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Zur Judenfrage (Teil 1)

26. Dezember 2022

Erich Fromm war ein Plagiator, der Reichs Schriften förmlich ausgeweidet hat und dann als mundgerechte und leicht verdauliche (d.h. „entsexualisierte“) Kost dem Publikum darreichte. Siehe dazu die Darstellung von Bernd Laska.

Fromm und Psychohistoriker a la Lloyd deMause haben darüber hinaus etwas gemacht, was Reich seit den 1920er Jahren vehement bekämpft hat: das Erklären einer tieferliegenden Funktion mit Hilfe einer oberflächlicheren. In diesem Fall geht es darum, daß soziologische Prozesse mit Hilfe der Psychologie bzw. „Tiefenpsychologie“ erklärt werden.

Daß ein solcher Ansatz willkürlich ist, von willkürlichen Annahmen bestimmt wird, an die sich die Autoren gegen jede historische Evidenz festklammern, und zwangsweise zu absurden Ergebnissen führen muß, hat Werner Maser in seinem Buch Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin (München 2004) kurz am Beispiel von Hitlers Mutter und dem Rätsel von Hitlers Antisemitismus gezeigt. Der Historiker, der sich im Bereich der Soziologie bewegt, ist zurecht empört, wenn er mit von jeder Realität losgelösten psychologischen Spekulationen konfrontiert wird. Lärm dringt aus dem Irrenhaus!

Maser setzt sich mit Fromms Analyse der Persönlichkeit Hitlers auseinander, wie Fromm sie in seinem Buch Anatomie der menschlichen Destruktivität entwickelt. Für Fromm war der junge Hitler ein schmarotzender Taugenichts, der seine an Brustkrebs erkrankte Mutter im Stich ließ, statt sie zu pflegen. Andererseits habe dieser angebliche „Taugenichts“ rücksichtlos sein Ziel verfolgt, Künstler und Architekt zu werden, wobei er das mütterliche Erbe herzlos verpraßt habe. Die Darstellung glaubhafter Zeitzeugen, darunter der jüdische Arzt der Mutter, daß Hitler seine Mutter liebevoll gepflegt und sie ihn bei seinen Ambitionen finanziell unterstützt hat, wischt Fromm einfach vom Tisch, weil sie nicht in seine vorgebliche „Analyse“ des „bösen“ Charakters Hitlers passen will.

Sogenannte Psychohistoriker haben auf schlichtweg obszöne Weise versucht, Hitlers Judenhaß mit Hilfe der Dreiecksbeziehung zwischen der krebskranken Klara Hitler, ihrem angeblich geldgierigen jüdischen Arzt Dr. Bloch und ihrem Sohn Hitler zu entschlüsseln. Da wird dann beispielsweise darauf hingewiesen, daß Hitlers Mutter nach der unter Gasnarkose (!) erfolgten und von Dr. Bloch durchgeführten Krebsoperation verstorben ist. Unterschlagen wird, daß Hitler und seine Schwester den Arzt nach einer vollkommen üblichen Behandlung ohne jede Kritik nach dem gängigen Satz ausbezahlt haben und voll des Lobes waren. Hitler blieb Dr. Bloch zeitlebens gewogen und stellte ihn und seine Familie bis zum Schluß unter seinen persönlichen Schutz.

Was unter keinen Umständen zutage treten darf: Hitler war ein erschreckend normaler Mensch, der genau deshalb wirkte – weil er, wie Reich in Die Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hat, die gleiche Struktur hatte, wie der Durchschnittsdeutsche. Entsprechend ist für seinen Judenhaß und den daraus resultierenden Völkermord kein nachvollziehbares psychologisches Motiv erkennbar. Hitler war ein leerer Sack wie Millionen andere Menschen auch. Der einzige Unterschied war, daß er offensichtlich ein ausgesprochen politisches Talent war und trotz, und vielleicht gerade wegen seiner fast schon autistischen Gefühlskälte, Menschen an sich binden konnte.

Wie dann Hitlers spezifisch gegen die Juden gerichteten Vernichtungswahn erklären? Psychologische Spekulationen helfen hier nicht weiter. Jeder einzelne Versuch ist bisher kläglich gescheitert. Auch die Soziologie kann den Holocaust nicht erklären, da er vollständig irrational ist.

Als einzige Option bleibt die Biologie (bzw. das, was Reich als „Massenpsychologie“ bezeichnet hat). Hier findet sich die spezifisch orgonomische Erklärung dieser Menschheitstragödie. Aus Gründen, die ohne jede Bedeutung sind und eh nie rekonstruiert werden können, kam in Hitler kurz nach dem Ersten Weltkrieg die fixe Idee auf vom „Juden“ als Quelle allen Übels. Millionen andere haben ganz entsprechende fixe Ideen, die sie ihr ganzes Leben nicht mehr loslassen: Vorurteile, religiöse und „spirituelle“ Wahnideen, „Theorien“, politische Ansichten, – an die man jeweils stur festhält, vollkommen unabhängig von jeder Realität.

Diese fixen Ideen sind unmittelbares Resultat der okularen Panzerung. Die Augenpanzerung ist ihr biologisches Fundament. Je weiter „links“ oder „rechts“ ein Mensch steht, desto stärker ist seine okulare Panzerung. Er hat buchstäblich ein „Brett vor dem Kopf“. Irgendeinen Sinn in seinen fixen Ideen ausfindig machen zu wollen, ist schlichtweg sinnlos, da zusammenhanglose Willkür das Wesen dieser fixen Ideen ist. Es ist die gleiche pseudowissenschaftliche Willkür, die die Psychohistorie auszeichnet.

Aus diesem Grunde hasse und verabscheue ich angebliche „Antifaschisten“ wie Erich Fromm. Man kann, wie angeschnitten, den Wahnsinn erst verstehen, wenn man den Bereich von Psychologie und Soziologie verläßt und das ganze von biologischer Warte aus betrachtet, d.h. von der Panzerung her.

Der Holocaust war möglich, weil, wie Reich viele Jahre zuvor in Die Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hatte, die Massen in vier gegensätzlichen fixen Ideen gefangen waren, die unmittelbar in ihrer Charakterstruktur verankert waren:

  1. Haß auf den kapitalistischen Ausbeuter: den Juden
  2. Angst vor dem Bolschewisten: dem Juden
  3. Haß auf den Kastrierer (Kastrationskomplex): den Juden
  4. Angst vor dem Zersetzer der Moral: dem Juden

Betrachtet man das Internet, insbesondere die zahllosen wirren Verschwörungstheorien, wird man noch heute ungebrochen diese vier Elemente und den einen Gegensatz, den sie beinhalten, finden: irgendwelche nebulösen genauso superreichen und supersadistischen „Illuminati“, die mit ihrem Kulturbolschewismus das Menschheitserbe zersetzen. Früher oder später fällt wirklich immer das Codewort: „Zionisten“.

Es geht nicht um solche lächerlichen und imgrunde unwichtigen Figuren wie Hitler, sondern um die sexualfeindliche Charakterstruktur der Massen, die mitschwingt, wenn diese vier Elemente angestimmt werden. Es geht um die Geschichte der Panzerung, die Geschichte der Religion, die Geschichte der Ausbeutung – und die ungeeigneten, tragischen Versuche des gepanzerten Menschen aus diesem Wahnsinn, in den er vor Jahrtausenden geraten ist, wieder auszubrechen. Angesichts dessen sich das geisteskranke (okular gepanzerte) Gegröle der „Antifa“ und das nicht weniger geisteskranke Geschwurmel der „kritischen“ Gesellschaftswissenschaftler, insbesondere der „Antisemitismusforscher“, anhören zu müssen, ist eine Zumutung. Es ist eine Zumutung, weil diese Leute alles tun, um die Falle noch unentrinnbarer zu machen – im Namen der „Emanzipation“. Leute wie Fromm werden nie verstehen, daß der Antisemitismus erst mit einer sexuellen Revolution verschwinden wird, d.h. mit der Herstellung von orgastischer Potenz auf Massenbasis.

Zur Rassenfrage (Freiheit und Verantwortung)

24. Dezember 2022

Das erste, was der Arzt in der Gerichtsmedizin auf Band spricht, wenn er eine unidentifizierte Leiche seziert, ist die Feststellung der rassischen Zugehörigkeit, sie kommt gleich nach der Geschlechtszugehörigkeit. Selbst innerhalb von Völkern kann man im Alltag ziemlich leicht unterschiedliche Typen ausmachen, etwa Bayern (Strauß), Schwaben (Stoiber) und Franken (Beckstein).

Und es gibt nicht nur offensichtliche anatomische Unterschiede, sondern auch physiologische und geistige. Jeder weiß, daß man in einem Chinarestaurant kein Glas Milch bestellen kann. Chinesen sind nicht in der Lage, frische Milch zu verdauen. Nur ein Ignorant kann die Unterschiede im IQ zwischen den Rassen bestreiten.

Die „Bell-Kurve“, der zufolge sich statistisch nachweisen läßt, daß in Amerika und weltweit der ökonomische Status von Menschengruppen mit ihrem Hirnvolumen und angeborenem IQ korreliert, ist stimmig, wie kaum etwas sonst. Das trifft übrigens auch auf den Unterschied zwischen Frauen und Männern zu! Ja, „Statistik“ und man wisse doch gar nicht, was man eigentlich genau messe, wenn man den IQ bestimme, etc. Schön, aber ich kenne keine andere Theorie, die so augenfällig mit der Realität übereinstimmt. Beispielsweise haben nordamerikanische Universitäten schwer mit dem „Problem“ zu ringen, daß, wenn es ausschließlich um intellektuelle Leistungen ginge, sie fast ausschließlich von Ostasiaten und Juden bevölkert wären. Stattdessen wird nach Rasse sortiert („Affirmative Action“).

Obwohl sich die Menschengruppen schon rein äußerlich mehr unterscheiden als die unterschiedlichen Außerirdischen bei Raumschiff Enterprise wird nicht nur die Existenz der Rassen bestritten, sondern selbst die Erwähnung des Begriffs „Rasse“ als „rassistisch“ gebrandmarkt. Man fordert sogar die Streichung des Begriffs Rasse aus dem Grundgesetz – also dessen antirassistischen Aussagen.

Die Kommissare wollen alles gleichschalten: Klassenunterschiede, Rassenunterschiede und schließlich sogar Geschlechtsunterschiede („Gendermainstreaming“). Ihr Hauptfeind ist dabei die Biologie (der „Biologismus“). Es darf (und kann deshalb) nicht sein, daß Unterschiede im Wohlstand in letzter Instanz aus angeborenen Unterschieden in der Leistungsfähigkeit hervorgehen. Es darf (und kann deshalb) nicht sein, daß sich kleine Mädchen von Anfang an anders verhalten als kleine Jungs. Und von rassischen Unterschieden zu sprechen, ist eh von vornherein intellektueller Selbstmord!

Leider Gottes macht die Biologie linken Träumern immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Wir alle wissen, wie die Stimmung in einer vertrauten Gruppe kippt, wenn Leute hinzutreten, die nicht dazugehören. Ich selbst habe aus unmittelbarer Anschauung miterleben müssen, wie die deutsche Arbeiterkultur durch die Gastarbeiter zerstört wurde. Das Gefühl der Kameradschaft, die komplexe Verständigung durch bloße Blicke, das Gefühl, wie weit man mit dem ständigen Frotzeln gehen kann, das Gefühl der Heimat ging vor die Hunde. Was blieb war freudlose Maloche und einsame Abende im Fernsehsessel.

Menschen bleiben „unter sich“, nur so können sie sich entspannen und sich gehenlassen. Werden sie dazu gezwungen, in einer „multikulturellen Gesellschaft“ zu leben, erstarren sie emotional und ziehen sich in sich selbst zurück. Selbst wenn in amerikanischen Familienserien, in krasser Abweichung von der gesellschaftlichen Realität, sich Schwarz und Weiß treffen, um die Abende gemeinsam unter guten Freunden zu verbringen, spürt man den Krampf, das Aufgesetzte, Unechte. Entsprechend kommt es in Deutschland einfach nicht vor, daß sich deutsche und türkische Familien etwa zu gemeinsamen Feiern treffen. Mein Gott, bereits unterschiedliche deutsche Landsmannschaften haben genug Probleme miteinander!

Derartige Probleme wachsen zweifellos mit dem Grad der Panzerung, da die orgastische Impotenz je nach ihrem Ausmaß die biologischen Impulse verstärkt. So entsteht etwa Fettleibigkeit: der natürliche Appetit wird zum Heißhunger. Entsprechend ist es mit dem Rassismus: das natürliche „Fremdeln“ wird zum faschistischen Rassenhaß. Und genauso wie ein Anorektiker nicht weniger gepanzert ist, sondern nur anders, ist auch der „antirassistische“ Gutmensch alles andere als rational!

Robert hat in einem Kommentar auf diesem Blog angemerkt:

Die Antirassisten haben eine Reaktionsbildung auf ihre eigenen Impulse, weil sie ihre Haßgefühle gegen Andersartige nicht wahrhaben wollen und ertragen können. Sie bekämpfen an den „Rassisten“ in extrem neurotischer Weise das, was ihre verdrängten feindlichen Impulse sind. Alle werden bei ihnen zu Rassisten, welche die natürliche Ungleichheit der Menschen anerkennen, ohne zu bewerten („höher“ oder „niedriger“). Das macht ihre Irrationalität aus.
Die Ungleichheit der Ethnien und anthropologischen Rassen spielt immer mehr in der Medikamentenforschung eine Rolle.

Daß ein gewisses Ausmaß an „Rassismus“ angeboren und deshalb natürlich ist, zeigt ein überraschendes Forschungsergebnis von Andreas Meyer-Lindenberg (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit) et al.:

Die Zuschreibung bestimmter Merkmale zu einem Menschen aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht ist allgegenwärtig. So zeigen auch dreijährige Kinder Mißtrauen gegenüber Menschen aus fremden ethnischen Gruppen und bevorzugen Mitglieder der eigenen Gruppe. Dies gilt nicht für Kinder mit Williams-Syndrom, wie die Wissenschaftler nun gezeigt haben. Die Ursache dieser Krankheit ist das Fehlen von 26 Genen auf einem bestimmten Chromosom. Die Patienten haben eine veränderte Kopfform, das sogenannte Elfengesicht, und leiden unter Eß- und Hörstörungen sowie Infektionen und kognitiver Behinderung. Eine Besonderheit ist, daß die Erkrankten oft auch sehr kontaktfreudig sind und offen auf fremde Menschen zugehen: Ihnen fehlt die bei vielen Kinder typische Schüchternheit oder Angst in neuen gesellschaftlichen Situationen.

Es gibt einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die vermaledeite Biologie!

Mit einem besseren Verständnis der dafür verantwortlichen Gehirnprozesse hoffen die Forscher, Ansätze zu finden, um rassistischen Vorbehalten begegnen zu können: Kontaktfreudiges Verhalten sei ein Mittel gegen rassistische Vorurteile.

Dieser Blog bekennt sich offen zu Israel. Zu solchen „Bekenntnissen“ auf der Achse des Guten: wenn Leute wie ich herausfänden, daß Israel von auf die Nerven gehenden lauten Orientalen, eben Juden, bevölkert ist, würde sich unser schleimiger Philosemitismus sehr schnell ins Gegenteil umkehren!

Klingt überzeugend, der Autor vergißt jedoch, daß dieser Bruch auch mitten durch die israelische Gesellschaft selbst geht, wo orientalische Juden die europäischen Juden schon mal als „Nazis“ titulieren, weil sie sich von oben herab behandelt fühlen. Da wird von säkularen Juden alles getan, damit keine orthodoxen Juden in die Nachbarschaft ziehen, die, wenn sie eine kritische Masse erreicht haben, den Rest der Einwohner mit ihren Forderungen nach Sabbatruhe und ähnlichem terrorisieren. Die sprechen dann von „Antisemitismus“ mitten in Israel!

Bleiben wir beim richtigen Nazi – heute ist das der „Israelkritiker“:

Er leugnet zwar nicht den Holocaust, stellt ihn aber mit der israelischen Behandlung der Palästinenser gleich und reduziert ihn damit auf ein unwesentliches Maß. Er spricht nicht vom jüdischen Blutmordritual, stellt aber israelische Soldaten dar, die genüßlich palästinensische Kinder bei lebendigem Leibe verspeisen. Er wirft den Juden keine volksfeindliche Illoyalität vor, nennt aber den Zentralrat das Sprachrohr Israels. Er grölt nicht „kauft nicht bei Juden! “, fordert aber den Boykott israelischer Waren und Firmen. Er schreit nicht „Juden raus“, bestreitet aber ihr Niederlassungsrecht in ihrem Heimatland Israel. Er sagt nicht, „die Juden sind unser Unglück“, geißelt aber Israel als größtes Hindernis zum Weltfrieden.

Dieser „antizionistische“ Abschaum dominiert heute die öffentliche Meinung, auch die „philosemitische“!

„Rassismus“ ist tief in uns verankert. Selbst bei Reich finden sich schier unglaubliche Sätze wie:

Ich liebe meine Vögel und Rehe und Wiesel, die den Negern nahe sind! Ich meine die Neger aus dem Busch, nicht die Neger aus Harlem in steifen Kragen und Zoot-Zoot-Anzügen! Ich meine nicht die fetten Negerinnen mit Ohrgehängen, denen die behinderte Lust in Fett der Hüften überhing, deren Lust Jesus entdeckte. Ich meine die schlanken, weichen, biegsamen Körper der Mädchen der Südsee, die du, sexuelles Schwein dieser oder jener Armee, bevögelst; die Mädchen, die nicht wissen, daß du ihre reine Liebe wie in einem Bordell in Denver nimmst. (Rede an den Kleinen Mann, S. 94)

Ich glaube nicht, daß in unserer Familie jemals das Wort „Pole“ gefallen ist. Ich kann mich auch sonst nicht erinnern, daß mir von irgendjemanden eine „anti-polnische“ Haltung nahegebracht wurde, trotzdem steckt es in mir. Beispielsweise, daß ich Polen und Aussiedler dezidiert unfreundlich behandele – und mich danach über mich selbst wundere, teilweise über mich selbst entsetzt bin.

Was offenbar stört, wenn ich mich denn selbst verstehen kann, ist ihr serviles Gehabe, das „Unwestliche“, fast schon „Unzivilisierte“, das „Unpreußische“ oder, wenn man so will, „Unhanseatische“.

In dieser Hinsicht fängt mein „Rassismus“ schon bei Süddeutschen, insbesondere Bayern an.

Neulich hat mir ein Mann aus dem Ruhrgebiet, den es nach Hamburg verschlagen hat, gesagt, wie schrecklich kalt und abweisend doch die Menschen hier seien.

Gerade in diesem Moment gehen Berliner, die in Hamburg zu Besuch sind, unter meinem Fenster lang, laut berlinernd, große Show; die Frauen (irgendwo zwischen 50 und 70) grell rot gefärbte Haare und angezogen wie Transvestiten. Ich spüre geradezu wie sich, von mir unkontrollierbar, alles voller Widerwillen in mir zusammenzieht. Ein genuin rassistischer Affekt. „Ich hasse Berlin!“

Es geht beim Rassismus immer nur um das eine: darum, um Reichs Massenpsychologie des Faschismus zu paraphrasieren, „das Nicht-Tiersein, das grundsätzliche Anders-als-das-Tier-sein, immer wieder zu betonen“. Ich bin etwas besseres, ich habe mich unter Kontrolle, ich gebe mich nicht meinen Impulsen hin, bin nicht laut und vulgär – ich bin Hanseat. Oder mit anderen Worten: ich bin asexuell! („Ich bin kein Tier!“)

So schauen wir auf die mediterranen „heißblütigen“ Türken herab – und so schauen sie auf uns „zügellose Schweinefleischfresser“ herab. Diese Haltung ist untrennbar mit Verachtung verbunden, die daraus resultiert,

daß wir Energie vom Becken zum Gesicht hinaufziehen, so daß wir uns überlegen fühlen. Verachtung ist imgrunde eine Ablehnung des Genitale und wird gegenüber einem Objekt ausgedrückt, das wir für sexueller als uns selber halten, oder gegenüber jenen, die sich in sexueller Hinsicht von uns unterscheiden. Das gilt immer, ganz gleich, was oberflächlich der Grund für die Verachtung zu sein scheint. (Elsworth F. Baker: Der Mensch in der Falle, München 1980)

Solange die weit überwiegende Mehrheit der Menschen gepanzert ist und damit unter einer verheerenden Sexualstörung leidet (orgastische Impotenz), wird dieser im wahrsten Sinne des Wortes „hochnäsige“ Rassismus weiter grassieren und Träume von Völkerverständigung, internationaler Solidarität und Multikulturalismus immer wieder in blutige Alpträume umkippen lassen.

Hier ist gleichzeitig auch die Ursache für den „Klassenhaß“ zu finden, etwa die Verachtung eines sauberen, gradlinigen Proletarierkindes wie mich für das halt- und disziplinlose Bürgertum (das sich am verlotterten, inzuchtgeschädigten Adel orientierte) – und umgekehrt, deren Verachtung für einen „ungehobelten Klotz“ wie mich. Dazu gehört auch mein „viszeraler“ Haß auf das stinkende, ungewaschene „Lumpenproletariat“.

Man schaue auf das 20. Jahrhundert zurück: jederzeit können sich die Pforten der Hölle öffnen – Jugoslawien und Ruanda sind jederzeit möglich.

Man muß bei der Bundeswehr gewesen sein, um auch nur erahnen zu können, was für ein viehischer Haß auf Frauen, Schwule und Behinderte in der Seele „normaler“ Männer schlummert. Von ihrem Haß auf „Schwarze“ ganz zu schweigen!

Peter liest die kommentierte Neuauflage der Originalausgabe von Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 2)

7. Dezember 2022

Reichs Vorrede kreist um die Macht der Jugend, die UNS gehört, und der Wissenschaft, die einzig auf UNSERER Seite steht. Ich schreibe „uns“, weil das direkt auf die Gegenwart übertragbar ist. Die Jugend wird sich nicht ewig die reaktionären Lügen der Grünen über Gender, Ökologie und Einwanderung gefallen lassen, die systematisch ihre Zukunft zerstören.

Und denen, die heute versuchen durch Anpassung an „Klaus Schwab“ irgendwie sich durchwursteln zu können, statt eindeutig Partei gegen die Schweinerei zu ergreifen, seien Reichs Worte von 1933 ins Stammbuch geschrieben:

Die Wissenschaft ist der Todfeind der politischen Reaktion. Der Wissenschaftler aber, der glaubt, durch Vorsicht und „Unpolitischsein“ seine Existenz zu retten und durch die Verjagung und Einkerkerung auch der Vorsichtigsten nicht eines besseren belehrt wurde, verwirkt den Anspruch, jetzt ernstgenommen zu werden und später einmal am wirklichen Neuaufbau der Gesellschaft mitzuwirken. Seine Klagen und seine Kulturbesorgtheit sind überzeugungslose Ergüsse, wenn er nicht aus den Ereignissen erkennt, daß gerade seine Wissenschaft, seine wissenschaftliche Kraft denjenigen fehlt, auf die er in Zeiten des Zusammenbruchs seine Hoffnung setzt. Sein Unpolitischsein ist ein Stück der Stärke der politischen Reaktion und seines eigenen Unterganges gleichzeitig.

Für Menschen, die sich selbst noch ernstnehmen, gibt es in diesen Zeiten keine Möglichkeit der Anbiederung an den politisch korrekten Zeitgeist, wie er von den Großkonzernen propagiert wird bzw. mit dem sie uns Zwangsstopfen. „Verjagung und Einkerkerung“ sind heute, spätestens seit Einbruch des offenen Faschismus in Zeiten von Corona, bitterer Ernst!

Reich schreibt: „Die Marxsche Grundkonzeption erfaßt zunächst die Ausbeutung der Ware Arbeitskraft und die prozeßhafte Konzentration des Kapitals in wenigen Händen, mit der die fortschreitende Verelendung der Mehrheit der arbeitenden Menschen, des Proletariats in erster Linie“ (S. 19). Was würde besser auf die heutigen Zustände und die Pläne eines Klaus Schwab zutreffen! Man denke nur daran, wie „die Arbeit“ heute in die Zange genommen wird von faschistischen Horden von Klimaklebern auf der einen Seite und beispielsweise amazon auf der anderen Seite. Das gemeinsame Funktionsprinzip der neuen Nazihorden („Antifa“) und dem Großkapital ist die Konzentration und Zentralisation. Die revolutionäre Gegenkraft ist die Arbeit, die Arbeitsdemokratie, wie Reich es 1946 in der dritten Auflage der Massenpsychologie des Faschismus darlegte.

Was tun? Reich: „Die revolutionäre Praxis auf jedem Gebiet des menschlichen Daseins ergibt sich automatisch, wenn man die Widersprüche in jedem neuen Prozeß erfaßt; sie besteht dann in nichts anderem als darin, daß man sich auf die Seite derjenigen Kräfte stellt, die in der Richtung der vorwärtsstrebenden Kräfte wirken, und ihnen zur Bewußtwerdung durch praktische Bewältigung verhilft“ (S. 18). Heute sind das die Kräfte, die, weitgehend in der AfD politisch organisiert, gegen die Konzentration des Kapitals und seine pseudolinke Verbrämung, etwa durch den Kampf gegen den „Klimawandel“ (sic!), vorgehen, ohne selbst die arbeitsdemokratischen Zusammenhänge vollständig zu erfassen.

Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe von Massenpsychologie des Faschismus ist angesichts des Great Reset ein Glücksfall, denn die Zustände 2023 gleichen denen von 1933 frappant. Beispielsweise erwähnt Reich die Überlegung, daß „im nächsten Krieg“ die allgemeine Bewaffnung der Massen ausbleiben werde (S. 20). Das ist im Zweiten Weltkrieg zwar nicht eingetreten, gehört heute aber zum „fortschrittlichen“ Gedankengut: die vollständige Entwaffnung der Bevölkerung in der westlichen Welt (d.h. nur noch Kriminelle sind bewaffnet!), die zunehmende Verdrängung von „Volksarmeen“ durch Söldnerheere und nicht zuletzt die Entwicklung von Killerdrohnen und sogar Killerrobotern. Wie Reich 1933 stehen auch wir heute an der Schwelle der kompletten Barbarei, wobei damals wie heute das Grundproblem die Indolenz der Massen ist, d.h. ein massenpsychologisches Problem.

Peter liest die kommentierte Neuauflage der Originalausgabe von Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 1)

4. Dezember 2022

Ich nehme das von dem Psychoanalytiker und Historiker Andreas Peglau herausgegebene Buch Massenpsychologie des Faschismus (Der Originaltext von 1933, Gießen: Psychosozial-Verlag, 2020) in die Hand und als erstes fällt mein Blick auf zwei bezeichnende Passagen.

Als erstes auf der Rückseite des Einbandes die Aussage von Helmut Dahmer, daß acht Jahrzehnte nach der Veröffentlichung von Reichs Buch – „taucht nun der lang verdrängte ‚nationalsozialistische Untergrund‘ vor unseren Augen gespenstisch wieder auf. Da wird Reichs legendärer Originaltext von 1933 wieder gebraucht.“ Offenbar, um dem Dunkeldeutschland von NSU und AfD Paroli zu bieten! Siehe dazu meine Besprechung von Peglaus entsprechender Lehre aus Reichs Buch.

Mein zweiter Blick fällt auf das Impressum: „Umschlagabbildung: Wilhelm Reich, aufgenommen von Ludwig Gutman, geboren am 23.6.1869 in Horn, ermordet am 18.4.1943 im Ghetto Theresienstadt.“ Das Buch hebt also mit einem „Stolperstein“ an. Über Gutman gibt es einen eigenen Wikipedia-Beitrag. Moment mal! War das Reichs Intention 1933 und 1946 (als die grundlegend revidierte und stark erweiterte Ausgabe herauskam)? Dieser wohlfeile Holocaust- und Antisemitismus-Kult? Diese Heimholung Reichs zu den Freuds und Einsteins, die rein gar nichts mit Judentum zu schaffen hatten, aber ihr „Judentum“ plakativ vor sich hertrugen? (D.h. nicht, ich persönlich hätte irgendwas gegen Stolpersteine – ganz im Gegenteil…)

Nehmen wir nur den dezidierten „Juden“ Freud, während Reich ein dezidierter Nicht-Jude war. Warum war ausgerechnet Freud so kompromißlerisch, geradezu unterwürfig gegenüber den Nationalsozialisten, während ausgerechnet Reich derartig militant auftrat? Nun, wer überall nur Antisemitismus sieht, sich nur von Feinden eingekreist sieht, kann seine eigentlichen Feinde nicht mehr sehen und sich nicht mehr rational gegenüber ihnen verhalten. Er hat keine Prioritäten mehr. Leute wie Freud (und die heutigen Antifaschisten a la Dahmer und Peglau) leben in einer paranoiden mystischen pseudo-religiösen Wahnwelt, in der alle Unterschiede verschwimmen. Wer aber mit einer Brille, die mit Milchglasscheiben versehen ist, durchs Leben stolpert, kann nicht überleben. Hanna Arendt hat das anläßlich ihrer Analyse des Holocaust-Prozesses in Jerusalem zum Ausdruck gebracht:

Die Überzeugung von der Allgegenwärtigkeit und Ewigkeit des Antisemitismus ist nicht nur seit der Dreyfus-Affäre der wirksamste ideologische Bestandteil der zionistischen Bewegung gewesen, diese Überzeugung war auch der eigentliche Grund für die sonst schwerverständliche Bereitschaft des deutschen Judentums in allen seinen Teilen, sich sofort nach der Machtergreifung „auf den Boden der Tatsachen zu stellen“ und mit den Nazibehörden zu verhandeln. (…) Gerade aus dieser Überzeugung stammte die politisch so gefährliche Unfähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden; (…) weil sie dachten, daß alle Nichtjuden in der Judenfrage gleich denken und empfinden. Falls Ben Gurion [durch den Prozeß gegen Eichmann in Jerusalem] diese Art „jüdischen Bewußtseins“ zu intensivieren wünschte, war er schlecht beraten; denn daß diese Mentalität sich ändert, gehört zu den wirklich unerläßlichen Vorbedingungen für ein israelisches Staatsbewußtsein. Die Gründung des israelischen Staates hat aus den Juden ein Volk unter Völkern gemacht, eine Nation unter Nationen, einen Staat unter Staaten, der per definitionem auf eine Pluralität angewiesen ist, welche die jahrtausendealte und leider religiös so tief verankerte jüdische Zweiteilung der Welt in Juden und Nichtjuden nicht mehr zuläßt. (Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. Piper Verlag, München, 2011, S. 46)

Reich hat diesen gefährlichen Schwachsinn, diese Zweiteilung, nie mitgemacht, deshalb war er militanter Antifaschist, als man noch etwas ausrichten konnte, und deshalb hat er später, als die Katastrophe geschehen war, diese nicht mißbraucht, um die nächste Katastrophe vorzubereiten, indem er mit kultischem „antifaschistischen“ Kokolores Juden und Nichtjuden in eine immer höhere Hysterie treibt, a la „taucht nun der lang verdrängte ‚nationalsozialistische Untergrund‘ vor unseren Augen gespenstisch wieder auf“. Das Böse ist immer und überall…

Ich beginne das Buch zu lesen und stocke bereits bei Reichs allererstem Absatz:

Die deutsche Arbeiterklasse hat eine schwere Niederlage erlitten und mit ihr alles, was es an Fortschrittlichem, Revolutionärem, Kulturgründendem, den alten Freiheitszielen der arbeitenden Menschheit Zustrebendem gibt. Der Faschismus hat gesiegt und baut seine Positionen mit allen verfügbaren Mitteln, in erster Reihe durch kriegerische Umbildung der Jugend, stündlich aus. Aber der Kampf gegen das neuerstandene Mittelalter, gegen imperialistische Raubpolitik, Brutalität, Mystik und geistige Unterjochung, für die natürlichen Rechte der arbeitenden und schaffenden, von der wirtschaftlichen Ausbeutung durch eine Handvoll Geldfürsten schwer betroffenen Menschen, für die Beseitigung dieser mörderischen gesellschaftlichen Ordnung wird weitergehen. Doch kommt es nicht nur darauf an, daß er weitergeht, sondern in erster Linie ob, wie und in welcher Zeit er zum Siege des internationalen Sozialismus führen wird.

Gehen wir das Satz für Satz durch (bis auf den zeitgebundenen letzten) und übertragen das von 1933 auf das Jahr 2023:

„Die deutsche Arbeiterklasse hat eine schwere Niederlage erlitten und mit ihr alles, was es an Fortschrittlichem, Revolutionärem, Kulturgründendem, den alten Freiheitszielen der arbeitenden Menschheit Zustrebendem gibt.“ Die deutsche Arbeiterklasse steht 2023 vor dem Nichts. Dazu braucht der Hamburger Arbeiter nur abends durch Altona, Billstedt, Harburg, etc. spazierengehen! Spätestens, allerspätestens seit 2015, sind die Sozialkassen unrettbar ruiniert, Krankenkasse und Rentenversicherung kannst du dir in wenigen Jahren abschminken. Frage jeden beliebigen mittleren Finanzbeamten! Spätestens, allerspätestens 2030 wird Schluß sein. Deshalb das Gerede vom Great Reset, dem digitalen Zentralbankgeld, der alle Lebensbereiche bestimmende Ökoterror, etc. Deshalb auch die forcierte Umvolkung. Ein Volk kann man nicht kontrollieren, sehr wohl aber eine in sich gespaltene Be-Völkerung. Die einzige Partei, die gegen diesen Faschismus (Zentralstaat in engster Verschränkung mit dem Monopolkapital) eintritt und die Interessen der deutschen Werktätigen vertritt, ist die AfD.

„Der Faschismus hat gesiegt und baut seine Positionen mit allen verfügbaren Mitteln, in erster Reihe durch kriegerische Umbildung der Jugend, stündlich aus.“ Die heutige Jugend ist 2023 zweigeteilt: in eine vollkommen in Life Style, Karriere und Konsum aufgehende Majorität, die geradezu gespenstisch gleichgeschaltet ist, politisch korrekt bis zur Haarspitze, und zweitens eine vermeintlich rebellische Minorität, die auf „Punk“ macht, aber ideologisch 150% hinter den Plänen des Monopolkapitals steht. „Antifa ist durchgeimpft! Wir impfen euch alle!“

„Aber der Kampf gegen das neuerstandene Mittelalter, gegen imperialistische Raubpolitik, Brutalität, Mystik und geistige Unterjochung, für die natürlichen Rechte der arbeitenden und schaffenden, von der wirtschaftlichen Ausbeutung durch eine Handvoll Geldfürsten schwer betroffenen Menschen, für die Beseitigung dieser mörderischen gesellschaftlichen Ordnung wird weitergehen.“ Wer heute von „Geldfürsten“ a la George Soros spricht, wird sofort als „Antisemit“ gebrandmarkt, und WER steht denn heute für „das neuerstandene Mittelalter, (…) imperialistische Raubpolitik, Brutalität, Mystik und geistige Unterjochung“, wenn nicht die kriegsgeile Politsekte Die Grünen? Die ruinöse Sozial- und Wirtschaftspolitik der Nazis zielte auf einen Eroberungskrieg zu. Hitler brauchte den Krieg oder alles wäre (ohnehin) kollabiert. Genauso braucht der Grüne arbeiterfeindliche ABSCHAUM, der uns heute regiert, den Krieg mit Rußland, die Ökoapokalypse, den Great Reset, Armageddon.

Arbeitsdemokratie und die beiden totalitären Bewegungen

2. Oktober 2022

Die kommunistische Bewegung, die historisch auf kleine Handwerker zurückgeht, die sich damals gegen den beginnenden Großkapitalismus („Globalisierung“) wehrten, können durchaus als Sprachrohr der Arbeitsdemokratie betrachtet werden, der sich nach 1927 auch Reich anschloß. Das Problem ist, daß die beiden Modjus Marx und Engels dieses Sprachrohr zerstört und in sein Gegenteil verkehrt hatten.

Ähnlich ist es mit der „nationalistischen Rechten“ bestellt, war doch die Nation ursprünglich eine Solidargemeinschaft gegen die Willkürherrschaft des globalistischen Großadels, der seine Völkerschaften wie Viehherden behandelte, die nach Belieben verkauft, aufgeteilt und letztendlich geschlachtet werden konnten. Daß aus dieser Befreiungsbewegung der Hort der Emotionellen Pest und damit der Todfeind der Arbeitsdemokratie wurde, hat die gleiche Ursache wie der Rote Faschismus: die Freiheitsunfähigkeit der Massen, die sie nichtsnutzigen Scharlatanen wie Mussolini, Hitler und Franco hinterherlaufen ließ.

Ähnlich wie alle neurotischen Symptome, wie grotesk sie auch immer seien, nichts weiter als bloße Übertreibungen vollkommen natürlicher Bestrebungen sind, sind auch Kommunismus und Faschismus nichts weiter als Verzerrungen durchaus arbeitsdemokratischer Impulse.

Die „rotfaschistische Rückkehr“ Reichs nach Deutschland

19. September 2022

Wer hat eigentlich 1966 die Herausgabe von Die sexuelle Revolution initiiert und damit „Reich heim ins Reich geholt“? Vielleicht steckt ja die 1959 von Wolfgang Fritz Haug gegründete Zeitschrift Das Argument dahinter. Jedenfalls veröffentlichte er 1965 den Aufsatz

Bernhard Blanke/Reimut Reiche/Jürgen Werth, Die Faschismustheorie der DDR. In: Das Argument, H. 33/1965, S. 33-55

Dort (S. 48) wird die Faschismustheorie der DDR zwar kritisch betrachtet, aber prinzipiell der „bürgerlichen“ als überlegen erachtet. Von den Autoren wird neben linkskommunistischen Faschismus-Theoretikern wie August Thalheimer auch Wilhelm Reichs Theorie von der Massenpsychologie des Faschismus wegen ihres antibürgerlichen Gehalts positiv bewertet. (Hans-Helmuth Knütter: Die Faschismus-Keule. Das letzte Aufgebot der deutschen Linken, Frankfurt: Ullstein, 1993, S. 71)

Es kann gut sein, daß sich die Veröffentlichung des Reich-Buches gegen Ludwig Erhards angeblich faschistische Ideologie der „formierten Gesellschaft“ (vgl. Knütter, ebd.) und gegen seine damals aktuellen „anti-hedonistischen“ „Mäßigungs-Appelle“ richtete. (Geradezu tragikomisch ist dabei natürlich, daß Erhards Konzepte sich mit Reichs Konzept der Arbeitsdemokratie überschneiden. [Selbst Erhards bis heute immer wieder gerne ausgebudelte Rede vom journalistischen Ungeziefer und Schmeißfliegen könnte von Reich stammen „No see’ems“.])

Wirklich komisch ist aber der Satz des konservativen Politikwissenschaftlers Klaus Hornung: Das totalitäre Zeitalter, Berlin: Propyläen, 1993, S. 287: „Klassische Faschismus-Analysen aus der Zeit der Weimarer Republik von August Thalheimer und Arthur Rosenberg bis Wilhelm Reich und Herbert Marcuse kamen [zur Zeit der Studentenbewegung] wieder auf den Markt, die die These vom ‚Faschismus‘ als dem Agenten und Söldner des Großkapitals wiederaufnahmen.“ Reich als Vertreter der Dimitroff-Formel!

Moral, Augenpanzerung und die Medien (Teil 2)

28. August 2022

Im Netz fand ich folgenden Leserkommentar:

Letztens ist mir aufgefallen, daß früh morgens, wenn die ARBEITENDE Bevölkerung unterwegs ist, unsere Straßen und Plätze, unsere Bahnhöfe, unsere Züge und Busse von Menschen bevölkert werden, deren Gesellschaft mir das Gefühl gibt, daß ich in meiner Heimat, daß ich in Deutschland bin. Daß ich hier hin gehöre. Abends, wenn ich von der Arbeit nach Hause gehe, komme ich mir dann wie ein Tourist in meinem eigenen Land vor.

Genau daran muß ich seit Jahren wirklich jeden Montagmorgen denken, wenn ich mit der Bahn zur Arbeit fahre und in aller Herrgottsfrühe auf dem Bahnsteig lange Kolonen von Pendlern aus dem Hamburger Umland an mir vorbeiziehen. Manche kommen ganz aus Kiel!

Die genau gegenteilige Beobachtung mache ich, wenn ich mir die Schlangen vor dem Hartz-IV-Center (ARGE) hier in der Nähe anschaue.

Man würde annehmen, daß derartige Beobachtungen oder auch nur eine Fahrradtour durch Hamburgs Süden das politische Bewußtsein der Massen prägen müßte, doch stattdessen wählen sie brav weiter multikulturelle Volkszertreter in die Parlamente. Seit 40 Jahren hat sich kaum etwas am Lebensstandard der Massen verbessert, doch sie votieren immer noch für die „europäische Integration“ – die ihren Lebensstandard rapide senken wird. Sie frieren sich den Arsch ab, machen sich aber um die „Klimaerwärmung“ Sorgen und sind bereit jede Menge Opfer zu bringen. Sie lassen sich sogar die Glühbirnen verbieten und dafür ineffiziente „Energiesparlampen“ andrehen, die mit Quecksilber verseucht sind und Elektrosmog erzeugen. Von den neueren Zumutungen im Zusammenhang der Corona- und der daran anschließenden Ukraine-Krise brauchen wir erst gar nicht anfangen…

Erinnert sei auch an die Vorfälle in Freibädern in diesem Sommer. Die Menschen nehmen das hin! Dazu folgende Stelle aus dem Netz von vor 12 Jahren:

„Warum sind die türkischen Jugendlichen heute so friedlich?“ fragt ein Schwimmhallengast den Bademeister in Til Mettes neuester Karikatur für den „Stern“. Die Antwort: „Ich habe 5000 Liter Baldrian ins Becken gekippt.“
Man will ja in der Ära Sarrazin kein politisch korrekter Miesepeter sein, also beschließen wir, das ebenso wenig rassistisch zu finden wie die Kritik von Mettes weniger begabtem Kollegen Bernd Zeller auf der “Achse des Guten”, Baldrian würde es nicht tun, „es müßte schon eine Ladung Östrogen sein“. Sexualneid ist schon etwas Peinliches.

Dazu möchte ich eine persönliche Anekdote von Anfang der 1980er Jahre zum Besten gegeben haben, als mich eine kurvenreiche, aufreizende Blondine unvermittelt bat, sie doch bitte in die öffentliche Schwimmanstalt zu begleiten. Sie gehe so gerne Schwimmen, würde aber ständig dort auf die mieseste Weise „von Türken“ angemacht. Keine Badehose dabei? Die besorgen wir Dir schon! Ich hatte damals allen Ernstes dieses Traumangebot von mir gewiesen – so angewidert war ich von ihrer Ausländerfeindlichkeit. – Ja, ich weiß…

Das war Anfang der 80er Jahre. Seit vierzig Jahren machen wir jetzt diese Scheiße mit dem schier unglaublichen Verhalten türkischer und später arabischer Jugendlicher in Badeanstalten mit. Siehe auch die folgende Anekdote aus dem Netz ebenfalls von vor 12 Jahren:

Ich war vor 15 Jahren mit meinem Kind im Freibad. Wo ich selber als Kind öfter war und dachte, ich kann meinem Kind eine schöne Erfahrung bieten.
Da kam mein Kleinkind nach einer Weile erschrocken, entsetzt und verängstigt zu mir und meinte:
„Der Junge hat gesagt, ich mach dich tot!“
Das war das erste Mal, daß ich unfreiwillig mit den Kulturentreicherern zu tun bekam.
Ich beobachtete, im Freibad waren viele mohammedanische Kinder. Sie machten das ganze harmonische Klima kaputt.
Spuckten von der Rutschtreppe, bedrohten die anderen Kinder, zerstörten den Frieden.
Das war meine unfreiwillige Zusammenkunft mit dem Haß und der Zerstörungswut dieses Menschenschlags.
Das Freibad habe ich nicht wieder besucht.

Der Stern, der all die Zeit ausschließlich „die modisch aufreizend gekleidete junge Büroangestellte offensichtlich türkischer Herkunft“ sah, macht einen harmlosen Scherz – und prompt fangen die Blogwarte der Politischen Korrektheit an zu keifen: „Rassismus!“

Jeder darf sich ausmalen (…) was im Kopf eines türkischen Jugendlichen vorgeht, der diese Woche den „Stern“ liest.

„Unerschrockene Aufklärer“ sehen nur den fiktiven türkischen Jugendlichen, der, ohnehin von der „Ära Sarrazin“ entnervt, schluchzend bei der Lektüre des Stern zusammenbricht, und – scheißen auf den deutschen Familienvater, der sich im Freibad gegen Horden junger Grauwölfe erwehren muß, um seinen jungen Sohn zu schützen. Die unbeschwerte Kindheit ist vorbei, das Bild des beschützenden Vaters irreparabel zerstört, alles nur, weil die Familie einen Nachmittag im Freibad verbringen wollte. Ich will gar nicht erst von all den schlimmen Erfahrungen junger Mädchen sprechen, denn das würde ja meinen „Sexualneid“ offenlegen:

Was wir hier vor uns haben, ist eine Art von Faschismus: nicht mehr das wirkliche Leben bestimmt das Bewußtsein, sondern eine realitätsferne Ideologie, die von den Massenmedien verbreitet wird.

Ich habe mal eine ganze Zeit Woche für Woche neben einem dieser Meinungsmacher in der Bahn gesessen, einem Redakteur beim Bremer Weser-Kurier. („Ich bin kein Journalist, ich betrachte mich als Schriftsteller!“) Er ziehe demnächst mit seiner Lebensgefährtin in ein gemeinsames Haus in ein neu erschlossenes Wohngebiet im Umland von Bremen. Das Bauland sei ganz billig und alle jungen Familien in diesem Idyll hätten die gleichen politisch fortschrittlichen Ansichten.

Die „Meinungsmacher“ leben buchstäblich in einem alternativen Universum, einer Phantasiewelt, die nichts mit dem Leben der Massen zu tun hat – denen sie Tag für Tag eintrichtern, was sie zu denken und zu fühlen haben. Und erstaunlicher Weise funktioniert es: die Massen lesen diese abscheulichen Schmierantenblätter und verhalten sich entsprechend.

Aber es geht tiefer: es ist nicht nur die rot-grüne ideologische Indoktrinierung durch pseudoliberale Sozialisten, es ist die Politik an sich.

Politik hat nur eine einzige Funktion – die gleiche Funktion wie DSDS und GZSZ: es soll von den wirklichen persönlichen und gesellschaftlichen Problemen ablenken. Ein Volk, das sich „Anne Will“ gefallen läßt und dafür auch noch GEZ-Gebühren bezahlt, ist dem Untergang geweiht!

Was bleibt ist Leere. In einem Rückblick wurden mal Zeitgenossen von Herbert Wehner gefragt, was denn von ihm bleibe. Wirklich bei jedem betretenes, peinlich berührtes Schweigen. Nichts. Ein großes schwarzes Loch. Das ist Politik!

Und genau dahin wird sie uns führen, die Politik: in den Untergang. Weil sie nichts, aber auch rein gar nichts, mit dem wirklichen Leben zu tun hat. Blinde, die mit lauter Musik in den Kopfhörern an einem brüchigen Abgrund lustwandeln.

Troy Campbell und Aaron Kay von der Duke University (Durnham, North Carolina) haben durch einfache Experimente erkundet, wie gepanzertes Denken funktioniert: es wird nur das wahrgenommen, was in Harmonie mit der Charakterstruktur steht. Wenn man etwa konservative Charaktere wissenschaftlich fundiert von der Klimaänderung berichtet und als Lösung staatliche Eingriffe vorschlägt, etwa die Versteuerung von Kohlendioxid-Einträgen in die Atmosphäre, glauben nur 22 Prozent der Konservativen, daß es zu einem entsprechenden globalen Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert komme. Gibt man ihnen jedoch eine Lösung vor, die ihrer Ideologie entspricht, d.h. beispielsweise die unternehmerische Erfindungsgabe, sind plötzlich 55 Prozent der Konservativen vom anthropogenen Temperaturanstieg überzeugt. Für linksliberale Charaktere machen diese beiden Lösungen keinen Unterschied. Umgekehrt sieht es bei Problemstellungen aus, die Linksliberale nervös machen, etwa Waffen in Bürgerhand zur Selbstverteidigung. Ideologische Voreingenommenheit macht uns blind gegenüber der Realität. Wir würden lieber sterben, als unsere Gesinnung gefährden zu lassen. Das ist die politische Pest, von der Reich sprach. Es geht in der Politik nie um die realen Probleme der Außenwelt, sondern immer nur um den pathologischen Ausdruck der Panzerung!

Ich erinnere an meine allmontägliche Beobachtung, daß in aller Herrgottsfrühe auf dem Bahnsteig lange Kolonen von teutonischen Steuerkartoffeln an mir vorbeiziehen. Ein Linker sieht etwas grundlegend anderes: er übersieht die Hundertschaften von blassen Germanen und konzentriert sich vollkommen auf die modisch aufreizend gekleidete junge Büroangestellte offensichtlich türkischer Herkunft, die aus der langweiligen Masse hervorsticht. Ein Beweis für Integration – und die menschenverachtende Dummheit von konservativen Ideologen, die so etwas nicht sehen wollen.

Der unvergleichliche Henryk M. Broder berichtet von folgendem Dialog:

(Ein schwedischer Schriftsteller) sagt, er würde demnächst von Stockholm nach Malmö umziehen. You’ve got a problem in Malmö, sage ich. Yes, sagt er, there is a problem with the Jewish community. No, sage ich, there is a problem with the Muslim community. Oh yeah, sagt er, the Jews feel harassed by the Muslims. No, sage ich, the Jews are harassed by the Muslims. Kurze Pause. Yes, that’s true, sagt der Schriftsteller. So herum hat er die Sache noch nicht gesehen. But the food is much besser in Malmö than in Stockholm, sagt er, because of the ethnic diversity. Ein echter Sozialdemokrat, immer auf der Suche nach dem Positiven.

In der Tat: linkes Denken ist im schlechtesten Sinne des Wortes „idealistisches Denken“.

Linke leben in einer Schwarz-Weiß-Welt, d.h. in einer Welt, die von ihrer extremen okularen Panzerung geprägt ist. Wir sehen die Wirklichkeit, sie sehen – was sie sehen wollen. Schließlich verfolgen sie ein Ziel: eine bessere Welt.

Die reale Welt steht dieser besseren Welt im Weg. Deshalb unterstützen Linke instinktiv alles, was die gegenwärtige Gesellschaft aushöhlt und zerstört: Drogenkonsum, Kriminalität, Anspruchsdenken, „Migration“, Islam, etc.

Linke sind pestilente Charaktere (Emotionelle Pest), in deren Gegenwart es einem schwer fällt frei zu atmen – und ausgerechnet sie gerieren sich als Vertreter des Lebendigen, der Aufklärung und des freien Blickes.

Israel und Sexualökonomie

13. August 2022

Kriminelle Psychopathen fühlen sich immer im Recht. Wenn sie dein Fahrrad klauen, bis du selbst schuld – weil du es schließlich nicht richtig abgeschlossen hast! Warum gehst du abends allein durch die Stadt? Selbst schuld, wenn du zusammengeschlagen und ausgeraubt wirst! Du gehörst nicht auf die Straße, sondern hinter die Gitter, mit denen du die Fenster deines Wohnhauses verbarrikadieren mußt. Tust du es nicht, fühlt sich jeder Dieb im Recht, bei dir einzubrechen. Für solche Nachlässigkeit muß Strafe sein! Tust du es, mißhandeln sie dich bis aufs äußerste, wenn sie doch einbrechen konnten, weil du ihnen das Leben so schwergemacht hast. Strafe muß schließlich sein!

Und wenn du dich wehren willst? Nehme dich zuerst einmal vor schrecklichen Juristen in acht, die aus jedem blauen Fleck deines Peinigers einen „Notwehrexzeß“ deinerseits konstruieren. Aber wie will man sich sonst gegen Ratten wehren, die sich in der Nacht von hinten heranschleichen? Von vorne und bei Tageslicht kommen sie nur, wenn sie in Überzahl sind. Deine einzige Chance, als freier Mann zu leben, ist die „Unverhältnismäßigkeit der Mittel“.

Angesichts der von den „Progressiven“ inszenierten Invasion des christlichen Abendlandes durch Barbaren, denen unser Ehrbegriff vollkommen fremd ist, insbesondere daß Mann gegen Mann kämpft und nicht Gruppen gegen Einzelne, befindet sich heute jeder indigene Europäer in der gleichen Situation wie das klitzekleine Land Israel (so groß wie Hessen!) im Nahen Osten.

Wie konnte es mitten im moslemischen Ghetto überleben? Erst einmal waren die Israelis stets darauf bedacht, in gutem Einvernehmen mit ihren unmittelbaren Nachbarn zu leben, etwa den Beduinen und den anderen israelischen Arabern. Man behandelt jene Menschen gut, und das ohne Ansehen der Person, mit denen man in einer arbeitsdemokratischen Beziehung steht. Man muß miteinander zurechtkommen. Und zweitens haben sich die Israelis den Respekt ihrer Umgebung durch eine komplementäre Vorgehensweise verdient: kompromißlose Härte dort, wo es unumgänglich ist.

Israelfunktionell

Das wird der liberale Geist nie begreifen: er wird nie verstehen, daß er mit seiner aus jedem arbeitsdemokratischen Zusammenhang losgelösten ständigen Nachgiebigkeit nur eins erreicht, nämlich daß er verachtet wird. Mehr, der archaische Mensch fühlt sich durch dieses ständige vollkommen grundlose „Wohlwollen“ zutiefst in seiner Ehre verletzt und das durchaus zurecht, denn so behandelt man gemeinhin Schwachsinnige! Auf diese Weise zieht sich der Liberale nicht nur Verachtung, sondern schließlich auch einen abgrundtiefen Haß zu. Noch wenn er wimmernd am Boden liegt und man seinen Kopf wie einen Fußball behandelt, wird er sich wimmernd fragen, womit er, der den „Mitbürgern“ doch alles gegeben hat, das verdient.

Der funktionelle (und weitgehend auch der konservative Mensch) verhält sich hingegen schlicht und ergreifend – normal. Im Alltag ist er freundlich und zuvorkommend, läßt sich aber nichts gefallen. Es ist ihm gleichgültig, daß er gegebenenfalls gehaßt wird, solange ihm Respekt entgegengebracht wird: der Respekt für den Feind, den man fürchtet. Das ist auch die einzige Grundlage für einen dauerhaften Frieden.

Die Liberalen in Israel sorgen mit ihrer Politik der „ersten Schritte“ nur dafür, daß der nächste Krieg noch unausweichlicher und vor allem noch verlustreicher für beide Seiten sein wird. Genauso sorgen hierzulande die Sozialdemokraten in den diversen Parteien mit ihrem sozialpädagogischen Ansatz in der Gesellschaftspolitik nur dafür, daß uns unsere „Mitbürger“ eines Tages tatsächlich als Gegner in einem Bürgerkrieg gegenüber stehen werden.

Was tun? Das Leben ist einfach! Im Alltag zusammenleben und das Gesetz durchsetzen – jeweils ohne Ansehen der Person.

Irgendwo hat Henryk M. Broder mal geschrieben, daß so mancher Israel-begeisterte Philosemit ziemlich entsetzt wäre, bekäme er den Alltag in Israel mit, denn Israelis wären letztendlich auch nur Orientalen.

Ein weiterer Schock für den unbedarften Philosemiten werden sicherlich die ultraorthodoxen Juden sein, die sich kaum von den schlimmsten Islamisten unterscheiden. Ruhige, unauffällige Leute, die unter sich bleiben, aber wehe sie gewinnen ob ihrer abenteuerlich hohen Geburtenrate im Viertel die Oberhand: dann beginnt der Terror, insbesondere zu Sabbat. Frauen haben sich züchtig zu kleiden, Geschlechtertrennung, etc.

Unter nationalreligiösen Fanatikern (nicht zu verwechseln mit den genannten durch und durch pazifistischen Orthodoxen!), wird er Leute finden, die sich in nichts von fremdenfeindlichen Faschisten irgendwo sonst auf der Welt unterscheiden.

Unser Philosemit wird eine unglaubliche Kleingeistigkeit finden, etwa im Umgang mit „Judenchristen“, etc. Kurz, er wird finden, „daß die Israelis nichts aus dem Holocaust gelernt haben“ und in einem ganz normalen Land voller unmöglicher Zustände leben.

Warum unterstütze ich also Israel? Die „Religion“ (tatsächlich ist es ein Rechtssystem!) finde ich idiotisch, den ganzen sich um die Bibel rankenden Obskurantismus zum Kotzen, die obligatorische Genitalverstümmelung verbrecherisch, das kokettieren mit der eigenen „Jüdischheit“ von Leuten, die nicht koscher essen, nicht in die Synagoge gehen und nicht den Sabbat einhalten, einfach lächerlich. Reich hat sich auf dieses saublöde Getue nicht eingelassen. Er war kein „jüdischer Intellektueller“!

Warum Israel? Weil die ganze Welt vollkommen meschugge ist! Wie gesagt, Israel ist so groß wie Hessen. Der „Nahostkonflikt“ ist ein lächerlicher, abseitiger, provinzieller, wirklich denkbar unwichtiger, vollkommen abwegiger Regionalkonflikt! Es haben sich nicht mehr oder weniger (im Zweifelsfall eher weniger!) Ungerechtigkeiten zugetragen als bei jeder anderen Staatenbildung im 20sten Jahrhundert. Warum wirft man beispielsweise Israel vor arabisches Land zu besetzen, aber nicht der Türkei? Daß vielleicht 99 Prozent der Leser jetzt gar nicht wissen, wovon ich rede, genau das ist der Skandal!

Dieser allgegenwärtige Doppelstandard: genau das ist, was einst zu Auschwitz geführt hat; diese weltweite Psychose, die einst „die Juden“ und die heute „die Zionisten“ für alles und jedes verantwortlich macht.

Der Antisemit ist der ultimative Kleingeist, der sich gerne an Schwächeren vergreift, an „Minderheiten“, und ausrastet, wenn diese Schwächeren nicht nur angesichts der Bedrängnisse nicht verschwinden, sondern sogar florieren. Das war einst mit den Juden so und ist heute mit Israel der Fall. Die Juden und Israel sind wie ein Damm, an dem sich die Flut der Emotionellen Pest bricht. Bis hier und nicht weiter. Punkt.

Sollte Israel fallen, ist alles verloren und das schmutzige Höllenpack aus Nazis, dem linken Gesindel und den Islamisten hat gewonnen. Aber ich bin zuversichtlich, daß die Emotionelle Pest an den Mauern Israels verbluten wird. Die Juden haben seit Moses darin Übung, der Tyrannei und dem Terror nicht nachzugeben.

Wirklich nachhaltend kann sich das Lebendige gegen die Emotionelle Pest nur wehren, wenn es aus dem Kern heraus operieren kann. Jede andere Quelle von Aggression (also die sekundäre Schicht oder die Fassade) führt dazu, daß die Pest durch diese (dann eben nicht mehr rationale) Aggression nicht etwa in die Schranken gewiesen wird, sondern vielmehr weitere Energie zugeführt bekommt. (Statt, daß ORgon das DOR sequestriert, fließt weiteres DOR zum bereits vorhandenen DOR!) Die Pest unterläuft die Möglichkeit, sie mit „Kern-Aggression“ zu bekämpfen, nicht nur durch das Anstacheln „faschistischer“ Gewalt (die, wie gesagt, dem existierenden DOR nur neues hinzufügt), sondern auch, indem sie sich hinter Frauen, Kindern und „Friedsamkeit“ versteckt. Der Teufel ist ein „armes Opfer“ und wird von lächelnden Gutmenschen, die glasig entrückte Augen haben, umhegt und gepflegt.

Nach den diversen „Bewegungen“ im Westen, die alles taten und tun, um den Roten und Islamo-Faschismus zum Sieg zu verhelfen, wenden auch die Palästinenser verstärkt die Methode an, den Gegner durch „passiven Widerstand“ und „menschliche Schutzschilde“ lahmzulegen. Auf die gleiche Art und Weise wird Deutschland systematisch zerstört. Wer immer sich gegen die Überfremdung unseres Vaterlandes wehrt oder neuerdings gegen den Great Rest, steht als Faschist da, der sich die Ärmsten und Schwächsten als Opfer aussucht.

Man spürt unmittelbar die Doppelgesichtigkeit der diversen „Aktivisten“: einerseits eine destruktive Aggression, die ihrerseits destruktiv aggressiv macht, und andererseits das Auftreten als armes Opfer, was einen moralisch entwaffnet. Beides verhindert, daß rationale Aggression (OR) mobilisiert und damit Kommunismus und Islam (DOR) sequestriert werden kann.

Die Situation ähnelt der alten Masche, die Kleinsten und Schwächsten vorzuschicken, um zu provozieren und dann unvermittelt aus den Büschen zu springen, um denjenigen halbtot zu prügeln, der sich gegen die Unverschämtheiten des kleinen Provokateurs gewehrt hat.

Man male sich die Perfidie aus! Linke Demonstranten haben es zur großen Kunst entwickelt, sich als bemitleidenswerte Opfer von „Polizeibrutalität“ hinzustellen. Dabei gibt es nur ein Opfer: den unterbezahlten und durchnächtigten Bereitschaftspolizisten, der kaum ein Wochenende mit seiner Familie verbringen kann, weil er sich mit der extraordinären Freizeitgestaltung verzogener Rotzlöffel rumplagen muß!

Die „Kern-Aggression“ wird durch eine sozusagen künstlich hergestellte „Panzerung“ hintertrieben, so daß sie schließlich „frustriert“ durch diese Panzerung hindurchbrechen muß, d.h. die Eigenschaften eines sekundären Triebs annimmt. Kommt es dann beispielsweise tatsächlich zu „Polizeibrutalität“, hat die Polizei ihr angeblich „wahres Gesicht“ gezeigt: die Linke (DOR) triumphiert. Ähnlich werden ständig Israel und die USA „demaskiert“.

Das bringt mich zu George W. Bush, den Robert neulich in einem Kommentar angegriffen hat. Bush Jr. war ein Konservativer, der eine überwiegend liberale Außenpolitik betrieben hat, d.h. unter weitgehender Ignorierung der irrationalen Beweggründe der arabischen Massen alles auf Demokratie und den freien Markt gesetzt hat. Kurzfristig mögen dann, so Bush, vielleicht die Moslembrüder an die Macht gelangen, doch langfristig setze sich Demokratie und Freiheit doch durch, da alle Menschen frei sein wollen. Niemand würde in freien Wahlen für eine Partei stimmen, die Krieg führen wolle. Deshalb werde Hamas bald abgewählt werden.

Er glaubt an „das Gute im Menschen“, insbesondere aber daran, daß alle Menschen und alle Religionen gleich sind. Und er hat gute Gründe so zu denken. Erinnert sei an die Demokratisierung Japans und Deutschlands! Die Fehlkalkulation ist nur, daß beide Länder nicht von religiösem Fanatismus und von Tribalismus geprägt waren, so wie es Arabien ist.

Letztendlich waren die meisten Moslems gegen Mubarak (genauso wie gegen Sadat, der von den Moslembrüdern ermordet wurde) wegen dessen „Verwestlichung“, den wenigen widerwillig erlassenen Gesetzen zum Schutz von Frauen und Kindern vor sexueller Sklaverei, und natürlich auch wegen der Aufrechterhaltung von Frieden mit den verhaßten Juden in Israel. Dabei scheinen die sexuellen und anti-israelischen Elemente ähnlich miteinander verschränkt zu sein, wie sie es im Nationalsozialismus waren (siehe Reichs Massenpsychologie des Faschismus). Die religiöse Sehnsucht der Massen ist (genauso wie die „sozialistische Sehnsucht“) selbstverständlich nur sexualökonomisch vollends auszulöschen. Das wird schließlich auch, wie es Reichs Hoffnung war, der jüdischen Sonderstellung, der Jüdischheit ein Ende setzen.

Daß „der Konflikt um Palästina“ zentral sexualökonomischer Natur ist, zeigt Daphne Burdman, die die Wurzeln des palästinensischen Terrors auf extreme und praktisch universelle Kindesmißhandlung zurückführt. Schwere und schwerste körperliche Bestrafungen sind an der Tagesordnung. 50 Prozent der Jungen und 31 Prozent der Mädchen sind Opfer sexuellen Kindesmißbrauchs. Jungen werden zwei oder drei Jahre gestillt, um dann abrupt abgestillt zu werden, was mit einem extremen Trauma der Zurückweisung einhergeht. Die Beschneidung der Jungen ist sehr schmerzhaft und ebenfalls extrem traumatisch. Hinzu kommt die weitverbreitete Genitalverstümmelung der Mädchen. Im Westen würden diese Opfer schließlich gegen die Familie und die Gesellschaft rebellieren, doch bei den kollektivistischen, autoritären und patriarchalischen Arabern muß sich dieser mörderische Haß auf ein Ersatzobjekt richten: die Juden.

Berichte über das bizarre Sexualleben der Taliban zeigen, daß heute die Grundthesen von Reichs Massenpsychologie des Faschismus treffender und aktueller sind als zu Zeiten des National- und Realsozialismus. Es geht um die weitverbreitete unterdrückte Homosexualität in der arabischen und islamischen Welt. Sex mit Jungen und weiblich wirkenden Männern zu haben, ist in Ländern wie Afghanistan gesellschaftliche Norm! Ein Mann, in den nicht eingedrungen wird, wird nicht als homosexuell betrachtet und ein Junge wird nicht als Mann betrachtet: es liegt also kein homosexueller Akt vor – der sofort mit dem Tode bestraft werden würde. Ohnehin wird in diesen Gesellschaften der Geschlechtsakt nicht als ein wechselseitiges Geben und Nehmen betrachtet, sondern es geht einzig um das Erlangen von männlicher Lust, die Männer ausschließlich durch gewalttätige Dominanz erreichen.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 6. Orgonomie und Theologie

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Eine weitere Vernunftehe der Emotionellen Pest, 28. Mai 2022

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