algorithmen“ ersetzt, die nichts weiter sind als die zu Computerprogrammen kristallisierte Emotionelle Pest. Am Ende steht eine Sklavenhaltergesellschaft ohne Mittelschicht, schlimmer als das imperiale Rom!

Stichwort Wissen: Die Tagesschau ist schlimmer als die einstige Aktuelle Kamera. Der Tatort ist nur noch Agitprop. An den Schulen und Universitäten wird nur noch vollkommener Unsinn gelehrt, wobei selbst die MINT-Fächer sich etwa auf die „Klimakatastrophe“ konzentrieren müssen, wenn sie denn weiterhin finanziert werden wollen. Statt sich an der objektiven Realität zu orientieren, haben sie sich gefälligst ans „Narrativ“ zu halten. Schon in den Kinderkrippen wird den Kleinen das kritische Hinterfragen ausgetrieben und am Ende stehen die heutigen trans Zombies mit einer gebleichten Einheitspersönlichkeit und einer tumben Einheitsmeinung, die nur ein einziges Ziel haben: Teil des Staates zu werden oder, noch besser, einer staatlichen Nichtregierungsorganisation. Die ältere Generation ist kaum besser: man rede mal mit einer „Oma gegen rechts“, die Jahrzehntelang heute geschaut und Bertelsmann-Printmedien konsumiert hat! Die Menschen in der „DDR“ wußten, selbst wenn sie keine Westmedien schauen konnten, daß sie belogen werden, während die heutigen „Demokraten“ wirklich den durchsichtigsten Unsinn mit einem „antifaschistischen“ Fanatismus nachplappern, der sprachlos macht und dich ständig in einem abgeschmackten Zombie-Film versetzt. Mit solchen seelenlosen Hüllen Wahlen abzuhalten, ist an abgeschmackter Sinnlosigkeit nicht zu überbieten.

Praktisches Beispiel: Bis in die 1980er Jahre hinein wurde in den Lebensmittelabteilungen der großen Kaufhäuser der Inhalt der Regale (natürlich innerhalb der Grenzen des grob vorgegebenen Sortiments) von den angelernten Verkäuferinnen in Zusammenarbeit mit den durchgehend männlichen Vertretern der Lieferfirmen vor Ort noch weitgehend selbst bestimmt, natürlich auch in Rücksprache mit den Kunden im Geschäft. Man kannte sich seit Jahren, es kam zu persönlichen Gesprächen, es wurde geflirtet und harmlos rumgeschäkert bis sich die Balken bogen, gelacht und geklönt, Werbegeschenke wurden überreicht und man tauschte sich darüber aus, „was ging“ und was nicht. Wer sollte besser wissen, wenn nicht die Verkäuferinnen und ihre Familien beispielsweise welche Soßen schmeckten und welche nicht! Die Arbeitsatmosphäre war gut, da man ständig Freunde besuchte bzw. von diesen besucht wurde, der Warenfluß folgte einem persönlichen Vertrauensverhältnis und die Expertise wuchs vor Ort und kam vor Ort zur unmittelbaren Wirkung. Der Informationsfluß ging nicht nur nach unten, sondern vor allem auch nach oben. Das änderte sich durch eine zunehmende Amerikanisierung. Die Bestellungen erfolgten nur noch zentral, die Werbegeschenke blieben aus, da die Lieferanten und die Verkäuferinnen austauschbar wurden. Das Sortiment wurde bis ins kleinste Detail bundeseinheitlich „angebotsorientiert“, d.h. die Verbraucher sollten dressiert werden, und inzwischen könnten sämtliche Menschen in diesem Getriebe durch Roboter ausgetauscht werden. Was bleibt, sind Fahrer, die lustlos und zunehmend nachlässig ihre Strecken abklappern, und übellaunige Verkäuferinnen, die ständig ihre dröge Existenz verfluchen und nur noch Mist bauen.

Das gemeinsame Funktionsprinzip von all dem ist, daß die bioenergetische Spannung des Zusammenlebens (Liebe), die bioenergetische Spannung des Vertrauen auf eine zukünftige Arbeitsleistung (Kredit) und die bioenergetische Spannung des Selberdenkens („kritische Distanz“) verlorengeht und an ihre Stelle das „spannungslose“ Einheitsgewebe des wuchernden putriden Krebsgewebes „unserer Demokratie“ tritt.

Die drei Faktoren der 2020er Jahre

28. Juli 2025

Bei meiner heutigen Fahrradtour, übrigens in Winterkleidung, durch den reichen Grüngürtel im Norden Hamburgs ist mir aufgefallen, wie viele traumhaft gelegene Häuser zum Verkauf stehen. Die letzte prosperierende Generation in diesem dem Untergang geweihten Scheißloch von linksversifften Land stirbt weg. Ich fantasierte vor mich hin, wenn ich denn Geld hätte, wie schön es wäre ein solches Haus zu kaufen, – und schon stieg eine schier unbändige gleißende Wut in mir hoch. Diese Häuser kann man nicht kaufen, denn dieser Staat ist absolut unberechenbar. Das reicht von Heizung- und Energievorgaben über die Grundsteuer bis hin zu immer absurderen Auflagen etwa für die Müllentsorgung, das Abstellen des eigenen Autos etc.pp. „Unsere“ Demokratie sorgt dafür, daß das Individuum und kleine Firmen praktisch null Planungssicherheit haben. Und mit einiger Sicherheit wird bald in der Nähe ein Asylantenheim hingestellt, was das Haus vollkommen wertlos machen und ohnehin mein Leben in dieser vormaligen Idylle in eine scheiß Hölle verwandeln wird. Auf die Polizei kann man sich nicht mehr verlassen und die gesamte Infrastruktur nähert sich DDR-Verhältnissen. Die Steuern steigen ohne jedwede adäquate Gegenleistung. Und wenn du dich wehrst, bist du ein Feind „unserer“ Demokratie. Drei denkbar harmlose Worte („für“ „alles“, „D……land“) bringen dich in den Knast, während der Vergewaltiger deiner Tochter frei herumläuft und dich bedroht. Der Staat verkommt zu einer Institution des blanken Roten Terrors. Fast zu 100% organisiert von genau jener Klasse reicher Erben, die jetzt die Häuser ihrer Eltern und Großeltern verkaufen wollen. Und, ja, ich kenne den typischen einfach nur verachtenswerten Grünen und modernen Sozialdemokraten nur allzugut! Dieses gottverfluchte Parasitenpack kann mich nicht verarschen.

Von oben wurde der Gesellschaftsvertrag gekündigt, d.h. wir zahlen Steuern und erhalten als Gegenleistung einen Tritt in die Eier. Gleichzeitig wurde ab 2020 („Wir impfen euch alle!“) nicht nur das Gehirn jener, die so dumm waren, für ein Linsengericht bzw. eine Bratwurst ihr Erbrecht zu verscherbeln, mittels Lipidnanopartikel und modRNA irreparabel lobotomiert, so daß sie kaum noch unabhängig denken können. Hinzu kommt, daß sie durch „social distancing“ und „home office“ in die soziale Isolation getrieben wurden und die Gesellschaft endgültig atomisiert wurde, so daß von einer sich noch vielleicht noch wehren könnenden „Gesellschaft“ gar keine Rede mehr sein kann. Das Smartphone tat ein Übriges. Man fahre mit einem beliebigen öffentlichen Verkehrsmittel. Wirklich alle starren auf ihr Smartphone und keiner ist mehr wirklich da. Wenn irgendwas passiert, etwa ein Unfall, ist es, als würden die Menschen einen Film sehen. Sie zücken ihr Smartphone und filmen, wie jemand um sein Leben kämpft. Niemand kommt auf den Gedanken einzugreifen, denn das wäre, als würde man in das Geschehen eingreifen wollen, das sich auf einer Kinoleinwand oder einem Bildschirm ereignet. Schizoide Digitalzombies!

Nach der Zerstörung der Arbeitsfunktion und Herstellung kompletter Kontaktlosigkeit (in jeder Bedeutung des Wortes!) kommt als dritter Faktor die systematische Zerstörung der Genitalität hinzu. Fahre ich in eine andere Stadt, ist der ICE mit Regenbogenfarben geschmückt, ich betrete die Stadt über einen Regenbogenzebrastreifen, die Laternenmasten des Bahnhofsvorplatzes und der angrenzenden Straßen sind mit Regenbogenfolien umwickelt und vor jedem Geschäft prangt eine Regenbogenfahne. Habe ich gaaanz großes Pech, gerate ich in eine gigantische CSD-Parade, wo jeder sich dafür feiert, daß er ein ekelhafter sexuell degenerierter Perversling ist. Das alles scheint niemandem aufzufallen oder zu stören. Das ganze ist so unbeschreiblich und alle denkbaren Grenzen sprengend krank und schlichtweg beknackt! Es ist so, als würden wir alle ins Wasserwerk gehen und in unser Trinkwasser pissen, scheißen und kotzen und uns dann dafür gegenseitig feiern! Der Ursprung und Kern unserer Existenz wird verhöhnt, beschmutzt und zerstört und dabei die eine große Ursünde, der Stolz, der Luzifer zu einem gefallenen Engel machte, gefeiert. Und am Rande des Geschehens schmücken die sich vor Begeisterung gar nicht mehr einkriegenden Pfaffen in ihren Kirchen ihre Roben mit Regenbogenschals. Es ist, als wäre ich in einen surrealen unbeschreiblich abgefeimten und geschmacklosen apokalyptischen SciFi-Horrorfilm geraten.

Ergänzung zu: „Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 13)“: Die Orgonomie ist die größte Bedrohung für die Zukunft der Menschheit!

20. Mai 2025

Gestern legte ich alle Zukunftshoffnung auf die Orgonomie. Naja….

Was würde geschehen, könnte man wie von Zauberhand von einem Augenblick zum anderen bei allen Menschen die Panzerung beseitigen? Somatisch würden die Menschen tot zusammenbrechen, weil durch den plötzlichen Energiepusch beispielsweise überall Blutgefäße platzten. Die, die überleben, würden allesamt an schwersten Biopathien erkranken, weil an verschiedenen Körperstellen es in einer organismischen Panikreaktion zu extremer Abpanzerung käme. Man lese dazu Der Krebs, wo Reich unter anderem ausführt, daß infolge der sexuellen Befreiung seit Anfang des 20. Jahrhunderts, die Biopathierate gestiegen ist.

Auf psychologischem bzw. psychiatrischem Feld, würden praktisch alle Menschen, wenn nicht an einer Psychose, so doch an einem Anfall von extremer Kontaktlosigkeit leiden, weil sie infolge der frei fließenden Energie voller Angst „in den Augen weggehen“, d.h. es käme zu einer extremen Kontraktion des Augensegments. Dieses Überhandnehmen der Kontaktlosigkeit beobachten wir seit 1960 in zunehmendem Maße als direkte Folge der sexuellen Revolution.

Und schließlich würde sozial alles zusammenbrechen, weil die von der Panzerung befreiten Menschen sich plötzlich „selbst verwirklichen wollen“ und niemand mehr zur Arbeit geht: die Gesellschaft würde praktisch instantan kollabieren und die Hölle auf Erden losbrechen. Sehe dazu Reichs Buch Christusmord.

Das sind die drei Effekte der „Freiheitskrämerei“. Sie sind untrennbar verbunden mit der „Wahrheitskrämerei“, d.h. dem Verbreiten der Wahrheit, ohne die Gegenwahrheit zu berücksichtigen. Ja, Demokratie ist schön und gut, aber sie wird zur Tyrannei, wenn die individuellen Grundrechte nicht über dem Mehrheitswillen stehen! Umgekehrt werden die Grundrechte zur Tyrannei, wenn sie etwa den Genozid (die gegenwärtige Umvolkung) ermöglichen. An genau diesen beiden „Freiheitskrämereien“ geht gerade in diesem Augenblick die BRD zugrunde!

Selbst die bloße Theorie der Orgonomie, der orgonomische Funktionalismus bzw. die „Orgonometrie“, ist brandgefährlich. Man schaue sich nur an, was die Kommunisten aus der Hegelschen Dialektik gemacht haben! DDR-hörige „Wissenschaftler“ an bundesdeutschen Universitäten konnten dir mit ausführlichen „wissenschaftlichen“ Studien NACHWEISEN, daß das Wirtschaftssystem der DDR dem der BRD haushoch überlegen war! Ohne Mühe könnte ich jedem und auch mir selbst gegenüber jedwede kriminelle Scheußlichkeit „funktionell“ rechtfertigen!

Und erst die Praxis! Es gibt gegenwärtig weltweit zahllose Leute, die teilweise nonstop mit Cloudbustern die Atmosphäre des Planeten Erde foltern und sich dabei in der Nachfolge Wilhelm Reichs wähnen. Der Schaden, den diese Modjus im Namen Wilhelm Reichs anrichten, ist schlichtweg unermeßlich. Man mag sich gar nicht ausmalen, was passieren könnte, wenn der Orgonmotor in die gleichen, bzw. ganz allgemein in falsche Hände geriete!

„Arbeitsdemokratie“ und „Emotionelle Pest“: Eine Warnung

20. März 2025

Laß dir nicht „im Namen der Arbeitsdemokratie“ in deine Arbeit reinreden. Du machst deine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen und brauchst dich deshalb nirgendwo „einordnen“, solange das nicht der objektive Arbeitsprozeß selbst so von dir verlangt. Fast immer ist der „Director’s Cut“ besser als das Produkt, das einem vermeintlich „arbeitsdemokratischen“ Prozeß durchlaufen hat.

Wenn es um Emotionelle Pest geht, laß dir niemals ein X für ein U vormachen, sondern folge stets deinem eigenen Urteilsvermögen auf der Grundlage eigenständiger Recherche. Immer daran denken, daß die Nazis „die Juden“ als etwas betrachteten, das haargenau Reichs Konzept „Emotionelle Pest“ entsprach, und „der Jude“ dem, was Reich als „emotionell pestilenter Charakter“ definierte.

„Arbeitsdemokratie“ und „Emotionelle Pest“ stehen jedem Mißbrauch offen!

Der funktionelle Gegensatz Arbeitsdemokratie <–> Emotionelle Pest ist das zentrale Konzept der sozialen Orgonomie. Kaum je wird aber die inhärente Widersprüchlichkeit sowohl von „Arbeitsdemokratie“ als auch „Emotioneller Pest“ gesehen.

Was ist Arbeitsdemokratie? Der Arbeitende, und niemand sonst, bestimmt, was er in seiner Arbeit tut. Laß ich einen Elektriker kommen, rede ich ihm tunlichst nicht in die Arbeit rein! Für die Zeit seiner Arbeit und auf seinem eingeschränkten Arbeitsfeld ist er der uneingeschränkte Diktator („Befehler“). Es wäre vermessen und kontraproduktiv da vermeintlich „arbeitsdemokratisch“ dazwischenzufunken. Das gleiche gilt auch für ganze Betriebe: es ist dumm und kontraproduktiv in fremde Resorts hineinzuregieren („hineinzubefehlen“) und beispielsweise „Verbesserungsvorschläge“ zu machen. Das sieht man allein schon daran, wie erstaunlich effektiv und produktiv „Einmannbetriebe“, etwa Reich in seiner Orgonforschung, sein können, während bei Zusammenschlüssen von mehreren Personen typischerweise die Gefahr besteht, daß Projekte zerredet werden, im Endeffekt gegeneinander gearbeitet wird, Mißverständnisse alles zerfressen und Reibungsverluste das ganze schließlich zum Stillstand bringen.

Wie im Organismus mit seinen weitgehend unabhängig voneinander agierenden Organen, funktioniert das kollektive Arbeiten am besten, wenn jeder SEINE Arbeit macht und sich dabei mit den anderen „Organen“ abstimmt, statt daß einer dem anderen in seine autonome Arbeit hineinquatscht und, wenn dann alles im Chaos endet, dem Gegenüber vorwirft, er könne nicht in Gruppen arbeiten und sei selbstherrlich. Nein, diese „Selbstherrlichkeit“ ist die Grundlage der Arbeitsdemokratie. Stichwort „Selbstbestimmung“. Allzuleicht wird unter dem Vorwand von „Demokratie“ und „Zusammenarbeit“ die vermeintliche „Arbeitsdemokratie“ zur Diktatur von oben, während umgekehrt die originäre Arbeitsdemokratie sozusagen die (zeitlich und sachlich engbegrenzte) Diktatur des einzelnen Arbeiters „von unten“ ist.

Ähnlich inhärent „widersprüchlich“ wie mit der Arbeitsdemokratie ist es mit der Emotionellen Pest bestellt. Sie beruht vor allem auf der Vorspiegelung falscher Tatsachen; darauf, daß das vorgegebene Handlungsmotiv nicht den wahren Absichten entspricht, das Ergebnis einer Handlung das Gegenteil der ursprünglichen (vermeintlichen!) Absicht ist, die Rolle von Täter und Opfer ausgetauscht wird, Verwirrung gestiftet und ein rationaler gesellschaftlicher Diskurs unmöglich wird, etc. Ein naheliegendes Beispiel ist der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, der zu einem Zerfall der internationalen Beziehungen geführt hat, zu Tod und Verwüstung für imperiale und Profitinteressen Rußlands, etc. Um das ganze zu kaschieren, wird der Westen von einer russischen Desinformationskampagne überzogen. Ein klassisches Beispiel für die Emotionelle Pest! – Moment! Das kann man auch umgekehrt sehen: wenn man sich einfach nur die Chronik der Ereignisse anschaut, ist weniger der Russe Putin, sondern vielmehr die Amerikanerin Victoria Nuland der Bösewicht!

Und genau DAS ist der Punkt! – Was ist der Punkt? Daß man sicher sein kann, es mit der Emotionellen Pest zu tun zu haben, wenn man in einen Zustand der Verwirrung und Immobilisierung gerät; nicht mehr weiß, was man glauben soll und wie man reagieren soll und jede rationale Debatte unmöglich zu werden scheint. Die Emotionelle Pest ist keine Sache von Gut und Böse, das können wir getrost Religion und Ethik oder gar der Politik überlassen, sondern eine der Bioenergetik! – Was DAS bedeuten soll? Emotionelle Pest bedeutet, daß das einheitliche organismische und arbeitsdemokratische Funktionieren unterminiert und verhindert wird. Es ist die Rache am Leben, das man nicht leben kann und das deshalb auch alle anderen nicht leben sollen. Darum geht es und nicht um irgendwelchen religiösen, ethischen und politischen Schwachsinn. Es geht um den fundamentalen Gegensatz von Arbeitsdemokratie und Emotioneller Pest. Auf nationaler Ebene wird die Arbeitsdemokratie durch die Gesellschaftspolitik zerstört (egal ob sie von links oder auf reaktive Weise von rechts kommt) und auf internationaler Ebene durch die Geopolitik (egal ob sie von Amerika oder auf reaktive Weise von Rußland ausgeht).

Kommt dir also jemand mit „Arbeitsdemokratie“ oder „Emotioneller Pest“ und verkündet, du sollst dich organisatorisch und ideologisch, also jeweils „demokratisch“, einpassen, sei auf der Hut! Gut möglich, daß er ganz und gar nicht für Arbeitsdemokratie und die Bekämpfung der Emotionellen Pest steht, sondern für das diametrale Gegenteil: die Emotionelle Pest.

Betrachten wir den Unterschied zwischen der im Grunde stets „ständestaatlichen“ und „standesrechtlichen“ autoritären Gesellschaft vor ca. 1960 und der heutigen bürokratisch-zentralistischen antiautoritären Gesellschaft. In der autoritären Gesellschaft war die Autorität lokal organisiert. Deutschland war flächendenkend von „Honoratioren“ bestimmt bis hinab zum Familienvater und dem Individuum, das „Schmied seines eigenen Glückes“ war. In der vorgeblich „emanzipatorischen“ Gesellschaft nach ca. 1960 wurde das durch die staatliche Bürokratie ersetzt, die die Menschen von den lokalen Autoritäten befreite. Heute ist man nicht mehr seines Glückes eigener Schmied, sondern verläßt sich auf das bedingungslose Grundeinkommen.

Arbeitsdemokratie steht für Selbststeuerung, d.h. du bist deine eigene Autorität. Ab dem Zeitpunkt, an dem man aufhören muß, Schalten und Walten zu können wie man will, zerfasert alles hoffnungslos. Das ist etwa in der DDR geschehen, als die von den Kapitalisen befreite Produktion durch alle möglichen und unmöglichen politischen Vorgaben behindert wurde und setzt sich heute unter Rudolf Habeck fort. Die Diktatur, also die Emotionelle Pest bricht ein. Gewisserweise ist Arbeitsdemokratie von Diktatur nicht zu unterscheiden (der „selbstherrliche Arbeitende“) und wird durch Diktatur zerstört (der „selbstherrliche Bürokrat“). Der, der die Arbeit macht, bestimmt. Punkt! Muß er sich mit anderen abstimmen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, ist das schnell das Ende der Produktivität. Arbeitsdemokratie funktioniert nur, wenn jeder „selbstherlich“ seine Arbeit macht und dabei die unterschiedlichen Arbeitsbereiche spontan ineinandergreifen.

Das versteinerte Kastenwesen der autoritären Gesellschaft und die diktatorisch-zentralistischen Elemente der antiautoritären Gesellschaft, deren „emanzipatorischen“ Vorzüge durchaus nicht zu unterschätzen sind, sind jeweils bloße Karikaturen einer genuin arbeitsdemokratischen Gesellschaft. Von daher sind Einwände wie „Dieses Vorgehen ist nicht arbeitsdemokratisch, sondern autoritär!“ oder „Dieses Vorgehen ist nicht arbeitsdemokratisch, sondern antiautoritär!“ meist daneben, denn die Arbeitsdemokratie ist in vieler Hinsicht „diktatorisch“ und in vieler Hinsicht „emanzipatorisch“. Oder mit anderen Worten: die autoritären und die antiautoritären Gesellschaften sind bloße Karikaturen der Arbeitsdemokratie – und ihre Versatzstücke enthalten gerade deshalb viel Arbeitsdemokratisches.

Ich verlange, daß sich andere meiner Autorität unterwerfen, wo ich die Expertise habe, genauso wie ich mich ihrer Autorität unterwerfe, wo sie die Expertise haben. Wirrköpfe mögen das als „faschistisch“, „sozialistisch“ oder gar „antiarbeitsdemokratisch“ abtun, aber diese Wirrköpfe sind tatsächlich – emotionell pestilent.

Das Qualitätsmanagement soll die Arbeitsdemokratie schützen, der Digital Service Act und allgemein, der „Kampf gegen den Haß“ soll die Emotionelle Pest bekämpfen: also die Zerstörung der Arbeitsdemokratie soll die Arbeitsdemokratie schützen, die organisierte Emotionelle Pest soll die Emotionelle Pest bekämpfen…

Lese Max Stirner!

Die faschistische Partei Wilhelm Reichs (Teil 5)

22. Januar 2025

Aktuell wird diskutiert, ob Hitler und Konsorten „links“ waren oder gar Kommunisten. Dabei argumentiert man, etwa Leute wie Weigel und Krall, vor allem wirtschaftlich. Nicht ohne Grund habe es „nationalsozialistische Arbeiterpartei“ geheißen und habe Hitler intern Stalin und seinen so überaus effektiven Staatsapparat bewundert. Hitler selbst lamentierte, sein eigener Hauptfehler sei gewesen, daß er nicht konsequenter gegen die rechte „Reaktion“ vorgegangen wäre. Betrachtet man die üblichen politischen Koordinatensysteme mit Autoritarismus-Libertarismus-Achsen, Etatismus-Anarchie-Achsen etc. kann man aus Hitler einen „Etatisten“ machen, indem man auf die Planwirtschaft verweist, oder einen „Libertären“, wenn der Fokus auf dessen dezidierte Verachtung für den Staatsapparat gerichtet wird, der die biologische Auslese hintertreibe. Nie herrschte mehr bewußt erzeugte administrative Anarchie als unter Hitler! Der Stärkere sollte sich durchsetzen, „das Lebensvolle und Aufstrebende“ vor dem alles erstickenden „jüdischen Gesetz“ bewahrt werden. Tatsächlich sind beim Nationalsozialismus viele antiautoritäre Züge bemerkenswert. Es war vor allem eine Jugendbewegung, sowohl von der historischen „Jugend- und Lebensreformbewegung“ von Anfang des 20sten Jahrhunderts her als auch angesichts des geringen Altersdurchschnitts des Führungspersonals bis hin zur organisierten Despotenzierung der elterlichen, kirchlichen und allgemein traditionellen Autorität. Ganz zu schweigen vom mehr untergründig als offen propagierten „Neuheidentum“.

Reich stand in den gleichen beiden Traditionssträngen, was allein schon ersichtlich ist, wenn man ganz naiv die Propaganda des Austromarxismus, der KPÖ, der KPD und der linkssozialistischen Kleinparteien auf sich wirken läßt und mit der der NSDAP vergleicht. Alle schwärmten von einer sozialistischen Zukunft, „mit uns zieht die neue Zeit“, Befreiung von alten Fesseln etc. Das sah man noch seltsam ungebrochen nach dem Zweiten Weltkrieg im Übergang von der NSDAP zur SED und von der Hitler-Jugend zur Freien Deutsche Jugend:

Es galt aus der rein formalen „bürgerlichen Demokratie“ eine wirkliche, das ganze Leben durchdringende „soziale Demokratie“ zu machen. Frei nach Reichs kurzzeitiger Wiener Zeitung von 1930 sollten „revolutionäre Sozialdemokraten“ den wirklichen Sozialismus errichten, d.h. die Demokratisierung nicht nur des politischen, sondern vor allem auch des wirtschaftlichen Systems. Dies sollte einhergehen, man lese nur Reichs Die sexuelle Revolution (der ich obiges Schema entnommen habe), mit der Lösung von Liebe und Sexualität von der vor allem wirtschaftlichen Institution Ehe (bzw. das, was Reich als „Zwangsehe“ bezeichnete) und vor allen von der Lösung der Kindererziehung von der Familie (bzw. der „Zwangsfamilie“). Bei Reich selbst wurden daraus die beiden Konzepte „Arbeitsdemokratie“ und „Kinder der Zukunft“, in der DDR Ulbrichts immer neue Versuche, die Planwirtschaft effektiv zu machen, bis hin zu kybernetischen Modellen, und in der DDR Honeckers das Programm einer „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ – und Kinderkrippen… In diesem Zusammenhang lohnt es sich wirklich Andreas Peglaus monomentales Werk Unpolitische Wissenschaft? von vorne bis hinten durchzulesen; Peglau, ein Reichianer mit DDR-Sozialisation, der immer noch von den „alten Idealen“ träumt.

Jenseits aller politischen Polemik und des „Jetzt habe ich dich!“ und billigen Bloßstellungen durch historische Gleichsetzung durchzieht all dies (SPD, KPD, NSDAP, SED, Die Grünen) ein Motiv, das Reich 1942 in Die Funktion des Orgasmus als (mißglückte) „biologische Revolution“ bezeichnet hat: die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit (letztendlich Freiheit von der einschränkenden Panzerung) und die gleichzeitige Angst vor der Freiheit (das „Abbiegen“ im obigen Schema), die solche durch und durch groteske Gestalten wie Adolf Hitler und Rudolf Habeck möglich gemacht hat.

Um zur Anfangsfrage zurückzukehren: Rechter (schwarzer) Faschismus ist, wenn sich Reaktionäre, die rechts von extremen Konservativen stehen, sozialistische Ideen aneignen und mit dem spielen, was Reich als „sozialistische Sehnsucht der Massen“ bezeichnet hat. Linker (roter) Faschismus ist, wenn der Antiautoritarismus der Massen in einen voluntaristischen, d.h. korrupten etatistischen Neofeudalismus umbiegt – und der neue Führer bei piratigen Aktionen auf Siegestore projiziert wird: „Ein Mensch. Ein Wort“

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 17)

8. Januar 2025

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 17)