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Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.f.

1. September 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

4. Kosmogonie

a. Gravitation im Funktionsbereich „Bewegung“

b. Gravitation im Funktionsbereich „Erstrahlung“

c. Quantenmechanik

d. Spezielle Relativitätstheorie

e. Allgemeine Relativitätstheorie

f. Funktionalismus

Das Bauhaus und Goethe

13. April 2013

ein Gastbeitrag von John Wilder

Zwar gibt es zahlreiche Theorien zur Farbe, die im Laufe der Jahrhunderte der Öffentlichkeit unterbreitet wurden, doch zwei Theorien stechen hervor: die von Isaac Newton, ein Engländer, und die von Johann Wolfgang von Goethe, ein Deutscher, denn beide sind seit Jahrhunderten bis zu unserem eigenen Jahrhundert einflußreich gewesen. Im Bauhaus konkurrierten diese beiden Theorien miteinander und beeinflußten einander, aber da das Bauhaus in Goethes Heimatstadt Weimar gegründet worden war und die ersten Leiter (Itten, Kandinsky, Klee) expressionistische Künstler waren, welche Farbtheorien zur Anwendung brachten und lehrten, die letztlich auf der Grundlage von Goethes Arbeit fußten, herrschte Goethes Ansicht vor.

Goethe, 1749-1832, launisch und künstlerisch, experimentierte auf eine explorative Weise und mischte Pigmente ohne viel theoretische Anleitung und zeichnete aufschlußreiche visuelle und emotionale Reaktionen auf. Newton, 1642-1727, ein strenger Puritaner, war zunächst einmal Theoretiker, und er ging davon aus, daß seine Lichtexperimente seine Theorien über die Eigenschaften der Lichtstrahlen, die durch ein Prisma projiziert wurden, kontrollieren.

Goethes mehr subjektive Theorie, die auf der Arbeit mit Pigmenten gründete, war von besonderem Interesse für praktizierende Künstler, während Physiker Newtons objektive (ohne emotionale Beteiligung auskommende) Theorie bevorzugten. Zu einem gewissen Grad spiegeln die Unterschiede zwischen Newton und Goethe sich in ihren jeweiligen Sprachen: im Englischen gibt es ein Wort für „Geist“ (mind) und ein anderes Wort für „Seele“ (soul), während im Deutschen ein einziges Wort beides bedeutet. [Im Englischen gibt es kein Wort für den umfassenden Begriff „Geist“! PN]

Ich glaube, daß eine frühere wissenschaftliche Meinungsverschiedenheit einiges Licht auf die Newton/Goethe-Auseinandersetzung werfen kann. Den unterschiedlichen Ansätzen zum Studium der Farbe bei Newton und Goethe waren unterschiedliche Ansätze zum Studium der Bewegung bei Newton und einen anderen Deutschen, Gottfried Wilhelm Leibniz, vorausgegangen. Newtons berühmte Studien der Bewegung waren durch Theorie motiviert, während Leibniz‘ Studien eine andere, mehr spirituelle Seite hatten. Zum Beispiel:

(Newton) Impuls = Masse X Geschwindigkeit
(Leibniz) Vis Viva = Masse X Geschwindigkeit X Geschwindigkeit

„Vis Viva“ war Leibniz‘ Begriff für Lebenskraft oder lebendigen Kraft, womit er ähnliche Interessen wie Goethe zeigte. Newtons mehr steriler Ansatz entwickelte sich zu „Kraft = Masse X Beschleunigung“, während Leibniz‘ Ansatz sich zur Formel für kinetische Energie entwickelte, die Energie der Bewegung (KE = 1/2 Masse X Geschwindigkeit X Geschwindigkeit). Heute verwenden Ingenieure die auf Leibniz‘ zurückgehenden Formeln, um Bewegungen mikroskopisch und makroskopisch zu beschreiben, ob die Brownsche Molekularbewegung oder Planetenbewegungen. Obwohl Physiker Newtons Darstellung der Planetenbewegungen verwenden, „Kraftvektoren“, die auf die Planeten einwirken, ist Leibniz‘ Darstellung für Ingenieure praktischer. Sie fordert, daß die Gesamtenergie (die sich ändernden Bewegungs- und Potentialenergien des Planeten) konstant bleibt. So gab die praktische Herangehensweise der Ingenieure Leibniz‘ Ansatz bei der Untersuchung von Körpern in Bewegung den Vorzug, genauso wie die praktische Herangehensweise der bildenden Künstler Goethes Ansatz bei der Untersuchung von Farben, die Emotionen beeinflussen, den Vorzug gab. Im Bauhaus sollten sich die unterschiedlichen Ansätze durch die sorgfältige Integration des Künstlers/Handwerkers und Technikers in der Werkstatt treffen.

Im frühen Bauhaus hatten Goethes Ansichten eindeutig den Vorrang. Johannes Itten, der 1919 den Einführungskurs des Bauhauses für neue Studenten kreiert hatte, verwendete die Entdeckungen Goethes über Farben, wie es ihm durch seine Mentoren Hölzel, Runge und den „Geisteswissenschaftler“ Rudolf Steiner vermittelt worden war. Der Theosoph Rudolf Steiner hatte viele Jahre der Herausgabe von Goethes Büchern gewidmet und das Goetheanum in Dornach, Schweiz gebaut, wo er mindestens zehn Vorträge über Farbenlehre hielt. Hölzels Theorie von den sieben Farbkontrasten entstammte unmittelbar Goethes Studien. In Ittens Einführungskurs wurden die sieben Kontraste Hölzels/Goethes jeweils objektiv, emotional und symbolisch untersucht nach Farbton, Wert, Temperatur, Komplementarität, Gleichzeitigkeit, Sättigung und Ausdehnung. Itten glaubte wie Goethe an die Fähigkeit der Kunst, den Menschen stärker in Kontakt mit seiner Seele bzw. seinem Geist zu bringen.

Kandinsky und Klee hielten ebenfalls grundlegende Lehrveranstaltungen über Farbe am Bauhaus und sie lehrten auch weiter, lange nachdem Itten 1923 gegangen war. Kandinsky, gleichfalls ein Anhänger von Steiners Theosophie, hatte geschrieben: „So ist hinter der Materie, in der Materie der schaffende Geist verborgen. Das Verhüllen des Geistes in der Materie ist oft so dicht, daß es im allgemeinen wenig Menschen gibt, die den Geist hindurchsehen können“ (Über die Formfrage, 1912). Wie Itten und Klee wollte auch Kandinsky Form auf ihr einfachstes Wesen reduzieren, auf ihr Minimum, so daß der innere Geist oder die Seele des Künstlers, der Künstlergruppe, des Volkes oder des Zeitalters stärker in der äußeren Form zum Ausdruck gebracht werden könnte. Form könnte vereinfacht werden durch Zersplitterung der linearen Perspektive und der Konturen, indem Farbe und Form transparent gemacht werden, durch das Verbannen von Schatten und Glanzlichtern oder mit der Übernahme einer regelmäßigen Musterung. Man glaubte, daß die Einfachheit der Form, die Farbe stärker betonen und die Wechselwirkung der Farben untereinander verbesserte. Der Maler Josef Albers, der von Itten, Kandinsky und Klee ausgebildet wurde, studierte später die psychologische Wirkung von Farben und Farbkombinationen und Kontrasten, wobei er die Form auf ein Minimum reduzierte. Bei Albers war das so, daß er Farbquadrate innerhalb von Farbquadraten malte.

Mir scheint, als wurden künstlerische, dynamische Farbwechselwirkungen als Königsweg zum Ausdruck der Seele angeboten. Klee schrieb, daß er nach der Brücke suche, die vom Sichtbaren zum Unsichtbaren führt. „Kunst gibt nicht das Sichtbare wider, sondern macht sichtbar” (Schöpferische Konfession, 1920). Klee wollte seine Ideen von alltäglichen Erfahrungen ableiten, ganz so wie es Wissenschaftler und Ingenieure tun. Auch kleidete Klee wie sie seine Ideen in Begriffen von Bewegung, Energie und Ladung (siehe seine Notizbücher). Mir scheint Klee in seinem Ansatz mehr amerikanisch zu sein; empirischer und demokratischer als Kandinsky oder Itten, die beide offenbar zur autoritären Mystik neigten.

Als 1923 der Expressionist Itten durch den russischen Konstruktivisten und Kommunisten Moholy-Nagy ersetzt wurde, verlagerte sich das Bauhaus im Schwerpunkt von „Kunst um der Kunst Willen“ zur zweckdienlichen Kunst, von der individuellen Geistigkeit zum gemeinschaftlichen Sozialismus, vom Expressionismus zur Architektur und zum Industriedesign. Kunst (und die künstlerische Farbwechselwirkung) galt nun als eine Macht, die nicht nur Einzelpersonen, sondern ganze Gesellschaften umformen könnte. Sie könnte beim Aufbau einer neuen Welt helfen durch ein einheitliches Weltbild, geschaffen durch eine moderne Kunst mit Hilfe der modernen Technik. Anstelle von ein paar Einzelnen, die einen genuineren, expressiven Kontakt mit ihrem Geist entdecken, könnte sich die gesamte Gesellschaft durch „sowjetische“ (Arbeiterräte-) Architektur und durch die künstlerische Gestaltung der Massenproduktion umformen, durch das Erwecken und die Visualisierung des schlummernden „Volksgeistes“, und die Welt so sehen, wie Goethe sie vielleicht gesehen hat.

Bauhausalbers

The Journal of Orgonomy (Vol. 34, No. 1, Spring/Summer 2000)

29. August 2012

1859 hatte Kirchhoff aufgrund thermodynamischer Überlegungen gefolgert, daß die Strahlung, die von einem „schwarzen Körper“, d.h. vom absolut schwarzen Loch zu einem abgeschlossenen Hohlraum ausgeht, einzig und allein von der Temperatur der Hohlraumwände abhängt. Lummer und Pringsheim erhielten 1899 erstmals die entsprechenden physikalisch fundamentalen Strahlungskurven. Die Strahlungsenergie war auf die Lichtfrequenzen so verteilt, daß im mittleren Bereich ein Maximum lag, das zu den Rändern des Spektrums rasch abfiel. Das Maximum selbst verschob sich bei steigender Temperatur hin zu kleineren Wellenlängen. Weil es aber im Gegensatz zu den festumrissenen Atomen der statistischen Mechanik theoretisch keine untere Grenze für die Wellenlänge gab und kleinere Wellenlängen den Raum energetisch besser ausnutzen, hätte theoretisch alle verfügbare Wärmeenergie in den Strahlungsanteil investiert werden müssen, der von den unendlich kleinen Wellen eingenommen wird. Die Gammastrahlung war noch nicht bekannt, so wurde dies als „Ultraviolettkatastrophe“ bezeichnet.

1900 gelang es Planck diese Katastrophe abzuwenden. Obwohl er kein Energetiker im Sinne Ostwalds war, hatte er stets Boltzmanns Modellvorstellungen über Atome als unnötigen, inhärent widersprüchlichen und ohnehin unbeobachtbaren Ballast abgelehnt. Widerwillig sah er sich bei der neuen Problemstellung zwar gezwungen, das Instrumentarium der statistischen Mechanik auf die Strahlung anzuwenden, doch anders als Boltzmann spekulierte er nicht über die Struktur von Materie und Strahlung, sondern er beschrieb einfach die funktionellen Zusammenhänge. Aus unbekannten Gründen würden die Atome ihre Strahlungsenergie nur in einzelnen unteilbaren Portionen aufnehmen und abgeben können. Dazu mußte er eine neue (wenn auch vom Maßsystem abhängige) Naturkonstante einführen, das später nach ihm benannte „Wirkungsquantum“.

Plancks Quanten sind keine Atome und ihre Aufstellung bedeutet z.B. nicht, daß es keine beliebig kleinen Frequenzen geben kann. Sie bedeutet, daß auf einer gegebenen Frequenz der Energieaustausch niemals kleiner sein kann als das Produkt aus dem Planckschen Wirkungsquantum (h) und dieser Frequenz (f): hf. Durch diese Forderung nach unteilbaren Einheiten des Energieaustausches werden die Freiheitsgrade mittels eines rein energetischen Vorgangs beschränkt und so eine Ultraviolettkatastrophe verhindert.

Greifbar im Sinne einer mechanistisch-atomistischen Modellvorstellung wurde die Quantenkonstante erst 1905, als Einstein sie heranzog, um den 1888 von Hallwachs entdeckten „photoelektrischen Effekt“ zu erklären. Er tritt auf, wenn ultraviolettes Licht z.B. auf eine Zinkplatte trifft, was dieser eine positive elektrische Ladung verleiht. Dies erklärte Lenard 1899 mit dem Austritt der zwei Jahre zuvor von Thomson entdeckten Elektronen, die durch Licht oberhalb einer bestimmten „Schwellenfrequenz“ langsam aber sicher so in Schwingung versetzt würden, daß sie aus der Metalloberfläche austreten können. Nun zeigten aber 1902 entsprechende Versuche Lenards, daß auch bei minimaler Lichtintensität, d.h. „Leistung pro Flächeninhalt“, die Elektronen ohne Verzögerung austreten, lange bevor in ihrer Umgebung überhaupt ausreichend Lichtenergie absorbiert werden kann. Analog zur Ultraviolettkatastrophe war dies wieder eine für das Theoriegebäude der Physik desaströse thermodynamische Katastrophe.

Einstein, ein glühender Anhänger Boltzmanns, griff bei dieser, seiner Problemstellung anders als Planck auf eine mechanistische Modellvorstellung zurück. Die Elektronen würden ohne jede Verzögerung aus den Metalloberflächen austreten, da sie von seit Planck denkbar gewordenen distinkten Quanten des Lichts, Einstein sprach von „Lichtpfeilen“, herausgeschlagen worden wären (der Begriff „Photon“ wurde erst 1926 geprägt). Tatsächlich wurde Einsteins Lichtteilchen-Hypothese zunächst von den meisten Physikern bekämpft, wobei sich insbesondere Planck hervortat, und konnte sich nur sehr langsam durchsetzen.

Ein ganz ähnliches Schicksal hatte vorher Boltzmanns Atom-Hypothese erlitten, was sicherlich mit zu seinem Selbstmord 1906 beitrug. Einstein war nun nicht nur einer der wenigen, die vorbehaltlos Boltzmanns Weltsicht teilten – er war auch derjenige gewesen, der sie ein für allemal bestätigte. Denn 1905 hatte er nicht nur in zwei Artikeln die Relativitätstheorie begründet und den Photoeffekt erklärt, sondern in einer dritten fast ebenso wichtigen Arbeit über die Brownsche Molekularbewegung die Existenz der Boltzmannschen Atome endgültig nachgewiesen, indem er die Zitterbewegung von Staubteilchen in einem Medium statistisch beschreiben und so den Atomen des Mediums eine direkt beobachtbare physikalische Wirkung zuschreiben konnte.

Wie ist das ganze von orgonomischer Warte aus zu deuten?

In seinem Artikel „An Investigation into the Orgonotic Properties of Light“ (S. 3-13) formuliert Charles Konia einen sehr interessanten Gedanken in Zusammenhang mit dem photoelektrischen Effekt: dessen enge Verwandtschaft zu einem zentralen rein orgonotischen Prozeß.

Funktionell kann nichtlebende Materie in zwei Kategorien eingeteilt werden, organisch und anorganisch. Beide können mit Sonnenstrahlung aufgeladen werden. Organische Materie kann eine Orgonenergie-Ladung dauerhaft anziehen und halten, während anorganische Stoffe, etwa Metalle, sie zuerst anziehen und dann abstoßen. Im photoelektrischen Effekt, der ein Beispiel für das letztere ist, wird Orgon in Gestalt der Lichtquanten [hf] innerhalb von Photozellen funktionell in elektrischen Strom umgeformt:

Die gegensätzliche Funktion tritt in Beleuchtungskörpern auf, in denen elektrischer Strom in Licht umgewandelt wird:

Die unterschiedliche Funktionsweise von organischem Material und Metall liegt natürlich dem Orgonenergie-Akkumulator zugrunde.

Übrigens findet sich entsprechendes auch in der Natur: Die Orientalische Hornisse (Vespa orientalis) hat in ihrem Panzer das Pigment Xanthopterin, das mit Hilfe von Sonnenlicht elektrischen Strom erzeugen kann. Keiner weiß, wozu die Hornisse den Strom benötigt.

Das einzige andere Insekt, das ähnliches zuwege bringt, ist die in Nordamerika weitverbreitete Boisea rubrolineata (Western Boxelder Bug). Diese Wanzen nehmen ein Sonnenbad, um gesund zu bleiben und Keime abzuwehren. Sie rotten sich dazu im Sonnenlicht zusammen und sondern dabei eine stark riechende chemische Substanzen (Monoterpene) ab. Diese tötet Pilzkeime ab, die auf Blättern leben und in den Körper der Wanzen eindringen könnten. Offenbar kann, Joseph J Schwarz (Simon Fraser University, Kanada) et al. zufolge, Boisea rubrolineata Sonnenenergie direkt für die Produktion dieser Chemikalien nutzen.

Meereschnecken und Salamander haben mikroskopische Algen in ihre Körperzellen integriert, um so indirekt Sonnenlicht als Energiequelle zu nutzen. Boisea rubrolineata scheint einen derartigen Umweg nicht nötig zu haben.