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Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 12)

27. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

V. Kosmische Überlagerung1

Die Cloudbuster-Experimente liefern einen nachhaltigen Beweis für die Existenz einer der herrschenden Wissenschaft unbekannten kosmischen Energie und führen uns die funktionale Identität von scheinbar verschiedenartigsten Prozessen unseres Daseins vor Augen. Die Wolkenbildung unterliegt offenbar demselben Viertakt, der im Grunde nichts anderes als eine Beschreibung der Orgonenergiebewegung ist, und den damit verbundenen Gesetzmäßigkeiten wie der menschliche Organismus. Die Energie, die als biologische Lebensenergie unser menschliches Leben steuert und deren Pulsation durch die Spannungs-Ladungs-Formel treffend charakterisiert wird, scheint identisch mit der Energie, die Leben und Materie entstehen läßt.

Diese Identität von Funktionen im Naturgeschehen, deren Entdeckung mit der Entdeckung der Orgonenergie zusammenfällt, bildet die Grundlage für Reichs Hypothesen über den Kosmos, über die Entstehung von Galaxien, über die Entstehung der Naturgesetze. Die Überlagerung zweier Orgonenergiesysteme stellt einen biologischen Grundvorgang dar. Beim Menschen findet die Überlagerung von Orgonenergieströmen im Geschlechtsakt statt. Reich abstrahiert bewußt von den sozialen, kulturellen, ökonomischen, psychologischen und sonstigen Begleiterscheinungen, ebenso wie von den physiologischen Gegebenheiten der beiden einander überlagernden Organismen. Ihm kommt es im wesentlichen auf die Energiefunktionen im Fortpflanzungsgeschehen an. Die Funktion der Überlagerung zweier Orgonenergieströme reicht weit über die Biologie hinaus, sie beherrscht auch noch andere Naturbereiche in gleicher Weise. Sie wirkt im Urgund des Universums, im Mikrokosmos wie im Makrokosmos.

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Überlagerung zweier sich kreisewellig bewegender Orgonenergieströme, die im abgedunkelten Beobachtungsraum gesehen werden können.

„Beim Überlagerungsprozeß zweier massefreier, kreiselnder hocherregter Orgonenergie-Einheiten geht kinetische Energie verloren, die Kreiselwellen-Bewegung verlangsamt sich beträchtlich, die Bewegungsbahn wird stark gekrümmt, und aus der langgezogenen sich vorwärts bewegenden Kreiselwelle wird eine kreisförmige Bewegung auf der Stelle.“2 An diesem Punkt der Abbremsung entsteht träge Masse, wobei natürlich auch mehrere Orgonenergieströme beteiligt sein können.

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Entstehung eines Masseteilchens durch Überlagerung zweier Orgonenergieströme.3

Auf diese Weise erklärt Reich hypothetisch die Entstehung von Himmelskörpern durch die Überlagerung von Energieströmen des ursprünglichen masse-freien Orgonenergieozeans. Zwischen der trägen Masse und der masse-freien Orgonenergie entsteht eine funktionale Beziehung, die die Bewegungseigenarten von Planeten erklärt. „Der bewegte primordiale Orgonozean erscheint als die primordiale Kraft der Himmelskörper.“4

Nach dem Prinzip der Schwerkraft, d.h. des Gesetzes des orgonomischen Potentials, wächst das gegenüber den masse-freien Energieströmen energetisch stärkere Materieteilchen an, wobei Reich offenläßt, ob es sich um gasförmige oder feste Teilchen handelt. Der wachsende Materiekern hat ständig ein Orgonenergiefeld um sich, was aus dem Prinzip der Anziehung zu schließen ist. Der masse-freie Orgonenergiestrom, der den Kern umgibt, trennt sich zwangsläufig vom allgemeinen Strom des Orgonozeans, da er der Rotation „seines“ Kerns folgen muß. Die gasförmige Atmosphäre, die die Himmelskörper umgibt, muß durch Überlagerung masse-freier Orgonenergie des den Kern umgebenden Orgonenergiefeldes entstanden sein, und die schwereren Elemente müssen im Inneren des Kerns angesiedelt sein, während die leichteren mehr an die Peripherie zu treffend sind.

Reich vermutete, daß die Entstehung der Naturgesetze, also die wohlbekannten Sätze der Chemie und Physik, die im übrigen nicht ungültig werden durch die Entdeckung der Orgonenergie, in den Prozessen, die bei der Überlagerung von masse-freier Orgonenergie und bei der Entstehung von Materie ablaufen, begründet liegt.

 

Fußnoten

  1. Die von Reich veröffentlichte Schrift Cosmic Superimposition ist in Deutschland nur auszugsweise erschienen. Meine Ausführungen beziehen sich auf: Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.o. S. 329–338 und auf einige verstreute Hinweise von Raknes, W. Reich und die Orgonomie, a.a.O.
  2. Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.o. S. 333
  3. Schema übernommen aus: ebenda S. 335
  4. ebenda S. 335

Das Ende der Urknalltheorie (Teil 3)

12. Januar 2013

Teil 1

Teil 2

Der britische Astronom Roger Clowes (University of Central Lancashire) und Kollegen haben eine offensichtlich zusammengehörige Ansammlung von Quasaren entdeckt, die so groß ist, daß sie sämtliche Theorien über die Entwicklung und den Aufbau des Universums über den Haufen zu werfen droht, zumal weitere Entdeckungen dieser Art zu erwarten seien.

Es geht um etwas, was als large quasar group (große Quasar-Gruppe) bezeichnet wird und wie folgt aussieht:

Quasarendegroß

Die obere Ansammlung ist die große Quasar-Gruppe, von der hier die Rede ist, die untere eine zweite entsprechende Gruppe, die etwas kleiner ist.

Das Problem der ganzen Angelegenheit ist, daß die große Quasar-Gruppe am Firmament einen Raum einnimmt, der ungefähr so groß ist wie das Sternbild Löwe. Da die Quasare aber (nach Lehrmeinung) am fernen Rande des Universums stehen entspräche das einem Durchmesser von sage und schreibe 4 000 000 000 Lichtjahren. Damit wäre die große Quasar-Gruppe das bei weitem größte Gebilde im Universum überhaupt!

Trotzdem sie (der konventionellen Astronomie zufolge) 8,7 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, nimmt die große Quasar-Gruppe also immer noch einen verhältnismäßig großen Teil des Nachhimmels ein. Es geht um den Fall des „kosmologischen Prinzips“, demzufolge das Universum ab einer gewissen Größenordnung gleichförmig ist. Ein derartig unvorstellbar großes Objekt widerspricht diesem Prinzip eklatant und ist mit der Vorstellung eines Urknalls schlichtweg unvereinbar!

Die einzige Rettung für das kosmologische Prinzip wäre, daß die große Quasar-Gruppe räumlich weitaus näher liegt und sie damit um Größenordnungen kleiner ist. Die große Rotverschiebung der Quasare korreliert also nicht mit einer entsprechenden Entfernung, sondern ist intrinsisch, die Quasar-Gruppen gehen demnach jeweils auf eine einzelne Muttergalaxie zurück, wie ich an anderer Stelle ausgeführt habe.

Mit dieser Vorstellung wäre das Universum aber nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich homogen, d.h. es hätte vor 9 Milliarden Lichtjahren weitgehend genauso ausgesehen wie heute – was erst recht mit der Urknalltheorie unvereinbar ist.

Diesmal gibt es kein Entkommen!