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nachrichtenbrief46
15. Juli 2017Die gescheiterte Orgonomie (Teil 1)
13. Mai 2017Es gibt zwei grandiose Mißverständnisse hinsichtlich der Orgonomie, die sich in entsprechende Fragen kleiden lassen:
Wo sind denn die tollen Ergebnisse der Orgontherapie? Wo die umstrukturierten, entpanzerten, gesunden genitalen Expatienten?
Warum hat es nach Reich keine neuen weltbewegenden Entdeckungen und Entwicklungen gegeben?
Die Orgontherapie ist die einzige, die einzige, Therapieform, die ein eindeutig umrissenes, klar definiertes und objektiv nachprüfbares Ziel anvisiert: die orgastische Potenz. Es geht dabei nicht darum, dieses Ziel zu erreichen, sondern die Patienten auf dieses Gleis zu setzen. Das ist der einzige wirkliche Wirkmechanismus. Es ist schon viel erreicht, wenn die Therapie aus schier unerträglichen Nervensägen einigermaßen vernünftige Menschen macht.
Bei der Orgontherapie ist es wie überall in der Soziologie und Psychologie. Um beispielsweise den Einfluß des Protestantismus auf die Menschen zu erforschen, muß man zunächst den Durchschnitt und die historische Entwicklung betrachten, so daß man bei Fallstudien an Einzelnen weiß, was man sinnvoller Weise untersuchen soll, um die Dynamik des Protestantismus im Vergleich zum Katholizismus zu verstehen. Man kann sich also dieser Frage nicht „wertfrei“ nähern! Kurz gesagt können Protestanten klarer denken und „klarer fühlen“, weil sie sich weiter vom heidnischen Obskurantismus entfernt haben. Alles andere ist irrelevant. Ähnlich ist das bei der Bewertung der Orgontherapie: es geht um den Entwicklungsprozeß.
Wie willst du entscheiden, was „gesund“ ist? Es kommen unendlich dumme Einwände a la, daß in katholischen Ländern die Menschen fröhlicher sind und ähnlicher irrelevanter Unsinn.
Und was die mangelnde Produktivität betrifft: Es herrscht allgemein ein Mißverständnis vor, was Wissenschaft und technische Entwicklungen betrifft. Nach einer wissenschaftlichen Revolution (etwa Galilei und Newton, später die Quantenmechanik) oder einer technischen (die Dampfmaschine, der Verbrennungsmotor und der Elektromotor) wird jahrhundertelang dran rumgedoktert, aber es gibt keine wirklich neuen Entdeckungen oder grundlegenden neuen Erfindungen. Die Materie ist wie sie ist, die Orgonenergie ist wie sie ist, d.h. ihre Eigenschaften sind jeweils überschaubar, nachdem jemand den Schlüssel gefunden hat, diesen Raum der Natur zu öffnen.
Negative träge Masse und das orgonomische Potential
23. April 2017In Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur habe ich ausgeführt, daß suprafluide Materie, in der es keine einzelnen Teilchen mehr gibt, bzw. die Partikel wie ein Kollektiv, d.h. als Welle funktionieren, dem erstaunlich nahe kommen, was Reich als Orgonenergie beschrieben hat.
M. A. Khamehchi, Khalid Hossain, M. E. Mossman, Yongping Zhang, Th. Busch, Michael McNeil Forbes und P. Engels haben nun in in einem „Einstein-Bose-Kondensat“ sogar „negative Masse“ (träge Masse, nicht schwere Masse!) im Labor erzeugt: „Negative-Mass Hydrodynamics in a Spin-Orbit–Coupled Bose-Einstein Condensate”. Es geht darum, daß, wenn man eine Kraft auf diese Materie ausübt, sie sich nicht nach „F = m x a“ beschleunigt von einem weg bewegt („expandiert“), sondern ganz im Gegenteil auf einen zukommt („kontrahiert“).
Dazu wurden Rubidium-Atome in einem winzigen horizontalen Rohr zusammengequetscht und auf nahe den absoluten Nullpunkt abgekühlt. In diesem Zustand sind die Bewegungen der Atome so korreliert, daß sie sich wie eine einheitliche Welle bewegen. Mit Laserlicht kann man nach gängigem Verständnis die Atome aus dem geöffneten Röhrchen hinausdrücken, doch statt in diese Richtung zu expandieren, kontrahiert das „Einstein-Bose-Kondensat“ in die entgegengesetzte Richtung, „kommt einem entgegen“.
Man muß beim Gegensatz von positiver und negativer (träger!) Masse unwillkürlich an den zwischen mechanischem Potential und orgonomischem Potential denken.
Orgonomische Dogmatik
20. Januar 2017Leuten wie mir wird immer wieder vorgeworfen, sie seien dogmatisch und es sei nie die Intention Reichs gewesen seine „Lehre“ erstarren zu lassen. Tatsächlich sitzen diese Kritiker einem grundsätzlichen Mißverständnis auf. Die Orgonomie ist eine Wissenschaft und damit weitgehend unwandelbar. Man nehme etwa die Physik: seit Jahrzehnten sind weltweit die Lehrveranstaltungen für die Grundsemester praktisch austauschbar trotz aller Versuche didaktisch effizient zu sein und Neuland zu beschreiten. Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Relativitätstheorie und Quantenmechanik sind in ihren Grundlagen unwandelbar. Es kann von einer ermüdenden Langeweile sein! Beispielsweise hat sich die Optik seit Newton, d.h. seit 300 Jahren, praktisch überhaupt nicht gewandelt. Genauso ist es mit der Orgonomie. Was sollte sich an der Orgasmustheorie, der Entdeckung des Orgons und dem orgonomischen Funktionalismus seit Reich schon groß geändert haben?
All die Neuerungen und „Konzepte“, mit denen „Reichianer“ immer wieder hervortreten, sind nachweisbar durchweg mechano-mystische Entstellungen, so als hätte man es mit einer „Weltanschauung“ zu tun, die ausgebaut, „angepaßt“ und „neu ausgerichtet“ werden könnte.
Ziel 9351/4269
6. Januar 2017Remote Viewing beruht darauf, daß auf einer bestimmten Ebene Raum und Zeit nicht trennt, so daß Remote Viewers beobachten können, wie sich jetzt russische Wissenschaftler in geheimen sibirischen Labors auf den Dritten Weltkrieg vorbereiten oder wie vor Jahrtausenden die Ägypter die Pyramiden gebaut haben. Das ist kein Kokolores, denn all das läßt sich prinzipiell unabhängig verifizieren. Und das nicht nur durch die Fakten, die schließlich „geschaut“ werden, sondern auch durch die innere Konsistenz des ganzen Unternehmens. Beispielsweise formuliert der Auftraggeber eine Frage, bezeichnet diese mit einem beliebigen Zahlencode („Ziel 9351/4269“ oder was auch immer) und schickt diesen per email, so daß jede Suggestion durch persönlichen Kontakt ausgeschlossen ist, an zwei Remote Viewer, die nichts voneinander wissen und vor allem auch nichts darüber, was sich hinter „9351/4269“ verbirgt. Ihre Antwort wird beim einen vielleicht sein: „Das Ziel 9351/4269: Ich sehe eine weite weiße, möglicherweise vereiste Fläche. Ein zugefrorener See? Am Ufer? steht ein dreistöckiges Gebäude. Ich spüre viel Aufregung. Ein Unfall?“ Und so weiter. Macht diese „Schau“ des Remote Viewers überhaupt irgendeinen Sinn im Zusammenhang mit der Frage? Stimmt sie mit der „Schau“ des zweiten einigermaßen überein? Und wie gesagt: Hat das ganze irgendeinen Bezug zu einer objektiv überprüfbaren Realität?
Wenn das aber alles so stimmig ist, dann müßte man doch auch „problemlos“ in die Zukunft blicken können und genau hier wird es haarig. Bei Zukunftsvorhersagen versagen die Remote Viewer nämlich regelmäßig. Zunächst einmal gibt es kein klar umgrenztes Ziel, wie in der Vergangenheit oder Gegenwart. Und ansonsten sind sie in der Vorhersage wie jeder andere auch: je weiter es in die Zukunft geht, desto fehlerhafter erweisen sich die Vorhersagen, nachdem die Zeit verstrichen ist und die Aussagen verifiziert werden können. Heutzutage wird das gerne mit einem Multiversum erklärt. In einer der beiden Grundinterpretationen der Quantenmechanik spaltet sich das Universum bei jedem Quantenereignis im „Hyperraum“, so daß die Universen immer weiter divergieren, d.h. selbst wenn ich in die Zukunft blicken kann, verliert sich diese zunehmend im „Geäst“ der ständigen Bifurkationen.
Dieses Konzept ist natürlich eine vollständige Absurdität, denn… Jedes Jahr müssen die Astronomen konstatieren, daß das Universum noch viel größer ist, als sie bisher ohnehin glaubten. Wenn man dieses Modell aber nicht wörtlich nimmt, dann bleibt nur die Orgonometrie: in ihrer Grundstruktur ist die Welt keine Linie, bei der eine Ursache eine Wirkung hat, sondern sie fächert sich auf. Ein Wandersmann, der auf eine Weggabelung nach der anderen stößt, spaltet sich zwar nicht auf, aber im Laufe der Zeit wird der Weg, den er einschlägt, immer unvorhersehbarer.
Ein weiteres Problem mit dem Remote Viewing, wie es etwa vom Farsight Institute betrieben wird, ist die vollständige Absurdität der Ergebnisse. Man nehme etwa die Cheops-Pyramide: Insektenartige Außerirdische vom Typ „Gottesanbeter“ hätten die tonnenschweren Steinquader mit einer Art „Laserschwert“ aus dem Feld geschnitten und dann zur Baustelle „levitiert“. Dazu benutzten sie zwergenhafte Arbeitssklaven. Das ganze diente der Versklavung der Menschen. Sie wurden dann von „nordisch“ aussehenden humanoiden Außerirdischen vertrieben, die es gut mit den Menschen meinten. Das ganze wird noch drolliger bei den berühmten „Lichtern von Phoenix“: ein gigantisches UFO, das Ende der 1990er Jahre von Tausenden in Arizona gesichtet wurde. Als die Remote Viewer „an Bord gingen“ stellten sie fest, daß das Raumschiff von einem großen „nordischen Außerirdschen“ mit blonden langen Haaren mit einer Crew aus „braunen Zwergen“ gesteuert wurde… Und es geht noch bizarrer: das Ereignis liegt zwei Jahrzehnte zurück, trotzdem merkte der Außerirdische 1997, daß er vom Remote Viewer 2016 beobachtet wurde (siehe dazu meine Überlegungen oben!). Das ist allgemein bei Außerirdischen der Fall: sie merken, daß sie „besucht werden“ und geben dem Remote Viewer zu verstehen, daß er verschwinden soll, sonst…
Ich muß da an Reichs Überlegungen über „Raummenschen“ bzw. „CORE-Menschen“ denken, die die „Ea“ steuern – siehe Contact with Space.
Die Rolle des Beobachters in der Quantenphysik (Teil 2): eine Ergänzung zu „Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.f.“
7. September 2015Niels Bohr hat die Quantenphysik wie folgt zusammengefaßt:
Man sollte sich klarmachen, daß diese Theorie nicht Phänomene erklären soll in dem Sinne, in dem das Wort „Erklärung“ in der früheren Physik verwendet wurde. Sie soll verschiedene Phänomene, die nicht miteinander zusammenhängen scheinen, miteinander verknüpfen und zeigen, daß sie zusammenhängen.
Die „Inhaltsleere“ von Orgonomischem Funktionalismus und Quantenmechanik hatte in der Lebensphilosophie (Nietzsche, Dilthey, Bergson) ihren Vorläufer. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß in den 1920er Jahren sowohl Quantenphysiker, wie etwa Heisenberg, als auch Reich („Ich galt eine Zeitlang als ‘verrückter Bergsonianer’“, Reich 1942) stark durch die Lebensphilosophie geprägt wurden. Aber betrachten wir einige Äußerungen der Lebensphilosophen etwas genauer.
Nietzsche:
Es gibt kein „Sein“ hinter dem Tun und Wirken, Werden (…) das Tun ist alles.
Damit wird Heraklit ewig recht behalten, daß das Sein eine leere Fiktion ist.
Über den Gegenspieler Heraklits, nämlich Parmenides und damit Plato sagte Wilhelm Dilthey:
Echter Plato! der erst die werdenden fließenden Dinge im Begriff festmacht und dann den Begriff des Fließens zur Ergänzung danebensetzt.
Dilthey nannte all das mechanistisch, was die Natur mit Modellen zu erklären versucht. Demgegenüber geht es der Orgonomie, ganz im Sinne Diltheys, darum die Natur erst einmal zu verstehen, d.h. innerlich nachzuvollziehen. Daß zum Fließen ein Ding gehört, das sich bewegt, ist schon eine sekundäre Verstandesleistung, eine Modellvorstellung, die sich logischerweise an der Behinderung des Fließens, also an der Panzerung festmacht!
Anfang des 18. Jahrhunderts schrieb dazu George Berkeley in seiner Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis:
Rufe ich eine Bewegung in einem Teil meines Körpers hervor und läßt sich dieselbe frei oder ohne Widerstand vollziehen, so sage ich, es ist dort Raum; finde ich aber einen Widerstand [also eine Panzerung], so sage ich, es sei dort ein Körper, und in dem Maße, wie der Widerstand gegen die Bewegung geringer oder größer ist, sage ich, der Raum sei mehr oder weniger frei. Es muß also, wenn ich von freiem oder leerem Raum spreche, nicht vorausgesetzt werden, daß Wort stehe für eine Idee, die von (meinem) Körper und Bewegung gesondert oder ohne diese denkbar wäre. Freilich sind wir geneigt zu glauben, daß jedes Nomen substantivum eine bestimmte Idee vertrete, die von allen anderen gesondert werden könne, was unzählige Irrtümer veranlaßt hat. (z.n. Max Jammer: Das Problem des Raumes, Darmstadt 1969)
Trotz seiner Leugnung der realen Welt hat Berkeley vor 300 Jahren hier die funktionelle Identität zwischen „dinglichem“ Denken und der menschlichen Panzerung erfaßt. In Äther, Gott und Teufel schreibt Reich, daß
das funktionelle Denken keine statischen Zustände duldet, wenn es nicht der Erstarrung durch die Panzerung unterworfen wurde. „Fießend“ ist auch die Natur in jeder einzelnen ihrer Abartungsfunktionen wie im Ganzen. Auch die Natur kennt keine statischen Zustände.
Die gängige Interpretation der Quantenmechanik nennt sich „Kopenhagener Deutung“. Sie führt zu einem Paradoxon, da die Welt von unserer Beobachtung abhängt, also nichts wirklich real ist. Damit wir aber nicht in der Klapsmühle landen, können wir uns eine alternative Deutung der Quantenmechanik ausdenken, in der alles real ist und die keinerlei Paradoxon beinhaltet. Hierbei handelt es sich um die „Vielwelten-Interpretation der Quantenmechanik“. Nach ihr kollabiert die Wellenfunktion gar nicht, sondern sie spaltet sich jeweils in zwei „senkrecht aufeinanderstehenden Welten“. Jedes einzelne Quantenereignis führt also zur Bifurkation des gesamten Universums. Demnach gibt es zig-Millionen Versionen dieses Blogeintrags!
Beide Deutungen der Quantenmechanik haben gemeinsam, daß das Subjekt frei ist: wir bringen die Wellenfunktion zum Kollabieren, bzw. wir sind es, die unseren Weg durch die Verzweigungen der Vielwelten wählen. Beide beinhalten also letztlich, daß wir unsere eigene Realität erschaffen. Und genau diese metaphysische Freiheit des Subjekts erzeugt die geradezu psychotische Bizarrheit dieser beiden orthodoxen Deutungen. Es wirkt als hätte der von seinen Wurzeln abgeschnittene moderne Mensch seine Welterfahrung in Physik übertragen.
Aber lassen sich die beiden anerkannten Interpretationen der Quantenmechanik angesichts des EPR-Phänomens überhaupt rechtfertigen, das die unglaublich wichtige Rolle aufgezeigt hat, die das CFP in der Quantenwelt spielt? Läge es nicht in besserer Übereinstimmung mit der physikalischen Realität, zu behaupten, daß sowohl mein Beschluß etwas zu beobachten, als auch das Kollabieren der Wellenfunktion eine gemeinsame Ursache haben? Oder besser ausgedrückt: Beobachter und Beobachtungsobjekt sind oberflächliche Variationen des auf einer tieferen Ebene ablaufenden autonomen Funktionierens der Orgonenergie, der Bewegung an sich als „wahrer Seele der Welt“.
Diese Deutung erlaubt es uns die Quantenmechanik in den Orgonomischen Funktionalismus einzupassen, so wie er von Reich in Äther, Gott und Teufel beschrieben wurde. In diesem Buch schreibt Reich folgendes über die mathematisierte Welt der Quantenphysiker:
Das Menschentier kann die Natur in sich und außer sich nur dann fassen und lieben lernen, wenn er ebenso denkt und handelt, wie die Natur funktioniert, nämlich funktionell und nicht mechanistisch und mystisch. Die Welt des orgonomischen „energetischen“ Funktionalismus ist eine lebhaft funktionierende freie und demnach gesetzliche und harmonische Welt. In ihr gibt es keinen „leeren Raum“, den der mechanistische Physiker fordert, weil er die Natur nicht zu füllen vermag; in ihr gibt es auch keinen Raum voll von Geistern und Phantomen, die der Mystizismus nicht zu demonstrieren vermag. Die Welt des Funktionalismus ist auch keine „Schattenwelt“, wie für den abstrakten Mathematiker, sondern sie ist eine greifbare, volle, pulsierende Welt, gleichzeitig wahrnehmbar und meßbar. Der abstrakte Mathematiker übersieht, daß seine Formeln nur deshalb objektive Prozesse zu treffen vermögen, weil sein Gedanke ein Stück derselben Naturfunktion ist, die er in abstrakten Symbolen faßt. Dem Kenner der Organempfindungen ist es möglich, die Quellen aufzuspüren, aus denen der „höhere“ Mathematiker seine Einsichten schöpft, ohne sie zu kennen. Wenn auch die Funktionssymbole, die er an die Stelle der realen Welt setzt, unwirklich sind und eine Wirklichkeit abzubilden auch gar nicht vorgeben, so ist doch zweifellos der Schöpfer dieser Funktionssymbole ein lebhaft pulsierendes orgonotisches System, das keine Mathematik betreiben könnte, wenn es nicht pulsierte. Die „höhere“ Mathematik konnte sich nur deshalb als das höchste Entwicklungsprodukt der Naturwissenschaft ausgeben, weil ihre Verwurzelung in der pulsierenden Natur nicht bekannt oder nicht zugegeben war. Das Gehirn des Mathematikers ist kein besonders geartetes Instrument; es ist nur darin andersartig, daß es die Organempfindungen in mathematischer Form auszudrücken vermag. Die mathematische Formel ist also nur ein Ausdrucksmittel unter anderen und nicht der Zauberstab, als der sie dem bornierten Verstande des mystischen Menschen erscheint. Es ist der lebendige Organismus, der seine Empfindungen anordnet, umgruppiert, in Zusammenhang bringt, ehe er sie mathematisch formuliert.
Da bildlich kaum nachvollziehbar, ist Quantenphysik fast ausschließlich mathematische Abstraktion. Aber Physik ist nicht einfach mit Mathematik gleichzusetzen, zumal niemand erklären kann, wieso logische Strukturen, die die Mathematiker nach eigenem Selbstverständnis vollkommen losgelöst von jeder Erfahrung, sozusagen beziehungslos im luftleeren Raum, entwickelt haben, auf die Erfahrungswelt anwendbar sind. Beschäftigt man sich mit der modernen Physik, drängt sich einem der Eindruck auf, daß die Physiker sich nur noch dem Eigenleben des mathematischen Formalismus hingeben. Sie streben nach mathematischer „Schönheit“, welche, da die Experimente immer aufwendiger werden, zunehmend ihr einziges Kriterium für Wahrheit wird. Um die Theorie dann wieder mit den Beobachtungen in Übereinstimmung zu bringen, müssen die theoretischen Konstrukte mühsam mittels „Symmetriebruch“ und Postulierung immer neuer Teilchen wieder zur Wirklichkeit heruntertransformiert werden. Im wahrsten Sinne des Wortes hat die Physik den Boden unter den Füßen verloren.
Die Orgonphysik umgeht dieses Problem von vornherein, da sie nicht von Modellen, sondern vom konkreten Funktionieren ausgeht. Und imgrunde kann auch der Mathematiker nur deshalb Formeln aufstellen, die mit objektiven Prozessen übereinstimmen, weil auch er aus den gleichen Quellen schöpft.
Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.f.
1. September 2015VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik
1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik
a. Algebra
b. Differenzieren
c. Integrieren
d. Vektoren
2. Körper in Bewegung
a. Masse
b. Jenseits der Masse
c. Himmelsmechanik
d. Die Kreiselwelle
e. Kosmische Überlagerung
3. Der Orgonenergie-Akkumulator
a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)
b. Wellen im Orgonenergie-Medium
c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator
d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator
e. Elektrotechnik
f. Orgontechnik
4. Kosmogonie
a. Gravitation im Funktionsbereich „Bewegung“
b. Gravitation im Funktionsbereich „Erstrahlung“
c. Quantenmechanik
d. Spezielle Relativitätstheorie
e. Allgemeine Relativitätstheorie
f. Funktionalismus
Einstein, der Mond und das Proton
15. Juli 2015Einstein war von Anfang an ein Gegner der Quantenmechanik, da sie drohte die Einheit der Physik zu sprengen. Wie kann beispielsweise Licht elektromagnetische Welle und gleichzeitig Teilchen (das von Einstein entdeckte „Photon“) sein? Was das Licht im gegebenen Augenblick sei, werde, so die Quantenmechanik, vom Beobachter bzw. natürlich von seiner experimentellen Herangehensweise bestimmt! So etwas kommt in der Physik des Sichtbaren nicht vor und sollte deshalb auch in der Welt des unsichtbar Kleinen nicht auftreten.
Die Argumente, die Einstein gegen Niels Bohr und andere vorbrachte, wurden immer komplizierter und beruhten darauf, daß, wenn man die Quantenmechanik ernst nehme, die Welt des Subatomaren bizarr und geisterhaft sei. Seine Überlegungen kulminierten schließlich im sogenannten EPR-Paradoxon, das besagt, daß zwei räumlich getrennte Teilchen instantan (also so, als gäbe es keinen Raum zwischen ihnen) wechselwirken können. (Siehe dazu meine Ausführungen in Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur.) Für die Quantenmechaniker waren derartige Einwürfe nur Bestätigung ihrer eigenen Argumente: daß auf subatomarer Ebene halt eigene Gesetze gelten würden und die physikalischen Gesetze unserer makroskopischen Umgebung bloße Grenzfälle der weitaus fundamentaleren Quantenmechanik seien.
Schließlich zog sich Einstein auf das denkbar einfachste Gegenargument zurück: er zeigte schlichtweg auf den Mond! Er ist unverrückbar, mit beliebiger Präzision räumlich und zeitlich verortbar und es ist ihm denkbar gleichgültig, ob und wie er von irgendeinem Menschen beobachtet wird oder nicht.
Folgen wir Einstein und betrachten nun ein subatomares Teilchen, das man sich ähnlich vorstellen kann wie den Mond: ein Proton. Ein Proton, das von einem Elektron umrundet wird, ergibt das einfachste und leichteste der Elemente, das Wasserstoffatom.
Eines der fundamentalsten Eigenschaften dieses Protons ist sein Radius. Und genau hier fängt das Problem an, denn während man den Radius des Mondes mit beliebiger Präzision messen kann, häufen sich beim Proton die Probleme. Und das sogar, wenn man von Heisenbergs berühmter „Unschärferelation“ absieht.
Man kann die Größe des Protons abschätzen, indem man es mit Elektronen beschießt und deren Ablenkung mißt. Weitaus genauer sind indirekte Messungen mit Hilfe der sogenannten „Lamb-Verschiebung“. Bei der Lamb-Verschiebung handelt es sich um die Aufspaltung eines Energieniveaus, die das Elektron in einem Wasserstoffatom einnehmen kann. Diese extrem kleine Aufspaltung konnte man mit der Quantenelektrodynamik erklären, die die Wechselwirkung von Protonen, Elektronen und Photonen beschreibt – und dabei das Vakuum zu einem brodelnden Schaum aus virtuellen Elementarteilchen macht.
Wasserstoffatome werden mit Lasern einer bestimmten Frequenz beschossen, hat man die richtige Frequenz erwischt, kommt es zur Lamb-Verschiebung, von der das Atom durch aussenden eines entsprechenden Photons Kunde tut. Aus der Frequenz der Laserstrahlung wird auf die Größe der Lamb-Verschiebung geschlossen und von dort mit denkbar komplizierten Berechnungen auf den „Radius des Protons“ (genauer gesagt den „Ladungsradius“) – der dergestalt tatsächlich nicht mehr ist als die interpretationsbedürftige Größe in einer abstrakten Formel.
2010 schienen vorläufige Meßergebnisse darauf hinzudeuten scheinen, daß man sich bisher um sage und schreibe 4 Prozent beim „Radius des Protons“ verkalkuliert hatte. Dabei haben die Elementarteilchenphysiker bisher nichts genauer untersucht als Protonen! Alles, was wir betrachten, besteht ausschließlich aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Es wäre wirklich genauso, als würde heute ein Astronom feststellen, daß der Mond tatsächlich 4 Prozent kleiner sei als bisher angenommen. Was ist dann mit den Gezeiten, den Mondflügen, im Grunde der gesamten Astronomie, wenn nicht sogar Physik?!
Das mit dem Mond wird nie geschehen, aber mit dem Proton könnte dieser Fall tatsächlich eintreten, wenn sich die Ergebnisse bestätigen sollten. Die Messung des Protonen-Radius konnte um den Faktor 10 verbessert werden, indem das stabile Elektron durch ein extrem kurzlebiges Myon ersetzt wurde, das 200mal größer als ein Elektron ist. Das „myonische Wasserstofatom“ weist entsprechend eine größere, besser meßbare Lamb-Verschiebung auf.
Und zwei Jahre später wurden diese Ergebnisse tatsächlich bestätigt:
Die Resultate (…) fachen erneut die Debatte darüber an, ob es für die beobachteten Diskrepanzen eine konservative Erklärung gibt, weil sie etwa auf mangelndes Verständnis der in allen Messungen auftretenden systematischen Fehler zurückgehen, oder ob am Ende doch „Neue Physik“ dahinter steckt.
Es führt einfach zu nichts ein Proton als einen „kleinen Mond“ (oder, was passender wäre, als „kleine Sonne“) zu betrachten – allein schon weil ein 4 Prozent kleinerer Mond tatsächlich die Welt aus den Angeln hebeln würde, während 4 Prozent kleinere Protonen nur ein paar ohnehin haltlose Theorien (das „Standardmodell“) durcheinanderwirbeln würden.
Für Reich waren die Elementarteilchen, wie sie in der kosmischen Strahlung auftreten (Protonen, Myonen, Elektronen, Photonen), besondere Ausformungen der Orgonenergie, konkret der Kreiselwelle mit ihrer Abfolge von Wellen und teilchenartigen Pulsen. Sogar den Mond selbst betrachtete in erster Linie als „Welle“:
Wie ich an anderer Stelle ausführen werde, sind die präzisen, „toten“ Gravitationsgesetze des Mondes, die nicht zur lebendigen Orgonenergie passen wollen, Ausdruck der Transformation von Energie in Masse und zurück. Genauso ist es um die präzisen Messungen im subatomaren Bereich bestellt, wie sie wie erläutert durchgeführt wurden.
Materie, sei es nun der Mond oder ein Proton, zeichnet sich durch die (im Vergleich zum sich ständig ändernden Orgon) Unwandelbarkeit ihrer Eigenschaft aus. Ob es sich dann etwa bei Protonen tatsächlich um „Kugeln“ handelt, die mit dem Mond vergleichbar sind, ist sekundär, wichtiger sind die orgon-energetischen Eigenschaften. Im ORANUR-Experiment entdeckte Reich einen Bereich, in dem sich die Elementarteilchen mehr wie Orgonenergie als wie, man verzeihe mir den Ausdruck, „mond-artige Teilchen“ verhalten.



















