Posts Tagged ‘Volkmar Sigusch’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 24

11. Juli 2019

orgonometrieteil12

24. Un-Umkehrbarkeit

ZUKUNFTSKINDER: 8. Utopia, b. Freiheit und Verantwortung

6. Mai 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

8. Utopia, b. Freiheit und Verantwortung

DAS SCHLUSSKAPITEL DES BUCHES!

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.16.

11. Juni 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

14. Orgonomie ist Wissenschaft, keine Naturphilosophie!

15. Die Identitätsphilosophie

16. Das Wesen des Marxismus

Sexpol 1933 und Sexpol 2015 (Teil 1)

27. Januar 2015

In seinen „Sexpol-Schriften“ führt Reich um das Jahr 1933 herum vor allem zweierlei gegensätzliche Dinge aus:

  1. Die „bürgerliche Sexualreform“ verfehlt das wirkliche Leben der Massen und hinkt den Entwicklungen hinterher, beispielsweise was den Paragraphen 218 betrifft.
  2. Die Abschaffung der Familie und die Herstellung sexueller Freiheit ist im Kapitalismus nicht möglich.

Übertragen wir das auf die Verhältnisse zu unseren Lebenszeiten, d.h. auf „Sexualreformer“ wie Oswald Kolle, Ernest Bornemann und Volkmar Sigusch. Eine Beschreibung ihres Wirkens erspare ich mir, denn die wird von Bernd A. Laska sehr gut zusammengefaßt. Sie mögen sich so aufgeklärt und progressiv geben, wie sie wollen, ihr ganzer Impetus ist doch darauf gerichtet, durch immer bizarrere Praktiken („Neosexualitäten“) den Menschen innerhalb des „kapitalistischen“ Systems eine illusionäre sexuelle Erfüllung zu verschaffen. Beispielsweise sollen sexuelle Perversionen (die Blockierung der Befriedigung) identitätsstiftend für ganze Gruppen sein!

Reich war stets darauf bedacht, die Menschen von unnötigem Leid zu entlasten, d.h. von antisexuellen Haltungen in der Gesellschaft und ihnen so den Kopf frei zu machen für „politisches Engagement“, so daß sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen und nicht blind den sozialdemokratischen und nationalsozialistischen Führern folgen, beispielsweise nicht in den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Heute geht es darum, nicht auf eine pornographisierte, gender-maingestreamte und vernunftwidrige „Kultur“ der angeblichen „Selbstverwirklichung“ hereinzufallen, die, wie die Päpste immer wieder zu Recht sagten, eine Kultur des Todes ist.

Das mangelnde Klassenbewußtsein (der mangelnde „Antiautoritarismus“) Anfang der 20. Jahrhunderts beruhte, so Reich, auf der Strukturbildung in der autoritären Familie. Heute setzt sich dieser Gegensatz von aktuellen Erfordernissen und der Charakterstruktur unter entgegengesetzten Vorzeichen fort. In vieler Hinsicht ist dabei die Sexualökonomie der Massen vielleicht sogar gestörter als vor 100 Jahren. Damals war es das Versagen der autoritär strukturierten Massen einer Rosa Luxemburg nicht zu folgen, d.h. durch europaweite Massenstreiks den imperialistischen Krieg zu verhindern (wie der Orgonom Robert Harman in „Practical Functional Economics (Part IV): The State of the Global Economy“, The Journal of Orgonomy, Vol. 47, No. 2, 2013/2014, ausgeführt hat). Heute ist es das Versagen der weitgehend antiautoritär strukturierten Massen passiv dabeizustehen, wie das entsprechende imperialistische Politikergesindel Europa systematisch umvolkt und „globalisiert“. Das Ergebnis wird das gleiche sein: ein vom Roten Faschismus (Political Correctness, Sozialdemokratie) und Schwarzen Faschismus (die pseudoreligiöse Ideologie „Islam“) zerstörtes Europa. Sogar die Opfer werden die gleichen sein: die Juden!

Politiker treibt dreierlei: 

  1. sind sie karrieregeil. Wären sie es nicht, würden wir sie nicht kennen. Karriere kann man in der deutschen Politik aber nur machen, wenn man sich der „Linie der Partei“ anpaßt. Ein kreativer und kritischer Geist ist hier nur hinderlich.
  2. bilden sie sich ein, „Führer“ zu sein, tatsächlich laufen sie jedoch irgendwelchen imaginären „Trends“ hinterher, die von spinnerten „Parteistrategen“ ausgemacht werden.
  3. „meinen sie es gut“. Das eigene gute Gewissen, das Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit und die Bewältigung ihrer eigenen Schuldgefühle sind ihnen wichtiger als die Interessen des Volkes.

Zusammengefaßt: es geht um die Selbstvergrößerung ganz besonders kleiner Kleiner Männer, um das Auffüllen ganz besonders leerer Seelen. Gott, man schaue sich doch diese Wichte an! 

Der vulgärmarxistisch verblödete Mann von der Straße sieht natürlich nur ein Motiv: Geld! Was ziemlich naiv ist, denn mit der Ausnahme einiger vollkommener Dummbratzen würden die meisten Politiker in der Wirtschaft weitaus mehr Geld verdienen. (Übrigens findet sich dieser Unsinn auch in der gegenwärtigen „antifaschistischen“ Schundliteratur, die uns erklären will, daß Geld das Hauptmotiv der Führungsschicht im „Dritten Reich“ war.) 

Die unheilvolle Melange aus Anpassung, Größenwahn und Gutmenschentum zerstört spätestens seit Anfang der 1980er Jahre unsere Demokratie, die nunmehr unmittelbar vor dem Kollaps steht. Ich verweise beispielsweise auf die folgende Analyse von Hans-Peter Raddatz: 

Es ist charakteristisch für den geistigen Zustand unseres Vaterlandes, wenn man im Kommentarbereich ausgerechnet dieses Videos folgende Naziergüsse lesen muß: 

die jüdische talmud legitimiert des kindesmissbrauch, laut jüdischer lehre sind 3 jährige mädchen reif für die jüdische vergewaltigung
die jüdische lehre nennt nichtjuden slaven und vieh, die dem juden dienen müssen, die jüdische lehre will die weltherrschaft, die sie ja mitlerweile in festen händen hält.
die jüdische lehre erlaubt ebenfalls das töten von nicht-juden, ausserdem muss jeder nicht-jude, der sich mit der jüdischen lehre befasst, ermordet werden, also auch ich. judentum=frieden 😉 

Wegen dieser Lügen wurde 2005 der Vize-Vorsitzende der NPD in NRW zu einem Jahr Haft wegen Volksverhetzung verurteilt. 

Ich kenne kein besseres Beispiel für Emotionelle Pest als den Antisemitismus (bzw. seine moderne Ausprägung, den „Antizionismus“ – der vielleicht noch widerwärtiger ist). Die Pest wirft den Juden (bzw. Israelis) genau das fälschlicherweise vor, was sie selbst praktiziert: 

„Materialismus“, so als wenn sich, beispielsweise, die britische Regierung auch nur einen Scheiß um das Los der sogenannten „Palästinenser“ kümmern würde, wäre sie nicht vom Öl und den Investitionen der Araber abhängig. (Hat sich beispielsweise auch nur ein westlicher Politiker um die Millionen geschert, die in den letzten Jahren im Kongo massakriert wurden?) 

„Kontrolle der westlichen Medien“, so als wären die nicht eindeutig antizionistisch (antisemitisch). Man mache doch nur mal den Fernseher an oder schlage eine Zeitung auf. Selbst in den Unterhaltungsmedien: dort sind Juden grundsätzlich nur als solche erkennbar, wenn sie antisemitische Klischees erfüllen. Jüdische Onkel Toms spielen diese Rolle mit kindlicher Begeisterung. Und dann erst die Onkel Toms hinter der Kamera: man denke nur an Spielberg und sein antizionistisches (antisemitisches) Machwerk München

Ständig wird Israel als Bedrohung für den Weltfrieden hingestellt. Man schaue doch mal bitte auf eine Weltkarte und versuche Israel auszumachen – es ist in diesem Maßstab gar nicht darstellbar. 

Am drolligsten sind aber die Hinweise auf angeblich erschreckende Stellen aus dem Talmud, die beweisen würden, wie die Juden tatsächlich über die Nichtjuden denken. Diese Vorwürfe sind so unglaublich frech erlogen und selbst fabriziert, daß einem die Spucke wegbleibt. 

Dank unserer Politiker wird alles wiederkommen. Europaweit Verhältnisse wie bereits heute in der Stadt Malmö, aus der die Juden vor den Pogromen der Muselnazis fliehen. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte! 

Reich schrieb über den Antisemitismus: 

Unbewußte Sehnsucht nach sexueller Lebensfreude und sexueller Reinheit bei gleichzeitiger Angst vor der natürlichen und gleichzeitiger Angst vor der perversen Sexualität ergibt faschistisch-sadistischen Antisemitismus. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 184) 

Reich illustriert das wie folgt (Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie, Band II, Heft 3(7), 1935): 

DER JUDE IM FASCHISTISCHEN LICHT

Die Sexpol behauptet, daß ein wesentliches Stück des faschistischen Antisemitismus der unbewußt irrationalen Auffassung entspricht, der Jude repräsentiere brutale, schmutzige Sinnlichkeit und den sexuellen Schächer. Hier ein Beleg:

Deutscher Volksgenosse, weißt Du:

daß der Jude

  • Dein Kind vergewaltigt
  • Deine Frau schändet
  • Deine Schwester schändet
  • Deine Braut schändet
  • Deine Eltern mordet
  • Dein Besitztum stiehlt
  • Deine Ehre verspottet
  • Deine Sitten verhöhnt
  • Deine Kirche vernichtet
  • Deine Kultur verdirbt
  • Deine Rasse verseucht

daß der Jude

  • Dich belügt
  • Dich betrügt
  • Dich bestiehlt
  • Dich als Vieh bezeichnet
daß jüdische

  • Ärzte Dich langsam morden,
  • Rechtsanwälte Dir nie zu Deinem Recht verhelfen,
  • Lebensmittelgeschäfte Dir verdorbene Ware verkaufen,
  • Schlächterläden dreckiger sind als Schweineställe,


daß der Jude
obiges nach seinen Talmudgesetzen tun muß,
da es für ihn eine gottgefällige Tat ist.

Deutsche Volksgenossen, darum fordert:

Für Deutsche, die mit
Nichtariern Geschlechtsverkehr unterhalten,
Zuchthausstrafen, Aberkennung der Staatsbürgerrechte,
Vermögensbeschlagnahme und Ausweisung. Im Rückfall
Todesstrafe. Die Nachkommen sind unfruchtbar zu
machen und dürfen keine Staatsbürger werden, sie und
der nichtarische Teil sind auszuweisen. Frauen und
Mädchen, die sich freiwillig mit Juden einlassen, ist
in keinem Fall gesetzliches Schutz zu gewähren. Für
Betrügereien hohe Zuchthausstrafen. Der Jude lebt von
der Lüge und stirbt an der Wahrheit.

Nora-Druck, Berlin

Das Verbot des Geschlechtsverkehrs zwischen Juden und Ariern wurde Gesetz!
Von fünfzehn Beschuldigungen beziehen sich zehn unmittelbar auf Sexuelles!
Rationelle Sexualpolitik ist die wichtigste Waffe gegen faschistische Mystik!
 

Kritik an Wilhelm Reichs Entdeckung des Orgons

9. November 2012

Die Zeitschrift für Sexualmedizin meinte 1988 in ihrer Januar-Ausgabe Digne Meller Marcovicz‘ Dokumentarfilm Wilhelm Reich: Viva Kleiner Mann (1987) sei „ein eindringliches Dokumentarvideo, hervorragend montiert (…) Das Museum of Modern Art, N.Y., will den Film (…) ins Programm aufnehmen.“ Ich fand den Film, wie die meiste moderne „Kunst“, nur dümmlich und „gewollt“. Es war ein Film mehr als „künstlerische“ Äußerung von Frau Meller Marcovicz, als ein Film über Reich.

Der Filmtitel, die brutale Art wie Meller Marcovicz mit dem Material umgegangen ist und gewisse Anklänge an Dusan Makavejevs Machwerk zeigen eine tiefsitzende Verachtung Meller Marcovicz‘ für Reich. Auch ist mir ein gewisser antiamerikanischer Unterton aufgefallen – und das Ende des Films in der UdSSR!

Es war gut Reichs Mitarbeiter zu sehen, auch wenn man z.B. von Jo Jenks kaum etwas mitbekam, was eine filmische Sauerei ist! Ansonsten fand ich alle Leute abtörnend: Peter Mills, die merkwürdigen „Vegetotherapeuten“, Reimund Reiche und als Höhepunkt aller Ekeligkeit: Volkmar Sigusch.

In Sexualmedizin wird Sigusch wie folgt zitiert:

Ein Experimentalphysiker von einem Max-Planck-Institut hat zusammen mit mir diese Orgonexperimente im Laboratorium wiederholt. Das Resultat war nach diesen genauen Messungen so beschaffen, daß von Wilhelm Reichs Behauptung, (…) nichts übrigblieb.

Dazu der Kommentar der Zeitschrift: „Also kein Orgon.“

Es ist ziemlich einfach und billig, Reich zu kritisieren. Reich schreibt dazu:

Die Erforschung neuer Gebiete erfordert geradezu, sagen wir es ruhig, einen gewissen Leichtsinn und eine gewisse Unbekümmertheit im Vorgehen. (Die Bionexperimente, Frankfurt 1995, S. 173)

Ich habe überhaupt kein Verständnis, wenn dann frischdiplomierte Möchtegernwissenschaftler jeden kleinen Fehler bei Reich hervorkramen und damit die Großen Entdeckungen Reichs niedermachen wollen. Schon zu Lebzeiten war Reich von den Einwänden und Kontrollexperimenten der Besserwisser genervt. Siehe etwa die entsprechenden Stellen in Jenseits der Psychologie. Reich schreibt dazu:

Einzig und allein die selbständige Entwicklung und Logik meiner Experimente hielt mich bei der Stange. Es ist interessant und nützlich, auf solche Unsicherheiten zurückzublicken, wenn einem die sonderbarsten Erscheinungen zu gewohntem Alltagswerk geworden sind. Das gibt den nötigen Mut, an solchen störenden und scheinbar verneinenden Kontrollergebnissen nicht hängen zu bleiben; neue Tatsachen nicht mit oberflächlicher Kontrolle zu erschlagen; negative Kontrollergebnisse selbst zu kontrollieren und schließlich nicht dem Bequemlichkeitsdrang nachzugeben, der einen so leicht sagen läßt: „Ach, es war nur eine Täuschung“. (Der Krebs, S. 111f)

Was Reichs physikalisches Halbwissen betrifft, haben diese Leute sicherlich teilweise recht, aber es war ja z.B. grade Reichs Nichtwissen auf dem Gebiet der Bakteriologie, das ihn zur Entdeckung der Bione geführt hat. Genauso hat ihn auch seine physikalische Naivität zum Orgon geführt. Es ist doch so, daß der Physiker, der alltäglich im Labor unzählige Messungen durchführt, ohne je über das Orgon zu stolpern, durch seine ganze Herangehensweise geradezu systematisch verhindert, daß sich das Orgon zeigt, genauso wie Bakteriologen noch Jahrtausende in ihren Labors arbeiten können, ohne je auf den Pleomorphismus zu stoßen. Entsprechende Proben werden als „kontaminiert“ entsorgt.

Außerdem läßt sich die Sache umkehren: Physiker, die sich beim Nachvollzug von Reichs Experimenten nicht genau an den Wortlaut, insbesondere an den Geist von dessen Vorgaben halten, sind – Laien. Es macht beispielsweise keinen Sinn bei regnerischem Wetter und in einem ORANUR-verseuchten Labor irgendwelche Effekte am Orgonenergie-Akkumulator nachweisen zu wollen.

Ich verweise in dieser Hinsicht auf die Arbeit des Max Planck-Wissenschaftlers H.-U. Demisch, mit dem Sigusch zusammengearbeitet hat. Dazu die sehr gute Besprechung in Stefan Müschenichs Der Reichsche Orgonakkumulator (Frankfurt 1987): Es gibt nicht den geringsten Hinweis, daß Demisch‘ überhaupt Reichs Prämissen verstanden hat. Bei Reich scheint ihm alles zu „subjektivistisch“ und „intuitiv“ zu sein. Demisch vermißt einfach mit elektronischen Temperaturfühlern Metall- und Styroporplatten, ohne jede Berücksichtigung von Umwelteinflüssen. Groteskerweise gelingt ihm nicht einmal das Nullexperiment, d.h. er ist ständig mit unkontrollierbaren Temperaturgradienten konfrontiert. Man rauft sich die Haare, wenn man seine Arbeit liest…

Reich hat selbst auf derartige Physiker geantwortet und zwar in einem Brief an Neill vom 22.12.1942:

Mich stört es nicht, wenn er sagt, ich verstünde nicht viel von Physik, denn die kosmische, biophysikalische Energie Orgon wurde von mir und nicht von ihm entdeckt; und ich überlasse das physikalische Wissen gern ihm und werde die Probleme des Orgons selbst lösen, auch „ohne Wissen“. Als Beispiel für sein völlig wirres Denken verweise ich auf eine Passage seines Briefes, in der er schreibt, daß „das Funkeln der Sterne von starken kalten Luftströmungen in den höheren Schichten der Atmosphäre verursacht wird“. Wenn Du 100 Physiker hast und ein Phänomen, dann kannst Du 100 verschiedene Interpretationen von ein und demselben Phänomen hören, verkündet mit der erhabensten Würde der reinen Wissenschaft. Ich bin froh, daß ich mich von dem Respekt vor solcherart Wissenschaft freigemacht habe. Um zu zeigen, daß ich damit recht habe: Vor etwa einer Woche habe ich mit meiner Frau das New Yorker Planetarium besucht. Sogar unser Physiker wird zugeben, daß es in einem solchen Planetarium keine Luftschichten in großer Höhe gibt, und dennoch haben die künstlichen Sterne gefunkelt. Sicher wird er eine andere Erklärung für dieses Phänomen im Planetarium parat haben. Ebenso hat er die experimentelle Reproduktion des Sternenfunkelns in jedem Orgon-Akkumulator übersehen, die man feststellen kann, wenn man einfach ein paar Löcher in die Wände bohrt und im Dunkeln hineinschaut, wobei innen ein gedämpftes, grünes Licht angebracht ist. Es ist jahrtausendelang die Aufgabe der Naturwissenschaft gewesen, Hunderttausende von verschiedenen Tatsachen auf ein einziges Prinzip zurückzuführen und nicht eine einzige Tatsache mit Hunderttausenden von Worten zu erklären, wie es die meisten der sogenannten Physiker tun. Kurzum, die Einstellung Deines Physikers ist extrem irrational und stimmt mit dem Irrationalismus der ganzen mechanistischen und metaphysischen Wissenschaft völlig überein. (Zeugnisse einer Freundschaft, S. 133)

Das Elend der Vorgehensweise der Kritiker liegt auch darin, daß sie die Reichsche Kette „Experiment → Theoriebildung → Experiment → Theoriebildung“ in Experiment hier und Theorie dort aufreißen – und dann braucht man wahrhaftig kein Genie zu sein, um Reich zu „widerlegen“ – mit dem man sich in Wirklichkeit nie wirklich auseinandergesetzt hat.