Posts Tagged ‘Glaubensgewißheiten’

Gott ist tot und aus dem verwesenden Leichnam, um den Magier tanzen, entweichen Engel

21. Dezember 2017

Wie Charles Konia dargelegt hat, bricht seit etwa 1960 die alte soziale Panzerung zusammen. Der Angstpegel steigt, die Menschen werden immer „augengepanzerter“ und trennen sich von ihrem bioenergetischen Kern. Die alten Glaubensgewißheiten brechen weg und die Menschen flüchten zunehmend in eine wirre „Spiritualität“.

Dazu erschien am 20.12.2017 ein sehr interessanter Artikel von Thomas Petersen vom Institut für Demoskopie, Allensbach in der Frankfurter Allgemeinen, „Der lange Abschied vom Christentum“. U.a. werden Fragen aus dem Jahren 1986 und 2017, die in Westdeutschland repräsentativ gestellt wurden, miteinander verglichen:

Im Abstand gerade mal einer einzigen Generation werden den Kernaussagen des Christentums immer weniger Glauben geschenkt:

  • Jesus Christus ist der Sohn Gottes: 1986 glaubten das 56%, 2017 nur noch 41%
  • Gott hat die Welt geschaffen: ein Rückgang von 47% auf 33%
  • Gott ist in allem: von 42% auf 31%
  • Auferstehung der Toten: von 38% auf 28%
  • Dreifaltigkeit: von 39% auf 25%

In Christusmord kann man im einzelnen nachlesen, welche tiefe bioenergetische Bedeutung der christliche Glaube hat an die Gottessohnschaft Jesu, die Auferstehung aus der Abgestorbenheit und daß der Heilige Geist alles durchströmt. Aus diesen Glaubenssätzen spricht ein, wenn auch mystisch verzerrter, Kontakt zum bioenergetischen Kern. Das dramatische Erodieren dieses Glaubens spiegelt unmittelbar den Wegfall dieses Kernkontakts wider.

Konstant bleibt hingegen eine vage „Spiritualität“. Damals glaubten 49%, es gäbe „irgendeine überirdische Macht“, heute sind es 48%. Angestiegen ist jedoch der krankhafte Obskurantismus, der aus der zunehmenden Kontaktlosigkeit und dem Verlust des „Gottvertrauens“ entspringt, d.h. eine Funktion des steigenden Angstpegels in der Gesellschaft ist. Der Glaube an Engel (sic!) ist von 22% auf 30% gestiegen. Der Glaube an Wunder gar von 33% auf 51%! Der Sozialismus der Irren: wir brauchen nichts mehr tun, Engel wachen über uns und magische Schickungen werden uns zuteil.

Reich schrieb über diesen dämonischen Scheißdreck, der sich zunehmend sogar bei „Reichianern“ findet:

„Mystizismus“ bedeutet (…) im strengen Sinne jenseitige und unwirkliche Veränderung der Sinneseindrücke und der Organempfindungen. Die Anthropologie lehrt uns, daß der Teufel mit Schwanz und Heugabel oder der Engel mit Flügeln ein spätes Produkt menschlicher Phantasie, keiner Wirklichkeit mehr nachgebildet, sondern aus einer Vorstellung geschöpft ist, die die Wirklichkeit verzerrt. „Teufel“ sowohl wie „Engel“ entsprechen menschlichen Strukturempfindungen, die bereits grundsätzlich von denen der Tiere oder primitiven Menschen abweichen. Desgleichen sind „Hölle, „Himmel“, formlose blaugraue Geister, gefährliche Monstren und winzige Däumlinge Projektionen unnatürlicher, verzerrter Organempfindungen. (Äther, Gott und Teufel, Frankfurt 1983, S. 92)