
Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „T-Bazillen“ und folgende
Die orgonomische Wissenschaft setzt sich aus fünf Bereichen zusammen: 1. Medizin, 2. Soziologie, 3. Biologie, 4. Physik und 5. Kosmologie.
1927 erschien das Buch Die Funktion des Orgasmus, das die Grundlage der spezifischen Lebensarbeit Reichs darstellt. In den folgenden Jahren arbeitete Reich in fünf Bereichen die Grundlagen dessen aus, was wir heute als „Orgonomie“ kennen.
1. Er wurde zu einem militanten Marxisten, der im Anschluß, angefangen mit der 1934 erschienen Schrift Was ist Klassenbewußtsein? sich das Konzept erarbeitete, das er später als „Arbeitsdemokratie“ bezeichnete.
2. Er engagierte sich in der Sexualreformbewegung und erarbeitete im Rückgriff auf die Arbeit von Bronislaw Malinowski die theoretischen Grundlagen seines späteren Konzepts „Kinder der Zukunft“.
3. Er baute die Psychoanalyse zur Charakteranalyse aus, um diese dann ab 1934 zur „charakteranalytischen Vegetotherapie“ zu erweitern.
4. Auf der Grundlage der damaligen biomedizinischen Forschung, insbesondere der von Friedrich Kraus („vegetative Strömung“), legte er die theoretischen Grundlagen dessen, was er ab1934 als „sexualökonomische Lebensforschung“ bezeichnete.
5. Mit der Ausarbeitung und Weiterentwicklung des auf Marx und Engels zurückgehenden Dialektischen Materialismus legte er die Grundlagen des späteren „orgonomischen Funktionalismus“.
Bemerkenswerterweise wurden diese fünf Stränge nicht nur zwischen 1927 und 1934 zu Zeiten seines sehr zeitaufwendigen und lebensgefährlichen politischen Engagements ausgeformt, sondern lassen sich jeweils auf seine Formations- und Selbstfindungsjahre zwischen 1919 und 1926 zurückverfolgen. Sein starkes soziales Engagement zeigte sich bereits in seiner Arbeit am von ihm angeregten psychoanalytischen Ambulatorium für Mittellose in Wien. Eine Arbeit, die sich in seinem ersten Buch, Der triebhafte Charakter (1925), niederschlug, das sich hauptsächlich mit dem „Lumpenproletariat“, sozusagen „den Wilden“ der Neuzeit, beschäftigte und das seine ersten charakteranalytischen Formulierungen enthält. Es sei auch auf seine beiden Artikel über „Eltern als Erzieher“ (1926) und seine frühen naturphilosophischen Studien (insbesondere Henri Bergson und F.A. Lange) verwiesen. Nach 1927 (Die Funktion des Orgasmus) kondensierten sich diese Anfänge zu den genannten fünf Strängen.
Die Zeit zwischen 1927 und 1934 ist kaum zu überschätzen und man reibt sich die Augen, was der Mann in diesen sieben Jahren alles geleistet hat. Nicht nur, daß er die Psychoanalyse zur Charakteranalyse weiterentwickelte, kreierte er auch eine eigenständige Massenpsychologie und das nicht nur in der bequemen Schreibstube, sondern im aktiven politischen Kampf. Sowohl in Wien als auch in Berlin baute er eine sexualpolitische Organisation auf. Quasi nebenbei schrieb er ein Buch zur Ethnographie, das selbst Bronislaw Malinowski selbst beeindruckte, und verfaßte eine sexualsoziologische Studie. Später wurden sie bekannt als Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral und als Die sexuelle Revolution. Und er bereitete spätestens mit seiner bahnbrechenden Studie über den masochistischen Charakter, die Anlaß des endgültigen Bruchs mit Freud war, den „Einbruch ins biologische Fundament“ vor.
Zwischen 2015 und heute haben wir alles in allem (direkte und indirekte Kosten) mehr als 1000 Milliarden Euro denkbar kontraproduktiv für unsere Goldstücke ins Klo geworfen. Ohne Modju Merkel hätten wir heute vergleichsweise keine Probleme! Wichtiger ist aber, daß sie dem deutschen Volk den definitiven demographischen Todesstoß verabreicht hat. Vom immateriellen Schaden wollen wir gar nicht erst anfangen. Deutsche Kinder wachsen in einer Atmosphäre ständigen Mikroterrors auf, Frauen fühlen sich zusehends als gehetztes Freiwild und allgemein wird dem deutschen Volk der öffentliche Raum genommen. Das fängt beim Supermarkt und in den öffentlichen Verkehrsmitteln an, setzt sich im Park fort und endet auf Weihnachtsmärkten und Volksfesten, die wie Hochsicherheitstracks wirken – wenn sie überhaupt noch stattfinden können. Der Wohnraum wird knapp und Freibäder unbenutzbar… Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen und wo ich enden soll, um die Umvolkung adäquat darstellen zu können!
Spätestens mit dem Melanor-SchMerz beginnt, ebenfalls mit 1000 Milliarden Euro, nunmehr die zweite Phase: das systematische Vergraulen der deutschen Leistungsträger. Das Kapital, vor allem aber das geistige Kapital, verläßt fluchtartig dieses Höllenloch. Steuern, Abgaben, Kreditkosten, die Immobilie nichts mehr wert.
Wer tut uns das an und warum? Zunächst einmal gilt, daß der eine Grundkonflikt jedweder gepanzerten Gesellschaft der Gegensatz von Arbeitsdemokratie (Selbststeuerung, Selbstorganisation, Arbeit) und Emotioneller Pest (Autoritarismus, Kontrollwahn, Parasitismus) ist. „Überproduktive“ Menschen wie Wilhelm Reich und ganze Nationen wie das Deutsche Reich bedrohen den Status quo, der von der Emotionellen Pest mühsam aufrecht erhalten wird, und diese schlägt erbarmungslos zurück. Es ist wirklich so, wie in der ursprünglichen Star Wars-Triologie!
Die Emotionelle Pest ist beispielsweise BlackRock, das einst Reich in enger Kooperation mit der totalitären amerikanischen Linken (Fellow Traveller, Mildred Brady, The New Republic) in den Tod getrieben und die florierende Orgonomie fast vernichtet hatte. (Ja, damals existierte die Firma „BlackRock“ noch nicht – damals war das Melanor „Rockefeller“, d.h. die Pharmaindustrie, die schon zu dieser Zeit die „Kulturrevolution“ finanzierte, etwa das „Kinsey Institute“.) Heute versucht Melanor-SchMerz in engster Verzahnung mit der sterbenden bundesdeutschen Linken das gleiche mit Deutschland zu machen und das Werk des DDR-Auswurfs Merkels von vor 10 Jahren zu vollenden. Deutschland wird zum leergefegten „bunten“ Siedlungsraum, in dem die Arbeitsdemokratie auf ein Minimum gedrosselt wird. In Stalins Sowjetunion wurde den Angehörigen der Opfer von Massenerschießungen die Rechnung für die Munition zugeschickt. Der deutsche Steuerzahler darf seinen eigenen Untergang finanzieren und wird bedroht, wenn er so frech ist und sich wehrt („Volksverhetzung“)!
BlackRock wird durch die vollkommen sinnlose Rüstung (die fast ausschließlich im Ausland produziert werden wird) und durch die Finanzierung dieses Wahnsinns Abermilliarden einnehmen und dabei gleichzeitig einen entscheidenden Störfaktor auf dem Weg zum globalen Monopolkapitalismus beseitigt haben. Erst wird der deutsche Mittelstand vernichtet, dann Deutschland selbst. Aber lassen wir Markus Krall das Wort:
Reich hat folgende Aussage getätigt: „… in seiner Struktur ein freiheitlicher, wenn auch neurotischer Mensch…“ (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 271). Demnach war für ihn also „freiheitliche Struktur“ und „unneurotische Struktur“ nicht dasselbe, entsprechend Elsworth F. Bakers Aussage, daß es nicht so ist, daß diejenigen, die der Orgonomie folgen weniger gepanzert sind (bzw. unbedingt sein müssen) als diejenigen, die die Orgonomie ablehnen. Vielmehr gehe es darum, ob man ein inneres Gefühl dafür bewahrt hat, was Gesundheit ist. Man muß also als „Neuer Führer“ ein entsprechendes Ich-Ideal verkörpern.
Woher wird dieser Neue Führer, wie Reich ihn in Christusmord anvisiert hat, seine Autorität nehmen? Ich weiß nur, daß man sofort seine Autorität verliert, wenn man sozusagen „vom Blatt abliest, anstatt frei zu sprechen“. Wenn man monoton spricht, egal ob schnell oder langsam, anstatt seinen Ausdruck ständig zu modulieren. Er darf schlichtweg keine getriebene Marionette, wie etwa jetzt der dröge Merz, sein. Autorität und Spontaneität sind untrennbar, denn die Autoritätsperson muß per Definition ein Schöpfer sein. Und sie muß in ihrem Denken und Handeln unabhängig sein, kein „Reichianer“ oder sonstiger „-ianer“. Sie muß den versklavten Massen die Selbststeuerung vorleben. Sie ist das verkörperte Ichideal der Freiheit!
In diesem Zusammenhang ist der gegenwärtige rechte Rand bis hin zum offenen Neo-Nationalsozialismus interessant, da hier erneut der „Willensmensch“ auftritt, d.h. der, wenn man so will, „alte Führer“, der „2033“ die Macht übernehmen soll. Er verkörpert den „Willen“, statt die Dinge organisch geschehen zu lassen („Hingabe“). Beispielsweise soll, ganz im Sinne Freuds, angesichts der Pornoflut die „Energie“ nicht „verschwendet“, sondern für den „Zivilisationsauftrag“ umgelenkt werden – statt Hingabe. Getragen wird das durch die Gegenwahrheit, daß genau das heute bei der Jugend fehlt: Willensstärke und Disziplin. Problem ist, daß wirklicher Wille nur organisch, „plasmatisch“ sein kann – das, was man neudeutsch so schön als „Flow“ bezeichnet: traumwandlerisch im „Flow“ sein. Also genau das, was sowohl gute Pick-Up Artists als auch gute Martial Artists ihren Klienten beibringen wollen: der Körper weiß, was er realitätsgerecht zu tun hat. Selbststeuerung, also das diametrale Gegenteil von Faschismus!
Nur diese Einstellung kann massenwirksam sein und den besagten „Neuen Führer“ auszeichnen. Also niemand, der irgendetwas „lehren“ oder gar „führen“ will, sondern jemand, der die spontan auftretenden wirklich (!) fortschrittlichen organischen gesellschaftlichen Strömungen aufgreift und ihnen eine Stimme verleiht, sie sozusagen „bewußtseinsfähig“ macht. Ich wüßte da gegenwirklich wirklich niemanden. Das einzige, was mir einfällt, ist, daß bei den heutigen Jugendlichen, die einerseits „frei“ sind, andererseits aber dermaßen konform und clonhaft, gerade Stirner wie eine Bombe einschlagen sollte. „Ohne Eigenheit ist Freiheit gar nichts.“
Das ganze wird akut, weil wir in Deutschland gegenwärtig vor einem gesellschaftlichen Kollaps stehen, der durchaus einen „neuen Hitler“ möglich macht. Der anstehende vollständig sinnlose und kontraproduktive Merzsche beispiellose Wahlbetrug und die Schuldenorgie kann nur dazu führen, daß offenbar wird, daß Schulden keinen Wert mehr haben, es weder Gläubiger noch Schuldner gibt – womit der gesamten Zivilisation, d.h. 200 000 Jahre Menschsein, die Grundlage entzogen ist. Frei nach Nietzsche ist ein Mensch jemand, der ein Versprechen machen (und einhalten) kann. Ohne das bleibt nur das Nichts, in das die geclonten willenlosen Lemminge stürzen werden. Und man glaube nicht, daß es nach „2045“ einen Wiederaufbau geben wird!
Ansonsten: unterscheidet sich der Fotzenfritzismus wirklich so stark vom Hitlerismus? Immerhin: es geht wieder gleichzeitig gegen Moskau und Washington!
Nach Reichs Tod beruhten die Schismen der Orgonomie immer nur auf einem Faktor, da es inhaltlich, jedenfalls in den Basics, keine wirklichen Differenzen gibt. Wie auch? Dieser Faktor ist die Orgontherapie. Das begann schon damit, daß Reich selbst aus Zeitmangel kaum jemanden richtig therapiert hat und am Ende eine Art Schnelltherapie ausprobierte. Er betrachtete die damaligen „Orgonomen“ gar nicht als richtige Orgonomen und hoffte auf eine neue Generation von Leuten, die durch den Ausbildungsleiter des Orgone Institute therapiert und ausgebildet werden sollten. Dieser Therapeut war Elsworth F. Baker. Klar, daß sich das Bakers alte Kollegen nicht haben gefallen lassen (Folge war ein folgenschweres Schisma) und daß Baker selbst unter ähnlichen Zwängen stand wie Reich, nämlich das American College of Orgonomie aufzubauen ohne perfektes „Menschenmaterial“ (letztendliche Folge war ein kaum weniger folgenschweres Schisma und wiederholte kleinere Abspaltungen). Das kannst du mit niemand diskutieren, weil jeder Partei ist je nach seinem Therapeuten.
Hinzu kommt, daß die Therapie selbst voller Fallstricke und „Entfremdungspotential“ ist. In der Charakteranalyse geht es darum, das neurotische Gleichgewicht mit verbalen Interventionen ins Wanken zu bringen, so daß sich der Patient langsam aber sicher von seinen „automatisierten Verhaltensweisen“, seiner charakterologischen Panzerung, lösen kann. Zwangscharaktere funktionieren weniger mechanisch, Hysterikerinnen hören mit dem Spiel „Anlocken und dann Weglaufen“ auf, Phalliker werden weicher, etc. Dies erreicht der Orgontherapeut u.a. durch verbale Provokationen, die verhindern sollen, daß das ganze zu einem rein intellektuellen Gespräch („Gesprächstherapie“, „kognitive Verhaltenstherapie“) wird und im Sande verläuft, sondern Gefühlsreaktionen, wirkliche Veränderungen, im Mittelpunkt stehen.
Die Kunst ist es, daß das jeweils vom Patienten auch richtig eingeordnet werden kann. Ansonsten ist es kaum mehr als eine manchmal schlimme Beleidigung, die nur eine zusätzliche seelische Verletzung hervorruft, d.h. der Patient wird noch kränker. Besonders verheerend kann das in der Therapie von Kindern sein, die das ganze tatsächlich als eine Art „Vergewaltigung“ erleben können. Entsprechend kursieren im Netz Gerüchte über sadistische Übergriffe, gar sexuelle Übergriffe gegenüber Kindern, etwa durch den 1979 verstorbenen Orgonomen Albert Ing Duvall. Als Erwachsene kommen sie mit den phantastischsten Anschuldigungen.
Bei Patienten, die als Erwachsene behandelt wurden, erlebt man ältere Damen, die voller Verbitterung darüber berichten, daß ihnen vor Jahrzehnten während einer entscheidenden Therapiesitzung Dr. xyz doch tatsächlich auf den Kopf zugesagt hätte, daß sich niemals ein Mann für sie wirklich interessieren werde. Tatsächlich ging es offensichtlich darum, daß die Patientin endlich aufwacht, wütend wird und ihr Leben als alte Jungfer, für die kein Mann jemals gut genug sein kann, aufgibt. Tatsächlich brannte sich jedoch in ihr Hirn ein: „Ich bin gar keine richtige Frau und kein Mann wird mich jemals wirklich lieben!“ Auf diese Weise wurde die neurotische Lebensweise eher noch verfestigt.
Oder meine eigene Therapie bei Dr. yza, der mir in einer Sitzung mit gewollt verächtlichem Unterton an den Kopf warf, ich würde wie ein Junge wirken. Eine ziemliche Fehlleistung, denn als alter ergrauter Knacker wie ich, fühlt man sich bei so etwas definitiv geschmeichelt! („Oh, ähh, – danke!!“) Aber was, wenn mich niemand für voll nimmt und Frauen mich nicht beachten würden? Potentiell eine neue Traumatisierung! – Theoretisch geht es bei solchen Interventionen natürlich darum, den gepanzerten Status Quo aufzubrechen, die Orgonenergie zu mobilisieren, kann aber unter ungünstigen Voraussetzungen eher zu einer weiteren Immobilisierung führen.
So entstehen gar erschröckliche Geschichten über Orgontherapeuten, auch über Reich selber. Ilse Ollendorff berichtet, daß insbesondere zur Zeit der „Pressekampagne“ in Norwegen in den 1930er Jahren
die negative Übertragung, die Reich als einen der wichtigsten Punkte seiner charakterologischen Therapie ausgearbeitet hatte, zu Schwierigkeiten führte. Er provozierte sie in seinen Patienten, aber wenn sie an der Oberfläche erschien, war es, als ob er diese neue Form des auf ihn gerichtetem Angriffs, zu dem dauernde öffentliche Angriffe hinzukamen, nicht ertragen konnte. Er reagierte darauf, wie es einer von ihnen ausdrückte, indem er „mich in einem solchen Ausmaß niedergeschlagen hat, daß es Jahre dauerte, mich davon zu erholen“. (Wilhelm Reich, S. 72)
Der (schließlich dafür bezahlende!) Patient kann definitiv Opfer einer schlechten, d.h. kontaktlosen Charakteranalyse werden. Kunstfehler, wie sie jedem Arzt in jedem Fachbereich ab und an unterlaufen. Leider kann das im Fall der Orgonomie zu einem regelrechten Krebs werden, der sie von innen her auffrißt: das Ressentiment auf Grund persönlicher Verletzungen… Ohnehin ist das Ressentiment in der Methode angelegt, denn am Anfang sind die Erwartungen hoch („orgastische Potenz“, der Einzug ins Paradies sexueller Erfüllung), die schlichtweg nicht erfüllbar sind.