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Elsworth F. Baker als Opfer der Emotionellen Pest in der Orgonomie

16. März 2026

Die Emotionelle Pest richtet sich allgemein gegen eine Erregung in der Umwelt, die der emotionell Pestkranke nicht ertragen kann. Das ist etwa so, wie wenn du an einer schwierigen Arbeit sitzt, dich konzentrieren mußt, und dich irgendeine Musik in den Wahnsinn treibt und du dann tatsächlich ausrastest. Das wird meist eine nachvollziehbare und rationale Reaktion auf die Rücksichtslosigkeit deiner Mitmenschen sein. Anders sieht es aus, wenn du aus irgendeiner Frustration heraus überempfindlich bist und selbst rücksichtslos auf Nichtigkeiten reagierst. Diese irrationale Reaktion ist Emotionelle Pest. Unmißverständlich ist es Emotionelle Pest, wenn das ganze mit einer sexuellen Unbefriedigtheit bei dir im Zusammenhang steht. Und ganz spezifisch Emotionelle Pest liegt vor, wenn sich deine Reaktion gegen das Genitalleben anderer richtet. Der krönende Abschluß an Emotioneller Pest ist es schließlich, wenn zu diesem Beginnen die Moral ins Spiel gebracht wird!

Elsworth F. Baker, Jahrgang 1903, war jener Schüler Reichs, dem er seit 1949, als Reich begann von New York City wegzuziehen, um sich ganzjährig in Maine niederzulassen, die Ausbildung zukünftiger medizinischer Orgonomen anvertraute. Eine Aufgabe, der Baker bis zu seinem Tode 1985 nachging. Ein Jahr zuvor verstarb seine Ehefrau Marguerite, die wie er bei Reich in Therapie war und beispielsweise am Projekt „Kinder der Zukunft“ teilgenommen hatte. Die beiden waren seit 1941 verheiratet.

Nun möchte ich auf den Artikel des damals fast 100jährigen Morton Herskowitz „A Refutation of Political Misuses of Reich’s Work“ eingehen, der sehr persönliche Angriffe auf Baker enthält, die neuerdings von Philip Bennett wiederholt wurden (siehe dazu Orgonomische Facebook-Seiten seit der Trump-Wahl (Teil 1)) und allgemein seit nunmehr über 40 Jahren als Klatsch umgehen.

Nachdem er Baker als Rechtsextremisten und „Elitisten“ outet, fährt Herskowitz fort, daß Courtney F. Baker zufolge sein Vater oft log, etwas, was Courtneys Partnerin, die Orgonomin Louisa Lance bestätigt habe. Herkowitz fährt fort: „Einmal nahm ich an einer feierlichen Veranstaltung teil, bei der ein Kollege auf einen jungen Mann hinwies, dessen Bewegungen und Mimik offensichtlich gestört waren. Er erzählte mir, daß der junge Mann der Sohn von Elsworth Baker und einer seiner Patientinnen sei.” Im Klatsch heißt es, daß Baker über viele Jahre eine heimliche Geliebte hatte, eine Beziehung, aus der das besagte Kind hervorging, und daß er dies seiner Familie, d.h. seiner Frau und seinen drei Söhnen gegenüber geheimhielt. Baker, ein Lügner und Betrüger. Ich hätte beinahe geschrieben „typisch AfDler“!

Lassen wir Baker selbst zu Wort kommen. 1979 hielt er vor dem American College of Orgonomy eine Rede, die folgende Sätze enthielt:

Wenn in einer Ehe ein Partner den anderen nicht mehr erregt, ist dies in der Regel dauerhaft, es sei denn, es handelt sich um korrigierbare Faktoren. Im letzteren Fall kann eine kurze Affäre die Ehe wiederherstellen und die beiden einander näher bringen. Im ersten Fall kann die Ehe aufgelöst werden oder als eine Partnerschaft fortgesetzt werden, die in anderer Hinsicht sehr befriedigend ist. Im letzteren Fall kann einer oder beide Partner sexuelle Befriedigung außerhalb der Ehe suchen. Dies sollte mit äußerster Diskretion geschehen. Ich verstehe nicht, warum das so ist, daß einer der Partner aufhört, sich für den anderen zu begeistern, während der andere weiterhin fasziniert ist und immer noch tief verliebt ist.

Es ist nicht immer möglich, einen Partner zu finden, der sowohl die Bedürfnisse nach Gesellschaft als auch nach Sexualität angemessen befriedigen kann. Wenn diese Situation akzeptiert werden kann, sind möglicherweise zwei Partner erforderlich. Gesunde Paare bleiben zusammen und sind treu, solange die Beziehung zufriedenstellend ist. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, wird ein neuer Partner gesucht. („On Love“, The Journal of Orgonomy, Volume 14, No. 1, May 1980)

Die besagte „äußerste Diskretion“, also das „Lügen“ und „Täuschen“, das man Baker vorwarf, dient dazu, die Gefühle und Integrität des ursprünglichen, nunmehr rein platonischen Partners zu schützen. Der „äußere Schein“ wird gewahrt. Für Linke, die mangels Kontakt mit dem eigenen bioenergetischen Kern von unverarbeiteter Schuld zerfressen sind und ihre Erlösung in „der Gesellschaft“, im Kollektiv, „der Gerechtigkeit“ und in einem „ehrlichen Miteinander“, also ihrer Ersatzreligion, suchen, ist ein solches Verhalten eines „selbstsüchtigen“ konservativen Charakters absolut unerträglich. Ein Sakrileg! Daß sie das alles einen feuchten Kehricht angeht und… Ich habe mir wahrhaftig nie Illusionen über die Abgründe der „gutbürgerlichen“ Welt gemacht, aber nichts stößt mich mehr ab, als dieser linke ersatzreligiöse Moralismus, dieses Gutmenschentum, die angeblich ethische Überlegenheit – dieses diametrale Gegenteil von genitaler Liebe. Ich verweise zurück auf den Anfangsparagraphen und den verlinkten Blogeintrag!

Charles Konia in der Diskussion (Teil 7)

15. März 2026

Im Mai 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge Mai 2010

  • Das Scheitern der modernen Psychiatrie
  • Wir sollten unsere politischen Leidenschaften bändigen
  • Die sozio-politische Rotverschiebung
  • Die emotionale Dynamik zwischen den Islamo-Faschisten und den westlichen Liberalen
  • Was geschieht mit der Türkei?
  • Die Emotionelle Pest lebt davon, im Verborgenen zu bleiben
  • Der Vertrauensverlust der amerikanischen Wähler

 

 

Leserkommentare zu „Die sozio-politische Rotverschiebung“:

Peter 2015: Hier die perfekte Beschreibung der Rotverschiebung:

Vaclav Klaus: In Deutschland nur linke Parteien

Sebastian Says: In diesem Artikel geht es um die Probleme einer konservativen Partei in einer roten Parteienlandschaft. Dem Autor zufolge zerfleischt sie sich aufgrund eines Streites um die Ausrichtung der Partei – entweder attraktiver oder antagonistischer Gegensatz – selbst:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article141006424/Die-AfD-hat-eine-grosse-Chance-verschenkt.html

Peter: In den USA haben jetzt die Linken die absolute Übermacht! [2026: der alte Link ist tot, aber Google sagt mir: Nach einem jahrelangen zweistelligen Vorsprung der Konservativen erreichten beide Gruppen 2015 erstmals Parität. Im Jahr 2021 identifizierten sich laut Gallup sogar erstmals geringfügig mehr Amerikaner als sozial liberal (34 %) denn als sozial konservativ (30 %).]

Sebastian: Dabei hatte ich schon Hoffnungen, dass das Pendel nach Obama wieder zurückschwingt.

Robert: Dazu passt, dass die Atheisten in den USA stark zunehmen.

Peter: Zu diesem Komplex möchte ich noch zweierlei sagen. Erstens haben die Konservativen selbst schuld! Es ist ja nun nichts falsch, was Reich über die autoritäre Familie gesagt hat. Man schaue sich nur dieses Photo des republikanischen Präsidentschaftskandidaten plus Familie von 2012 an:

Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein!

Zweitens: Reich glaubte (hoffte), daß der Schock des Zweiten Weltkriegs die Menschen in Richtung Arbeitsdemokratie bewegen würde und Konia, Crist et al. dachten ähnliches in Bezug auf den 11. September – ein Ende der Überexpansion und damit eine Rückkehr zu konservativen Werten. Das genaue Gegenteil ist eingetreten!
Die Massen lernen einfach nichts hinzu.

Dazu Robert: Man kann von jedem Politiker dumme und lächerliche Fotos schießen. Selbst Reich berichtete, dass in der norwegischen Pressekampagne ein Foto von ihm in einer faschistischen Zeitung veröffentlicht wurde, das ihn wie ein Idiot aussehen ließ.

Peter: Es muß so aussehen, als würde ich alles und jeden hassen. Nein, es gibt tatsächlich Menschen und Meinungen, die ich vorbehaltlos liebe. Etwa den hier: [der alte Link ist tot, es ging um meinen Liebling Henryk M. Broder]

Peter: Die CDU ist eine kommunistische Partei, die umgehend verboten gehört:
http://vera-lengsfeld.de/2016/05/26/erneuerter-gedenkort-fuer-einen-massenmoerder

Eine Antwort zu „Was geschieht mit der Türkei?“

Peter 2012: Hier ein kleines Schlaglicht auf die Situation in der Türkei:
[alter Link ist tot, aber ich fand folgendes bei Google: Anfang 2016 sorgte Erdoğan für Verwirrung, als er Hitler-Deutschland als ein „Beispiel für ein effizientes Präsidialsystem“ nannte, als er versuchte, seine Verfassungsänderung zur Einführung des Präsidialsystems in der Türkei zu verteidigen. Das Präsidialamt relativierte dies später als „falsch interpretiert“.]
Es ist dort „1932“!

Zu „Die Emotionelle Pest lebt davon, im Verborgenen zu bleiben“

Robert 2013: „Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silvia, des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad und des türkischen Ministerpräsidenten Recap Tayyip Erdogan,…“
Nanu, bin ich wieder mal falsch informiert?
Brasilien ist eine parlamentarische Demokratie, sozusagen der Vorhof der USA, und Erdogan der westliche Bluthund, von dessen Land der Guerillakrieg gegen Syrien stattfindet. Die Atomanlagen im Iran werden übrigens von der Atomenergiekommission überwacht, was nicht viel heißen muss, das gebe ich zu.
Warum lässt die sogenannte Freie Welt ihren Erdogan, NATO-Partner, das zu?
Da stimmt doch wieder mal in Konias Schwarz-Weiß-Weltsicht einiges nicht. Macht aber nichts, irgendeine „orgonotische“ Erklärung wird er schon finden, Reich kann sich auch nicht mehr gegen solche Konstruktionen wehren.
So ist quasi Konias Definition:
Alles was gegen westliche Interessen und monoimperialistische Kriege ist, wird als emotionale Pest bezeichnet.
Das ist schön trivial und erspart Faktenwissen und Nachdenken.

Peter: Hier nochmals etwas Hintergrund, um zu zeigen, daß es wirklich um die Emotionelle Pest geht: [alter Link tot]

Peter: Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte Ahmadineschad im November 2009 mit offenen Armen in Brasília empfangen. Im Atomstreit hatte sich Lula zum Vermittler zwischen Iran und Amerika aufschwingen wollen, woran er allerdings scheiterte.
Diesmal hat Teheran nach Auskunft des brasilianischen Außenministeriums nicht einmal angefragt, ob Ahmadineschad vorbeischauen dürfe. Lulas Nachfolgerin Dilma Rousseff ist auf Distanz zu Iran gegangen, der Handelsverkehr hat sich seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr drastisch vermindert. Mit ihrem Kurswechsel habe Frau Rousseff das von Lula gestörte Verhältnis zu den Vereinigten Staaten verbessern wollen, heißt es in Brasília.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ahmadineschad-in-suedamerika-bogen-um-brasilien-11603703.html

Robert: „Dies ist ein klassisches Beispiel für die Emotionelle Pest in Aktion: der vorgebliche Grund, der für eine Handlung angegeben wird, und der wahre Grund stimmen nie überein.“
Es gibt noch viel bessere Beispiele:
Der Irak hat Massenvernichtungswaffen und muss ausgeschaltet werden.
Osama bin Laden operiert von Afghanistan aus, dass deswegen besetzt werden muss.
Syrien könnte chemische Waffen benutzen und wir, der Westen, müssen das Land deswegen besetzen.
To be continued…

Peter: Wie selbstverständlich die Annahme ist, Bush habe vor dem Irakkrieg über die mutmaßlichen irakischen Massenvernichtungswaffen gelogen, zeigt sich auch daran, dass eigentlich nie versucht wird, sie zu belegen. Der Grund dafür ist einfach: Es geht nicht. Wer diese Behauptung aufstellt, lügt selbst.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-fair-game-wahrheit-und-dichtung-ueber-george-w-bush/3190550.html
Aber so ist die total verquere Welt der Linken und deutscher „Verschwörungstheoretiker“. Alles, wirklich alles, ein dumpfes Lügengebäude. Dazu auch ein sehr interessanter Leserbrief im obigen Link:
Zu den unausrottbaren linken Propagandamärchen gehört die endlos wiederholte aber falsche Behauptung, die Amerikaner hätten Saddam im Krieg gegen den Iran bis auf die Zähne bewaffnet. Tatsächlich war der Anteil der Rüstungslieferungen aus den USA vollkommen unbedeutend; er beschränkte sich auf ein paar Hubschrauber und entsprach somit in Bezug auf Umfang und Qualität etwa dem Beitrag der BRD an den Lieferungen. Fast das gesamte irakische Waffenarsenal stammte aus der Sowjetunion und aus Frankreich. Die Russen lieferten HiTech-Kampfflugzeuge, Panzer, Scud-Raketen etc., die Franzosen versorgten Saddam u.a. mit modernsten Bombern vom Typ Mirage, und verkauften ihm Exocet Raketen und eine leistungsfähige Luftabwehr. Auch Uran für eine Atombombe sollte geliefert werden, doch der Deal wurde durch amerikanische und israelische Intervention im letzten Moment vereitelt. Und wäre Osirak in Betrieb gegangen, hätte der Reaktor langfristig das für eine irakische Atombombe benötigte spaltbare Material abgeworfen.
Tatsache ist, dass deutsche Wissenschaftler und Ingenieure den Irakern beibrachten, wie man Giftgas herstellt. Doch die sonst für ihre kritische Haltung bekannten Deutschen, wenn es um tatsächliche oder vermeintliche Verfehlungen anderer geht, waren einschließlich ihrer Regierung auf den irakischen Auge immer auffallend blind und sie sind es offensichtlich noch.

Peter: Hier eine sehr gute Analyse am Beispiel der Neonazi-Debabtte um Augstein: wie sich eine emotionell pestkranke Reaktion durch die Bevölkerung frißt und wie man sie mit kontaktvollen Analysen stoppen kann: [alter Link gelöscht]

Robert: Der konservative Jan Fleischhauer zu den Vorwürfen über Augstein:
Antisemitismus-Debatte
Der Fall Augstein
Eine Kolumne von Jan Fleischhauer
Was bringt ein renommiertes Institut wie das Simon-Wiesenthal-Zentrum dazu, einen SPIEGEL-ONLINE-Kolumnisten unter die zehn schlimmsten Antisemiten einzureihen? Die Erklärung liegt in den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-debatte-der-fall-augstein-a-875976.html

Peter: Schauen wir doch mal, was Augstein eigentlich gesagt hat!!
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alles_auf_anfang_was_hat_augstein_eigentlich_geschrieben/

Peter nochmal zum eigentlichen Thema: [alter Link tot]

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