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Das Ende der Urknalltheorie

31. Juli 2015

Die beiden Astronomen John D. Barrow und Joseph Silk stellten in den 1980er Jahren fest:

Die Entdeckung der Expansion des Kosmos war die wohl einschneidendste in der Geschichte der Naturwissenschaften überhaupt. (Die asymmetrische Schöpfung, München 1986)

Die Expansion wird darauf zurückgeführt, daß die Welt einen Anfang hat, d.h. bei einem „Urknall“ aus dem Nichts hervorgegangen ist und noch heute wie ein Hefeteig im Backofen aufgeht!

Es läßt sich aufzeigen, daß der „Urknall“ durch die vorgelegten wissenschaftlichen „Beweise“ nicht belegt wird und daß sich die angeblich „einschneidenste wissenschaftliche Entdeckung“ nicht auf die „Expansion des Kosmos“ bezieht, sondern auf das kosmische Orgonenergie-Kontinuum.

Nicht von ungefähr stand an der Wiege des szientistischen Dogmas vom „Urknall ex nihilo“ ein katholischer Priester. 1927 erfuhr der belgische Mathematiker Abbé Georges Lemaître, den man später „Vater des Urknalls“ nannte, in einem Seminar des Astronomen Edwin Hubble, daß in den Spektren der Galaxien eine Rotverschiebung auftritt, die um so größer wird, je lichtschwächer, also je weiter entfernt die Galaxien sind.

Lemaître interpretierte die Erscheinung sofort als „Doppler-Effekt“. Rast an uns ein Rennauto vorbei, wird die Tonfrequenz immer länger, der Ton tiefer. Genauso wird das Licht der Galaxien mit zunehmender Entfernung, röter, – da sie sich vom Beobachter entfernen. Das ist genauso wie in einem aufgehenden Rosinenkuchen, wo sich auch alle Rosinen, egal welche Rosine man als Beobachtungspunkt wählt, voneinander fort bewegen.

Auf diese Weise schloß Lemaître von der Rotverschiebung auf die Expansion des Kosmos, die er wiederum auf einen „Urknall“ zurückführte, wobei er an eine Interpretation der Allgemeinen Relativitätstheorie durch den russischen Mathematiker Alexander Friedmann von 1922 anknüpfte.

Lemaìtre machte den Big Bang zu einem festen Bestandteil des wissenschaftlichen Sprachgebrauchs. (Nigel Calder: Einsteins Universum, Frankfurt 1980)

Die Urknalltheorie verliert zusehends an Boden. So meinte der inzwischen verstorbene Carl Friedrich von Weizsäcker in einem ZDF-Interview anläßlich seines 75ten Geburtstages, daß der

Urknall wahrscheinlich schon wieder ein Mythos [ist]. Und zwar ein Mythos der ausdrückt, daß sich die Menschen des 20sten Jahrhunderts die Wirklichkeit nicht anders als explosiv vorstellen können. Das ist eine Aussage über den Menschen. Und zwar über den Menschen einer ganz bestimmten Zeit, die ihre absurde Hoffnung auf die Explosion setzt. Das ist eine Aussage über uns.

Der Urknall hat so weniger mit den Sternen als mit unserer sadistischen (mechano-mystischen) Charakterstruktur zu tun.

Wann ereignete sich der Urknall? Den Urknalltheoretikern bieten sich drei Methoden zur Beantwortung dieser Frage an:

  1. die nukleare Chronologie, bei der von den Halbwertzeiten der radioaktiven Isotope ausgegangen wird, die beim „Urknall“ entstanden sein müssen;
  2. wird das Alter der ältesten Objekte im Universum bestimmt; und
  3. wird die Expansion bis zum „Urknall“ zurückgerechnet.

Die Werte, die man dergestalt erhalten hat, schwanken zwischen 8 und 20 Milliarden Jahren, so daß alles gegen eine gemeinsame Ursache (den „Urknall“) spricht.

Wie sehr die Urknalltheorie faktenlos in der Luft hängt und so mehr ins Gebiet der Religion gehört, sieht man z.B. am folgenden Problem: Nach dem Urknall und vor den ersten Supernovae sollte sich eine Generation von Sternen der „Population III“ gebildet haben, die ausschließlich aus den Elementen Wasserstoff, Deuterium, Helium und Lithium besteht. Diese Sterne der ersten Generation, die sich aus dem primordialen kosmischen Gas allein gebildet haben sollten, sind aber nicht aufzufinden.

Stimmt die Urknalltheorie, müßten wir am Rande des Universums die Welt so sehen, wie sie genau nach dem „Urknall“ war. Vorausgesetzt die bisherige Interpretation ihrer Rotverschiebung ist richtig, findet man dort draußen die „Quasare“, die aus jenem Material bestehen sollten, das direkt aus dem Urknall hervorgegangen ist. Dann stellt sich aber die Frage, woher die schweren Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff kommen, die man in den Spektren der Quasare fand. Im Urknall selbst können sie nicht entstanden sein.

Danilo Marchesini von der Tufts University in Massachusetts und Forscher anderer Universitäten haben herausgefunden, daß einige der größten Galaxien (fünf bis zehnmal so groß wie unsere Milchstraße) möglicherweise Milliarden von Jahren früher entstanden sind, als das Urknallmodell vorausgesagt hat, d.h. bereits eineinhalb Milliarden Jahre nach dem angeblichen „Urknall“.

Die Galaxien sind so weit entfernt, daß sie vor allem im infraroten Bereich leuchten.

Mehr als 80 Prozent dieser Galaxien leuchten sehr stark, was darauf hinweist, daß sie extrem aktiv sind und sich in einer Wachstumsphase befinden, ganz im Gegensatz zu den großen Galaxien in unserer Umgebung, die ruhig sind und in denen sich kaum neue Sterne bilden.

Dieser Befund unterstützt natürlich wieder die Urknalltheorie und deutet ansonsten „nur“ darauf hin, daß an der gängigen Theorie der Galaxienbildung etwas nicht stimmen kann, derzufolge solche großen Galaxien so kurz nach dem Urknall unmöglich sind.

Das ganze könnte aber auch auf etwas zurückzuführen sein, auf das ich in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemem hingewiesen habe: daß Galaxien, in denen sich Materie bildet, nicht wegen einer großen Distanz eine hohe Rotverschiebung aufweisen, sondern weil sich die Materie in ihnen erst bildet, deshalb die Elektronenbahnen um die Atomkerne größer sind und entsprechend das emittierte Licht „röter“ ist. (Was man wiederum nicht mit dem „ORANUR-Rot“ alter Materie verwechseln darf!)

Der Urknalltheorie zufolge müßte das Universum denkbar einfach strukturiert sein: in unserer Umgebung die ältesten Galaxien und je weiter wir ins Universum blicken (d.h. „zurückblicken“) desto jünger und primitiver sollten die Galaxien sein, die wir sehen. Ein Blick ins Universum sollte zeigen, wie sich die Galaxien entwickelt haben. Das ist eindeutig nicht der Fall, schon gar nicht sollte man die eingangs erwähnten gigantischen Galaxien nur eineinhalb Milliarden Jahre nach dem Urknall beobachten können!

Bereits 1951 war der Astronomin Vera C. Rubin aufgefallen, daß die gerade mal hundert Galaxien, die damals bekannt waren, nicht einfach „der Expansionsbewegung des Universums“ folgten, sondern zusätzlich „merkwürdige Bewegungen im Weltraum“ vollführten. Heute weiß man, daß Ströme von 10 000 bis 20 000 Galaxien das Weltall durchfließen. Seit dem „Urknall“ ist einfach noch nicht genug Zeit verstrichen, als daß sich derartig großräumige Bewegungen hätten ausbilden können.

Ein weiteres Indiz gegen den „Urknall“ ist der hohe Grad an Strukturierung, den das Universum aufweist. Die Galaxien ordnen sich wie in einem Schweizer Käse um Löcher freien Raumes an, in denen normalerweise tausende von Galaxien vorhanden sein sollten. Außerdem hätten sich die großen kosmischen Strukturen aus anfänglichen Dichteschwankungen im „Urknall“ entwickeln müssen. Dies wiederspricht aber der gemessenen Gleichförmigkeit der kosmischen Hintergrundstrahlung, die bislang als definitiver Beweis für den „Urknall“ galt. Wären nach dem Urknall Dichteschwankungen des notwendigen Ausmaßes aufgetreten, müßten sich diese in entsprechenden Dichteschwankungen der Hintergrundstrahlung widerspiegeln.

Die Hintergrundstrahlung wurde vollkommen zufällig 1965 entdeckt und als Restwärme des „Urknalls“ interpretiert, den man sich als „expandierenden Feuerball“ vorstellen kann. Die Isotropie der Hintergrundstrahlung widerspricht dieser Interpretation, auch läßt sich das Spektrum dieser Strahlung beispielsweise mit der „Eisennadel-Theorie“ von Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe erklären.

Nach deren Theorie ist die Hintergrundstrahlung auf das Licht der Sterne zurückzuführen, das durch winzige Staubteilchen und schließlich durch „Eisennadeln“ in längerwellige Mikrowellenstrahlung umgewandelt wird. Diese Eisennadeln mit einem Durchmesser von etwa zehn Mikrometer und einer Länge von etwa einem Millimeter sollen in Folge von Supernovas entstehen.

Alle Aspekte des beobachteten Mikrowellen-Hintergrundes wie seine Temperatur von 2,7 K, seine Isotropie (Richtungsunabhängigkeit) und seine Gleichförmigkeit lassen sich also mit einem Modell erklären, das sich überhaupt nicht auf den Ursprung des Universums bezieht. Sind alle diese Überlegungen richtig, so bringen sie die Hauptstütze der Urknalltheorie ins Wanken – wenn nicht gar zu Fall.

Der Orgonom Charles Konia hat vor 35 Jahren im Journal of Orgonomy die Hintergrundstrahlung als Äußerungsform der kosmischen Orgonenergie interpretiert und dabei auf Reichs Werk Äther, Gott und Teufel zurückgegriffen, welches 30 Jahre vorher veröffentlicht worden war. Während Hoyles und Wickramasinghes Hypothese von den Sternen ausgeht, deren freigesetzte Energie zuerst von den winzigen Staubteilchen in den Galaxien in Infrarotstrahlung und später von den Eisennadeln in Wärmestrahlung größerer Wellenlänge umgewandelt wird, interpretiert Konia die Hintergrundstrahlung schlicht als – Wärmestrahlung.

Die Hintergrundstrahlung ist demnach ein Phänomen, das man im Labor nachvollziehen kann. Innerhalb eines Orgonenergie-Akkumulators (ORAC) ist es wärmer als außerhalb, weil in ihm die Orgonenergie in einer höheren Konzentration vorliegt. Genauso ist, Konia zufolge, die kosmische Hintergrundstrahlung

einfach eine Messung von überschüssiger Wärme. Obwohl die Beziehung zwischen dieser Messung überschüssiger Wärme im Weltraum zur Temperaturdifferenz beim ORAC noch nicht ganz verstanden ist, gibt es anscheinend keinerlei tieferen Gründe, die Annahme in Frage zu stellen, daß das Phänomen eine unmittelbare Äußerungsform der kosmischen Orgonenergie im Weltraum ist, genauso wie die Temperaturdifferenz beim ORAC eine direkte Messung dieser Energie auf der Erde darstellt.

Unterstützt wird diese Interpretation durch einen Effekt, den vor 45 Jahren die beiden Physiker Rashid Sunyaev und Yakov Zel’dovich vorausgesagt hatten. Beim „Sunyaev-Zel’dovich-Effekt” oder „Schattenphänomen” handelt es sich darum, daß die „heißen Gase“ in Galaxienhaufen die Hintergrundstrahlung ein wenig energiereicher machen.

Zunächst wurden diese „Schatten“ bei bereits bekannten Galaxie-Clustern entdeckt. Nun sucht man nach solchen „Schatten“, um bisher unbekannte, d.h. im sichtbaren Licht nur sehr schwer beobachtbare Cluster ausfindig zu machen.

Galaxiehaufen sind nichts anderes als Orgonenergie-Konzentrationen, aus denen heraus sich Materie (die Galaxien) kondensiert hat. Die höhere Energiekonzentration äußert sich in der höheren Temperatur der Hintergrundstrahlung. (In der Abbildung unten steht blau ausnahmsweise für wärmer = energiereicher = „blauere“ Strahlung.)

Als letzte Stütze der Urknalltheorie bleibt die Interpretation der Rotverschiebung als Doppler-Effekt, die auch von Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe nicht in Frage gestellt wurde. Dieser Interpretation ist Courtney F. Baker 1970 im Journal of Orgonomy (unter dem Pseudonym Frederick Rosenblum) entgegengetreten.

Schon 1929 hatte Fritz Zwicky seine „Müdes-Licht-Hypothese“ vorgebracht, wonach das Licht auf seinem langen Weg durch das Universum an Energie verliert, „ermüdet“, und deshalb röter wird. Gegen Zwickys Theorie führt Edward R. Harrison (Kosmologie, Darmstadt 1983) jedoch folgende vier Einwände an:

  1. Es gibt in der bisherigen Wissenschaft keine erfolgreiche Erklärung dafür, warum das Licht ermüden sollte. Wäre z.B. die Wechselwirkung mit intergalaktischem Gas die Ursache, würde das Licht gestreut und punktförmige Lichtquellen verwischt werden. Und hypothetische Mechanismen, die man hier erfinden könnte, „sind selten ein attraktiver Ersatz für ein bekanntes Gesetz“.
  2. Für Harrison ist es merkwürdigerweise eine „seltsame Vorstellung“, daß das Universum nicht expandiert“ „Es ist unwahrscheinlich, daß dies stimmt, denn sie muß erklären, warum das Universum statisch ist und warum die Rotverschiebung (…) dieselbe für einen weiten Bereich von Wellenlängen ist.“
  3. Eine alternative Hypothese müßte genauso wie die Urknalltheorie auch die kosmische Hintergrundstrahlung erklären können.
  4. „In einem statischen Universum, in dem Strahlung ermüdet und mit wachsendem Alter röter wird, nimmt die Entropie ab, und noch niemandem ist es bisher gelungen zu sagen, wohin sie geht.“

Wie steht es nun um Bakers Theorie angesichts dieser Einwände? Durch den Komplex von Reichs ORANUR-Experimenten wissen wir, daß die Orgonenergie mit elektromagnetischer Strahlung wechselwirkt. Wir haben es also nicht nötig, irgendwelche Mechanismen zu erfinden! Und auch „die moderne theoretische Physik füllt in der Tat das Vakuum gern mit merkwürdigen Partikeln wie dem Higgs-Boson, so daß es nachgrade erstaunlich ist, daß man in einer klaren Nacht die Sterne sehen kann“ (Spektrum der Wissenschaft, Jan. 1987).

Darüberhinaus fallen aber auch Harrisons Einwände weg, daß Licht der Sterne würde durch ein hypothetisches Medium verwischt und daß ferner eine unterschiedliche Wirkung auf verschiedene Wellenlängen vorliegen müßte, denn die Orgonenergie besteht ja eben nicht aus Partikeln, die das Licht bei unterschiedlichen Wellenlängen brächen, sondern es ist ein ununterbrochenes Kontinuum.

Nicht die „Müdes-Licht-Hypothese“ ist wissenschaftlich inkonsistent, sondern die herkömmliche Erklärung der Rotverschiebung: das expandierende Universum, das durch die Rotverschiebung „entdeckt“ wurde, „erklärt“ die Rotverschiebung!

Das vierte Gegenargument entpuppt sich als größte Stütze der Bakerschen Erklärung: Die Rotverschiebung ist jener Prozeß, bei dem sich die sekundäre Energie in primordiale Energie zurückverwandelt! Dabei nimmt die Entropie ab und kehrt in den kosmischen Orgonenergie-Ozean zurück, aus dem sie im Verlauf des kosmischen Orgonenergie-Metabolismus hervorgegangen ist. Die Sterne nehmen das kosmische Orgon auf, wandeln es in sekundäre Energie um, die in Form von Licht abgestrahlt wird. Und während sich diese elektromagnetische Strahlung durch das Orgonenergie-Medium ausbreitet, fließt langsam die dem kosmischen Orgonenergie-Ozean entnommene Energie in diesen zurück. Dies äußert sich als Rotverschiebung.

Formell läßt sich das mit folgender Gleichung von Baker ausdrücken:

Dabei steht E für die Energie des auf der Erde registrierten Photons, E0, für die ursprüngliche Energie, die es bei der Ausstrahlung noch hatte, a für die Entfernung des abstrahlenden Objekts und K für die Konstante, die die Energieabsorption durch das kosmische Orgon ausdrückt.

Die Rotverschiebung z selbst kann man dann wie folgt ausdrücken:

Hier steht λ0 für die Wellenlänge, bzw. die Spektrallinie eines Elements im Laboratorium und λ im Licht der betreffenden Galaxie.

Aus Gleichung 1 und 2 ist ersichtlich, daß die Energieabsorption, und damit die Rotverschiebung, unabhängig von der Wellenlänge, bzw. der Frequenz des Lichts ist. Es ist jedoch die Frage, ob es sich bei K wirklich durchgehend um eine feststehende Konstante handelt.

Die Quasare haben sehr große Werte für die Rotverschiebung, die sogar über z = 1 und z = 2 liegen. Was deshalb so erstaunlich ist, weil ein Objekt mit z = 1 sich eigentlich mit Lichtgeschwindigkeit von uns fortbewegen müßte, was natürlich unmöglich ist. Die Physiker haben ihre Tricks, die unmöglichen Werte nachträglich zu normieren, aber das bedeutet immer noch, daß die Quasare extrem weit von uns entfernt liegen. Und das macht die Sache noch irrealer, als die z-Werte ohnehin schon sind. Denn diese angeblich so bannig weit entfernten Objekte sind einerseits sehr klein, was aus ihren extrem kurzen Perioden bei Strahlungsschwankungen ersichtlich ist, haben aber eine sehr große Strahlungsintensität: tausendfach stärker als tausendmal größere Galaxien! Es ist kein physikalischer Prozeß bekannt, der auf so kleinem Raum derartig alle Grenzen sprengende Energiemengen erzeugen könnte. Man kann sich kaum etwas bizarreres vorstellen als Quasare!

Aber bedeuten die sehr großen z-Werte unbedingt, daß die Quasare auch sehr weit entfernt liegen? K gibt an, wie stark die Energie des Lichts absorbiert wird, folglich müssen Objekte, die von einer sehr starken Orgonenergie-Konzentration umgeben sind, nach Gleichung 2 weiter entfernt erscheinen, als sie es in Wirklichkeit sind. Das könnte die Lösung des Quasar-Rätsels sein. Oder natürlich der oben angeschnittene Mechanismus, der aufgrund der Überlagerungsfunktion junge Materie intrinsisch rotverschoben macht.

Hier eine Darstellung, in der eine optische Hubble-Aufnahme eines Quasars mit der Radioaufnahme seines Jets zusammengefügt wurde:

Für die Urknalltheoretiker sehen wir hier, wenn man so sagen kann, den „Todesschrei“ von Materie, die in ein Schwarzes Loch im Zentrum des Quasars hineinstrudelt und dabei „zerstrahlt“. Der Student der Orgonomie sieht ganz im Gegenteil die Schöpfung von Materie, die ins Weltall hinausgeschleudert wird. Sozusagen den wahren „Urknall“!

Sehen wir vom Spezialfall der Quasare ab, kann man K natürlich einen bestimmten Wert geben. Bei Bakers Konstante K handelt es sich einfach um den Kehrwert der Hubble-Länge L, die sich wie folgt errechnet:

Dabei steht c für die Lichtgeschwindigkeit und H für die „Hubble-Konstante“, die die Beziehung zwischen der Entfernung a und der angeblichen Fluchtgeschwindigkeit v angibt:

Aus der Gleichung 3 und 4 ist zu ersehen, daß es sich bei der Hubble-Länge L, nach klassischer Vorstellung, um den „Radius des Universums“ handelt. Für uns ist es eine grundlegende Eigenschaft des kosmischen Orgonenergie-Ozeans.

Drückt man Hubble-Länge L in der natürlichen Längeneinheit Fermi (10-13 cm) aus, erhält man einen Wert von etwa 1040. An dieser „kosmischen Zahl“ N wäre nichts außergewöhnliches, würde sie nicht in 20 Gleichungen auftreten, die zusammengenommen den Aufbau des Universums bestimmen.

N entspricht nicht nur beispielsweise dem Verhältnis der Hubble-Länge zum klassischen Elektronenradius, sondern findet sich beispielsweise auch in dem Verhältnis des klassischen Elektronenradius zum Gravitationsradius eines Nukleons oder dem des Gravitationsradius eines Sterns zur Planck-Länge.

Zusammen mit dem Wert der Hintergrundstrahlung (2.7 K) und den Gleichungen 1 bis 4 drückt die kosmischen Zahl N grundlegende Eigenschaften der kosmischen Orgonenergie aus.

Interessant ist, was der österreichische Wissenschaftsredakteur Robert Czepel zum Urknall schreibt:

Daß es einen definitiven Anfang der Welt gegeben hat, entspricht unseren Intuitionen eher als die Vorstellung von einem ewig existierenden Universum. Unendlichkeiten sind nicht faßbar, ein Punkt Alpha als Beginn aller Dinge schon eher. Und drittens scheint sich dieses Szenario auch besser mit christlichen Schöpfungslehren zu vertragen. Sofern man den Urknall für jenen Punkt hält, wo die Physik in die Metaphysik übergeht, kann man sich auch auf einen unbewegten Beweger berufen, ohne territoriale Streitigkeiten mit den Kosmologen zu riskieren.

Der amerikanische Physiker Eric Lerner, einer der vielen Kritiker der Urknall-Theorie, halte den Urknall sogar „für nichts anderes als einen ‚altertümlichen Kataklysmus‘ – eine biblische Sintflut im wissenschaftlichen Gewand also“.

Als Beispiel für einen kosmologischen Ansatz ohne Urknall referiert Czepel die Studie „Cosmological Models with No Big Bang“ des Astrophysikers Wun-Yi Shu von der Tsing Hua Nationaluniversität in Taiwan.

In seinem sozusagen „asiatischen“ Weltmodell hätten wir ein ewiges Universum vor uns, in dem sich Perioden von Expansion (in einer solchen befinden wir uns gerade) mit Perioden der Kontraktion ständig abwechselten.

In diesem Universum wären Raum, Zeit und Masse miteinander verschränkt, d.h. Zeit und Raum sowie Länge und Masse könnten ineinander umgewandelt werden. Shu zufolge hingen diese beiden Prozesse von der Lichtgeschwindigkeit und der Gravitationskonstante ab, die keine „kosmischen Konstanten“ seien, sondern Variablen.

Als Beweis für seine Theorie führt Shu die Rotverschiebung bestimmter Supernovae an, die zur Postulierung der „dunklen Energie“ führte – und in seinem Modell überflüssig wird. Ich habe mich in Unbeantwortete Fragen der mechanistischen Wissenschaft bereits damit befaßt. Dort habe ich auch zum Ausdruck gebracht, was ich von derartigen Weltmodellen halte.

Was Shus Theorie für uns interessant macht, ist zunächst sein „pulsierendes Universum“.

Der Orgonom Charles Konia bot 1989, neben der Einwirkung der Orgonenergie auf das Licht, als zweite Erklärungsmöglichkeit für die Rotverschiebung der Galaxien einen Doppler-Effekt aufgrund eines als ganzem pulsierenden und sich gegenwärtig in einer Expansionsphase befindlichen kosmischen Orgonenergie-Ozeans an („The Creation of Matter in Galaxies: Part 2“, Journal of Orgonomy, May 1989). In einer kurzen Einführung in die Orgonomie gab zuvor Elsworth F. Baker die Theorie eines pulsierenden Universums sogar als den Beitrag der Orgonomie zur Kosmologie an (Was ist Orgonomie?).

Noch interessanter ist die von Shu postulierte Umwandlung von physikalischen Größen ineinander.

Reich hat die entsprechenden orgonometrischen Transformationen für Länge und Masse formuliert. Siehe dazu Das ORANUR-Experiment II.

In den letzten Jahren haben die beiden Orgonomen Robert Harman und Charles Konia das entsprechende für Zeit und Raum geleistet. Siehe dazu im IV. Kapitel von Orgonometrie: Teil 1: „Das Wesen von Raum und Zeit“ den Abschnitt „Jenseits der Bewegung“.

Quasare werden von aktiven Galaxien in Richtung anderer aktiver Galaxien ausgestoßen

23. November 2014

1963 entdeckte der Astronom Maarten Schmidt eine „quasistellare Radioquelle“ (oder kurz „Quasar“, später stellte sich heraus, daß es auch „radioleise“ Quasare gibt), deren Rotverschiebung von 0,158 auf eine Entfernung von 3 Milliarden Lichtjahre hinwies. Das Problem, vor dem Schmidt bei seinem Objekt stand, war dessen Größe. Bei gleicher scheinbarer Leuchtstärke wäre die Sonne 1400 Lichtjahre und eine Galaxie von 100 Milliarden Sonnen 400 Millionen Lichtjahre entfernt. Hier war ein Objekt, das genauso stark leuchtete, jedoch sage und schreibe 3000 Millionen Lichtjahre entfernt war. Die absolute Helligkeit eines Quasars müßte demnach 100fach größer sein, als die einer Galaxie. Hinzu kommt, daß Quasare in Zeiträumen von Wochen bis hinab zu einem Tag ihre Lichtintensität verändern, was ihrer Größe eine obere Grenze setzt, die die Ausmaße einer Galaxie bei weitem unterschreitet. Man stand also vor dem Problem drei sich offenbar wechselseitig ausschließende Fakten (extrem hohe Rotverschiebung und nach gängiger Theorie damit extrem große Entfernung, extrem hohe scheinbare Leuchtkraft und relativ kleine Größe) auf einen Nenner zu bringen.

Eine solche Theorie (mittlerweile glaubt man, daß die Gravitationswirkung Schwarzer Löcher die Quasare mit der benötigten Energie versorgen) wird um so dringender, da ohne extrem weit entfernte, d.h. extrem alte Quasare die Urknalltheorie mausetot wäre. Quasare sind nämlich, als besonders junge Galaxien, bzw. als aktive Kerne zukünftiger Galaxien aus dem Frühstadium des Universums, der einzige unzweideutige Beleg für eine einheitliche Entwicklung des Universums, das ansonsten, was Entwicklungsstufen anbetrifft, vollkommen homogen organisiert ist, d.h. keine Alterssequenz zu erkennen gibt. So existieren in unserer Nähe sehr junge oder sogar sich gerade erst formierende Galaxien, während es umgekehrt in großer Entfernung sehr alte gibt. Bei genauerer Betrachtung wollen sich jedoch auch die Quasare partout nicht in eine einheitliche kosmische Evolution einpassen. Als „frischeste“ Gebilde im Kosmos sollten sie keine höheren Elemente jenseits von Bor enthalten, doch ihre Emissionslinien ähneln denen von normalen Galaxien, d.h. sie enthalten die Signets für Elemente wie Magnesium, Silizium und Schwefel.

Hinzu kommt, daß zwar bei den Galaxien eine mehr oder weniger klare Hubble-Beziehung zwischen der Rotverschiebung und der scheinbaren Leuchtkraft vorliegt, bei Quasaren jedoch die beiden Größen in keinster Weise miteinander korreliert sind. Das ist der Beweis, daß die Rotverschiebung (oder zumindest der entscheidende Anteil derselben) bei den Quasaren nicht von der Entfernung abhängig sein kann, sondern entweder von den Quasaren selbst oder von ihrer unmittelbaren Umgebung. Darauf, daß die Rotverschiebung direkt von den Quasaren abhängig ist, scheint der Umstand zu verweisen, daß der Astronom Halton Arp materielle Verbindungen, so genannte „Filamente“, zwischen Quasaren und Galaxien entdeckt hat, die vollkommen unterschiedliche Rotverschiebungen haben. Daß dies nicht bloße optische Täuschungen sein können, wird durch entsprechende diese Filamente fortsetzende Strukturen innerhalb der Galaxien evident. Auch haben beide Objekte ähnliche Spektrallinien. Es lassen sich mehrere Beispiele angeben, wo Quasare sich aus statistischer Sicht sehr auffällig in der Nähe bestimmter „Muttergalaxien“ befinden. Des weiteren führt Arp aus, daß offenbar Quasare mit höherer Rotverschiebung den Galaxien näher sind, als solche mit geringerer. Ebenso scheint die Leuchtkraft der Quasare mit wachsender Entfernung von der Muttergalaxie anzusteigen.

Die gleiche Beziehung kann man auch zwischen Galaxien beobachten, wobei die Galaxie mit der größeren Rotverschiebung stets das weitaus kleinere Objekt ist. Tatsächlich scheinen die kleinen rotverschobenen Begleitgalaxien in vieler Hinsicht Quasaren zu gleichen. Arp zufolge könnte es sich bei ihnen um eine spätere Entwicklungsform von Quasaren handeln. Quasare werden von aktiven Galaxien ausgestoßen, entwickeln sich schrittweise zu Galaxien und so organisiert sich das Universum.

Bevor wir uns Charles Konias an Arp anknüpfende Theorie der Quasar-Rotverschiebung zuwenden, ist es angebracht das entsprechende Konzept der „Steady-State-Theorie“ zu beschreiben. Bis zur Entdeckung der Hintergrundstrahlung gab es zwei gleichberechtigte kosmologische Theorien: die Urknalltheorie und als Alternative dazu die besagte Steady-State-Theorie, die Ende der 1940er Jahre von Fred Hoyle formuliert worden war. Hoyle zufolge wird die Materie noch heute kontinuierlich erzeugt, um die Leere aufzufüllen, die von der ständigen Expansion des Weltalls erzeugt wird. In diesem Zusammenhang erklären Hoyle und Jayant V. Narlikar im Anschluß an ihre 1964 ausgearbeitete Gravitationstheorie die Rotverschiebung der Quasare dadurch, daß die Quasare tatsächlich so etwas wie Urmaterie darstellen, nur daß sie nicht aus dem Urknall hervorgegangen sind, sondern noch heute von Galaxien in einem „Schöpfungsakt“, bzw. „Mini-Urknall“ ausgestoßen werden (daher auch die erwähnten Filamente). Da es sich um vollkommen neue Materie handelt, besitze sie keine Trägheit (d.h. sie bewegt sich wie masselose Orgonenergie!). Trägheit entstehe erst, gemäß dem Machschen Prinzip, mit zunehmendem Alter der Quasare durch Wechselwirkung mit immer mehr Teilchen im übrigen Universum.

Zusammenfassend kann man sagen:

  1. Anders als bei Galaxien gibt es bei Quasaren keine eindeutige Relation zwischen Rotverschiebung und Leuchtkraft, d.h. Quasare mit größerer Rotverschiebung müssen nicht unbedingt schwächer leuchten.
  2. Quasare sind relativ selten, so daß es nur eine verschwindend kleine Wahrscheinlichkeit gibt, daß sie unserer Blickrichtung gemäß dicht neben eine Galaxie projiziert wurden, was wahrscheinlich macht, daß sich die Quasare wirklich in der Nähe der betreffenden Galaxien befinden – trotz nicht zusammenpassender Rotverschiebung.
  3. Auch untereinander können Quasare z.B. durch gerade Linien verbunden sein, was extrem unwahrscheinlich ist.
  4. Es gibt Beobachtungen, wo Objekte mit weit voneinander abweichenden Rotverschiebungen ganz offensichtlich durch „Nebelfäden“ miteinander verbunden sind.
  5. Eine intrinsische Rotverschiebung erklärt zwanglos die „superluminalen“ Bewegungen, die man bei Quasaren beobachtet hat (Narlikar: Die sieben Wunder des Universums, Frankfurt 2001, S. 332-337).

Ein praktisch identischer orgonomischer Erklärungsansatz wurde von Konia in die Diskussion eingebracht. Wie bei Hoyle und Narlikar tritt auch in Konias Theorie beim Prozeß der Erschaffung von Materie, an dem die Quasare Anteil haben, das erste Mal in der funktionellen Entwicklung Schwerkraft auf (Charles Konia: „The Creation of Matter in Galaxies: Part 1“, Journal of Orgonomy, Nov. 1988).

Um Konias Argumentation nachvollziehen zu können, muß man sich Reichs Beschreibung der Erzeugung von Massepartikeln aus der Überlagerung von masselosen Orgonenergie-Strömen vergegenwärtigen, wie er sie in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. In der Überlagerung verwandelt sich die Vorwärtsbewegung der Orgonenergie in eine immer enger werdende Kreisbewegung. Entsprechend bewegen sich die Elektronen, solange die Kondensation der Materie aus der masselosen Orgonenergie noch nicht ganz abgeschlossen ist, in größeren Radien um den Atomkern als bei fertiger Materie, was in einer entsprechenden Rotverschiebung der Spektrallinien zum Ausdruck kommt (Konia: „The Creation of Matter in Galaxies: Part 5“, Journal of Orgonomy, Nov. 1990).

Der Orgonom Robert Harman hat die These aufgestellt, daß die Ausstoßung von Quasaren durch aktive Galaxien offenbar Gesetzmäßigkeiten folgen: sie werden nicht chaotisch, sondern geordnet in Richtung anderer aktiver Galaxien ausgestoßen („Functional Cosmology, Prt IV: The Arp Hazard Triplets and NGC5985“, The Journal of Orgonomy, 38(1), Spring/Summer 2004). Seine Theorie faßt er mit folgenden drei orgonometrischen Gleichungen zusammen:

harmenejekt1

harmenejekt2

Was eine verblüffende Ahnlichkeit mit der folgenden Grundgleichung der Orgonomie habe:

harmenejekt3

Die Astronomen Damien Hutsemékers (Université de Liège) et al. sind nun unerwarteterweise auf etwas gestoßen, was diese Vorstellung unterstützt. Ihre Beobachtungen weisen darauf hin, daß sich Quasare „aneinander und an den Großstrukturen des Kosmos (…) orientieren – und das über gewaltige Entfernungen hinweg“.

Hutsemékers und seine Kollegen wollten einer alten Beobachtung der Astronomie nachgehen: daß das Licht einiger Quasare übereinstimmend polarisiert ist, was offenbar nicht von ihrer Umgebung abhängt, sondern intrinsisch ist. Dazu betrachtete man nun das Licht von 93 weit entfernten Quasaren genauer und stellten fest, daß die Rotationsachsen einiger Quasare aneinander ausgerichtet schienen.

Die Strahlung wies bei diesen Quasaren in die gleiche Richtung – und das, obwohl sie Milliarden Lichtjahren voneinander entfernt lagen. Aber warum? Um das zu klären, untersuchten die Astronomen als nächstes, ob die Quasare möglicherweise auch an der Struktur des sie umgebenden Kosmos orientiert waren. (…)

Und tatsächlich: Die Auswertungen ergaben, daß die Achsen vieler Quasare an den großräumigen kosmischen Strukturen orientiert waren: „Die Polarisationsrichtung der Quasare ist entweder parallel oder senkrecht zu den Strukturen, zu denen sie gehören“, berichten die Forscher. In den langgestreckten Filamenten des kosmischen Netzes zeigten die Quasarachsen beispielsweise vorwiegend entlang dieser Äste. (…) Das Besondere an dieser Entdeckung ist aber vor allem ihre Größenordnung: Für Galaxien ist schon länger bekannt, daß ihr Umfeld auch ihre Ausrichtung beeinflussen kann. Aber die jetzt beobachtete Gleichrichtung der Quasare läßt sich über mehr als 500 Megaparsec hinweg beobachten und ist damit mindestens eine Größenordnung größer, wie die Forscher berichten.

Das Ende der Urknalltheorie (Teil 3)

12. Januar 2013

Teil 1

Teil 2

Der britische Astronom Roger Clowes (University of Central Lancashire) und Kollegen haben eine offensichtlich zusammengehörige Ansammlung von Quasaren entdeckt, die so groß ist, daß sie sämtliche Theorien über die Entwicklung und den Aufbau des Universums über den Haufen zu werfen droht, zumal weitere Entdeckungen dieser Art zu erwarten seien.

Es geht um etwas, was als large quasar group (große Quasar-Gruppe) bezeichnet wird und wie folgt aussieht:

Quasarendegroß

Die obere Ansammlung ist die große Quasar-Gruppe, von der hier die Rede ist, die untere eine zweite entsprechende Gruppe, die etwas kleiner ist.

Das Problem der ganzen Angelegenheit ist, daß die große Quasar-Gruppe am Firmament einen Raum einnimmt, der ungefähr so groß ist wie das Sternbild Löwe. Da die Quasare aber (nach Lehrmeinung) am fernen Rande des Universums stehen entspräche das einem Durchmesser von sage und schreibe 4 000 000 000 Lichtjahren. Damit wäre die große Quasar-Gruppe das bei weitem größte Gebilde im Universum überhaupt!

Trotzdem sie (der konventionellen Astronomie zufolge) 8,7 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, nimmt die große Quasar-Gruppe also immer noch einen verhältnismäßig großen Teil des Nachhimmels ein. Es geht um den Fall des „kosmologischen Prinzips“, demzufolge das Universum ab einer gewissen Größenordnung gleichförmig ist. Ein derartig unvorstellbar großes Objekt widerspricht diesem Prinzip eklatant und ist mit der Vorstellung eines Urknalls schlichtweg unvereinbar!

Die einzige Rettung für das kosmologische Prinzip wäre, daß die große Quasar-Gruppe räumlich weitaus näher liegt und sie damit um Größenordnungen kleiner ist. Die große Rotverschiebung der Quasare korreliert also nicht mit einer entsprechenden Entfernung, sondern ist intrinsisch, die Quasar-Gruppen gehen demnach jeweils auf eine einzelne Muttergalaxie zurück, wie ich an anderer Stelle ausgeführt habe.

Mit dieser Vorstellung wäre das Universum aber nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich homogen, d.h. es hätte vor 9 Milliarden Lichtjahren weitgehend genauso ausgesehen wie heute – was erst recht mit der Urknalltheorie unvereinbar ist.

Diesmal gibt es kein Entkommen!

Aktive Galaxien, gepanzerte Astronomie

15. Juli 2011

Ein Hauptbestandteil der heutigen Vorstellung von der Genese und Entwicklung von Galaxien ist die Kollision. Da die Astronomie heute einzig auf mechanistischen Vorstellungen beruht, können Veränderungen nur Aufgrund äußerer Einflüsse vorgestellt werden (die letztendlich auf ein mystisches Ereignis zurückgehen: den „Urknall“). Elliptische Galaxien entstehen demnach durch die Kollision von Spiralgalaxien. Das Schwarze Loch im Zentrum Aktiver Galaxien strahlt so heftig, weil eine andere Galaxie in diese Galaxie stürzte und ihr Schwarzes Loch mit zusätzlicher Materie fütterte.

Die Astronomen leben in einer primitiven Welt, die nach den Prinzipien des Poolbillards funktioniert. Daß diese Vorstellung sehr wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat, hat nun wieder das Hubble-Weltraumteleskop gezeigt.

Viola Allevato (Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching) et al. haben herausgefunden, daß „Galaxien supermassereiche Schwarze Löcher selbst versorgen“.

In vielen Galaxien herrscht offenbar genug innere Unruhe, die Materie in den Schlund der zentralen Schwarzen Löcher treibt.

Wie diese „innere Unruhe“ entsteht, hat Reich vor 60 Jahren in Die kosmische Überlagerung beschrieben. Die äußere Gestalt der Galaxien zeigt, wie sich zwei Energieströme anziehen (Orgonomisches Potential), spiralförmig „überlagern“ und wie schließlich in ihrem Zentrum aus der Energie Materie hervorgeht:

In Übereinstimmung mit der Urknall-Theorie nahmen die Astronomen an, daß es kurz nach dem Urknall, als die Galaxien noch enger beieinanderlagen, weil das Universum noch weitaus kleiner war als heute, zu weit mehr Kollisionen zwischen den Galaxien gekommen wäre als heute.

Im vergangenen Jahr zeigte eine Untersuchung mit dem Weltraumteleskop Hubble jedoch bereits, daß es bei Galaxien bis zu einer Entfernung von acht Milliarden Lichtjahren keinen Zusammenhang zwischen Kollisionen und aktiven Galaxienkernen gibt. Das Team um Allevato untersuchte jetzt Galaxien bis zu einer Entfernung von elf Milliarden Lichtjahren. (…) Dennoch konnte das Team nicht feststellen, daß Galaxien-Zusammenstöße die Kerne aktivieren. „Unsere neuen Daten zeigen, daß die Schwarzen Löcher normalerweise durch Vorgänge innerhalb einer Galaxie gefüttert werden, zum Beispiel durch Instabilitäten der Scheibe oder durch die Geburt vieler neuer Sterne“, sagt Allevato. Vor allem schwere Galaxien, die besonders viel der rätselhaften Dunklen Materie enthielten, machten sich durch ein helles Zentralfeuer bemerkbar. Dieses Resultat überraschte die Forscher.

Die „Dunkelmaterie“ ist natürlich nichts anderes als kosmische Orgonenergie, die getreu dem Orgonomischen Potential die Galaxien immer weiter wachsen läßt, bis schließlich das „Zentralfeuer“ zündet und durch „Jets“ ungeheure Mengen an „Protomaterie“ und Energie ins Weltall geschleudert wird. Ich habe das in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen detailliert ausgeführt.

Und was das angeblich hohe Alter der Aktiven Galaxien betrifft: wie bereits vor einigen Tagen in ULAS J1120+0641, die kosmische Überlagerung, Quantenmechanik und ORANUR erwähnt, ist die hohe Rotverschiebung wohl eher ein Resultat der Entstehung von Atomen aus der masselosen Orgonenergie und hat dementsprechend nichts mit dem angeblichen „Urknall“ zu tun.

In der mechanistischen Wissenschaft will wirklich nichts recht zusammenpassen und die Wissenschaftler taumeln von einer bösen Überraschung in die nächste. Bei diesem halbblinden Herumgestolpere wird ein Großteil der, wenn man so sagen kann, „wissenschaftlichen Energie“ verschwendet. Und genau das ist die eigentliche Funktion derartiger Wissenschaft: die Immobilisierung und Bindung von Energie. Es ist „neurotische“ (gepanzerte) Wissenschaft.

ULAS J1120+0641, die kosmische Überlagerung, Quantenmechanik und ORANUR

2. Juli 2011

Daniel Mortlock (Imperial College London) et al. haben in 12,9 Milliarden Lichtjahren Entfernung (was 700 Millionen Jahre nach dem Urknall entspricht) etwas entdeckt, was es gar nicht geben kann: einen Quasar (ULAS J1120+0641), der derartig hell leuchtet, daß er von einem Schwarzen Loch angetrieben werden muß, das die Masse von sage und schreibe zwei Milliarden Sonnen enthält. Und das gerade mal 200 Millionen Jahre nachdem sich überhaupt die ersten Sterne gebildet haben!

Nachdem, so die Astronomen, sich im Urknall Protonen und Elektronen gebildet hatten, vereinigten sie sich zu neutralem Wasserstoff. Mit der Strahlung der ersten Sterne wären jedoch die Elektronen von den Protonen wieder fortgerissen worden, so daß durch diese „Reionisierung“ heute im Universum fast ausschließlich „Wasserstoff“ in Form von einzelnen Protonen und Elektronen vorhanden ist. Der neu entdeckte Quasar schickte sein Licht in einer Epoche zu uns, als, wie die Analyse seines Lichts ergibt, noch immer 10 Prozent des Wasserstoffs nicht ionisiert war.

Es paßt demnach alles hervorragend zusammen – nur mit dem Problem, daß ein solches Objekt vollkommen absurd ist. Wie soll innerhalb von 200 Millionen Jahren solch ein gigantisches Schwarzes Loch entstanden sein? Des Rätsels Lösung ist darin zu suchen, daß uns das Licht derartig weit entfernter Objekte nur im Bereich des Infraroten erreicht. Die Urknalltheorie besagt, daß dies an der extremen Rotverschiebung liegt, also nichts mit dem Objekt selbst zu tun hat. Wenn man jedoch die extreme Langwelligkeit dieses Lichts als dem Quasar selbst zugehörig („intrinsisch“) interpretiert, ändert sich das Bild drastisch. Dann haben wir es nämlich nicht mehr mit einem Effekt der angeblichen Expansion („Explosion“) des Universums zu tun, sondern ganz im Gegenteil mit einem Effekt der Kontraktion („Überlagerung“) der kosmischen Orgonenergie. Reich hat das zumindest ansatzweise in Die kosmische Überlagerung beschrieben:

Quasare (von deren Existenz man zu Zeiten Reichs noch nicht einmal eine vage Ahnung hatte) stehen demnach am Anfang der Entwicklung von Materie. Ich habe das in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen wie folgt ausgeführt:

Um die Vorgänge in Quasaren (…)verstehen zu können, müssen wir uns zunächst nochmals Reichs Beschreibung der Erzeugung von Massepartikeln aus der Überlagerung von masselosen Orgonenergie-Strömen vergegenwärtigen, wie er sie in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. In der Überlagerung verwandelt sich die Vorwärtsbewegung der Orgonenergie in eine immer enger werdende Kreisbewegung. Entsprechend umrunden die Elektronen, solange die Kondensation der Materie aus der masselosen Orgonenergie noch nicht ganz abgeschlossen ist, den Atomkern in größeren Radien als bei fertiger Materie, was in einer entsprechenden Verschiebung der Spektrallinien zum Ausdruck kommt. (…) Wenn die intrinsische Rotverschiebung eine Folge der Umwandlung von primärer Energie in Materie ist, folglich tatsächlich bei der Entwicklung von Proto-Materie hin zu regulärer Materie so etwas wie eine „Blauverschiebung“ (Schrumpfung der Elektronenbahnen) erfolgt, dann muß die Distanz-Rotverschiebung entsprechend das Ergebnis des umgekehrten Vorgangs sein (eine Streckung der elektromagnetischen Wellen). Man halte sich nur vor Augen, daß das Sternenlicht eine Folge der Quantensprünge zwischen regulären Elektronen-Radien ist. Die Distanz-Rotverschiebung, d.h. die „Streckung“ der elektromagnetischen Wellen, kann dann nichts anderes sein als die tendenzielle Rückkehr der „geschrumpften“ Größendimensionen der normalen Atome, die Resultat der kontraktilen Überlagerung sind, zu den originalen Dimensionen der Orgonenergie-Bewegung. Diese Expansion geschieht aufgrund des Umstandes, daß die sekundäre Energie sich wieder in ihrem ursprünglichen primordialen Kontext befindet. Diese Erklärung vergleiche man mit derjenigen der gängigen Astronomie, die gleich das gesamte Universum expandieren lassen muß, nur um so etwas Simples wie die Rotverschiebung erklären zu können.

Wenn diese Theorie richtig ist, könnte ULAS J1120+0641 uns so nah sein, daß wir für die Leuchtstärke des Quasars keine Energiemenge mehr postulieren müßten, die von einem Schwarzen Loch von zwei Milliarden Sonnenmassen stammt.

Auch der nichtionisierte Wasserstoff würde ins Bild passen, denn es deutet alles darauf hin, daß entgegen der mechanistischen Theorie eben nicht zuerst „Elementarteilchen“ entstanden sind, sondern, wie Reich in Die kosmische Überlagerung nahelegt hat, fertige Atome, die dann erst nachträglich zu „Elementarteilchen“ zerfallen („ORANUR“). Demnach ist es nur natürlich, daß um ein Objekt wie ULAS J1120+0641 herum der Anteil des „Urstoffs“ neutraler Wasserstoff verhältnismäßig hoch ist.

Entsprechend glauben die Urknalltheoretiker, daß am Anfang der Entwicklung, also während und kurz nach dem Urknall die Gesetze der Quantemechanik vorherrschend waren. Von orgonomischer Warte aus betrachtet, ist es jedoch eher umgekehrt: am Anfang stehen verhältnismäßig einfache und vor allem anschauliche physikalische (quasi „biophysikalische“) Prozesse, wie Reich sie in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. Beispielsweise lassen sich große Elektronenbahnen im Atom weitgehend „klassisch“ beschreiben. Es wird erst mit der weiteren „Schrumpfung“ der Materie und ihrem Zerfall unanschaulich und „quantenmechanisch“. Quantenmechanik und ORANUR sind eng miteinander verschränkt.