Posts Tagged ‘Frank Zappa’

Peter im Reich der nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung (Teil 2)

21. November 2018

Ich habe im ersten Teil bewußt Zappa gewählt, da der sich während seiner gesamten Karriere mit diesem Funktionsbereich beschäftigt hat und beispielsweise sich überlegt hat, was passieren würde, wenn man den horizontalen Verlauf einer Symphonie nimmt und das ganze „senkrecht hinstellt“. Natürlich könnte ich auch auf Karlheinz Stockhausen und auf psychedelische Musik verweisen, etwa auf Future Games von Spirit – das beste Popalbum aller Zeiten:

…aber das Schöne an Zappa ist, daß er jeder Form von Mystizismus, Spökenkiekerei (inklusive der Psychoanalyse!) und Drogen radikal ablehnend gegenüberstand und entsprechend den Bereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG ideologisch und pathologisch unbelastet „erforschen“ konnte.

Mystizismus, Spökenkiekerei, Psychoanalyse, Drogen – wir sind beim todfeindlichen Gegenteil der Orgonomie. Man kann durchaus sagen, daß die Angriffe stets von Gruppen stammten, die (wenn auch auf extrem verzerrte Weise) ihre Wurzeln im Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG haben. Das trifft sogar auf den Marxismus und seine heutigen Wurmfortsätze zu, denn dessen gesamtes System beruht auf Voraussetzungen, die im Funktionsbereich der BEWEGUNG keinerlei Sinn machen. Ich spreche von der Arbeits- und der daraus unmittelbar abgeleiteten Mehrwerttheorie. Die investierte durchschnittliche gesellschaftliche Arbeitszeit bestimmt den Wert der Waren… Es ist kein Zufall, daß man diese Theorie mit normalen Worten und Sätzen gar nicht erklären kann! Es klingt alles so verquast, weil es tatsächlich vollständig verquast ist. Marxisten flüchten dann immer in die Phrase von der „Dialektik“ (von der sie null Ahnung haben!), tatsächlich geht es aber darum, daß der Bereich der Produzenten und der der Konsumenten durch die Funktionen ERSTRAHLUNG, ANZIEHUNG und die sie beide umfassende Funktion GLEICHZEITIG VORLIEGENDE WIRKUNG miteinander verknüpft sind. Genauso wie etwa eine Galaxie als Ganzes ist auch die Wirtschaft nicht nur ein Geflecht von „horizontalen“ BEWEGUNGEN, sondern sie ist – sie ist sozusagen „vertikal“, wie die Symphonie in Zappas Imagination.

Peter im Reich der nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung (Teil 1)

20. November 2018

Neulich Peter in einer kleinen, aber heftigen Krise notfallmäßig im Krankenhaus. Ein schwerverwundetes Tier, das sich zwei Tage mit geschlossenen Augen unter der Bettdecke verkrochen hat und durch seine inneren Welten streifte. Die beiden Zimmernachbarn erzählten sich vom wunderschönen Garten im Innenhof des Krankenhauses. Das gemahnte mich an die grünen Kupferdächer des altertümlichen Gemäuers und schon hatte sich instantan vor mein geistiges Auge in 3D und Farbe eine unfaßbar differenzierte passende „Fassade“ gebildet: eine Mischung aus Jugendstil, Mayatempel und indischem Tempel, mit feinst ziselierten Gravuren, ultraverwickelten Reliefs, allem möglichen. Und das ganze nicht etwa nach und nach von mir imaginiert, sondern es war da, es war vor mir, mit Schattenwurf in die feinsten Verästelungen hinein, feinsten Farbnuancen. Ich konnte beliebig nahe heran zoomen oder das Gesamtbild betrachten und immer mehr entdecken.

Diese „Fassade“ bzw. dieses „Dach“ (oder was immer es auch war) war, wie gesagt, nicht von mir nach und nach erzeugt worden, sondern es war (obwohl natürlich vollständig imaginär) da, wie die Landschaft da ist, wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue. Das hat etwas mit ERSTRAHLUNG und ANZIEHUNG zu tun und gehört zum nichtlokalen (also nichts mit Bewegung zu tun habenden) Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG: in zwei beliebig weit voneinander befindlichen Bereichen passiert gleichzeitig etwas (ERSTRAHLUNG), das aufeinander bezogen ist (ANZIEHUNG). Das wird sehr schön an der besten Illustration von Frank Zappas bestem Musikstück illustriert:

Sexpol 2018 (Nachtrag): Die „Reaktion“ anklagen und gleichzeitig den „Konservativen“ markieren, wie geht das zusammen?

17. November 2018

Dazu ist zweierlei zu sagen: Die „wilden Männer“, auf die sich Linke so gerne berufen, von Karl Marx bis Frank Zappa, waren deutsch-national oder rechtslibertär und für freien Waffenbesitz und gegen die Einkommenssteuer, etc. Und die „Neokonservativen“ wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aus beinharten linksextremistischen Trotzkisten zu Turbokapitalisten und NATO-Falken – beides übrigens in vollkommener Übereinstimmung mit dem Rußland-Todfeind Marx! Da ist gar nichts widersprüchlich!

Daß aus Reich, dem Linksaußen von KPÖ/KPD, ein Fan von Eisenhower und ein Verschwörungstheoretiker werden konnte, der auf den Pfaden der sich ein Jahr nach seinem Tod formierenden John Birch Society wandelte, ist nur für denjenigen überraschend, der keine Ahnung von der Geschichte der Arbeiterbewegung hat. Auch hatte Reich auch zu seinen linksradikalsten Zeiten nichts, aber auch rein gar nichts mit dem pseudointellektuellen Gesindel zu tun, das sich heute als Avantgarde des sozialen Fortschritts geriert.

Ich bin alles andere als ein Fan von Fritz Erik Hoevels (siehe hier), aber es ist kein Zufall, daß jemand, der sich dermaßen auf den ursprünglichen Marx und den ursprünglichen Freud bezieht „ausgerechnet“ auf pi-news.com Werbung für seine Bücher macht. Man denke auch an den Weg, den etwa Klaus Rainer Röhl und Jürgen Elsässer, beide einst bei konkret, gegangen sind!

Wie Reich in seinem Interview mit Kurt R. Eissler sagte: „I was never a communist in the usual sense. I was never a political communist.“ („Ich war nie ein politischer Kommunist.“) Es geht darum, daß man einst linksradikal war, weil man orgonotisch brannte, d.h. fremd in dieser gepanzerten Gesellschaft war. Derjenige, der das nicht nachvollziehen kann, war, ist und wird ewig ein blöder Wichser sein!

Sexpol 2018: Selbstregulation von Geburt an!

16. November 2018

Wir leben nicht mehr, wie zu Reichs Zeiten, im triebgehemmten autoritären, sondern im triebhaften anti-autoritären Zeitalter. Um so erstaunlicher ist es, daß seine erste größere Schrift vom „triebhaften Charakter“ handelte (1925), wo er dessen zerrissene Libido- und Ich-Struktur beschrieb. Sie entspricht weitgehend dem des Psychopathen, der innerlich tot ist, nach außen hin jedoch für wirres Chaos sorgt. Später, in der erweiterten Neuauflage von Die Massenpsychologie des Faschismus (1945) war Hitler der „Generalpsychopath“. Er war der Prototyp für das, was Reich nach dem ORANUR-Experiment als „emotionale Wüste“ beschreiben sollte. Heute wird diese flächendeckend in den „Kinderkrippen“ erzeugt. Das wird in einer Verwüstung münden, für die der Zweite Weltkrieg nur ein Vorgeschmack war.

Was Not tut ist eine revolutionäre Umgestaltung der Wirtschaftspolitik, auf daß Familien wieder auf eine ökonomisch sichere Grundlage gestellt werden und Frauen nicht (unter dem irrwitzigen ideologischen Versatzstück „Selbstverwirklichung“) in die Lohnsklaverei gepreßt werden. Es muß ein Ende gemacht werden mit einer Politik, in der die letzten noch funktionierenden Familien durch eine nur als verbrecherisch zu bezeichnende Steuer- und Abgabenlast bis in den Ruin hinein ausgepreßt werden. Produktive Arbeit wird systematisch bestraft, damit der Staat die menschliche Verfügungsmasse der Großkonzerne, das Gesindel, finanzieren kann.

TOD DER REAKTION!

Sexpol 2018: Vernichtet den Freudianismus und „Reichianismus“!

14. November 2018

Bei Freud und den anderen Vertretern der Psychoanalyse wird man vergeblich nach einer Beschreibung des genital-orgastischen Erlebens suchen. Es wird reduziert auf infantil-perverse Libidoanteile wie Saugen, Pissen und Defäkieren. „Orgasmus“ kommt nur vor als „Rückkehr in den Uterus“ bzw. als illusorische selige Erfahrung der einstigen symbiotischen Beziehung des Säuglings zur Mutter. Letztendlich ist für den Psychoanalytiker der Orgasmus eine „Illusion“ wie die Religion. Der reife, durchanalysierte Mensch kann über Kindereien wie die Reichs nur milde lächeln!

Die sexualfeindliche Reaktion ist zäh, weshalb im „Reichianismus“ Freud ständig neu aufersteht. Hier wäre beispielsweise Modju Alexander Lowen zu nennen, der ganz im Sinne Freuds die Funktion des Orgasmus durch das „Grounding“ ersetzte, die Verbindung zur „Mutter Erde“; das Ersetzen des Lustprinzips, durch das Realitätsprinzips. In „neo-Reichianischen“ Kreisen ist die Ablehnung der Konzepte „Genitalität“ und „genitaler Charakter“ universell. Imgrunde ist das alles eine Wiederkehr des Freudianismus und man kann es durchweg in die Tonne treten, Dieses Ungeziefer wird ausgemerzt werden, die Geschichte wird über diesen reaktionären Dreck hinwegschreiten!

TOD DER REAKTION!

Sexpol 2018: Buddhas Idioten

12. November 2018

Indische Heilige suchen die „unmittelbare spontane Erfahrung“, in der sie sich selbst verlieren. Alles, wirklich alles, ist auf diese Erfahrung ausgerichtet. Wer sich auch nur etwas in der Welt von Hinduismus, Buddhismus und Sufismus auskennt: es geht ausschließlich um Liebe und Sex bzw. um Ekstase und orgastische Befriedigung. Das ganze ist möglich, weil es in eine extrem sexualfeindliche Ideologie eingebettet ist. Da es ausschließlich arrangierte Ehen, meist innerhalb der Verwandtschaft, gibt, führt Flirten mit einiger Sicherheit in den Tod. Wer sich ausgerechnet als „Reichianer“ auf diese Welt einläßt, disqualifiziert sich selbst, erklärt sich selbst für unzurechnungsfähig.

Übrigens waren die Inder nicht solche kompletten Idioten, wie ihre europäischen Adepten, denn ähnlich den Schamanen bei den Naturvölkern, wurden praktisch ausschließlich psychisch Gestörte, „Intersexuelle“ und auf andere Weise Behinderte zu „heiligen Männern“. Man schaue sich doch Photos der bedauernswerten Gestalten an, die im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts den heutigen Hinduismus begründet haben. Der indische Mystizismus entsprach dem, was in Europa heute die Psychiatrie und die Fürsorge für Sorgenkinder ist. Auf diese Weise wurden die Unproduktiven produktiv gemacht, d.h. als Agenten der gesellschaftserhaltenden sexualfeindlichen Ideologie genutzt.

Ansonsten fällt mir nur der göttliche Frank Zappa ein:

TOD DER REAKTION!

Sexpol 2018: Modju Herbert Marcuse

10. November 2018

Neulich wieder im Abendprogramm von N3. Irgendeine Moderatorin berichtet über ihren Mann, der früher eine Frau war. Wir erfahren, wie schwierig es ist einen Penis zu konstruieren und das umgekehrt Männer, die Frauen werden, darunter leiden, daß das Testosteron diese in ihrer Jugend unwiederbringbar zu häßlichen Monstern geformt hat, halt Männern (Würrrggggggghhhhhhhh!). Trotz all dem menschelnden Drum und Rum und vielen sentimentalen Tränen („Nicht Frau und Mann lieben sich, sondern zwei Menschen!“) bleibt beim normalen Zuschauer doch Ekel und Horror: verschnittene und entstellte Menschen. Außerdem Kopfschmerzen: das biologische (anatomisch vorgegebene) Geschlecht ist kein Schicksal, sondern ein bloßes Konstrukt, sozusagen ein Hirngespinst, aber das Wahngebilde im falschen Körper geboren zu sein – das ist unabwendbar, ein unhinterfragbares Absolutum, sakrosankt.

Es geht nicht um diese Menschen. Jeder hat das Recht zu tun und sein zu lassen, was er will. Meinetwegen kannst du dir einen Ring durch die Nase ziehen. Wenn interessiert’s?! Mein Problem ist, daß ich in einer vom Modju Herbert Marcuse geprägten Welt von Freaks leben muß, in der das Leben und die Probleme der 99% weggewischt wird und das Leben und die Probleme von vielleicht 700 Menschen in ganz Deutschland alles dominiert. Es wird nie, NIE, über die genitale Not von 99% der Jugendlichen gesprochen, aber ständig über Probleme, die ausschließlich Privatsache einer verschwindend kleinen Minderheit sind und dementsprechend in die Praxis von Psychiatern, Spezialambulanzen, etc. gehören. Deren Probleme brauchen dezidiert nicht öffentlich erörtert werden, allein schon weil in einer sexualökonomisch einigermaßen gesunden Gesellschaft die Menschen entspannt und entsprechend tolerant sind. Die Massen bedürfen keiner Aufklärung über verstörende Sexualabweichungen. Das einzige, was Not tut, ist ganz im Gegenteil die Aufklärung über die Funktion des Orgasmus und im Zusammenhang damit, daß man Sex und Liebe nicht voneinander trennen kann. In der autoritären Gesellschaft mußte die Sexpol der antisexuellen Propaganda insbesondere der Kirche, also der organisierten Emotionellen Pest, entgegenwirken. In der antiautoritären Gesellschaft ist es vor allen Dingen die alles durchdringende mechanistische Propaganda der pestilenten Pornographie, der entgegengewirkt werden muß. Und was machen die vermeintlichen Aufklärer in diesem Land? Sie belästigen uns mit Tucken, Transen und Tunten.

TOD DER REAKTION!