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Bione im Untergrund (Teil 2)

31. Juli 2021

Das Leben schlägt einen Tiefenrekord nach dem anderen. Ich verweise auf die Herkunft des Erdöls.

Heute geht man davon aus, daß Organismen, die an der Erdoberfläche an extreme Bedingungen angepaßt waren, langsam bis in diese Tiefen vorgedrungen sind. Reichs Forschung legt eine andere Sichtweise nahe. Er hatte gefunden, daß Materialien, wie etwa Eisenfeilspäne, sofort Bione bilden, wenn man sie vorher zum Glühen bringt und dann in Nährlösung taucht.

Es ist so, als wäre das Leben am äußeren Rande des flüssigen Magmas in den Tiefen der Erdkruste entstanden und breite sich zur Oberfläche hin aus, wenn die entsprechenden Lebensbedingungen gegeben sind. Käme es zu einer kosmischen Katastrophe, würde sich das Leben wieder Richtung Magma zurückziehen, um gegebenenfalls später sich wieder zur Erdoberfläche hin auszubreiten.

Wäre diese Theorie richtig, müßte man beispielsweise auf dem Mars bei Bohrungen auf Bakterien stoßen – wahrscheinlich identisch mit denen auf der Erde. Auch Erdöl und Erdgas (bzw. „Marsöl“ und „Marsgas“) wird man wohl finden. Methan (sic!) hat man schon gefunden.

Genauso wie es für die Arbeiterschaft keine größeren Feinde gibt als Gewerkschafter und Sozialisten, sind Grüne für die Umwelt die wohl gefährlichste Pest. Allein schon wenn ich einen dieser bodenversiegelnden sadistischen Vogelschredder („Windkraftwerke“) in der Landschaft sehe, möchte ich dem nächsten Grünen eine Backpfeife verpassen! Zumal sie durchaus für die verheerende Flutkatastrophen verantwortlich sein könnten, die vor kurzem den Westen unseres Vaterlandes heimgesucht haben.

Im Kapitel „Smog, DOR und die Emotionelle Pest“ von Ein Querschnitt durch das Schaffen Jerome Edens habe ich dargelegt, daß es für die Umwelt kaum etwas Schädlicheres gibt, als das Verbrennen von „Biomasse“. Ein schönes Beispiel ist Ethanol, das uns als „Biosprit“ verkauft wird. Tatsächlich ist es so, daß die Produktion von Ethanol nach einer Studie des International Council for Science, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll ausgebaut wird, sowohl für die Umwelt als auch für die Nahrungsmittelproduktion weltweit verheerende Folgen zeitigen wird. Beispielsweise ist der Wasserverbrauch 70 bis 400mal höher als bei der Produktion anderer Energieträger. Konkret bedeutet das, daß bereits 2007 sechsmal mehr Wasser für „Biosprit“ vergeudet wurde, als die Menschen weltweit als Trinkwasser genutzt haben! Außerdem entläßt die Produktion von „Biosprit“ dermaßen viel des „Treibhausgases“ N2O, daß jedweder Einspareffekt bei CO2 bei weitem eingeholt wird, da N2O ein dreihundertfach potenteres „Treibhausgas“ ist als CO2.

Das ganze ist um so tragischer, als Ethanol, die Vogelschredder, mit denen wir unsere Landschaft verunstalten, etc. vollkommen überflüssig sind. Mit Erdöl und Erdgas haben wir eine saubere und unerschöpfliche Energiequelle, die ständig aus dem Erdinneren nach oben steigt und engstens mit „wärmeliebenden Bakterien“ (= Bione) in den tiefen Schichten der Erdkruste verbunden ist. (Ist das Erdöl vielleicht sogar Produkt des bionösen Zerfalls der unteren Erdkruste?)

Das Buch von Thomas Gold über den abiotischen Ursprung des Erdöls ist auf Deutsch unter dem Titel Biosphäre der heißen Tiefe erschienen.

Erdöl ist ein Segen und im Überfluß vorhanden, da es unerschöpflich aus dem Inneren der Erde quillt. Es ist kein Umweltgift! Wissenschaftler der NASA fanden auf Satellitenaufnahmen vom Golf von Mexiko Erdölteppiche, das auf Öl zurückgeht, welches auf natürliche Weise durch den Meeresboden dringt und an die Oberfläche aufsteigt. Vorher wurden solche Bilder, in denen sich das Sonnenlicht im Ozean so spiegelt, daß man ebene von welligen Bereichen im Ozean unterscheiden kann, als „überbelichtet“ abgetan. Ungefähr die Hälfte des Öls, das auf den Ozeanen treibt, sickere auf natürliche Weise aus der Erde.

Eine Studie der University of California hat herausgefunden, daß vor der Küste von Santa Barbara, Kalifornien „erstaunliche Mengen“ an Erdöl vom Meeresboden aufsteigen. Über die letzten Jahrhunderttausende müssen täglich 20 bis 25 Tonnen Erdöl ins Meer gesickert sein!

Da ich in der EUdSSR leben muß, habe ich mich für den Rest meines Lebens mit 100 Watt-Glühbirnen ausgestattet. Der Zoll soll ja das Einschmuggeln von Glühbirnen verhindern! Verhältnisse wie einst in der „DDR“! Ich verbrauche so viel Energie, wie nur irgend möglich, damit der Planet endlich wärmer wird. Belasten tut mich nur, daß ein Teil des Stroms durch Vogelschredder gewonnen wird. Weitaus ökologischer als alle Grünen Hysteriker sind die Erdölkonzerne. Sie ahmen nur einen natürlichen Prozeß nach.

Man kann nur dann verantwortungsvoll handeln, wenn man mit seinen Gefühlen in Kontakt ist und in einer dreidimensionalen Welt lebt, d.h. kein unbewegter bloßer Beobachter ist. Man betrachte etwa die Kämpfer gegen KKWs und den „Treibhauseffekt“. Ihr Motiv war nicht das eigene Erleben von ORANUR (wie man es etwa in der Nähe von Röntgengeräten verspürt), sondern politisierte Pseudowissenschaft. Eine verkopfte Kontaktlosigkeit, die uns ORANUR-erzeugende Energiesparlampen und monströse Vogelschredder beschert hat, die insbesondere für vom Aussterben bedrohte Greifvögel gefährlich sind, die die Landschaft verschandeln und deren Stahlbeton-Fundamente eine ökologische Sauerei größten Ausmaßes sind. Bisher über 30 000 Stück „onshore“!

Das Klima wird durch die Sonnenaktivität gesteuert. Entsprechend wird es seit Anfang des Jahrtausends, in Übereinstimmung mit der abnehmenden Sonnenaktivität (gegenwärtig gibt es keine Sonnenflecken!), auf dem Globus kontinuierlich kälter. Tatsächlich steht der Planet mit abnehmender Sonnenaktivität unmittelbar vor dem Beginn einer neuen kleinen Eiszeit. Und das ist wirklich eine Klimakatastrophe!

Einer der wenigen intelligenten Beiträge zur „Klimadebatte“ fand sich 2007 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

Es fällt auf, daß die selbsternannten Klimaschützer fast ausschließlich die Mobilität geißeln. Doch viel mehr Energie braucht man in der Industrie und in privaten Haushalten. (…) Die Frage, wie der Energiehunger von Milliarden Menschen gestillt werden kann, ohne die Umwelt und das Klima zu zerstören, ist viel zu wichtig, um sie Politikern zur Profilierung zu überlassen.

Die FAZ versucht den ganzen hanebüchenen Unsinn rationalistisch zu interpretieren. Was fehlt, ist ein bio-energetisches bzw. charakter-strukturelles Verständnis dessen, was in den politischen Aktivisten vorgeht. Man kann diese Irrationalität nur verstehen, wenn man begreift, daß es dem Pseudoliberalen, d.h. dem charakterlichen Kommunisten, darum geht, das einzuschränken, was er aufgrund seiner pestilenten Charakterstruktur nicht ertragen kann: freie unkontrollierte Bewegung, letztendlich das freie Fließen der Orgonenergie. Am liebsten würde er uns einmauern, wie er es einst mit der Bevölkerung der „DDR“ getan hat.

Es geht hier nicht um Politik und auch nicht um Profit, sondern um krankhafte Charakterstrukturen, die uns das Leben versauern. Es geht um Lebens- und Menschenfeindlichkeit!

Auf der Straße spricht mich unvermittelt ein wildfremder Mann an:

Kennen Sie den: Zwei Planeten treffen sich. Fragt der eine den anderen: Wie geht’s? Der Planet antwortet: Nicht so gut. Habe Homo sapiens!<br>Der Passant wirft mir einen vielsagenden Blick zu und geht weiter.

Dieser Witz spiegelt eine Art „Neo-Hitlerei“ wider. (In Mein Kampf findet sich eine ähnliche Stelle über die „Juden“, die, so Hitler, die Erde in einen zweiten Mond verwandeln werden.) Es ist das Lebensgefühl des pseudointellektuellen typischen Spiegel-Lesers, der sich über die „da unten“, d.h. alle die Genitalien haben, erhebt, über „Unter(leibs)menschen“, die sich ihres Lebens erfreuen: „Kapitalisten“, „Juden“, die sich „etwas herausnehmen“, und nicht zuletzt Konsumenten, die schlicht ihr Leben genießen. „Heuschrecken, Ungeziefer, Parasiten, Bakterien, Viren.“

Und das alles im Namen „Gaias“, die vom „Global Warming“ geschützt werden muß. In Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes, nämlich um die weitere Abpanzerung und Erdrosselung der Gesellschaft im Namen der „Ökologie“.

Die „sanfte“, d.h. aggressionsgehemmte Zerstörung der Umwelt kommt von der Linken. Sie ist unmittelbarer Ausfluß der linken („liberalen“) Charakterstruktur, wie sie von Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia beschrieben wurde, d.h. die soziale Fassade („Umweltschutz“) wird vorgeschoben, um die sekundäre Schicht um so effektiver zum Ausdruck bringen zu können (Umweltzerstörung!).

Die rechte, „kapitalistische“ Umweltzerstörung ist ganz offen brutal, rücksichtslos und sadistisch. Das gegenwärtige Beispiel ist das „Fracking“, d.h. tiefe Gesteinsschichten werden aufgebohrt, Wasser und Sand zusammen mit extrem toxischen Chemikalien hineingepreßt und Erdöl und -gas herausgepreßt. Nicht nur die besagte Biosphäre in den Tiefen der Erde wird mutwillig zerstört, sondern auch das unersetzliche Grundwasser. Das ganze ist nicht mal ansatzweise nachhaltig, sondern ein kurzes Strohfeuer. Die Quellen versiegen schnell, nur der angerichtete Schaden hat ewigkeitswert.

Eine Studie der Energy Watch Group hat gezeigt,

daß diese mit großen Umweltrisiken verbundene Methode bei weitem nicht die Erwartungen erfüllt, die in sie gesetzt wurden. In den USA zeigt sich beispielsweise, daß Quellen von in Gestein gebundenem Öl und in Schiefer gelagerten Gas nach der Erschließung sehr schnell wieder versiegen. Teilweise verlieren sie 85 Prozent der Fördermenge schon im ersten Jahr. Auch diese „unkonventionellen“ Förderquellen werden also schnell ihren Höhepunkt erreichen – und dann um so schneller versiegen.

Zum anderen haben erst bestimmte geologische, politische und ökonomische Voraussetzungen den Fracking-Boom in den USA überhaupt möglich gemacht. Im dichtbesiedelten Europa wäre eine breite Förderung ohne Rücksicht auf die Verseuchung von Böden und Gewässern dagegen nicht möglich. Praktisch überall in Europa sind wichtige Trinkwasserreservoire in der Nähe, die durch die beim Fracking verwendeten giftigen Chemikalien verseucht zu werden drohen.

Um trotz rasch versiegender Quellen doch weitermachen und die sich übervorteilt fühlenden Investoren ruhigstellen zu können, wird immer noch brutaler vorgegangen. In Kalifornien beispielsweise, wo die Gesteinsschichten nicht wie in anderen Gebieten Amerikas eben verlaufen, sondern durch Erdbeben durcheinandergewirbelt sind, wird „sogar versucht, gleich das gesamte Gestein mit Säure zu verflüssigen, um an Öl zu gelangen – vergeblich“.

Hier mehr aktuelle Informationen zum Fracking, auch was ORANUR betrifft:

Reichs funktioneller Ansatz jenseits von „Links und Rechts“ verweist auf einen möglichen gangbaren (praktischen!) Ausweg aus der Falle der mechano-mystischen („linken-rechten“) Zivilisation.

In den späten 1930er Jahren entdeckte Reich, daß (u.a. auch) feiner Eisenfeilstaub bionös zerfällt und daß die Roten Blutkörperchen eine Form von Bionen sind, die mit ihrem „oxidierenden Eisen“ nicht nur Sauerstoff, sondern auch Orgonenergie zu den Organen tragen. Eisen ist das einzige Metall, das für den Bau von Orgonenergie-Akkumulatoren verwendet werden darf.

Im Zusammenhang mit der „prä-atomaren ORANUR-Chemie“ soll Reich sich in den 50er Jahren mit den lebensfördernden Eigenschaften oxidierenden Eisens (Rost) beschäftigt haben. In diesem Zusammenhang ist interessant, welche große Rolle roter Ocker (Tonerde mit Eisenoxyd) bei den frühen Menschen gespielt hat.

Auch der moderne Forschungsbetrieb wird auf die lebensfördernden Eigenschaften des Eisens aufmerksam. So stellten Anfang der 90er Jahre die Ozeanographen John H. Martin und Kenneth Coale fest, daß Eisendüngung das Plankton-Wachstum im Ozean fördert. Und 2003 hat der Umweltingenieur Wei-xian Zhang von der Lehigh University seine Methode vorgestellt, mittels Nanopartikeln aus Eisen das Grundwasser und verseuchte Böden zu entgiften. Durch das Verrosten des Eisens werden Giftstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Dioxine und PCBs in weit weniger giftige einfache Kohlenstoffverbindungen verwandelt und giftige Schwermetalle (einschließlich Uran) in schwerlösliche Formen überführt. Seit langem benutzen viele Firmen Eisenpulver, um Industrieabfälle zu reinigen. Nanopartikel sind jedoch so fein, daß sie zehn- bis tausendfach reaktiver sind als der bisher verwendete Eisenstaub. – Ob hier der bionöse Zerfall des Eisens eine Rolle spielt?

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 7)

11. Dezember 2018

von David Boadella

6. Die Pulsation der Elektroskop-Blätter

Bisher wurden verschiedene Wege zum Laden und Entladen des Elektroskops beschrieben. Was folgt, ist ein Bericht über das Verhalten des Elektroskops, nachdem es geladen worden ist: Als ich das Material entfernte, welches das Elektroskop an der Scheibe geladen hatte (entweder durch direkten Kontakt oder durch Induktion), begannen die Blätter zuerst zu konvergieren, dann sich aber fast sofort wieder abzuspreizen; manchmal war das Ausmaß der Wiederabspreizung größer als das der anfänglichen Abspreizung. Oft war es etwas weniger. Und zu anderen Zeiten war sie geringfügig oder erschien gar nicht. Im letzteren Fall konnte das Elektroskop die auf es übertragene Ladung nicht aufrechterhalten. Interessant ist, daß, wenn das Elektroskop seine anfängliche Ladung beibehalten oder sogar erhöht hat, dies sich niemals direkt nach der Entfernung des Ladungsmaterials zutrug. Immer gab es eine dazwischenliegende Phase partieller Konvergenz der Blätter. Je schneller ich den Isolator entfernte, desto schneller zuckten die Blätter zusammen und wieder auseinander. Es war sogar möglich, die Reaktion zu verpassen, wenn man nicht gezielt danach schaute, genauso wie man sich nicht bewußt ist, wie oft eine Person mit ihren Augenlidern blinzelt, es sei denn, das Blinzeln ist sehr offensichtlich, oder man ist danach aus, genau dies zu bemerken. Die Analogie zum Blinzeln mag weit hergeholt klingen, aber es ist eine faszinierende Tatsache, daß die erregten Goldblätter sich in vieler Hinsicht so verhalten, als ob sie ‚lebendig‘ wären. Reich beobachtete eine ähnliche Anziehung und Abstoßung in angeregten Seidenfäden. Er schrieb, daß „die Reaktion mich an kontrahierende Froschschenkel erinnert. Zuerst wollte ich diesen Vergleich von mir weisen“ (5, S. 134). Der Übersetzer des Artikels, Theodor Wolfe, fügte eine interessante Fußnote hinzu:

Es erscheint mir eigentümlich, daß die Bewegung eines Paares von Seidenfäden an eine biologische Bewegung erinnern sollte. Ich erinnere mich gut an mein Erstaunen, als ich dieses Experiment zum ersten Mal sah. Mein unmittelbarer Eindruck war tatsächlich der von sich bewegenden Froschschenkeln. Zeuge solcher Experimente zu sein, die immer wieder das Funktionieren einer einheitlichen Energie sowohl im physischen als auch im biologischen Bereich demonstrieren, ist eine der beeindruckendsten Erfahrungen. (5, S. 134)

Das Phänomen der alternierenden Bewegung als Reaktion auf die Anregung eines geladenen Elektroskops tritt nicht nur beim Entfernen des Isolators auf, sondern auch bei der erneuten Annäherung desselben Isolators. Das heißt, wenn man ein Stück geladenen Gummis in die Nähe eines Elektroskops bringt, das schon von demselben Stück Gummi erregt worden ist und seine Ladung behalten hat, beginnen die Blätter zu konvergieren, wenn das Gummi sich nähert, aber ab einem bestimmten Punkt spreizen sie sich wieder und bleiben gespreizt, wenn sich das Gummi auf der Scheibe befindet. Indem ich also zwei Bewegungen mit dem geladenen Isolator (zur Elektroskopscheibe und von ihr weg) vollführte, erzeugte ich vier abwechselnde Bewegungen in den Blättern: Konvergenz, Abspreizung, Konvergenz, Abspreizung. Es war die Beobachtung dieser Art von Bewegung, hier und in anderen Kontexten, die Reich dazu brachte, den Begriff „Pulsation“ als Beschreibung für das zu verwenden, was stattgefunden hat. Reich wies darauf hin, daß die Pulsation in den Blättern „nur dann erfolgt, wenn der Kontakt des Energiefeldes mit der angeregten Substanz hergestellt und wenn es unterbrochen wird“ (5, S. 133). Das gleiche Phänomen wird gefunden, wenn eine Glühbirne durch einen geladenen Isolator in einer Entfernung angeregt wird. Reich beschrieb, wie das Flackern einer durch einen geladenen Stab angeregten Leuchtstofflampe einer Abfolge von „Kontakt und Kontaktunterbrechung“ entspricht. Es scheint auch wahrscheinlich zu sein, daß dies passiert, wenn wir eine Glühbirne mit unseren Händen streicheln. Harveys Betonung der „Trennung von Oberflächen“ als eine Erklärung der Lumineszenz von Rollpflaster, etc., kann jetzt als ein spezieller Fall von „Kontaktunterbrechung“ angesehen werden. Der Kontakt von Oberflächen ist nicht wesentlich, da die Anziehung und Dissoziation von Energiefeldern sowohl zu Erstrahlungseffekten bei Glühbirnen und Isolatoren führt als auch zu Pulsationseffekten bei Elektroskopblättern.

Die Phänomene sind weit davon entfernt, sich einer starren bzw. harten und schnellen Schematisierung zu unterwerfen. Die zweifache Bewegung der Pulsation (Konvergenz-Abspreizung) ist keineswegs die einzige Reaktion auf die Erregung an der Scheibe. Jede Art von Bewegung tritt auch isoliert auf. Manchmal gibt es nur Konvergenz, manchmal nur eine stärkere Abspreizung. Daß diese Unterschiede nicht mit „positiver und negativer Elektrizität“ erklärt werden können, ergibt sich daraus, daß die Annäherung ein und desselben geladenen Materials an ein identisch geladenes Elektroskop zu einer dieser gegensätzlichen Bewegungen führen kann. Die Annahme von Anziehung und Dissoziation als gegensätzliche Funktionen einer einheitlichen Energie macht hier, angesichts der Fakten, einen besseren Sinn, wie sich an den Effekten von Isolatoren aufeinander gezeigt hat.

 

Literatur

5. Reich, Wilhelm: „Orgonotic Pulsation: the differentiation of orgone energy from electro-magnetism. Presented in talks with an electro-physicist“ (insbesondere Part II: The orgonotic excitation of insulators. Questionable points in the concept of static electricity), International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, Vol. 4, 1945

 

Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 4)

2. Dezember 2018

von David Boadella

3. Die Erstrahlung des Elektrokops

Um die Beobachtungen an Isolatoren ein Stück voranzubringen, habe ich zwei Goldblatt-Elektroskope erworben. Die Elektroskope waren nicht teuer und die Messingstäbe, die die Blätter hielten, waren einfach in Glasflaschen mit Gummistopfen eingeschlossen. Sie wurden zu einer Zeit gekauft, als ich alles rieb, was aus Glas bestand, um zu sehen, ob es aufleuchtete, so daß ich an dem Abend, als sie geliefert wurden, sobald es dunkel wurde, das Elektroskop mit etwas Vorsicht rieb, da ich nicht das empfindliche Blattgold beschädigen oder verdrehen wollte. Nach einer oder zwei Minuten erschien zeitweise eine bläulich-grüne Erstrahlung um den Bauch der Flasche und weniger ausgeprägt im Hals der Flasche. Keine der Erstrahlungen war besonders stark, aber doch unmißverständlich. Gelegentlich gab es einen stärkeren kleinen Blitz in der Mitte des Behältnisses, dort wo ich annahm, daß sich die Blätter befänden.

Wenn das gleiche Streicheln des Halses und der Bauches der Flasche bei Tageslicht durchgeführt wurde, bemerkte ich keine Erstrahlung, fand aber, anfangs mit einiger Überraschung, daß die Blätter auf diese Weise tatsächlich sehr leicht zum Abspreizen gebracht werden konnten. An einem trockenen Tag war es möglich, mit einer oder zwei Strichen, die mit der Hand über dem Glas ausgeführt wurden, eine sehr starke Abspreizung hervorzurufen. Die strukturelle Ähnlichkeit zwischen dem Elektroskop und der elektrischen Glühbirne fiel mir erstmals zu dieser Zeit auf. Sie bestehen jeweils aus einer Glashülle, die eine Art Metallstange umgibt. Ob diese Anordnung etwas mit der Leichtigkeit zu tun hat, mit der die Ladung der Hand jeweils durch das Glas geht, weiß ich nicht.

Die Tatsache, daß das Elektroskop wie die Glühbirne direkt auf Erregung durch die Hand reagiert, ist auf den ersten Blick bemerkenswert, da die Elektroskopscheibe mit der Hand zu berühren die übliche Art ist, das Elektroskop zu entladen. Die Vorstellung, das Elektroskop von Hand aufzuladen, klingt eigenartig, genau wie die Vorstellung, eine Glühbirne mit der Hand zum Erstrahlen zu bringen. Elektroskope sind nicht dazu gedacht, auf diese Weise verwendet zu werden. Tatsächlich könnten die teureren Elektroskope mit einer Holzkiste und nur zwei Seiten flachen Glases, die im rechten Winkel zur Ebene der Blätter stehen, wahrscheinlich nicht so leicht mit der Hand aufgeladen werden. Die stärksten Reaktionen im Elektroskop, wie in der Glühbirne, finden sich, wenn es möglich ist, die Glashülle zu umfassen, um sozusagen eine erregende Umhüllung zu schaffen.* Dennoch ist das Elektroskop nur dazu bestimmt, an der Scheibe aufgeladen zu werden wie Glühbirnen „dazu bestimmt“ sind, von der Steckdose durch den Glühfaden beleuchtet zu werden.

Ein weiterer vorläufiger Einwand kann formuliert werden: Gasentladung sollte auf Ionisierung der Gasatome zurückzuführen sein. Wir haben gesehen, daß das Streichen der elektrischen Glühbirne eine Gasentladung erzeugt, die vom klassischen Physiker als Folge der Ionisierung eines Teils des Gases durch „mit der Hand hervorgerufene Elektrisierung“ betrachtet wird. Gemäß der Ionisationstheorie erfolgt die Ionisierung um so leichter, je mehr Gas vorhanden ist. Daher können wir erwarten, daß die Luft in Elektroskopen bei Atmosphärendruck leichter leuchtet als die Gasfüllung in Glühbirnen, die unter einem niedrigeren Druck stehen. Tatsächlich wurde in der Luft des Elektroskops sehr wenig Erstrahlung beobachtet: es waren hauptsächlich die Seite des Glases und das Metall, die glühten. Dennoch muß die „Elektrifizierung“ durch das Glas gegangen sein, um die Blätter abzulenken. Es ist auch bekannt, daß sich das geladene Elektroskop im Verhältnis zum Ausmaß der Ionisation der umgebenden Luft schneller entladen kann. So erstrahlt Luft, wenn sie durch das Glas einer Glühbirne hindurch angeregt wird, weil sie „ionisiert“ ist. Wenn jedoch die gleiche Aktion mit einem Elektroskop ausgeführt wird, das auch erstrahlt und sich dadurch auflädt, wird die Entladungswirkung dieser „ionisierten Luft“ übersehen. Wir werden bald einen ähnlichen Widerspruch in Verbindung mit der Erdung des Elektroskops finden.

Bevor ich weitere Experimente mit dem Elektroskop beschreibe, muß ich einen sehr starken Widerstand erwähnen, der sich im Laufe von mehreren Wochen entwickelt hat. Ich wußte, daß alles, was am Elektroskop geschah, vom orthodoxen Physiker als positive und negative Elektrizität erklärt werden würde. Mechanische Reibung sollte in einigen Isolatoren zu einem Überangebot an Elektronen führen (negative Ladung) und in anderen zu einem Mangel an Elektronen (positive Ladung). Im Laufe vieler Wochen, in denen ich verschiedene Materialien in unterschiedlichen Kombinationen an das Elektroskop heranführte, um zu sehen, wie es reagierte, hatte ich diese orthodoxe Erklärung der Phänomene im Kopf. Das Verhalten des Elektroskops war sehr verwirrend: Manchmal reagierte es auf eine Weise, die der orthodoxen bipolaren Theorie zu widersprechen schien; zu anderen Zeiten schien es sie zu bekräftigen. Wann immer das passierte, war ich versucht, das ganze sein zu lassen, sich dem größeren Wissen der Elektrophysiker zu beugen und zu denken, es müsse doch alles nur „Elektrizität“ sein. Meine Zweifel wurden noch dadurch bestärkt, daß ich, nachdem ich Reichs Artikel über Orgon und Statik gelesen hatte, feststellte, daß Reich die Ansichten des Elektrophysikers in ein oder zwei Punkten falsch dargestellt hatte. Etwas in mir wollte an der Sicherheit festhalten, keine Fragen stellen und keine Probleme lösen zu müssen, wenn ich die elektrische Erklärung ohne weiteres Hinauszögern akzeptierte. Die Aussicht, mit nur ein paar bahnbrechenden orgon-physikalischen Erkenntnissen, die mich leiteten, draußen vor zu sein, war beängstigend. Ich begann zu fühlen, was vom wohlwollenden Elektrophysiker in Reichs Artikel beschrieben wird: „Ich hätte nicht gedacht, daß ein einfaches Elektroskop einen dazu bringen könnte, sich das Hirn derartig zu zermatern.“

Auch hatte ich Angst, Fehler zu machen, mich in den Augen von Leuten, die viel mehr Physikkenntnisse besaßen als ich, zum Idioten zu machen und allgemein ins Fettnäpchen zu treten. Ich erfuhr, daß es einen gewissen Mut erfordert, um einfach sagen zu können, wie Reich es getan hat: „Ich möchte den Leser bitten, nachsichtig zu sein, was kleine Fehler betrifft, die hier und da gefunden werden könnten. Wenn man sich durch einen Dschungel schlägt, stolpert man leicht über eine Wurzel und macht einen Fehler. Der Pionier im Dschungel muß nicht unbedingt die exakte chemische Zusammensetzung der Blätter kennen. Die Theoretische Physik enthält so viele fundamentale Fehler, daß sie es sich nicht leisten kann, in der Rolle des intoleranten Kritikers einer jungen und wegweisenden fruchtbaren Wissenschaft wie der Orgonphysik aufzutreten“ (5, S. 98).

 

Fußnote

* Ähnlich funktioniert Orgon, wenn man es therapeutisch verwendet, am effektivsten in Form einer Umhüllung. Das Orgon-Kissen zum Beispiel ist viel stärker, wenn es um das betroffene Körperteil herum gelegt wird, statt es einfach auf es zu legen.

 

Literatur

5. Reich, Wilhelm: „Orgonotic Pulsation: the differentiation of orgone energy from electro-magnetism. Presented in talks with an electro-physicist“ (insbesondere Part II: The orgonotic excitation of insulators. Questionable points in the concept of static electricity), International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, Vol. 4, 1945

 

Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 2)

28. November 2018

von David Boadella

2. Die Erstrahlung von Isolatoren

In dem Artikel über das Leuchten von Glühbirnen beschrieb ich, wie eine Vielzahl von Materialien ausprobiert wurden und wie die Verwendung dieser Materialien die Erregung durch die Hand zu behindern schien. Seither wurde eine Reihe von Ausnahmen gefunden, bei denen der Kontakt mit bestimmten Materialien eine ebenso starke, wenn nicht manchmal sogar stärkere Erstrahlung erzeugte, als die der Hände. Ich habe versucht, die 25 Watt Glühbirne in einen Gummihandschuh zu stecken und wieder herauszuziehen. Wenn beide trocken waren, leuchtete sie gut. Es war keine heftige Reibung nötig: Wenn der Handschuh über der Birne gehalten wurde und die Finger sich sanft dagegen bewegen konnten, gab es auch Blitze in der Birne. Mit etwas Übung konnte ich die Birne schwach glühen lassen, indem ich sie sehr nahe an den Handschuh bewegte, ohne sie jedoch zu berühren. Bei all diesen Gelegenheiten wurde der Gummihandschuh geladen, indem er zuerst für ein paar Sekunden in der Handfläche zerknüllt wurde, oder indem er ein paarmal über das Haar gestrichen wurde.

Anschließend habe ich versucht, einen Plexiglasbecher und einen Streifen aus einer Ethylenfolie (ein von Designern verwendetes Kunststoffmaterial) zu benutzen. Wenn die Glühbirne in den Becher gegeben und zurückgezogen wurde, leuchtete sie recht gut auf. Ich habe versucht zu verhindern, daß die Birne die Seiten des Bechers berührt. Sie hat ihn an bestimmten Stellen leicht berührt, da der Becher einfach nicht groß genug war, um das zu vermeiden. Aber der tatsächliche Kontakt war sicherlich minimal. Bei dem Ethylenstreifen leuchtete die Glühbirne stark auf bei einem Abstand von einem Zoll oder mehr, wenn der Streifen leicht bewegt wurde. Es sei daran erinnert, daß es der NPL gelungen ist, eine Erstrahlung der Birne zu erhalten, wenn Terylen ruckartig an ihr vorbeigeführt wurde. Wenn ein Nylonstrumpf über meine Hand gelegt wurde und die Birne durch ihn hindurch gestreichelt wurde, war das Leuchten schwächer, als wenn der Strumpf entfernt worden war.

Im Verlauf dieser Experimente bemerkte ich, daß der Gummihandschuh aufleuchtete, als ich ihn handhabte, wenn die Birne nicht benutzt wurde. Dies erforderte wiederum keine starke Reibung, sondern fand nur unter trockenen Bedingungen statt. Es war möglich, den Handschuh am unteren Ende mit den nach unten hängenden Fingern zu halten und die Erstrahlung nach unten zu den Fingern hin zu streichen. Das Licht war wieder bläulich, ziemlich schwach und manchmal leicht zu übersehen. Wenn ich den Handschuh gleichmäßig zwischen zwei Fingern hindurchzog, konnte man einen klar definierten flackernden bläulichen Rand entlang der Kante jedes Fingers beobachten. Durch dieses Licht konnte man in einem ansonsten völlig dunklen Raum sowohl die Position und die Länge dieser beiden Finger als auch den Winkel zwischen ihnen erkennen, wie es der bläuliche Rand zeigte.

Die Beobachtung, daß, wenn ein Seiden- oder Rayon-Kleidungsstück im Dunkeln kräftig über den Kopf gezogen wird, es bläuliche Blitze ausstoßen wird, ist nicht ungewöhnlich und wird wieder leichthin als „Elektrizität in deinem Haar“ erklärt. Ich kannte diesen Effekt in diesem Zusammenhang sehr gut, habe ihn aber nie in Kontakt mit meinen Händen beobachtet. Ich versuchte es mit einem alten Hemd aus Viskosefaser, das zwischen den Händen gerieben wurde. Es flackerte auch, aber etwas schwächer als der Gummihandschuh. Je größer die betroffene Oberfläche, desto stärker schien der Effekt zu sein. Wenn die Vorder- und Rückseite der Hand des Handschuhs zusammengedrückt, gestreichelt und dann getrennt wurden, war es möglich, ziemlich kräftige Blitze zu erhalten. Das Reiben des Handschuhs mit der darin befindlichen Hand erzeugte keinerlei Erstrahlung, wenn der Handschuh hauteng war. Wenn er leicht zerknittert war, so daß eine kleine Lücke zwischen Haut und Handschuh war und der Handschuh dann gestreichelt wurde, erstrahlten die Falten. So war es möglich, die Menge des erzeugten Lichts zu variieren, sowohl durch die Art des verwendeten Materials als auch durch die Handhabung. Es variierte von schwachem Glimmen des Handschuhs, wenn er zwischen den Fingern ‚zerbröselt‘ wurde (mit einer Tätigkeit, als zerbrösele man Tabak), mit nur einer sehr leichten Bewegung von zwei Fingerspitzen, bis zu kräftigen Blitzen, als zwei größere flache Flächen voneinander getrennt wurden.

Anschließend probierte ich verschiedene Arten von Plastikstreifen aus (alte Tischdecken, Mackintoshs [„Mac“, Baumwollstoff, der mit in Gummi löslicher Textilfarbe imprägniert wurde], usw.). Ich versuchte, im Orgon-Akkumulator zu sitzen, mit einem Plastik-Mac, der neben der Metallwand hing. Wenn das Mac einmal fest gegen das Metall gerieben wurde und dann zu mir gezogen wurde, gab es starke Blitze bei der Trennung vom Metall und wieder wenn ich meinen Arm oder meine Hand nahe an das Mac brachte. (Nur ein Mac funktionierte so gut; ein anderer, der versucht wurde, gab nur sehr schwache, minimale Effekte). Wenn ich meinen Handrücken so nahe an den Stoffstreifen hielt, nachdem er auf diese Weise gerieben und weggezogen wurde, konnte man an jedem Fingerknöchel nacheinander einen winzigen blauen Funken erkennen. Dabei trat genausowenig ein Gefühl des Unbehagens auf, wie bei den winzigen Funken, die an den Kontaktbolzen der Glühbirne erhalten wurden, wie zuvor beschrieben.

Es wird akzeptiert, daß es 2 500 Volt benötigt, um einen ½ mm langen elektrischen Funken zu erzeugen.

Ich habe andere Isolatoren, Hartgummi und Glas, ausprobiert. Eine Hartgummistange, die zwischen den Fingern gezogen wurde, ergab eine ähnliche „schimmernde“ Linie wie der Gummihandschuh. Ich versuchte, gewöhnliche Marmeladengläser zu reiben und erhielt keinen Effekt, aber ein Leser des Artikels rief an, um mir zu sagen, daß er an der Außenseite von Glastassen ein Aufleuchten erhielt, wenn er sie rieb.

Ungefähr zu dieser Zeit las ich einen Brief im News Chronik von einer Frau, die sich beschwerte, daß es zu viel „Radioaktivität“ gäbe, da die Plastikrassel ihres Babys in einem dunklen Raum mit einem „seltsamen grünlichen Licht“ glühe. Sie sagte nicht, ob das weiterging, wenn sie unberührt blieb, aber es scheint wahrscheinlich, daß sie die gleiche Art von Phänomen bei einem Isolator beobachtete, der von dem Baby angeregt worden war. Zwei Tage später erschien der folgende Brief im News Chronik, unterschrieben von einem Fellow des Institute of British Physicists unter der Überschrift „Gespeichert“: „Es ist sehr unwahrscheinlich, daß die Rassel von Baby Murkin radioaktiv ist. Viele Substanzen leuchten im Dunkeln aufgrund einer Freisetzung von Energie, die in einer chemischen oder physikalischen Form gespeichert worden sein kann. Einiges, dazu gehören einige Kunststoffe, speichert Energie, wenn Licht auf es fällt, und gibt sie langsam ab, wenn es im Dunklen ist. John Vickers” (22.05.58).

Mit anderen Worten, die Erstrahlung wird hier mit Phosphoreszenz erklärt. Das Licht hat die Rassel angeregt (wenn es das Licht war, und nicht die Handhabung, die für die Anregung sorgte), und als Ergebnis strahlt die Rassel. Wenn wir fragen, warum sie strahlen sollte, beginnt das Problem, denn wir finden, daß bei der Phosphoreszenz „es nicht viel gibt, was weniger gut verstanden wird“. Im wissenschaftlichen Sinne ist ein phosphoreszierender Gegenstand etwas, das, nachdem es dem Licht ausgesetzt worden war, im Dunkeln scheint. Offensichtlich kann er Licht speichern und es wieder abgeben, aber wie das geschieht, weiß niemand“ (2, S. 525). In einem Buch über fluoreszierende Beleuchtung lesen wir, daß „die verschiedenen Phänomene (der Fluoreszenz bei Festkörpern) so komplex sind, daß die Erklärungen noch nicht vollständig bekannt sind” (6, S. 13).

 

Literatur

2. Taylor, Sherwood: THE WORLD OF SCIENCE, Heinemann, 1936

6. Zwikker, C. (ed.): FLUORESCENT LIGHTING, Philips Technical Library, Eindhoven, Holland, 1952

 

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 1)

26. November 2018

von David Boadella

 

[Vorbemerkung des Übersetzers: Der erste Artikel findet sich hier ff.]

1. Einige theoretische Überlegungen

Die in der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift (1) beschriebenen Erstrahlungseffekte wurden von einer Reihe von Personen wiederholt. Ich antwortete auf den Brief des National Physical Laboratory (NPL) und wies in erweiterter Form auf die Widersprüche zwischen ihrer Erklärung und dem beobachteten Verhalten der Glühbirnen hin. Eine kurze Antwort ist eingegangen, die ihre Überzeugung wiederholt, daß die Phänomene abhängen von „der Art und dem Druck des gegebenen Restgases, der Zusammensetzung des Glases der Glühbirne (da es die isolierenden Eigenschaften und die Leichtigkeit des Elektrisierens beeinflußt) und wahrscheinlich von mehreren anderen Faktoren, wie die atmosphärische Luftfeuchtigkeit zu der Zeit“. Sie schließen das Thema, indem sie hinzufügen: „Es gibt unserer Meinung nach wenig zu gewinnen, wenn man der Sache weiter nachgeht, außer wenn man sich dafür entscheidet … durch sorgfältig kontrollierte Experimente.“ Die Bedeutung der weiteren Experimente, von denen ihnen berichtet wurde, wird ignoriert.

Zwei Kritikpunkte sind von einem Leser des Originalartikels aufgeworfen worden. Der erste bezieht sich auf den Vakuumdruck und der zweite auf die Ladung der Hände. Beide sind von Interesse für die Art von Komplikationen, die auftauchen, sobald jemand versucht zu zeigen, daß die Leuchteffekte „einfach genug“ durch orthodoxe physikalische Konzepte erklärt werden können.

Es wurde von dieser Person angeführt, daß, in Übereinstimmung mit der Anmerkung der NPL, je weniger Gas es gibt, desto geringer die Lichtausbeute sei. Um diese Sichtweise zu unterstützen, hat sie eine 20 Jahre alte Vakuumlampe mit geradem Heizfaden vorgelegt und mich aufgefordert, hier irgendwelches Licht hervorzurufen. Sie sagte, daß diese Lampe ein viel höheres Vakuum als moderne vakuumgefüllte Lampen hätte und deshalb nicht leuchte. (Vergleiche das mit der NPL-Aussage: „Wir wiederholen, daß der Grad des Vakuums den Effekt bestimmen wird, so daß einige gut gemachte moderne Vakuumlampen ihn nur schwer oder gar nicht zeigen könnten.“) Zur weiteren Unterstützung ihrer Ansicht, erklärte sie kategorisch, daß unterhalb eines bestimmten Drucks, ein Vakuum überhaupt nicht leuchte, und daß der Druck von 0,5 Mikron (in dem Artikel angegeben und von Reich verwendet) unerreichbar sei.

Was man beachten muß, um den Widerspruch, der die Vakuumfrage umgibt, zu entwirren, ist der Kontrast zwischen der normalen Methode eine Erstrahlung im Vakuum hervorzurufen und den Ergebnissen, die über die Hände berichtet werden und von Dr. Ola Raknes mit Vakuums bestätigt wurde, deren Druck bekannt war. Dr. Raknes erhielt seine Ergebnisse bei Vakuums mit einem Druck von 1/10 000 und 1/100 000 einer Atmosphäre. Hier eine Beschreibung aus einem Lehrbuch über Physik über den normalen Ablauf der Vakuumentladung:

Wenn die Luft nach und nach aus einer Röhre mit zwei Plattenelektroden gepumpt wird, die auf einer Potentialdifferenz von einigen tausend Volt gehalten werden, erscheint eine leuchtende Entladung, wenn sich der Druck einem 1/1000 einer Atmosphäre nähert. Angenommen, wir setzen die Entleerung unserer Entladungsröhre fort. Die leuchtenden Wolken schrumpfen von der Mitte der Röhre zurück, und der dunkle Raum nimmt zu, bis der Druck in der Röhre nur ein Millionstel einer Atmosphäre ist (d.h. 0,75 Mikron), die leuchtenden Erscheinungen im Gas haben vollständig aufgehört, obwohl Elektrizität immer noch geleitet wird. Die Wände der Röhre leuchten mit einem grünlichen Licht. Unsichtbare „Strahlen“ durchdringen die Röhre. Diese Strahlen sind ein Hagel von Elektronen, die sich mit großer Geschwindigkeit vom negativen Pol zum positiven bewegen. (2, S. 292)

Bei der 20 Jahre alten Glühbirne, die mir übergeben worden war, erwies es sich als sehr schwierig, mit den Händen irgendwelches Licht zu erhalten. Aber sie wurde leicht zum Leuchten gebracht, indem man sich mit einem geladenen Isolator irgendeiner Art näherte. Ich habe nicht herausgefunden, wie hoch der Druck dieser Lampe ist. Die G.E.C. hat mich jedoch informiert, daß die modernen 25 Watt Glühbirnen mit einem Druck von 0.0001 mm, d.h. 1 Mikron hergestellt werden. Dennoch muß die Leichtigkeit dieser Erstrahlung der NPL-Aussage [National Physical Laboratory] gegenübergestellt werden: „Von daher wird die schnellstmögliche Annäherung eines geladenen Hartgummistabes keine Wirkung zeitigen, da sie immer noch nicht schnell genug ist.“

Der zweite Kritikpunkt der gleichen Person war eine direkte Leugnung, daß die Ladung der Haut in Millivolt meßbar sei. Sie behauptete, daß die Hände leicht mehrere tausend Volt enthalten könnten, deshalb gäbe es nichts Bemerkenswertes bei den Erstrahlungseffekten. Sie sah daher keinen Grund, die Aussage zu akzeptieren, daß die elektrische Spannung der Hände tausendmal schwächer sei als die, die zur Erzeugung der normalen Vakuumentladungen verwendet wurde, wie oben zitiert. Die oszillographischen Experimente von Reich, zitiert als Beweis für die niedrige Spannung der Haut, akzeptiere sie nicht, da, wie sie sagte, „der Oszillograph keine Spannung mißt, er mißt Strom“. Der Punkt ist von einiger Wichtigkeit, denn, wenn man ohne Zweifel zeigen kann, daß die normale elektrische Spannung der Hände in der Tat im Bereich von Millivolt liegt, dann wird es tatsächlich sehr schwierig zu verstehen, wie das sanfteste Streicheln zu einer Erstrahlung führen kann, die Tausende von Volt erfordert. Ein Blick auf Reichs Bericht über seine Experimente machte deutlich, daß es sich um Spannung handelte, die er gemessen hatte. Reich verband die an der Haut befestigten Elektroden mit Hilfe von Drähten an die Gitterplatten in der Elektronenröhre seines Oszillographen. Ein Elektronenstrom floß durch diese Platten von einer Kathode zu einer Anode. Jede Ladung auf den Platten lenkte den Elektronenstrahl ab, und die Ablenkung konnte auf einem Bildschirm beobachtet werden.

Der Oszillograph wurde auf 10 Millivolt kalibriert. Die beobachtete Ablenkung konnte daher direkt mit der Kalibrierung verglichen werden. Der Widerstand des Oszillographen betrug 2 Millionen Ohm, die von den Händen erzeugte Strommenge war daher außerordentlich niedrig: Reich gibt sie als 0.000001 eines Ampere an, d.h. 1 Mikroampere (3).

Im folgenden muß der Unterschied zwischen der Ähnlichkeit von Einheiten und der Äquivalenz von Einheiten, der im ersten Artikel referiert wurde, ständig im Auge behalten werden. Es ist dann unerheblich, ob wir den Ausdruck „Statik“ verwenden oder „Orgon“, um bestimmte Effekte zu beschreiben, solange wir uns daran erinnern, daß „Statik“ mit Eigenschaften einhergeht, die die Strom-Elektrizität nicht besitzt. Wenn man in ein Geschäft geht, das elektrische Geräte oder elektrische Meßvorrichtungen verkauft, und nach einem Elektroskop fragt, ist die typische Reaktion „Ein Elektroskop? Was ist das? Wofür wird es verwendet?“. Dann kommt vielleicht eine Erinnerung an die Physik der Sekundarstufe zurück und ihnen wird dunkel bewußt, was ein Elektroskop ist. Der Begriff „Statik“ betont die Ähnlichkeiten zwischen Effekten bei Isolatoren und Effekten bei Metall und Drähten, die Unterschiede werden tendentiell vergessen oder übersehen, sie sind nicht wichtig. Der Begriff „Orgon“ betont die Ähnlichkeiten zwischen den Reaktionen von Isolatoren und Reaktionen des Lebendigen. Der Begriff „Elektrizität“ weist auf die mit Batterien verbundenen Phänomene und die Bewegung von Drähten in Magnetfeldern hin. Es ist lehrreich, sich daran zu erinnern, wie der Begriff auf Isolatoren angewendet wurde. Einige der frühesten Beobachtungen von „statischen“ Effekten wurden von Thales mit Bernsteinstücken gemacht. „Thales wußte nicht, warum Bernstein leichte Objekte anziehen konnte. Er wußte nur, daß Bernstein nach dem Reiben eine neue Eigenheit angenommen hatte. Wir sagen, daß der Bernstein elektrifiziert wurde, oder daß er durch Reiben ‚Elektrizität‘ erworben hat. Das Wort ‚Elektrizität‘ wurde gewählt, weil der griechische Name für Bernstein ‚Elektron‘ ist! Wenn wir also sagen, daß ein Kamm aus Hartgummi oder Plastik elektrisch aufgeladen (elektrisiert) wurde, sagen wir tatsächlich, daß der Kamm ‚bernsteinisiert‘ worden ist; der Kamm verhält sich wie Bernstein, wenn er gerieben wird“ (4, S. 306).

Es war das Erwägen der Unterschiede zwischen ‚Statik‘ und Elektrizität, und die Ähnlichkeiten zwischen ‚Statik‘ und atmosphärischer Orgonenergie, die Reich zu der Schlußfolgerung brachte, daß „der Begriff der ‚Reibungselektrizität‘ durch den der orgonotischen Erregung ersetzt werden könnte! ‚Reibungselektrizität‘ wäre dann nicht mehr als ein uninteressanter Spezialfall orgonotischer Erregung, der auf passiv absorbiertem Orgon basieren könnte, oder Orgon, das als Teil des lebendigen Funktionierens ausgestrahlt wird“ (5, S. 115).

 

Literatur

1. Boadella, David: „Some orgonotic lumination effects“. Orgonomic Functionalism, Vol. 5, No. 2, 1958

2. Taylor, Sherwood: THE WORLD OF SCIENCE, Heinemann, 1936

3. Reich, Wilhelm: EXPERIMENTELLE ERGEBNISSE ÜBER DIE ELEKTRISCHE FUNKTION VON SEXUALITÄT UND ANGST, Kopenhagen, 1937

4. Dees, Bowen C.: FUNDAMENTALS OF PHYSICS, Philadelphia, 1945

5. Reich, Wilhelm: „Orgonotic Pulsation: the differentiation of orgone energy from electro-magnetism. Presented in talks with an electro-physicist“ (insbesondere Part II: The orgonotic excitation of insulators. Questionable points in the concept of static electricity), International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, Vol. 4, 1945

 

Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Wie mit Linken leben?

22. August 2018

Mir persönlich wird immer wieder „Opportunismus“ vorgeworfen, weil ich mit bestimmten Leuten gut zurechtkomme, das würde doch allem widersprechen, was ich so schreibe! Aber dieser Vorwurf ist purer Moralismus, d.h. alle Funktionsebenen werden wild durcheinandergeworfen. Es ist mir mit Verlaub scheiß egal, ob mein Bäcker ISIS-Anhänger, Kommunist oder eine Sozialdemoratte ist. Meine Freundlichkeit ist nicht gespielt, sondern gehört integral zu diesem Funktionsbereich („Brötchenkaufen“). Alles andere ist Moralismus und das diametrale Gegenteil der Orgonomie! (Von wegen „authentisch sein“!)

Vor Jahrzehnten habe ich mit bestimmten Leuten noch politisiert, aber damals ist mir ein derartiger Haß, eine derartige herablassende Verachtung und ein derartiger scharfer Moralismus (!!!) entgegengeschlagen, daß ich das früh als vollkommen sinnlos fallengelassen habe. Um sich hier aufzureiben, ist das Leben wirklich viel zu kurz! Es gibt jede Menge andere funktionelle Ebenen, auf denen man sich von Mensch zu Mensch begegnen kann und sei es, daß man den ganzen Abend nur rumalbert.

Problem sind wirklich die Linken, die die Gesellschaftspolitik („Man muß doch was tun!“) zu ihrer Ersatzreligion gemacht haben. Sie müssen alles politisieren und moralisieren. Mit diesen Spinnern kann man ja nicht mal über das harmloseste alle Themen sprechen, das Wetter, da sie nicht nur sofort mit dem „Klima“ ankommen, sondern auch mit den vermeintlichen Ursachen des „Klimawandels“, dem Kapitalismus des weißen Mannes. In deren Augen wirst du schon zum „Nazi“, nur weil du für den Rest deines Lebens Glühbirnen gehortet hast! Nicht mal das besagte „Rumalbern“ ist noch möglich, weil dank der Political Correctness, dem alles erstickenden Moralismus der Linken, jede noch so unschuldige Bemerkung auf die Goldwaage gelegt wird. Es wird demnach zunehmend schwerer eine gemeinsame Funktionsebene zu finden. Wir steuern wirklich auf einen Bürgerkrieg zu, der dann unvermeidlich wird, wenn alle bioenergetischen Brücken gekappt sind.

Einige orgonotische Erstrahlungseffekte. Eine vorläufige Mitteilung (1958) (Teil 6)

30. Juli 2018

Wilhelm Reich, Physiker: ANHANG; David Boadella über Erstrahlungseffekte

Einige orgonotische Erstrahlungseffekte. Eine vorläufige Mitteilung (1958) (Teil 5)

26. Juli 2018

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22. Juli 2018

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20. Juli 2018

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