Posts Tagged ‘Wilhelm Reich’

Ergänzung 2 zu „Nietzsche: MEINE SCHWESTER UND ICH (Besprechung)“

4. Juli 2025

Reich ging in seiner Studentenzeit zwischen in etwa 1919 und 1922 von vier Punkten aus, die sein gesamtes späteres Lebenswerk prägten:

  1. angefangen von seinen Eltern, die als Sprosse von jeweils langen Rabbiner-Dynastien vorgaben gläubige Juden zu sein, aber tatsächlich deutschnationale Atheisten waren, war ihm aufgefallen, daß es einen Unterschied gibt, zwischen dem, was Menschen sagen und dem wie sie handeln;
  2. war er bei seiner naturphilosophischen Lektüre irgendwo zwischen Lehrbüchern zum Medizinstudium, F.A. Lange, Bergson, Schopenhauer, Paul Kammerer, Richard Semon etc., nicht zuletzt Nietzsche, auf die Grundidee verfallen, daß es eine psychische Energie gibt und einen Grundgegensatz zwischen Energie und Materie;
  3. war ihm 1919/20 im Studentenseminar, über das er Freud kennenlernte, aufgefallen, daß ihm das, was andere als „Sexualität“ bezeichneten, fremd war und umgekehrt;
  4. durch Freuds Libidotheorie lernte er die Vorstellung einer psycho-physischen („bioenergetischen“) Entwicklung und ihrer Störungen kennen.

Zusammengefaßt ist das die Theorie von der Lebensenergie und ihrer Sperrung durch die Panzerung (Über-Ich). Sie entfaltet sich aus sich heraus „von innen“ auf natürliche Weise, wird aber „von außen“ gestört und entartet entsprechend, d.h. wird selbst zu einem Störfaktor. Das, was er später als „seelische Pest“ bzw. „emotionelle Pest“ bezeichnen sollte, breitet sich entsprechend aus. Die Menschen versuchen das entstehende Chaos mit „Moral“ in den Griff zu bekommen, doch verschlimmert dies die Situation noch mehr.

Nietzsche hatte wie kaum ein anderer ein Gefühl für diese Dynamik, nur kam dieser „Sado-Masochist an sich selber“ (so Lou Salome über Nietzsche) zu der – sadomasochistischen Vorstellung, daß der Mensch an diesem Konflikt zu wachsen habe. Aus dem Krampf soll virtuose Eleganz und aus der Lüge die Wahrheit erwachsen, aus der Überspanntheit eine neue Leichtigkeit. Aus sekundären Trieben soll etwas Authentisches und Wertvolles werden. My Sister and I enttarnt das alles als Perversion und Flucht vor dem Leben.

Ergänzung 1 zu „Nietzsche: MEINE SCHWESTER UND ICH (Besprechung)“

2. Juli 2025

In der gestrigen Besprechung erwähnte ich Volker Gerhardts weitverbreitete und in mehreren Auflagen erschienene Monographie Friedrich Nietzsche (Verlag C.H. Beck, 1992). Sie zeigt, egal wieviel man bei Nietzsche, nicht zuletzt anhand von Gerhardts Ausführungen, LaMettrie-, Stirner- und Reich-Gemäßes findet, Nietzsche im Kern doch Anti-LSR ist. Das heißt aber noch lange nicht, daß ich Nietzsche aus dem „orgonomischen Fundus“ streichen werde, genausowenig wie ja auch Freud, Marx und andere!

Wer einen weitgehend LSR-konformen Nietzsche lesen will, sei auf meinen alten Artikel Der verdrängte Nietzsche verwiesen. Dazu bietet Volker Gerhardt sehr gute Einführung in Nietzsches Werk einen interessanten Punkt hinsichtlich des Willens zur Macht. 1885 notierte sich Nietzsche, daß die physikalisch aufgefaßte „Kraft“ einer „Ergänzung“ bedürfe. Es müsse diesem Begriff, so Nietzsche, „eine innere Welt zugesprochen werden“, im Sinne eines Triebes, Strebens, Willens. Für diesen inneren, sozusagen „psycho-physischen“ (Reich hätte gesagt „bioenergetischen“) Ursprung wählte Nietzsche den Begriff „Wille zur Macht“. „Dieser bezeichnet“, so führt Gerhardt weiter aus, „die ursprüngliche Einheit aller geistigen und physischen Kraft.“ Das soll die absolute Diesseitigkeit der Welt wahren, d.h. das Werden soll nicht nur erklärt, sondern auch verstanden werden. Gerhardt: „Erst heute können wir ermessen, wie modern Nietzsches Fragestellung ist, die über die Abgrenzung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften hinaus ist und die den Ursprung unserer Erkenntnis in uns selber nicht vergißt.“ Gerhardt verweist in diesem Zusammenhang auf den Aristotelischen Begriff der „dynamis“ bzw. „potentia“ (S. 182f). Reich hat ähnlich argumentiert, als er etwa in The Einstein Affair, darauf insistierte, daß mit seiner Arbeit sich die Psychologie, Psychiatrie, Medizin nicht mehr an der Physik orientiere, sondern umgekehrt.

Aber zurück zur notwendigen Entzauberung Nietzsches: „Wille zur Macht“ hat Nietzsche bei Stirner abgeschaut. Stirner: „Macht – das bin Ich selbst, Ich bin der Mächtige und Eigner der Macht“ (Der Einzige und sein Eigentum, S. 230), wobei Nietzsche die entscheidende Wendung unter den Tisch fallen läßt: „Ich bin nur dadurch Ich, daß Ich Mich mache, d.h. daß nicht ein Anderer Mich macht, sondern Ich mein eigen Werk sein muß“ (ebd., S. 256, Hervorhebungen hinzugefügt).

Gerhardt führt aus, daß bei Nietzsche aus der bloßen „Selbsterhaltung“ der „Wille zur Macht“ wird, der so überwältigend sein kann, daß man die Selbsterhaltung darüber vergißt. „Die Lust an der Expansion wird zu einer eigenständigen Größe“ (Gerhardt, S. 129). Der Wille zur Macht trete, so Gerhardt, „im Medium von Befehl und Gehorsam auf (…) und tendiert mit dem Anspruch auf Unterordnung zu hierarchischer Organisation“ (S. 186f).

Das ist nichts anderes als die Apologetik des sadomasochistischen Wahns der gepanzerten Welt! Sexualfeindlich! Rechtfertigung des Über-Ich! Was auch deutlich wird, wenn Nietzsche in Menschliches, Allzumenschliches schreibt: „Die Bestie in uns will belogen werden, Moral ist Notlüge, damit wir von ihr [d.h. der besagten Bestie] nicht zerrissen werden“ (z.n. S. 131). Das ist das exakte Gegenteil der Jahrtausendentdeckung von der Laska und Christian Fernandes sprechen!

Für Nietzsche sorgte, so Gerhardt, „das moralische Bewußtsein“ „im Gang der mit unerhörten Opfern und Einschränkungen verbundenen Disziplinierung und Kultivierung der menschlichen Gattung“ für „die Sicherung der Individualität“. Die historische Leistung der Moral liege darin, den Menschen zu einer „selbstverantwortlichen Person“ gemacht zu haben (S. 133). Gerhardt zitiert dazu aus Menschliches, Allzumenschliches: „Ohne die Irrtümer, welch in der Annahme der Moral liegen, wäre der Mensch Tier geblieben.“ Nietzsche spricht in diesem Zusammenhang vom „heroischen“ Menschen und verweist auf Herakles, der sich „gegen die (äußeren) Reize der Schönheit und für die (inneren) Werte der Tugend entscheidet“ (S. 141). Bei Nietzsche zerstört die Moral (also das Über-Ich) nicht das Individuum, sondern sie erschafft das Individuum. Ein krasserer Gegensatz zu LSR ist schlichtweg nicht denkbar!

Es ist bezeichnend, daß in Gerhardts Buch Stirner nur im Kapitel über Nietzsches Nachwirkung im 20. Jahrhunderts auftaucht: neben Schopenhauer und Feuerbach sei Deutschland durch Stirner auf Nietzsche vorbereitet gewesen… (S. 219). Stirner als Nietzsches Wegbereiter! Bezeichnend ist auch, daß im Register von Gerhardts Buch bei „Stirner“ nicht etwa auf diese Stelle verwiesen wird, sondern auf S. 57, wo Stirner gar nicht auftaucht! Wer mit der Literatur vertraut ist, weiß, daß derartige Fehlleistungen in Bezug auf Stirner ständig auftreten. Unsere Kulturbewahrer stolpern ständig über ihn und geraten dabei aus dem Gleichgewicht…

My sister and I hat dazu nur einen Kommentar:

Werbung und Demokratie (Teil 1)

18. Juni 2025

Ich habe nichts gegen Werbung. Teilweise findet sich hier, ohne jedwede Ironie gesagt, tatsächlich große Kunst, von Graphikern und Filmemachern, die ihre Miete bezahlen müssen und ihren Auftraggebern ihre künstlerische Vision unterjubeln. Meistens ist die Werbung aber nichts anderes als Emotionelle Pest im allgemeinen und eine Bankrotterklärung unserer gesamten Demokratie im besonderen. Es ist einfach unfaßbar! Der Souverän, der arbeitende Mann auf der Straße und die Mutter, die ihre Kinder großzieht, werden porträtiert als schlichtweg verachtenswerte, kindische Volldeppen:

So schauen die „Kulturschickeria“ (die Werbemacher) und die höheren Kreise (die Kapitalisten) auf den „kleinen Mann“ herab: dumme, emotional unreife Spasten. Und man muß den Werbemachern schon fast rechtgeben, denn das irgendjemand so etwas akzeptiert, und derartige Werbung, die dem Kunden voll Verachtung ins Gesicht rotzt, sogar effektiv zu sein scheint, ist wirklich atemberaubend. Bin ich hier im falschen Film? Im wirklichen Leben würde ich wie ein Hund leiden, wenn sich mein Gegenüber so über mich lustig machen und ich ihm nicht sofort den Kiefer brechen würde. Seit Jahrzehnten bin ich sprachlos, daß sich das die Werbetreibenden trauen und die Kunden offenbar goutieren. Hallo!

Reich hat ein ganzes Buch über den Kleinen Mann und seine Herrschaft, die „Demokratie“, geschrieben, die Rede an den kleinen Mann:

Möchtest du wissen, kleiner Mann, wie du bist? Du hörst im Radio die Werbung für Abführmittel, Zahnpasta und Deodoranten. (…) Und du kapierst nicht die bodenlose Dummheit und den ekelerregend schlechten Geschmack dieser Dinge, die extra dafür geschaffen sind, dein Ohr zu erreichen. Hast du je aufmerksam den Späßen zugehört, die ein Conferencier über dich im Nachtclub macht? Witze über dich, über sich selbst, über deine ganze kleine erbärmliche Welt. Hör nur auf die Propaganda für Abführmittel, und du weißt, wer und wie du bist. (…) Du hörst dir den Witz über dich an und lachst herzlich mit den anderen mit. Du lachst nicht, weil du dich selbst verulkst. Du lachst über den kleinen Mann, doch du merkst nicht, daß du über dich selbst lachst, daß man dich auslacht. Millionen kleiner Männer wissen nicht, daß man sie auslacht. Warum nun lacht man über dich, kleiner Mann, so offen, so herzhaft, mit solcher Schadenfreude, und dies schon seit Jahrhunderten? Ist dir je. aufgefallen, wie lächerlich „das Volk“ im Kino dargestellt wird?

Dem Souverän der „Demokratie“ wird ständig ins Gesicht gespuckt. Man stelle sich das mal bei einer Monarchie vor – sie wäre null und nichtig! Deshalb, um im Reich‘schen Duktus von Rede an den kleinen Mann fortzufahren, lacht man über dich: weil du das mit dir geschehen läßt und immer noch glaubst, so etwas wie „Demokratie“ hätte es je gegeben! Du bist die Arbeitsdemokratie, d.h. ohne dich und deine Arbeitskameraden würde uns das alles hier instantan um die Ohren fliegen, aber du läßt dich zu einem lächerlichen Clown herabwürdigen!

Durch Umvolkung zieht man dir dein eigenes Land unter dem Arsch weg! Du wirst von verachtenswerten VOLLFRITZEN regiert, die nie gearbeitet haben, nichts von Arbeit wissen und die alles tun, um das mit ihrem Arsch einzureißen, was du und Generationen deines gleichen vor dir unter unsäglichen Qualen unter Blut, Schweiß und Tränen aufgebaut haben und erhalten. Daß du dir das gefallen läßt, macht dich tatsächlich zu einer Witzfigur! Wenn du, der Schöpfer und Erhalter, nur wüßtest, wer du wirklich bist!

Der Psychiater Reich hat dich, seit er 1927 dabei war, als Arbeiter („Polizisten“) auf Arbeiter („Unruhestifter“) beim Wiener Justizpalastbrand schossen, mit wachsender Verzweiflung beobachten müssen; wie das demokratische Experiment weltweit zu einer blutigen Farce wurde. Knapp 100 Jahre später hat die Bratwurst gezeigt, wie tief sich die Menschenmassen erniedrigen lassen und wie enthusiastisch sie sich zur Schlachtbank führen lassen.

Was bleibt, ist eine schwarze Wolke aus Verzweiflung und das Miasma verfaulender Leichenberge.

Email [Auseinandersetzung mit einem Philosophen] 2003

15. Juni 2025

Email [Auseinandersetzung mit einem Philosophen] 2003

Die organisierte Emotionelle Pest wandert

3. Juni 2025

Spätestens ab dem Jahr 1947 machte Reich die organisierte und schwerbewaffnete Emotionelle Pest im damals Stalinistischen Rußland fest und konstatierte mit einigem Entsetzen, daß sie nach Amerika übergreift. Er dachte dabei an die moskauhörigen Fellow Travellers und eine bereits damals nach weit links abdriftende Kultur- und Wissenschaftsszene, was sogar die Naturwissenschaften betraf, wenn man an die damals aufkommende Debatte um die „Atomspionage“ denkt.

Seitdem hat sich in den USA diese Tendenz grotesk verschärft. Es ist wie in der Bundesrepublik, wo die höhere Beamtenschaft, Medien, Kultur und Akademie durchgehend „Grün“ sind – und selbst die Führung der CDU ist „Grün“. Tatsächlich ist es mit dem Zusammenbruch der UdSSR zu einer grotesken Umkehr der Verhältnisse gekommen. Heute ist Putin der reaktionäre Beelzebub, während die USA für Progressismus steht. Das wird durch den verzweifelten Kampf der genannten Kreise, des sogenannten „tiefen Staates“, gegen Trump nur deutlicher.

Seine erste Präsidentschaft war ein nicht eingeplanter Unfall, dem ein veritabler Staatsstreich folgte, die bizarre Biden-Administration, – der gegenwärtig verpufft und Trump nur noch weiter gestärkt hat, denn bei einer ungebrochenen Weiterführung seiner Präsidentschaft wäre diese folgenlos versandet.

Melanor-Merz (BlackRock) ist hier kein Zufall, denn in ihrer Panik hat die organisierte Emotionelle Pest nunmehr ihre Zentrale nach Europa verlegt. Merz‘ Schuldencoup, ebenfalls ein veritabler Staatsstreich, bedeutet nichts anderes, als daß die allerletzten finanziellen Reserven des Westens der pestilenten Agenda zur Verfügung gestellt werden. Du, Deine Kinder und Kindeskinder werden versklavt!

Letztendlich geht es dabei um den Grundkonflikt zwischen Emotioneller Pest (Stalinistischer Staatskapitalismus und Monopolkapitalismus a la „Rockefeller“) und Arbeitsdemokratie (Marktwirtschaft und Libertarismus). Was gemeint ist, wird unmittelbar einsichtig, wenn man sich die „merkwürdige“ Harmonie zwischen Der Linken und Bertelsmann vergegenwärtigt oder sich an die „merkwürdige“ Allianz zwischen Antifa und Pharmaindustrie zu Corona-Zeiten erinnert.

Reich war angesichts von „Mildred Brady“ mit genau demselben Phänomen konfrontiert, dessen Konstatierung ihm die Diagnose einer „paranoiden Psychose“ einbrachte. Rockefeller beherrschte den gesamten Medizin-, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb in vollkommener Eintracht mit der Linken, deren Kern die Fellow Travellers waren. Zusammen taten sie alles, um die Orgonomie zu vernichten. Man schaue sich heute die Merz-Republik an! Es ist letztendlich der Kampf zwischen DOR und OR.

Das ist alles dermaßen offensichtlich, daß Homo normalis – nichts sieht.

Daß wir es bei der Melange aus Melanor-Merz und DOR-Linker wirklich mit der Emotionellen Pest zu tun haben, sieht man an zweierlei: die Pest gibt sich als Resistance aus (die Faschisten und Gleichschalter als „Antifa“) und das explizit unter der, nochmal, explizit antigenitalen Regenbogenfahne:

Die geisteskranken WICHSER, die solche Button tragen, gerieren sich tatsächlich als Widerstandskämpfer – so sieht ein wirklicher antifaschistischer Widerstandkämpfer aus:

Im übrigen… Respect! Die Emotionelle Pest gibt vor, gegen die Emotionelle Pest zu kämpfen!

Orgonomische Soziologie am Beispiel der deutschen Polizei

30. Mai 2025

Ich präsentiere hier erneut einen Blogeintrag aus dem Jahre 2013. Die angegebene Quelle, pi-news.net, ist nicht mehr aufrufbar. Trotzdem ist das ganze immer noch lesenswert. Zwar gibt es nichts Unbedeuteneres als die Zeitung von gestern, aber die von vor-vor-vor-vorgestern ist teilweise interessanter als das Exemplar von heute, denn die Gegenwart gewinnt an Tiefenschärfe. Hat sich ein abzeuchnender Trend abgeschwächt oder verschärft? Hier sehen wir, daß sich die beschriebenen Probleme verschärft haben. Die Polizei ist diverser, die Bürokratie noch grotesker und die Apartheid noch ausgeprägter geworden: deutsche Gesetze gelten nur noch für treudoofe Biodeutsche:

Die orgonomische Soziologie wurde, angefangen mit dem 1942 verfaßten Vorwort zur Massenpsychologie des Faschismus in Amerika von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia entwickelt. Ist das ganze auf deutsche Verhältnisse übertragbar?

Auf pi-news ist neulich der Erfahrungsbericht eines Polizeibeamten mit mehr als 30 Jahren Diensterfahrung erschienen. Dieser Text ist bemerkenswert, weil er in jedem Punkt die orgonomische Soziologie bestätigt.

Die Polizei werde seit den 1980er Jahren systematisch geschwächt. Der Abbau der „bewaffneten Organe“ (Militär und Polizei) ist ein typisches Syndrom des Einflusses des liberalen Charakters auf den Gang der Zeit. Die Energie wird von der Muskulatur auf das Gehirn verlagert, weil der liberale Charakter aufgrund seiner Charakterstruktur gesunde Aggression nicht ertragen kann. Er wehrt sich gegen seine Orgasmusangst nicht primär mit muskulärer Panzerung, sondern durch „intellektuelle Abwehr“.

Das zeigt sich auch in der Polizeiorganisation selbst, wo diverse „Polizeireformen“ dafür sorgten, daß immer mehr Polizisten am Schreitisch sitzen und „Wachtmeister“ einen immer größeren Teil ihres Tages für Papierkram verschwenden. Energieverlagerung von der „Muskulatur“ ins „Gehirn“!

Folge ist, daß die Streifenwagen derartig mit Aufträgen überlastet sind, daß der Bürger nach einem Notruf immer länger auf Hilfe warten muß. Aus Sicht des linken Gesindels, das heute das öffentliche Leben in Deutschland beherrscht, sind Leute, die die Polizei rufen, verachtenswerte Spießer („Nazis“!), die sich an ihren auf Ausbeutung beruhenden Wohlstand klammern. Der Linksliberale identifiziert sich mit den Kriminellen (zu einem Gutteil „Migranten“), die die wahren Opfer seien. Er identifiziert sich mit den Verlierern und Außenseitern, weil er seinen Ödipuskomplex nicht bewältigt hat und entsprechend in ewiger subversiver Rebellion gegen den kastrierenden Vater verharrt, statt in offene Konkurrenz (Kapitalismus!) mit ihm zu treten und sich entsprechend mit ihm zu identifizieren (Nationalismus!).

Unter der geradezu orgonomisch wirkenden Überschrift „Charakterliches und ideologisches Desaster“ fährt der Polizeibeamte fort, daß der einzelne Polizist kaum noch auf Rückendeckung durch die Vorgesetzten und übergeordneten Behörden rechnen kann: alle folgen dem linken Zeitgeist und möchten nicht ihre Karriere gefährden. Was bleibt ist eine allgemeine Verunsicherung. „Der selbstsichere, sich seiner Autorität bewußte und Autorität ausstrahlende ‚Herr Wachtmeister‘ ist schon lange ausgestorben!“ Er kann keine Macht mehr ausüben.

Das hat natürlich mit der anti-autoritären Degeneration der Gesellschaft zu tun, die Charles Konia beschrieben hat.

Die Kompetenzen, die der frühere Wachtmeister noch hatte, wurden immer mehr beschnitten. Die Zeiten, wo ich als junger Polizeibeamter auf der Wache noch Schreiben amtlich beglaubigen durfte, sind schon lange vorbei. Das war ein schöner, freundlicher Dienst am Bürger – kostenlos. Viel schlimmer aber ist, daß man uns auch bei den für Polizisten rudimentär wichtigen Ermächtigungen beschnitt. Früher durften wir Blutproben bei betrunkenen Autofahrern selbständig anordnen. Heute müssen die Kollegen erst umständlich und zeitraubend eine richterliche Erlaubnis für eine simple Blutprobe einholen!

Das ist ein schlagendes Beispiel für ein Grundcharakteristikum der anti-autoritären Gesellschaft, in der die lokalen, „bürgernahen“ Autoritäten immer mehr geschwächt werden, während zentrale, „bürgerferne“ Autoritäten gleichzeitig eine Stärkung erfahren. Folge ist ein wachsendes Chaos und Gesetzlosigkeit. Der einzelne Polizist wird bloßgestellt und irgendwelche Randalierer können ihm auf der Nase rumtanzen: er muß „verhandeln“ und „deeskalieren“.

„Ein weiterer Schritt in den Abgrund, neben Personalabbau, fehlender Rückendeckung und Kompetenzentzug, waren die ständigen Reformen der Ausbildung!“ Ganz im Sinne der linksliberalen und anti-autoritären Gesinnung wurde die Ausbildung der Polizisten konsequent entmilitarisiert. Kasernen mit morgendlichem Antreten, Marschieren, Kameradschaft, Sauberkeit, korrekte Kleidung, Korpsgeist, etc. sind heute undenkbar. Außerdem dürfen sich heute nur noch Abiturienten bei der Polizei bewerben.

Und wenn diese Abiturienten bei der Polizei einsteigen, erleben sie heute eine „entmilitarisierte“ Ausbildung und durchlaufen, mehr oder weniger als Einzelkämpfer, einsam ihr dreijähriges Bachelor-Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung! Werden da die Kerle geschmiedet, die man im harten Polizeialltag braucht?

Zur Schwächung der Polizei trage auch der hohe Frauenanteil bei. „(W)enn der Frauenanteil zu hoch wird, schwächt das, rein körperlich betrachtet, die Polizei. Ich selbst war jedenfalls bei mancher Schlägerei froh, einen kräftigen männlichen Kollegen neben mir zu haben! (…) Frauen müssen bei der Polizei nicht die gleichen sportlichen Leistungen erbringen, wie ihre männlichen Kollegen. Warum eigentlich?“

Es geht um die Durchsetzung irgendwelcher ideologisch vorgegebener weltfremder „Gleichheitsgrundsätze“, wobei kurioserweise das eine Geschlecht „gleicher ist“ als das andere. Und es geht um die muskuläre Schwächung der Polizei – siehe oben.

Der Polizeibeamte resümiert:

Personalabbau, fehlende Rückendeckung, Kompetenzentzug, polizeifeindlicher Zeitgeist, falsche Ausbildung und Rekrutierung – das alles über Jahrzehnte kann nicht ohne böse Folgen für die innere Sicherheit unseres Landes bleiben!

Dieser ganze Wahnsinn ist nur vor dem Hintergrund der von Reich, Baker und Konia ausgearbeiteten soziopolitischen Charakterologie begreiflich.

Hinzu kommt die ideologisch gewollte Bereicherung, die uns das vaterlandslose Dreckspack beschert hat, dessen Agenda die Ausmerzung des deutschen Volkes ist. Der Polizeibeamte spricht das zwar in seinem Text nicht direkt an, aber jedem ist klar, welche Klientel er meint, wenn er über den Alltag des Bonner Polizisten schreibt:

Er zieht sich zurück, fährt vielleicht „erst mal um den Block“, schaut woanders hin, meidet gefährliche Gegenden. (…) Selbst bei kleinen Verkehrsdelikten eskaliert die Situation heute häufiger, als noch vor 25 Jahren, weil eben kein Respekt mehr vorhanden ist. Der lächerliche nichtangelegte Gurt kann heute schnell zu einer körperlichen Auseinandersetzung führen. Glauben Sie es mir! Ich weiß, wovon ich spreche! Warum also den Verkehrsverstoß ahnden, wenn man keine Lust auf diesen Streß hat?

Polizeibeamter

Was mich von James DeMeo trennte (Teil 2)

27. Mai 2025

Zum endgültigen Zerwürfnis zwischen DeMeo und mir kam es angesichts der „Deutschland-Frage“, als er die Fortsetzung seiner Saharasia-Theorie bis hin zur Gegenwart anvisierte. Das vorliegende Saharasia-Buch (seine Dissertation) beschreibt die Welt, wie sie vor der Kolonialisierung der Welt durch die Europäer aussah. Australien wird beispielsweise so betrachtet, als wäre es nie von den Europäern betreten worden. Der europäische Einfluß seit Columbus hat einfach alles platt gemacht und eingeebnet. Ein Signal, das alle anderen hoffnungslos überstrahlt. Wobei natürlich auch eben dieses „Signal“ von der Warte der Saharasia-Theorie aus betrachtet werden muß. Genau das sollte Thema seines neuen Buches sein. Deutschland als zentrale europäische Macht spielt hier natürlich eine große Rolle. Beziehungsweise: selbst Belgien, die Niederlande und Dänemark waren kolonialistischer als Deutschland, das sich weder an den Kreuzzügen, noch großartig am Kolonialismus beteiligt hat und bis zum Ersten Weltkrieg und darüber hinaus stets das OPFER der geopolitischen Ambitionen anderer war… Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war denkbar friedlich. DeMeo konnte diese Sichtweise nicht tolerieren, genausowenig wie ich meinerseits seine Rechtfertigung und Relativierung des Versailler Vertrages und der ungeheuren Bedeutung, die er der Kooperation von Reichswehr und Roter Armee zusprach. Konsterniertes, wenn nicht sogar vollkommen entsetztes Kopfschütteln auf beiden Seiten.

Wir haben uns über die folgenden beiden miteinander verknüpften Themen am Ende irreparabel zerstritten:

Oder nehmen wir diese Quelle:

Im Februar 1891 wurde bei einem geheimen Treffen in London, das von Cecil Rhodes, William Stead und Lord Esher einberufen wurde, ein Geheimbund gegründet, der das 20. Jahrhundert neu gestalten sollte. Diese Gruppe, die später als Geheime Elite bezeichnet wurde, operierte durch eine konzentrische Struktur des Einflusses mit einer inneren „Gesellschaft der Auserwählten“, die verdeckte Macht über die britische Außenpolitik, Finanzen und Medien ausübte. Ihr Ziel war es, wie Rhodes es formulierte, „eine von angelsächsischen Werten beherrschte Welt“ zu schaffen, ein Euphemismus für imperiale Hegemonie, die durch inszenierte Krisen aufrechterhalten wird. Im späten 19. Jahrhundert sah die britische Elite den industriellen Aufstieg Deutschlands – der sich in Projekten wie der Berlin-Bagdad-Eisenbahn manifestierte – als tödliche Bedrohung für ihre wirtschaftliche Vorherrschaft, insbesondere in Bezug auf Ressourcen wie Öl, wie in A Century of War beschrieben. Mit der Unterstützung von Finanztitanen, insbesondere der Rothschild-Dynastie, über die in The Rothschilds berichtet wird, manipulierte die Geheime Elite Bündnisse, vom anglo-japanischen Pakt von 1902 bis zur anglo-russischen Entente von 1907, und kreiste Deutschland mit chirurgischer Präzision ein. Die offizielle Geschichtsschreibung, die von den Siegern verfaßt wurde, stellt den Ersten Weltkrieg als einen organischen Zusammenstoß rivalisierender Mächte dar. Diese Erzählung ist eine Lüge. Der Krieg war kein Zufall; er war ein zielgerichtetes Konstrukt, das von einigen wenigen Psychopathen entworfen wurde, um einen aufstrebenden Rivalen zu vernichten.

Man darf niemals vergessen, daß die gleichen massenmörderischen SCHWEINE, den Westen ungebrochen noch heute regieren – nicht zuletzt „unsere Demokraten“.

Auch ließ DeMeo durchblicken, daß der nächste logische Schritt meiner „Deutschtümelei“ die Holocaustleugnung sein würde. Das stieß mir ganz besonders übel auf, weil ich mich noch lebhaft an unser Gespräch in einem Cafe erinnerte, als ich bass erstaunt war, daß er vollkommen überrascht war, als ich ihm nebenbei davon erzählte, daß Nicolai Levashov der wohl denkbar schlimmste Antisemit sei. Ich habe davon an anderer Stelle berichtet. Er wußte von nichts. Das, „ich“, zerstörte seine jahrzehntelange Freundschaft mit einem Orgonomen. Eine Konsequenz, die ich ihm im übrigen hoch anrechnete.

Wie könnte es anders sein, hatte meine Distanz zu DeMeo auch eine „parteipolitische“ Dimension. In den 1980er und 1990er Jahren habe ich ihn als extrem linksliberal erlebt. Da war beispielsweise unser Disput über den Vietnam-Krieg. Für mich war das (auch angesichts der damals aktuellen Bootsflüchtlinge – als der linke Abschaum noch „Refugees“ haßte und verachtete!) ein Abwehrkampf gegen den Roten Faschismus, der durch die linke Presse und den kommunistisch durchsetzten amerikanischen Staatsapparat verraten wurde. DeMeo wischte das vom Tisch: es sei ein berechtigter nationaler Befreiungskrieg des vietnamesischen Volkes gewesen und überhaupt würden Baker & Co. zu viel über „moderne Liberale“ herziehen, was wäre denn mit den doch so viel wichtigeren und destruktiveren „modernen Konservativen“ als Vertretern der Emotionellen Pest! Dieser „linke DeMeo“ wurde mit dem „11. September“ unvermittelt zu einem „rechten DeMeo“, der schon immer ein Unterstützer der Republikaner gewesen sei… Das linke „Reichianische“ Gesindel Berlins hat ihn einen hohen Preis für seinen Lagerwechsel zahlen lassen – die komplette Isolation. Ich war aus diametral entgegengesetzten Gründen befremdet…

Die tiefsitzende Verbitterung, diesmal einseitig von mir ausgehend, reicht auch in anderer Hinsicht weit in die 1990er Jahre zurück. Da war zunächst die schludrige, teilweise grob fehlerhafte Darstellung von Reichs Biographie im Orgonakkumulator-Handbuch und viel später im Buch In Defense of Wilhelm Reich. Insbesondere wurmt mich das letztere Buch, weil u.a. ich in der Danksagung genannt werde und tatsächlich einige Fehler im Manuskript korrigieren konnte, aber damals einfach anderweitig zu sehr in Beschlag genommen war und es voller Vertrauen nur überflog. Desto größer und, ja, schambesetzter (sic!) mein absolutes Entsetzen, als ich das gedruckte Buch schließlich in Händen hielt. Meine Güte, es geht hier um WISSENSCHAFT, wo „jedes Komma stimmen muß“! (siehe auch hier)

Wirklich bis zum Bruchpunkt und darüber hinaus gespannt wurde unser Verhältnis aber in Sachen Orgontherapie, insbesondere nach der Veröffentlichung der Aufsatzsammlung Nach Reich, in dessen Folge ich tatsächlich jahrelang jedweden Kontakt mit DeMeo abbrach. Es ging um seinen tiefsitzenden Haß auf Mediziner und damit auch auf die medizinischen Orgonomen. Stattdessen favorisierte er irgendwelche „Reichianischen“ Laientherapeuten, was ich niemals toleriert habe und niemals tolerieren werde. PUNKT!

Drittens und letztens ist da das Problem der Cloudbusting-Operateure. Ohne jede Frage war DeMeo der beste, und hier seine Professionalität in Abrede stellen zu wollen, wäre einfach nur absurd. Nichts liegt mir ferner! Trotzdem: von Anfang an, hatte ich ihn vor einer bestimmten Person eindringlich gewarnt, nur um am Ende zu erfahren, daß er sie sogar in Cloudbusting ausgebildet hatte. Ein Wissen, daß diese Person dann prompt weitergab und propagierte. Resultat ist ein beträchtlicher Beitrag zur weltweiten Cloudbusting-Epidemie durch Leute, denen ich sogar mit einem kompromißloseren Haß verfolge als „Reichianische Körpertherapeuten“. Man verstehe mich bitte nicht falsch, DeMeo hat diese meine Meinung hinsichtlich wilder CORE-Operateure dezidiert und natürlich unendlich fundierter geteilt (mir schließlich auch hinsichtlich der hier nicht genannten Person ausdrücklich recht gegeben), – aber seine Naivität in Sachen „Cloudbuster-Ausbildung“ hat eben ungewollt zu diesem Problem beigetragen.

Gleichzeitig ist das ganze eng mit dem Thema Orgontherapie verknüpft, denn um dieser Cloudbusting-Pest Einhalt zu gebieten, sollte das Cloudbusting Anfang der 1990er Jahre zentral kontrolliert werden und die Operateure sollten sich in laufender orgontherapeutischer Supervision befinden, etwas was DeMeo empört von sich wies. Er versuchte mich damals mit entsprechenden Dokumenten auf seine Seite zu ziehen, mein diplomatisches Lavieren verärgerte ihn. Er ahnte wohl, daß ich im Grunde meines Herzens mit der „Zumutung“ hundertprozentig übereinstimmte.

Zweite Ergänzung zu: „Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 13)“: Die Orgonomie ist die größte Bedrohung für die Zukunft der Menschheit!

21. Mai 2025

Opfer von Sekten leiden vor allem daran, daß sie Anschauungen zu ihren eigenen machen sollen, die ihren Erfahrungen, Einsichten und der eigenen Weltanschauung teilweise kraß widersprechen. Man stelle sich einmal vor, man müsse die „Einsicht“ teilen, daß der Himmel rot und das Laub der Bäume blau ist! So etwas ist absolut zerstörerisch. Die Opfer reagieren mit extremen Kopfschmerzen, Depersonalisations- und Derealisationszuständen, werden suizidal, etc. Auf jeden Fall verlieren sie an Vitalität, werden aschfahl, die Augen verlieren an Glanz, etc.

Hier wiederholt sich, was wir alle in unserer Kindheit durchgemacht haben, als uns die realitätswidrige Weltanschauung der autoritären (neuerdings der antiautoritären) Gesellschaft eingebleut wurde. In homöopathischen Dosen erfahren wir das auch als Erwachsene, wenn uns beispielsweise wider besseres Wissen eine schwachsinnige Rechtschreibreform aufgezwungen bzw. „eingebläut“ (sic!) wird, von den Unsinnigkeiten der Political Correctness einmal ganz zu schweigen.

Es ist nicht nur eine intellektuelle Bedrängnis, sondern trifft uns unmittelbar in unserem bioenergetischen Wesenskern. Es geht hier nämlich unmittelbar um unser Überleben in der Welt. Es ist, als wenn einem Urmenschen die Meinung aufgezwungen würde, daß Säbelzahntiger seine Freunde sind, auf die man offen zugehen muß. All der Unsinn, den wir glauben sollen, spielt sich auf der gleichen existentiellen Ebene ab, d.h. es geht stets ums nackte Überleben (jedenfalls empfinden wir das so)! Der so erzeugte Streß ist schlichtweg unmenschlich, ist seelenzerstörend!

Genau dieser Mechanismus macht Marx, Freud, Marcuse, Foucault – macht jede Geistesgröße so ungemein gefährlich, nicht zuletzt auch Reich. Haben wir uns einmal entschieden, irgendeinem dieser „Gurus“ zu folgen, ist der Preis ungeheuerlich: unsere gesamte innere, sogar äußere Existenz steht auf dem Spiel!

Reich ist vielleicht sogar der schlimmste, denn bei den anderen genannten geht es letztendlich um die Anpassung an die Gesellschaft, die durch ihre bloße Existenz gerechtfertigt ist (etwa weil sie die Antwort auf die Triebstruktur des Menschen ist oder dem Stand der Produktivkräfte entspricht), während man sich bei Reich außerhalb der Gesellschaft stellt und deshalb wohl oder übel seinen (Reichs) Vorgaben folgen, sich seiner (Reichs) persönlichen Weltanschauung anpassen muß. Wenn man das nicht tut, ist man „gepanzert“. Schließlich hat man „Erwachsene“ vor sich, die teilweise kraß der objektiven Realität widersprechende Anschauungen vertreten, etwa physikalische Theorien, die Reich nicht korrekt verstanden hat, oder Freudismen und Marxismen, für die kein denkender Mensch heute noch freiwillig eintreten würde.

Diese Reichianer tun der Realität und damit sich selbst ununterbrochen Gewalt an und wundern sich dann, warum es ihnen, entgegen Reichs Versprechungen, immer schlechter geht. Können sie sich schließlich befreien, ist der Haß gegen Reich und die Orgonomie entsprechend groß.

Jeder, der in seinem Innersten davon überzeugt ist, daß mit dieser Gesellschaft im Grunde alles in Ordnung ist, wird letztendlich zu einem Todfeind der Orgonomie werden. Die Orgonomie muß sterben, damit er leben kann. – Jeder, der schon als Kleinkind wußte, daß hier etwas grundsätzlich falsch läuft und der deshalb nie wirklich „dazu gehörte“, wird sich der Orgonomie zuwenden können, ohne irreparablen Schaden an seiner Seele zu nehmen.

Es geht nicht darum sich einem realitätswidrigen Wahnsinn anzuschließen und darüber krank zu werden und sein Leben zu verfehlen, sondern sich dem allgegenwärtigen realitätswidrigen Wahnsinn zu entziehen und gesund, d.h. ganz zu werden, in Übereinstimmung mit sich selbst und der Wirklichkeit zu leben. Oder wie Reich sich ausgedrückt hat: es geht nicht darum, eine weitere hirnrissige „Lehre“ in die Welt zu setzen, neben die Myriaden anderen hirnrissigen Lehren, sondern darum – die Falle zu verlassen.

Ergänzung zu: „Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 13)“: Die Orgonomie ist die größte Bedrohung für die Zukunft der Menschheit!

20. Mai 2025

Gestern legte ich alle Zukunftshoffnung auf die Orgonomie. Naja….

Was würde geschehen, könnte man wie von Zauberhand von einem Augenblick zum anderen bei allen Menschen die Panzerung beseitigen? Somatisch würden die Menschen tot zusammenbrechen, weil durch den plötzlichen Energiepusch beispielsweise überall Blutgefäße platzten. Die, die überleben, würden allesamt an schwersten Biopathien erkranken, weil an verschiedenen Körperstellen es in einer organismischen Panikreaktion zu extremer Abpanzerung käme. Man lese dazu Der Krebs, wo Reich unter anderem ausführt, daß infolge der sexuellen Befreiung seit Anfang des 20. Jahrhunderts, die Biopathierate gestiegen ist.

Auf psychologischem bzw. psychiatrischem Feld, würden praktisch alle Menschen, wenn nicht an einer Psychose, so doch an einem Anfall von extremer Kontaktlosigkeit leiden, weil sie infolge der frei fließenden Energie voller Angst „in den Augen weggehen“, d.h. es käme zu einer extremen Kontraktion des Augensegments. Dieses Überhandnehmen der Kontaktlosigkeit beobachten wir seit 1960 in zunehmendem Maße als direkte Folge der sexuellen Revolution.

Und schließlich würde sozial alles zusammenbrechen, weil die von der Panzerung befreiten Menschen sich plötzlich „selbst verwirklichen wollen“ und niemand mehr zur Arbeit geht: die Gesellschaft würde praktisch instantan kollabieren und die Hölle auf Erden losbrechen. Sehe dazu Reichs Buch Christusmord.

Das sind die drei Effekte der „Freiheitskrämerei“. Sie sind untrennbar verbunden mit der „Wahrheitskrämerei“, d.h. dem Verbreiten der Wahrheit, ohne die Gegenwahrheit zu berücksichtigen. Ja, Demokratie ist schön und gut, aber sie wird zur Tyrannei, wenn die individuellen Grundrechte nicht über dem Mehrheitswillen stehen! Umgekehrt werden die Grundrechte zur Tyrannei, wenn sie etwa den Genozid (die gegenwärtige Umvolkung) ermöglichen. An genau diesen beiden „Freiheitskrämereien“ geht gerade in diesem Augenblick die BRD zugrunde!

Selbst die bloße Theorie der Orgonomie, der orgonomische Funktionalismus bzw. die „Orgonometrie“, ist brandgefährlich. Man schaue sich nur an, was die Kommunisten aus der Hegelschen Dialektik gemacht haben! DDR-hörige „Wissenschaftler“ an bundesdeutschen Universitäten konnten dir mit ausführlichen „wissenschaftlichen“ Studien NACHWEISEN, daß das Wirtschaftssystem der DDR dem der BRD haushoch überlegen war! Ohne Mühe könnte ich jedem und auch mir selbst gegenüber jedwede kriminelle Scheußlichkeit „funktionell“ rechtfertigen!

Und erst die Praxis! Es gibt gegenwärtig weltweit zahllose Leute, die teilweise nonstop mit Cloudbustern die Atmosphäre des Planeten Erde foltern und sich dabei in der Nachfolge Wilhelm Reichs wähnen. Der Schaden, den diese Modjus im Namen Wilhelm Reichs anrichten, ist schlichtweg unermeßlich. Man mag sich gar nicht ausmalen, was passieren könnte, wenn der Orgonmotor in die gleichen, bzw. ganz allgemein in falsche Hände geriete!

Musk und die arbeitsdemokratische Revolution

18. Mai 2025

Die Politik der sozialistischen Einheitspartei „Unsere Demokratie“ (SPD, CDU/CSU, Grüne und Linke) basiert auf Freiheitsangst, letztendlich Orgasmusangst, und kann auf biophysische Erstarrung (Panzerung) zurückgeführt werden. Erstarrtes Gewebe hat eine Todesangst vor dem expansiven Impuls des Orgons! Statt Deregulierung herrscht Regelwut und Bevormundung, um die schlechten, gierigen und ungezügelten Menschen an die Kandare zu nehmen. Man könne den Trieben dieser armen Teufel nicht trauen. Nur wenn ein allwissender, strenger aber gerechter Staat ihnen allerorten Grenzen setzt, gäbe es eine Chance, daß sie sich wenigstens einigermaßen anständig durchs Leben schlagen. Dafür nimmt man in Kauf, daß Kreativität, Wachstum und Entwicklung auf der Strecke bleiben. Kurioserweise glaubt man gleichzeitig, daß die sozialistischen Regulatoren an der Spitze gut, genügsam und rational sind, sowie alles überblicken und lenken können. Hier ist der Mensch plötzlich gottgleich. Jeder, der wie unsereins diese Götter, diese Inkarnationen des sexual-und lebensfeindlichen Über-Ichs, haßt und verachtet, ist abgrundtief – „nicht hilfreich“.

Reich schrieb Mitte der 1940er Jahre:

Der natürliche arbeitsdemokratische Prozeß verträgt keine anderen administrativen Funktionen als solche, die dem Zusammenhalt der Gesellschaft und der Erleichterung ihrer Lebensfunktionen dienen. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 248)

Er setzte sich für die Ersetzung der gesamten Staatsmaschine durch die Organisation der Produktion auf der Grundlage freier und gleicher Assoziation von Produzenten ein (ebd., S. 217).

Die Verantwortung für den Gang der menschlichen Bedürfnisbefriedigung würde ausschließlich auf den Konsumenten und Produzenten lasten und ihnen nicht von einer autoritären Staatsadministration gegen ihren Willen und Protest aufgezwungen werden müssen. (ebd., S. 279)

Und weiter:

(…) nur in dem Maße, in dem der Staat deutlich sichtbar und jedem unmißverständlich sich selbst abbaut, ist arbeitsdemokratische Entwicklung organisch möglich (…) unterdrückt [der Staat] die Freiheitssehnsucht, mißbraucht er sie gar und stellt er sich der Tendenz zur Selbstverwaltung in den Weg, dann bezeugt er seinen faschistischen Charakter. (ebd., S. 254f)

Die besagten Götter und ihre Speichellecker sehen das anders: für sie sind Trump, Musk und Milei die „Faschisten“!

Reichs Ansatz und der unserer drei Helden bedeutet zunächst einmal die Zerschlagung des Asozialstaates. Solidarität ist eine Sache der freiwillig und selbständig handelnden Individuen (Kontakt) und nicht Aufgabe von kalten Institutionen (Kontaktlosigkeit). Jeder Bundes-„Bürger“ – vom Baby bis zum Greis – erhielt 2021 durchschnittlich 10 000 bis 12 000 Euro pro Jahr, inklusive Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld und andere Unterstützungen (1,2 Billionen Euro insgesamt)! Es läuft nicht nur darauf hinaus, daß Menschen zu Zootieren degradiert werden, sondern auch darauf, daß die primären Triebe (in diesem Fall vor allem produktive Arbeit) die sekundären Triebe finanzieren: es ist der Weg in den garantierten Abgrund. Nichts ist demoralisierender als nicht für seinen eigenen Lebenserhalt aufzukommen. Analog zu den primären und sekundären Trieben könnte man durchaus sagen, daß selbsterarbeitetes Geld „primäres Geld“ ist, während geschenktes bzw. ergaunertes Geld „sekundäres Geld“ ist – Dekadenz!

Wie ich, der Souverän, an mein Geld komme, geht dem Staat einen feuchten Kehricht an! Deshalb die ersatzlose Abschaffung der sozialistischen (zutiefst kriminellen) Einkommenssteuer, die die Produktion bestraft und vor allem verteuert. Entsprechend kann die Umsatzsteuer die Einkommenssteuer ersetzen, ohne daß die Preise unverhältnismäßig steigen müssen. Markus Krall!

Am wichtigsten ist aber die Zerschlagung des staatlichen Geldmonopols und der sozialistischen Planwirtschaft („Geldmengensteuerung“) und ihre Ersetzung durch eine private Goldwährung, Bitcoin etc., um der mafiösen Korruption (die Leute an der Quelle erhalten „frisches“ Geld, während der machtferne Plebs sich mit dem inflationierten Geld zufriedengeben muß) zu unterbinden und dezentrale, private Planung möglich zu machen, allein schon weil man sparen kann, ohne Angst zu haben, daß die Inflation das harterarbeitete Geld auflöst.

Und wo wir schon bei der Zerschlagung der Mafia und ihrer Schutzgelderpresserei sind: genauso müssen Gewerkschaften, Handwerkskammern, Unternehmerverbände und andere politischer Kartelle zerschlagen werden, jedenfalls wenn es sich in irgendeiner Weise um Zwangsmitgliedschaften handelt. Jedes Machtkartell der Produzenten ist wider die Arbeitsdemokratie. Reich hat sich immer wieder darüber ausgelassen, daß es das Gegenteil von Arbeitsdemokratie, nämlich organisierte Emotionelle Pest, ist, wenn Produzenten von Gasleuchten gegen die Produzenten von Elektrolampen vorgehen, Zeppelinbauer gegen Flugzeugbauer etc. – die Pharmaindustrie gegen den Orgonenergie-Akkumulator.

Maßnahmen, wie sie Musk durchsetzt, sind zwar nur ökonomischer Natur, jedoch entsprechen sie den biosozialen Erfordernissen. Es geht hier unmittelbar um Funktionen, die jenen der sexuellen Revolution im Sinne Reichs entsprechen: Selbstregulierung, freie Entfaltung, Befriedigung primärer Impulse, Lebendigkeit, eine neue Art von Moral jenseits der sozialistischen Zwangsmoral. Dagegen wenden sich bezeichnenderweise die sexual- und lebensfeindlichen Pfaffen in einem „Grundsatzpapier zur Sozial- und Wirtschaftspolitik“, in dem sie die Gier geißeln und den Staat loben.