22. Induktion und Deduktion
Archive for the ‘Wissenschaft’ Category
Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 22
25. Juni 2019Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 21
21. Juni 2019Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 18
28. Mai 2019Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 15
30. April 2019Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 14
25. April 2019Der Orgon-Akkumulator (Teil 5)
21. April 2019von Bernd Laska
Großer Akku für Körperganzbestrahlung
A. Herstellung eines Wandelements
- Rahmen aus Tischlerplatten zusammenschrauben oder –nageln, Dämmplatte draufnageln (Nägel mit breitem Kopf), umdrehen
- In den flachen Kastenabwechselnd Stahlwolle- und Mineralwolle-Schichten einlegen bis etwa ¼ der Wandstärke übersteht. Schichten mit Stahlblech zusammendrücken und Stahlblech rundum annageln. Vorher müssen Löcher ins Blech gebohrt oder durchgeschlagen worden sein.
B. Akku in zusammengesetzter Form
Kleiner Akku für lokale Betrahlung („Shooter“)
Aus 8 Holzstäben 40/40 mm – entstehen 2 Rahmen (zusammenleimen) + 4 weitere Holzstäbe 40/40 mm + 8 lange Nägel (80 mm) ergibt das Gerüst oben rechts
oben rechts: Schnittdarstellung des zusammengesetzten Akkus
um das [oben dargestellte] Gerüst herum Dämmplatten nageln; Schichten einlegen; oben offenen Blechkasten hineinstellen
loser Deckel nach Prinzip „großer Akku“ gebaut, aber überstehendem Rand
Fertigmaße außen 40/40/40 cm
flexibler Stahlschlauch 1,50 m mit Eisentrichter; beides mit Tesakrepp außen umwickeln
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.
Der Orgon-Akkumulator (Teil 4)
20. April 2019von Bernd Laska
4. Bauanleitung
(a) Für Beratung beim Bau eines Akkus haben sich gemeldet: Manfred Hinz (…) Rony Werams (…)
(b) Materialbezugsquellen:
Dämmplatten (bei Reich auch als Celotex bezeichnet), Tischlerplatten für Rahmen und Holzteile liefert jeder Schreiner. Wegen Maßgenauigkeit und vor allem Rechtwinkligkeit am besten gleich zuschneiden lassen.
Mineralwolle (Glaswolle auch möglich) gibt es im Baustoffhandel (Markenname zB ISOVER)
Stahlblechtafeln, verzinkt, kann man beim Klempner/Spengler bestellen. Es wird empfohlen, diese ebenfalls gleich auf das Fertigmaß zuschneiden zu lassen.
Stahlwolle (Nr. 3 oder 4) wird in größeren Mengen benötigt; deshalb am besten im Großhandel oder ab Hersteller kaufen (…).
Metallschlauch, flexibel (bei Reich auch als BX-Kabel bezeichnet), für kleinen Akku (‚shooter‘) bekommt man bei einigen Autozubehörhandlungen oder Elektroinstallationsbedarfshandlungen (Magnet mitnehmen, um zu prüfen, ob es tatsächlich Stahl ist!). Brauseschläuche sind aus Leichtmetall mit Plastik innen, also ungeeignet.
(c) Größe des Akkus
Die Größe des Akkus ist abhängig von der Größe der ihn benutzenden Person. Wenn man entspannt drin sitzt, soll der Abstand zu den Innenwänden nie kleiner als 5 oder größer als 10 cm sein. Der in der Zeichnung dargestellte Akku enthält Maßangaben für eine Körpergröße von 1,75 m. Er dürfte somit für Personen, die zwischen 1,70m und 1,80 groß sind, bequem zu benutzen sein. Bei anderer Körpergröße sind die Maße entsprechend abzuändern.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.
Der Orgon-Akkumulator (Teil 3)
19. April 2019von Bernd Laska
3. Funktionsprinzip des Orgon-Akkumulators
Der Akku funktioniert aufgrund der folgenden Eigenschaften der Orgonenergie, die Reich in ausführlichen Versuchsreihen ermittelt hat:
1) Orgonenergie erfüllt den gesamten Raum, durchdringt alle Materie, aber verschiedene Stoffe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Sie ist also überall vorhanden, lediglich in unterschiedlicher Dichte bzw. Konzentration. Akkus funktionieren also überall.
2) Material, das ein guter Isolator bzw. eine schlechter Leiter für elektrische Energie ist, zieht Orgonenergie an. Gute Leiter (in der Regel also Metalle) dagegen ziehen Orgon zwar ebenfalls an, stoßen es aber sofort wieder ab.
In den Schriften Reichs wird für Isolator auch oft ‚organisches‘ oder ‚nicht-metallisches‘ Material verwendet. Konkret wird heute als Metall verzinktes Stahlblech (Aluminiumblech wirkt schädlich!) und Stahlwolle und als Isolator Dämmplatten und Mineralwolle (nicht Watte, da wasseranziehend!) benutzt.
Der Akku besteht nun im Prinzip aus einem allseitig geschlossenen Kasten, dessen Wände aus beliebig vielen Doppelschichten von elektrisch leitendem und isolierendem Material bestehen, und zwar so, daß die Metallschicht jeweils auf der Innenseite liegt. Einzelheiten siehe Bauanleitung.
Die Wirksamkeit eines Akkus hängt von folgenden Parametern ab:
(a) Art des Isolatormaterial: zB Plastik besser als Holz
(b) Art des Metalls: für med. Zwecke nur Eisen bzw. Stahl
(c) Höhe der relativen Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre, weil Wasser Orgon absorbiert: je trockener desto besser
(d) Geografische Breite: je näher am Äquator desto besser
(e) Höhe über Meeresspiegel: je höher desto besser
(f) Anzahl der Schichten: je mehr desto besser. Die Wirksamkeit nimmt aber nicht linear mit der Schichtzahl zu, wie durch elektroskopische Messungen festgestellt wurde. So ergab sich für einen 1-schichtigen (dh. mit einer Doppelschicht) Akku eine Konzentration 3 mal so hoch wie in der Atmosphäre, ein 3-schichtiger Akku hatte aber nur die 4-fache Konzentration und ein 10-schichtiger gar nur eine 6-fache, also nur eine doppelt so starke wie der 1-schichtige.
(g) Abstand des Körpers zur Innenwand während einer Sitzung: je näher desto besser, aber nicht berühren!
(h) Anzahl der Akkus in einem Raum oder Gebäude: je mehr desto höher ist schon die allgemeine Orgonkonzentration, also auch Akkumulation.
Konzentration der Orgonenergie im Akku ist objektiv demonstrierbar durch Messung der Temperaturdifferenz zwischen oberem Akkuinneren und der Umgebung. Dieser Effekt wurde seinerzeit zuerst von Einstein bestätigt, dann aber (wohl wegen seiner fundamentalen Erschütterung des theoretischen Gebäudes der Physik) konventionell weggedeutet, zu Unrecht, wie Reich meint und belegt hat (siehe hierzu auch den Artikel „Die Begegnung Einstein-Reich“ in den WRB 1/76).
Weitere Möglichkeiten zur Objektivierung des Orgons durch Messungen am Akku bestehen mit dem Elektroskop und dem Geiger-Müller-Zähler. Einzelheiten hierzu würden jedoch im Rahmen dieses Artikels zu weit führen.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.
Der Orgon-Akkumulator (Teil 2)
18. April 2019von Bernd Laska
2. Entstehungsgeschichte
Der Akku war nicht eine geniale Idee, die Reich plötzlich hatte, sondern das Resultat jahrelanger, intensiver Forschungsarbeit.
Nach gut einem Jahrzehnt klinischer Arbeit auf psychoanalytischer Grundlage war Reich etwa um 1932/33 an die Grenzen der Psychologie gestoßen. Sicher gab es (und gibt es auch heute) noch zu erforschende Details; aber das war für den Pionier Reich keine Aufgabe, er wollte nicht in die Breite forschen, sondern in die Tiefe.
Da Reichs Orientierung von Anfang an naturwissenschaftlich war, hielt er sich neben seiner sonstigen Tätigkeit über die Entwicklungen in anderen Wissenschaften wie Biologie, Medizin, Physiologie etc. auf dem laufenden. Zudem wuchs mit seinen Einsichten in die Ursachen der Neurosenentstehung sein gesellschaftspolitisches Engagement, sodaß man kaum erwarten konnte, daß Reich sein Leben wie die meisten Psychoanalytiker mit dem einträglichen Kurieren von Neurosen verbringen würde.
Die wesentlichen Erkenntnisse, die mit der psychoanalytischen Methode gewonnen worden waren, hielt Reich gegen die ‚revisionistischen‘ Bestrebungen von vielen Analytikern und Freud selbst fest und brachte sie mit Erkenntnissen in Verbindung, die aus anderen Naturwissenschaften kamen. Er integrierte ausgewählte Ergebnisse aus Physiologie, Biochemie (speziell Kolloidchemie) und Biologie, die er mit eigenen charakteranalytischen Erkenntnissen zu einer ganzheitlichen Theorie vom Menschen zu entwickeln suchte. So stammt zB das Konzept der vegetativen Strömung vom Berliner Internisten Friedrich Krause. Auch die Untersuchungen von Walter und Käthe Misch zur Biochemie von Lust und Angst sowie L.R. Müllers Forschungen zum vegetativen Nervensystem ergänzten sich in Reichs Sicht gegenseitig und mit seinen eigenen Konzepten. Während dieses Jahres intensiven Studiums (1934) im dänischen Exil machte Reich selbst keine neuen Entdeckungen; er verarbeitete die erwähnten und weitere bisher kaum miteinander in Beziehung gebrachte Ergebnisse der Spezialwissenschaften zusammen mit eigenen Theorien zu dem fundamentalen biologischen Konzept der „psychosomatischen Identität und Gegensätzlichkeit“.
In diesem Prozeß der Aufarbeitung aller ihm in diesem Zusammenhang relevant erscheinenden Theorien tauchten bald Fragestellungen auf, deren Beantwortung er selbst in Angriff nehmen mußte. Er frischte also seine alten experimentellen Kenntnisse wieder auf, erweiterte sie und ging mit einigen speziell ausgebildeten Mitarbeitern diese neuen Probleme an. So kam es zu den elektrophysiologischen Versuchsreihen zur Angst und Sexualität (lange vor Masters/Johnson und mit anderer Zielrichtung) und zu den Bionversuchen.
Trotz der schlechten äußeren Bedingungen der Emigration waren die Jahre 1933-39 eine sehr fruchtbare Periode in Reichs Leben. Auch im ideologischen Bereich fand in diesen Jahren eine entscheidende Veränderung statt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem französischen Vitalisten Roger DuTeil bei den Bionversuchen und unter dem Eindruck der Entwicklung im ‚sozialistischen Lager‘ löste sich Reich langsam vom offiziellen Marxismus, ohne jedoch die Ziele aufzugeben, die einst ihn und viele andere zum Marxismus geführt hatten.
Bei seinen elektrophysiologischen Vorsuchen und bei der Arbeit mit den Bionkulturen arbeitete Reich noch immer mit dem Konzept der Bioelektrizität. Einige Ergebnisse paßten dort jedoch überhaupt nicht hinein, sodaß sich Reich gezwungen sah, die Existenz einer energetischen Strahlung außerhalb des elektromagnetischen Spektrums zu postulieren, die er Orgonenergie nannte.
Dieser so konsequente Weg Reichs, der hier nur ganz grob skizziert werden konnte, ist allgemein wenig bekannt und deshalb hier dem eigentlichen Thema vorangestellt.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.
Der Orgon-Akkumulator (Teil 1)
17. April 2019von Bernd Laska unter Verwendung der Veröffentlichungen von Wilhelm Reich und Material, das von Manfred Hinz (München) und Rony Werams (Stuttgart) zur Verfügung gestellt wurde.
1. Einleitung
Über den Orgon-Akkumulator (im folgenden: Akku) kursieren seit eh und je die abenteuerlichsten Gerüchte, unabhängig davon, ob der Zugang zu seriöser Information darüber in jedem Fall leicht oder schwierig war. In ihrer Mehrzahl haben diese Gerüchte erkennbar die Funktion der Abwehr von Reichs Theorien insgesamt (und hier besonders die der Sexualität), wie auch die Gerüchte über seine Person und das oft auffällig im Vordergrund stehende Interesse zu diskutieren, ob Reich denn „wirklich verrückt geworden“ sei. Beispiele hierzu brauche ich wohl nicht anzuführen; sie dürften den meisten Lesern aus eigener Erfahrung geläufig sein.
Im folgenden soll daher in etwas komprimierter Form alles für einen potentiellen Benutzer Wesentliche über den Akku zusammengestellt werden, da die Angaben in den bisher auf deutsch veröffentlichten Schriften Reichs in dieser Beziehung nicht detailliert genug sind.
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.




















