
Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Freudo-Marxismus“ und folgende
Das Wilhelm Reich Museum in Rangeley, Maine hält im August eine Konferenz ab, in der die Antiorgontherapie promoted wird – im Namen Wilhelm Reichs. Das reicht (u.a.!) von Charles Kelleys „Radix-Therapie“, über Alexander Lowens „Bioenergetik“ und John Pierrakos „Core-Therapie“ bis zu Gerda Boysens „Biodynamik“ und David Boadellas „Biosynthese“ und kulminiert in der famosen „deutschen Orgontherapie“, die Heiko Lassek meiner unverifizierten Theorie nach… lassen wir’s…
Ich bin auf diesen ganzen Komplex in „Reichianische Bücher“ (hier, hier und hier) bis zum Überdruß eingegangen, deshalb hier nur kurz: statt die „inneren Hierarchien“ (Fremdbestimmung, Über-Ich, Panzerung) abzubauen, werden neue errichtet (Political Correctness, Spiritualität, etc.), die Charakterstruktur wird an die antiautoritäre Gesellschaft angepaßt (Verstärkung der okularen Panzerung, Triebgehemmtheit wird durch Triebhaftigkeit ersetzt) und es wird systematisch verschleiert, daß es jeweils nur EINE korrekte therapeutische Intervention geben kann und deshalb nur EINE Orgontherapie. Mehrere „Schulen“ als mögliche Alternativen vorzustellen, ist von vornherein Emotionelle Pest. Mit Wilhelm Reich hat diese ganze Kackscheiße nichts, aber auch rein gar nichts zu tun!
Die Orgonomen des American College of Orgonomy haben sich wiederholt mit den „Reichianischen” Körpertherapien auseinandergesetzt, seien diese nun eher mechanistisch orientiert, wie die „Bioenergetik” von Alexander Lowen, oder mystisch, wie das „Core Energetics” von John Pierrakos. Ihnen allen gemeinsam seien verschwommene Therapieziele. Statt einfach nach und nach und vor allem systematisch den Panzer zu beseitigen (jeder einzelne Teil des Panzers hat eine Funktion!), solle „Energie in Bewegung gebracht werden“ oder „die Balance der Körperenergie soll wiederhergestellt werden“. Die Reichianischen „Therapeuten“ folgten ihrer „Intuition“ und erzeugten regelmäßig chaotische therapeutische Situationen.
Und was die Orgontherapie (bzw. was sich so nennt!) selbst betrifft gibt es meines Erachtens, d.h. auf Grundlage eigener Beobachtungen an mir und anderen Patienten, fünf Kennzeichen, die auftreten, wenn etwas grundlegend schiefläuft:
Auf diese Weise wird mittelfristig Verwirrung und heimlicher Groll gegen die Orgonomie hervorgerufen, da die therapeutischen Interventionen strukturell einfach nicht greifen.
Orgontherapie ist nicht, halbnackt auf einer Matratze liegen und wie ein Irrer strampeln und schreien! Orgontherapie ist sich seinen Ängsten im Alltag stellen und zu handeln, obwohl man Angst hat. Es ist vollkommen lächerlich zu glauben, daß man durch irgendwelche „Techniken“ auf quasi magische Weise „entpanzert“ wird, um dann ein glückliches Leben zu führen. Warum man denn dann überhaupt einen Orgontherapeuten aufsucht? Damit der einen mit der eigenen Kontaktlosigkeit in Kontakt bringt – nicht damit er neue und effektivere Arten von Ersatzkontakt bereitstellt.
Ein Beispiel wäre beispielsweise eine Hysterikerin, die vom Therapeuten ummuttert bzw. „umvatert“ wird, um Verletzungen aufgrund ihrer „Frühstörung“ zu heilen, und deren vorgeblich „spirituellen Krisen“ er hilft zu bewältigen. Statt ihr ständiges charakter-strukturelles Weglaufen anzugehen, wird es unterstützt und weiter verfestigt. Egal wieviel „Charakteranalyse“ und „biophysische Arbeit“ hier auch immer geleistet wird, so etwas als „Orgontherapie“ zu bezeichnen ist schlichtweg absurd!
Ein untrügliches Zeichen dafür, daß etwas grundsätzlich falsch läuft, ist ein narzißtisches Auftreten sowohl des Therapeuten als auch seiner Patienten. Ein echter Orgontherapeut spielt niemals eine Rolle, sondern er ist im besten Sinne des Wortes „ein ganz normaler Mensch“. Das gleich trifft auf Patienten zu, die so tun, als wären sie ob ihrer „Umstrukturierung“ etwas besseres als wir, das gemeine Volk. Groteskerweise ist es genau umgekehrt: Neurotiker umgeben sich mit Auren („Ich bin ein Denker!“, „Ich bin etwas besseres!“, „Ich bin ein Akademiker!“, „Ich habe den Durchblick!“, etc.), während gesunde Menschen schlichtweg sie selbst sind: Menschentiere!
Orgontherapie ist keine „Arbeit“ an irgendeinem „Objekt“, das auf der Couch liegt und bei dem man „die Energie in Bewegung“ bringt. Es sind auch keine hochkomplizierten „Psychotechniken“, die zum Einsatz gebracht werden. Es sind zunächst einmal ganz normale psychotherapeutische Gespräche, die dezidiert un-psychoanalytisch gehalten sind, d.h. sich auf das Hier und Jetzt beziehen, vor allem aber auf das konkrete Verhalten und Gehabe des Patienten. Dann der „biophysische“ Teil, bei dem der Patient so gut wie gar nicht mit den Händen berührt wird und ihm auch nicht gesagt wird, was er zu tun und zu lassen hat. Die Autonomie des Patienten wird in jedem Fall respektiert und er bestimmt, wie weit das ganze geht.
Tatsächlich kann eine Orgontherapie teilweise hochdramatisch aussehen, man denke nur an die Dokumentation Room for Happiness, aber das kommt erst später nach einer langen Eingewöhnungszeit und kommt auch dann aus dem Patienten selbst. (Ohnehin ist die Charakteranalyse filmisch kaum darstellbar, so daß Room for Happiness leider einen falschen Eindruck vermittelt.)
Es kann wirklich nichts Schlimmes passieren, zumal man in den Händen von Medizinern ist, die darüber hinaus Psychiater sind und in der gängigen tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ausgebildet wurden. Das ganze hat nichts „Esoterisches“ oder „Verwickeltes“ an sich. Und letztendlich gibt es nur einen einzigen wichtigen Heilungsfaktor: die Motivation des Patienten. Vor dem Computer sitzend ist das einfach: „Klar bin ich motiviert!“, aber wenn man mit den eigenen verschrobenen Idiosynkrasien auf dem Charakteranalyse-Stuhl und der schmerzhaften Atemhemmung auf der Matratze unmittelbar konfrontiert ist, sieht das schon anders aus mit der Motivation…
In einer guten Orgontherapie wird ein Heilungsprozeß in Gang gesetzt, der vielleicht nie zum Ziel findet, bei dem es aber auch kein Zurück gibt.
Es ist ein ständig abfallender Weg vom dürren Hochgebirge der Neurose hinab zum Meeresstrand der Gesundheit. Das Gefälle bestimmt man weitgehend selbst und wenn man nicht weiter kann/will ist man zumindest in fruchtbareren, „meeresnäheren“ Landschaften angelangt – und rollt vielleicht dank der Gravitation noch sozusagen „autonom“ langsam weiter bergab seewärts.
Das Gute ist, daß wenn man im Hochgebirge vom Therapeuten beispielsweise aufgefordert wird, damit aufzuhören sich selbst ständig ein Bein zu stellen, einem dies zwar vollständig absurd vorkommt („Warum komme ich denn zur Therapie, wenn das so einfach ist?!“), jedoch weiter unten auf dem Weg abwärts der Satz plötzlich sinnvoll wird, – er wird eine Selbstverständlichkeit, das Leben wird einfacher: „Ja, warum stelle ich nicht einfach mein neurotisches Verhalten ein!“ Man wird Herr im eigenen Haus und kommt aus dieser idiotischen, peinlichen Opferrolle raus. „Ich kann nicht anders!“ Neurotischer Quatsch!
Man kann keine Wunderdinge von der Orgontherapie erwarten, aber eins kann man mit Fug und Recht erwarten: daß man, um im obigen Bild zu bleiben, ins Rollen kommt, vielleicht millimeterweise, aber man rollt und dieses Rollen wird nie mehr aufhören.
Was der Orgontherapeut vor allem braucht, um dem Patienten helfen zu können, ist Souveränität. Sie ermöglicht es ihm, auf die Selbstheilungsprozesse der organismischen Orgonenergie zu vertrauen, d.h. die Selbstregulation sich (wieder) entwickeln zu lassen, statt aus heimlicher Unsicherheit in blinden Aktionismus zu verfallen. Er wird sich niemals dazu hinreißen lassen, irgendwelche abgeschmackten Psychotechniken (Manipulationstechniken), etwa Suggestion und Induktion „anderer Bewußtseinszustände“, und „Körperübungen“, „Streßpositionen“, „Massage“ oder ähnliche „körpertherapeutische Techniken“ zu verwenden. All dies zeugt von der Angst und Kontaktlosigkeit des Therapeuten.
Wir haben es hier schlicht und ergreifend mit der Emotionellen Pest zu tun, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie die freie Entfaltung der Orgonenergie in anderen Menschen nicht ertragen kann. Um wieviel effektiver ist Modju doch, wenn er seinen tiefsitzenden Haß auf das Lebendige im Namen der „Menschenliebe“, im Namen der „Selbstregulation“ und gar im Namen der „orgastischen Potenz“ ausleben kann, indem er nach Glück strebende Menschen mit irgendwelchen „Techniken“ (NLP, Lowensche Bioenergetik, etc.pp.) manipuliert!
Bei diesen „Therapeuten“ wird die Charakteranalyse ein Weg, um ihrer Verachtung Ausdruck zu verleihen und den Patienten so fertigzumachen, daß er unmittelbar nach der Sitzung Selbstmord begeht. Die „Körpertherapie“ ist für sie ein Weg, ihren Sadismus auszuleben und nach Belieben Grenzüberschreitungen zu begehen. Imgrunde ist das Vergewaltigung, für das das Opfer auch noch zu zahlen hat!
Letztendlich ist es egal, wie lange die Therapie dauert und ob man jemals ans Ziel gelangt. Wichtig ist einzig und alleine, daß man aus der emotionalen und körperlichen Erstarrung herauskommt, – ein autonom verlaufender Heilungsprozeß in Gang gesetzt wird. Aktivistische Therapeuten hintertreiben und zerstören diesen Prozeß. Gar keine Therapie wäre besser.
Aber gibt es nicht unterschiedliche Therapieschulen, die sich auf Reich berufen? Nein! Wie bereits in Teil 2 erwähnt (Reich führt das in der Charakteranalyse aus), gibt es in einer bestimmten therapeutischen Situation nur eine einzige richtige Vorgehensweise. Es gibt nur eine einzige richtige therapeutische Herangehensweise. Jede andere kann nur Schaden anrichten. Reich selbst hat Charakteranalytiker, Vegetotherapeuten und schließlich Orgontherapeuten nacheinander in Wien, Berlin, Kopenhagen, Oslo und New York ausgebildet. Wie kann es da Platz für „unterschiedliche Schulen“ gegeben haben?
Mit der Veröffentlichung der dritten Auflage der Charakteranalyse im Jahre 1949, in der er die segmentäre Anordnung der Panzerung vorstellte und sich insbesondere mit dem okularen Segment beschäftigte, war die Entwicklung der Therapie weitgehend abgeschlossen. Nachdem Reich ganzjährig nach Rangeley, Maine gezogen war, um sich ganz der Forschung zu widmen, übernahm ab 1950 Elsworth F. Baker die Verantwortung für die Ausbildung angehender Orgontherapeuten. Eine Aufgabe, die er bis zu seinem Tod 1985 wahrgenommen hat. Seitdem leitet Charles Konia das Ausbildungsprogramm der Orgonomie. Wie kann es da Platz für „unterschiedliche Schulen“ geben?
Orgontherapie ist Orgontherapie! Leute, die von sich behaupten, sie würden in einer anderen als der hier kurz umrissenen Tradition stehen, so als wäre das ganze ein sich verästelnder Baum, haben nichts mit Orgontherapie zu tun. Wie gesagt: Es gibt in einer bestimmten therapeutischen Situation nur eine einzige richtige Vorgehensweise. Es gibt nur eine einzige richtige therapeutische Herangehensweise. Jede andere kann nur Schaden anrichten.
Orgontherapie verläuft von der Gegenwart in die Vergangenheit (das Aktuelle steht im Vordergrund, dann wird sich langsam in die „Psychohistorie“ vorgearbeitet), von außen nach innen (beispielsweise heißt dies, daß man nicht mit „tiefsinnigen“ Deutungen, die nur den Narzißmus des Therapeuten befriedigen sollen, ein heilloses seelisches Chaos hervorruft) und von oben nach unten, insbesondere das Beckensegment wird nicht vorzeitig mobilisiert (etwa durch „Üben des Orgasmusreflexes“ und ähnlichen verbrecherischen Unsinn). Entsprechend wird die Therapie anfangs von der Charakteranalyse dominiert, erst später nehmen mehr „körpertherapeutische“ Elemente eine prominentere Rolle ein.
Bei den „anderen Reichianischen Schulen“ ist das teilweise, manchmal sogar durchweg, umgekehrt: der Patient wird mit haltlosen Spekulationen über seine „Psychodynamik“ malträtiert und das dann als „Charakteranalyse“ hingestellt, wenn er nicht gleich „körpertherapeutisch“ ordentlich in die Mangel genommen und sein Erleben dann im Anschluß aufgearbeitet wird. Statt die „Ausdruckssprache des Lebendigen“ freizusetzen („agieren“), wird umgekehrt auf sadistische Weise der Organismus soweit in die Enge getrieben, daß er reagieren muß. (Es wird also genau das gemacht, was erst zur Bildung der Panzerung geführt hat!) Von Beginn an wird die Sexualität (letztendlich das Becken) in den Vordergrund gestellt – weil man ja schließlich „Reichianer“ ist. „Bioenergetische Prozesse“ werden ohne erkennbare Logik mobilisiert, so als hätte Reich die Charakteranalyse nie geschrieben. Es ist alles eine große Perversion, durch Leute, die sich als „innovative Autoritäten“ aufspielen, tatsächlich aber nichts, wirklich rein gar nichts verstanden haben.
Der früh verstorbene „Orgontherapeut“ Heiko Lassek hat 1997 in seinem Buch Orgontherapie seine Behandlungsmethode beschrieben. Er, Lassek, habe die Orgontherapie wieder etabliert. Hingegen würden die Schüler jenes Therapeuten, nämlich Elsworth F. Baker, der von Reich beauftragt wurde, die zukünftigen Orgonomen auszubilden, nur eine verwässerte und wenig wirksame „Orgontherapie“ vertreten. Lassek wörtlich:
Ein enger Mitarbeiter Reichs, der Psychiater Elsworth F. Baker, gründete das „College of Orgonomy“, in dem während der folgenden Jahrzehnte einige wenige Ärzte in der Einbeziehung des Körpers in den charakteranalytischen Therapieprozeß unterrichtet werden; die biophysikalischen Einwirkungen und die späte Form der Orgontherapie Reichs aber spart man aus Angst vor den amerikanischen Aufsichtsbehörden aus. Mit dieser eingeschränkten Form der Behandlung lassen sich die Heilungserfolge der Orgontherapie jedoch nicht wiederholen, und so gibt man die Beeinflussung schwerer Erkrankungen weitgehend auf. Zum Schwerpunkt der Ausbildung wird damit eine Art Psychoanalyse unter Einbeziehung des Körpers – eine Behandlungsform, die Reich Anfang der dreißiger Jahre praktizierte. (Orgontherapie, S. 30f)
Es ist mir einfach zu dumm, solche Sachen richtigzustellen. Nur so viel: ich war im Laufe der Jahrzehnte bei drei medizinischen Orgonomen in Behandlung, habe die vollständige orgonomische Literatur von 1919 bis heute studiert, – und muß konstatieren, daß Herrn Lasseks „Grundlagenwerk zur Arbeit Wilhelm Reichs“ nichts mit Reichs Orgontherapie zu tun hat.
Kann sich überhaupt irgend jemand auch nur im entferntesten ausmalen, wie Wilhelm Reich „auf Orgonon“ auf diese Usurpierung reagiert hätte?! Man nehme dazu den Briefwechsel Zeugnisse einer Freundschaft zur Hand und suche im Register nach „Paul Ritter“, einem englischen „Orgontherapeuten“, der beispielsweise den „Reichianischen Therapeuten“ David Boadella „ausgebildet“ hat.
Es läßt sich auch beispielsweise auf Reichs Auseinandersetzung mit der psychoanalytischen Schule Wilhelm Stekels in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse von 1928 zurückgreifen. In einer Buchbesprechung legt Reich dort rücksichtslos die Verworrenheit von Stekels Gruppe bloß, die die negative Übertragung ignoriert und für die daraus folgende Unfähigkeit des Therapeuten, die Widerstände sorgfältig zu beheben, das böse Unbewußte des Patienten verantwortlich macht. Natürlich verwirft Stekel auch das Konzept der Libidostauung und spricht stattdessen vom „symbolischen Ausdruck bestimmter Vorstellungen“, die nur bewußtgemacht werden müßten. Gegen diese Verballhornung der Psychoanalyse durch den „Praktiker“ Stekel gemahnt Reich an die Systematik und Theoriebildung als unerläßliche Werkzeuge wissenschaftlicher Forschung. Insbesondere fordert Reich eine korrekte Charakterdiagnose, bevor man versucht, den Patienten zu behandeln. Am Ende beklagt Reich, wie sich Stekel und auch Adler durch laute Propaganda und vorschnelle Erfolgsmeldungen als Kliniker und Praktiker beim Publikum anbiedern und Freud in die Ecke des esoterischen „Philosophen“ stellen.
Wer hätte damals auch nur ahnen können, daß eines Tages Reichs vermeintliche „Schüler“, wie Alexander Lowen und wie sie alle heißen, sich als „Pragmatiker“ der „Körperpsychotherapie“ hinstellen und frech Reichs Erbe beanspruchen. Sie faseln irgendeinen Dünnschiß von der „Mobilisierung der Energie“ und wie man mit „Streßpositionen“ Widerstände brechen kann. Sie produzieren eine Literatur, die ganze Bibliotheken füllt, Zeitschriften mit vielen Jahrgängen, organisieren große Konferenzen und Gesellschaften, die vorgeben, Reichs Therapie „weiterzuentwickeln“. Tatsächlich sind das alles neue „Stekels“, die in ihrer Ignoranz den einen oder anderen Teil bei Reich herausgreifen, der dann überproportionale Bedeutung gewinnt. Auf diese Weise entstehen Privatlehren, die getreulich den Charakter ihres Urhebers widerspiegeln. Ich rede von den diversen „Reichianischen“ und „Neo-Reichianischen“ „Therapien“, die von medizinischen und/oder psychiatrischen Laien aus der Orgontherapie entwickelt wurden. Etwa Lowens „Bioenergetik“, Boadellas „Biosynthese“, Charles Kelleys „Radix“ oder Heiko Lasseks „Pulsationsarbeit“.