Posts Tagged ‘Physiologie’

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 3. Medizinische Orgonomie, k. Die Stimulierung des Vagusnervs

15. Oktober 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 3. Medizinische Orgonomie, k. Die Stimulierung des Vagusnervs

Wilhelm Reich, Physiker: ANHANG: Bernd Laska: Der Orgon-Akkumulator

27. Mai 2026

Wilhelm Reich, Physiker: ANHANG; Bernd Laska: Der Orgon-Akkumulator

Wilhelm Reich, Physiker: 5. Das Atom und das Orgon, c. Das orgonomische Potential und das Lebendige

3. April 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 5. Das Atom und das Orgon, c. Das orgonomische Potential und das Lebendige

Wilhelm Reich, Physiker: 2. Orgonbiophysik, b. Arzt und Physiker

4. Januar 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 2. Orgonbiophysik, b. Arzt und Physiker

David Holbrook, M.D.: Über Wahrheit, Tiefe, Sanftmut, Gut und Böse / Das „unausgesprochene und ungedachte Wissen“: die Tragödie, seine Wahrheit nicht auszusprechen

23. Juni 2025

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Über Wahrheit, Tiefe, Sanftmut, Gut und Böse

Das „unausgesprochene und ungedachte Wissen“: die Tragödie, seine Wahrheit nicht auszusprechen

David Holbrook, M.D.: Die Orgonomie über das Denken und seine Beziehung zu den Gefühlen: Das Denken ist nicht nur eine Funktion des Gehirns (Teil 1)

6. November 2024

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Die Orgonomie über das Denken und seine Beziehung zu den Gefühlen: Das Denken ist nicht nur eine Funktion des Gehirns

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 142)

17. Juli 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Im Unterschied zwischen Kopf und Bauch ist der zwischen Ironie und dem, was man „Brennen“ nennen könnte, aufgehoben. Der „Kopf“ (Augen, Ohren) impliziert immer Fernwahrnehmung, Distanz, während der „Bauch“ immer Nähe bedeutet. Und das auch über weite räumliche und zeitliche Distanzen hinweg: „Ich fühle mich den haitianischen Befreiungskämpfern Ende des 18. Jahrhunderts ganz nah!“ Wir wissen heute, daß die haitianische Revolution ein schlechter Witz war und damals das Elend erst richtig angefangen hat. Aber troztdem: der Bauch kann nicht lügen. Er kann zwar für das Falsche brennen, aber das Brennen selbst ist echt. Das zu sagen impliziert interessanterweise die größtmögliche Distanziertheit, denn wann war das Brennen je intensiver als bei der Hitlerjugend oder den Roten Brigaden Maos?

Der „Kopf“ kann immer mit Scheingebilden, Chimären, unsinnigen Geisteskonstruktionen einhergehen, letztendlich das Über-Ich („über dem Körper bzw. Bauch!“). Stirner hat genau das bekämpft, wird aber implizit als „verkopft“ hingestellt.

Der „Stirnerianer“ Reich hat sich explizit dem Bauch zugewandt („Bioenergetik“, „der Solar plexus als Kern des Organismus“), während der „Feuerbachianer“ Freud ganz Kopf war: Distanz bis ins Extrem im psychoanalytischen Setting, Kinder distanziert behandeln, um den Ödipuskomplex nicht zu provozieren, Sublimation, explizite Verneinung „ozanischer Gefühle, Psychologie statt Physiologie. Ähnliches findet man bei LaMettrie vs. Haller, Voltaire, etc. Und auch bei Stirner vs. Marx, wenn man darauf achtet, daß Stirner den Einzelnen auf seine körperliche Unmittelbarkeit reduziert, während er sich bei Marx, trotz allem „Materialismus“, zu einem abstrakten „Ensemble gesellschaftlicher Kräfte“ verflüchtigt.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Amöbe” und folgende

22. Februar 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Amöbe“ und folgende

Friedrich Kraus –> Wilhelm Reich: „vegetative Strömung“ (Entwurf 2006)

2. Juli 2023

Friedrich Kraus –> Wilhelm Reich: „vegetative Strömung“ (Entwurf 2006)

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 69)

17. Juni 2023

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

LaMettrie zusammengefaßt:

1. die Maschine, und zwar eine sozusagen „vitalistische Maschine“ im Sinne von Friedrich Kraus („vegetative Strömung“, Elektrolyte, Membranen, „Bioelektrizität“) und Reichs „sexualökonomischer Lebensforschung“.

2. die Bedeutung der Imagination, die dieses „Maschinelle“ sozusagen in die geistige Welt ausweitet und so der üblichen „geistigen Welt“ (Philosophie, Kultur) ein Ende setzt. (Ich habe den Eindruck, daß Ursula Jauch in ihrem großen Buch über LaMettrie mit ihrer Rede, ihrem Gerede, von der „Wiederverzauberung der Welt“, LaMettrie verfehlt, denn der will die geistige Welt ganz im Gegenteil endgültig entzaubern.)

3. sein Konzept der Wollust als eine teilweise verblüffend paßgenaue Vorwegnahme der Reichschen Orgasmustheorie. (LaMettrie verwendet sogar explizit den Begriff „die Funktion der Wollust“).

4. schließlich die Negation des Schuldgefühls, des später sogenannten „Über-Ich“; eine innere bzw. verinnerlichte Instanz, die diese ganze natürliche Maschinerie durcheinanderbringt („verdorbene Imagination“ durch Triebstau) und so die Menschen um ihr Glück bringt.

In Die Kunst, Wollust zu empfinden exemplifiziert LaMettrie seine quasi „sexualökonomische“ Weltsicht mit Hilfe einer Art hypothetischer „Trobriander“, d.h. zwei Menschenkindern, die sich in einer Art Garten Eden lieben. Dieses sozusagen „sexualökonomische“ Idyll findet seine Entsprechung in ökonomischen Szenarios dieser Zeit mit Hirten und Fischern und Bauern, die ihre Güter frei austauschen. Man denke nur an Adam Smith. Typisch Rokoko! Und natürlich anthropologischer Unsinn. Wie uns die „genital gesunden, matristischen“ Trobriander in Melanesien zeigen, ist sowohl das Liebesspiel als auch die Ökonomie nicht primär ein einfacher wilder Austausch im Hier und Jetzt, in dem der Faktor Zeit keine Rolle spielt, sondern das Eingehen von längeren Bindungen durch Geschenke, die zurückgezahlt werden müssen – mit Zins. So entsteht ein Gewebe von gegenseitigen Verpflichtungen, die die Gesellschaft zusammenhält.

Interessanterweise ging und geht es den Marxisten und selbst den heutigen „Zinskritikern“ stets darum, dieses Geflecht gegenseitiger Verpflichtungen zu zerschlagen und die Wirtschaft auf bloßen Tausch zu reduzieren (was war die DDR-Wirtschaft anderes als offizieller und inoffizieller primitivster Tauschhandel?) und die Sexualität auf Physiologie frei vom „bürgerlichen“ Brimborium.

Ich erwähne das, weil es zeigt, wie schnell LSR ins Gegenteil verkehrt werden kann. Unvermittelt steht LaMettrie neben seinem Gegensatz, dem Marquis de Sade, Stirner wird zum Paten irgendwelcher „Egoisten“, gar Serienmördern, und Reich wird zum Urvater der „sexuellen Revolution“… – und das durch kaum merkliche Akzentverschiebungen, die der Oberflächlichkeit der Massen zu schulden ist. LaMettrie wird einerseits zum Propheten mechanischer Androiden, andererseits zu einer Art „Drogenpapst“ und vor allem zum Vorgänger von de Sade!

Genau deshalb hat Laska um jedes Wort gerungen, nur um nicht wieder L und S R mißverstanden dastehen zu lassen.