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Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 1)

4. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

(Dies ist der Nachdruck einer Vorlesung, die am Samstag, den 18. Juni 1955, auf Einladung der Flying Saucer Research Society London in Caxton Hall, Westminster, gelesen wurde. Die erste Rede, von Paul Ritter, war eine chronologische Einführung in und ein Überblick über die Arbeit von Wilhelm Reich, wobei der Kontext für diese zweite Hälfte geboten wurde. Der Vorsitzende war Leslie Shepard. Die Herausgeber [von Orgonomic Functionalism])

(Da die folgende Vorlesung vor einer Forschungsgesellschaft für Fliegende Untertassen gegeben wurde, brauchte sie nicht zu begründen, daß es Fliegende Untertassen gibt. Für die Leser dieser Zeitschrift jedoch, von denen für viele das Feld neu sein könnte, sind ein paar einleitende Worte notwendig.

Die Geschichte der Wissenschaft zeigt, daß Phänomene, die nicht in die orthodoxen Wissenskategorien passen, häufig abgelehnt, geleugnet und umgangen werden, ohne daß irgendein Versuch unternommen wird, Sachbeweise zu betrachten. Als Reich das Orgon entdeckte, wurde ihm gesagt, daß es nur „Statik“ sei oder „Hitzeflimmern“, daß die Temperaturerhöhung im Akkumulator „nur“ eine Frage der „Konvektion“ sei; und daß der Akkumulator einfach nur durch „Suggestion“ funktioniert. Als man beobachtete, daß sich Leben aus hochsterilisierten Kulturen entwickelte, wurde ihm gesagt, daß es sich wirklich nur um eine Frage der „Brownschen Bewegung“ oder um „Luftkeime“ handelte.

Dieses ständige Wegerklären objektiv nachprüfbarer Tatsachen veranlaßte Reich, das Schlagwort „Luftkeime“ zu benutzen, um jede Art von Einwand gegen sein Werk zu kennzeichnen, bei dem Beweise ignoriert und die Fakten willentlich verdreht werden.

Im Bereich der Fliegenden Untertassen ist das „Luftkeime“-Argument sehr verbreitet und sehr potent. Dementsprechend ist es sehr einfach Fliegende Untertassen zu verwerfen als „Halluzinationen“, „Stratosphärenballons“, „Meteoriten“, „Lichtbrechung bei Inversionswetterlagen“, „in der Luft schwebende Spinnennetze“, „der Planet Venus“, „Seifenblasen“ usw.

Während man zugestehen muß, daß ein gewisser Anteil an angeblichen Untertassen-Sichtungen auf diese Art und Weise erklärt werden können, gibt es doch eine große Anzahl von „Nichtidentifizierten Flugobjekten“, die in keiner Weise als nur dies oder das „identifiziert“ werden können.

Albert Einstein hat die Ansicht vertreten, daß es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder gibt es keine Fliegenden Untertassen oder – sie kommen aus dem Weltall. Es gibt jetzt eine ausreichende Anzahl glaubhafter Berichte verantwortungsbewußter Piloten, Meteorologen, Astronomen und Radarbediener, ganz zu schweigen von vielen tausend Sichtungen von Laien, um bei vernünftigen Menschen jeden Zweifel an der Existenz dessen zu beseitigen, was wir als Fliegende Untertasse bezeichnen.

Trotz der Tatsache, daß die übliche Emotion, die durch das Thema der Fliegenden Untertassen hervorgerufen wird, frivole Heiterkeit ist, ist es bezeichnend, daß sowohl die australische als auch die kanadische Regierung Forschung über Fliegende Untertassen gefördert haben; und daß eine Gruppe von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Ohio nach einer streng objektiven Untersuchung des Themas zu dem Ergebnis gekommen ist, daß die Objekte materiell sind und unter intelligenter Kontrolle stehen.

Es ist bedauerlich, aber aussagekräftig, daß der Zusammenhang mit dem Weltraum viele Menschen in großer Zahl anzieht, deren Interesse nur im Sensationellen und Unorthodoxen liegt. Auf diesem Gebiet hat es Witzbolde und gefährliche Scharlatane gegeben, die pauschale und unbegründete Behauptungen von sich gegeben haben, aber das gab es auch in der Medizin und in jedem anderen Wissenschaftsbereich. Die Verzerrung, daran sollte man sich erinnern, liegt in der menschlichen Struktur begründet, nicht in der Wissenschaft. D.B.)

Während der letzten Stunde haben Sie eine Beschreibung der Methode des orgonomischen Funktionalismus und einiger der damit ermöglichten Errungenschaften gehört. Dies hat den richtigen Kontext geschaffen, um die Beziehung nachvollziehen zu können, die ich heute abend herstellen möchte: die Beziehung zwischen der Orgonenergie und vielen Erscheinungen, die Berichte über Fliegende Untertassen und Sichtungen charakterisieren.

Zunächst möchte ich jedoch klarstellen, daß die Orgonforschung noch keine endgültigen Schlußfolgerungen über Fliegende Untertassen getroffen hat, so daß jeder, der heute abend in der Hoffnung auf endgültige Schlußfolgerungen hierhergekommen ist, enttäuscht sein wird. Was die Erkenntnisse über das Orgon in anderen Bereichen aber tatsächlich möglich machen, ist ein neuer Zugang zu dem ganzen Problem der Nichtidentifizierten Flugobjekte und der Aura des Mysteriums, das sie umgibt. Dieser Ansatz basiert konkret auf den faktischen Entdeckungen, die durch die Orgonforschung bisher gemacht wurden. Ich glaube, daß dieser Ansatz, obwohl er sich noch in der Phase der Bildung von Annahmen und der Prüfung von Hypothesen befindet, auf lange Sicht am fruchtbarsten bei der Lösung vieler Probleme sein wird, die durch das Vorhandensein von Fliegenden Untertassen hervorgerufen werden.

Bei all den Tausenden von Berichten in den Akten der etwa zwanzig Organisationen, die seit etwa 1947 das Studium der Fliegenden Untertassen aufgenommen haben, finden sich bestimmte Merkmale, die in großer Häufigkeit auftreten. Heute möchte ich vier von ihnen für eine besondere Betrachtung herausheben: Da wäre erstens die Existenz einer Art von Erstrahlung; zweitens das Vorhandensein einer Art von Strahlungseffekt; drittens die Tatsache der großen Geschwindigkeiten, die sehr oft in völliger Stille möglich sind; und viertens die Art der Bewegung, die mit den Untertassen verbunden ist. Reich hat zuerst auf diese Eigenschaften und ihre Beziehung zu orgonotischen Funktionen aufmerksam gemacht, in CORE, Vol. 6, veröffentlicht im Juli 1954.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Der biologische Rechenfehler der sozialen Orgonomie…

15. März 2018

Dem informierten Leser etwa von Charles Konias Buch The Emotional Plague wird sehr bald eine verheerende Leerstelle der Orgonomie auffallen. Die Orgonomie betrachtet alle Menschen als gleich. Der einzige Faktor, der sie unterscheidet, ist die Panzerung und ihre sozialen Konsequenzen, die zwar ein Eigenleben führen können, etwa in Gestalt der Klassentrennung, doch prinzipiell ist die Panzerung die einzige Ursache der Unterschiede. Beseitige die Panzerung und die sozialen Fragen sind (zumindest langfristig) gelöst.

Das ist ohne Zweifel richtig, wenn man nur die bioenergetische Ebene im Auge hat, doch wird dabei geflissentlich ein rein „mechanischer“ Faktor übersehen, der einen empfindlichen Kontrapunkt zu diesem Konzept setzt: der angeborene IQ. Sehr grob dargestellt, ist man bei einem IQ unter 70 geistig behindert, bei unter 80 kann man seinen Lebensunterhalt in einer Industriegesellschaft nicht selbständig erwirtschaften, bei unter 90 ist man nicht in der Lage selbständig zu arbeiten und bei unter 100 bleibt der „kritische Bürger“, der erst eine Demokratie möglich macht, eine Illusion. Jetzt überlege man sich, daß es außerhalb Europas (inkl. Nordamerika, Australien, etc.) und Ostasiens kein Land gibt, wo der durchschnittliche IQ bei 100 und darüber liegt und daß er in weiten Gebieten Schwarzafrikas bei 70 und sogar darunter liegt.

Es gibt nicht nur charakterologisch (d.h. bioenergetisch) bedingte Hilflosigkeit, etwa der Hochbegabte, der sein Leben als Penner fristet, sondern auch eine rein mechanisch bedingte Hilflosigkeit. Werden im Süden Afrikas etwa Obstplantagen Schwarzen übereignet, fällen sie als erstes die Bäume, um Geld mit dem Verkauf des Brennholzes zu machen. Dieses unverantwortliche Verhalten hat nichts mit Panzerung zu tun, sondern sie ist Funktion einer rein organisch bedingten Einschränkung.

Wir können die Welt nicht erlösen! Zweifellos hat die Orgonomie als „linkes“ Projekt angefangen und das wirkt nach. Elemente davon haben sicherlich auch ihre Berechtigung, doch der linke Grundimpetus, die Welt an einem archimedischen Punkt geraderichten zu können und alle Probleme zu beseitige, ist nicht tolerabel. Man kann die Unterschiede der Rassen und Klassen nicht „aufheben“, auch nicht „bioenergetisch“!

Blogeinträge Mai 2010

31. Juli 2016

Im Mai 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge Mai 2010

  • Das Scheitern der modernen Psychiatrie
  • Wir sollten unsere politischen Leidenschaften bändigen
  • Die sozio-politische Rotverschiebung
  • Die emotionale Dynamik zwischen den Islamo-Faschisten und den westlichen Liberalen
  • Was geschieht mit der Türkei?
  • Die Emotionelle Pest lebt davon, im Verborgenen zu bleiben
  • Der Vertrauensverlust der amerikanischen Wähler

 

 

Leserkommentare zu „Die sozio-politische Rotverschiebung“:

Peter 2015: Hier die perfekte Beschreibung der Rotverschiebung:
http://www.pi-news.net/2015/05/vaclav-klaus-in-deutschland-nur-linke-parteien/

Sebastian Says: In diesem Artikel geht es um die Probleme einer konservativen Partei in einer roten Parteienlandschaft. Dem Autor zufolge zerfleischt sie sich aufgrund eines Streites um die Ausrichtung der Partei – entweder attraktiver oder antagonistischer Gegensatz – selbst:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article141006424/Die-AfD-hat-eine-grosse-Chance-verschenkt.html

Peter: In den USA haben jetzt die Linken die absolute Übermacht! http://www.politicususa.com/2015/05/22/america-liberal-nation-time-social-liberals-outnumber-conservatives.html

Sebastian: Dabei hatte ich schon Hoffnungen, dass das Pendel nach Obama wieder zurückschwingt.

Robert: Dazu passt, dass die Atheisten in den USA stark zunehmen.

Peter: Zu diesem Komplex möchte ich noch zweierlei sagen. Erstens haben die Konservativen selbst schuld! Es ist ja nun nichts falsch, was Reich über die autoritäre Familie gesagt hat. Man schaue sich nur dieses Photo des republikanischen Präsidentschaftskandidaten plus Familie von 2012 an:

Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein!

Zweitens: Reich glaubte (hoffte), daß der Schock des Zweiten Weltkriegs die Menschen in Richtung Arbeitsdemokratie bewegen würde und Konia, Crist et al. dachten ähnliches in Bezug auf den 11. September – ein Ende der Überexpansion und damit eine Rückkehr zu konservativen Werten. Das genaue Gegenteil ist eingetreten!
Die Massen lernen einfach nichts hinzu.

Dazu Robert: Man kann von jedem Politiker dumme und lächerliche Fotos schießen. Selbst Reich berichtete, dass in der norwegischen Pressekampagne ein Foto von ihm in einer faschistischen Zeitung veröffentlicht wurde, das ihn wie ein Idiot aussehen ließ.

Peter: Es muß so aussehen, als würde ich alles und jeden hassen. Nein, es gibt tatsächlich Menschen und Meinungen, die ich vorbehaltlos liebe. Etwa den hier:
http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Henryk-M-Broder-Die-Deutschen-leiden-an-einer-Wohlstandsverwahrlosung-1865143857#.VWb9sCvgByg.facebook

Peter: Die CDU ist eine kommunistische Partei, die umgehend verboten gehört:
http://vera-lengsfeld.de/2016/05/26/erneuerter-gedenkort-fuer-einen-massenmoerder

Eine Antwort zu „Was geschieht mit der Türkei?“

Peter 2012: Hier ein kleines Schlaglicht auf die Situation in der Türkei:
http://haolam.de/artikel_11663.html
Es ist dort „1932“!

Zu „Die Emotionelle Pest lebt davon, im Verborgenen zu bleiben“

Robert 2013: „Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silvia, des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad und des türkischen Ministerpräsidenten Recap Tayyip Erdogan,…“
Nanu, bin ich wieder mal falsch informiert?
Brasilien ist eine parlamentarische Demokratie, sozusagen der Vorhof der USA, und Erdogan der westliche Bluthund, von dessen Land der Guerillakrieg gegen Syrien stattfindet. Die Atomanlagen im Iran werden übrigens von der Atomenergiekommission überwacht, was nicht viel heißen muss, das gebe ich zu.
Warum lässt die sogenannte Freie Welt ihren Erdogan, NATO-Partner, das zu?
Da stimmt doch wieder mal in Konias Schwarz-Weiß-Weltsicht einiges nicht. Macht aber nichts, irgendeine „orgonotische“ Erklärung wird er schon finden, Reich kann sich auch nicht mehr gegen solche Konstruktionen wehren.
So ist quasi Konias Definition:
Alles was gegen westliche Interessen und monoimperialistische Kriege ist, wird als emotionale Pest bezeichnet.
Das ist schön trivial und erspart Faktenwissen und Nachdenken.

Peter: Hier nochmals etwas Hintergrund, um zu zeigen, daß es wirklich um die Emotionelle Pest geht:
http://forum.revhh.org/index.php?topic=5272.0;wap2

Peter: Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte Ahmadineschad im November 2009 mit offenen Armen in Brasília empfangen. Im Atomstreit hatte sich Lula zum Vermittler zwischen Iran und Amerika aufschwingen wollen, woran er allerdings scheiterte.
Diesmal hat Teheran nach Auskunft des brasilianischen Außenministeriums nicht einmal angefragt, ob Ahmadineschad vorbeischauen dürfe. Lulas Nachfolgerin Dilma Rousseff ist auf Distanz zu Iran gegangen, der Handelsverkehr hat sich seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr drastisch vermindert. Mit ihrem Kurswechsel habe Frau Rousseff das von Lula gestörte Verhältnis zu den Vereinigten Staaten verbessern wollen, heißt es in Brasília.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ahmadineschad-in-suedamerika-bogen-um-brasilien-11603703.html

Robert: „Dies ist ein klassisches Beispiel für die Emotionelle Pest in Aktion: der vorgebliche Grund, der für eine Handlung angegeben wird, und der wahre Grund stimmen nie überein.“
Es gibt noch viel bessere Beispiele:
Der Irak hat Massenvernichtungswaffen und muss ausgeschaltet werden.
Osama bin Laden operiert von Afghanistan aus, dass deswegen besetzt werden muss.
Syrien könnte chemische Waffen benutzen und wir, der Westen, müssen das Land deswegen besetzen.
To be continued…

Peter: Wie selbstverständlich die Annahme ist, Bush habe vor dem Irakkrieg über die mutmaßlichen irakischen Massenvernichtungswaffen gelogen, zeigt sich auch daran, dass eigentlich nie versucht wird, sie zu belegen. Der Grund dafür ist einfach: Es geht nicht. Wer diese Behauptung aufstellt, lügt selbst.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-fair-game-wahrheit-und-dichtung-ueber-george-w-bush/3190550.html
Aber so ist die total verquere Welt der Linken und deutscher „Verschwörungstheoretiker“. Alles, wirklich alles, ein dumpfes Lügengebäude. Dazu auch ein sehr interessanter Leserbrief im obigen Link:
Zu den unausrottbaren linken Propagandamärchen gehört die endlos wiederholte aber falsche Behauptung, die Amerikaner hätten Saddam im Krieg gegen den Iran bis auf die Zähne bewaffnet. Tatsächlich war der Anteil der Rüstungslieferungen aus den USA vollkommen unbedeutend; er beschränkte sich auf ein paar Hubschrauber und entsprach somit in Bezug auf Umfang und Qualität etwa dem Beitrag der BRD an den Lieferungen. Fast das gesamte irakische Waffenarsenal stammte aus der Sowjetunion und aus Frankreich. Die Russen lieferten HiTech-Kampfflugzeuge, Panzer, Scud-Raketen etc., die Franzosen versorgten Saddam u.a. mit modernsten Bombern vom Typ Mirage, und verkauften ihm Exocet Raketen und eine leistungsfähige Luftabwehr. Auch Uran für eine Atombombe sollte geliefert werden, doch der Deal wurde durch amerikanische und israelische Intervention im letzten Moment vereitelt. Und wäre Osirak in Betrieb gegangen, hätte der Reaktor langfristig das für eine irakische Atombombe benötigte spaltbare Material abgeworfen.
Tatsache ist, dass deutsche Wissenschaftler und Ingenieure den Irakern beibrachten, wie man Giftgas herstellt. Doch die sonst für ihre kritische Haltung bekannten Deutschen, wenn es um tatsächliche oder vermeintliche Verfehlungen anderer geht, waren einschließlich ihrer Regierung auf den irakischen Auge immer auffallend blind und sie sind es offensichtlich noch.

Peter: Hier eine sehr gute Analyse am Beispiel der Neonazi-Debabtte um Augstein: wie sich eine emotionell pestkranke Reaktion durch die Bevölkerung frißt und wie man sie mit kontaktvollen Analysen stoppen kann:
http://schwarzoderweiss.wordpress.com/2013/01/04/offene-notiz-fur-julia-klockner/

Robert: Der konservative Jan Fleischhauer zu den Vorwürfen über Augstein:
Antisemitismus-Debatte
Der Fall Augstein
Eine Kolumne von Jan Fleischhauer
Was bringt ein renommiertes Institut wie das Simon-Wiesenthal-Zentrum dazu, einen SPIEGEL-ONLINE-Kolumnisten unter die zehn schlimmsten Antisemiten einzureihen? Die Erklärung liegt in den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-debatte-der-fall-augstein-a-875976.html

Peter: Schauen wir doch mal, was Augstein eigentlich gesagt hat!!
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alles_auf_anfang_was_hat_augstein_eigentlich_geschrieben/

Peter nochmal zum eigentlichen Thema:
http://nachrichten.t-online.de/54-millionen-scheck-weckt-verdacht-der-usa/id_62074876/index

Der DOR-Notstand und Saharasia

19. März 2016

Seit 1998 herrscht, so die NASA, in Arabien die schlimmste Dürre seit 900 Jahren. Diese Dürreperiode sei länger und um 50 Prozent trockener als alle in den letzten 500 Jahren. Der Bericht in der Welt setzt das in Zusammenhang mit dem sich zuspitzenden Religionsstreit zwischen Sunniten und Schiiten, dem eklatanten Demokratiedefizit und dem Mangel an Frauenrechten im Nahen Osten. Hinzu kommt eine Bildungskatastrophe und eine ökonomische Katastrophe: die Region war 2005 weniger industrialisiert als 1975!

Daß es in Arabien irgendwann kriseln mußte, war also klar. Doch warum ausgerechnet 2011? Und warum überall zugleich? Darauf lieferte die NASA einen Teil der Antwort. Im Sommer 2010 kamen mehrere extreme klimatische Ereignisse zusammen, die das labile Gleichgewicht des Nahen Ostens kippten: In China herrschte eine Jahrhundertdürre, riesige Steppenbrände in der Ukraine und Rußland und starke Überschwemmungen in Kanada und Australien führten zu Mißernten und verdoppelten den Weizenpreis.
Das traf vor allem den Nahen Osten – eine Region mit fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber nur einem Prozent der weltweiten Süßwasserreserven. Neun der zehn größten Weizenimporteure der Welt sind hier. Besonders devisenarme Staaten wie Ägypten litten darunter. Hinzu kam besagte, von der NASA belegte Dürre.

Zwischen 2006 und 2011 waren in Syrien 85 Prozent der Herden verendet und 800 000 Bauern hatten ihren Lebensunterhalt verloren. Der Artikel verweist sodann auf den Untergang der Hethiter, Assyrer, Ägypter, etc. in der Antike, später der Untergang von Byzanz. All diese Reiche scheiterten an ähnlichen Faktoren. Europa wird heute dank der Flüchtlinge in einen neuen Strudel des Zivilisationsuntergangs hineingezogen.

Es ist der in Saharasia konzentrierte DOR-Notstand, den Reich in den 1950er Jahren entdeckt hatte.

Die WHO hat eine „Hitliste der Luftverschmutzung“ vorgelegt. Die UNO-Organisation untersuchte die Feinstaubkonzentration in der Atmosphäre von 1.100 Städten in 91 Ländern. Demzufolge ist die Luftverschmutzung in einigen iranischen Städten weltweit am schlimmsten. Es folgen die Nachbarländer Indien, Pakistan und die Mongolei. Genauer: Ahvaz im Iran, gefolgt von Ulan Bator in der Mongolei, Sanandaj ebenfalls im Iran, Ludhiana in Indien und Quetta in Pakistan. Am saubersten sei die Luft in Städten in Norwegen, der Schweiz, den USA, Neuseeland, Irland, Kanada, den baltischen Staaten, Mauritius und Australien. Das sei auch bedingt durch geringere Bevölkerungsdichte und günstigere Windverhältnisse.

Es ist allzu offensichtlich, daß Umweltstandards hier eine wichtige Rolle spielen. In einem rein agrarischen Indien, wie Gandhi es vorgeschwebt hat, wäre die Situation besser und vom berüchtigten Smog im Los Angeles der 1960er und 70er Jahre brauchen wir erst gar nicht reden. Trotzdem spielt mit Sicherheit auch die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre selbst eine Rolle und hier geht es um mehr als nur „günstige Windverhältnisse“. Es geht darum, ob die Atmosphäre „lebendig“ ist und „pulsiert“ oder ob eine tote Wüstenatmosphäre vorherrscht, die der Luftverschmutzung nichts entgegensetzt, sondern sie nur noch weiter verschärft.

Die zentralasiatischen und teilweise auch die südasiatischen Länder liegen im Zentrum oder Grenzen unmittelbar ans Zentrum Saharasias, dem größten geschlossenen Wüstengebiet des Planeten, das von der Westküste Marokkos bis vor die Tore Pekings reicht. Luftverschmutzung hat hier fatale Folgen, da die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre kompromittiert ist. Ich würde dabei soweit gehen, das Menschentier und seine Technologie als integralen Teil dieser Atmosphäre zu betrachten, so daß man „Umweltstandards“ durchaus zu den „Selbstreinigungskräften“ hinzuzählen könnte. Umgekehrt trägt zweifellos auch die Luftverschmutzung zur Ausbreitung Saharasias bei. Es gibt eine funktionelle Identität zwischen Wüstenatmosphäre und Smog. Das sieht man am typischen „Wüstendunst“, der von Smog kaum zu unterscheiden ist.

Amato Evan, University of Virginia, et al. zufolge hat sich in den letzten dreißig Jahren die Stärke der Frühjahrs-Wirbelstürme im nördlichen Indischen Ozean verdoppelt, im letzten Jahrzehnt sogar verdreifacht. Bisher hätten vertikale Scherwinde, die durch die großen Temperaturunterschiede zwischen der aufgewärmten Meeresoberfläche und den kalten oberen Luftschichten hervorgerufen wird, derartige Frühjahrstürme weitgehend verhindert, doch die zunehmende Luftverschmutzung zerstöre diesen Mechanismus, der Zyklone geradezu zerschreddert. In den letzten 80 Jahren habe sich die Luftverschmutzung versechsfacht, so daß 10 Prozent der Sonnenstrahlung die Meeresoberfläche nicht mehr erreicht, entsprechend kühlt sie ab. Es geht dabei um eine große, immer weiter anwachsende und mittlerweile drei Kilometer dicke braune Smogschicht über Nordindien.

Diese Asian Brown Cloud ist funktionell identisch mit dem was Reich als DOR-Wolken beschrieben hat. Die vermehrt auftretenden Zyklone könnte man als Versuch der Natur betrachten, dieses DOR zu sequestrieren bzw. „auszutreiben“.

Reich hat in den 1950er Jahren ähnliches in Nordamerika beobachtet, wenn auch auf einer kleineren Größenebene, d.h. bei lokalen Wettererscheinungen. 1955 schrieb er dazu:

Es wird uns nicht überraschen, wenn wir hören, daß dasselbe Prinzip, den eindringenden Störer der Integrität des Organismus abzustoßen[, d.h. die „Sequestration“], sich auch in der unbelebten Natur findet, und zwar bei der Bildung von Windhosen, Tornados und ähnlichen atmosphärischen Störungen. DOR-Wolken sind von hocherregter OR-Energie umgeben. Wenn aus dem Westen oder Südwesten frische OR-Energie herangezogen wird, entwickeln sich Wirbelwinde ähnlich den Windhosen in Wüsten und Gebieten, die im Begriff sind, zur Wüste zu werden. […] Heftige Winde entwickeln sich, meist in Form von plötzlichen Böen, die schwärzliche, schmutzig aussehende Wolken vor sich hertreiben. Diese Wirbelwinde jagen den Staub hoch, daher die englische Bezeichnung „dust devil“ = „Staubteufel“. Doch hat dies wenig mit „Staub“ zu tun. Es handelt sich vielmehr um die Reaktion erregter atmosphärischer Energie auf die tödliche, verderbenbringende DOR-Energie, die das Leben abtötet. Der Wirbelwind kann sich zu einem regelrechten Sandsturm oder einem Tornado entwickeln. Die Ursachen für die Unterschiede in Stärke und Form dieser Erscheinungen sind noch ungeklärt. Das allgemeine Prinzip ist jedoch klar: die Sequestration und Eliminierung des verderbenbringenden Eindringlings aus einem integralen System. (Ausgewählte Schriften, S. 469)

Für den indischen Subkontinent, Iran und Oman ist diese energetische Reaktion absolut verheerend; die Schäden gehen in die Milliarden und Dutzende, wenn nicht Hunderte von Menschenleben sind zu beklagen. Vor 1998 in den Monaten vor und nach der Monsun-Zeit hatten die Wirbelstürme selten Windgeschwindigkeiten, die über 80 km/h hinausgingen. Seitdem erreichten fünf Monsterstürme doppelt so große Geschwindigkeiten, manchmal mehr als 185 km/h.

Haben diese Vorgänge wirklich rein mechanische Ursachen (Abkühlung der Meeresoberfläche und damit Nachlassen der vertikalen Scherwinde) oder energetische (OR sequestriert DOR)? Erst mal ist nicht recht einzusehen, warum nachlassende Scherwinde derartig dramatische Folgen zeitigen sollten. Und zweitens hat man die geringere Oberflächentemperatur des Meeres nicht direkt gemessen, sondern schließt darauf ausgehend von Computersimulationen. Könnte das Nachlassen der vertikalen Scherwinde nicht auch direkter Ausdruck der atmosphärischen (energetischen) Stagnation sein, die durch das DOR hervorgerufen wird?

Warum ist hier Religion ein so großes Thema? (Teil 1)

3. September 2015

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, daß „Religion“ zu meinen Hauptinteressen zählt. Ich kann die rationalistische Verachtung für dieses Thema nicht nachvollziehen, gibt es doch keinen Bereich, der die Menschen mehr vereinigt und gleichzeitig mehr trennt. Ich meinerseits empfinde Verachtung für Menschen, die, wie Hitler, dieses Thema aus opportunistischen Gründen kleinhalten wollen, weil es Deutschland, die multikulturelle Gesellschaft oder welche Gemeinschaft auch immer spaltet und „Gefühle verletzt werden könnten“. Gefühle! Das geht soweit, daß Religionskritik zunehmend kriminalisiert wird.

Ich bin zu diesem Blogeintrag neulich inspiriert worden, als mir der Besitzer eines kleinen Bekleidungsgeschäfts hier im Einkaufszentrum auf der Straße begegnete. Der Mann stammt aus Indien und ist Sikh. Mir ging auf, wie vollkommen anders er auftritt, sich bewegt, wie vollkommen anders seine Mimik ist und seine Ausstrahlung als bei einem Moslem. Buchstäblich: Sikh gehen anders als Moslems, nämlich gutgelaunt und entspannt. Ich kenne das aus meiner eigenen Familie, seit ich ein Baby bin: Katholiken sind vollständig andere Menschen als Protestanten. Die Atmosphäre in einer katholischen Stadt in Norddeutschland, etwa Münster oder Hildesheim, ist vollkommen anders als in einer vergleichbaren protestantischen Stadt, etwa Oldenburg oder Lübeck, nämlich bedrückt und bedrückend, die Menschen gehen gebeugter. Das typische katholische Miasma.

Jamaika war in den 1970er Jahren, als es von den Rastas geprägt wurde, ein vollkommen anderes Land als heute, wo es von der Hip-Hop-Kultur dominiert wird. Gut, Hip Hop ist keine Religion, aber es geht hier vor allem um Kultur, Lebensgefühl, Werte, „Geist“. Nichts änderte sich in Jamaika, „nur“ die Populärkultur, und aus dem karibischen Paradies wird die Hölle auf Erden! Vom Marxistischen Ungeist vernebelte Dummköpfe werden das nie begreifen. Sie werden nie verstehen, daß Australien eine Erfolgsgeschichte ist, weil es protestantisch geprägt ist, und das vergleichbare Argentinien ein Trauerspiel, weil es katholisch ist.

Ich könnte so unendlich fortfahren, etwa auf die Inder und Pakistaner in England verweisen, die genetisch und kulturell identisch sind, die sich nur durch die Religion unterscheiden – und deren Stellung in der englischen Gesellschaft nicht unterschiedlicher sein könnte. Es gibt wirklich keinen wichtigeren Faktor im gesellschaftlichen Leben als die Religion! Das wußte im übrigen auch Reich bereits zu Zeiten der Sexpol, als er die Bedeutung der Sexualökonomie im gesellschaftlichen Leben analysierte.

Mein Traum wäre eine Art „Charakteranalyse“ der Religionen zu schreiben, doch das überschreitet mein Wissen und Können bei weitem. Deshalb hier nur ein paar Stichworte zur Anregung:

Erstmal zurück zu meinem Sikh und seiner Art der Bewegung. Man schaue sich Pierre Vogel oder irgendeinen anderen Vertreter des Islam an: alle haben die gleichen Manierismen, die gleiche Ausstrahlung, den gleiche Zungenschlag, den gleichen „Stallgeruch“. Und dann betrachte man zum Vergleich dazu Vertreter des Sikhismus: wie Menschen von zwei verschiedenen Planeten!

Es geht schlicht um unterschiedliche Ausdrucksweisen der organismischen Orgonenergie in ganzen Gruppen. Wie Glaubensdinge sich an der Orgonenergie festmachen, sieht man an folgendem Beispiel:

Ich kenne eine 6-jähriges Mädchen, die hin und wieder gerne während der Dämmerung mit ihrer Mutter auf der Couch liegt. Sie sagt ihrer Mutter, sie solle auf dem Rücken liegen und zur Decke schauen. Dort gäbe es, so erzählt sie, sehr viele angenehme bewegte Bilder zu sehen. Nach einem Aufenthalt bei ihren Großeltern erwachte das Kind eines abends stark verängstigt. Nachdem sie etwas beruhigt war, sagte sie, daß sie an der Decke und an den Wänden die sich bewegenden Augen der Großmutter sehe. Sie würden sie beobachten und ihr sagen, zu masturbieren sei schlimm. Der Eindruck hielt an, selbst nachdem das Licht eingeschaltet wurde. Die Kleine bestand auf der Objektivität ihrer Wahrnehmung. Sie verlor ihre Angst, als die Mutter, statt diese Objektivität in Frage zu stellen, ihr sagte: „Vertreib die Augen. Sie haben Dir nichts zu verbieten.” (Jakob Baumann: „Some Observations of Atmospheric Orgone Energy”, Orgone Energy Bulletin, Vol. 2, S. 81)

Hier haben wir schon die ganze Geschichte des Monotheismus. Wenn man das Alte Testament liest, ging es vor allem um atmosphärische Phänomene, die man einem „Gott“ zuschrieb, der in seinen Moralvorstellungen eine erstaunliche Nähe zu den Patriarchen der nomadisierenden Völker zeigte, die schließlich Israel ausmachten. Nicht von Ungefähr stellte Michelangelo dieses „Über-Ich“ als gestrengen Greis mit weißem Bart dar. Der absurde Glaube an diesen „Gott“ konnte sich aber nur verankern, weil er im Großen und im Kleinen (siehe das Erleben des kleinen Mädchens oben, wo atmosphärische Orgonenergie unversehens zum plastischen „Über-Ich“ wird) mit überwältigenden orgonotischen Phänomenen verbunden war. Sie sind überwältigend, weil die atmosphärische und die organismische Orgonenergie funktionell identisch sind und man sich entsprechend kaum gegen diese Massenpsychose wehren kann.

Der Monotheismus konnte sich nur im Zentrum Saharasias entwickeln, wo mit der wachsenden Ver-Wüstung die atmosphärische Selbstregulation zusammenbrach und es entsprechende überwältigende atmosphärische Phänomene gab. In der übrigen Welt, etwa in Griechenland, herrschte weiterhin der Polytheismus vor, der nichts anderes ist als eine Projektion des Gefühlslebens des Menschen. Die Götter des Olymp sind anders als Jahwe keine moralischen Instanzen, sondern ganz im Gegenteil, wieder psychoanalytisch ausgedrückt, die widerstreitenden Strebungen des „Es“. Der Altphilologe Robert Hübner schreibt zu dieser Glaubenswelt:

Oft hat man den Eindruck, daß die Unsterblichen nichts anderes sind als personifizierte Kräfte, Gefühle, Handlungsmöglichkeiten oder Eigenschaften des Menschen; wenn diese in ihrer stärksten Ausprägung – von intensivem Erleben begleitet – auftreten, werden sie als göttlich empfunden. (…) Diese Ausprägung des Göttlichen wird mit Ehrfurcht betrachtet: man besitzt in jenen Zeiten die Bescheidenheit, erstaunliche Energieausbrüche nicht ohne weiteres der eigenen Kraft zuzuschreiben. Es ist klar, daß diese Götter keines „Glaubens“ bedürfen: jeder erfährt sie an sich selbst ganz unmittelbar. (…) Niemand kann aber je alle inneren und äußeren Kräfte überschauen und beherrschen. Daher gibt es auch Furcht vor den Göttern. Dann werden sie als vom Menschen nicht lenkbare Wesen empfunden. Der Einzelne bleibt im Rahmen dieser Götterwelt im Grunde auf sich selbst gestellt. Das erfüllt ihn mit Stolz – aber auch mit Gefühlen der Unsicherheit und Verlassenheit. (Robert Hübner: Elemente einer Selbstbiographie, Berlin 2015, S. 68)

Hier dreht sich alles, man möchte sagen „animalisch“, um die eigenen orgonotischen Impulse und entsprechend um das eigene Fortkommen, die eigene Familie, das eigene Volk. Universalistische Gedanken, eine allumfassende Feindesliebe und Fanatismus in „Glaubensdingen“, wie sie dem Judentum eigen sind, sind polytheistischen Völkern, wie den antiken Griechen, den Indern, Chinesen und Japanern wesensfremd.

Der Sikh und der Moslem stehen jeweils am Ende einer langen Entwicklung dieser beiden Traditionsstränge. Beispielsweise hat der Islam den Anspruch den Universalismus des Judentums zu vollenden, indem er dezidiert „nichtvölkisch“ ist. Kurioserweise hat er aber das altertümliche Stammesdenken weiter verschärft, indem er das Heil an die Mitgliedschaft in der „Umma“ (der Glaubensgemeinschaft, die idealerweise auch eine staatspolitische Gemeinschaft ist) bindet, während im Judentum jeder des Heils sicher ist, solange er ein gottgefälliges Leben führt. Nur Masochisten können überflüssigerweise zum Judentum übertreten und sich all den priesterlichen Regeln unterwerfen! Beim Islam ist es ebenfalls so, daß nicht alle Menschen zum Islam übertreten müssen – aber mit einer grundlegend anderen Implikation: Hauptsache, die Scharia gilt uneingeschränkt; die Ungläubigen sollen gar nicht alle bekehrt werden, sondern eine gewisse Anzahl hat den Moslems als rechtlose Sklaven zu dienen.

Der Islam hat auch den Anspruch den „Polytheismus“ des Christentums (doppelte Natur Jesu, Dreieinigkeit, Maria und die Heiligen) zu überwinden und wird dadurch zu einer patriarchalen Gesetzesreligion, in der keinerlei Platz mehr für Selbststeuerung ist. Er übernimmt also das Schlechteste der beiden Traditionen: die Rücksichtslosigkeit und Amoral der Polytheisten, die nur das Eigene kennen, daß gegen das Fremde durchgesetzt werden muß, und die patriarchale Außensteuerung der Monotheisten. Die Abpanzerung ist total.

Der Sikhismus, der an der Schnittstelle von Islam und Hinduismus entstanden ist, hingegen übernahm das Beste der beiden Traditionen: eine universalistische Mitmenschlichkeit ohne jeden Ausschluß der „Unglaubigen“ und eine erstaunliche Toleranz in Glaubensdingen. Die zehn Gurus übermittelten keine absoluten Glaubenswahrheiten, sondern praktische Lebensweisheiten, die jeder am eigenen Leibe erfahren kann.

Das Resultat sind zwei vollkommen unterschiedliche Menschentypen, die sogar einen unterschiedlichen Gang haben. Nichts prägt die organismische Orgonenergie mehr als die Religion. Religion ist der Kontakt mit der Orgonenergie vermittelt durch unterschiedliche Charakterstrukturen – die wiederum den Kontakt mit der Orgonenergie bestimmen.

religionmonopoly

Der Mensch, der selbst Produkt der Natur ist und durch diese belebt wird, belebt, als Animist, seinerseits das Unbelebte in der Natur oder stößt, als Naturwissenschaftler, auf die Lebensenergie in der unbelebten Natur. Er ist weder triebhaft, wie der Polytheist, noch triebgehemmt, wie der Monotheist, sondern schlicht ein Menschentier.

Psychopharmaka und Orgonomie (Teil 2)

11. März 2015

1955 veröffentlichte Reichs Mitarbeiter Robert A. McCullough „Antibiotics, Cloudseeding and Life Energy“ in dessen Zetschrift CORE. Es ging darum, daß der Eingriff der mechanistischen Wissenschaft in lebendige Systeme (Organismen, denen Anti-Biotika verabreicht werden, und die von der Lebensenergie durchströmte Atmosphäre, die mit „Wolkenimpfen“ gepiesackt wird) zwangsläufig zur Wüste führt („innere Wüste“ und „äußere Wüste“ nach Reich).

Das folgende ist eine „Variation“ zu diesem Thema. Ich verweise auch ausdrücklich zurück auf OROP Wüste:

Man muß den Artikel aus der Nervenheilkunde wirklich gelesen haben, um es zu glauben:

Es gibt Belege dafür, daß selbst kleinste Mengen von Lithium im Trinkwasser die Suizidrate und sogar das Auftreten von Verhaltensstörungen und damit zusammenhängenden Gewaltverbrechen statistisch signifikant senken. Wäre es da nicht angebracht, dem Trinkwasser Lithium in harmlosen Konzentrationen beizumengen, zumal es ohnehin von Natur aus in Spurenelementen vorkommt?

Im internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt, Artikel 12) ist das Recht auf höchstmögliche körperliche und geistige Gesundheit sowie das Recht auf medizinische Versorgung für jeden Menschen festgeschrieben. Mit der Ratifizierung des Sozialpakts gehen Staaten dabei eine verbindliche Verpflichtung ein, das Recht auf Gesundheit jedes Einzelnen zu achten. Sind Staaten somit nicht dazu verpflichtet, beispielsweise durch eine Lithiumsupplementation, Prävention zu betreiben, um Suizide zu verhindern?

Warum bei Lithium haltmachen? Wie ich in Drogen und Sexualökonomie gezeigt habe, ist, ob wir wollen oder nicht, unsere Umwelt (Wasser und sogar die Luft) sowieso bereits von den Rückständen legaler und illegaler psychoaktiver Substanzen belastet.

Reich selbst war die Überlegung, auf die Massen psychiatrisch einzuwirken, alles andere als fremd. Teil dessen, was Reich als „Sozialpsychiatrie“ bezeichnet hat, beinhaltete die Beeinflussung der atmosphärischen Orgonenergie mit dem Cloudbuster. Er wollte mit dem Cloudbuster das DOR aus der Atmosphäre abziehen und so den energetischen Druck von den Massen nehmen. Das Aufbrechen der „atmosphärischen Panzerung“ sollte auch die charakterliche Panzerung in den Massen lockern.

Wo liegt der grundsätzliche Unterschied zwischen dem Gedankenspiel der Psychiater, die in Nervenheilkunde schreiben, und Reichs hier kurz umrissenen Ansatz? Es geht um unterschiedliche Ebenen bzw. den grundlegenden Unterschied zwischen Energie und Masse:

Wenn ich auf der tieferen, energetischen Ebene operiere, beeinflusse ich ohnehin jeden, der sich in dem „Energiemeer“ bewegt. Wenn ich jedoch träge Masse, in diesem Fall chemische Stoffe, zur Anwendung bringe, dann richtet sich dies naturgemäß auf das Individuum.

Wie leben in einem (Orgon-) Energiemeer und man kann nicht sinnvoll darüber streiten, daß dieses Meer so sauber zu sein hat, wie nur irgend möglich. Es kann prinzipiell nichts Verwerfliches daran sein, mit einem Cloudbuster das DOR aus der Atmosphäre zu ziehen, damit die Menschen sich besser fühlen und sich sozialer verhalten! Es ist aus funktioneller Sicht jedoch etwas grundsätzlich anderes, wenn die Massen unterschiedslos einer Zwangsmedikation ausgesetzt werden, um zielgerichtet ihr Verhalten zu verändern.

Man muß wissen, was man tut! „Wetterbeeinflussung“ ist ohne staatliche Genehmigung illegal. Das Problem ist, daß weder jemand etwas gegen das Aufrichten von Metallröhren unternehmen wird, noch können die mechanistischen Meteorologen die Folgen ihrer Experimente abschätzen, solange sie nicht das energetische Kontinuum in der Atmosphäre, das Orgon, berücksichtigen.

2010 wurde aus Perth, der größten Staat an der Westküste Australiens, von einem „Monstersturm“ berichtet, der die Stadt verwüstet habe. Ohne jede Vorwarnung zog das Gewitter „aus heiterem Himmel“ mit schweren Niederschlägen, darunter golfballgroße Hagelkörner, und Orkanböen über die Metropole. In 150 000 Haushalten fiel der Strom aus. Der Gesamtschaden wird auf eine Milliarde australischer Dollar geschätzt.

Woran denkt der Student der Orgonomie bei solchen Berichten? Beispielsweise an die in Perth ansässige Familie von Paul Ritter, der schon zu Reichs Lebzeiten in England die Zeitschrift Orgonomic Functionalism herausgegeben hatte, und mögliche Aktivitäten mit dem Cloudbuster in diesem Umfeld.

2002 notierte ich mir beispielsweise:

Cloudbusting in Griechenland? Seit Jahren wird das Land von schlimmen Dürren heimgesucht. Nun wurde am 16.9.02 über „Wetter-Chaos in Griechenland“ berichtet: Seit 17 Tagen gibt es in weiten Teilen des Landes Regen. Das hat es mitten im Sommer noch nie gegeben. Bisheriges Rekordjahr in Athen war 1929 – mit sieben Tagen Regen.

In Griechenland gibt es eine verhältnismäßig große und sehr aktive orgonomische Organisation.

Am 15.8.52 wurde der kleine Ferienort Lynmouth (Devon) an der Südwestküste Englands von einer Wetterkatastrophe heimgesucht. Über 24 Stunden hinweg fiel das 250fache der üblichen Regenmenge. Zweidrittel des Ortes wurden zerstört. 35 Todesopfer waren zu beklagen.

Das wurde mit einem geheimen Wolkenimpf-Experiment der Air Force in Zusammenhang gebracht, das am Tag zuvor in der Nähe des mittelenglischen Bedford stattgefunden hatte. Meteorologen halten dagegen. Aus der damaligen Wetterkarte sei ersichtlich, daß ohnehin eine Regenfront aus dem Südwesten auf Lynmouth im Anrollen war. Außerdem fand das RAF-Experiment 500 Kilometer von Lynmouth entfernt statt und die besagte Front sei genau in Richtung des Experiments gezogen, also nach Nordosten. Entfernung und Windrichtung würden einen kausalen Zusammenhang ausschließen. Es wird aber auch angedeutet, daß zu dieser Zeit auch über Lynmouth selbst geheime Wolkenimpfungen stattgefunden hätten.

Diese Konfusion macht Sinn, wenn man die Sache von Reichs CORE-Forschung her betrachtet: 1. sind die von dem Meteorologen monierten „unmöglichen Fernwirkungen“ in der Orgonenergie-Hülle des Planeten nichts außergewöhnliches. Und 2. ist die historisch singuläre Stärke der Regenfälle von Lynmouth vielleicht damit zu erklären, daß sich zwei unabhängige Wolkenimpf-Experimente auf fatale Weise wechselseitig energetisch beeinflußt haben, denn die Linie Lynmouth-Bedford stimmt mit der Richtung des Galaktischen Orgonenergie-Stroms überein.

Der DOR-Notstand und El Niño

27. August 2011

Reich zufolge zeigt sich der DOR-Notstand nicht nur in atmosphärischen Erscheinungen (insbesondere verheerenden Regengüssen, die eine „skelettierte“ Landschaft zurücklassen, einerseits und Dürre andererseits), sondern vor allem auch im Verhalten der Menschen. Es ist buchstäblich eine „Atmosphäre der Gewalt“.

Zu seiner Zeit konnte Reich diesen Zusammenhang nur anekdotisch belegen, d.h. beispielsweise mit Sammlungen von Zeitungsberichten, die vielleicht von der Theorie überzeugen, – die bereits von ihr überzeugt sind.

An anderer Stelle habe ich auf den statistisch gesicherten Zusammenhang zwischen Kälteperioden in gemäßigten Breiten und Kriegen hingewiesen, etwa in China und in Europa. Nun haben Salomon Hsiang (Columbia University, New York) et al. statistisch nachgewiesen, daß das Wetterphänomen El Niño, das von trockener Hitze geprägt wird, das Konfliktrisiko in den betroffenen tropischen Regionen erhöht. Es kommt nicht nur zu extremen Regenfällen in vormaligen Dürregebieten und Dürren, die zu verheerenden Bränden in Regenwäldern führen können, die betroffenen Länder haben auch ein doppelt so hohes Risiko für gesellschaftspolitische Unruhen und Bürgerkriege.

[Die Forscher verglichen] 93 Länder, die von Auswirkungen des Phänomens betroffen sind, mit 82 Ländern, deren Wetter aufgrund ihrer geographischen Lage nicht von El Niño beeinflußt wird. Anhand von Daten aus den Jahren 1950 bis 2004 ermittelten sie zunächst ein weltweites Konfliktrisiko. Laut den Forschern liegt die Wahrscheinlichkeit für gewaltauslösende Konflikte in kühleren La-Niña-Jahren bei etwa drei Prozent. In El-Niño-Jahren war das Risiko für solche Konflikte doppelt so hoch, es lag bei sechs Prozent. In nicht von den Wetterphänomenen betroffenen Ländern blieb die Zahl der Konflikte in etwa gleich. Würden diese Länder ständig unter Bedingungen leben, wie sie La Niña mit sich bringt, könnte die Zahl der Konflikte um etwa 21 Prozent reduziert werden, errechneten die Forscher – im ausgewerteten Zeitraum entspräche das 48 Konflikten und Kriegen.

Man schließt auf einen mechanischen Zusammenhang zwischen vermindertem Nahrungsangebot in ärmeren Ländern und gesellschaftspolitischen Konflikten. In wohlgeordneten Ländern wie Australien hat El Niño entsprechend auch nicht die beschriebenen Auswirkungen.

Wäre Reichs Theorie richtig, und es ginge primär um energetische Veränderungen in der Atmosphäre, müßte sich auch in Australien diese „Gewaltatmosphäre“ äußern. Eine entsprechende statistischer Erhebung beispielsweise häuslicher Gewalt wäre interessant. In diesem Zusammenhang habe ich nur anekdotische Berichte wie diesen hier gefunden.