Posts Tagged ‘Selbstregulation’

Der Orgon-Akkumulator (Teil 7)

23. April 2019

von Bernd Laska

5. Hinweise für die Benutzung des Akkus (Fortsetzung)

Körperganzbestrahlung

Die Wirkung des Akkus beruht auf dem Gesetz des orgonomischen Potentials: im Gegensatz zu den sonst bekannten physikalischen Energieformen, die alle dem mechanischen Potentialgesetz folgen (2. Hauptsatz der Thermodynamik), fließt die Orgonenergie immer vom schwächeren zum stärkeren System, und zwar in echt selbstregulatorischer Weise solange, bis eine Sättigung erreicht ist. Für diese Sättigung gibt es keine starre Regel, sie ist bei jedem System nach unterschiedlich langer Zeit erreicht. Beim menschlichen Benutzer, der gegenüber dem Akku das stärkere System darstellt und zu dem die konzentrierte Energie fließt, stellt sich das Maß der Sättigung durch das subjektive Gefühl „es passiert nichts mehr“ dar. Man-sollte dann unbedingt die Sitzung beenden, da Überbestrahlung unangenehm und schädlich ist. Als ganz grober Richtwert gilt, daß eine Akku-Sitzung etwa 20 bis 60 Minuten dauert.

Aufgrund der erläuterten Wirkungsweise des Akku ist der Effekt nicht reduziert, wenn kurz nacheinander mehrere Personen den Akku benutzen: das Orgon wird nicht etwa „aufgebraucht“, wie man vielleicht vermuten könnte.

Obwohl die größte atmosphärische Orgonkonzentration zwischen 12 und 14 Uhr besteht, ist die Wirkung des Akkus in dieser Zeit nur unbeträchtlich intensiver, da die Schwankungen über den Tag im Vergleich zu der Konzentration im Akku quantitativ kaum ins Gewicht fallen. Analoges giIt für feuchte Tage, an denen die Sitzungen ggf. etwas länger dauern können.

Die Benutzung des Akku ist kein Ersatz für eine Orgontherapie, sondern mehr als vorbeugende Maßnahme zu betrachten. Die Wirkung auf eine spezielle Krankheit ist kaum direkt. Ein Krebstumor wird zB nicht unmittelbar beeinflußt; eine Erkältung wird sich nicht nach ein paar Sitzungen legen; eine Migräne oder ein rheumatischer Schmerz mag über eine gewisse Zeit fortbestehen. Denn die Orgonenergie wirkt zunächst auf den Gesamtorganismus, gewissermaßen auf den Boden, auf dem sich die einzelnen Symptome entwickeln. Erst wenn der gesamte Organismus, insbesondere das Blutsystem, aufgeladen ist, beginnen die Symptome zu schwinden. Es ist also nicht die von außen aufgebrachte Energie, das „heilend“ wirkt, sondern das erhöhte Niveau der inneren Energie. Der Akku hilft der Natur, sich selbst zu helfen.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.

Das sozialistische Patientenkollektiv (Teil 1)

14. April 2019

Ich liebe die Aufkleber, mit denen fast ausschließlich die „Anti“fa und andere Linke unsere Umwelt zukleistern. Kaum einer, der mich nicht inspiriert, teilweise sogar geradezu umhaut. Etwa dieser hier:

„grenzfrei: selbst bestimmt frei bewegt“: das ist die freiheitskrämerische Zusammenfassung des gesamten Grundimpetus der Orgonomie! Es geht um Selbstbestimmung (Selbstregulation) und die freie Bewegung der Orgonenergie durch Beseitigung der „Grenze“, d.h. der Panzerung.

Daß diese Spinner selbst die Panzerung verkörpern, d.h. den „Widerstand“, die charakterliche Abwehr, und systematisch die gesellschaftliche Selbstregulation und die freie Bewegung blockieren…

Man gibt vor, gegen das Böse, die Emotionelle Pest, anzugehen, ist aber selbst das absolut Böse, die organisierte Emotionelle Pest, die die Frauen dem Islam und die indigenen Unterschichten kriminellen Abenteurern ausliefert und zum Schutze dieses zutiefst rassistischen Vernichtungsprojekts am eigenen Volk die Demokratie („Volksherrschaft“) beseitigt:

Hier noch die neuste Bekanntgabe des sozialistischen Patientenkollektivs:

Das Projekt „Children of the Future” des „Orgonomic Infant Research Center” (O.I.R.C.) (Teil 2)

24. Dezember 2018

von Bernd Laska

Das Orgonomische Säuglingsforschungszentrum (nach OEB II/4) (Fortsetzung)

Alle bisherigen Ansichten über Erziehung hatten Anpassung an die speziellen nationalen, religiösen, rassischen oder sonstwelchen Ideale zur Grundlage und zum Ziel … Gesundheit und Normalitat wurden gleichgesetzt … ein Katholik hat da andere Vorstellungen als ein Hindu, ein Moslem andere als ein Liberaler, und im heutigen Rußland soll das Kind „wie Stalin“ werden… … Alle diese Ansichten haben eines gemein: DIE VÖLLIGE AUSSERACHTLASSUNG DER NATUR DES KINDES. Gesundheit, Normalitat sind nach Interessen definiert, die außerhalb des Bereichs der Entwicklung von Kindern liegen. Diese Ansichten beginnen damit, was ein Kind sein SOLL, und nicht mit der Frage, was ein Neugeborenes IST …

… Das Neugeborene ist nicht, wie irrtümlicherweise oft angenommen wird, ein leerer Sack oder eine chemische Maschine, in die jeder seine Ideen, was ein Mensch zu sein hat, hineinschütten kann. Es bringt ein enorm produktives und adaptives Energiesystem mit auf die Welt, das aus eigenem Antrieb Kontakt mit seiner Umgebung herstellt und anfängt, diese nach seinen Bedürfnissen zu gestalten. Die grundlegende und wichtigste Aufgabe jeder Erziehung, die vom Interesse am Kind geleitet ist und nicht im Dienst von Parteiprogrammen, Profit, Kirche o.ä. steht, besteht darin, jedes Hindernis zu entfernen, das dieser naturgegebenen Produktivität und Gestaltungsfähigkeit der biologischen Energie im Wege steht … Diese Kinder werden ihre eigenen Wege zu wählen haben und ihre eigenen Ziele bestimmen. Wir müssen von ihnen lernen statt ihnen unsere verqueren Ideen und bösartigen Praktiken aufzuzwingen, die sich in jeder neuen Generation immer wieder als äußert schädlich erwiesen haben …

… LASSEN WIR DIE KINDER SELBST UBER IHRE ZUKUNFT ENTSCHEIDEN! Unsere Aufgabe besteht darin, sie dazu zu befähigen und ihre natürliche Fähigkeit dazu nicht zu zerstören … Wir haben kein Recht, unseren Kindern zu sagen, wie sie ihre Zukunft bauen sollen; wir können unseren Kindern nur so genau wie möglich sagen, wo und wie wir gescheitert sind …

Die Arbeit des OIRC bestand aus vier Teilbereichen:

  1. Pränatale Fürsorge für gesunde, schwangere Frauen: Sexualökonomische Beratung beider Eltern; Routineuntersuchungen; Vermeidung von Dingen, die schädigend auf den Embryo wirken können, wie zu enge Gürtel, mangelnde orgastische Entladung usw.
    Benutzung des Orgonakkumulators während der Schwangerschaft. Regelmäßige sorgfältige Untersuchung des bioenergetischen Verhaltens des Organismus, insbesondere des Beckens. Untersucht werden sollte, welchen Einfluß Depressionen, gestauter Haß usw. auf den Embryo haben, worüber so gut wie nichts bekannt ist.
  2. Sorgfältige Überwachung der Geburt und der ersten Lebenstage des Neugeborenen: Diese Zeit ist sehr entscheidend in der Entwicklung; die meisten chronischen oder melancholischen Depressionen entwickeln sich aus so früher Frustration. Die fehlerhafte Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion während der ersten sechs Wochen sind die Ursachen für die Entwicklung der schizophrenen Spaltung oder eines schizoiden Charakters. Die größte Schwierigkeit ist hier unsere geringe Kenntnis der bioenergetischen Ausdrucksweise des Neugeborenen.
  3. Verhinderung der Bildung eines Charakterpanzers in den ersten fünf bis sechs Jahren: Auch hierüber war klinisch wenig bekannt. Wir konnten erwarten, daß es ein Unterschied war, ob wir bereits stark gepanzerte Kinder zu behandeln hatten, oder ob wir das Beginnen der Panzerbildung in einem anderweitig sich natürlich entwickelnden Kind erkennen sollten. Es war nichts bekannt, welche Charakterzüge im Säuglingsalter infolge früher Panzerung und welche infolge natürlichen Lebensausdruckes auftreten. In den letzten Jahren hatten wir einige Kinder nach dem Prinzip der Selbstregulation aufwachsen sehen. Diese Kinder waren in ihrem Wachstum und in ihrer Entwicklung so wenig wie möglich durch Einflüsse von Kultur, Kirche, Staat o.a. behindert worden. Sie waren für uns die besten Lehrer; wir lernten mehr über Biologie und Selbstregulation als in dreißig Jahren Arbeit als Psychiater und Ärzte. Es war, im Ganzen gesehen, wie ein Blick in das „gelobte Land“. Es war außerdem eine Lektion darüber, was die emotionale Pest des Menschen am Menschen anrichtet. Diese Kinder entwickelten unterschiedliche charakterliche Reaktionen. Es war uns nicht bekannt, inwieweit dies gesetzmäßige, biologische Entwicklungen waren. Von der etablierten Wissenschaft konnten wir keine Hilfe erwarten; wir mußten ganz von vorn anfangen.
  4. Studium und Aufzeichnung der weiteren Entwicklung dieser Kinder bis zum Abschluß der Pubertät.

Aus diesem Plan ist leicht ersichtlich, daß dies ein sehr langfristiges Programm war. Die ersten entscheidenden Ergebnisse waren wahrscheinlich erst in zehn bis fünfzehn Jahren zu erwarten.

Was aus dem Projekt „Kinder der Zukunft“ geworden ist, ist mir nicht bekannt. Wahrscheinlich ist es infolge der bald einsetzenden Verfolgung Reichs, des Prozesses und schließlich seines Todes abgebrochen worden. Jedenfalls ist meines Wissens nichts mehr darüber publiziert worden (B.L.).

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 1/76N.

Sexpol 2018: Selbstregulation von Geburt an!

16. November 2018

Wir leben nicht mehr, wie zu Reichs Zeiten, im triebgehemmten autoritären, sondern im triebhaften anti-autoritären Zeitalter. Um so erstaunlicher ist es, daß seine erste größere Schrift vom „triebhaften Charakter“ handelte (1925), wo er dessen zerrissene Libido- und Ich-Struktur beschrieb. Sie entspricht weitgehend dem des Psychopathen, der innerlich tot ist, nach außen hin jedoch für wirres Chaos sorgt. Später, in der erweiterten Neuauflage von Die Massenpsychologie des Faschismus (1945) war Hitler der „Generalpsychopath“. Er war der Prototyp für das, was Reich nach dem ORANUR-Experiment als „emotionale Wüste“ beschreiben sollte. Heute wird diese flächendeckend in den „Kinderkrippen“ erzeugt. Das wird in einer Verwüstung münden, für die der Zweite Weltkrieg nur ein Vorgeschmack war.

Was Not tut ist eine revolutionäre Umgestaltung der Wirtschaftspolitik, auf daß Familien wieder auf eine ökonomisch sichere Grundlage gestellt werden und Frauen nicht (unter dem irrwitzigen ideologischen Versatzstück „Selbstverwirklichung“) in die Lohnsklaverei gepreßt werden. Es muß ein Ende gemacht werden mit einer Politik, in der die letzten noch funktionierenden Familien durch eine nur als verbrecherisch zu bezeichnende Steuer- und Abgabenlast bis in den Ruin hinein ausgepreßt werden. Produktive Arbeit wird systematisch bestraft, damit der Staat die menschliche Verfügungsmasse der Großkonzerne, das Gesindel, finanzieren kann.

TOD DER REAKTION!

Der blinde Fleck der Rechten

6. Oktober 2018

Wir (wer immer das auch sein soll!) können nicht alles Leid aus der Welt schaffen, aber wir können zumindest unnötiges Leid minimieren. Nur Kinder und Linke glauben, man könne etwas tun, ohne dafür einen Preis zu bezahlen. Beispielsweise geht ein Sozialstaat immer mit weniger Freiheit einher und kann nur für eine privilegierte Gruppe gelten, insbesondere für die (um die Worte eines Stückes Scheiße zu verwenden), „die hier schön länger leben“. Rechte vergessen aber gerne, daß dieses Kalkül auch in die andere Richtung geht: ihre Ablehnung von gesellschaftlichen Interventionen ist etwa so vernünftig wie das Vertrauen eines Landschaftsökologen in die Natur angesichts invasiver Pflanzen und Tiere, die einheimische Arten vernichten, und angesichts einer nachhaltig zersiedelten und „flurbereinigten“ Umwelt. „Natürlichkeit“ gibt es hier nur aus Menschenhand.

Irgendwo habe ich mal die Geschichte eines mittelalten rechts-libertären Republikaners aus den USA gehört. Er war immer ein Verächter des europäischen Sozialstaatsmodels gewesen; glaubte, daß jeder seines Glückes Schmied sei und jeder in Amerika selbst die Wahl hätte erfolgreich und glücklich zu sein. Bis er eines Tages bei McDonalds eine spontane Erleuchtung hatte. An der Theke stand eine unattraktive und offenbar nicht sehr intelligente Schwarze, die des Englischen kaum mächtig sich nur in „Ebonics“ (die Rudimentärsprache der Ghettos) ausdrücken konnte und deshalb eine funktionale Analphabetin sein mußte. Plötzlich ging es unserem stets stramm rechten Republikaner auf, daß sie, genauso wie zig Millionen anderer in Amerika, bereits mit diesem Job überfordert war und es schlichtweg kein reales Szenario gab, in dem sie jemals dem Elend entwachsen könnte. Nichts wird sich hier von alleine richten! Das ist die Gegenwahrheit, die die Linke in den USA und in Europa verkörpert. Sie lebt davon, daß bei vielen Menschen selbst Restbestände einer Fähigkeit zur Selbstregulation fehlen.

Der Streit der beiden Parteien (idealtypisch „libertäre Republikaner“ gegen „wohlfahrtsstaatliche Demokraten“) ist nicht auflösbar und daß einzelne die Wahrheit in der Position der Gegenseite sehen und Kompromisse ausarbeiten wollen, führt auch nicht weiter, denn solche Kompromisse sind immer unbefriedigend und wirken schließlich destruktiv. Beispielsweise lassen Subventionen für Arme stets die Preise auf dem freien Markt steigen, was noch mehr Leute in die Armut treibt und so weiter in der sozialistischen Todesspirale. Integriert man umgekehrt in ein öffentliches Gesundheitswesen private gewinnorientierte Anbieter, werden die sich die Rosinen herauspicken, und das solidarische System schließlich in den Kollaps treiben.

Wie raus aus dieser Falle aus unhaltbaren Gegensätzen, aber auch erst recht unhaltbaren Kompromissen? Indem man an die Sache bioenergetisch bzw. „biosozial“, d.h. von der Charakterstruktur der Massen herangeht. Was das konkret bedeutet? Schlicht und ergreifend, daß man sich gesellschaftlichen Problemen nicht mehr mechanistisch oder mystisch nähert, d.h. abstrakt als handele es sich um Maschinenwesen oder Philosophie, sondern individuell. Die weitaus meisten Menschen können durchaus für sich selbst sorgen, übrigens auch oder gerade Menschen mit minderer Intelligenz, denn die sind im Glücksfall spontan und im guten Sinne ungehemmt. Es dürfen ihnen nur nicht sinnlose Hindernisse in den Weg gelegt werden, etwa Anforderungen hinsichtlich irgendwelcher „Genehmigungen“, die selbst Hochbegabte überfordern. Und jene, die wirklich Hilfe brauchen, weil sie selbst zu einer rudimentären Selbststeuerung unfähig sind, wäre mit gezielten Initiativen, wie sie Reich und Charles Konia vorschwebten bzw. vorschweben, weitaus besser gedient, als mit einem Sozialstaat.

Reichs Schüler um Elsworth F. Baker und Charles Konia haben niemals Reichs Sexpol-Programm aufgegeben. Sie haben es weitergeführt und vollendet, während die arroganten Kritiker von vornherein nichts verstanden haben und in überkommenen Paradigmen gefangen sind.

Wilhelm Reich und die Überwindung der Gesellschaftspolitik

29. August 2018

Ursprünglich, d.h. zu Zeiten der „Sexpol“ kämpfte Reich dafür, daß die Gesellschaft die Voraussetzung für die sexuelle Freiheit der Massen, d.h. für ihr Lebensglück schafft, damit diese dann eine freiheitlichere Charakterstruktur ausbilden.

Später, angefangen mit seinen Überlegungen zur „Arbeitsdemokratie“ Ende der 1930er Jahre, kam Reich zu dem Schluß, daß genau umgekehrt die Massen diese Voraussetzungen erschaffen (nicht etwa „erstreiten“) müssen.

Es bringt nichts von außen auf die Menschen einzuwirken. Es bringt auch nichts, daß die Menschen an eine „obere“ Instanz appellieren oder gegen diese aufstehen, also ihre vermeintlichen Rechte „erstreiten“. Nein, die Massen müssen erkennen, daß sie von jeher alles in der Hand haben und daß deshalb jedwede Veränderung nur von ihnen selbst, ihrer Initiative und ihrer Expertise ausgehen kann, von innen nicht von außen. (Entsprechend ist Orgontherapie keine „Psychotherapie“ im üblichen Sinne, schon gar keine „Körpertherapie“, sondern schlicht die Aktivierung der SELBSTregulation.) Von daher ist jede „Gesellschaftspolitik“ von Übel und muß durch einen vollkommen anderen Ansatz ersetzt werden. Diesen versucht der Orgonom Charles Konia herauszuarbeiten.

Zur Illustration morgen entsprechende Texte von ihm.

nachrichtenbrief120

6. August 2018

nachrichtenbrief119

10. Juli 2018

Gesundheit und Charakter

21. Mai 2018

Wegen der doppelten Annäherungsweise, die das Reichsche Werk auszeichnet (von der Biologie auf das Soziale und vom Sozialen auf die Biologie) kann man nicht einen sozialen gegen seinen vorgeblich „biologistischen“ Gesundheitsbegriff ausspielen. Gerade jene Marxisten, die Reich diese vorgebliche Einseitigkeit vorwerfen, verfallen in das entgegengesetzte Extrem. Hier spreizt sich Ernst Bloch:

Gesundheit ist ein sozialer Begriff, genau wie das organische Dasein der Menschen, als Menschen insgesamt. So ist sie überhaupt erst sinnvoll steigerbar, wenn das Leben, worin sie steht, nicht selber von Angst, Not und Tod überfüllt ist. (Bloch: Das Prinzip Hoffnung, Frankfurt/Main 1977, Bd. 2, S. 541)

Also kann etwa in Bangla Desh niemand „gesund“ sein und alle würden dort gesünder, hätten sie unseren Lebensstandard? Wegen der Panzerung wäre eher das Gegenteil der Fall: Bangla Deshis wären eher mit ihrem neurotischen Elend konfrontiert, litten vermehrt an „Zivilisationskrankheiten“ „psychosomatisch“, etc. Für einen nichtsnutzigen linken Zombie wie dem pseudophilosophischen Schwätzer Bloch sind die Menschen selbst Zombies.

Reich hat stets einen untrennbar soziobiologischen Gesundheitsbegriff vertreten: die Panzerung ist „verinnerte“ gesellschaftliche Unterdrückung, das „Überich“. Dies sieht man besonders gut an seiner Auseinandersetzung mit der Neopsychoanalyse etwa in Reich Speaks of Freud. Leute wie Sullivan, Horney, Fromm, etc., die nur mit blutleeren („libidoleeren“) Begriffen hantiert haben.

Gemeinhin wird heute Gesundheit definiert als Verfügung über die eigene Zeit und das Gefühl, Kontrolle über das eigene Leben zu haben (wobei auch die Sinnfrage involviert ist = „Welche Funktion hat das?“), was zwar weitgehend mit Reichs funktioneller Definition von Gesundheit als Selbstregulation übereinstimmt, aber daß Reich im Gefängnis von einem Augenblick zum anderen nicht mehr „gesund“ war…

ZUKUNFTSKINDER: 1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter

23. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

1. „Rousseauismus“? a. Von der Schwarzen Pädagogik zum digitalen Zeitalter