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Die bio-ökonomischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems (Teil 1: Das Bankensystem)

29. Januar 2020

Neulich veröffentlichte jemand in einem Internetforum folgenden Kommentar („Z“ steht übrigens für „zionistisch“, also „jüdisch“!):

Die Privatisierung des Geldschöpfungsrechts in Verbindung mit der Zinsbelastung der gesamten im Umlauf befindlichen Geldmenge ist die zentrale Ursache unserer heutigen Situation, wovon seit Jahrhunderten versucht wird abzulenken. Schulden dienen zur Unterdrückung von Ländern. Wenn jemand sich weigert, sein Land zu verschulden, dann kommt Krieg. Mit diesem Geldsystem und dem Dollar als Leit(d)währung, daß die weltweite Nachfrage nach dem Dollar sicherstellt, verfügt die Z-Hochfinanz über die zentrale Macht zur Steuerung einer Volkswirtschaft und bestimmen dadurch über Verteilung von Wohlstand und Armut. Die Finanzwirtschaft hat die Bevölkerungen zu Sklaven gemacht, indem sie die Kontrolle der Nationen über das Geldwesen an sich gerissen hat, folglich bleibt auch der Finanzwirtschaft die Hoheit, wann der Crash eingeleitet wird…

Angesichts der seit vielen Jahren anhaltenden weltweiten bankenvernichtenden Nullzinspolitik schob ich verwundert ein:

Welche Zinsbelastung? Keine Ironie, sondern eine Frage!

Darauf die nichtssagende Antwort am Thema vorbei:

Sämtliches im bisherigen System vorhandene, aus dem nichts erzeugte Geld ist in Form von Schulden entstanden, für die Zinsen fällig sind. Selbst der Versuch einer Rückzahlung würde eine sprunghafte Reduktion der Geldmenge bewirken. Die Wirtschaft käme mangels Tauschmittel zum Erliegen und Leid, Verelendung oder andere Verwerfungen wären die Folge…

„Nichtssagend“, weil einfach nochmal die Ideologie von Gesell, Bernd Senf und den anderen Banken- und Zinskritikern wiederholt wird, ohne auf den offensichtlichen Widerspruch zum heutigen Geschehen einzugehen, wo Banken aufgrund der Nullzinspolitik Reihenweise am Rande der Pleite stehen.

Wenn die Bank dir einen Kredit gibt, wirkt sich das positiv auf deine Bilanz auf, jedoch negativ auf die Bilanz der Bank. Selbst wenn Banken Geld aus dem Nichts schöpften, kommt ihnen dieses Geld nicht zugute, da Geld immer ein Schuldverhältnis ist. Sie machen (neben Gebühren und Spekulationsgewinnen) nur durch die Zinsen Gewinne, die der Kreditnehmer ihnen zahlen muß. Kann er diese Zinsen nicht aufbringen und gar den Kredit nicht zurückzahlen, bedeutet das für die Bank eine komplette Katastrophe.

Und wer behauptet, die heutigen billigen Kredite würden ganz Gesellianisch die Wirtschaft ankurbeln, verkennt, daß dergestalt Unternehmungen am Leben erhalten werden, die schon längst hätte pleite gehen müssen. Gehen diese Zombies dann tatsächlich eines Tages zugrunde, d.h. können massenweise horrende Kredite nicht zurückgezahlt werden, dann ist die Katastrophe perfekt, da das gesamte Bankensystem mit in den Abgrund gerissen wird. Aus einem Schneeball wird eine alles vernichtende Lawine! (Von Renten, Lebensversicherungen und Spareinlagen zu Zeiten der Nullzinspolitik will ich erst gar nicht anfangen! Auch nicht von den diversen „Blasen“, der Mietpreisexplosion, etc.)

Der Kapitalismus als Ausdruck des bioenergetischen Kerns

23. November 2015

Der Kapitalismus ist die ökonomische Hülle des bioenergetischen Kerns der Gesellschaft: der Arbeitsdemokratie. Entsprechend ist der ökonomische Erfolg einer gesellschaftlichen Gruppe oder einer ganzen Nation Funktion von Handlungsmaximen, die in Übereinstimmung mit dem bioenergetischen Kern stehen.

Von jeher haben mich zwei Religionen besonders fasziniert: der persische, heute größtenteils indische Parsismus (auch Zoroastrismus, Zarathustrismus oder Mazdaismus genannt) und der indische Jainismus.

Sie zeichnen sich, ähnlich dem vielleicht noch älteren Judaismus, durch ihre „unphilosophische“ Archaik aus. Beispielsweise löst der Parsismus das Problem der Rechtfertigung Gottes („Wie kann ein gerechter Gott Leid zulassen?“) einfach, indem ihm, Ahura Mazda, ein fast gleichstarker böser „Zwilling“ zur Seite gestellt wird, Ahriman. (Zum Thema siehe auch Der Kampf der Götter.)

Zarathustra verlegt den Gegensatz des Guten und Üblen in die metaphysische Grundstruktur der Welt selbst. Zwei Kräfte, die gute und die böse Kraft (zugleich als rein und unrein, hell und dunkel und in anderen Wertgegensätzen gefaßt), liegen miteinander im Kampf. Schauplatz des Kampfes ist auch der Mensch. Das Leiden ist nicht gerechtfertigt, sondern zu bekämpfen. Der Mensch soll der guten Kraft beistehen. Diese Projektion des Wertnegativen in das Absolute (fortgesetzt in der christlichen Gnosis, den Manichäern, dann in untergeordneten christlichen Vorstellungen des Mittelalters, in Hölle und Paradies, Teufel und Gott) kann zu immer neuem religiösen Erleben führen: zu einem Absoluten, zu Gott wird immer wieder Beziehung gewonnen, das Leid war nicht Gott zuzuschreiben, Gott war gerechtfertigt. (Karl Jaspers: Psychologie der Weltanschauungen, Berlin 1971, S. 253)

Diese Zweiteilung ist dabei im originalen Parsismus nicht eine in Seele und Leib, sondern eine in zwei gegensätzliche „Substanzen“, die Seele und Leib gleicherweise betreffen: die eine Substanz verkörpert Licht, Wahrhaftigkeit und Fruchtbarkeit, die andere Finsternis, Lüge und Trockenheit. Das Leben wurde im Parsismus nicht verneint, sondern gefeiert, entsprechend war die Stellung der Frau unvergleichlich höher als etwa heute im Islam.

Es gilt sich auf die Seite von Ahura Mazda zu schlagen, indem man radikal allem Bösen entsagt, also beispielsweise niemals lügt. Lügen, und andere unreine Handlungen, ziehen einen unweigerlich auf die Seite Ahrimans. In anderen Religionen kann man lügen, wenn es der guten Sache nutzt (Takiya im Islam) und sich, wie im Katholizismus, durch magische Handlungen wieder reinwaschen. Im Parsismus ist die Lüge an sich böse, so als wäre sie ein krankmachender oder todbringender Stoff.

Genau dieses Tabu hat in Indien für den unverhältnismäßig großen Erfolg der eingewanderten Parsen geführt. Da sie aus religiösen Gründen niemals betrügen, waren sie begehrte Geschäftspartner und erlangten entsprechend schnell eine hohe wirtschaftliche Stellung. (Was ein interessantes Licht auf den Kapitalismus wirft!)

In seiner Essenz ist der Parsismus kaum mehr als das intuitive Erfassen der Wahlmöglichkeit zwischen der erstrahlenden, lebensspendenden ORgonenergie und dem schwarzen, todbringenden DOR.

Diese Geisteshaltung kommt in der wunderschönen islamischen Architektur (etwa im Taj Mahal) zum Ausdruck, die nichts, aber auch rein gar nichts mit „islamischer Kultur“ (ein Widerspruch in sich selbst!) zu tun hat, sondern eine direkte Übernahme der klassischen vorislamischen Architektur Persiens ist. Sie entstammte einem von Zarathustras Religion geprägten Geist, in dem Schönheit und Wahrhaftigkeit das höchste Gut waren, während Lüge, Diebstahl, Betrug als absolut unrein galten, – während sie integraler Bestandteil des Islam sind. (Man lese doch bitte den Koran!) Entsprechend hassen und verachten nationalbewußte Iraner den von den Arabern aufgezwungen Islam auch in einem Ausmaß, der alle westliche Islamkritik in den Schatten stellt! Der Islam war wirklich wie eine schwarze, übelriechende Wolke, der das Licht verdrängt hat. (In Gefängnissen sind Moslems überrepräsentiert und „ungläubige“ Kriminelle werden nicht nur in amerikanischen Gefängnissen bevorzugt zu Konvertiten.)

Ganz ähnlich wie mit dem Parsismus ist es mit dem Jainismus bestellt, den es bereits lange vor dem Buddhismus gab. Der Hauptunterschied zum Buddhismus ist an der Auffassung von Seele und Karma festzumachen.

Während der Buddhismus die Existenz einer unsterblichen Seele verneint bzw. in der Illusion eine solche zu besitzen und sich an sie festzuklammern, die Quelle alles Leidens sieht, geht es dem Jainismus um die Erkenntnis, daß wir unsterbliche Seelen sind. Der Weg zur Erlösung führt über die Emanzipation der Seele von Körper und Materie. Entsprechend sollte das Leben jedes Jain-Mönchs im Fasten bis zum Tode kulminieren.

Das Archaische am Jainismus ist die Art und Weise, wie man sich diese Seele vorstellt: nicht als einen abstrakten bzw. „punktförmigen“ Geist, sondern als eine Art feinstofflichen Doppel des Körpers. (Die Begründer des Jainismus haben schlicht ihre organismische Orgonenergie wahrgenommen.) Entsprechend ist auch die Vorstellung vom Karma „substanzhaft“. Im Wikipedia-Eintrag zum Karma-Begriff des Jainismus wird das wie folgt beschrieben:

Die Karmalehre des Jainismus weist im Vergleich mit anderen Religionen indischen Ursprungs eine Besonderheit auf: Karma wird hier nicht nur als eine auf Handlung basierende Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung verstanden, sondern zudem als etwas Substanzielles aufgefasst. Jains sprechen in diesem Zusammenhang von feinstofflichen, nicht wahrnehmbaren „Karma-Partikeln“ (…) oder auch von „karmischer Materie“ (…) (…).

Ähnlich wie die Parsen halten sich auch die Jains radikal von Sünden, etwa der Lüge, fern aus Angst vor Kontamination mit dem „substanzierten“ Bösen, einer „bösen Substanz“. Entsprechend ist auch ihre wirtschaftliche Stellung ausgezeichnet: es ist eine Freude mit ihnen Geschäfte zu machen. Hindus und Buddhisten leben hingegen aus einer derartig „hochentwickelten“ Philosophie heraus, daß sie vor sich und anderen mittels „Dialektik“ jede denkbare Untat rechtfertigen können. Beispielsweise kann ein Buddhist ohne Probleme Fleisch essen, solange das Tier nicht extra für ihn getötet wurde, während Jains radikale Veganer sind. Oder man betrachte den Umgang der Hindus mit ihren Heiligen Kühen: sie werden niemals getötet, aber ansonsten als das behandelt, was sie sind, eine unerträgliche Landplage. Tatsächlich brechen europäische Tierschützer regelmäßig in Tränen aus, wenn sie miterleben müssen, auf was für eine unmenschliche Weise in Indien mit Kühen umgegangen wird.

Wie Reich dargelegt hat, paßt die Charakterstruktur des Massenindividuums stets paßgenau zum jeweiligen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. Da der Charakter in der Kindheit geformt wird, braucht es dazu eine Anpassungszeit von vielleicht 30 Jahren – was in etwa der Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Entwicklung entspricht. Je älter man wird, desto fremder fühlt man sich.

Es finden keine Treffen „der Mächtigen“ statt, wo diskutiert wird, wie man Kinder systematisch so emotional schädigt, daß sie in die neuste Version der gepanzerten Gesellschaft hineinpassen. Reich hat gezeigt, daß vielmehr die Charakterstrukturen ihnen konforme Gesellschaftsysteme erzeugen und diese in einem sich langsam vorwärtsbewegenden Kreislauf wiederum die ihnen entsprechenden Charakterstrukturen und so immer weiter.

In der heutigen Gesellschaft werden die Mütter und die Kinder vor allem durch die Medien geprägt, die fast durchweg von pseudoliberalen „fortschrittlich denkenden Menschen“ bevölkert werden.

James P. Smith et al. von der RAND Corporation und Gillian C. Smith von der Washington University School of Medicine haben eine repräsentative Erhebung über das Leben von 35 000 Amerikanern, bzw. 5000 Familien, die sich über vier Jahrzehnte hinzog, für eine bisher einzigartige Studie genutzt. Sie behandelt den Einfluß von emotionalen Problemen in der Kindheit (Depression, ADHS, Suchterkrankungen, etc.) auf das spätere Leben.

Das besondere der Untersuchung liegt auch darin, daß Menschen mit psychischen Problemen in der Kindheit mit ihren Geschwistern verglichen werden konnten, die gesund blieben. Damit war gesichert, daß das Umfeld für die beiden Gruppen (in der Kindheit psychisch belastete Menschen im Vergleich mit psychisch unbelasteten) gleich war.

In der Kindheit vorbelastete haben eine schlechtere Ausbildung, können im Durchschnitt sieben Wochen weniger im Jahr arbeiten und haben über das ganze Leben gerechnet im Durchschnitt 20 Prozent weniger Einkommen. Es handelt sich um einen Minusbetrag von 10 400 Dollar im Jahr! Der Gesamtschaden für die Volkswirtschaft durch diese Gruppe, etwa 6 Prozent der Bevölkerung, beläuft sich auf 2,1 Billionen Dollar im Jahr.

Das ist natürlich nur die Spitze des Eisberges, denn es betrifft nur offensichtliche neurotische Symptome. Man denke jedoch auch an den ungeheuren volkswirtschaftlichen Schaden, der durch die Schädigung der Arbeitsfunktion der überwiegenden Mehrheit, d.h. über 90 Prozent der Bevölkerung, hervorgerufen wird!

Es sei nur einmal an die Diskussion über „Mobbing“ in der Wirtschaft erinnert, die in den letzten Jahren geführt wurde. All die Milliarden, die durch „Dienst nach Vorschrift“ oder etwa durch das „Porno-Surfen“ während der Arbeitszeit verloren gehen! Geschweige denn durch neurotische Unachtsamkeit, durch Schlafstörungen, Substanzmißbrauch, etc.pp.

Die charakterliche Panzerung der Massen ist deshalb kaum im Interesse der Wirtschaft. Einzige Ausnahme (wenn man von volkswirtschaftlich unbedeutenden Marginalien absieht) ist vielleicht die Pharmaindustrie, die ohne Biopathien vor dem Ruin stünde. Da (jedenfalls was Deutschland betrifft) die Religion wegen Bedeutungslosigkeit kaum betrachtet werden muß, bleibt ansonsten nur eine einzige Gruppe, die am psychischen Massenelend ein Interesse hat: die Politiker im allgemeinen und die linken Ideologen im besonderen. Die Hilflosigkeit der Massen ist ihre einzige Lebensgrundlage.

Der Kapitalismus ist nicht Feind der Orgonomie, sondern ein potentieller Verbündeter, aus dem einfachen Grund, daß sich emotionales Elend nicht rechnet.

Sozialdarwinismus (Teil 1)

24. August 2015

Das soziale Denken des 19. Jahrhunderts spannt sich zwischen zwei Antipoden auf: Karl Marx (1818-1883) und Herbert Spencer (1820-1903).

In seiner umfassenden Universalität war Spencer ein Vorläufer Wilhelm Reichs, befaßt sich doch Spencer in seinem zehnbändigen System der synthetischen Philosophie (1867-96) von der Psychologie, Soziologie, Ökonomie, Geschichte, Biologie, Geologie, Astronomie bis zur Kosmologie schlechthin mit der Welt als funktioneller Einheit, die er mit Hilfe eines quasi orgonometrischen Ansatzes analysiert.

Schon vor Darwin entwickelte Spencer eine vom Evolutionsgedanken ausgehende Theorie. Nach dieser Entwicklungstheorie kommt es zu einer fortschreitenden Integration verschiedener Teile zu immer größeren Einheiten, in denen es dann zu einer ebenfalls ständig fortschreitenden Differenzierung kommt. Dies falle aber schließlich mit Zerfall und Auflösung zu primitiven Organisationsniveaus zusammen, die dann Ausgangspunkt für neue Entfaltung werden.

Dieses „Gesetz der Entwicklung“ entspricht in etwa Reichs Darstellung des Orgonenergie-Metabolismus:

Spencer glaubte, daß sich die Organismen und Menschen nach diesem Gesetz an ihre ökologische bzw. soziale Umwelt durch wachsende Spezialisierung immer besser anpassen. Auch die Gesellschaft als Ganzes betrachtete Spencer als Organismus. Deshalb würden sich, gemäß der gleichzeitigen Integration und Differenzierung, die Gesellschaften zu immer mächtigeren Gebilden entwickeln, in denen aber gleichzeitig, bedingt durch die wachsende Differenzierung, die Freiheit immer weiter zunehme.

So entwickele sich die Menschheit vom militaristischen Staatsabsolutismus orientalischen Gepräges (Zwangsgemeinschaften, die sich aus indifferenten Mischungen sozialer Formen organisiert hatten) folgerichtig in Richtung individueller Freiheit und Demokratie. Der Lebensstrom würde die Menschheit also automatisch zu einem staatenlosen Zustand führen – ein Konzept, das das genaue Gegenteil von Hans Hass’ Vorstellungen der unbeeinflußten Energon-Entwicklung darstellt.

Hans Joachim Störig stellt in seiner Kleinen Weltgeschichte der Philosophie Spencers Anschauungen so dar, daß sie in jeder Beziehung in vollkommener Übereinstimmung mit der orgonomischen Soziologie stehen:

Der Sozialismus gehört nach Spencer in den Bereich der alten absolutistischen Gesellschaftsformen. (…) In einem sozialen Wohlfahrtsstaat sieht Spencer zwei große Gefahren: Erstens würde eine Zuteilung der auf den einzelnen entfallenden Anteile am gemeinsamen Arbeitsertrag durch den Staat nach Maßgabe der Bedürfnisse anstatt nach Fähigkeit und Leistung den natürlichen Wettbewerb, die Bedingung jeder Weiterentwicklung, stören und zu einem Verfall der Gesellschaft innerhalb weniger Generationen führen. Zweitens: Würde der Staat den Versuch machen, den höchst verwickelten Organismus – der unter der automatischen Selbstregulierung durch Angebot und Nachfrage zwar nicht ideal funktioniert, aber doch wenigstens funktioniert – in allen Einzelheiten selbst zu regeln, so würde das zu einer lähmenden totalen Bürokratie führen. Eine trostlose Erstarrung würde eintreten, eine Gesellschaft von Ameisen und Bienen entstehen.

Im krassen Gegensatz zum tragikomischen Schicksal der Marxschen Philosophie wurde wohl kaum je ein Philosoph derartig wie Spencer durch die spätere Entwicklung bestätigt. Trotzdem ist Spencer heute so gut wie vergessen, in den Bibliotheken findet man kaum Bücher von oder über ihn und in Geschichtswerken über Philosophie handelt man den Autodidakten Spencer verächtlich ab – was wieder im krassen Kontrast zum Schicksal Marxens steht.

Wird nicht Spencers Andenken dadurch tatsächlich fragwürdig, daß er (wie angedeutet lange vor Darwin) Wendungen wie „der Kampf ums Dasein“ und „das Überleben der Tüchtigen“ geprägt und den „Sozialdarwinismus“ begründet hat, der so viel Leid über die Menschheit brachte? (Bei Marx tauchen entsprechende „Darwinistische“ Vorstellungen bei der Theorie des „Klassenkampfes“ auf.)

Für den Evolutionsbiologen Hans Hass sind der biologische „Selektionswert“ und die wirtschaftliche „Konkurrenzfähigkeit“ von der Funktion her identisch. In diesem Zusammenhang ist eine Anmerkung interessant, die Stephan Lackner (der in den 1930er Jahren mit Reich in Kontakt stand), in seinem Buch Die friedfertige Natur (München 1982) gemacht hat, wonach die industrielle Revolution mit einer dramatischen Wandlung der Haltung zur Natur zusammenfalle. Habe vorher eine idyllisch-romantische Naturauffassung („friedfertige Natur“) vorgeherrscht, sei zusammen mit dem brutalen Konkurrenzkampf im Frühkapitalismus der Darwinismus mit seinem „Kampf ums Dasein“ aufgekommen. Lackner malt, wohl zu recht, die letzte Konsequenz des Darwinismus auch so aus, daß sie ganz der von Reich beschriebenen emotionalen Wüste entspricht:

Das Dasein ist der Krieg aller gegen alle. Die Erde ist von graugrün getarnten, mit Panzern und Stacheln bewehrten, übelriechenden und giftigen Ungeheuern überlaufen. Kein Wesen vertraut dem anderen.

Man findet sich in dieser „Darwinistischen“ emotionalen Wüste wieder, wenn Hass z.B. geradezu faschistoid schreibt:

Solange es Energone gibt, fußt deren Höherentwicklung auf einem untereinander ausgefochtenen Kampf und der damit verbundenen Eliminierung des Schwächeren. Wenn deshalb vom Menschen gebildete Gruppen die Vernichtung von anderen anstrebt, ja sogar mit vehementen Glücksgefühlen für solche Vernichtung belohnt werden, fällt es keineswegs aus der üblichen Praxis, sondern entspricht jenem rücksichtslosen Willen zur Macht, der die gesamte Evolution kennzeichnet und in dem bereits Nietzsche den tiefsten Wesenszug der Lebensentfaltung sah. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

So nimmt bei Hass der Lebensstrom den gleichen Charakter an, der auch den Hegelschen „Weltgeist“ auszeichnet. Beides sind diabolische Mächte, die von den Individuen Macht ergreifen, sie benutzen, aussaugen und dann als leere Hüllen fallenlassen, wenn sie ihre Funktion erfüllt haben. Beide, der „Weltgeist“ und der „Lebensstrom“ verwirklichen sich schließlich im absoluten Staat.

Natürlich hing auch Marx einem ähnlichen Mythos an, denn schließlich war die ganze Geschichte der Ausbeutung vom Sklavenstaat bis zum brutalen Kapitalismus etwas Gutes, weil notwendiges. Ganz in diesem Sinne schreibt Hass:

Manche Erscheinung seit Auftreten des Menschen, welche in ethischer Sicht höchst verwerflich erscheinen – wie Tyrannei und Ausbeutung –, mögen (…) sehr wohl den Lebensstrom befördert haben, indem der Machtzuwachs einiger seiner Weiterträger dem Fortschritt mehr diente und ihn förderte, als die Unterdrückung und Erpressung anderer sich in seiner Gesamtbilanz negativ niederschlug. (ebd.)

Daß die Wirtschaft von Liebe, Arbeit und Wissen regiert wird, hält Hass für eine oberflächliche Illusion. Wie in der Natur stehen in Wirklichkeit „die einzelnen Erwerbskollegen, diese ‘Brüder’ und Teile in der gleichen Entwicklung, in einem erbitterten Kampf gegeneinander“ (Hass: Naturphilosophische Schriften, Bd. 3, München 1987).

Wer wollte bestreiten, daß dies einen Großteil des wirtschaftlichen Geschehens beschreibt! Doch kann man das ganze auch mit Reichs Augen sehen:

Die praktische Notwendigkeit der Arbeitsdemokratie erfordert, daß man vom wirklichen Charakter seines wirtschaftlichen Gegenübers absieht und sich nur um die objektiven Erfordernisse der Arbeit kümmert. Und auch man selbst kann nicht immer wahrhaftig sein, sondern muß praktisch ständig als Schauspieler auftreten. Das kann man ganz konkret beim Geschenkaustausch der Trobriander beobachten, die nie ihre wahren Gefühle zeigen; so tun, als würden ihnen die Geschenke nichts bedeuten, etc.

Dies heißt nicht, daß Ehrlichkeit in der Arbeitsdemokratie keinen Platz hat, – vielmehr sind wahrheitsfanatische Moralisten, die das Spiel verderben, stets pestilente Charaktere, – die nie ehrlich sind. Ehrlichkeit hat wenig mit Wahrheit zu tun, sondern vielmehr mit Anständigkeit. Anständigkeit bedeutet Rücksicht auf die Umstände zu nehmen, d.h. z.B. daß man die Wahrheit nicht unabhängig von den Umständen sagt, sondern – lügt („Notlüge“).

Die Lüge und Verstellung gehört genauso untrennbar zu einer funktionierenden Wirtschaft, wie sie zur sexuellen Zweierbeziehung gehört. Statt morgens zu sagen: „Du siehst aus wie ein aufgedunsener Leichnam!“ lügt man: „Meine kleine chinesische Jadepuppe!“ So verkörpert sich die Genitalität auch: durch Lug, Trug, Bestechung und Berechnung! Wie sollte es in der Wirtschaft anders sein. Es ist nicht fair, es ist Emotionelle Pest, dem Leben die moralische Elle anzulegen. Und es zeigt emotionale Unreife, an der lügnerischen „Grausamkeit“ des Lebens übermäßig zu leiden.

In Kapitalismus und die Funktion des Orgasmus habe ich den Tausch im Wirtschaftsleben mit dem liebenden „Austausch“ in der Sexualität gleichgesetzt. Doch nach Hans Hass „sind Raub und Tausch nichts voneinander grundsätzlich verschiedenes.“ Diese Theorie entspricht einem typischen Charakterzug des Konservativen, für den der freiwillige arbeitsdemokratische Tauschprozeß ein Zeichen von Schwäche ist. Hierzu gehört auch, daß für Hass Diebe und Erpresser ebenfalls „gleichberechtigt“ als Energone betrachtet werden müssen. Er zitiert dazu den Volkswirtschaftler Werner Sombart:

Nach meiner Definition ist also Arbeit ebenso die Tätigkeit, die der Dieb aufwendet, um einen Einbruch auszuüben, obwohl sie (sozial) schädlich ist.

In Massenpsychologie des Faschismus hat Reich streng zwischen Arbeit und Nichtarbeit, „die den Lebensprozeß schädigt“, unterschieden.

Entsprechend der militaristischen „Zwangsorganisation“ Spencers, die durch die Notwendigkeit der Abwehr äußerer Feinde entsteht, ist für Hass sogar die arbeitsteilige Gemeinschaftsbildung an sich auf den Diebstahl bzw. auf dem Schutz vor ihm begründet, denn dadurch, daß die künstlichen Organe nicht mehr fest mit dem Körper verbunden seien, müsse man sie vor Raub schützen, brauche also die Kooperation mit anderen.

Für Hass ist „der Krieg der Vater aller Dinge“. Wobei er explizit in der Tradition von Konrad Lorenz steht.

Hass spricht davon, daß „manche in totalitären Staaten geläufige Betrachtungsweise gleichsam Sprachrohr der Lebensstrominteressen sind“: Ausmerzung lebensunwerten, funktionslosen Lebens! Erscheinungen wie die, daß manche Leute nicht angeborenermaßen empört darauf reagieren, wenn ein Kind mißhandelt wird, erklärt Hass damit, daß es „bereits eine Unzahl von ‘Abnormalitäten’“ gäbe, „besonders da die Heilkunst alles am Leben zu erhalten bemüht ist.“

Als konservativer Charakter scheint Hass, Jahrgang 1919, jenem Vorgang zum Opfer gefallen zu sein, den er selber wie folgt beschreibt:

In der Pubertät formen die Kinder ihre ethischen Ideale. Was ihnen in dieser Zeit aufgeprägt wird, können sie meist im späteren Leben nicht völlig überwinden.

Aus orgonomischer Sicht verfestigt sich in der Pubertät der Charakter endgültig und dazu gehört auch der soziopolitische Charakter. Hier hat Hass vollkommen recht, wenn er schreibt:

Wie sich allerorts und bei allen Rassen auf das deutlichste zeigt, können Jugendliche, die in dieser sensiblen Periode auf religiöse, doktrinäre oder ideologische Wertvorstellungen ausgerichtet werden, sich im späteren Leben nur schwer über solche hinwegsetzen, weil diese fest in ihnen verankert sind. Ja, sie wollen dies gar nicht – was deutlich zeigt, daß bei ihnen das so Geprägte zum integralen Ausdruck des Ichs und seiner höchstpersönlichen Neigung empfunden wird. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

In den letzten Jahren haben viele konservative Ideologen mit dem Begriff „egoistische Gene“ herumhantiert, um ihre sozialdarwinistischen Thesen wissenschaftlich zu fundieren. Dabei beriefen sie sich auf den englischen Zoologen Richard Dawkins. Nun hat aber ausgerechnet dieser Dawkins der traditionellen Evolutionstheorie des „Survival of the Fittest“ eine Theorie des „Überlebens des Kooperativen“ entgegengestellt.

Demnach zählt im Überlebenskampf die Kooperation weit mehr als der Konflikt. Das Konzept Dawkins ähnelt dem Reichschen Konzept der Arbeitsdemokratie. Beide beruhen darauf, daß man sich dem Mitlebewesen kooperationsbereit nähert.

Nach Hass ist ein rücksichtslos sich durchsetzendes Energon, das im Überlebenskampf mit einer ausbeuterischen Strategie vorgeht und die „dummen“ kooperativen Energone verdrängt, Anwalt der Interessen von Art und Lebensstrom. Jedoch hat Dawkins nachgewiesen, daß genau das Gegenteil wahr ist, nämlich daß jener, der seine Mitenergone auf dem Altar der angeblichen Interessen von Art und Lebensstrom opfert, überhaupt keine Überlebenschance hat – also Art und Lebensstrom schadet! In Wirklichkeit setzen sich jene durch, die der Tit for Tat-Strategie folgen: „Auge um Auge“, oder besser: Leben und Leben lassen!

Tit for Tat funktioniert wie folgt: Man geht innerhalb einer Lebensgemeinschaft nicht ausbeuterisch, sondern kooperativ auf ein Angebot ein. Betrachten wir in einer solchen Lebensgemeinschaft die Individuen A und B, wobei A einen lebensnotwendigen Dienst anbietet, den B, ohne Gegenleistungen zu geben, annimmt. B folgt also einer ausbeuterischen Strategie, verzeichnet einen beträchtlichen Energiegewinn und wird sich durchsetzen, während solche „sucker“ wie A zugrundegehen. In den kranken Hirnen von konservativen Ideologen funktioniert die Natur so, in Wirklichkeit aber geht natürlich nicht der kooperative A, sondern der ausbeuterische B zugrunde. Im natürlichen Ablauf der Dinge wird nämlich A, und auch sonst niemand, für B jemals wieder etwas tun, bzw. solange mit Sanktionen gegen B reagieren, bis auch B sich endlich anständig verhält.

Das ist das Grundgesetz der Natur:

  1. nähere dich einem anderen stets freundlich;
  2. reagiere auf die Freundlichkeit anderer ebenfalls freundlich;
  3. zahle jede Unfreundlichkeit sofort mit gleicher Münze heim; und
  4. verzichte auf jede Rache, wenn sich der Unfreundliche wieder freundlich verhält, d.h. lerne zu vergeben und zu vergessen.

Wie schon Nietzsche gesagt hat, gehört der Geist der Rache den niedrigen, nichtswürdigen Menschen. Das Böse kann nur dort gedeihen, wo man entweder immer die andere Wange hinhält oder wo man nicht vergeben kann. Verhielte sich jeder Mensch rational nach der Tit for Tat-Strategie, würde sich die Arbeitsdemokratie zwangläufig entfalten. Diese Überlegungen lassen sich wie folgt zusammenfassen (a = Strafe, b = Belohnung):

  1. „Christentum“ und liberaler Humanismus (masochistische Erduldung);
  2. Arbeitsdemokratie (Tit for Tat);
  3. Faschismus und Kommunismus (sadistische Rache).

Mit Hilfe des Tit for Tat können wir auch den Unterschied zwischen Arbeit und Antiarbeit schärfer fassen: Arbeit funktioniert immer nach den Gesetzen des Tit for Tat, während Antiarbeit diesen Gesetzen widerspricht.

„Es lebe das heilige Deutschland!“

27. November 2014

Für die „Griechenland-Hilfe“, d.h. die Banken-Hilfe werden die kleinen Leute in Deutschland, die die Volkszertreter in die Parlamente gewählt haben, durch die kommende Inflation die Zeche zahlen müssen. Sie zahlen sie schon heute durch die flächendeckende Enteignung im Zuge der Nullzinspolitik. Und nach der unabwendbaren „Harmonisierung“ der europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik wird ihnen selbst dieses „Mitspracherecht“ genommen werden.

Die Aufgabe des Parlaments ist es, die Regierung zu kontrollieren, damit die mit unserem Geld nicht tun und lassen kann, was sie will. Leider hat sich das ins direkte Gegenteil verkehrt: mit immer neuen teuren Wahlgeschenken („Geschenke“, die wir selbst bezahlen bzw. die unsere Kinder werden bezahlen müssen!) kauft man uns unsere Stimmen ab.

Die Aufgabe der Regierung ist es, für den Schutz unserer körperlichen Unversehrtheit und unserer materiellen Güter zu sorgen. Wird dies konsequent in Angriff genommen, bremsen sofort die Parlamentarier, die sich um die „Bürgerrechte“ von Kriminellen sorgen.

Die Großkriminellen, die Kapitalisten, werden sogar ausdrücklich geschützt. Das geht so weit, daß staatlicherseits potentielle Konkurrenz durch willkürliche Auflagen, die uns „schützen“ sollen, ausgeschaltet wird. Man denke dabei nur an Reichs Auseinandersetzung mit dem medizin-industriellen Komplex in Amerika!

Eine freie Marktwirtschaft, bzw. der „Kapitalismus“, kann nur funktionieren, wenn sie von einem starken „antikapitalistischen“ Staat beschützt wird, der einen rechtlichen Rahmen für die primäre bioenergetische Entfaltung der Wirtschaft stellt und das System vor den eigenen Entartungen, den „sekundären Trieben“ schützt, also Ausbeutung, Wirtschaftskriminalität, Kartellbildung, Umweltverschmutzung, etc.

Für Reich lag die praktische soziale Aufgabe in der Sichtung erstens aller natürlichen Lebenskräfte im Individuum und in der Gesellschaft und zweitens aller Hindernisse, die ihrem spontanen Funktionieren entgegenwirken.

Die ersten müssen gefördert, die zweiten müssen ausgeschaltet werden. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 313)

Das ist die einzige rationale Funktion des Staates.

Eine entsprechende Auffassung hat bereits Adam Smith vertreten. Er betrachtete die Wirtschaft als ein System, das auf dem rücksichtslosen Eigennutz beruht. Erst die geheimnisvolle „unsichtbare Hand“ würde aus Bösen Gutes, aus Eigennutz Gemeinnutz machen.

Diese „unsichtbare Hand“, die quasi demokratisch alles zum besten der Allgemeinheit richtet, ist natürlich nichts anderes als das, was Reich „Arbeitsdemokratie“ genannt hat. Je besser diese funktioniert, desto weniger staatlicher Zwang ist notwendig.

Smith hat, angesichts des gegenwärtigen Zustandes der „menschlichen Natur“, dieser „unsichtbaren Hand“ nicht blind vertraut und gefordert, daß den „bösen“ Unternehmern von Staatswegen und durch eine ständig alerte kritische Öffentlichkeit unablässig auf die Finger geschaut werden müsse. Ohne Kontrolle würden die Kapitalisten ansonsten bestrebt sein, den Markt auszuschalten und durch geheime Absprachen die Löhne zu drücken und die Preise hochzuhalten.

Er konnte nicht den heutigen Finanzkapitalismus voraussehen, der dieses Problem ultimativ verschärft hat.

Was gegenwärtig abläuft hat die französischen Zeitung Paris-Normandie vor einiger Zeit wie folgt zusammengefaßt:

Alle Staaten sind überschuldet und leihen sich von den Banken das Geld, das sie dann Griechenland leihen, damit dieses die Banken auszahlen kann. Die wiederum spekulieren darauf, daß die Staaten ihre Schulden nicht zurückzahlen können.

Der Staat wird zum Büttel der Mafia und delegitimiert sich zunehmend. Das läßt sich beispielsweise (bzw. mit weit mehr Berechtigung) auch über Großbritannien oder gar Belgien sagen! Tatsächlich über jedes westliche Land. Der entscheidende Unterschied ist, daß jeder von uns ein grundgesetzlich verbrieftes WIDERSTANDSRECHT hat. „Stauffenberg“ ist im Grundgesetz verankert, weil Stauffenberg selbst keine gesetzliche Grundlage hatte.

StauffenbergDem militärischen Widerstand im „Dritten Reich“ ging es nicht um „soziale Gerechtigkeit“, „Rechtsstaatlichkeit“ oder Demokratie (die hatte im Zweifelsfall eher die Nationalsozialisten auf ihrer Seite, wie u.a. die Reaktion der Bevölkerung auf das Hitler-Attentat zeigte), ihnen ging es einzig und allein um Deutschland. Sie wollten einen Psychopathen und seine Spießgesellen beseitigen, der Deutschland zu seiner Verfügungsmasse gemacht hatte.

Was ist das, „Deutschland“? Deutschland ist der Boden, auf dem seit unvordenklichen Zeiten unsere biologischen und kulturellen Vorfahren gelebt haben. Deutschland bedeutet ein enges (genetisches) Verwandtschaftsverhältnis, ein gemeinsames Rechtsgefühl und eine gemeinsame Kultur (von der Sprache, über die Alltagssitten bis hin zu Goethe).

Deutschland bedeutet vor allem Tiefe. Das heißt, daß wir nicht nur in der „flachen Gegenwart“ leben können, sondern immer unserer Vorfahren gedenken müssen, damit diese nicht umsonst gelebt haben. Und wir müssen vor allem, bei allem was wir tun, an unsere Kinder und Kindeskinder denken. Wir können nicht tun und lassen was wir wollen, da wir nur Glieder einer Kette sind. (Alles frei nach Edmund Burke.)

Jetzt schaue man sich an, was unsere Politiker mit diesem Land gemacht haben:

 

Sie haben Millionen kulturfremde (bzw. „kulturfeindliche“) Menschen ins Land geholt, was das Wort „Deutschland“ (Land der Deutschen) schon bald rein demographisch ad absurdum führen wird. Sie haben durch eine Ent-Bildungspolitik die Kultur zerstört (man denke nur an die schwachsinnige Rechtschreibreform!). Sie haben mit einem allumfassenden Meinungsterror („Kampf gegen Rechts“) die Demokratie faktisch beseitigt. Sie haben das bißchen Souveränität, das dieses Land nach dem Zweiten Weltkrieg wieder erlangt hat, an Euro-Bürokraten und ein Pseudoparlament abgetreten. Sie haben dieses Land langfristig ruiniert, als sie die D-Mark mit dem Lira und der Drachme vereinigten. Kurz gesagt, haben sie in ihrem verblendeten Machbarkeitswahn alles organisch Gewachsene zerstört.

Wenn ich sehe, wie die Wiedergänger Hitlers Kränze am Bendlerblock niederlegen, schnürt es mir die Kehle zu. Nein, es sind keine „bösen Menschen“; es sind Kindsköpfe, die keinerlei Gefühl für Tiefe haben. Es sind lebensfremde Sabbelbütel:

Dieses Pack hat nie gearbeitet, sondern immer nur doziert, wie andere zu arbeiten haben. Wie Hitler sind es persönlichkeitsgestörte Sonderlinge, die irgendwelchen fixen Ideen nachhängen. Beispielsweise wird uns gepredigt, wir sollten uns den Lebensgewohnheiten unserer Gäste anpassen. Die Politikanten identifizieren sich mit den fremden Asozialen, weil sie selbst außerhalb des Volkskörpers stehen.

 

„Nachhaltgkeit“ kennen diese Politiker nur dort, wo sie dem deutschen Volk schadet. Das betrifft insbesondere vom Klimawahn geprägte Energiepolitik, die im übrigen einer ungemeinen und praktisch irreversiblen Schädigung des Landschaftsbildes und sogar mit Umweltzerstörung einhergeht. Deutschland wird systematisch zerstört.

Man kann nicht häufig genug unterstreichen, daß es keine „soziale“, sondern ausschließlich eine charakterologische Frage gibt: die Freiheitsunfähigkeit, die Sklavenmentalität, der Massen, die von den Politikern ausgenutzt und perpetuiert wird. Mit anderen Worten: der Sozialismus ist das eine und einzige Problem. Das zeigt sich besonders schön am Beispiel Arbeitslosigkeit.

Ähnlich wie einst in der „DDR“ gedeiht in Deutschland unterhalb der politischen Gängelung eine sich selbst steuernde Schattenwirtschaft, was durch die Einführung des absurden Mindestlohns noch weiter verschärft werden wird: ein schildbürgerliches Programm zur Förderung der Schwarzarbeit. Nach Schätzungen des Linzer Volkswirtschaftsprofessors Friedrich Schneider aus dem Jahre 2006 verbergen sich dort mehr als 8 Millionen Vollzeit-Arbeitsverhältnisse. Hinzu kämen fast 1 Million zeitweilige ausländische Schattenjobber. Er veranschlagte das Volumen der illegalen Beschäftigung für 2006 Jahr auf 345,5 Milliarden Euro, etwa 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. (2014 spricht er von 338 Milliarden Euro und 12 Prozent. Zum Vergleich: der Bundeshaushalt hat in diesem Jahr einen Umfang von 296,5 Milliarden Euro.)

Wie in Hans Hass und der energetische Funktionalismus dargelegt, wird der Bedarf nach spezialisierten Arbeitsleistungen auch nicht annähernd befriedigt. Wir leben buchstäblich in einer sozialistischen Service-Wüste! Ohne „Sozialstaat“ und „Arbeitsmarktpolitik“, d.h. ohne gesellschaftliche Panzerung, hätten wir Vollbeschäftigung!

Das ganze zeigt auch, wie die gepanzerte Gesellschaft von der Arbeitsdemokratie aufrechterhalten wird, die weiterfunktioniert unabhängig davon, was die parasitäre politische Pest auch immer anrichten mag, etwa mit obszönen Absurditäten wie der „Agentur für Arbeit“ (sic!). Siehe dazu Reichs Ausführungen in den Schlußkapiteln der Massenpsychologie des Faschismus.

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Die Schere in den heutigen Volkswirtschaften

2. November 2013

Ökonomie beruht letztendlich auf den biosozialen Beziehungen zwischen Menschen. Jemand, etwa Bill Gates, hat eine „gute Idee“, die den ungerichteten biophysischen Aktivitäten von Menschen eine Richtung gibt, d.h. aus diesen Arbeit macht. Um aus dieser Idee eine tragfähige materielle Macht zu machen, die tatsächlich neue Arbeitsplätze schafft, benötigt der Erfinder Kapital, d.h. konkret Kredit. Er geht eine langfristige Beziehung mit dem Kreditgeber ein, dem er den Kredit plus Zinsen zurückzahlen muß.

In früheren Zeiten spielte Kredit eine untergeordnete Rolle. Handwerker konnten sich ihr Startkapital noch selbst erarbeiten, Bauern konnten sogar praktisch aus dem Nichts anfangen. Inzwischen sind aus Handwerken Spezialisten geworden, die teure Spezialgeräte benötigen, Bauern wurden zu Agrarmanagern, etc. Der Kapitalbedarf steigt mit der Entwicklung des „Kapital-ismus“ exponentiell an. Doch gleichzeitig nimmt die Fähigkeit der Menschen ab, die ungeheuren Spannungsbögen, die dem Versprechen entsprechen, das aufgenommene Geld in Zukunft mit Zins zurückzuzahlen, auszuhalten und die Aktivitäten entsprechend fokussiert zu halten, d.h. zu arbeiten.

Noch für meine Eltern war es praktisch undenkbar „Schulden zu machen“, selbst wenn sie eine Idee wie Bill Gates gehabt hätten. Hätten sie aber einen Kredit aufgenommen, wäre ihre Arbeitsethik und ihre Kontaktfähigkeit groß genug gewesen, die Verantwortung, die sie auf sich geladen haben, auch zu tragen. Seit etwa 1960 sind jedoch Generationen herangewachsen, bzw. sozialisiert worden, die sich nicht mehr auf die Zukunft vertrösten lassen wollen, die „Genuß sofort“ haben wollen, entsprechend gerne Kredite aufnehmen, jedoch vollkommen unfähig sind, die damit einhergehende Jahre und Jahrzehnte andauernden Spannungsbögen auszuhalten und fokussiert zu bleiben. Das reicht vom kleinen Konsumentenkredit bis hin zu Krediten für ganze Nationen.

Die Schere zwischen der ökonomischen Notwendigkeit, durch die der Kredit eine immer größere Rolle spielt, und der durchschnittlichen Charakterstruktur der Massen, die nicht mehr „kreditwürdig“ ist, geht immer weiter auseinander.

Die Ursprünge des Kapitalismus sind charakterologischer Natur, d.h. er beruhte auf Menschen, die die Befriedigung hinauszögern konnten und nicht nur im Hier und Jetzt lebten. Klassische Beispiele sind die Juden und die Protestanten, die sich vor ihrem Gott verantworten müssen (man lese nur die durch und durch „kapitalistischen“ Parabeln von Jesus!), und nicht zuletzt die Menschen in Nordeuropa, die die Natur zwingt, in langfristigen Zeiträumen zu denken, weil sie in der dunklen Jahreszeit von dem leben müssen, was sie in der hellen erarbeitet haben. Diese charakterologischen Unterschiede sind auch der letztendliche Grund dafür, warum der protestantische Norden Europas keinen gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsraum mit dem katholischen Süden Europas zustande bringt.

Rein ökonomische Faktoren können diese sich immer weiter öffnende Schere zwischen den beiden Regionen nicht erklären. Das fängt beim Zeitmanagement im Alltag an, was beispielsweise simple Verabredungen beinhaltet, führt über Ordnung und Hygiene, die immer mit Zeitverzögerung und Triebaufschub einhergehen, und endet in der großen Fiskalpolitik.

Dank der „multikulturellen Gesellschaft“ ist uns diese Dynamik näher denn je: jeder Handwerker, Händler, Geschäftsmann, etc. wird bestätigen, daß es fast unmöglich ist, mit „Südländern“ normal und entspannt Geschäfte zu machen. Ein ähnliches Verhältnis besteht zwischen jenen, die charakterologisch noch in einer Welt vor 1960 leben und jenen, die eine antiautoritäre Struktur haben. Man sieht es diesen Leuten schon „irgendwie“ an, daß man ewig seinem Geld hinterherlaufen wird müssen, wenn man es überhaupt bekommt!

Hier gehört auch die zunehmende Propaganda gegen den Zins, die ultra-autoritäre Islamisten mit den Antiautoritären verbindet. Sie beruht nicht auf vermeintlich tieferen ökonomischen Einsichten, sondern ist Ausfluß der Charakterstruktur der „Zinskritiker“.

Man könnte einwenden, daß das „Südliche“ und das „Antiautoritäre“ weniger „gepanzert“ und „natürlicher“ seien. Oberflächlich betrachtet stimmt das sogar. Beispielsweise waren die europäischen Eroberer zu Beginn der Neuzeit entsetzt, daß die „Primitiven“ alles stahlen, was nicht niet- und nagelfest war und kaum zur Arbeit motiviert werden konnten, also für den Kapitalismus schlichtweg ungeeignet waren. Dabei wird aber außer acht gelassen, daß die Ureinwohner umgekehrt mindestens ebenso entsetzt waren, daß sich die Europäer über alle möglichen Tabus hinwegsetzten und ihrerseits eingegangene Verpflichtungen nicht einhielten.

Stammesgesellschaften hängen, ähnlich wie der Kapitalismus, auf ihre Weise ebenfalls davon ab, daß lange Spannungsbögen ausgehalten werden, man sich an Spielregeln hält und Verpflichtungen, die man eingegangen ist, sozusagen „mit Zins“ erfüllt. Es stimmt zwar, daß ökonomisch diese beiden Welten kaum vergleichbar sind (beispielsweise weil man in primitiven Gesellschaften kaum etwas „quantifizieren“ und entsprechend mit einem „Preisschild versehen“ kann), aber die charakterologischen Grundlagen sind weitgehend identisch.

Primitive Gesellschaften müssen nicht in jedem Fall „ungepanzert“ sein, können sogar weitaus neurotischer sein, als die westliche Gesellschaft. Und kapitalistische Gesellschaften könnten ebensogut von genitalen Charakteren bevölkert sein. Zu glauben, daß eine „solidarische Gesellschaft“ im Großmaßstab entsprechend den Stammeskulturen möglich wäre, ist illusorisch. Erstens sind Stammesgesellschaften nur solange „solidarisch“, solange sich der Einzelne an die Spielregeln hält und eingegangene Verpflichtungen auch erfüllt. Zuwiderhandlungen werden mit dem Ausschluß aus der Gemeinschaft und damit mit dem sicheren Tod bestraft. Und zweitens können solche primitiven Wirtschaftssysteme, die nicht quantifizierbar sind und ausschließlich auf persönlichem Kontakt beruhen, in größeren Gemeinschaften nicht funktionieren, sondern schlagen unversehens in ihr Gegenteil um: Vetternwirtschaft, Willkür und Tyrannei. Beispiele sind das Inka-Reich und das Reich der Azteken, die vor allem deshalb untergingen, weil sich unterworfene Stämme mit den Europäern verbündeten, um das unerträgliche Joch abzuschütteln.

Auf jeweils eigene Art haben der Kommunismus, der Faschismus und der Nationalsozialismus versucht, zum vermeintlichen Paradies einer „solidarischen Gesellschaft“ zurückzukehren. Es endete stets in einem Desaster. Zum Kapitalismus gibt es prinzipiell keine Alternative. Seine Fehlentwicklungen haben ausschließlich einen charakterologischen Hintergrund.

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Das Geheimnis der Rothschilds

25. Mai 2012

In dem Film Little Big Man gibt es einen lustigen Nebenplot, in dem ein Indianer, Younger Bear, zu Tode beleidigt ist, weil ihm der Titelheld das Leben gerettet hat. Younger Bear ist jetzt nämlich auf ewig in dessen Schuld. Younger Bear schuldet ihm ein Leben!

Das Leben der „Naturmenschen“ war tatsächlich alles andere als streßfrei, denn innerhalb der Clans, vor allem aber zwischen den Clans und Stämmen, wurde der soziale Zusammenhalt durch Geschenke aufrechterhalten, die nach einer größeren Gegengabe in absehbarer Zukunft verlangten.

Noch heute kennt jeder das Gefühl der Beschämung, wenn man von Leuten beschenkt wird, für die man alles andere als freundschaftliche Gefühle hegt. Trotzdem wurde mit dem Geschenk ein Band etabliert, dem man sich kaum mehr entziehen kann. Genau auf diese Weise werden Gesellschaften zusammengehalten. Keine Gesellschaft, selbst wenn sie ungepanzert wäre, könnte nach dem Prinzip „Seid nett zueinander!“ lange bestehen, denn Antipathie ist die natürlichste Sache der Welt. Man braucht sich nur das Verhalten unter Pferden im Stall und auf der Weide ansehen: spontan bilden sich lebenslange Freundschaften und Feindschaften. Auf derartige unkontrollierbare Gefühle können Menschen keine Arbeitsdemokratie aufbauen!

Was die Arbeitsdemokratie zusammenhält wird durch folgende Gleichung dargestellt:

Schon vor Jahrtausenden hat dieser Herzschlag arbeitsdemokratische Beziehungen über ganze Kontinente hinweg zusammengehalten. Ein gigantisches, ständig von neuem geflochtenes Gewebe aus Beziehungen zwischen Leuten, die sich teilweise nur vom Namen her kannten.

Bis heute durchdringt dieser Pulsschlag unser Leben. Am klarsten und grundlegendsten im Kreditwesen. Vom Kreditgeber erhalten jene Geld, die es nach menschlichem Ermessen mit Kredit zurückzahlen können. Es kann in diesem Zusammenhang nichts Destruktiveres geben, als Geld auf Grund von Sympathie, gar „Liebe“, zu verleihen. Nicht nur, daß es dem Kreditnehmer extrem schadet, wenn er Geld aufnimmt, daß er nie zurückzahlen kann, – geschädigt werden auch die, die genau diesen Kredit beantragt hatten, aber zurückgewiesen wurden, weil dem Kreditgeber ihre Nase nicht gepaßt hat. Im Kreditwesen geht es wirklich nur um eins: Kann der Kreditnehmer den Kredit plus den Zins abarbeiten? Der kluge Kreditgeber wird ihn in dieser Hinsicht beraten und unterstützen.

Drei Aspekte sind bemerkenswert:

  1. Arbeitsdemokratie ist inhärent internationalistisch. Sie sprengt die familiären und nationalen Bande, sieht vollkommen von der Person ab. Beispielsweise ist es heute so, daß Rotchina, in jeder Hinsicht der Todfeind der USA, als Kreditgeber alles daran setzen muß, daß sich Amerika wirtschaftlich gut entwickelt. Ideologien und irgendwelche „geopolitischen“ Überlegungen (Stammesdenken) werden so bis zur Bedeutungslosigkeit zurückgedrängt. Die beiden Weltkriege und der Kalte Krieg waren nur möglich, weil sich Deutschland und Rußland dem kapitalistischen Weltsystem entziehen wollten.
  2. Wie Robert Harman dargelegt hat, ist das Wesen der physikalischen Größe „Zeit“ für die Ökonomie von alles entscheidender Bedeutung („Practical Functional Economics (Part II)“, Journal of Orgonomy, 44/2, Fall 2010/Winter 2011). Man nehme einen Bauern, der Feldfrüchte gegen Fische tauscht, die ein Nachbar geangelt hat. In diesem einfachen Tausch spielt der Faktor Zeit so gut wie gar keine Rolle. Ähnlich ist es, wenn wir im Laden etwas einkaufen. Ganz anders ist es bei Kreditgeschäften. Hier wird eine Beziehung gebildet, die theoretisch über Jahrzehnte, ja sogar über Generationen hinweg, andauern kann. Es kommen Aspekte ins Spiel wie wachsende bioenergetische Erregung und vor allem die Grundeigenschaft der Orgonenergie: das orgonomische Potential. Durch die Kreditvergabe werden Dinge, orgonotische Funktionen, in Bewegung gesetzt, die beim einfachen Tauschhandel nie und nimmer aufgekommen wären. Und genau das rechtfertigt letztendlich den Zins.
  3. Der Orgonenergie-Metabolismus im Kapitalismus ist funktionell identisch mit der Funktion des Orgasmus:

Das Brechreiz erregende Geschwafel über „Judenbanken“, „internationales Finanzjudentum“ und „Zinsknechtschaft“ entspricht einem krankhaft verzerrten Erahnen dieser Zusammenhänge. Die religiös bedingte Ausgrenzung der Juden, die sie zu Fremden im eigenen Land machte, das Fernhalten vom unmittelbaren Austausch („Feldfrucht gegen Fisch“), ihre Abdrängen in den überregionalen Handel (Beispielsweise der Handel mit Pferden) und nicht zuletzt das Zinsverbot für Christen, dem sie nicht unterlagen, machten sie zu idealen Wegbereitern des modernen Kapitalismus.

Der fiese Judenhaß bei Nationalsozialisten und anderen Sozialisten geht auf einen tiefsitzenden Horror vor bioenergetischer Erregung zurück. Die fast schon sprichwörtlichen „Rothschilds“ sollten statt dessen als Menschheitsheroen verehrt werden, denn ohne visionäre Bankiers wie sie, könnten wir heute nicht sieben Milliarden Menschen auf einem vor nicht allzulanger Zeit undenkbar hohen Niveau am Leben erhalten.

Siehe auch meine Ausführungen über den Antisemitismus (drei Teile).