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Deutschland und die Emotionelle Pest (19)

12. November 2025

Die „Kriegsschuldfrage“ im Ersten Weltkrieg ist eine leidige Angelegenheit. Sie reduziert sich aber im Grunde auf folgende Aussage:

Das Mächtesystem Europas ertrug den deutschen Nationalstaat gerade so lange, wie er bereit war, sich strikte Beschränkungen aufzuerlegen. Die ausgleichende Außenpolitik von Reichskanzler Otto von Bismarck war von seinen Nachfolgern jedoch nicht fortgesetzt worden; die europäischen Mächte empfanden das neue, weltpolitisch auftrumpfende Deutsche Reich als bedrohlichen Störenfried. Zudem versechsfachte Deutschland zwischen 1871 und 1914 seine industrielle Produktion und überflügelte damit Großbritannien.

In beiden Weltkriegen mußte sich Deutschland auf sich selbst verlassen, da es keine starken Brudernationen hatte, die es unterstützen konnten, stattdessen waren unsere Verbündeten immer so schwach, daß wir ihnen beim Überleben helfen mußten. Wegen der vertraglichen Bindung an die Donaumonarchie hatte Deutschland den Österreichern (genauer gesagt: der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie), die zu dieser Zeit bereits ziemlich geschwächt waren, nach dem Attentat von Sarajewo politische und militärische Unterstützung zu gewähren. Und im Zweiten Weltkrieg war Japan nie ein enger Freund Deutschlands. Es gab nur in einigen Situationen eine informelle Zusammenarbeit, die aber weitgehend folgenlos blieb.

Aber Hitler war von Pearl Harbor derartig enthusiasmiert, daß er, um seine Solidarität mit Japan auszudrücken, sofort an Amerika eine Kriegserklärung richtete, im festen Glauben Amerika sei im Pazifik genug beschäftigt und die U-Boot-Waffe würde schon Schlimmeres verhindern. Kein Bündnisvertrag hatte Hitler zu diesem wahnwitzigen Schritt gezwungen , den er quasi im Alleingang entschieden hat, ohne mit irgendeinem Gremium oder „Senat“ Rücksprache zu halten, und für den er von Japan auch kaum eine Gegenleistung erhielt. Man vergegenwärtige sich, wie unglaublich groß die USA und ihr wirtschaftliches sowie Rüstungspotential waren – und daß vielleicht maximal 5 deutsche U-Boote zum New Yorker Hafen hätten vordringen können, eine wirksame Bombardierung oder gar Besetzung der USA in einem Zweifrontenkrieg jedoch völlig außerhalb der deutschen Möglichkeiten lag. Sicherlich spekulierte er auch darauf, daß Japan im Gegenzug Rußland den Krieg erklären würde, doch statt zu „spekulieren“, hätte Hitler gegenüber Japan vielleicht genau das zur Bedingung seiner Kriegserklärung an die USA machen sollen. In diesem Fall wäre die UdSSR innerhalb eines halben Jahres zusammengebrochen. Schließlich wollte er sicherlich auch die letzte Brücke hinter sich niederbrennen, um den Deutschen jede verbliebene Hoffnung auf eine nichtmilitärische Beendigung des Konflikts zu nehmen. In diesem Sinne war es auch eine Kriegserklärung an das eigene Volk: „Fanatismus oder Untergang“. Er wollte in Deutschland eine Mentalität wie in Japan. Und tatsächlich: hätte die Wehrmacht auch nur den mittlerweile vollkommen sinnlosen Krieg wenige Wochen weiter ausgefochten, wäre die erste Atombombe auf Berlin gefallen!

Italien war der katastrophalste Freund, den Deutschland finden konnte. Nicht nur verlor Italien wirklich ausnahmslos jede einzelne Schlacht im gesamten Krieg, sondern wechselte schließlich auch noch die Seiten. Mussolinis Operetten-Abenteuer (z.B. indem er Griechenland angriff) verzögerten den Angriff auf Rußland um sechs entscheidende Wochen und kosteten damit Deutschland den zumindest möglichen Sieg mit der Eroberung Moskaus vor dem Winter. Mussolini zwang Hitler in eine militärische Überexpansion in Afrika, Griechenland und Bulgarien hinein, die sich als zu viel für ein so kleines Land wie Deutschland erwies. Ohne diesen wahnsinnigen Amateur hätte kein deutscher Soldat jemals seinen Fuß auf afrikanischen Boden gesetzt – stattdessen hätte Rommel Moskau erobert. Einige Tage vor seinem Tod erklärte Hitler nicht ganz zu Unrecht sinngemäß: „Wir hätten leicht den Krieg gewinnen können, wenn Italien unser Feind, nicht unser Verbündeter gewesen wäre!“ Und warum das ganze? Weil Hitler sich Mussolini gegenüber, den er bereits 1923 als Vorbild genommen hatte, persönlich verpflichtet fühlte!

Nie wurde der ganze Wahnsinn der Politik, das ganze erbärmliche Affentheater, mehr ad absurdum geführt als durch Hitler. Das gleiche gilt für jeden „materialistischen“ Versuch, die Geschichte zu erklären. – Aber zurück zu eben diesen materialistischen Grundlagen des Zweiten Weltkrieges, denn das ist schließlich der Rahmen, in dem sich das besagte Affentheater abspielte:

Im Gegensatz zu fast allen seinen Kriegsgegnern war Deutschland überbevölkert, hatte nur einen kleinen und leicht blockierbaren Zugang zu den Ozeanen, war, was Rohstoffe und selbst die Nahrungsversorgung anbetrifft, zur Selbstversorgung nicht in der Lage, hatte nach dem Versailler Vertrag keine einzige Kolonie mehr, und direkt an unserer Grenze standen die Armeen von Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Polen und der Tschechoslowakei. Ein solches Land ist leicht angreifbar und erpreßbar im Gegensatz etwa zu Frankreich, England und Amerika.

Daher war in beiden Weltkriegen Deutschland stets knapp in der Zeit. Es wird immer so getan, als wären Wilhelm II. und Hitler in der Offensive gewesen: oberflächlich betrachtet waren sie das natürlich, aber bei genauerer Betrachtung der globalen Machtverhältnisse waren sie in einer (jedenfalls aus ihrer subjektiven Perspektive heraus) verzweifelten Defensive und mußten so schnell wie irgend möglich zum Befreiungsschlag ausholen, um nicht schließlich hoffnungslos marginalisiert zu werden. Frankreich, England und Amerika hatten alle Zeit der Welt, Deutschland nicht. Wenn Deutschland einen Krieg führen würde, mußte es jetzt und ein „Blitzkrieg“ sein, weil Deutschlands Lage nicht mehr hergab.

Für Deutschlands Gegner war die Situation umgekehrt – weil sie wußten, daß mit jedem Jahr, das verstrich, die Überlegenheit der Alliierten größer und ihre gemeinsame Bewaffnung immer überwältigender werden würde. Ein kleines Land wie Deutschland ist in der Regel nach 4 bis 5 Jahren der Kriegsführung komplett ausgeblutet, was die Anzahl der verfügbaren Soldaten und Ressourcen betrifft. Während England, Frankreich und die USA aufgrund ihrer überseeischen Besitzungen und zahllosen alliierten Staaten auf der ganzen Welt bei Bedarf 20 Jahre hätte weiterkämpfen können. (Sie taten es dann auch im 40jährigen Kalten Krieg!)

Deshalb taten im Zweiten Weltkrieg an der Westfront Frankreich und England anfangs rein nichts. Sie warteten nur, weil sie wußten, daß die Zeit für sie arbeitete. Erst recht sah es so bei Stalin aus, der im krassen Gegensatz zu Hitler so viel Zeit schinden mußte wie nur irgend möglich.

Hitler wußte jedoch, daß, was immer er auch tun wollte, es sehr bald geschehen müsse. Deshalb marschierte er in das abwartende Frankreich ein und überfiel nur ein Jahr später das ebenfalls abwartende Rußland. Dabei hatte er keinen „großen Plan“, ja, noch nicht mal klar definierte Kriegsziele, sondern wurde zum großen „Vabanquespieler“, der jeweils spontan reagierte und improvisierte. Und genau das macht selbst für den Zweiten Weltkrieg die „Kriegsschuldfrage“ nicht so eindeutig, wie es uns die Historiker, die stets ihren volkspädagogischen Auftrag im Hinterkopf haben, weißmachen wollen.

Im Spätsommer 1939 richtete Hitler an Polen eine Friedensofferte nach der anderen, in der Hoffnung, das Danzig-Problem am Verhandlungstisch zu lösen. In seinem Buch Der Krieg der viele Väter hatte dokumentiert der Bundeswehr-Generalmajor im Ruhestand Gerd Schultze-Rhonhof, daß die Polen von den Briten und Franzosen dazu angehalten wurden, sämtliche Friedens- und Verhandlungsangebote Deutschlands zurückzuweisen. Tragischerweise waren die Polen voller Optimismus, jeden denkbaren Krieg gegen Deutschland leicht zu gewinnen, weil England und Frankreich ihnen unverantwortlicherweise versprachen, daß sie sofort in Deutschland einmarschieren würden, sobald Deutschland es wagen würde, Polen anzugreifen. Deutschland wäre sofort in einen hoffnungslosen Zweifrontenkrieg verwickelt gewesen, den es schnell verloren hätte, da Deutschlands Bewaffnung ziemlich schwach war. Nachdem Polen alle Annäherungsversuche arrogant und brüsk von sich gewiesen hatte, sah Hitler keine andere Möglichkeit, als Polen so schnell wie möglich anzugreifen. Es ist wohldokumentiert, daß Hitler vollkommen überrascht war, als daraufhin Frankreich und England ihm den Krieg erklärten, da er davon überzeugt war, daß beide das denkbar unbedeutende Polen opfern würden – was sie dann ja auch taten.

Hitler improvisierte, und die seiner Ideologie zutiefst widersprechende taktische Antwort auf die Bedrohung aus dem Westen war der Hitler/Stalin-Pakt, der Polen zwischen Deutschland und der UdSSR weitgehend nach den historischen Grenzen vor Versailles aufteilte. Über das Vorgehen Hitlers regt man sich zu Recht auf, aber über das unverantwortliche, feige und zutiefst verachtenswerte Verhalten von Frankreich und England wird großzügig hinweggegangen. Es schnürt einem die Kehle zu, wenn man an die unfaßbar heroischen polnischen Soldaten etwa am Monte Cassino denkt, die in englischer Uniform voller Todesverachtung für ein befreites Polen kämpften, zu einer Zeit, als die Engländer Polen schon wieder hinters Licht geführt, verraten und verkauft hatten – diesmal an Stalin. Polen wurde in diesem Krieg von den Westmächten genauso verraten und verkauft wie die Juden!

Hitler griff Frankreich nicht an, um es zu erobern, sondern weil er unter Zeitdruck stand und sich die Gelegenheit bot. Er wollte damit England imponieren und die englischen Expeditionstruppen vom Kontinent vertreiben. Der daran anschließende Luftkrieg gegen England war nur eine große Show, um ein friedliches „Gentlemen´s Agreement” zwischen Brudernationen zu erreichen und endlich freie Hand für sein eigentliches Ziel zu haben. Er wollte die Sowjetunion, die Deutschland im Ersten Weltkrieg geschaffen hatte, um Ruhe an der Ostfront zu haben, durch deutsche Hand wieder den garausmachen. Dazu mußte er Stalins durchsichtigen Plan durchkreuzen, daß sich Deutschland und die Westmächte in einem aufreibenden Kampf gegenseitig schwächen würden, so daß Stalin bequem in das dann restlos ausgeblutete Westeuropa hineinmarschieren hätte können. In diesem Zusammenhang ist die Kriegsschuldfrage auch an die Sowjetunion zu richten!

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 13)

6. Oktober 2025

Generell neigen Betrachter der Geschichte dazu, ein hoffnungsloses Durcheinander anzurichten, indem sie Dinge verknüpfen, die nichts miteinander zu tun haben, etwa daß Hitler der legitime Kanzler des Deutschen Reiches war, mit der Tatsache, daß er ein Nazi und Massenmörder war. Stalins „geschichtliche Aufgabe“ als Führer der russischen Nation war es, jene Gebiete zurück zu Rußland zu holen, die vor dem Versailler Vertrag zu ihm gehörten, insbesondere Ostpolen. Das hat erst mal nichts mit seiner Rolle als Kommunist und Massenmörder zu tun. Nicht viel anders sieht die Sache bei Hitler aus. Aber kaum argumentiert man so, steht man irrwitzigerweise als „Nazi“, „Leugner“, „Revisionist“ da. „Reichianer“ sind besonders gut darin, denn für die war Hitler ein pestilenter Charakter, und damit ist für sie alles erklärt. Tatsächlich haben sie nichts begriffen, denn es geht nicht um das Was (in diesem Fall um die Rückgängigmachung von Versailles, die etwa Stauffenberg voll und ganz begrüßt hat), sondern um das Wie, das in den Holocaust mündete.

Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust wären vermeidbar gewesen, wenn England und Frankreich dem Reichskanzler (!) Hitler Osteuropa als dessen Interessengebiet überlassen hätten (ein Großteil hatte, wie angedeutet, vor dem Ersten Weltkrieg sowieso dem Deutschen Reich bzw. der k.u.k.-Monarchie angehört), genauso wie sie es 5 Jahre später Stalin überließen. Im Gegenzug hätte Hitler die bestehenden Westgrenzen und den Erhalt des Empire garantiert. Ohnehin waren die deutschen Generäle vor dem Angriff auf Polen nicht auf eine umfassende europäische Invasion vorbereitet. Nach dem Krieg haben die Alliierten und die Historiker nie konkrete Pläne beispielsweise für eine Invasion Englands gefunden. Als Deutschland in Österreich und Tschechien einmarschierte, standen nicht einmal Militärkarten zur Verfügung, so daß sich die Panzerkommandeure auf Karten für Autofahrer verlassen mußten.

Natürlich wird auf den Militärakademien jeder Nation regelmäßig der Einmarsch in die Nachbarländer simuliert. Und natürlich haben alle Länder ihre Hardliner, etwa Amerika seinen General McArthur, der taktische Atombomben im Koreakrieg zum Einsatz bringen wollte. Aber die beiden Weltkriege mit dem Hinweis auf die „preußischen Junker“ und die aggressive „preußische Militärkaste“ zu erklären, grenzt an Idiotie.

Im Umfeld von Kaiser Wilhelm II. 1914 sowie von Hitler 1939 gab es zwar einige Scharfmacher, die davon träumten, daß Deutschland die Welt regiert, aber solche Spinner gab es in allen Ländern. Beim Krieg, der Ende der 1930er Jahre begann, sollte man nie einen Krieg vergessen, der Anfang der 1930er Jahre beinahe ausgebrochen wäre und dessen Strategie schlichtweg verbrecherisch war, was das Involvieren der Zivilbevölkerung betrifft. Ich spreche vom Beinahe-Krieg zwischen den USA und England (Landkrieg mit Kanada plus Seekrieg):

Auch sollte man an einen Krieg denken, der tatsächlich stattgefunden hat: der Spanisch-Amerikanische Krieg von 1898, mit dem die USA begannen ihr Interessensgebiet auszuweiten. Man denke erst einmal in solchen Kategorien, bevor man Deutschland als singulär böse hinstellt, nur weil es seine egoistischen nationalen Interessen durchsetzen wollte wie alle anderen Mächte auch! Man gebe sich doch keinen Illusionen hin, daß Stauffenberg oder Rommel oder wer auch immer großartig anders gehandelt hätten als Hitler. Nochmals: Es ging weniger um das Was, sondern das Wie. Da, in der Art der Hitlerschen Kriegsführung im Osten, beginnt das Problem der Emotionellen Pest in diesem Krieg, nicht bei den Fragen nach Territorien und deutschen Interessensgebieten.

Ich bin mir bewußt, daß es während des „Boxeraufstands“ 1899-1901 in China und in einigen von Deutschlands Kolonien (die sie bereits nach einigen Jahren verloren) wie Namibia „deutsche Metzger“ gab, die die indigene Bevölkerung abschlachteten, versklavten und sie allgemein schlecht behandelten. Aber Deutschlands Verbrechen während des „Boxeraufstands“ waren nicht größer als die britischen Verbrechen während der „Opium-Kriege“, und was Deutschland in seinen 2 oder 3 Kolonien wie Namibia tat, war quantitativ viel kleiner als das, was beispielsweise der britische Imperialist Cecil Rhodes den Bewohnern mehrerer afrikanischer Länder angetan hat. Im dankbaren Angedenken seines mörderisches Imperialismus‘ benannten die Briten nach dem Zweiten Weltkrieg sogar ein Land nach seinem Namen: „Rhodesien“.

Was die Ausbeutung überseeischer Kolonien betraf, verantwortete das Kaiserreich vielleicht 5 Prozent, während die restlichen 95 Prozent in der Verantwortung von Großbritannien, Spanien, Portugal, Holland, Japan, Frankreich und Belgien lagen, wobei die Kolonialmacht Belgien mit Abstand am brutalsten war. (Auch wenn ich bei letzterem zunehmend in Zweifel gekommen bin und mich frage, ob hier die Verbrechen von arabischen Sklavenjägern, etwa das Abschlagen von Händen und Füßen, den Belgiern zugeschrieben wurden.)

Natürlich weiß ich, daß es sehr große Unterschiede gab, wie die Kolonisierung durchgeführt wurde und wie die indigene Bevölkerung behandelt wurde. Die Spanne reicht von einer „sehr weichen und moderaten“ Kolonisation (die einer „Supervison“ nahekam und sehr viel Verantwortung und Mittel den Eingeborenen überließ), wie auf dem indischen Subkontinent, im Gegensatz zu sehr brutaler Kolonisation, die auf Völkermord hinauslief und den Diebstahl sämtlicher Ressourcen, wie in Belgisch-Kongo. (Aber siehe oben… ) Und ich bin mir auch bewußt, daß viele europäische Kolonialisten eher harmlos waren im Vergleich mit den extrem brutalen Verbrechen mancher indigener Völker untereinander vor dem Beginn der europäischen Kolonisation. Man denke nur an die Sklaverei, die im gesamten Machtbereich der Briten verboten wurde.

Nebenbei bemerkt: all die linken Antikolonialisten scheren sich einen Dreck darum, wenn es etwa um die indonesische Annexion von Ost-Timor geht.

Kaiser Wilhelm II. 1914 und Hitler 1939 sahen, daß die westlichen Nationen sich untereinander die Welt bereits aufgeteilt hatten. Statistisch gesehen, hatte jeder britische Bürger 100mal mehr Quadratmeter als ein deutscher Staatsbürger zur Verfügung, und auch das sehr kleine Land Belgien war im Besitz eines Territoriums, das 100 mal größer war als sein Heimatgebiet. Selbst der Kleinstaat Niederlande hatte sein riesiges Indonesien! Alle anderen westlichen Länder waren autark, während Deutschland es als einziges nicht war. Deutschland war immer abhängig von Ressourcen, die es von der wirtschaftlichen Konkurrenz kaufen mußte. Beispielsweise waren wegen der Zollschranken für die Deutschen Öl, Gas, Gold (vor allem, da alle Nationalökonomien und alle Währungen auf dem Goldstandard beruhten) und Südfrüchte viel teurer als für Engländer oder Franzosen.

Die westlichen Nationen hatten ihre Kolonien mit militärischen Mitteln gestohlen, zeigten aber mit dem moralischen Zeigefinger auf Deutschland, wenn dieses seine Interessen durchsetzen wollte. Die Situation war für Deutschland schlichtweg nicht hinnehmbar, weil bei jedem kleineren wirtschaftlichen Konflikt die anderen leicht eine Seeblockade verhängen und so Deutschland von allen Ressourcen abtrennen konnten.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 7)

24. September 2025

Der 6. Teil endete mit der faschistoiden „La Grande Nation“. Die Ironie der ganzen Angelegenheit (und das Bittere für Deutschland) ist, daß Frankreich besonders stolz auf seine „militärische Überlegenheit über Deutschland“ ist, da in beiden Weltkriegen Frankreich sich (sozusagen als „Erntehelfer“) unter die „Sieger“ einreihen konnte. Eine Position, die faktisch mehr als fraglich erscheinen muß.

Während des gesamten Ersten Weltkrieges waren die französischen Soldaten so schwach, daß sie es (sogar mit alliierter Unterstützung) nie geschafft haben, auch nur einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen. Man darf auch nicht vergessen, daß die Deutschen an der Ostfront triumphal gesiegt hatten! Trotzdem legten die deutschen Soldaten ihre Waffen nieder, als noch Hunderttausende von ihnen tief auf französischem Boden standen, weil sie dem Versprechen von US-Präsident Wilson vertrauten, daß es einen „gerechten Frieden“ geben werde. Nachdem die Deutschen das getan hatten, benahmen sich die Franzosen sofort wie „die verdienten Sieger“, die die Deutschen arrogant erniedrigten, wo immer sie konnten.

Anfang der 1920er waren es im Rheinland vor allem schwarze französische und belgische Soldaten (z.B. aus dem Kongo oder Senegal), die, wenn sie auf dem Bürgersteig einer deutschen Straße auf einen deutschen Passanten trafen, sich einen Spaß daraus machten, diesem ins Gesicht zu spucken und brutal mit einer Peitsche Hiebe zu versetzen, bis er blutend niedersank. Diese verächtliche Behandlung von Seiten der vermeintlichen „Sieger“ brachte Hitler so sehr in Rage, daß er in Mein Kampf klagte: „Wer brachte den Neger an den deutschen Rhein?“ Hitler war auch wegen der deutschen Mädchen von Zorn erfaßt, die von Schwarzen vergewaltigt wurden und dabei „ihr Blut mit dem arischen Blut mischten“. Man denke auch an Hitlers Phantasmagorien über die „französische Krankheit“ (Syphilis). (Übrigens war auch nach dem Zweiten Weltkrieg das französische Besatzungsregime im Vergleich mit dem der Amerikaner und Briten mit Abstand das Härteste!)

Ins deutsch-französische Verhältnis spielen viele Elemente hinein, von denen sexualökonomische nicht die geringste Rolle spielen. Da wäre einmal der Haß der Deutschen auf die Franzosen, die mit ihrer Revolution und Bonapartes Eroberungsfeldzügen die Deutschen von einem noch immer weitgehend mittelalterlich geprägten Ständestaat in die Neuzeit katapultierten – mit all den neuen Freiheiten und Ungewißheiten, insbesondere was die Stellung der Frau in der Gesellschaft betraf.

Ein weiterer Faktor ist der Neid der deutschen auf die sprichwörtliche französische Lebenskultur („Savoir vivre“). Ich erinnere mich an die Aussagen eines Mannes, der zunächst in Deutschland in der Fabrik arbeitete und dann in Frankreich. Während es in Deutschland im Gespräch zwischen Kollegen fast ausschließlich um Fußball, schmierige Herrenwitze und anale Zoten ging, drehten sich die Gespräche in französischen Fabriken vor allem um reale amouröse Abenteuer, was leicht zu verifizieren war. Eine zwanghafte Analität und Verdruckstheit hier, eine erfrischende Genitalität und Offenheit dort. Gleichzeitig beneiden uns die Franzosen wegen unserer Arbeitsmoral und Effizienz. Es ist, als wenn in Frankreich die Sexualität die Arbeit blockierte, in Deutschland die Arbeit die Sexualität.

Für die Westeuropäer muß es im Ersten Weltkrieg gewesen sein, als wären von jenseits des Rheins tatsächlich „die Hunnen“ ins zivilisierte „römische Reich“ eingedrungen. Und tatsächlich war der Krieg gegen Belgien, das sich im Ersten Weltkrieg unerwarteterweise heftig zur Wehr setzte, äußerst brutal und ging mit Massenerschießungen von Zivilisten einher, es gab Plünderungen und „verbrannte Erde“ (aber auch fanatische, nicht uniformierte belgische Partisanen und Heckenschützen, die sogenannten „Franktireurs“, von denen Hitler oft sprach). In mancher Hinsicht zeichneten sich bereits die deutschen Kriegsgreuel des Zweiten Weltkriegs ab. Schon damals „Partisanenbekämpfung“! Zumindest teilweise war es auch bereits ein „Weltanschauungskrieg“, in dem das protestantische Preußen gegen das erzkatholische Belgien und das kaum minder katholische Frankreich focht. Tatsächlich hatten die Deutschen etwas von Glaubenskriegern: „Wenn ihr euch nicht wehrt, dann passiert euch nichts, aber sobald ihr die Faust gegen uns erhebt, werden wir den Bann über euch vollstrecken!“ Es wurde geradezu als ungeheures Sakrileg empfunden, daß die Belgier, die nicht mal eine richtige Nation waren, ihr eigenes Land verteidigten! Ganz ähnlich reagierten die Deutschen im Zweiten Weltkrieg, als die Polen und die Holländer „die ungeheuerliche Frechheit besaßen“ – zurückzuschießen… Der „Herrenmensch“, mit seinem ach so kostbaren Blut, macht seine Aufwartung!

Umgekehrt muß es für die Deutschen so gewesen sein, als würde sich die seelenvolle „Kultur“ (beispielsweise vertreten durch die Musikdramen Wagners) gegen eine entmenschte und liederliche französische „Zivilisation“ erheben (diesen terminologischen Gegensatz hat auch der frühe Thomas Mann immer wieder hervorgehoben), die schon damals viel von dem beinhaltete, was wir heute so an Amerika und Hollywood verabscheuen: das „Moulin Rouge“ und alles, wofür es steht. Objektiv hat auf beiden Seiten natürlich nur eines triumphiert: die Menschenfleisch zerfetzende und zermalmende Maschine. Das war die Essenz von Reichs Kriegserinnerungen: das sinnlose gegenseitige Massaker von Maschinenmenschen-Armeen.

Im Zweiten Weltkrieg besiegte Deutschland Frankreich in nur wenigen Wochen, obwohl die durch und durch kriegsunwilligen Franzosen einen enormen Rüstungsvorsprung vorzuweisen hatten und darüber hinaus erhebliche militärische und logistische Unterstützung von britischen Elite-Einheiten auf französischem Boden erhielten. Der eine oder andere wird sich an Heiner Geißlers berühmte Bundestagsrede erinnern, daß die Pazifisten in Frankreich für Auschwitz mitverantwortlich gewesen seien. Man war damals empört oder machte sich über Geißler lustig, aber der hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. Mit dem entsprechenden Willen und einer fähigeren Militärführung hätten die Franzosen Hitler gleich am Anfang des Krieges in seine Schranken weisen können. Selbst die Tschechoslowakei hätte sich wehren können, wenn sie nicht im Namen des „Friedens“ von Frankreich und England verraten worden wäre! Jedenfalls hatte die Wehrmacht eine Todesangst vor der Tschechoslowakei und war drauf und dran, den wahnsinnigen Vabanquespieler Hitler zu entmachten – doch dann kam „München“!

Andererseits: Man hat sich immer wieder über die schlechten militärischen Leistungen der Italiener im Ersten und Zweiten Weltkrieg lustig gemacht, die nicht vergleichbar seien mit den Leistungen der deutschen Soldaten. Mag ja sein, aber die Italiener haben trotzdem ihre Ehre gerettet, während die Deutschen sie verwirkt haben. Die Italiener haben nämlich auffällig häufig Ritterlichkeit und Rücksicht, etwa auf verwundete Gegner gezeigt, während die Deutschen fast durchweg unter dem Motto handelten „Krieg ist Krieg!“ Die Deutschen haben ihre Seele an den Kriegsgott, an den Teufel verkauft, die Italiener nicht. So sehen sich die Italiener auch selbst gerne – und schätzen es gar nicht, wenn man sie an die ungeheuerlichen und feigen Massaker und die Giftgas-Einsatz im vollkommen sinnlosen Krieg in Abessinien erinnert…

Während der Jahre der deutschen Besatzung hatte Frankreich die höchste Rate an Kollaborateuren von allen besetzten Ländern. Nur mit Hilfe von 188 anderen Nationen (ohne jeden signifikanten eigenen Beitrag und nicht vor 1945) fand sich Frankreich schließlich unverhofft unter den Siegern wieder! In den 80 Jahren seitdem haben sie sich wie „die glorreichen und stolzen Sieger über Deutschland“ benommen. Bei der Wiedervereinigung 1989/90 mußte Kohl einer Kreatur wie Mitterand die Füße küssen und ihn um seine Erlaubnis bitten, welche Mitterrand erst gab, nachdem Kohl Frankreich Abermilliarden zusätzlicher Reparationszahlungen für die Stärkung der französischen Volkswirtschaft versprochen hatte. Nicht zuletzt zwangen uns die Franzosen als Preis für die Wiedervereinigung den Euro auf!

Der widerlichste Akt der Franzosen ereignete sich aber unmittelbar nach der Befreiung, als sie ihre Scham, ihre Schuldgefühle und ihren unterdrückten Haß vor allem an einer Bevölkerungsgruppe ausließen: an den Frauen, die mit deutschen Besatzungssoldaten „angebandelt“ hatten oder auch nur für deutsche Dienststellen als Sekretärinnen tätig gewesen waren: Rache für die „horizontale Kollaboration“.

Bei all dem gibt es nicht wirklich eine „gute“ und eine „böse“ Seite: es gibt nur die Emotionelle Pest und ihr Opfer, das Lebendige. Der mechanistische Geist stellt sich immer auf eine Seite, deren Fehlverhalten geflissentlich relativiert wird, und fühlt sich dann vielleicht sogar als großer „Aufklärer“. Ganz vergessen wird dabei, daß es immer nur um die eine Sache geht:

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 6)

23. September 2025

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gab es in Europa nur wenige Staaten, die demokratisch regiert wurden, insbesondere natürlich die ursprünglichen Alliierten Frankreich und England. Ansonsten war der Kontrast zwischen Hitler und den Regierungschefs anderer Länder nicht derartig groß, wie uns das heute erscheinen mag. Man denke nur an Stalin, Mussolini, Franco, Dollfuß, Pavelić, Antonescu usw. Die Demokratie war in der Defensive, denn selbst in England (die Mosley-Faschisten) und Frankreich (Action française) hatte der Faschismus reale Chancen an die Macht zu kommen, d.h. beinahe wären auch sie den Weg Deutschlands gegangen.

Selbst was Amerika betrifft, hatte die Roosevelt-Administration mit ihrem New Deal eindeutig faschistische Züge. Damals wurden genau jene Institutionen geschaffen bzw. bekamen erst richtig Macht, die Reich zum Verhängnis werden sollten.

Kompliziert wird das ganze dadurch, daß praktisch alle diese Regime vom „Volkswillen“ getragen wurden, insbesondere aber das Hitler-Regime, was nicht zuletzt durch die Saarabstimmung 1935 evident wurde. Und man denke doch auch bitte daran, wie ungeheuerlich es doch ist, daß ausgerechnet Frankreich wenige Jahre nach dem Krieg mit de Gaulle ein Präsidialregime einführte, das eher die Karikatur einer parlamentarischen Demokratie darstellt! Und vor dem Krieg orientierte sich Hitler ausgerechnet an dem denkbar „undeutschen“ Zentralismus Frankreichs!

Wie Teil 3 angeschnitten, richten sich große Nationen nach ihren (vermeintlich objektiven) geostrategischen Interessen. Was dabei stets hineinspielt und unzählige Menschenleben fordert, ist ein Faktor, den die Historiker stets übersehen: die Emotionelle Pest. Beispielsweise hatte Europa nach der vollkommenen Einkesselung durch den Islam keine andere Wahl, als weite Schiffsexkursionen zu unternehmen und neue Handelsruten aufzutun. Aber nichts zwang sie, nun ihrerseits Reiche zu zerstören und ganze Völker zu versklaven. Da diese selbst auf Handel erpicht waren, war das Vorgehen der Europäer letztendlich sogar für sie selbst kontraproduktiv. In der Auseinandersetzung mit den Mohammedanern hatten sie, insbesondere die Spanier, aber nichts anderes gelernt als „Mord, Todschlag und Brandschatzen“.

Ähnliches läßt sich über Deutschland sagen, das als „Mittelmacht“ mit vielen Nachbarn (das Land mit den meisten Nachbarn überhaupt) ungeschützt mitten in Europa liegt. Die Emotionelle Pest brachte Deutschland dazu, nach preußischer Militärtradition (die auf die Kreuzzüge, d.h. den Deutschritterorden zurückgeht) wild um sich zu schlagen und die Nachbarn einzuschüchtern, statt einfach nur die logische Schlußfolgerung aus der prekären Lage zu ziehen und sich mit den umgebenden Völkern und Staaten anzufreunden, also genau das zu tun, was Europa-Enthusiasten wie Helmut Kohl als Lehre aus den beiden Weltkriegen angestrebt haben. (Daß die EUdSSR selbst ein Vehikel der Emotionellen Pest ist, steht auf einem ganz anderen Blatt!) Die umliegenden Länder, außer dem seit Richelieu isolationistischen Frankreich, waren ohnehin von deutscher Kultur durchdrungen und fast jeder konnte Deutsch verstehen, manchmal sogar sprechen. Die beiden Weltkriege, in denen sich Deutschland „befreien“ wollte (weiß Gott wovon!), haben das alles nachhaltig zerstört. Seit der Zeit der Hanse ist die deutsche Mission Kultur und friedlicher Handel, nicht preußisches Tschingderassabum!

Was die Kolonisation in Übersee betrifft: immerhin war sie nicht immer so schlecht für die indigenen Völker, wie es aus politisch und moralisch korrekter Warte heute gerne dargestellt wird – selbst vom Standpunkt der viel beschworenen „Menschenrechte“ her nicht. Indien zum Beispiel entwickelte sich technologisch, ökonomisch und von der Infrastruktur her viel schneller, als es dies ohne die Briten getan hätte. Daß es Anschluß an das britische Rechtssystem fand, war ein großer Fortschritt im Vergleich zu dem landesüblichen reaktionären und inhärent rassistischen Kastensystem mit seinen Witwenverbrennungen und seinem mörderischen Obskurantismus. In Afrika setzten die Europäer dem mohammedanischen Sklavenhandel ein Ende, der Abermillionen Menschenleben gekostet hat. Queen Victoria war eine entschiedene Abolitionistin und verbot die Sklavenhaltung im Britischen Empire. Selbst Mussolinis Abessinien-Krieg ließ sich damit rechtfertigen, daß dort mit der übelste Sklavenhandel ganz Afrikas herrschte. Gut möglich, daß die Europäer die Schwarzafrikaner vor der endgültigen Ausrottung durch die Araber bewahrt haben! Die Negersklaven der Araber wurden kastriert, was nur die wenigsten überlebten, entsprechend astronomisch war der Bedarf nach immer neuen Schwarzafrikanern. (Der Leser sollte sich einmal fragen, warum es in der arabischen Welt trotz jahrhundertelanger Sklaverei nur ganz vereinzelt Schwarze gibt!)

Ja, und selbst Hitlers kolonialistischer Feldzug gegen die Sowjetunion war, was etwa die Ukraine betrifft, in vieler Hinsicht eine Befreiung – sie wurde von der unter dem Stalinistischen Terror leidenden Bevölkerung jedenfalls subjektiv so wahrgenommen. Zahllose Erlebnisberichte deutscher Soldaten beweisen das. Die ukrainischen Frauen und Männer, die die vorstoßenden deutschen Verbände enthusiastisch am Wegesrand mit den traditionellen Gastgebergeschenken Brot und Salz begrüßten und segneten, konnten nicht ahnen, daß Hitler ein Modju und geisteskrank war und es ihm um die Unterwerfung und weitgehende „Ausmerzung“ der „Sklavenvölker“ ging. Die Überlebenden sollten, so Hitlers Plan, schließlich ein Leben wie die schwarzen Sklaven in den Südstaaten der USA fristen: sie sollten ungebildet bleiben und, verdummt durch den christlichen Aberglauben und dessen pazifistische Botschaft, den deutschen Herrenmenschen die Stiefel lecken.

Auch finde ich es interessant, daß Historiker dazu neigen, über bestimmte Figuren der Geschichte deutlich milder zu urteilen, je mehr Jahre verstrichen sind, seitdem sie auf Erden wandelten. Was Hitler betrifft, so stimmen alle darin überein, daß er ein „unbeschreiblich böser Teufel“ war. Die gleichen Menschen bewundern jedoch pestilente Charaktere wie Julius Caesar, Napoleon Bonaparte, General Sherman, Cecil Rhodes, Ho Chi Minh, Che Guevara oder Leo Trotzki – obwohl diese nicht minder menschenverachtend waren und handelten als Hitler. Trotzki hing sogar wilden Zukunftsphantasien über einen rassisch überlegenen sowjetischen Übermenschen an!

Und wen kümmert es heute noch, daß Frankreichs Glorie auf Massenmord beruht? Nach der Französischen Revolution (die jedes Jahr von französischen Schülern voller Pathos gefeiert wird), haben die sozialistischen „Jakobiner“ (die Gestapo bzw. der KGB der damaligen Zeit) über 40 000 Menschen während des sogenannten „großen Terrors“ ermordet; die meisten Opfer wurden gefoltert und dann guillotiniert.

Zur „ruhmreichen Geschichte“ Frankreichs gehören brutale Pogrome gegen religiöse und ethnische Minderheiten; Massaker wie die Bartholomäus-Nacht vom 23. auf den 24. August 1572. Trotzdem ist Frankreich wahrscheinlich die stolzeste und die nationalistischste Nation auf Erden, vielleicht sogar mehr als die Briten. Der französische Staat stand immer für Ruhm und Prunk. Selbst neutrale Historiker sagen, daß die öffentliche Inthronisierung des Sozialisten Mitterrand 1981 die pathetischste, prätentiöseste und teuerste Demonstration von Staatsmacht war, die die westliche Welt je gesehen hat (und dabei selbst Hitlers „Wagnerianische Inszenierung“ übertraf). Heute wissen wir, daß Mitterand, ein Veteran des Vichy-Regimes, dem Pétain einen Orden verliehen hatte, ein korrupter Schaumschläger war, der es liebte, sich mit Kriminellen zu umgeben.

Reagan, Kohl und wie diese ganze Scheiße ihren Anfang nahm

22. Mai 2024

Ronald Reagan hat die blanke Emotionelle Pest in Wirtschaft und Außenpolitik angestachelt und Helmut Kohl hat der rotgrünen Untergangsagenda den Weg geebnet.

Es waren die 1980er Jahre. Seit Kennedy hatten in den USA die Demokraten mit immer gigantomanischeren Sozialprogrammen und orwellschen Eingriffen in die Wirtschaft die Ökonomie in den Sand gesetzt. Außerdem hatte der Rote Faschismus seit Vietnam weltweit einen Triumphzug ohne gleichen hingelegt und mit der Revolution im Iran hob der Islamismus erstmals sein Haupt. Es war Reagan, der sich diesem sicheren Weg in den Untergang entgegenstemmte, die Wirtschaft von ihren Fesseln befreite und die Sowjetunion in deren Untergang rüstete. Währenddessen leitete Kohl die vielbelachte „geistig-moralische“ Wende ein, um die sich abzeichnende rot-grüne Pest (den Roten Faschismus als Wassermelone getarnt) einzuhegen. Man kann sich heute gar nicht mehr ausmalen, wie degeneriert und „Marxistisch“ die 1970er Jahre tatsächlich waren!

Trotzdem triumphierte nach bzw. DURCH Reagan und Kohl die Emotionelle Pest wie nie zuvor und führte uns zu heute: kurz vor die Apokalypse… Mit der Befreiung der Wirtschaft ließ sich nämlich Reagan von seinen Beratern gleichzeitig aufschwatzen, wohlbegründete Regeln für die Finanzwirtschaft und zur Eindämmung monopolistischer Marktmacht ersatzlos zu streichen. „Freiheit!“ Riesige Vermögen wurden mit Finanzgeschäften gemacht, die volkswirtschaftlich ausschließlich zerstörerisch wirkten und wirklich rein gar nichts zum Wohlstand der Gesellschaft als Ganzer beitrugen. Legalisierte Wirtschaftskriminalität, deren Mechanismen nur Fachleute durchschauen. Gleichzeitig wurden durch Hedgefonds reihenweise Familienunternehmen aufgekauft, ausgeschlachtet, der Profit eingeheimst – und zerstörte Kommunen hinterlassen. Der volkswirtschaftliche Schaden war unermeßlich. Aus diesem Sumpf ist schließlich der wuchernde Krebstumor BlackRock entstanden, dem mittlerweile faktisch die westliche Welt gehört. Grüne, SPD, FDP und nicht zuletzt die CDU sind wirklich nichts anderes als Agenturen von BlackRock. Genauso in Frankreich, Großbritannien, Australien, überall!

Diese schwarze Krebskrake hat von Anfang an einen begehrlichen Blick auf den Jackpot dieses Planeten geworfen: die menschenleeren Weiten der ehemaligen Sowjetunion, mit ihren unermeßlichen Bodenschätzen und nicht zuletzt dem Kronjuwel der ehemaligen UdSSR: die Ukraine mit dem fruchtbarsten Boden der Welt, ihren Rohstoffen und den Bodenschätzen sowie Industrieanlagen in der Ostukraine. Wer das beherrscht und das richtig daraus zu machen weiß, dem gehört der Planet. Das wußte schon Hitler… Auf diese Weise kehrte sich der Kampf gegen die Emotionelle Pest (den Roten Faschismus) nach Reagan in sein diametrales Gegenteil: den ultimativen Triumph des (buchstäblich) Schwarzen Faschismus.

Ähnlich ist es mit dem Erbe Kohl bestellt: er und niemand anderes hat uns „Kohls Mädchen“ Merkel beschert und all die anderen Clowns. Man denke nur an Heiner Geißler und seinen „Euroislam“! Ich war dabei: all die ekelhafte Degeneration, die uns heute ins Gesicht springt, konnte sich erst unter vermeintlich „konservativer“ Ägide in der Gesellschaft wirklich im Kernbereich festsetzen und wie ein alles zersetzendes Schimmelpilzgeflecht ausbreiten. Der dümmliche Kohl wollte ja mit der Zeit gehen…

Brief an Prof. Henri Arvon (11.11.92)

5. April 2024

Brief an Prof. Henri Arvon (11.11.92)

Der schwarze Pharma-Modju und seine roten Bluthunde

24. Februar 2024

Wie in Der Rote Faden (Bd. 2) dargelegt, hat der schwarzfaschistische Pharma-Modju im Verbund mit den roten Faschisten Reich ermordet. Wovon ich um alles in der Welt rede? Hallo! Man schaue sich doch bitte die gegenwärtigen Regierungen von Deutschland („Deutschland“ Lol!), Großbritannien und insbesondere Frankreich an!

Frankreich, mit dem wir durch die antidemokratische Organisation „EU“ verbunden sind wie siamesische Zwillinge, hat jetzt etwas ratifiziert, was Kritiker als „Pfizer-Gesetz“ bezeichnen. Es kriminalisiert Kritik an mRNA-Impfstoffen und sichert im Namen der Political Correctness dergestalt die Profite der Pharmariesen. Auf Deutschland übertragen würde dich Kritik an Lauterbachs Politik bis zu 45.000 Euro kosten und dir bis zu drei Jahre Gefängnis eintragen. Man muß schließlich hart gegen Schwurbler vorgehen!

Es geht um exakt das gleiche wie bei der Verfolgung Reichs in den 1950er Jahren. Damals mußte die Bevölkerung vor der Propaganda für den Orgonenergie-Akkumulator geschützt werden, damit sich die Kranken richtig behandeln lassen. Das „Pfizer-Gesetz“ zielt nun gleichfalls auf die Bekämpfung von Fehlinformationen ab, insbesondere was die mRNA-Technologie betrifft. Der „wissenschaftliche Konsens“ wird letztendlich mit Waffengewalt durchgesetzt!

Ich habe hier immer noch das Flugblatt von meiner lokalen Antifa bzw. den Pfizer-Partisanen von vor drei Jahren rumliegen. Irgendwie läßt mich dieser Text selbst nach all dieser Zeit nicht los:

SCHLUSS MIT SCHWURBEL

Beinahe jede Woche sieht man seit vielen Monaten in Deutschland dasselbe Bild: Ohne Abstand und Masken tanzen Querdenker*innen und Schwurbler*innen mit Nazis und Reichsbürger*innen Polonaise durch die Innenstädte, sei es im letzten Sommer in Berlin oder wie zuletzt in Leipzig, Kassel und Stuttgart. Auf den Bühnen wird dabei unter großem Applaus keine Chance ausgelassen, absichtlich wissenschaftliche Fakten zu verdrehen, mit Nazis und Pädophilen zu kuscheln und den Holocaust zu relativieren. In den krudesten Verschwörungstheorien wird vor allem Antisemitismus immer wieder befeuert. Nicht selten werden auf den Demonstrationen Journalist*innen und Gegendemonstrant*innen attackiert. Die Polizei lässt sie dabei gewähren, immer wieder tauchen Fotos von Polizist*innen auf, auf denen sie Hand in Hand mit Querdenker*innen gehen. Die Gegendemonstrationen hingegen werden mit Gewalt zerschlagen, obwohl sich hier an die Hygienemaßnahmen gehalten wird. Auch in Hamburg gab es mehrfach größere Demonstration (sic!) auf denen sich dieses Bild gezeigt hat.

Von rechten und rechtsextremen Parteien und Gruppierungen hat man schon von Anfang an ein großes Interesse an der sogenannten „Querdenken-Bewegung“ beobachten können. Dabei beteiligen sie sich aktiv an Demonstrationen und übernehmen Themen und Parolen. NPD, AfD und auch gewaltbereite Bruderschaften sehen in der Bewegung ein großes Mobilisierungspotential für sich und versuchen dadurch massiv neue Wähler*innen und Mitstreiter*innen zu gewinnen.

In diesem Zusammenhang kann man auch in Hamburg wieder ein verstärktes Auftreten rechtsextremer Gruppierungen beobachten, so hat die npd vor (sic!) in letzter Zeit auch in Hamburg Nord großflächig plakatiert und auch völkische Gruppen wie die sogenannte „Identitäre Bewegung“ treten immer selbstbewusster auf. Recherchen des Online-Portals „EXIF“, die durch die WDR-Sendung „Monitor“ bestätgt wurden, legen ein breites Netzwerk an Mitstreiter*innen rund um die rechtsextreme sogenannte „Gruppe S.“ offen, die Terroranschläge in ganz Deutschland plante. Auch Hamburger Neonazis waren darin verstrickt, die in öffentlichen faschistischen Facebookgruppen verkündeten, dass sie dabei sind, sich zu bewaffnen. Nach den rassistischen Anschlägen in Halle, Hanau und der Ermordung Walter Lübckes müssen solche Ankündigungen mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt werden. Die Hamburger Behörden lassen diese Vorfälle jedoch ohne Konsequenzen geschehen.

Die „Querdenken-Bewegung“ wirkt wie ein Nährboden, auf dem die alten vergammelten rechtsextremem und faschistischen Ideologien wieder neu und ungestört gedeihen können. Indem sie sich mit antisemitischen Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlichen Falschbehauptungen verflechten schaffen sie ein brandgefährliches Klima, dem wir uns entschlossen entgegenstellen müssen.

Die Polizei stellt gegen diese Umtriebe nicht nur immer wieder ihre eigene Unfähigkeit unter Beweis, vielmehr sieht man nicht nur anhand der immer wieder aufgedeckten rechtsextremen Netzwerke in der Polizei, dass sie selber tief in diesen verwurzelt ist. Deshalb ist die Organisation und Vernetzung eines stabilen antifaschistischen Widerstandes um so wichtiger. Kein Fußbreit den Faschisten und Leerdenker*innen in Hamburg Nord!

FÜR EINEN SOLIDARISCHEN UMGANG IN DER KRISE

Corona ist so real wie alle knapp 80.000 Todesfälle (stand 5. April), die es bisher allein in Deutschland gefordert hat. Ohne uns von der zweiten Welle aus dem Januar erholt zu haben, befinden wir uns jetzt schon mitten in der dritten Welle. Das ist die Folge vorschneller Lockerungen und eines zu schwachen Lockdowns, der nur die Freizeit einschränkt und die Wirtschaft weiter laufen lässt. Immer wieder kommt auch der Vorschlag für eine Ausgangssperre auf, auch bei uns in Hamburg wurde über Ostern und erstmal bis zum 18. April eine solche beschlossen – Das Problem: Während die Ausgangssperre sich weiter nur auf das Privatleben auswirkt, bleiben Fabriken und Betriebe weiter offen. Die Kosten für diese inkonsequente Ausklammerung der Wirtschaft müssen sowohl Kultur, Gastronomie und Einzelhandel, die seit Monaten geschlossen bleiben müssen, als auch die Gesellschaft, die trotz harter Einschränkungen in der Freizeit immer mehr Tote zu beklagen hat.

Auch im Privaten trifft die Krise nicht trifft alle gleich. Während sich die Quarantäne in exlusiven (sic!) Villen mit großen Gärten an der Alster und uneingeschränkten Online-Möglichkeiten ganz gut aushalten lässt, fällt den Menschen in vielen anderen Haushalten mit viel zu kleinen Wohnungen die Decke auf den Kopf. Auch die technischen Voraussetzungen reichen oft nicht fürs Home-Office oder -Schooling. Die Folgen sind unter anderem eine Zunahme häuslicher Gewalt, Jugendliche, die in der Schule nicht mehr mitkommen und totale Überforderung. Durch die Umstellung auf Kurzarbeit oder dem kompletten Verlust des Arbeitsplatzes kommt noch ein größeres Armutsrisiko dazu. Trotzdem schütten die Konzerne, die ihren Mitarbeiter*innen jetzt weniger Lohn geben, Rekord-Dividenden an Aktionäre aus, die Kluft zwischen Arm und Reich wird durch die Krise nochmal deutlich größer. Die kapitalistische Absurdität und soziale Ungerechtigkeiten zeigen sich in der aktuellen Krise unverschönt!

Wir fordern einen echten solidarischen Lockdown, der im Interesse der Menschen steht und nicht nur das kapitalistische System schützt. Um unzählige weitere Todesfälle zu verhindern, müssen alle nicht lebensnotwendigen Betriebe für ein paar Wochen geschlossen werden und zwar bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten, finanziert durch die Profite der Krisengewinnler!

Kommt mit uns auf die Straße! Stellt euch dem Verschwörungswahn und den neuen rechten Umtrieben entschlossen entgegen und erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!

Politik und Polizei werden uns nicht helfen – wir müssen selber aktiv werden!

Sie sind wie wir?

21. Juli 2023

Man muß sich immer wieder die perfide Irrationalität der woken Linken vor Augen führen, die dieses Land mit Moslems füllen, weil das Zusammenleben mit „Mitbürgern“ doch bisher gutgegangen ist, mit den Millionen von Türken, die seit Jahrzehnten hier leben, und wie auch andere Länder gezeigt hätten und zeigen. Etwa Belgien, Holland und Frankreich? Wir verwandeln die deutsche Landschaft in eine Industriebrache, um mittels „Windparks“ das globale Klima zu retten. Auf den Einwand, daß der Beitrag unseres Landes in wirklich jedem denkbaren Fall verschwindend klein ist und rein gar nichts am weltweiten CO2-Ausstoß ändern wird, folgt das Gegenargument, daß wir etwa für China ein Vorbild sein müssen. Öffentliches Harakiri als Ansporn für andere?

Es ist also einfach linken Unsinn bzw. eher Wahnsinn zu wiederlegen? Mitnichten! Erwähnt man gegenüber einem woken Linken die Überfremdung Deutschlands, wird Anekdotisches, das man aus dem eigenen Alltag und dem des unmittelbaren Umfeldes vorbringen kann, verächtlich als „mangelnde Evidenz“ abgebügelt, wobei man sich fragt, ob diese Linken nie ins Schwimmbad, nie in die Innenstad gehen, nie öffentliche Verkehrsmittel nutzen etc. Dann kommst du mit Statistik und extrapolierst den ethnischen Anteil in Kindergärten auf die Zukunft, vergleichst die 1970er mit den 2020er Jahre, Polen mit Deutschland etc. Geben sich die Linken geschlagen? Selbstverständlich nicht, vielmehr kommt dann (neben dem beliebten „Andere Gruppen machen das auch!“) das Argument „Ist…“ bzw. „Wäre es denn so schlimm, wenn…?“ Was impliziert, daß du dich als Rassist outest, wenn du es schlimm fändest, im eigenen Land zu einer verfolgten Minderheit zu werden.

Du bist ein Rassist, d.h. hast eine Charakterneurose, denkst nichts zuende, bist sexuell unerfüllt und voller Komplexe und autoritätshörig. Sie argumentieren, als hätten sie Reichs Massenpsychologie der Faschismus gelesen. Manchmal verweisen sie sogar explizit auf ihn und das Buch. Sie sind wie wir! All das Argumentieren und Diskutieren war vollkommen banane, weil es einzig und allein um deinen „autoritären“ Charakter geht, der sich hinter all deinem rechtspopulistischen Geschwafel verbirgt. Der kleine Adolf will raus!

Wie stets bei gesellschaftlichen Fragen reduziert sich alles auf die soziopolitische Charakterologie der Orgonomie, wie Elsworth F. Baker sie im Anschluß an Reich entwickelt hat.

Was tun? Es gibt nur eine Möglichkeit mit der Emotionellen Pest fertigzuwerden: ihre Mechanismen offenlegen, konkret die Prinzipien der soziopolitischen Charakterologie verbreiten, die den Linken ihr selbstgefälliges und herablassendes Grinsen aus dem Gesicht wischt. All das Moralisieren, Relativieren und Kastrieren („Du bist dumm und ungebildet!“) dient der Abwehr bioenergetischer Erregung und der Durchsetzung einer ROTfaschistischen Agenda, die diese Erregung zum Erlöschen bringt: der Zerstörung des in jeder Hinsicht gehaßten VATERlandes in seiner ökonomischen, biologischen und identitätsstiftenden Substanz.

Laska über Onfray (Entwurf 2006)

8. Juni 2023

Laska über Onfray (Entwurf 2006)

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 13. Der Christusmord nach Johannes / Das Miasma der Wüste

14. Oktober 2022

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 13. Der Christusmord nach Johannes / Das Miasma der Wüste