Posts Tagged ‘Elektroskop’

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 8)

20. September 2018

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Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 6)

15. September 2018

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist heimann.jpg.https://www.orgonomie.net/Entstehungsgeschichte.pdf

Einige orgonotische Erstrahlungseffekte. Eine vorläufige Mitteilung (1958) (Teil 6)

30. Juli 2018

von David Boadella

Erklärungen (Fortsetzung)

Die Beobachtung, daß das Streicheln von Glühbirnen sie zur Leuchten bringt, während heftige Reibung entweder eine viel schwächere Wirkung oder gar keine Wirkung hervorbringt, ist also eine direkte Bestätigung der 1944 getroffenen Annahme Reichs „statische Elektrizität im üblichen Sinne ist überhaupt kein Strom“. In einem Artikel über „orgonotische Pulsation“ (siehe 5) kommt er zu dem Schluß: „Es ist nur eine Frage der Konvention, ob wir die ‚Elektrizität‘ der Alten mit dem Orgon identifizieren und den Begriff der Elektrizität für die orgonotischen Phänomene. In diesem Fall müßten wir ein neues Konzept für das entwickeln, was seit Faraday, Ampere und Volta als Elektromagnetismus bekannt ist. Oder wir müssen das Konzept der Elektrizität der Alten fallenlassen, die jeweiligen Phänomene orgonotisch nennen und den Begriff der Elektrizität auf jene Phänomene beschränken, die man durch die Bewegung von Drähten in Magnetfeldern erzielt“ (S. 122). In diesem Zusammenhang ist die Reaktion eines elfjährigen Jungen interessant, dem beiläufig vom Verhalten der Glühbirne im Dunkeln beim Reiben erzählt wurde. Im Gegensatz zu der Skepsis, der Verwirrung und dem abwehrenden Lachen der Experten gab er eine direkte, gefühlsmäßige Reaktion: „Oh, was soll‘s? Das ist die Elektrizität in deinen Händen, nicht wahr?“ Dieser Junge wußte kaum etwas von Wissenschaft und wußte sicherlich nichts von Millivolt. Aber er mußte die Energie in seinen Händen gefühlt haben, und da er keine bessere Bezeichnung für diese Energie hatte, nannte er sie „Elektrizität“.

Sobald man diesen Schritt macht, galvanische Elektrizität von den orgonotischen Phänomenen zu unterscheiden (von denen die ‚Statik‘ nur ein Sonderfall ist), beginnen einige verwirrende Widersprüche Sinn zu machen. Reich hat in CANCER BIOPATHY beschrieben, wie er sich der Tatsache bewußt wurde, daß die Energiemenge, die an der Hautoberfläche nachweisbar war, in keinem Verhältnis zur minimalen Ladung stand, die in Millivolt gemessen wurde. Er weist darauf hin, daß, obwohl „wir empfindliche Voltmeter beeinflussen können, indem wir sie berühren, das Ausmaß dieser Reaktionen so unendlich klein ist, – verglichen mit den Energiemengen im Organismus, – daß wir keine Verbindung sehen können“ (1, S. 6).

Eine ähnliche Diskrepanz besteht in der Annahme, daß das, was mit dem Elektroskop, dem Standardinstrument der Elektrostatik, gemessen wird, mit Spannung gleichgesetzt werden kann. Tatsächlich haben wir zwei radikal verschiedene Energieformen, die beide in ein und derselben Einheit gemessen werden. Reich beschreibt diese Diskrepanz wie folgt: „Wir laden ein Elektroskop mit Energie aus unseren Haaren, so daß das Elektroskopblatt um 45° oder 90° abgelenkt wird. Wir können den gleichen Effekt durch Anlegen eines elektrischen Stroms mit hoher Spannung an das Elektroskop erzeugen. Eine Einheit der Orgonladung entspricht jener Spannung, die notwendig ist, um die gleiche Ablenkung des Elektroskopblatts zu erzeugen. Wir finden auf diese Weise, daß, wenn wir nur einmal sanft durch unser Haar streichen, wir Energiemengen von mehreren hundert Volt abnehmen können“ (4, S. 113).

Die Auswirkungen sind relevant und wichtig. Obwohl eine bestimmte Menge an Orgonenergie einer gegebenen Menge an elektrischer Energie entsprechen kann, sind sie in keiner Weise äquivalent. Obwohl wir Energie abziehen können, die Hunderten von Volt ‚entspricht‘, können wir nicht durch Streichen unserer Haare ein Voltmeter veranlassen, eine Ablenkung zu registrieren, die anzeigt, daß unser Haar mit einer Spannung von Hunderten von Volt elektrisch geladen ist. Effekte, die sehr leicht und einfach mit Orgonenergie aus den Händen erzeugt werden können, können nur durch eine elektrische Spannung reproduziert werden, die tausendmal größer ist als die elektrische Spannung der Hände.

Ein nützliches Ergebnis dieser Befunde ist, daß sie eine Antwort auf jene Kritiker von Reichs Interpretationen seiner Vacor-Experimente liefern, die behaupten, daß er ‚nichts Neues‘ getan hat und daß seine blaue Erstrahlung im Vakuum unter elektrischer Spannung eine bewährte Tatsache in der klassischen Physik darstellt und nichts mit Orgonenergie zu tun hätte. Was neu war, war nicht die Erzeugung von bläulicher Erstrahlung im Vakuum, sondern die Erkenntnis, daß diese funktionell identisch ist mit anderen Beispielen bläulicher Erstrahlung in der Natur und sich ebensogut, wenn nicht besser, orgonomisch erklären läßt. Soweit ich weiß, hat Reich niemals die allein mit Hilfe der Hände hervorgerufene Erstrahlung im Vakuum nachgewiesen. Die Tatsache, daß dies möglich ist, ist eine überzeugende Bestätigung der orgonomischen Hypothese. Die Kraft der Erstrahlung mit Hilfe der Hände entspricht voll und ganz der Kraft, die man von dem „elastischen Kissen“ zwischen den Handflächen erwarten kann, wie es Reich auf dem Röntgenfilm photographiert hat (6). Die größere Brillanz der 25- und 15-Watt-Glühbirnen gegenüber den Glühbirnen mit höherer Leistung und die Beobachtung, daß die gasgefüllten Glühbirnen ‚gedämmt‘ und ‚beschlagen‘ schienen, steht voll im Einklang mit Reichs Entdeckung, daß die im Vakuum erzielbaren Impulsraten größer sind als die aus gasgefüllten Geiger-Röhren: „Materie in Form von Gasmolekülen oder Luftmolekülen BEHINDERT die Energiefunktion der kosmischen OR-Energie, … Or-Energie ist am stärksten bzw. ‚schnellsten‘ im gasfreien Raum“ (7, S. 252).

 

Literatur

1. Reich, W.: CANCER BIOPATHY. Orgone Institute Press, 1948
4. Reich, W.: EXPERIMENTELLE ERGEBNISSE ÜBER DIE ELEKTRISCHE FUNKTION VON SEXUALITÄT UND ANGST. Sexpolverlag, Copenhagen, 1937
5. Reich, W.: “Orgonotic Pulsation” International Journal of Sex-Economy and Orgone Vol. 3, 1944
6. Reich, W.: „Orgonotic light functions. 2. An X-ray photograph of the excited orgone energy field of the palms (1944)“ Orgone Energy Bulletin Vol.1, No.2, 1949
7. Reich, W.: „The Orgone Energy Charged Vacuum Tubes (VACOR) (1948)“ Orgone Energy Bulletin Vol. 3, No. 4 ,1951

 

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Some Orgonotic Lumination Effects“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 3, S. 139-150.

nachrichtenbrief110

17. April 2018

nachrichtenbrief108

9. April 2018

nachrichtenbrief107

4. April 2018

Anmerkung zu Teil 6 von DER ORGONENERGIE-AKKUMULATOR (nachrichtenbrief97)

15. Dezember 2017

Auf S. 13 von The Orgone Energy Accumulator (The Wilhelm Reich Foundation, 1951) schreibt Reich:

Wärme selbst ist ein subjektives Gefühl, keine Energie oder eine objektive Tatsache. Objektiv ist nur die Ausdehnung von Quecksilber in einem Thermometer.

Was für eine merkwürdige Aussage! Aber bei näherer Betrachtung ist Reichs Feststellung gar nicht so daneben, denn Wärme (im Original „heat“) wird zwar definiert als Energie – aber Energie, die von einem wärmeren zu einem kühleren Gegenstand fließt. Oder wie Wikipedia es ausdrückt:

Wärme ist in der Physik die Energie, die zwischen zwei thermodynamischen Systemen lediglich aufgrund eines Temperaturunterschieds übertragen wird. (…) Wärme fließt stets vom Ort höherer Temperatur zum Ort tieferer Temperatur. Der Wärmetransport kann durch Wärmeleitung, Wärmestrahlung oder ein strömendes Medium (Konvektion) erfolgen.

Wir befinden uns in der Welt der Auseinandersetzungen zwischen Reich und Einstein über die Thermodynamik des Orgonenergie-Akkumulators. Oder mit anderen Worten: wer von Reich verlangt, unkritisch die Begrifflichkeit der gängigen Physik zu übernehmen, der führt von Anfang an die Orgonphysik ad absurdum. Buchstäblich: wenn man unhinterfragt den Begriff „Wärme“ im üblichen Sinne gebraucht, hat man bereits „Nein“ zum Orgon gesagt!

Genauso sieht das, nach dem Thermometer, mit dem zweiten „Orgonometer“ aus, dem Elektroskop. Reich schrieb 1942 in seiner Autobiographie darüber, daß wir nichts über das Wesen der Elektrizität wissen können. Wie konnte Reich so einen Unsinn schreiben, wo doch jeder von den Atomen, Ionen und Elektronen weiß? Wer sich auf diese Begrifflichkeit der Elektrophysik einläßt, läßt von Anfang an keinen Platz für das Orgon!

Reich hatte Freuds Libidotheorie so interpretiert, daß

der Trieb selbst nicht bewußt sein kann, denn er ist dasjenige, was uns regiert und beherrscht. Wir sind sein Objekt. Denken wir an die Elektrizität. Wir wissen nicht, was und wie sie ist. Wir erkennen sie nur an ihren Äußerungen, am Licht und am elektrischen Schlag. Die elektrische Welle kann man wohl messen, doch auch sie ist nur eine Eigenschaft dessen, was wir Elektrizität nennen und eigentlich nicht kennen. So wie die Elektrizität meßbar wird durch ihre Energieäußerungen, so sind die Triebe nur durch Affektäußerungen erkennbar. Die „Libido“ Freuds (…) ist nicht dasselbe wie die „Libido“ der vorfreudschen Forschung. Diese meint das bewußte Sexualverlangen, das man spürt. Freuds „Libido“, ist und kann nichts anderes sein als die Energie des Sexualtriebes. Sie könnte vielleicht einmal zu messen sein. Ich gebrauchte das Gleichnis der Elektrizität und ihrer Energie völlig unbewußt, ohne zu ahnen, daß ich sechzehn Jahre später das Glück haben würde, die Identität von bioelektrischer und sexueller Energie nachzuweisen. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 33)

nachrichtenbrief14

22. April 2017

Auflösung von Strukturen und Freilegung von Strukturen

9. Juni 2016

Was ist Orgonomie? Imgrunde dreht es sich um zwei Dinge: das Auflösen und das Freilegen von Strukturen. Erstens soll die Energie aus ihren materiellen Beschränkungen befreit werden und zweitens zeigt sich, wie die Energie für Strukturierung sorgt.

Das Human Genome Project hat herausgefunden, daß der Mensch seine Existenz nicht etwa einem Mehr, sondern einem Weniger an Genen verdankt. Im Vergleich zum Schimpansen fehlen beim Menschen 510 DNA-Sequenzen, die bis auf ein einziges Gen sämtlich der Regulation der Genexpression dienen. Zwei dieser fehlenden regulatorischen Gene konnte man bisher dingfest machen: das eine begrenzt das Hirnwachstum, das andere ruft auf dem Penis Stacheln hervor. Das Fehlen dieser beiden Gene ist also für unser wucherndes Hirngewebe und für unsere liebevolle weitgehend monogame Sexualität verantwortlich. Soweit Manfred Spitzer, Herausgeber der Nervenheilkunde, in einem Editorial (5/2011).

Für uns ist neben dieser bemerkenswerten Verbindung zwischen Gehirn und Genital zunächst von Bedeutung, daß Entwicklung primär mit einem Wegfall von Hemmungen verbunden ist, die zuvor einen freien Ausdruck der organismischen Orgonenergie verhindert haben. Ich habe diesen Aspekt bereits in Die Verfassungen des Lebendigen angeschnitten.

Das erinnert an die Entwicklung der Bione aus nichtlebender, sozusagen „eckiger“ Materie. Durch Quellung, Autoklavieren oder Glühen wird die Materie soweit „aufgelöst“, daß sich eine nachgiebige membranöse Hülle bildet, die der Fließbewegung und Pulsation des Orgons nachzugeben vermag.

Vergleicht man die Morphologie eines Menschen mit der eines Affen wird deutlich, daß der menschliche Organismus weit mehr durch das Orgonom geprägt ist und entsprechende mathematische Gesetzmäßigkeiten widerspiegelt. Darauf bin ich in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht eingegangen.

Schließlich beweisen die von Spitzer referierten Forschungsergebnisse auch, daß der Mensch nicht außerhalb der Evolution steht. Es hat keines Gottes, bzw. keiner „Götter“ (außerirdischer Gentechniker), bedurft, um aus Menschenaffen die heutigen Menschen zu machen. Tatsächlich berauben derartige mystische und mechano-mystische Theorien dem Menschen seiner kosmischen Bedeutung, die Reich erstmals offengelegt hat. Ich verweise auf meine Ausführungen über die Entwicklung der Orgasmusfunktion im Tierreich in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.

In der psychiatrischen Orgontherapie wird nichts anderes getan als den Menschen zu befähigen, seiner biologischen Bestimmung gerecht zu werden: frei mit der kosmischen Orgonenergie mitzuschwingen.

Und was das „strukturierende“ Wesen dieser Energie betrifft:

In „The Electroscope (Part II)“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 4, No. 1, May 1970) diskutiert Courtney F. Baker (unter dem Pseudonym C. Frederick Rosenblum) das Funktionieren von Elektroskopen aus dem Blickwinkel der Orgonphysik.

Besonders interessant ist das Verhalten einer Leuchtstoffröhre im Feld eines elektrostatischen Generators. Bewegt man die Leuchtstoffröhre immer weiter von einer Metallplatte, die an den Generator angeschlossen ist, weg, sieht man, daß es einen Abstand gibt, an dem die Röhre aufhört zu erstrahlen, das Leuchten in einer weiteren Entfernung aber wieder anfängt. Ähnliche „Schalen“ des elektrostatischen Feldes beobachtete Baker am Elektroskop, als er einen geladenen Kamm vom Elektroskop weg und wieder auf es zu bewegte.

Als Beispiele für energetische Schalen um geladene Körper herum erwähnt er das Atommodell mit seinen unterschiedlichen „Elektronenschalen“, das „Titius-Bode-Gesetz“, das sich Gravitationsfeld der Sonne und der äußeren Planeten zeigt (siehe dazu meine Ausführungen im IV. Kapitel von Orgonometrie: Teil 1), den „Energiekörper“ des Menschen mit seinen unterschiedlichen Schichten und die unterschiedlichen Schichten der Erdatmosphäre.

Ich möchte auf eine weitere Schichtung verweisen, die auf den ersten Blick denkbar weit von allen „bioenergetischen“ Überlegungen entfernt zu sein scheint: die geologischen Schichten der Erdkruste.

Minerale und Gesteine sind häufig rhythmisch gebändert, was bislang durch Schwerkraft oder sequentielle Stoffzufuhr erklärt wurde. Mechanische Erklärungsmuster allein sind nicht in der Lage, die beobachtbare Vielfalt gebänderter Strukturen zu deuten. Rhythmite können auch durch interne Phänomene der Selbstorganisation (z.B. Liesegang-Ringe) entstehen, die durch äußere Energiepotentiale noch verstärkt werden. – Neben dem Schwerefeld verfügt das elektrische Feld der Lithosphäre über wesentliche gefügebildende Kräfte, so wahrscheinlich auch bei der Lagerstättengenese. Durch naturverwandte Elektrolyse-Experimente lassen sich rhythmische Mineralgefüge erzeugen, die das Verständnis natürlicher Gefüge erweitern. (Jacob, K. H.; Krug, H.-J. & Dietrich, S. (1992): „Lagerstättenbildung durch Energiepotentiale in der Lithosphäre“, Erzmetall, 45: 505-513)

Wie ein solches denkbar einfaches Experiment, das nun wirklich jeder nachvollziehen kann, aussieht, wird im folgenden Video gezeigt (ab min 7:20):

Orgonotaxis

31. Mai 2015

Min Zhao (University of California), Peter Devroetes (Johns Hopkins University) et al. haben die „Galvanotaxis“ (auch „Elektrotaxis“) untersucht. Organismen und Körperzellen reagieren auf schwache elektrische Felder. Diese könnten auch eine wichtige Rolle bei Wachstum und Entwicklung sowie beispielsweise bei der Wundheilung haben. Störungen des normalen elektrischen Feldes im Gewebe leiten Zellen bei der Wiederherstellung des Gewebes. Zusätzlich wurde vom Forscherteam Dictyostelium discoideum untersucht, eine Amöbe (bzw. „Schleimpilz“), die sich bei Nahrungsmangel zu einem vielzelligen Verband zusammenfindet und einen Fruchtkörper ausbildet. Bezeichnenderweise wurde nach Genen gesucht, die bei den Schleimpilzen die Galvanotaxis beeinflussen.

Zhao zufolge weiß im Moment niemand, wie die Zellen diese sehr schwachen elektrischen Felder wahrnehmen. Die Screening-Techniken könnten dazu benutzt werden, mehr Gene zu finden, die mit der Galvanotaxis verbunden sind und den Forschern dabei helfen herauszufinden, wie elektrische Signale wahrgenommen und in Aktivität umgesetzt werden.

Nun, Reich hat bereits in den 1930er Jahren festgestellt, daß Bione in einem schwachen elektrischen Feld wandern, was man unmittelbar auf dem Objektträger unter dem Mikroskop beobachten kann. Genauer gesagt bewegen sich jene Bione, die sich später als kultivierbar erweisen (siehe sein Buch Die Bion-Experimente). Diese mit biologischer Vitalität verbundene elektrische Ladung der Bione konnte Reich durch direkte Beobachtung („blauer Saum“) und indirekt durch seine Experimente am Elektroskop (im Zusammenhang mit den SAPA-Bionen und der Entwicklung des Orgonenergie-Akkumulator) mit der orgonotischen Ladung der Bione in Zusammenhang bringen. Von hier führt eine direkte Linie zu seiner Untersuchung des Orgonenergie-Feldes des menschlichen Organismus mit Hilfe des Orgonenergie-Feldmeßgeräts, des Oszillographen und erstrahlender Leuchtstoffröhren (siehe sein Buch Der Krebs. Das verweist wiederum zurück auf die bio-elektrischen Experimente, die Reich unmittelbar vor der Entdeckung der Bione ausführte (siehe sein Buch Die Entdeckung des Orgons: Die Funktion des Orgasmus. Es sei auch daran erinnert, daß Galvani selbst ein durchaus lebensenergetisches Konzept hatte!

Elektrotaxis ist imgrunde Orgonotaxis! Daß diese Behauptung fundiert ist, zeigt der Verweis auf das Verhältnis des „Phototropismus“ zum „Orgonotropismus“. Dem Phototropismus begegnen wir alltäglich auf der Fensterbank, wenn sich Unsere Topfpflanzen stets zur Sonne hin ausrichten. Orgonotropismus, d.h. die Ausrichtung von Pflanzen hin zu einer höheren Orgonenergie-Konzentration, kann man entsprechend mit Hilfe des Orgonenergie-Akkumulators nachweisen (L. Wyvell und J. Strick: „Orgonotropism“, Offshoots of Orgonomy, No. 9, Autumn 1984, S. 7-12). Und was speziell die Wundheilung betrifft, gehört sie zu den gesichertsten Effekten des Orgonenergie-Akkumulators. Ich verweise insbesondere auf die hochwertige Studie von C.F. Baker, R.A. Dew, M. Ganz und L. Lance: „Wound Healing in Mice“, Annals of the Institute for Orgonomic Science, 1984 und 1985.

orgonotaxis