Posts Tagged ‘Gesundheit’

Im Anschluß an „nachrichtenbrief3“: Das universelle Ideal von Schönheit und Gesundheit

30. März 2017

Das Idealbild des Menschen ist universell, seien dies nun die Statuen der Antike oder der Renaissance, die Heiligenbilder des Christentums oder die „Übermenschen“ der diversen sozialistischen und faschistischen Ideologien des 20. Jahrhunderts. Heute finden wir den gleichen Typus in der Werbung und den Produkten der Unterhaltungsindustrie. Trotz aller politischen Korrektheit ist jedem sofort klar, was ein attraktiver Mann bzw. eine attraktive Frau ausmacht. Man kann „Attraktivität“ buchstäblich mit mathematischen Formeln ausdrücken. Es kommt auf Symmetrie und den Goldenen Schnitt an. Orgonometrisch läßt sich das auf die Orgonomform und weiter auf die kosmische Überlagerung zurückverfolgen. Wir empfinden Formen als schön, die zeigen, daß die inerte Materie sich ganz der primordialen Energie unterworfen hat. In mystischer Verzerrung: daß die Materie ganz vom Geist durchdrungen und bestimmt wird. Bei den Bildnissen des „sozialistischen Realismus“ war es dann halt das „Klassenbewußtsein“, das die Menschen so durchdrungen hat, daß sie zu heroischen Gestalten werden.

Soweit das energetische Orgonom, das sich in der Anatomie zeigt. Das orgonotische System, dessen Pulsation im parasympathischen und sympathischen Nervensystem Struktur geworden ist, zeigt sich in der Physiologie, im Ideal der Gesundheit: ein guter, entspannter Muskeltonus, leuchtende Augen, leicht gerötete Wangen, eine gutdurchblutete Haut und den Umständen wohlangepaßte physiologische Reaktionen. Das Ideal ist eine ungehinderte Pulsation und entsprechende Strukturen, die die energetische Pulsation sozusagen materiell vermitteln.

Evolutionsbiologisch läßt sich aufzeigen, daß sich in der Entwicklung zum heutigen Menschen hin das oben beschrieben Idealbild, das etwas im Goldenen Schnitt zum Ausdruck kommt, immer klarer und „reiner“ ausgebildet hat. Man gehe nur der Säugetierreihe von den mäuseartigen Insektenfressern, die unsere Urahnen sind, über die Halbaffen, Affen, Menschenaffen bis hin zum Menschen nach. Beim orgonotischen System läßt sich zeigen, daß bei Fischen, Amphibien und Reptilien das autonome Nervensystem kaum ausgebildet ist und daß es in der Entwicklung hin zum Menschen immer ausgeprägter wurde und vor allem immer besser die orgonotische Pulsation verkörperte. Beim Menschen schließlich steht der Parasympathikus eindeutig für Expansion, der Sympathikus eindeutig für Kontraktion. Hier und da zeigt sich bei der Innervation jedoch, daß die Evolution noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Eine Gesellschaft, die das Entartete, Mißgeformte, Degenerierte und Kranke idealisiert, ist dem Untergang geweiht, da sie sich gegen das Leben selbst stellt. Man denke nur an Degenerationserscheinungen wie den Feminismus oder den Transhumanismus.

Zu diesen Ausführungen siehe auch Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.

Diedrich: Naturnah Forschen (2000)

13. März 2017

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Diedrich: Naturnah Forschen (2000)

Der orgonomische Übermensch: der genitale Charakter, eine Verkörperung absoluter Gesundheit

20. Februar 2017

1927 führte Reich über die Genitalität aus:

Untersucht man analytisch die normale Genitalfunktion bei Männern, die im Sinne unserer Definition orgastisch potent sind, so trifft man neben der phallischen Objektliebe, die sich eindeutig äußert, zahlreiche, mehr oder weniger intensive Tendenzen an, die uns aus den Analysen von Impotenten so gut als prägenitale sowie sadistische Wünsche und als Mutterleibsphantasien bekannt sind. (Die Funktion des Orgasmus, 1927, S. 140f)

Bereits bei der Beschreibung des idealen Orgasmus selbst schränkte Reich ein:

Unter der orgastischen Potenz werden wir die Fähigkeit eines Menschen verstehen, zu einer Befriedigung zu gelangen, die der jeweiligen Libidostauung adäquat ist; ferner die Fähigkeit, weit häufiger zu dieser Befriedigung gelangen zu können, als den Störungen der Genitalität unterworfen zu sein, die auch beim relativ Gesündesten den Orgasmus gelegentlich stören. (ebd., S. 18)

Der nichtneurotische Mensch ist in einer neurotischen Gesellschaft aufgewachsen, die ihre Spuren hinterlassen hat.

„Unneurotisches“ Verhalten ist durch die Fähigkeit des Individuums charakterisiert, seine eigenen irrationalen Impulse (die aus seiner frühen Erziehung stammen und durch seine neurotische Umwelt angestachelt werden) zu erkennen und ihnen nicht Folge zu leisten, so als seien sie vernünftig. (Theodore P. Wolfe: „A Sex Economist Answers“, International Journal of Sex-economy and Orgone Research, 2(2,3), September 1943, S. 158-165)

Reichianer

1. Januar 2017

„Reichianer“ hat es von Anfang an gegeben. Man denke nur an all die Psychoanalytiker, die Reich in den 1920er und Anfang 1930er Jahren in seinen charakteranalytischen Verfahren ausgebildet hat. In der Psychoanalyse, der allgemeinen Psychotherapie und etwa in der Klassifikation der „Persönlichkeitsstörungen“ wirkt er fort, doch das Wesentliche wurde fortgelassen: die systematische Auflösung der Panzerung, um die genitale Libido freizulegen. Statt Gesundheit, also das, was der Patient selbst fühlt, wenn sich die Blockaden lösen, werden willkürliche gesellschaftliche Normen zum Leitfaden der Psychotherapie. Ähnlich ist es um seine „Sexpol-Arbeit“ bestellt, die von der Studentenbewegung wiederaufgegriffen wurde, wobei ausgerechnet jener Fehler wiederholt und potenziert wurde, den Reich bereits Ende der 1930er Jahre rückblickend an sich selbst kritisiert hatte: die Instrumentalisierung der Sexualität für politische Zwecke. Also genau das, was er etwa den Katholiken vorgeworfen hatte. Für Reich war die Sexualität Selbstzweck, d.h. das Leben selbst („die expansive Lustfunktion“) sollte zu Wort kommen, nicht irgendwelche Ideologien.

Dem eigentlichen „Reichianismus“ ist Reich bereits in den 1940er und 1950er Jahren in den USA begegnet, wenn nicht sogar zuvor in Dänemark und Norwegen. Über die Verhältnisse in Skandinavien schreibt er in Rede an den kleinen Mann! Seine Kameradschaftlichkeit und Offenheit wurde gnadenlos ausgenutzt, seine Betonung der Rolle des Liebesglücks im Leben wurde auf pornographische Weise interpretiert, etc. Nach einigen Jahren In Amerika mußte er Presseberichte über Jugendliche lesen, die sich ein geschlossenes „Reichianisches“ Weltbild gebastelt hatten, zeitweise gehörte der Orgonenergie-Akkumulator geradezu zum „chic“ etwa bei dem, was später „Beatniks“ genannt wurde. In Ansätzen hatte man hier bereits alles, was sich später bei den Hippies und „68ern“ fand. Reich lehnte das damals alles radikal ab und wollte nichts damit zu tun haben. Schaut man sich jedoch etwa den Dokumentarfilm Wer hat Angst vor Wilhelm Reich? an, wird Reich explizit mit der späteren Woodstock-Generation in Verbindung gebracht, als wären in irgendeiner Weise seine Träume in Erfüllung gegangen. Nichts könnte ferner von der Wahrheit sein.

Lebenshilfe im NACHRICHTENBRIEF (Teil 3)

7. November 2012

Die verhängnisvollste Lüge stammt von „Aufklärern“ wie Adorno. Sie lautet, daß es „im Falschen kein Richtiges gibt“ oder wie Ernst Bloch es ausgedrückt hat:

Gesundheit ist ein sozialer Begriff, genau wie das organische Dasein der Menschen, als Menschen insgesamt. So ist sie überhaupt erst sinnvoll steigerbar, wenn das Leben, worin sie steht, nicht selber von Angst, Not und Tod überfüllt ist. (Bloch: Das Prinzip Hoffnung, Frankfurt/Main 1977, Bd. 2, S. 541)

Klingt gut, ist aber die denkbar radikalste Lebensverneinung. Selbst wenn es in Europa allen Menschen hervorragend ginge, kämen solche Leute mit dem Schicksal irgendwelcher Aborigines auf fernen Kontinenten an oder gleich mit dem Schicksal der Tiere, die an unserem „Spezieismus“ leiden, einer Form von Rassismus.

Es wird immer „Angst, Not und Tod“ geben. Es ist gut möglich, daß das jetzige Deutschland bereits den Höhepunkt des gesellschaftlichen Glücks verkörpert. Heißt das, daß Gesundheit, bzw. in Reichschen Begriffen „Genitalität“, ein ewiger uneinholbarer Wunschtraum bleiben muß?

Ja, solange es pestilente Freiheitskrämer wie Adorno und Bloch gibt, die den Einzelnen von jeder Verantwortung freisprechen, da ja „die Gesellschaft“ und „die Umstände“ Schuld an der Misere trügen. Es sind alles nur Ausreden! Der Intellekt wird als Abwehr benutzt. Die Massen folgen diesen Scharlatanen, weil diese jeden Einzelnen von seiner persönlichen Verantwortung exkulpieren. Es sind diese angeblichen „Aufklärer“, die die Falle verewigen.

Imgrunde ist diese angebliche Quintessenz der Aufklärung („kein Wahres im Falschen!“) ganz gewöhnlicher sadomasochistischer Mystizismus, denn es läuft darauf hinaus, daß die „Erlösung“ von außen kommt, statt aus der freien Initiative jedes Einzelnen.

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=UKR7LgP1jDM%5D