Posts Tagged ‘Mediziner’

Medizinische Laien in der Orgonomie

25. August 2026

Nur in der Hand eines Arztes ist ein Skalpell kein Mordinstrument. Genauso ist es mit der Orgontherapie! Reich zufolge ist Orgontherapie biophysische Chirurgie und darf deshalb ausschließlich von entsprechend fortgebildeten Ärzten durchgeführt werden. Selbst in der rein psychologisch vorgehenden Psychoanalyse war Reich in den 1920er Jahren ein strikter Gegner der „Laienanalyse“, d.h. von nichtärztlichen Psychoanalytikern. Eine Ausnahme in dieser kompromißlosen Haltung war der Psychologe Ola Raknes, den er nahtlos von der zunehmend „laientherapeuten-orientierten“ Psychoanalyse in die Ausbildung zum charakteranalystischen Vegetotherapeuten übernahm. Die anderen Vegetotherapeuten, wie Nic Waal, Tage Philipson und Odd Havrevold, waren jedoch durchweg Ärzte.

In den schwierigen Anfangsjahren in Amerika hatte Reich nur die Ärzte Theodore Wolfe und William Thorburn. Erst ab 1946 kamen Elsworth F. Baker und weitere hinzu. In den Kriegsjahren animierte Reich selbst A.S. Neill Vegetotherapie in Summerhill an Kindern auszuüben. Die Laientherapeuten Felicia Saxe und Alexander Lowen, ebenfalls nicht mal Psychologen, sind andere Beispiele. Aber dann, nach 1947, hat er die Tänzerin Saxe rausgeworfen, als sie nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene therapierte, und den Rechtsanwalt Lowen zwang er in fortgeschrittenem Alter Medizin zu studieren, wenn er mehr als „vegetotherapeutische Gymnastik“ betreiben wolle. (Lowen verließ die Orgonomie, als Reich ihn zwingen wollte, nach dem Medizinstudium auch noch Psychiater zu werden!)

1949 wurde die Association der Orgontherapeuten gegründet, bei denen, nach anfänglichem Zögern Reichs (der sich nicht von staatlichen Diplomen abhängig machen wollte), nicht nur ausschließlich Mediziner, sondern dazu zusätzlich auch nur psychiatrische oder internistische Fachärzte Mitglied werden konnten. In den 1950er Jahren war Reich in dieser Hinsicht genauso kompromißlos streng wie heute das American College of Orgonomy.

Der Grund dafür, daß darüber kaum Aussagen von Reich selbst zu finden sind, liegt darin, daß er Baker ins Orgone Institute aufnahm und zum Leiter der Ausbildung und zum Sprachrohr der Orgontherapie machte. Solche Statements waren demnach allein Bakers Sache (einfach weil Reich selbst nun vollkommen andere Prioritäten hatte), aber genauso bindend, als kämen sie von Reich selbst. Das gilt bis heute ungebrochen für das von Baker 1968 gegründete American College of Orgonomy!

Wenn schon Laien, will sagen Nicht-Mediziner Reichsche Therapie machen wollen, sollten sie zumindest Psychologen sein – die reine Charakteranalyse und „orgonomic counseling“ machen. Ich fand es schon von jeher sowas von unbeschreiblich grotesk, daß Psychologen Körpertherapie machen – und dann dabei noch weit „körperbetonter“ arbeiten als die medizinischen Orgonomen selbst. Ein diabolischer Witz! Heilpraktiker sind ein noch größerer Witz, einfach weil es bei der Heilpraktikerprüfung beim Gesundheitsamt vor allem um den Seuchenschutz geht. Sie bedeutet überhaupt nichts und ist imgrunde ein Skandal. Ursprünglich galt diese Prüfung für Handaufleger, Irisdiagnostiker, Homöopathen, Kräuterheiler, etc., also Leute, die ihre Patienten höchstens durch Unterlassungen und Fehldiagnosen gefährden können, während Körpertherapeuten aktiv „chirurgisch“ eingreifen. Ich möchte z.B. nicht wissen, was passieren kann, wenn man einen Asthmatiker „aktiviert“ oder einen akuten Bandscheibenvorfall als „Panzerungslösungsschmerz“ oder so interpretiert und weiter auf dem Rücken des Patienten rumtrampelt, verborgene Psychosen hervorkitzelt, das nicht erkennt und den Patienten, der voller Mordimpulse steckt, nach Hause schickt, damit er sich wieder fängt, etc.

Das gleiche gilt auch für den Orgonenergie-Akkumulator. Schließlich kommt auch niemand auf den Gedanken Heilpraktikern zu erlauben, klassische Strahlentherapie zu betreiben! Ich denk z.B. daran, was passiert, wenn man einen Hochdruck-Patienten oder einen Patienten mit Wucherungen im Schädel in einen starken Akkumulator steckt! Mit dem Medical DOR-Buster ist schon gar nicht zu spaßen!

Orgontherapie, ob nun psychiatrisch oder physikalisch, ist generell hochinvasiv, ja selbst die reine Charakteranalyse ist belastend für den Patienten: seine Psyche wird buchstäblich auseinandergenommen. Also Charakteranalyse ausschließlich für klinisch/psychotherapeutisch voll ausgebildete Psychologen und Orgontherapie ausschließlich für Fachärzte. Alles andere ist ein menschenverachtendes Verbrechen.

Ich weiß, es geht hier ans Eingemachte, bietet doch die „Orgonomie“ (man beachte die Anführungszeichen!) Leuten, die irgendein parasitäres Laberfach wie Politologie studiert haben, die Möglichkeit ein ebenso erfülltes wie profitables Berufsleben zu fristen. Werde Taxifahrer, Alter!

DER ROTE FADEN (Band 2): 12. Die FDA folgt Mildred Bradys Vorgaben

4. Mai 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 12. Die FDA folgt Mildred Bradys Vorgaben

Das Eindringen der Emotionellen Pest und die Zerstörung der medizinischen Praxis

1. Mai 2020


Der Untergang der Medizin als Profession.

Das Eindringen der Emotionellen Pest und die Zerstörung der medizinischen Praxis

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Zwei Arten von „Arbeitsdemokratie“

7. Juli 2017

Arbeitsdemokratie beruht auf natürlicher Autorität. Niemals käme es mir in den Sinn einem Automechaniker, Mediziner oder Gebäudereiniger ins Handwerk zu pfuschen. Im Zweifelsfall wird dank meiner laienhaften Einwirkung die Bremse nicht funktionieren, es wegen der falschen Medikation zu einem akuten Nierenversagen kommen oder der teure Parkettboden durch ein falsches Putzmittel nachhaltig ruiniert sein. Die Arbeitsdemokratie beruht dergestalt auf lokaler Autorität, d.h. auf dem bioenergetischen Kontakt der „Autoritätsperson“ mit ihrem Arbeitsgebiet, das ihre Berufung ist, und meinem bioenergetischen Kontakt, der mich dazu führt dieser Autorität zu folgen. Vor dieser Barriere müssen alle Angriffe der Emotionellen Pest scheitern.

Leider sind lauter pseudo-liberale Charaktere in die Orgonomie eingesickert, die uns das genaue Gegenteil als „Arbeitsdemokratie“ verkaufen wollen. Aus ödipalen Gründen (letztendlich aus fehlendem Kontakt mit dem eigenen bioenergetischen Kern und dadurch mit „dem Eigenen“) hassen und verachten sie jedwede Autorität. Folglich ist für sie „Arbeitsdemokratie“ gleichbedeutend mit „Vergesellschaftung“ und Nivellierung. In der Autowerkstatt haben alle die gleiche Autorität, d.h. niemand, was dadurch erreicht wird, daß jeder nur noch einen kleinen Teilbereich bearbeitet, der keine großen Ansprüche stellt, während der Gesamtprozeß durch ein externes „Qualitätsmanagement“ gesteuert wird. Und so überall, selbst in der Medizin. Alle werden Teil eines Kollektivs und zu bloßen Erfüllungsgehilfen eines „Plans“, der idealerweise irgendwann von Berlin, dann Brüssel und schließlich New York bestimmt wird. Zur „Arbeitsdemokratie“ wird das dann, wenn alle sich ihrer jeweiligen Rolle gewahr werden und entsprechend kooperieren. Der Kommunismus, der Rote Faschismus, ist da, die Emotionelle Pest triumphiert – mit der Hilfe „Wilhelm Reichs“.

Warum nicht mehr Arbeiten von den Orgonomen?

26. Oktober 2016

Es stellt sich die Frage, warum die einzelnen Orgonomen in Amerika (und die paar in Europa) nicht viel mehr publizieren, insbesondere Arbeiten jenseits von Medizin, Psychologie und Soziologie? Erstens ist die Ausbildung zum Arzt, Psychiater und Orgonomen in den letzten Jahrzehnten immer zeitaufwendiger und vor allem teurer geworden, so daß von daher kaum noch Kapazität und Zeit übrigbleibt, sich im Labor kontinuierlich etwa mit Orgonphysik zu beschäftigen, zumal die horrenden Schulden, die sich angehäuft haben, mit geldbringender Arbeit abgebaut werden müssen. Und zweitens verlangen die zunehmenden Regularien, die den ärztlichen Beruf zu einem bürokratischen Alptraum voller juristischer Fallstricke machen (die teilweise schnurstraks ins Gefängnis führen können!), 150% der Arbeitszeit und Arbeitskapazität des Orgonomen. Hat er etwa in den USA eine reguläre psychiatrische Praxis und behandelt auch Patienten für Medicare (öffentliche Krankenversicherung für behinderte und ältere Bürger) und Medicaid (das gleiche für Bedürftige) kann es jederzeit zu unangekündigten Überprüfungen in der Praxis kommen und wehe es fehlt etwas in der Dokumentation, es stimmt was nicht bei der Ausstattung der Praxis oder es gibt gar Fehler in der Rechnungsstellung: ganz schnell hat er eine ruinöse Anklage wegen „Betrugs“ am Hals. Und ganz nebenbei hat er eine Familie mit Kindern. Es ist ein brutaler Kampf ums nackte ökonomische Überleben! Kein Arzt in Amerika hat die freie Zeit um nebenher noch irgendetwas anderes zu machen! Noch schlimmer ist es mit jenen bestellt, die in Kliniken arbeiten! Es ist geradezu ein Wunder, daß von medizinischen Orgonomen überhaupt irgendetwas veröffentlicht bzw. geforscht wird.

Hier tut sich ein grundlegender Widerspruch auf zwischen einer immer mechanistischer werdenden Gesellschaft (Pfeil nach rechts), in der alles immer komplizierter wird, und der nach dem Gemeinsamen Funktionsprinzip der Natur suchenden Orgonomie (Pfeil nach links):

rechtlinksfunkt