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Einige Gedanken zur Rolle der Diagnose in der Orgontherapie (Teil 1)

5. Oktober 2026

Beruht die orgonomische Charakterologie auf der Untersuchung der puritanischen Oberschicht in Wien, Berlin und London Anfang des letzten Jahrhunderts? Erstens haben Freud, Abraham und Jones nur Charakterzüge untersucht, doch nie eine systematische Charakterologie aufgestellt, das ist einzig und allein Reichs Leistung. Und zweitens hat Reich diese Charakterologie ganz im Gegenteil im großstädtischen Lumpenproletariat gewonnen, dessen Leben in psychischer Hinsicht verblüffend modern wirkt und deshalb Reich eine ich-psychologische Betrachtungsweise aufgezwungen hat. Die Charakteranalyse ist organisch aus der Schrift über den Triebhaften Charakter hervorgegangen.

Die „ich-psychologische“ Praxis der Orgontherapie verlangt, daß man von oben nach unten, vom Okularen zum Pelvikalen vorgeht – also vom Kopf („Ich“) aus. Ohne dieses Vorgehen, also im schlimmsten Fall vom Becken auszugehen, wie es viele „Reichianische“ quacksalberische Verbrecher tatsächlich tun, kann nur eine „chaotische Situation“ hervorrufen und den Patienten weiter in den neurotischen Sumpf stoßen.

Das bedeutet nicht, daß man schematisch vorgeht, sondern ganzheitlich. Konkret bedeutet dies eine korrekte charakteranalytische Diagnose, die dazu führt, das Schema („von oben nach unten“) den individuellen Gegengebenheit anzupassen. Wenn man den Patienten charakteranalytisch untersucht, dann wird man zwangsläufig zu einer Diagnose kommen – denn was sollte „Charakteranalyse“ sonst sein, als eben die Analyse des Charakters, wodurch die Diagnose von selbst gegeben ist. Das gleiche gilt für eine biophysische Untersuchung („Wie ist die Muskelpanzerung verteilt?“), die zwangsläufig zu einer Diagnose führt – denn was sonst sollte denn eine biopsychiatrische Untersuchung anderes sein, als eben die Analyse des Panzerungsmusters, wodurch die Diagnose von selbst gegeben ist. Ich habe da ganz konkret meine ersten Therapiestunden bei Dr. Schwartzman vor Augen, wie er sich zunächst mit mir Unterhalten hat und dann meinen ganzen Körper „angegrabscht“ hat. Ich kann mir nicht mal theoretisch vorstellen, wie denn das Handwerk des Orgonomen anders aussehen sollte!

Du hast fünf Patienten, Herrn Schmidt, Herrn Lehmann, Frau Martens, Herrn Müller und Frau Peters, die alle unter einem Zählzwang leiden und auch sonst einen ziemlich gleichen Eindruck vermitteln (alle sind depressiv, niedergeschlagen, antriebslos und klagen über eine innere Leere). Klassisch psychiatrisch fallen alle unter die gleiche Kategorie, entsprechend würden sie gleich behandelt werden. Der Orgonom jedoch würde diese Störung (den Zählzwang) an sich gar nicht groß beachten, sondern nur vor dem Hintergrund des Charakters sehen und entsprechend jeweils vollkommen anders behandeln: Herr Schmidt ist ein klassischer Zwangscharakter und deshalb sein Symptom integraler Bestandteil seines Charakters. Bei Herrn Lehmann jedoch ist der Zählzwang zwar ebenfalls ein Zwangssymptom, aber da Herr Lehmann ein katatoner Schizophrener, also kein analer, sondern ein okularer Charakter ist, muß die Behandlung weit mehr auf die okulare Kontaktlosigkeit eingehen, als bei Herrn Schmidt. Frau Martens, ein paranoid schizophrener Charakter, hingegen ist wohl auch ein okularer Charakter, aber bei ihr hat der Zählzwang eine ganze andere Funktion, d.h. es ist überhaupt keine (okular verzerrte) anale Symptomatik, sondern ein psychotisches Ritual, um böse Geister abzuhalten, obwohl sie ansonsten gar nicht psychotisch auffällig ist – sie wird aber psychotisch auffällig werden, wenn man den Zählzwang beseitigt, ohne den charakterlichen Hintergrund zu sehen. Herr Müller ist weder anal, noch okular belastet, sondern ein chronisch depressiver Charakter, der sich mit dem Zählen in Gang halten muß, sonst würde er vollends kollabieren. Und Frau Peters schließlich ist überhaupt nicht prägenital belastet, der Zählzwang ist einfach nur ein hysterisches Symptom, das die Funktion hat, die Männer von ihr fernzuhalten.

Eine Behandlung, die diese fünf vollkommen unterschiedlichen charakterologischen Reaktionsbasen des einen Symptoms nicht sieht, wird im besten Fall gar nichts erreichen, im allgemeinen aber desaströse Konsequenzen für den Patienten nach sich ziehen. Herr Schmidt mag seinen Zählzwang verlieren, aber als Konsequenz der Behandlung wird sein Zwangscharakter nur noch weiter verhärtet und Herr Schmidt vollends zu einer (dann wohlfunktionierenden) Maschine werden. Herr Lehmann wird wohl sein Symptom verlieren, aber dafür in einen nihilistischen Wahn verfallen und sich in sechs Jahren eine Kugel durch den Kopf jagen. Frau Martens wird nach der verhaltenstherapeutischen Beseitigung ihres Zählzwangs vom Psychiater auf Psychopharmaka gesetzt, weil sie zunehmend wunderlicher wird und Andeutungen macht, inkarnierte Dämonen müsse man erstechen. Herr Müller wird förmlich eingehen und schon bald an Krebs verstorben sein, nachdem sein Zählzwang erfolgreich behandelt worden war. Und Frau Peters wird nach erfolgreicher Behandlung einem Sexualmord zum Opfer fallen. – Und ihre Therapeuten werden jeweils wissenschaftlich nachweisen, daß ihre Therapien erfolgreich waren, denn der störende Zählzwang wurde ja jeweils beseitigt und entsprechend wäre es den Patienten auch besser gegangen.

Wenn man auf eine Diagnose verzichtet, könnte man sagen: orgonenergetisch ist Zwangszählen funktionell identisch mit einem vom restlichen Körper energetisch isolierten Gehirn, folglich muß das okulare und orale Segment aktiviert und ein energetischer Ausgleich hervorgerufen werden, indem der Hals, dann die Brust, das Zwerchfell usw. von Panzerung befreit bis die energetische Grundlage des Symptoms und der dem Symptom zugrundeliegenden soeben beschrieben Panzerungsstruktur durch die Herstellung der orgastischen Potenz beseitigt ist. Theoretisch mag, daß alles ja orgonomisch korrekt sein, doch praktisch wird der Pseudo-Orgonom Herrn Schmidt nicht im geringsten beeinflussen können (worauf er sagen wird, daß man einen krummgewachsenen Baum nicht mehr grade richten kann), aus Herrn Lehmann wird ein „orgonomischer“ Kultist werden, der jedem erzählt, er sei orgastisch potent (in Wirklichkeit bleibt er aber ein kontaktloser Katatoner), Frau Martens wird in die Anstalt eingeliefert und durch Psychopharmaka sich irreparable Gesundheitsschäden zuziehen (der Pseudo-Orgonom wird daraufhin den „Kleinen Mann“ anklagen, der die Größe und Klarsicht des Schizophrenen nicht ertragen könne und ihn deshalb kreuzige), bei Herrn Müller wird der Pseudo-Orgonom, der mal etwas charakteranalytisch arbeiten will, die dem Zählzwang angeblich zugrundeliegende Aggression hervorkitzeln wollen, woraufhin sich sein Patient suizidiert und Frau Peters wird nach zwei Sitzungen nicht mehr zum Pseudo-Orgonomen gehen und sich einen Rechtsanwalt suchen, weil sie sich sexuell attackiert fühlt.

Orgonomie im Schnelldurchlauf (Teil 2)

31. März 2025

1927 erschien das Buch Die Funktion des Orgasmus, das die Grundlage der spezifischen Lebensarbeit Reichs darstellt. In den folgenden Jahren arbeitete Reich in fünf Bereichen die Grundlagen dessen aus, was wir heute als „Orgonomie“ kennen.

1. Er wurde zu einem militanten Marxisten, der im Anschluß, angefangen mit der 1934 erschienen Schrift Was ist Klassenbewußtsein? sich das Konzept erarbeitete, das er später als „Arbeitsdemokratie“ bezeichnete.

2. Er engagierte sich in der Sexualreformbewegung und erarbeitete im Rückgriff auf die Arbeit von Bronislaw Malinowski die theoretischen Grundlagen seines späteren Konzepts „Kinder der Zukunft“.

3. Er baute die Psychoanalyse zur Charakteranalyse aus, um diese dann ab 1934 zur „charakteranalytischen Vegetotherapie“ zu erweitern.

4. Auf der Grundlage der damaligen biomedizinischen Forschung, insbesondere der von Friedrich Kraus („vegetative Strömung“), legte er die theoretischen Grundlagen dessen, was er ab1934 als „sexualökonomische Lebensforschung“ bezeichnete.

5. Mit der Ausarbeitung und Weiterentwicklung des auf Marx und Engels zurückgehenden Dialektischen Materialismus legte er die Grundlagen des späteren „orgonomischen Funktionalismus“.

Bemerkenswerterweise wurden diese fünf Stränge nicht nur zwischen 1927 und 1934 zu Zeiten seines sehr zeitaufwendigen und lebensgefährlichen politischen Engagements ausgeformt, sondern lassen sich jeweils auf seine Formations- und Selbstfindungsjahre zwischen 1919 und 1926 zurückverfolgen. Sein starkes soziales Engagement zeigte sich bereits in seiner Arbeit am von ihm angeregten psychoanalytischen Ambulatorium für Mittellose in Wien. Eine Arbeit, die sich in seinem ersten Buch, Der triebhafte Charakter (1925), niederschlug, das sich hauptsächlich mit dem „Lumpenproletariat“, sozusagen „den Wilden“ der Neuzeit, beschäftigte und das seine ersten charakteranalytischen Formulierungen enthält. Es sei auch auf seine beiden Artikel über „Eltern als Erzieher“ (1926) und seine frühen naturphilosophischen Studien (insbesondere Henri Bergson und F.A. Lange) verwiesen. Nach 1927 (Die Funktion des Orgasmus) kondensierten sich diese Anfänge zu den genannten fünf Strängen.

Die Zeit zwischen 1927 und 1934 ist kaum zu überschätzen und man reibt sich die Augen, was der Mann in diesen sieben Jahren alles geleistet hat. Nicht nur, daß er die Psychoanalyse zur Charakteranalyse weiterentwickelte, kreierte er auch eine eigenständige Massenpsychologie und das nicht nur in der bequemen Schreibstube, sondern im aktiven politischen Kampf. Sowohl in Wien als auch in Berlin baute er eine sexualpolitische Organisation auf. Quasi nebenbei schrieb er ein Buch zur Ethnographie, das selbst Bronislaw Malinowski selbst beeindruckte, und verfaßte eine sexualsoziologische Studie. Später wurden sie bekannt als Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral und als Die sexuelle Revolution. Und er bereitete spätestens mit seiner bahnbrechenden Studie über den masochistischen Charakter, die Anlaß des endgültigen Bruchs mit Freud war, den „Einbruch ins biologische Fundament“ vor.

Reichs WAS IST KLASSENBEWUSSTSEIN? 90 Jahre später

23. Oktober 2024

1934 erläuterte Reich in seiner Schrift Was ist Klassenbewußtsein?, wie das Klassenbewußtsein der vom System ausgebeuteten Arbeiter zersetzt wurde. Sie, die sämtliche Werte erschaffen haben und deshalb danach streben müßten, die Früchte ihrer Arbeit, den „Mehrwert“ ihrer Mühen auch zu genießen, statt immer weiter zu verelenden, identifizieren sich mit dem Ausbeutersystem, indem sie über ihr manipuliertes Gefühlsleben in es eingebunden werden. Der Arbeiter identifiziert sich durch „Enkulturation“ mit den „Werten“ der Kapitalistenklasse.

Genau das gleiche haben wir heute plastisch vor Augen, wo die arbeitende Bevölkerung von Kindheitstagen an so abgerichtet wird, daß sie sich mit dem „Wertesystem“ der gesellschaftlichen Parasiten identifiziert. Man betrachte etwa die Vita der geistig minderbemittelten Außentoastbrotparasitin oder die Aktivitäten irgendwelcher ProfessorInnen für „Technik und Diversität“. Sie treiben uns in Kriege, von denen nur das Finanzkapital profitiert, zerstören systematisch unsere Lebenswelt und brechen uns ökonomisch das Rückgrat. Oder man vergegenwärtige sich, daß die „Arbeiterpartei“ SPD heute Tummelplatz der Kinder der staatlichen Ausbeuterklasse ist, die nur für eins kämpft: daß die Zahl der höheren Beamten, der nichtsnutzigen Funktionäre und der Mitarbeiter sogenannter „Nicht-Regierungs-Organisationen“ exponentiell wächst, zusammen mit dem Lumpenproletariat „Bedürftiger“, die sie „betreuen“ können und die sie umgekehrt „demokratisch“ an der Macht, das heißt an den Futtertrögen hält.

Gesichert wird die Herrschaft der ausbeuterischen Parasiten dadurch, daß deren Weltsicht durch die Schulen und Universitäten, vor allem aber durch die Medien zur Gesamtatmosphäre der Gesellschaft gemacht wird. Das ganze natürlich abgesichert durch einen immer brutaler vorgehenden Repressionsapparat und eine Klassenjustiz, der zufolge ich Weidel als „Nazischlampe“ titulieren kann, aber hart sanktioniert werde, wenn ich Habeck als „Bahnhofspenner“ bezeichne. Aber an und für sich ist diese Repression überflüssig, da von vornherein jedwedes Klassenbewußtsein der um ihre Zukunft (und die akkumulierte Arbeitsleistung ihrer Vorfahren) Betrogenen von einer Kultur hintertrieben wird, die die Gefühle prägt und uns unserer authentischen Sprache beraubt, bis wir das vermeintliche „Staatswohl“ zersetzende Gedanken nicht mal mehr – denken können.

Ohnehin wird jedwede Klassensolidarität unmöglich gemacht, weil durch die Überfremdung jeder Rest einer Arbeiterkultur zerstört wird. Ziel sind homogenisierte Siedlungs- und „Ansiedlungsgebiete“ für das internationale Großkapital, das die Staaten zu ihren Agenturen und die NGOs zu ihren Stoßtruppen im Klassenkampf von oben gemacht haben. Von der systematischen Verschwuchtelung, selbst von Fußballfans, will ich erst gar nicht anfangen. Die Farben der Bisexualität sind „Rosa plus Blau“. Identitätsloses, geschlechtsloses Sklavengetier. – Die Zersetzung des Klassenbewußtseins beginnt genau hier. Wehe dem, der diese schwule Scheiße nicht unterschreiben will!

Äther, Gott und Donald Trump

28. September 2024

Die Antworten auf die Frage nach der Herkunft des hysterischen, fast schon psychotischen „Kampfes für die Demokratie und gegen Donald Trump und die AfD“ sind durchweg zweierlei Natur: entweder wird „materialistisch“ auf die Angst der intellektuellen Negativauswahl verwiesen, von den Pfründen der „demokratischen“ Macht verdrängt zu werden, oder es wird „idealistisch“ das ernst genommen, was diese „demokratischen“ Gestalten als Rechtfertigung absondern – es gehe um ihre „demokratischen Ideale“.

Mich persönlich hat von jeher die historisch-materialistische Perspektive fasziniert, nämlich daß das geistig mediokere „Intellektuellen-Proletariat“ (Studienabbrecher, Plagiatsbetrüger, Kinderbuchautoren, Außentoastbrote, Absolventen von nutzlosen Laberfächern, etc.) schlichtweg seine kleinbürgerlichen Klasseninteressen durchsetzt. Zum eigentlichen, dem bio-energetischen Kern der Angelegenheit führt aber eher der „geistesgeschichtliche“ Ansatz: der Konflikt zwischen zwei unversöhnlichen „Visionen“ davon, wie man die Gesellschaft in Zukunft gestalten soll – „demokratisch“ oder „populistisch“.

Woher diese viszerale Angst und Panik angesichts des Populismus? Zunächst einmal müssen wir fragen, was das überhaupt sein soll, „Populismus“. Offensichtlich geht es um eine Politik „aus dem Bauch heraus“. Stichworte wie „kurzen Prozeß machen“, „unser Land“, „ich habe Angst“, „mir platzt die Hutschnur“ etc. mögen ausreichen = muskuläre Abwehr. Dagegen stehen dann „demokratische Gepflogenheiten“, die man auf das Diktum reduzieren kann, daß „es keine einfachen Antworten auf komplizierte Probleme geben kann“ = intellektuelle Abwehr. Kopf statt Bauch!

Offenbar taumelt „der Kopf“ (verkörpert durch das besagte Pseudo-Intellektuellen-Lumpenproletariat) von einem Schwindelanfall in den anderen, weil er zunehmend vom „Bauch“, dem bioenergetischen Kern, abgetrennt ist. Das sieht man insbesondere an der angeblich „christlichen“ CDU, die in ihrem „Kampf gegen Rechts“ mittlerweile fanatischer geworden ist als selbst die SPD. Erklärlich ist das, weil das Christentum in den letzten Zügen liegt und, abgesehen von ein paar schizophrenen Sonderlingen, wirklich niemand mehr an Gott wirklich glaubt, selbst die wenigsten Priester und Pastoren tun das. Um überhaupt noch irgendeinen Halt im Leben zu finden, wendet sich deshalb der CDUler der „Ethik“ zu, DEM Guten, und identifiziert sich mit der sozialen Fassade mit einer Inbrunst, die einst „Gott“ galt.

1. Die muskuläre Abwehr, die den konservativen („populistischen“) Charakter auszeichnet, wird zunehmend durch eine intellektuelle („demokratische“ a la „demokratische Volkrepublik“) Abwehr verdrängt;

2. gesellschaftlich tut sich das in der wachsenden Spaltung zwischen einer pseudo-intellektuellen Nomenklatura in Politik, Medien und „Wissenschaft“ auf der einen Seite und den breiten „populistischen“ Massen auf der anderen Seite kund – ein klassischer Klassenkonflikt zwischen Parasiten und Arbeitern.

3. Bei Gesundheit sind die Kreiselwelle (das energetische Orgonom, Zentrales Nervensystem – „Kopf“) und die Pulsation (das orgonotische System, Vegetatives Nervensystem – „Bauch“) zwei Funktionen, die sich wechselseitig anziehen und einander ergänzen. Infolge von Panzerung wird daraus ein antagonistischer Gegensatz, was den Konflikt innerhalb der einzelnen Person („Kampf gegen die egoistischen Triebe“) und in der Gesellschaft („Kampf gegen den Populismus“) erklärt.

4. Während der „Populist“ weitgehend aus dem bioenergetischen Kern heraus funktioniert, wenn auch mystisch verzerrt, was bedeutet, daß er „in Gott ruht“, lebt der „Demokrat“ ausschließlich in der oberflächlichen, äußeren Fassade und muß entsprechend ständig seine moralische Überlegenheit gegenüber „Populisten“ und seine moralische Konformität gegenüber anderen „Demokraten“ signalisieren. Nur das hält diese Zerebral-Kreaturen überhaupt am Leben, denn abgetrennt von „Gott“ (dem orgonotischen System) würden sie, der Kreiselwelle folgend, buchstäblich in den kosmischen Weiten verlorengehen. Nur das soziale Netz des Gutmenschentums hält diese verlorenen Seelen, diese ätherischen Wanderwitze, noch auf diesem Planeten fest.

Der tiefenpsychologische, bioenergetische und biosoziale Urgrund der Grünen Partei

15. August 2024

In der autoritären Gesellschaft vor 1960 (vereinzelt bis heute) hatten die Menschen ein organisch eingepaßtes Über-Ich, das gesellschaftlich der lokal organisierten Autorität entsprach. Der Vater war der Chef der Familie, die Mutter setzte die Moral durch. Diese patriarchalische Struktur setzte sich ungebrochen auf allen Ebenen vom Betrieb und vom Dorf, über den Landesherrn bis zum Kaiser und weiter bis zum lieben Gott fort. Ein bis ins Einzelne aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel, das für „Ruhe und Ordnung“ sorgte und das gesellschaftliche und persönliche Angstniveau niedrig hielt.

Das Gewissen spielte gar nicht eine so große Rolle, weil eh jeder schlafwandlerisch wußte, was er zu tun und zu lassen hatte. Mit dem Einbruch der sexuellen Revolution seit 1960 (und vereinzelt auch davor) brach dieses VERMEINTLICHE Idyll zusammen, die Menschen wurden orientierungslos, sekundäre Triebe wurden unkontrolliert ausgelebt, der Angstpegel stieg zusammen mit der allgemeinen Verunsicherung und die Autorität wurde zentral. Die Familien und lokalen Gemeinschaften zerfielen (also „die soziale Kontrolle“) und der Staat wurde allmächtig, übernimmt sogar mittlerweile die Früherziehung. Gleichzeitig spielt das Gewissen eine immer größere Rolle und wird immer hysterischer: Antirassismus, Klimawahn etc. Nie wurde fanatischer gegen „Hitler“ gekämpft!

Nicht im Widerspruch dazu steht, daß die Orientierungslosigkeit immer mehr wächst und alles Widernatürliche und „Sekundäre“ geradezu vergöttlicht wird. Der „göttliche Marquis“, Marx mit seiner restlosen Entkernung des Menschen und Freud haben gewonnen. Freud mit seiner doppelten Botschaft, daß der Mensch imgrunde ein gemeingefährliches sadomasochistisches Tier ist, das sich nicht selbst steuern kann, weshalb „die Kultur vorgeht“, d.h. das Über-Ich. Und ja, Freud war auch „gegen das Über-Ich“, aber gegen das der autoritären „religiösen“ Gesellschaft (Unvernunft) – nicht gegen das der zentralisierten, „aufgeklärten“, „atheistischen“ Gesellschaft (vermeintliche Vernunft).

Wie Reich bereits 1925 am Beispiel des damaligen Lumpenproletariats zeigte, isoliert sich beim Zerfall der lokalen Autorität das Über-Ich, wird zu einer Art Fremdkörper und entspricht damit einer Triebregung; „für deine Geilheit werde ich dir jetzt ein Messer in die V…. rammen“. „Gott“ (= Über-Ich) wird unvermittelt zu Satan (der „Ankläger“). Das hat Reich schon alles 1925 in Der triebhafte Charakter mit alptraumhaften Fallgeschichten beschrieben. Siehe etwa Das Aufkommen des Psychopathen (Teil | Suchergebnisse | Nachrichtenbrief | Seite 2 

Aber lassen wir die Psychoanalyse hinter uns und betrachten das ganze sexualökonomisch: Die liberal-bürgerliche Fassade fällt weg und die sekundäre Schicht liegt frei (bzw. die Fassade tritt in den Dienst der sekundären Schicht – „hinterhältige Gemeinheit“: die Grünen versprechen das Paradies und schaffen die Hölle auf Erden) plus die Körperpanzerung bricht zusammen und wird ersetzt durch Augenpanzerung (Kontaktlosigkeit, Verpeiltheit, ideologischer Wahnsinn: die Grünen).

Was in der Erziehung des Grünen Kindes falsch läuft: Kontaktlosigkeit.

Der wirklich Grüne (wie diese Tussi ab Minute 7:20 https://youtu.be/KkYTQBvEMD8) ist ein pseudo-liberaler Charakter, der (a) vollständig von seinem bioenergetischen Kern abgespalten ist und (b) seinen Intellekt ausschließlich als Abwehr gegen seine natürlichen Triebregungen benutzt und deshalb, trotz meist sehr hohem IQ, strunzdumm und vollkommen verpeilt ist. Deren Kinder wachsen in einer emotionalen Wüste auf und sind vollkommen verwirrt, weil ihre Eltern nur Unsinn von sich geben. Hinzu kommt, daß im Leben des Kindes wirklich alles reguliert und kommentiert wird. Früher sind die Kinder ihrer eigenen Wege gegangen und die einzige Ermahnung war: „Treib keinen Unsinn!“ Heute werden sie von der Kinderkrippe an betreut und reguliert und unfähig sich selbst und als Gruppe zu regulieren. Hinzu kommt das Erbe der Psychoanalyse, egal ob die heute nun abgeschrieben ist oder nicht: jede Regung des Kindes wird kommentiert und auf eine intellektuelle Ebene gehoben. Von „Darf ich Dir die Windel wechseln?“ bis „Warum hast Du Dir in die Hose gemacht? Was willst Du mir damit signalisieren?“ Alles wird problematisiert, etwa der Umgang mit Spielzeugpistolen, und Grenzen werden überschritten insbesondere in der Sexualerziehung. Mein Gott, laßt die Kinder einfach in Ruhe und schützt ihre Privatsphäre. In manchen Familien aus diesem Milieu wird aus ideologischen Gründen in den Wohnungen auf Türen, zumindest aber auf Schlüssel verzichtet, denn niemand habe etwas zu verbergen. Konsequenz: die Eltern füllen sich dauerüberwacht und sind ständig angespannt, so daß von einem Sexualleben keine Rede mehr sein kann, und umgekehrt bei den Kindern ähnlich. Wenn dann noch Cannabis oder sogar nur Psychopharmaka dazukommen: das Kind wächst in einem Horrorfilm auf, in dem es nur von Zombies bzw. Biorobotern umgeben ist.

Was die Zukunft betrifft, ist es ähnlich wie in der autoritären Gesellschaft: ein Großteil der Kinder werden zu Klonen ihrer Eltern, eine Minderheit rebelliert. Die Kinder der Grünen werden selber Grüne und rebellieren entsprechend gegen das Vater-Imago – im Namen ihres Vaters, was die ganze Infantilität der Grünen weiter potenziert. Andere entdecken ihre unaufhebbare Resilienz und werden ostentativ konservativ: „Döp dö dö döp!“ Spiegelverkehrt zu dem, was etwa „1968“ geschah.

Von dem Genderscheiß, Impfterror, dem mörderischen Veganismus, Swaddling (Einwickeln von Säuglingen zu Mumien) und die Verblöööödung durch Smartphones und allgemein durch Elektronik, will ich erst gar nicht anfangen. Hinzu kommt die ostentative Entfremdung von der Eigengruppe, so daß dem Kind keinerlei Möglichkeit einer wirklich Identifikation bleibt: WURZELN FASSEN. Es wird zum „Weltbürger“ herangezogen.

Wie ist das heutzutage mit dem Über-Ich?

16. Juni 2023

Seit sich der NACHRICHTENBRIEF verstärkt auf Bernd A. Laskas LSR-Projekt kapriziert, ist hier viel vom „Über-Ich“ die Rede. Aber ist das Über-Ich nicht Teil der wohlgeordneten neurotischen Charakterstruktur vergangener „autoritärer“ Tage, wie sie von Freud, Reich und Baker beschrieben wurden. Spielt das Über-Ich in der heutigen antiautoritären Gesellschaft, wie Konia sie darstellt, überhaupt noch die Rolle wie früher?

Diese Frage macht durchaus Sinn, denn das Über-Ich ist die psychologische Seite der Panzerung – und seit etwa 1960 nimmt der Körperpanzer immer weiter ab und die Abwehr verlagert sich tendenziell zunehmend auf den Augenpanzer. Muß dann nicht auch das Über-Ich immer weiter an Bedeutung verlieren und ist das heutige gesellschaftliche Chaos und „die heutige Jugend“ nicht Beleg dafür?

Das exakte Gegenteil ist der Fall! Interessanterweise hat Reich diese Zusammenhänge bereits vor ziemlich genau 100 Jahren offengelegt, als er den „triebhaften Charakter“ beschrieb, d.h. haltlose Menschen, die schon damals in „antiautoritären“ Segmenten bzw. Nischen der Gesellschaft aufgewachsen waren. Insbesondere ist an das Milieu des sogenannten „Lumpenproletariats“ zu denken. Was Reich damals entdeckte, war das sogenannte „isolierte Über-Ich“, d.h. diese triebhaften Charaktere wurden von einem Über-Ich gepiesackt, als wären sie vom Teufel besessen. Der typische Kleinbürger, der gemeinhin so bezeichnete „autoritäre Charakter“, mit seinem leidlich „ausgeglichenen“ Körperpanzer, führte im Vergleich dazu ein zwar langweiliges, aber immerhin einigermaßen „normales“ Leben. Heute findet man kaum noch „normale Neurotiker“, sondern fast nur noch „frühgestörte“ (d.h. primär okular gepanzerte) Besessene.

Man denke an den typischen jungen Menschen von heute, der äußerlich zwar angepaßt und „gesund“ wirkt, innerlich aber vollkommen leer ist und prinzipiell unbefriedigbar irgendwelchen Luftschlössern von einer großartigen Karriere hinterherhechelt, angepeitscht von einem diktatorischen Ehrgeiz, der rein gar nichts mit den ureigensten Bedürfnissen des Jugendlichen zu tun hat. Die Peitsche schwingt das besagte „isolierte Über-Ich“, das so ähnlich funktioniert wie ein unkontrollierbarer Trieb. Dieser heutige Standardjugendliche ist eine spezielle Ausbildung dessen, was Reich Anfang der 1920er Jahre als „triebhaften Charakter“ bezeichnet hat. Noch eindeutiger sind die Klimakleber und andere sich, im Gegensatz zu den beschriebenen „angepaßten“ Jugendlichen, als unangepaßte Freaks gebende Jugendliche, die ihre Psychopathologie öffentlich zelebrieren. Man kann geradezu live und in Farbe dabei zusehen, wie das „isolierte Über-Ich“ sie in die Selbstzerstörung treibt. So manches Tattoo spricht in dieser Hinsicht Bände!

Wie es dazu kam? Inkonsequenz! Wie schlimm und lebensfeindlich, d.h. sexualfeindlich, die Erziehung früher auch war, sie hatte immerhin eine klare Linie und es entstanden zwar neurotische aber doch einigermaßen in sich stimmige Charaktere, weil das Über-Ich sozusagen über den ganzen Körper verteilt war – das Über-Ich dem Körperpanzer entsprach. Heute, angefangen etwa 1960 und seitdem mit jedem Jahr schlimmer werdend, sind die Eltern vollkommen desorientiert und zu einem Gutteil emotional selbst noch halbe Kinder, die ihre Sprößlinge total konfus und verunsichert zurücklassen. Man denke neuerdings an all den massen-psychotischen Krampf um „Transgender“! Die Panzerung verlagerte sich entsprechend ganz in den oberen Kopfbereich und das Über-Ich wurde entsprechend BUCHSTÄBLICH zum Über-Ich: über dem Körper thronend.

Auf gesellschaftlicher Ebene zeigt sich das in einer zunehmenden Zentralisierung aller Entscheidungsinstanzen und in der Ausprägung einer weltumspannenden „woken“ Einheitsideologie. Man denke nur an die Corona-Zeit zurück und daß jetzt die WHO de facto so etwas wie eine „Weltregierung“ geworden ist. – Moment mal! Muß ich Leuten die Maske trugen, sich Giftspritzen verabreichen ließen und jeden „Schwurbler“ denunzierten, der sich dem verweigerte, wirklich erklären, warum heute das „Über-Ich“ aktueller ist als jemals zuvor? Häää?!?! Leute, wo immer Ihr hinblickt – die Wahrheit springt Euch ins Gesicht. MACHT DIE AUGEN AUF:

Zur Rassenfrage (Freiheit und Verantwortung)

24. Dezember 2022

Das erste, was der Arzt in der Gerichtsmedizin auf Band spricht, wenn er eine unidentifizierte Leiche seziert, ist die Feststellung der rassischen Zugehörigkeit, sie kommt gleich nach der Geschlechtszugehörigkeit. Selbst innerhalb von Völkern kann man im Alltag ziemlich leicht unterschiedliche Typen ausmachen, etwa Bayern (Strauß), Schwaben (Stoiber) und Franken (Beckstein).

Und es gibt nicht nur offensichtliche anatomische Unterschiede, sondern auch physiologische und geistige. Jeder weiß, daß man in einem Chinarestaurant kein Glas Milch bestellen kann. Chinesen sind nicht in der Lage, frische Milch zu verdauen. Nur ein Ignorant kann die Unterschiede im IQ zwischen den Rassen bestreiten.

Die „Bell-Kurve“, der zufolge sich statistisch nachweisen läßt, daß in Amerika und weltweit der ökonomische Status von Menschengruppen mit ihrem Hirnvolumen und angeborenem IQ korreliert, ist stimmig, wie kaum etwas sonst. Das trifft übrigens auch auf den Unterschied zwischen Frauen und Männern zu! Ja, „Statistik“ und man wisse doch gar nicht, was man eigentlich genau messe, wenn man den IQ bestimme, etc. Schön, aber ich kenne keine andere Theorie, die so augenfällig mit der Realität übereinstimmt. Beispielsweise haben nordamerikanische Universitäten schwer mit dem „Problem“ zu ringen, daß, wenn es ausschließlich um intellektuelle Leistungen ginge, sie fast ausschließlich von Ostasiaten und Juden bevölkert wären. Stattdessen wird nach Rasse sortiert („Affirmative Action“).

Obwohl sich die Menschengruppen schon rein äußerlich mehr unterscheiden als die unterschiedlichen Außerirdischen bei Raumschiff Enterprise wird nicht nur die Existenz der Rassen bestritten, sondern selbst die Erwähnung des Begriffs „Rasse“ als „rassistisch“ gebrandmarkt. Man fordert sogar die Streichung des Begriffs Rasse aus dem Grundgesetz – also dessen antirassistischen Aussagen.

Die Kommissare wollen alles gleichschalten: Klassenunterschiede, Rassenunterschiede und schließlich sogar Geschlechtsunterschiede („Gendermainstreaming“). Ihr Hauptfeind ist dabei die Biologie (der „Biologismus“). Es darf (und kann deshalb) nicht sein, daß Unterschiede im Wohlstand in letzter Instanz aus angeborenen Unterschieden in der Leistungsfähigkeit hervorgehen. Es darf (und kann deshalb) nicht sein, daß sich kleine Mädchen von Anfang an anders verhalten als kleine Jungs. Und von rassischen Unterschieden zu sprechen, ist eh von vornherein intellektueller Selbstmord!

Leider Gottes macht die Biologie linken Träumern immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Wir alle wissen, wie die Stimmung in einer vertrauten Gruppe kippt, wenn Leute hinzutreten, die nicht dazugehören. Ich selbst habe aus unmittelbarer Anschauung miterleben müssen, wie die deutsche Arbeiterkultur durch die Gastarbeiter zerstört wurde. Das Gefühl der Kameradschaft, die komplexe Verständigung durch bloße Blicke, das Gefühl, wie weit man mit dem ständigen Frotzeln gehen kann, das Gefühl der Heimat ging vor die Hunde. Was blieb war freudlose Maloche und einsame Abende im Fernsehsessel.

Menschen bleiben „unter sich“, nur so können sie sich entspannen und sich gehenlassen. Werden sie dazu gezwungen, in einer „multikulturellen Gesellschaft“ zu leben, erstarren sie emotional und ziehen sich in sich selbst zurück. Selbst wenn in amerikanischen Familienserien, in krasser Abweichung von der gesellschaftlichen Realität, sich Schwarz und Weiß treffen, um die Abende gemeinsam unter guten Freunden zu verbringen, spürt man den Krampf, das Aufgesetzte, Unechte. Entsprechend kommt es in Deutschland einfach nicht vor, daß sich deutsche und türkische Familien etwa zu gemeinsamen Feiern treffen. Mein Gott, bereits unterschiedliche deutsche Landsmannschaften haben genug Probleme miteinander!

Derartige Probleme wachsen zweifellos mit dem Grad der Panzerung, da die orgastische Impotenz je nach ihrem Ausmaß die biologischen Impulse verstärkt. So entsteht etwa Fettleibigkeit: der natürliche Appetit wird zum Heißhunger. Entsprechend ist es mit dem Rassismus: das natürliche „Fremdeln“ wird zum faschistischen Rassenhaß. Und genauso wie ein Anorektiker nicht weniger gepanzert ist, sondern nur anders, ist auch der „antirassistische“ Gutmensch alles andere als rational!

Robert hat in einem Kommentar auf diesem Blog angemerkt:

Die Antirassisten haben eine Reaktionsbildung auf ihre eigenen Impulse, weil sie ihre Haßgefühle gegen Andersartige nicht wahrhaben wollen und ertragen können. Sie bekämpfen an den „Rassisten“ in extrem neurotischer Weise das, was ihre verdrängten feindlichen Impulse sind. Alle werden bei ihnen zu Rassisten, welche die natürliche Ungleichheit der Menschen anerkennen, ohne zu bewerten („höher“ oder „niedriger“). Das macht ihre Irrationalität aus.
Die Ungleichheit der Ethnien und anthropologischen Rassen spielt immer mehr in der Medikamentenforschung eine Rolle.

Daß ein gewisses Ausmaß an „Rassismus“ angeboren und deshalb natürlich ist, zeigt ein überraschendes Forschungsergebnis von Andreas Meyer-Lindenberg (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit) et al.:

Die Zuschreibung bestimmter Merkmale zu einem Menschen aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht ist allgegenwärtig. So zeigen auch dreijährige Kinder Mißtrauen gegenüber Menschen aus fremden ethnischen Gruppen und bevorzugen Mitglieder der eigenen Gruppe. Dies gilt nicht für Kinder mit Williams-Syndrom, wie die Wissenschaftler nun gezeigt haben. Die Ursache dieser Krankheit ist das Fehlen von 26 Genen auf einem bestimmten Chromosom. Die Patienten haben eine veränderte Kopfform, das sogenannte Elfengesicht, und leiden unter Eß- und Hörstörungen sowie Infektionen und kognitiver Behinderung. Eine Besonderheit ist, daß die Erkrankten oft auch sehr kontaktfreudig sind und offen auf fremde Menschen zugehen: Ihnen fehlt die bei vielen Kinder typische Schüchternheit oder Angst in neuen gesellschaftlichen Situationen.

Es gibt einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die vermaledeite Biologie!

Mit einem besseren Verständnis der dafür verantwortlichen Gehirnprozesse hoffen die Forscher, Ansätze zu finden, um rassistischen Vorbehalten begegnen zu können: Kontaktfreudiges Verhalten sei ein Mittel gegen rassistische Vorurteile.

Dieser Blog bekennt sich offen zu Israel. Zu solchen „Bekenntnissen“ auf der Achse des Guten: wenn Leute wie ich herausfänden, daß Israel von auf die Nerven gehenden lauten Orientalen, eben Juden, bevölkert ist, würde sich unser schleimiger Philosemitismus sehr schnell ins Gegenteil umkehren!

Klingt überzeugend, der Autor vergißt jedoch, daß dieser Bruch auch mitten durch die israelische Gesellschaft selbst geht, wo orientalische Juden die europäischen Juden schon mal als „Nazis“ titulieren, weil sie sich von oben herab behandelt fühlen. Da wird von säkularen Juden alles getan, damit keine orthodoxen Juden in die Nachbarschaft ziehen, die, wenn sie eine kritische Masse erreicht haben, den Rest der Einwohner mit ihren Forderungen nach Sabbatruhe und ähnlichem terrorisieren. Die sprechen dann von „Antisemitismus“ mitten in Israel!

Bleiben wir beim richtigen Nazi – heute ist das der „Israelkritiker“:

Er leugnet zwar nicht den Holocaust, stellt ihn aber mit der israelischen Behandlung der Palästinenser gleich und reduziert ihn damit auf ein unwesentliches Maß. Er spricht nicht vom jüdischen Blutmordritual, stellt aber israelische Soldaten dar, die genüßlich palästinensische Kinder bei lebendigem Leibe verspeisen. Er wirft den Juden keine volksfeindliche Illoyalität vor, nennt aber den Zentralrat das Sprachrohr Israels. Er grölt nicht „kauft nicht bei Juden! “, fordert aber den Boykott israelischer Waren und Firmen. Er schreit nicht „Juden raus“, bestreitet aber ihr Niederlassungsrecht in ihrem Heimatland Israel. Er sagt nicht, „die Juden sind unser Unglück“, geißelt aber Israel als größtes Hindernis zum Weltfrieden.

Dieser „antizionistische“ Abschaum dominiert heute die öffentliche Meinung, auch die „philosemitische“!

„Rassismus“ ist tief in uns verankert. Selbst bei Reich finden sich schier unglaubliche Sätze wie:

Ich liebe meine Vögel und Rehe und Wiesel, die den Negern nahe sind! Ich meine die Neger aus dem Busch, nicht die Neger aus Harlem in steifen Kragen und Zoot-Zoot-Anzügen! Ich meine nicht die fetten Negerinnen mit Ohrgehängen, denen die behinderte Lust in Fett der Hüften überhing, deren Lust Jesus entdeckte. Ich meine die schlanken, weichen, biegsamen Körper der Mädchen der Südsee, die du, sexuelles Schwein dieser oder jener Armee, bevögelst; die Mädchen, die nicht wissen, daß du ihre reine Liebe wie in einem Bordell in Denver nimmst. (Rede an den Kleinen Mann, S. 94)

Ich glaube nicht, daß in unserer Familie jemals das Wort „Pole“ gefallen ist. Ich kann mich auch sonst nicht erinnern, daß mir von irgendjemanden eine „anti-polnische“ Haltung nahegebracht wurde, trotzdem steckt es in mir. Beispielsweise, daß ich Polen und Aussiedler dezidiert unfreundlich behandele – und mich danach über mich selbst wundere, teilweise über mich selbst entsetzt bin.

Was offenbar stört, wenn ich mich denn selbst verstehen kann, ist ihr serviles Gehabe, das „Unwestliche“, fast schon „Unzivilisierte“, das „Unpreußische“ oder, wenn man so will, „Unhanseatische“.

In dieser Hinsicht fängt mein „Rassismus“ schon bei Süddeutschen, insbesondere Bayern an.

Neulich hat mir ein Mann aus dem Ruhrgebiet, den es nach Hamburg verschlagen hat, gesagt, wie schrecklich kalt und abweisend doch die Menschen hier seien.

Gerade in diesem Moment gehen Berliner, die in Hamburg zu Besuch sind, unter meinem Fenster lang, laut berlinernd, große Show; die Frauen (irgendwo zwischen 50 und 70) grell rot gefärbte Haare und angezogen wie Transvestiten. Ich spüre geradezu wie sich, von mir unkontrollierbar, alles voller Widerwillen in mir zusammenzieht. Ein genuin rassistischer Affekt. „Ich hasse Berlin!“

Es geht beim Rassismus immer nur um das eine: darum, um Reichs Massenpsychologie des Faschismus zu paraphrasieren, „das Nicht-Tiersein, das grundsätzliche Anders-als-das-Tier-sein, immer wieder zu betonen“. Ich bin etwas besseres, ich habe mich unter Kontrolle, ich gebe mich nicht meinen Impulsen hin, bin nicht laut und vulgär – ich bin Hanseat. Oder mit anderen Worten: ich bin asexuell! („Ich bin kein Tier!“)

So schauen wir auf die mediterranen „heißblütigen“ Türken herab – und so schauen sie auf uns „zügellose Schweinefleischfresser“ herab. Diese Haltung ist untrennbar mit Verachtung verbunden, die daraus resultiert,

daß wir Energie vom Becken zum Gesicht hinaufziehen, so daß wir uns überlegen fühlen. Verachtung ist imgrunde eine Ablehnung des Genitale und wird gegenüber einem Objekt ausgedrückt, das wir für sexueller als uns selber halten, oder gegenüber jenen, die sich in sexueller Hinsicht von uns unterscheiden. Das gilt immer, ganz gleich, was oberflächlich der Grund für die Verachtung zu sein scheint. (Elsworth F. Baker: Der Mensch in der Falle, München 1980)

Solange die weit überwiegende Mehrheit der Menschen gepanzert ist und damit unter einer verheerenden Sexualstörung leidet (orgastische Impotenz), wird dieser im wahrsten Sinne des Wortes „hochnäsige“ Rassismus weiter grassieren und Träume von Völkerverständigung, internationaler Solidarität und Multikulturalismus immer wieder in blutige Alpträume umkippen lassen.

Hier ist gleichzeitig auch die Ursache für den „Klassenhaß“ zu finden, etwa die Verachtung eines sauberen, gradlinigen Proletarierkindes wie mich für das halt- und disziplinlose Bürgertum (das sich am verlotterten, inzuchtgeschädigten Adel orientierte) – und umgekehrt, deren Verachtung für einen „ungehobelten Klotz“ wie mich. Dazu gehört auch mein „viszeraler“ Haß auf das stinkende, ungewaschene „Lumpenproletariat“.

Man schaue auf das 20. Jahrhundert zurück: jederzeit können sich die Pforten der Hölle öffnen – Jugoslawien und Ruanda sind jederzeit möglich.

Man muß bei der Bundeswehr gewesen sein, um auch nur erahnen zu können, was für ein viehischer Haß auf Frauen, Schwule und Behinderte in der Seele „normaler“ Männer schlummert. Von ihrem Haß auf „Schwarze“ ganz zu schweigen!

Der Aufstieg des Psychopathen (Teil 5)

23. April 2021

Barbara G. Koopman: Der Aufstieg des Psychopathen

Der Rote Faden: Der Friedenskämpfer Nr. 1

8. August 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Der rote Parasit

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

The Mass Psychology of Fascism (1970) und andere Übersetzungen

27. Januar 2017

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