Posts Tagged ‘Kardiovaskuläre Erkrankungen’

nachrichtenbrief119

10. Juli 2018

ZUKUNFTSKINDER: 4. Geburtshilfe, a. Das soziale Umfeld des Fötus

14. Februar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

4. Geburtshilfe, a. Das soziale Umfeld des Fötus

nachrichtenbrief58

16. August 2017

Herztod

29. April 2016

In der MMW (Fortschritte der Medizin) vom 7. April 2011 wird von einer amerikanischen Metaanalyse (Dahabreh IJ, Paulus JK) berichtet, die nachweist, daß sporadische körperliche und sexuelle Aktivitäten mit einem etwa dreifachen Risiko für Myokardinfarkte einhergehen. Das Risiko für einen plötzlichen Herztod wird durch gelegentliche körperliche Anstrengung sogar um das Fünffache erhöht.

Dazu gibt der Münchner Internist und Kardiologe Prof. Dr. H. Holzgreve einen sehr guten Kommentar ab: Zwar würden diese wahrlich erschreckenden Zahlen sowohl bei Fachleuten als auch bei Laien sicherlich Furore machen, doch warne er vor einer Fehlinterpretation. Herzinfarkt und Herztod werden in den untersuchten Studien nämlich nur innerhalb einer Stunde nach der vereinzelten körperlichen Anstrengung erfaßt und diese Stunde dann mit langen anstrengungslosen Zeiträumen, die meist ein ganzes Jahr umfassen, verglichen. „Das bedeutet, daß das absolute Risiko der nur seltenen körperlichen Anstrengung sehr gering ist, nämlich zwei bis drei Herzinfarkte bzw. ein plötzlicher Herztod pro 10 000 Probandenjahren.“

Ohnehin habe der, der sich regelmäßig, d.h. etwa drei- bis fünfmal pro Woche körperlich und sexuell verausgabe, einen Überlebensvorteil gegenüber dem Sport- und Sexmuffel.

Wie geradezu gemeingefährlich derartige Studien sind, hat bereits Reich Anfang der 1940er Jahre in seiner Notiz „Sex-Economy and Medicine: The ‚Dangers‘ of Sexual Intercourse“ diskutiert (International Journal of Sex-Economy and Orgone-Research, Vol. 1, No. 1, March 1942, S. 94f). Dort geht es um ein junges Ehepaar. Der Mann leidet an hohem Blutdruck, die Frau an „Nervosität“. Ihr Hausarzt riet ihnen unter keinen Umständen Geschlechtsverkehr zu haben, da „Geschlechtsverkehr den Blutdruck erhöht, was jede Art von schlimmen Folgen nach sich ziehen kann“. Infolge des Rates stieg der Blutdruck des Mannes immer weiter an und die Frau entwickelte eine schwerwiegende Zwangssymptomatik. Reich beklagt, daß Ärzte in ihrer Ausbildung und in den Fachzeitschriften nichts über die Verbindung zwischen Bluthochdruck, Nervosität und Sexualstauung erfahren. Statt den Patienten die Angst vor den „schlimmen Folgen des Geschlechtsverkehr“ zu nehmen, werden sie von den Ärzten darin bestärkt.

Wäre er gut ausgebildet gewesen, hätte der Hausarzt des Ehepaares durch Sexualaufklärung versucht, den Eheleuten ein gesundes Geschlechtsleben zu ermöglichen. Handelte es sich hingegen um tiefsitzende neurotische Ängste, wäre eine entsprechend tiefgehende Psychotherapie angemessen gewesen.

Bereits Mitte der 1920er Jahre hatte Reich in seiner Studie Die Funktion des Orgasmus ausgeführt, daß Neurosen („Psychoneurosen“) durch Entwicklungsstörungen der bzw. Regression zur infantilen Sexualität entstünden. Sie hätten stets einen stauungsneurotischen („aktual-neurotischen“) Kern durch unmittelbare Störung der motorischen Energieabfuhr. Dies äußere sich in Stauungs- und Herzangst, da die Erregung nicht über das genitale System abfließe und sich so im Vegetativum staue, weshalb Reich auch von „Sexualstauungsneurosen“ spricht, bei der die motorisch nichtabgeführte Genitallibido das vasovegetative System innerviere und für periphere Vasokonstriktion, arteriellen Hochdruck, Herzbeschwerden, Pupillenerweiterung, Versiegen der Speichelsekretion, kalte Schweißausbrüche, Hitze- und Kälteempfindungen, Erschlaffung der Muskulatur mit Tremor, Schwindel, Diarrhöen, etc. verantwortlich sei. Reich vergleicht die Symptome, die frustrierte Genitallibido zeitigt, mit einer Nikotinvergiftung und der sie begleitenden „Herzangst“ und bestätigt so Freuds Intuition über die „toxischen Sexualstoffe“.

In „The Biopathic Diathesis: Arteriosclerosis and Coronary Artery Disease“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 4, No. 2, November 1970) führt der orgonomische Internist Robert A. Dew aus, daß Sympathikotonie Grundlage der kardiovaskulären Erkrankungen ist: eine Kontraktion gegen Expansion, d.h. eine reaktive Sympathikotonie. Die Sympathikotonie im Brustkorb kann, neben Arrhythmien, zu Bluthochdruck und weiter zu Arteriosklerose führen.

Reich merkt an:

Es ist durchaus wahrscheinlich, daß (…) Herzklappenfehler und andere Formen organischer Herzerkrankungen eine Reaktion des Organismus auf chronische Hypertonie des Gefäßsystems darstellen. (Die Funktion des Orgasmus, S. 273)

Dew führt den kardiovaskulären Hochdruck auf einen „lebhaften, stark erregbaren Kern“ zurück (siehe dazu Der Krebs, S. 220f), hinzu komme

eine sehr ausgeprägte Beckenblockierung, chronische orgastische Impotenz und eine daraus sich ergebende mächtige Expansion in die höher gelegenen Segmente hinein. Diese nach oben gerichtete Expansion wird eingedämmt durch eine vergleichsweise starke Kontraktion im Brust- und im Halssegment, was einen Großteil der physiologischen und symptomatologischen Störungen hervorruft, die mit der Erkrankung verbunden sind. („The Biopathic Diathesis: Hypertension“, Journal of Orgonomy, 10(2), November 1976, S. 214)

Emanuel Levine, einem der Mitarbeiter Reichs, zufolge zeige sich die spezifische Panzerstruktur beim Bluthochdruck darin, daß „der Hochdruckpatient gewöhnlich ein rötliches Gesicht hat. Die unteren Segmente jedoch blaß wirken“ („Treatment of a Hypertensive Biopathy with the Orgone Energy Accumulator“, Orgone Energy Bulletin, 3(1), January 1951, S. 24).

Reich vertrat die Ansicht, daß kardiovaskuläre Biopathien ihre Ursache hauptsächlich in einer Verschiebung von sexueller Energie aus dem Genitalbereich in die obere Körperhälfte haben. Einige neuere Ergebnisse unterstützen diese Auffassung. (Sean Haldane und Adolph E. Smith: „Das Konzept der Biopathie: Bestätigungen aus neueren Ergebnissen der Verhaltensendokrinologie“, Wilhelm Reich Blätter, 4/77, S. 106-110)

Die Anlage für Arteriosklerose und andere Erkrankungen der Koronararterien zeigt sich bei der orgontherapeutischen Mobilisierung des reaktiv in einer Einatmungshaltung festgehaltenen Brustsegments, wobei, so Dew, stets tiefe Trauer und Sehnsucht an die Oberfläche kommt. Unsere Sprache bringe die Verbindung zwischen Trauer, Sehnsucht und dem Herzbereich sehr klar zum Ausdruck. Reich hat die Emotion Sehnsucht als Energiefluß definiert, der in den Brustbereich und die Arme geht. Gegen diese parasympathische Expansion kommt es reaktiv zu der festgehaltenen sympathischen Inspirationshaltung. Das besondere ist nun, daß diese äußere mit Vasokonstriktion verknüpfte Sympathikotonie einhergeht mit einer zentralen Parasympathikotonie. Der Parasympathikus hemmt jedoch die Herztätigkeit, obwohl das Herz wegen der peripheren durch den Sympathikus hervorgerufene Gefäßverengung mehr leisten muß. Die für das Herz fatale Gleichzeitigkeit dieser beiden Faktoren stellt die biopathische Diathese der Arteriosklerose dar (Dew, S. 198-200).

Levine hatte 20 Jahre zuvor geschrieben:

Der allgemeine Hintergrund des Koronararterienverschlusses wurde von Reich beschrieben. Er fand, daß der Koronarverschluß sich aus starken expansiven Bewegungen in der Brust ergibt, denen starke Kontraktionen im gleichen Segment entgegenstehen und daß wegen Blockaden in den Schultern und im Zwerchfell, die schraubstockartige Kontraktion nicht anderswo freigesetzt werden kann, was schließlich zur Koronarruptur führt. („Observations on a Case of Coronary Occlusion“, Orgone Energy Bulletin, 4(1), January 1952, S. 46)

Baker bringt eine interessante Beobachtung über die hier besprochenen Herzerkrankungen vor:

Bei diesen Herzschäden findet man sogar schon Jahre, bevor eine körperliche Erkrankung auftritt, immer eine Trias von extrem schmerzhaften Punkten, einen unterhalb der linken Brustwarze, einen zweiten oberhalb der Brustwarze und den dritten in der linken Achselhöhle. Eine Lockerung des Krampfes an diesen Punkten lindert die Herzsymptome. Bei der paroxysmalen Tachykardie kann durch diese Methode keine Linderung erreicht werden, wenn der Patient ein Chininpräparat nimmt. (Der Mensch in der Falle, S. 290)

Ein anderer sehr interessanter Punkt stammt von Levine: Bei Frauen können die Brüste als Sicherheitsventil für den biopathischen Druck im Brustkorb wirken und er fragt, ob dies erklärt, „daß Koronararterienverschluß bei unter Bluthochdruck leidenden Frauen weit weniger häufig ist als bei unter Bluthochdruck leidenden Männern“ („Treatment of a Hypertensive Biopathy…“, S. 33).

Reich selbst litt der Autopsie zufolge unter Arteriosklerose, als er 1957 an seinem zweiten Herzinfarkt verstarb: „Herzmuskelschwäche mit plötzlichem Herzversagen, das mit einer generellen Arteriosklerose und einer Sklerose der Herzkranzgefäße verbunden war“ (Myron Sharaf: Fury on Earth, New York 1982, S. 477). In den Originalunterlagen aus dem Gefängnis heißt es: „myokardiale Insuffizienz aufgrund einer kalzifizierten Aortenstenose, die mit einem generalisierten arteriosklerotischen Herzen und einer Koronarsklerose verbunden war“ (Jerome Greenfield: „Wilhelm Reich in Prison“, International Journal of Life Energy, Vol. 2, No. 1, Winter 79-80, S. 49). Zu Beginn der Haft „stellten Mediziner bei Untersuchungen ein ‚besonders raues anschwellendes systolisches Herzgeräusch‘ Grad 2 fest” (ebd., S. 25). Außerdem heißt es in den Unterlagen, daß

zur Zeit seines Todes eine Grippeepidemie in der Anstalt wütete; (…) die histopathologische Untersuchung zeigte eine eitrige Bronchopneumonie. Meiner Meinung nach weisen diese Umstände auf einen Tod durch Komplikationen in einem Fall von asiatischer Grippe hin. (ebd., S. 48)

Im Oktober 1951 hatte sich der erste Herzinfarkt ereignet und Reich erkrankte schwer an Myokarditis (Elsworth F. Baker: „My Eleven Years With Wilhem Reich“, Journal of Orgonomy, 12(2), November 1978, S. 181). Übrigens gab er aus diesem Anlaß das Rauchen auf. „Zwei Jahre zuvor hatte er wegen eines Tachykardie-Anfalls einen Herzspezialisten konsultiert, der festgestellt hatte, daß er an Bluthochdruck litt“ (David Boadella: Wilhelm Reich, München 1980, S. 255; siehe auch Ilse Ollendorff: Wilhelm Reich, München 1975, S. 127).

Betrachten wir nun die oben beschriebene biopathische Anlage, fällt auf, daß Reich in seinen letzten Jahren auffällig oft über „kosmische Sehnsucht“ geschrieben hat. Auch kann man bei ihm wohl tiefe Trauer über die Tragödie seiner Ursprungsfamilie und diverse weitere Brüche in seinem Leben annehmen. „Heartbreak“ war eines von Reichs Lieblingswörtern (Fury on Earth, New York 1983, S. 20). Ilse Ollendorff erinnert sich über Reichs Herzanfall: „Er sagte damals, daß jeder Herzanfall in Wirklichkeit ein gebrochenes Herz ist“ (Ollendorff, S. 141). In diesem Zusammenhang erwähnt sie einen Brief an Neill, den Reich wenige Tage vor seinem Herzanfall schrieb und in dem er seine herzzerreißende Einsamkeit beklagte (ebd., S. 142f).

Funktionelle Medizin (Teil 2)

2. Mai 2014

Hier ein weiteres Beispiel für die funktionelle Medizin bzw. die Rolle der Funktion des Orgasmus in der Medizin:

Ein Wissenschaftsteam um den brasilianischen Forscher Luis Marin von der unabhängigen Universität Sao Paulo hat (…) eine äußerst unkonventionelle aber dennoch sehr einfache Linderung für das RLS (Restless-Legs-Syndrom) parat: Sex vor dem Schlafengehen soll den Mißempfindungen in den Beinen entschieden entgegentreten. Auch Selbstbefriedigung erfüllt seinen Zweck. Man mag es kaum glauben, aber diese Ratschläge haben sogar einen wissenschaftlichen Hintergrund: Beim Orgasmus schüttet der Organismus große Mengen des (…) „Glückshormons” Dopamin aus. Bei der medikamentösen Therapie wird es ebenfalls künstlich zugeführt. Ein Versuch ist es bestimmt wert.

Reich zufolge ist die Emotionelle Pest eine Biopathie, die z.B. mit der „kardiovaskulären Biopathie“ oder der „Krebsbiopathie“ verglichen werden kann. Alle „Biopathien“ gehen auf die Orgastische Impotenz zurück. Diese zeigt sich etwa darin, sich nicht auf die Arbeit konzentrieren zu können, im Ausbleiben lebenswichtiger Reflexe (wie etwa dem Brechreflex), vor allem aber in einer eingeschränkten Atmung. Jemand, der sich nicht hingeben (nicht konzentrieren) kann, der verkrampft ist und nicht voll durchatmen (buchstäblich nicht seufzen und stöhnen) kann – kann logischerweise auch keinen Orgasmus haben, wenn dieser Begriff irgendeine Bedeutung haben soll.

In Children of the Future (S. 71) scheibt Reich:

Die Energiequelle von pestilenten Reaktionen (Emotionelle Pest) ist vor allem sexuelle Frustration, verbunden mit starker Aggressivität.

Dies trifft weitgehend auch auf die kardiovaskuläre Biopathie zu (siehe Der Krebs, Fischer TB, S. 221).

Forscher der Harvard School of Public Health stellten bei „bösartigen alten Männern“ einen Zusammenhang zwischen dem Maß der Feindseligkeit und der Kapazität der Lungen fest. Rosalind Wright und ihre Kollegen hatten 1986 insgesamt 670 Männer mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren ausgewählt. Eine grundsätzlich feindselige Einstellung gegen die Umwelt wurde mittels der psychologischen „Cook-Medley-Skala“ erfaßt und mit der Luftmenge korreliert, die die Testpersonen in einer Sekunde ausatmen konnten. Nach 8 Jahren mit drei Testreihen stand fest, daß jeder Punkt mehr an Feindseligkeit einem Verlust von neun Millilitern Lungenkapazität entsprach. Bei jenen, die über die Jahre feindseliger wurden, verlief der altersbedingte Rückgang der Lungenkapazität schneller als bei denen, die ihr Verhalten nicht änderten oder gar besserten.

Eine US-Forschergruppe um den Psychologen Raymond Niaura hat in einer 3jährigen klinischen Studie an 774 älteren Männern festgestellt, daß eine feindselige Haltung gegen die Mitmenschen zu einem höheren Herzinfarktrisiko führt als Fettleibigkeit, Rauchen oder hohe Blutfettwerte.

Während die „kardiovaskuläre Biopathie“ durch Aggressivität gekennzeichnet ist, sind es bei der Krebsbiopathie Ängstlichkeit und Depressivität. Es gibt viele Studien, die diesen, erstmals von Reich dargelegten, Zusammenhang bestätigen. Ich verweise auf meinen Blogeintrag Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 11).

Als Ergänzung zu den dortigen Ausführungen hier die folgende norwegische Studie:

Ein Team um den Psychiater Arnstein Mykletun (Universität Bergen) fand bei einer Untersuchung von 62 591 Menschen, daß bei denjenigen, die nach einem Test als besonders ängstlich eingestuft worden waren, zwei Jahre später die Wahrscheinlichkeit einer Tumorbildung um 25% höher lag als unter den weniger ängstlichen. Über einen längeren Zeitraum, in der Studie waren es sechs Jahre, verdoppelt sich das Krebsrisiko beinahe.

Die Autoren dieser Untersuchung behaupten, daß man zuvor Depression nicht als einen bedeutenden Risikofaktor für Tumorbildung erkannt hatte, weil bei der Forschung nicht zu drei separaten Zeipunkten über eine Zeitdauer von sechs Jahren hinweg die Niedergeschlagenheit gemessen wurde, wie in der vorliegenden Studie.

Die neue Vorgehensweise erlaubte erstmals das Krebsrisiko von Menschen zu bestimmen, bei denen eine tiefe Melancholie über einen derartig langen Zeitraum andauert.

Tatsächlich zeigte sich, daß, wenn zu keinem der drei Zeipunkte während der sechsjährigen Studie Anzeichen für eine depressive Stimmung vorlag, sich das Krebsrisiko um weitere 50 Prozent reduzierte im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung.

Das ist jedoch nicht das erste Mal, daß Krebsentstehung mit depressiver Stimmung in Zusammenhang gebracht wurde. Eine Studie aus den 1980er Jahren fand , daß fast 10 Prozent von denjenigen, die 20 Jahre zuvor als depressiv eingeschätzt worden waren, inzwischen an Krebs gestorben waren, im Vergleich zu nur 5 Prozent derjenigen, die keine Anzeichen für Depression zeigten.

Andere Forschungsergebnisse zeigten, daß bei Menschen, die an Krebs erkranken, es wahrscheinlicher ist, daß sie vor dem Beginn der Krebserkrankung einen emotional einschneidenden Beziehungsabbruch hinter sich hatten. Auch jene, die weniger in den Familienverband eingebunden sind, werden demnach eher Krebs entwickeln.

Man fand auch, daß bei sozial isolierten Frauen, die Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krebsarten zu sterben fünfmal höher liegt und es zweimal wahrscheinlicher ist, daß sie diese Krebsarten überhaupt entwickeln.

Unverheiratete Frauen haben eine signifikant höhere Todesrate bei Krebs als verheiratete Frauen.

biopathien

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 6)

22. September 2013

Es gibt auch Krebs ohne Tumorbildung. H.E. MacDonald beschreibt so einen Fall in ihrem Aufsatz „Wilhelm Reich’s Concept ‚Cancer Biopathy’“. Dabei geht es um eine 30jährige magersüchtige Patientin, die in ihrem Leben noch nie irgendeine sexuelle Aktivität zeigte und wie ein Leichnam wirkte. In den vorangegangen vier Wochen war sie von 120 lbs. auf 90 lbs. abgemagert (1 lb = 0.45 kg). Obwohl es keine Tumoren gab, wies der Reich-Bluttest doch auf eine fortgeschrittene Krebsschrumpfungs-Biopathie hin. Zwar hatte es seit einem Jahr eine kleine Schwellung von der Größe einer Bohne in der rechten Brust gegeben, die ihr behandelnder Arzt jedoch als nicht malig diagnostizierte, da sie abwechselnd wuchs und wieder zusammenschrumpfte.

Tägliche Nutzung des Orgonakkumulators hielt nicht nur den Schrumpfungsprozeß auf, sondern ermöglichte es der Patientin an Gewicht zuzulegen, so daß sie am Ende von vier Monaten 102 lbs. wog. Nach zehn Tagen Orgonbestrahlung war der Tumor nicht mehr tastbar. Da der Tumor neueren Datums war als der Schrumpfungszustand und da es unwahrscheinlich ist, daß dieser kleine Tumor ohne Metastasen die Ursache für den schlechten Allgemeinzustand sein konnte, ist die Existenz einer karzinomatösen Schrumpfungsbiopathie ohne Tumor eine Tatsache. (Orgone Energy Bulletin, 2(3), July 1950, S. 129)

Nebenbemerkung: Wenn man daran denkt, daß heute der Orgonenergie-Akkumulator in vielen Fällen von Anorexie vielleicht lebensrettend sein könnte…

Der Orgonom Victor M. Sobey ging, ausgehend von seiner Beschäftigung mit der Tuberkulose in der klassischen Medizin, davon aus, daß auch diese eine Schrumpfungsbiopathie darstellt, was der Reich-Bluttest bei entsprechenden Patienten bestätigte. „Tuberkulose ist ein verkäsender Prozeß, der mich immer als Fäulnisvorgang beeindruckte“ (Sobey: „Treatment of Pulmonary Tubercolosis with Orgone Energy“, Orgonomic Medicine, 1(2), November 1955, S. 123). Zusammenfassend führt Sobey aus:

Zwei Fälle von Tuberkulose wurden erstmals mit Orgonenergie behandelt und zwar mit hervorragenden Ergebnissen. Offenbar ist Tuberkulose eine richtige Biopathie, wahrscheinlich von der Schrumpfungsvariante, wie der Reich-Bluttest gezeigt hat. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung solcher Patienten ist die Verbesserung der orgonotischen metabolischen Prozesse und das Erhöhen des orgonotischen Potentials, um die T-Reaktion im Plasmasystem in eine B-Reaktion zu überführen. Ständiger Einsatz des Orgonenergie-Akkumulators, mit oder ohne begleitender psychiatrischer Behandlung, ist der wichtigste therapeutische Faktor.

Es steht nun fest, daß Orgonenergie Lungentuberkulose in einer positiven Weise beeinflussen kann. Was die Grenzen sind, kann nur bestimmt werden, wenn mehr und vielgestaltige Fälle von medizinischen Orgonomen behandelt werden können. (ebd., S. 132)

Frage der Sequestration: es ist gesünder, an Symptombildung und z.B. Tumoren zu leiden, statt an schleichender Schrumpfungsbiopathie. Bei der kardiovaskulären Biopathie mit Angstanfällen, Wutausbrüchen und allerlei körperlichen Symptomen („Hypochondrie“) ist der biologische Kern noch aktiv.

Beim Krebs dagegen gibt der biologische Kern in der Energieproduktion nach. Mit dieser Verminderung der Energieproduktion werden Emotionen und Erregungen mit der Zeit schwächer und schwächer. Dadurch ist die Funktion des Energieumsatzes im Organismus weit intensiver gestört als bei Störungen mit auffälligeren Symptomen wie der Hysterie. Ein Angstausbruch ist, funktionell gesehen, noch immer eine Energieentladung wenn auch pathologischer Art. Chronische emotionelle Stille dagegen muß mit bioenergetischer Stille im Zell- und Plasmasystem einhergehen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 221)

Krebsorac1

Der Orgonom Robert A. Dew berichtet, daß auch in der konventionellen Krebsforschung sich die Einsicht durchsetzt, daß selbst wenn der Tumor noch winzig klein ist, der Krankheitsprozeß bereits in seine Endphase eingetreten ist (Dew: „On the Cancer Biopathy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, 1(1), September 1984, S. 50). Es ist offensichtlich, daß diese „zelluläre Sympathikotonie“ erstens besonders dort ansetzt, wo die organismische Sympathikotonie am größten ist, d.h. an den besonders stark gepanzerten Körperteilen. Die Atemsperre bildet die Grundlage für die Allgemeinschrumpfung, lokale Spasmen und Ladungsstörungen der Gewebe die unmittelbare Grundlage für Tumorbildung (Der Krebs, Fischer TB, S. 235).

Die Tumorbildung setzt aber auch an Körperbereichen an, die durch Strahlung, Chemikalien oder mechanisch vorgeschädigt sind. Reich führt dazu aus, daß die Gewebsschädigung, die schließlich im Tumor mündet, entweder durch „eine Aktion von T-Bazillen auf das Gewebe hervorgerufen“ werde oder sie werde durch die Einwirkung von Giftstoffen (etwa Teer) oder durch ein mechanisches Trauma gesetzt, wobei sich erst sekundär ein Wirkungsfeld für T-Bazillen auftut.

Es ist notwendig anzunehmen, daß in dem Falle chemischer und traumatischer Schädigung von Geweben, der Krebsreiz auf dem Wege über die Bildung von T-Bazillen aus dem den zerfallenen Gewebe durch Degeneration erfolgt. Das könnte die Krebsbildung nach Verletzungen aus Narben, Verbrennungen etc. erklären. (ebd., S. 269)

Daß echte Krebsgeschwülste durch Umbildung aus chronisch entzündlichen Prozessen (Tuberkulose, Syphilis, Narben und Verbrennungen etc.) hervorgehen können, ist ja längst bekannt. Doch das Interesse war immer auf die Frage nach dem Wesen der krebsigen Zellbildung gerichtet. Unsere Bion-Experimente und im Speziellen die Gewebsneubildungen an T-Mäusen sind geeignet, diese Frage ein ganzes Stück weit zu erhellen. (ebd., S. 274)

Krebs pflegt sich (…) leicht aus alten Narben, aus chronisch geschädigten Geweben zu entwickeln, wie z.B. wenn eine Zahnbrücke durch viele Jahre das Zungenepithel schädigt. Schwere Gewebsverletzungen, Schläge etc. können Sarkom ergeben, das den Tod rasch herbeiführt. Dies ist auf Grund des Bionexperiments leicht zu verstehen: Eine Gewebsverletzung ergibt Produkte, die zu T-Bazillen degenerieren und Krebswucherung anregen. Eine Narbe oder eine Verletzung richtet in orgonotisch starkem, also gesundem Gewebe kein Unheil an. Das Entscheidende ist also nicht, wie man glaubt, die lokale Gewebsschädigung, sondern die Orgonstärke der Gewebe. Wir wollen sie orgonotische Potenz nennen. (ebd., S. 287)

Nun ist aber klar, daß aus einer einfachen Narbe, einer Warze, einer Verletzung oder chronischen Irritation etc. kein Krebs hervorgehen kann, wenn nicht im Kern des biologischen Systems grundsätzliche Störungen der Lebensfunktion bereits vorliegen, die sich dieser lokalen Schädigung schließlich bemächtigen. (ebd., S. 225)

Reich ist sich sehr wohl bewußt, daß Krebs durchaus eine Berufskrankheit sein kann. Beispielsweise verweist er auf „Teer- und Anilin-Arbeiter sowie Schornsteinfeger, die mit Ruß dauernd in Berührung kommen“ (ebd., S. 284).

Zur Beziehung von emotionalen-, genetischen- und toxischen Einflüssen auf die Krebsentstehung schreibt Morton Herskowitz in seiner Besprechung von Fritz Zorns Buch Mars:

Es gibt drei anerkannte Quellen der Krebserkrankung: die genetischen, die Karzinogene aus der Umwelt und die emotionalen (energetischen). Es ist offensichtlich, daß diese drei im Leben nicht klar voneinander abgegrenzt sind. Eine zu hohe Belastung mit karzinogenem Asbest führt beispielsweise sicherlich dazu einen resignierten Charakter noch mehr resignieren zu lassen. Die große Zunahme von Krebs-Neuerkrankungen mit Anstieg der Lebensdauer verrät einen Zusammenhang zwischen der Abnahme des Lebensfeuers und der Zunahme der Tendenz zur T-Reaktion in unserem Protoplasma. Es wurde nachgewiesen, daß sich das Immunsystem bei Patienten mit depressiven Störungen ändert. Die energetische Balance kann von einer gesunden, funktionell organisierten, lebenserhaltenden Zellstruktur umkippen zu einer anarchischen, das Leben aufgebenden Struktur allein durch Gene (genetische Stämme), allein durch Karzinogene (zu hohe Strahlendosen) oder allein durch tiefgehende charakterologische Resignation. In den meisten Fällen sind subtile Kombinationen aller drei beim Hervorrufen einer Krebsbiopathie wahrscheinlich. (Journal of Orgonomy, 18(2), November 1984, S. 248-251)

Reich spricht auch davon, daß es auch Tumore in beschwerdefreien alternden Menschen geben kann, die erst bei der Obduktion festgestellt werden. In diesem Sinne stellen Krebstumoren, jedenfalls bei alten Menschen in nichtlebenswichtigen Organen, gar keine Krankheit im orgonomischen Sinne dar (Der Krebs, S. 244, siehe auch ebd., S. 258).

Auf die Frage, wie nach seiner sexualökonomischen Krebstheorie ein Knabe von fünf Jahren Krebs entwickeln könne, antwortet Reich:

Bei der Formulierung dieser Frage wird die Tatsache übersehen, daß „Sexualität“ nicht auf den Erwachsenen beschränkt ist, sondern eine Qualität jedes lebenden Organismus und jeder seiner Zellen darstellt. Daher kann ein Junge von 5 unter Sexualstauung leiden; tatsächlich tun das die meisten Kinder in diesem Alter. Kinder im Alter von 3 bis 5 gehen durch eine Phase intensiver sexueller Erregung. Wenn ihr Lustmechanismus, insbesondere ihre Masturbation, behindert wird, entwickeln sie eine chronische biophysikalische Kontraktion, womit die biopathische Basis von Krebs gelegt wird. Aber es gibt eine weitere Möglichkeit für ein Kind, Krebs zu entwickeln. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft T-Bazillen in ihrem Blut hatte, könnte sie diese auf das Kind übertragen haben und es so für Krebs prädisponiert haben. Dieser Prozeß ist nicht „erblich“ im engeren Sinne des Wortes, sondern eine echte Infektion; eine Infektion nicht mit Krebszellen – die nicht ansteckend sind – sondern mit den T-Bazillen, die zu Krebs führen können. („Rational and Irrational Discussion of Orgone Biophysics“, International Journal of Sex-economy and Orgone Research, 3(1), March 1944, S. 74)