Posts Tagged ‘Physiologie’

Eine Hommage an Elsworth F. Baker, M.D. (Teil 3)

9. Oktober 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Dr. Elsworth Baker war Diagnostiker, Kliniker und Lehrer ohne Gleichen. Er hatte ein meisterhaftes Wissen über seine Disziplin – er kam aus den höchsten Kreisen der klassischen psychiatrischen und psychoanalytischen Fachgebiete. Sein Verständnis für charakterologische Probleme und die Physiologie der Panzerung überraschte und beeindruckte seine Schüler und Kollegen.

Er hatte großes Mitgefühl für die Probleme und das Leid all seiner Patienten und Freunde und fühlte sich zutiefst verantwortlich für ihr Wohlergehen. Selbst während der Zeit seiner akuten Krankheit und seiner Schmerzen fühlte er sich verpflichtet, im Behandlungsraum zu sein, für seine Patienten da zu sein. Man konnte in seinen Augen deutlich erkennen, welch tiefes Einfühlungsvermögen er für die Trauer und Entbehrung anderer hatte. Bei Elsworth Baker mußte man sich nie vor seinen Gefühlen fürchten.

Sein letzter Traum war es, ein permanentes Zuhause für die Orgonomie zu bauen – einen zentralen Hauptsitz und ein Laboratorium, in dem die verschiedenen Aufgaben und Disziplinen der Orgonomie zum Nutzen aller koordiniert werden könnten: diagnostische und therapeutische Kliniken, Forschung für Säuglinge und Kinder, Ausbildungsseminare, Laboratorium, Bibliothek, Archive, Hörsäle, ein Auditorium und schließlich ein Krankenhaus für die Behandlung und Erforschung der Biopathien.

Die Skeptiker, selbst innerhalb der Orgonomie, sagten, dies könne niemals erreicht werden, und doch steht dieses Ziel kurz vor dem Erreichen. So viele Menschen auf der ganzen Welt, die seinen Traum von der Orgonomie teilen, haben gearbeitet, dazu beigetragen und versprochen, die erforderlichen Qualifikationen und Mittel bereitzustellen. Er war so froh, als wir kurz vor seinem Tod das Land erwarben, auf dem die Heimstatt der Orgonomie gebaut werden soll. Dieses Gebäude und unsere Arbeit dort werden ein lebendiges Denkmal für die Errungenschaften und die Vision dieses großen Mannes sein.

Sein großer Mut und sein Tatendrang werden eine ständige Quelle der Inspiration für uns alle sein – diesen Planeten besser zu verlassen, als wir ihn vorgefunden haben. Was Dr. Baker in seiner Trauerrede über Reich gesagt hat, kann wahrhaft auch über ihn gesagt werden:

Seine Arbeit ist beendet. Er hat sich seinen Frieden verdient und den Völkern der Erde ein großes Erbe hinterlassen. Wir trauern nicht um ihn, sondern um uns selbst, über unseren großen Verlust. Übernehmen wir die Verantwortung für sein Werk und gehen wir den Weg weiter, den er für uns geebnet hat. So soll es sein.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 19 (1985), Nr. 2, S. 165-168.
Übersetzt von Robert (Berlin)

David Holbrook, M.D.: LIEBE, ARBEIT UND WISSEN UND DER CORONAVIRUS / PSYCHOPOLITIK UND DIE PANDEMIE DER ANGST / EINE PANDEMISCHE ERLEUCHTUNG / POLITIK UND DIE PANDEMIE / POLITIK UND ANGST / COVID-19, ANGST UND WUT

15. August 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Liebe, Arbeit und Wissen und der Coronavirus

 

Psychopolitik und die Pandemie der Angst

 

Eine pandemische Erleuchtung

 

Politik und die Pandemie

 

Politik und Angst

 

COVID-19, Angst und Wut

 

David Holbrook, M.D.: MEDIZINISCHE ORGONTHERAPIE IN DER KONVENTIONELLEN PSYCHIATRISCHEN PRAXIS (Teil 1)

12. April 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Medizinische Orgontherapie in der konventionellen psychiatrischen Praxis

 

David Holbrook, M.D.: LIEBE, ARBEIT UND WISSEN UND DER CORONAVIRUS

29. März 2020

David Holbrook, M.D.

 

http://www.orgonomie.net/holbrook4.htm

David Holbrook, M.D.: ÜBER DIE GEGENWAHRHEIT

31. August 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Über die Gegenwahrheit

 

David Holbrook, M.D.: ERGEBNISSE DER ZEITGENÖSSISCHEN NEUROWISSENSCHAFT UND PSYCHOTHERAPIE, DIE PARALLELEN ZUR ORGONOMISCHEN PERSPEKTIVE AUFWEISEN

22. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Ergebnisse der zeitgenössischen Neurowissenschaft und Psychotherapie, die Parallelen zur orgonomischen Perspektive aufweisen

 

David Holbrook, M.D.: EMOTIONEN SPRECHEN LAUTER ALS WORTE

12. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Der Orgon-Akkumulator (Teil 2)

18. April 2019

von Bernd Laska

2. Entstehungsgeschichte

Der Akku war nicht eine geniale Idee, die Reich plötzlich hatte, sondern das Resultat jahrelanger, intensiver Forschungsarbeit.

Nach gut einem Jahrzehnt klinischer Arbeit auf psychoanalytischer Grundlage war Reich etwa um 1932/33 an die Grenzen der Psychologie gestoßen. Sicher gab es (und gibt es auch heute) noch zu erforschende Details; aber das war für den Pionier Reich keine Aufgabe, er wollte nicht in die Breite forschen, sondern in die Tiefe.

Da Reichs Orientierung von Anfang an naturwissenschaftlich war, hielt er sich neben seiner sonstigen Tätigkeit über die Entwicklungen in anderen Wissenschaften wie Biologie, Medizin, Physiologie etc. auf dem laufenden. Zudem wuchs mit seinen Einsichten in die Ursachen der Neurosenentstehung sein gesellschaftspolitisches Engagement, sodaß man kaum erwarten konnte, daß Reich sein Leben wie die meisten Psychoanalytiker mit dem einträglichen Kurieren von Neurosen verbringen würde.

Die wesentlichen Erkenntnisse, die mit der psychoanalytischen Methode gewonnen worden waren, hielt Reich gegen die ‚revisionistischen‘ Bestrebungen von vielen Analytikern und Freud selbst fest und brachte sie mit Erkenntnissen in Verbindung, die aus anderen Naturwissenschaften kamen. Er integrierte ausgewählte Ergebnisse aus Physiologie, Biochemie (speziell Kolloidchemie) und Biologie, die er mit eigenen charakteranalytischen Erkenntnissen zu einer ganzheitlichen Theorie vom Menschen zu entwickeln suchte. So stammt zB das Konzept der vegetativen Strömung vom Berliner Internisten Friedrich Krause. Auch die Untersuchungen von Walter und Käthe Misch zur Biochemie von Lust und Angst sowie L.R. Müllers Forschungen zum vegetativen Nervensystem ergänzten sich in Reichs Sicht gegenseitig und mit seinen eigenen Konzepten. Während dieses Jahres intensiven Studiums (1934) im dänischen Exil machte Reich selbst keine neuen Entdeckungen; er verarbeitete die erwähnten und weitere bisher kaum miteinander in Beziehung gebrachte Ergebnisse der Spezialwissenschaften zusammen mit eigenen Theorien zu dem fundamentalen biologischen Konzept der „psychosomatischen Identität und Gegensätzlichkeit“.

In diesem Prozeß der Aufarbeitung aller ihm in diesem Zusammenhang relevant erscheinenden Theorien tauchten bald Fragestellungen auf, deren Beantwortung er selbst in Angriff nehmen mußte. Er frischte also seine alten experimentellen Kenntnisse wieder auf, erweiterte sie und ging mit einigen speziell ausgebildeten Mitarbeitern diese neuen Probleme an. So kam es zu den elektrophysiologischen Versuchsreihen zur Angst und Sexualität (lange vor Masters/Johnson und mit anderer Zielrichtung) und zu den Bionversuchen.

Trotz der schlechten äußeren Bedingungen der Emigration waren die Jahre 1933-39 eine sehr fruchtbare Periode in Reichs Leben. Auch im ideologischen Bereich fand in diesen Jahren eine entscheidende Veränderung statt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem französischen Vitalisten Roger DuTeil bei den Bionversuchen und unter dem Eindruck der Entwicklung im ‚sozialistischen Lager‘ löste sich Reich langsam vom offiziellen Marxismus, ohne jedoch die Ziele aufzugeben, die einst ihn und viele andere zum Marxismus geführt hatten.

Bei seinen elektrophysiologischen Vorsuchen und bei der Arbeit mit den Bionkulturen arbeitete Reich noch immer mit dem Konzept der Bioelektrizität. Einige Ergebnisse paßten dort jedoch überhaupt nicht hinein, sodaß sich Reich gezwungen sah, die Existenz einer energetischen Strahlung außerhalb des elektromagnetischen Spektrums zu postulieren, die er Orgonenergie nannte.

Dieser so konsequente Weg Reichs, der hier nur ganz grob skizziert werden konnte, ist allgemein wenig bekannt und deshalb hier dem eigentlichen Thema vorangestellt.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.

David Holbrook, M.D.: ÜBER DIE GEGENWAHRHEIT

25. Februar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Über die Gegenwahrheit

 

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 5)

5. Februar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte