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Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 13)

6. Oktober 2025

Generell neigen Betrachter der Geschichte dazu, ein hoffnungsloses Durcheinander anzurichten, indem sie Dinge verknüpfen, die nichts miteinander zu tun haben, etwa daß Hitler der legitime Kanzler des Deutschen Reiches war, mit der Tatsache, daß er ein Nazi und Massenmörder war. Stalins „geschichtliche Aufgabe“ als Führer der russischen Nation war es, jene Gebiete zurück zu Rußland zu holen, die vor dem Versailler Vertrag zu ihm gehörten, insbesondere Ostpolen. Das hat erst mal nichts mit seiner Rolle als Kommunist und Massenmörder zu tun. Nicht viel anders sieht die Sache bei Hitler aus. Aber kaum argumentiert man so, steht man irrwitzigerweise als „Nazi“, „Leugner“, „Revisionist“ da. „Reichianer“ sind besonders gut darin, denn für die war Hitler ein pestilenter Charakter, und damit ist für sie alles erklärt. Tatsächlich haben sie nichts begriffen, denn es geht nicht um das Was (in diesem Fall um die Rückgängigmachung von Versailles, die etwa Stauffenberg voll und ganz begrüßt hat), sondern um das Wie, das in den Holocaust mündete.

Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust wären vermeidbar gewesen, wenn England und Frankreich dem Reichskanzler (!) Hitler Osteuropa als dessen Interessengebiet überlassen hätten (ein Großteil hatte, wie angedeutet, vor dem Ersten Weltkrieg sowieso dem Deutschen Reich bzw. der k.u.k.-Monarchie angehört), genauso wie sie es 5 Jahre später Stalin überließen. Im Gegenzug hätte Hitler die bestehenden Westgrenzen und den Erhalt des Empire garantiert. Ohnehin waren die deutschen Generäle vor dem Angriff auf Polen nicht auf eine umfassende europäische Invasion vorbereitet. Nach dem Krieg haben die Alliierten und die Historiker nie konkrete Pläne beispielsweise für eine Invasion Englands gefunden. Als Deutschland in Österreich und Tschechien einmarschierte, standen nicht einmal Militärkarten zur Verfügung, so daß sich die Panzerkommandeure auf Karten für Autofahrer verlassen mußten.

Natürlich wird auf den Militärakademien jeder Nation regelmäßig der Einmarsch in die Nachbarländer simuliert. Und natürlich haben alle Länder ihre Hardliner, etwa Amerika seinen General McArthur, der taktische Atombomben im Koreakrieg zum Einsatz bringen wollte. Aber die beiden Weltkriege mit dem Hinweis auf die „preußischen Junker“ und die aggressive „preußische Militärkaste“ zu erklären, grenzt an Idiotie.

Im Umfeld von Kaiser Wilhelm II. 1914 sowie von Hitler 1939 gab es zwar einige Scharfmacher, die davon träumten, daß Deutschland die Welt regiert, aber solche Spinner gab es in allen Ländern. Beim Krieg, der Ende der 1930er Jahre begann, sollte man nie einen Krieg vergessen, der Anfang der 1930er Jahre beinahe ausgebrochen wäre und dessen Strategie schlichtweg verbrecherisch war, was das Involvieren der Zivilbevölkerung betrifft. Ich spreche vom Beinahe-Krieg zwischen den USA und England (Landkrieg mit Kanada plus Seekrieg):

Auch sollte man an einen Krieg denken, der tatsächlich stattgefunden hat: der Spanisch-Amerikanische Krieg von 1898, mit dem die USA begannen ihr Interessensgebiet auszuweiten. Man denke erst einmal in solchen Kategorien, bevor man Deutschland als singulär böse hinstellt, nur weil es seine egoistischen nationalen Interessen durchsetzen wollte wie alle anderen Mächte auch! Man gebe sich doch keinen Illusionen hin, daß Stauffenberg oder Rommel oder wer auch immer großartig anders gehandelt hätten als Hitler. Nochmals: Es ging weniger um das Was, sondern das Wie. Da, in der Art der Hitlerschen Kriegsführung im Osten, beginnt das Problem der Emotionellen Pest in diesem Krieg, nicht bei den Fragen nach Territorien und deutschen Interessensgebieten.

Ich bin mir bewußt, daß es während des „Boxeraufstands“ 1899-1901 in China und in einigen von Deutschlands Kolonien (die sie bereits nach einigen Jahren verloren) wie Namibia „deutsche Metzger“ gab, die die indigene Bevölkerung abschlachteten, versklavten und sie allgemein schlecht behandelten. Aber Deutschlands Verbrechen während des „Boxeraufstands“ waren nicht größer als die britischen Verbrechen während der „Opium-Kriege“, und was Deutschland in seinen 2 oder 3 Kolonien wie Namibia tat, war quantitativ viel kleiner als das, was beispielsweise der britische Imperialist Cecil Rhodes den Bewohnern mehrerer afrikanischer Länder angetan hat. Im dankbaren Angedenken seines mörderisches Imperialismus‘ benannten die Briten nach dem Zweiten Weltkrieg sogar ein Land nach seinem Namen: „Rhodesien“.

Was die Ausbeutung überseeischer Kolonien betraf, verantwortete das Kaiserreich vielleicht 5 Prozent, während die restlichen 95 Prozent in der Verantwortung von Großbritannien, Spanien, Portugal, Holland, Japan, Frankreich und Belgien lagen, wobei die Kolonialmacht Belgien mit Abstand am brutalsten war. (Auch wenn ich bei letzterem zunehmend in Zweifel gekommen bin und mich frage, ob hier die Verbrechen von arabischen Sklavenjägern, etwa das Abschlagen von Händen und Füßen, den Belgiern zugeschrieben wurden.)

Natürlich weiß ich, daß es sehr große Unterschiede gab, wie die Kolonisierung durchgeführt wurde und wie die indigene Bevölkerung behandelt wurde. Die Spanne reicht von einer „sehr weichen und moderaten“ Kolonisation (die einer „Supervison“ nahekam und sehr viel Verantwortung und Mittel den Eingeborenen überließ), wie auf dem indischen Subkontinent, im Gegensatz zu sehr brutaler Kolonisation, die auf Völkermord hinauslief und den Diebstahl sämtlicher Ressourcen, wie in Belgisch-Kongo. (Aber siehe oben… ) Und ich bin mir auch bewußt, daß viele europäische Kolonialisten eher harmlos waren im Vergleich mit den extrem brutalen Verbrechen mancher indigener Völker untereinander vor dem Beginn der europäischen Kolonisation. Man denke nur an die Sklaverei, die im gesamten Machtbereich der Briten verboten wurde.

Nebenbei bemerkt: all die linken Antikolonialisten scheren sich einen Dreck darum, wenn es etwa um die indonesische Annexion von Ost-Timor geht.

Kaiser Wilhelm II. 1914 und Hitler 1939 sahen, daß die westlichen Nationen sich untereinander die Welt bereits aufgeteilt hatten. Statistisch gesehen, hatte jeder britische Bürger 100mal mehr Quadratmeter als ein deutscher Staatsbürger zur Verfügung, und auch das sehr kleine Land Belgien war im Besitz eines Territoriums, das 100 mal größer war als sein Heimatgebiet. Selbst der Kleinstaat Niederlande hatte sein riesiges Indonesien! Alle anderen westlichen Länder waren autark, während Deutschland es als einziges nicht war. Deutschland war immer abhängig von Ressourcen, die es von der wirtschaftlichen Konkurrenz kaufen mußte. Beispielsweise waren wegen der Zollschranken für die Deutschen Öl, Gas, Gold (vor allem, da alle Nationalökonomien und alle Währungen auf dem Goldstandard beruhten) und Südfrüchte viel teurer als für Engländer oder Franzosen.

Die westlichen Nationen hatten ihre Kolonien mit militärischen Mitteln gestohlen, zeigten aber mit dem moralischen Zeigefinger auf Deutschland, wenn dieses seine Interessen durchsetzen wollte. Die Situation war für Deutschland schlichtweg nicht hinnehmbar, weil bei jedem kleineren wirtschaftlichen Konflikt die anderen leicht eine Seeblockade verhängen und so Deutschland von allen Ressourcen abtrennen konnten.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 4)

15. September 2025

Im Leben des Einzelnen und in der Geschichte der Völker ereignet sich nichts „einfach so“. Genauso wie im neurotischen Individuum alle Strebungen jeweils Impuls und Gegenimpuls (Abwehr) entsprechen, kann man auch gesellschaftliche Ereignisse, insbesondere aber Kriege, einordnen. Stets entspricht die eine Kriegspartei dem Durchbruch von Trieben und die andere dem Versuch, diese Triebe in Schach zu halten. „Materielle“ Interessenkonflikte spielen hierbei nur eine untergeordnete, vernachlässigbare Rolle. Jene Auseinandersetzungen, bei denen es geschichtlich tatsächlich nur um Ressourcen ging, entsprechen selbstredend nicht dem erwähnten neurotischen Kräftespiel und gehören deshalb nicht in diese Ausführungen. (Keine Angst, in späteren Teilen werde ich noch zu genüge auf die materiellen Interessen in den beiden Weltkriegen eingehen!)

Hier eine Tabelle von Kriegen, die primär neurotischer Natur waren:

Das ganze geht natürlich auch umgekehrt:

Es ist immer so, daß die Kräfte des Lebens (OR) gegen die Kräfte des Todes (DOR) stehen. Einer der Kontrahenten kann dabei gleichzeitig zwei entgegengesetzte Funktionen einnehmen. England kann gegen die rationale amerikanische Revolution angehen und gleichzeitig gegen die irrationale französische Revolution. Es ist genauso wie in der Neurose, wo etwa Zwanghaftigkeit jede natürliche Lebensäußerung unmöglich macht, aber gleichzeitig auch anal-sadistische Triebe in Schach hält.

Ähnlich sieht es mit dem Gegensatz zwischen „die Alliierten (DOR)“ und „Faschismus (OR)“ aus. Beispielsweise stand in den 1930er Jahren ganz und gar nicht fest, daß Italien, das sich schließlich als Schutzmacht eines unabhängigen Österreich sah, mit Deutschland ein Bündnis eingehen würde. England hätte damals kein Problem damit gehabt, sich mit Italien zu verbünden. Es hatte ja auch keines bei Polen, das zu dieser Zeit alles andere als eine Demokratie war! Im Verlauf des Krieges wechselte die Sowjetunion die Fronten: von einem faktischen Bündnispartner Deutschlands zu einem offenen Bündnispartner Englands. England hatte damit kein Problem, obwohl die Sowjetunion in mancher Hinsicht schlimmer als Hitlerdeutschland war!

Nun, das sind abstrakte Überlegungen im Nachhinein vom bequemen Schreibtisch aus. Italien hatte sich nun mal auf Gedeih und Verderb mit Deutschland verbunden und schließlich sogar dessen „Rassengesetze“ übernommen. Rußland bot sich dem vollkommen isolierten England als Waffenbruder an, nachdem Hitler Rußland angegriffen hatte, explizit um England auch diese letzte Hoffnung eines möglichen Bündnispartners auf dem Kontinent zu nehmen. Churchill konnte da gar nicht anders, als sich mit der Sowjetunion zu verbünden, zumal deren Lage anfangs alles andere als rosig aussah und die Sowjetunion entsprechend nicht gerade bedrohlich wirkte!

Genauso wie in der Orgontherapie es nicht darum geht, Panzerung per se zu beseitigen, nur weil sie vorhanden ist, sondern systematisch vorzugehen, d.h. jeweils darauf zu achten, welche Funktion die Panzerung im gegebenen Augenblick hat, gilt auch in der Geschichte, daß eine gewisse Ehrfurcht vor der Macht des Faktischen geboten ist. Die freie Welt, die damals in Gefahr stand, auf die USA reduziert zu werden, konnte unmöglich gleichzeitig Hitler und Stalin angreifen. Die Umstände zwangen dazu, zuerst Hitler zu beseitigen und erst dann die Sowjetunion. General Patton wollte zusammen mit der Wehrmacht unter neuer Führung gleich weiter nach Moskau weitermarschieren. Dies war politisch unmöglich durchsetzbar. Doch wenige Jahre später wurde mit Wehrmachtsoffizieren die Bundeswehr gegründet und in einem Kalten Krieg schließlich auch die Sowjetunion besiegt. Wären durch die Atomspione und durch Playboy-Politiker a la Kennedy den Alliierten nicht ständig Knüppel zwischen die Beine geworfen worden, wäre die Sowjetunion spätestens in den 1960er Jahren kollabiert, aber 1989, spätestens 1991, hat es dann doch geklappt.

Trotzdem bleibe doch die Tatsache, daß ich in meiner Gleichung ausgerechnet die Sowjetunion Stalins mit der pulsierenden Orgonenergie (OR) gleichgesetzt habe! Meine Antwort: Es handelt sich bei orgonometrischen Gleichungen nie um mechanische („logische“) Gleichsetzungen und Entgegensetzungen, sondern um funktionelle (lebendige) Beziehungen, d.h. um bewegliche Prozesse, die nicht vom Zusammenhang und der zeitlichen (bzw. funktionellen, was nicht unbedingt das gleiche sein muß) Entwicklung getrennt werden können. Ein und das gleiche Messer sind in den Händen eines Chirurgen und in den Händen Jack the Rippers funktionell vollkommen unterschiedliche Dinge. Das gleiche gilt auch, wenn Jack the Ripper tagsüber als Chirurg gearbeitet hätte! Am Tag wäre Jack ein Werkzeug des Lebendigen gewesen, nachts ein Werkzeug der Hölle.

Prinzipiell ist eine Beckenpanzerung etwas Schlimmes, sogar sozusagen das „ultimative Böse“. Für den Neurotiker, erst recht für Schizophrene, ist die Beckenpanzerung jedoch ein absoluter Segen, da sie den Organismus vor der Überflutung mit Energie und dem kompletten Zusammenbruch bewahrt. Wahrheiten sind wohlfeil, Gegenwahrheiten sind kostbar! Das Problem ist, daß Faschisten ähnlich wie „Reichianische“ „Bioenergetiker“ mit Wahrheiten nur so um sich werfen, als handele es sich um Konfetti. Das geht soweit, daß heute in der sehr populären „revisionistischen“ Literatur Churchill als Blutsgeselle Stalins verteufelt wird, während Hitler demgegenüber geradezu ein Glorienschein verliehen wird. (Keine Angst, auch in dieser Beziehung werde ich in den folgenden Teilen nicht einfach den konventionellen Standpunkt widerkauen!)

Linke und Dämonen hinten, weit, in der Türkei!

25. Juni 2025

Als Israel „endlich“ den Iran angriff und Trump einen draufsetzte, war ich spontan begeistert, da ich den Islam derartig hasse und eine tiefe Sympathie für Israel hege. Doch je mehr ich darüber reflektierte, kamen mir schnell Zweifel.

Jedes Land sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, statt sich in fremde einzumischen. Wenn Israel sich bedroht fühlt und, genauso wie zuvor Rußland in der Ukraine, zu einem Präventivschlag ausholt; – soll es nur, was geht uns das an? Ich weiß nicht wer Recht und wer Unrecht hat und selbst wenn ich mich in diese Angelegenheit hineinknien würde: es wird immer Leute geben, die besser informiert sind als ich und eine gegenteilige Meinung vertreten.

Israel und der Iran sollen das unter sich ausmachen! Unser deutsches Interesse kann nur sein, zu allen Beteiligten ein gutes Verhältnis zu bewahren und als potentieller Vermittler zu gelten. Es ist vollständig gleichgültig, wie gut Israel und wie böse der Iran ist bzw. nach einer solchen Einschätzung zu agieren, denn jedes Volk wird sich immer treu hinter ein von außen bedrängtes Regime stellen. Entsprechend sollten wir niemanden auf diesem Planeten bedrängen oder bevorzugen. Alle Völker sind unsere Freunde, ohne Ausnahme und ohne jedwede Abstufung. Wenn die ihre Probleme untereinander haben, sollte uns das prinzipiell nichts, aber auch rein gar nichts angehen.

Außenpolitik ist immer der zentrale Fokus der Emotionellen Pest. Man nehme den derzeitigen Bundesfritzen, ein in Sachen Diplomatie ohnehin absolut unfähiger Narr, der aber trotzdem fast 100 % seiner Bemühungen auf die Außenpolitik konzentriert, weil Deutschland im Kern zerstört ist, entsprechend man mit Innenpolitik keinen Blumentopf gewinnen kann und die Außenpolitik wie bei allen bankrotten Pestregimen als Ablenkungsmanöver dient. Und ohnehin: wozu braucht Deutschland überhaupt eine Außenpolitik außer zur Sicherung des Außenhandels? Was hat uns die feministische Außenpolitik anderes eingebracht, als wirklich jeden vor den Kopf zu stoßen und Deutschland unbeliebter zu machen?

Warum gibt es auch nur ein einziges terroristisches amerikanisches Angriffsziel außerhalb der USA? Wenn Amerika arabisches und iranisches Öl haben will, soll es es einfach kaufen, genauso wie es beispielsweise Japan tut. Um meinen lieben Freund Dr. Google zu zitieren: „George Washingtons Außenpolitik, wie er sie in seiner Abschiedsrede formulierte, betonte die Neutralität und die Vermeidung dauerhafter Bündnisse mit fremden Nationen. Er riet der jungen Nation, Handelsbeziehungen mit allen Ländern zu pflegen, sich aber von politischen Verwicklungen fernzuhalten, die die Vereinigten Staaten in europäische Konflikte hineinziehen könnten. Washington war der Ansicht, daß die Aufrechterhaltung der Neutralität es den Vereinigten Staaten ermöglichen würde, sich auf ihre eigene Entwicklung zu konzentrieren und die Fallstricke ausländischer Machtkämpfe zu vermeiden.“

Und selbst wenn die Außenpolitik ein rationaler Faktor wäre, sollte die Emotionelle Pest schlichtweg ignoriert werden. Man denke nur an Nixons Reise nach China auf dem Höhepunkt des schlimmsten pestilenten Ausbruchs der Menschheitsgeschichte, dem Maoismus. Mao war der Höllenfürst höchstpersönlich! Dennoch war es ein vernünftiger Schritt, den Nixon unternommen hat, denn er untergrub die Macht der UdSSR und es war somit der Beginn von Amerikas Sieg im Kalten Krieg. Emotionelle Pest sollen wir in uns selbst, in der eigenen Familie und im eigenen persönlichen Umfeld bekämpfen, aber nicht in der internationalen Politik. Der Besitzer meiner örtlichen Bäckerei könnte das schlimmste pestilente Scheusal sein, das man sich vorstellen kann, solange das strafrechtlich nicht relevant ist, soll es mir vollständig egal sein, solange er gutes Brot backt. Ich bin nicht der Retter der Welt. Wenn er Lügen und Gerüchte über mich verbreitet, um mir zu schaden, ist das eine andere Sache, denn dann wird es persönlich. Es geht mich definitiv etwas an! Das ist die Weltanschauung des Konservativen, der im Grunde nur „vor sich hin pulsiert“ und dem die „übergriffige“ Art und Weise des von der Kreiselwelle bioenergetisch bestimmten und deshalb „außenpolitisch“ orientierten Linksliberalen vollständig wesensfremd ist. „Feministische Außenpolitik“…

Dazu eine bezeichnende Leserbriefstelle aus dem Merkur:

„Nichts Besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit, in der Türkei die Völker aufeinander schlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten. Dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten.“ – Herr [Leserbriefschreiber] bemerkt treffend: „An den Menschen hat sich seit Goethe leider kaum etwas geändert. Nur ist die Türkei nicht mehr so weit weg.“ Wie nah uns die Kriege und Krisen im Nahen Osten sind, sehen wir gerade an den Anschlägen in der Mitte Europas.

Werter Leserbriefschreiber, die Türkei geht dich einen feuchten Dreck an! Hast du nicht genug zu tun, dich um dein EIGENES zu kümmern? Und wer hat denn überhaupt „die Türkei“ ins Land geholt und uns in fremde Angelegenheiten hineingezogen? Das linksliberale GESINDEL, das sich überall einmischt, alles zu begreifen vorgibt (der Intellekt als Abwehrfunktion) – und mit seiner „Solidarität mit dem Befreiungskampf des transkarpotenensischen Volkes“ nur Chaos, Tod und unlösbare Konflikte hinterläßt….

Scheiß auf die Politik, vor allem auf die Außenpolitik, und wenn du, Herr Leserbriefschreiber, unbedingt Menschen töten willst… Die Linksliberalen um dich herum sin das Problem und nicht die Leute, von denen du nichts weißt und die sich nicht weniger für dich interessieren könnten. Leute, in Ländern, von denen du nicht weißt, wo sie auf der Weltkarte zu finden sind!

Die organisierte Emotionelle Pest wandert

3. Juni 2025

Spätestens ab dem Jahr 1947 machte Reich die organisierte und schwerbewaffnete Emotionelle Pest im damals Stalinistischen Rußland fest und konstatierte mit einigem Entsetzen, daß sie nach Amerika übergreift. Er dachte dabei an die moskauhörigen Fellow Travellers und eine bereits damals nach weit links abdriftende Kultur- und Wissenschaftsszene, was sogar die Naturwissenschaften betraf, wenn man an die damals aufkommende Debatte um die „Atomspionage“ denkt.

Seitdem hat sich in den USA diese Tendenz grotesk verschärft. Es ist wie in der Bundesrepublik, wo die höhere Beamtenschaft, Medien, Kultur und Akademie durchgehend „Grün“ sind – und selbst die Führung der CDU ist „Grün“. Tatsächlich ist es mit dem Zusammenbruch der UdSSR zu einer grotesken Umkehr der Verhältnisse gekommen. Heute ist Putin der reaktionäre Beelzebub, während die USA für Progressismus steht. Das wird durch den verzweifelten Kampf der genannten Kreise, des sogenannten „tiefen Staates“, gegen Trump nur deutlicher.

Seine erste Präsidentschaft war ein nicht eingeplanter Unfall, dem ein veritabler Staatsstreich folgte, die bizarre Biden-Administration, – der gegenwärtig verpufft und Trump nur noch weiter gestärkt hat, denn bei einer ungebrochenen Weiterführung seiner Präsidentschaft wäre diese folgenlos versandet.

Melanor-Merz (BlackRock) ist hier kein Zufall, denn in ihrer Panik hat die organisierte Emotionelle Pest nunmehr ihre Zentrale nach Europa verlegt. Merz‘ Schuldencoup, ebenfalls ein veritabler Staatsstreich, bedeutet nichts anderes, als daß die allerletzten finanziellen Reserven des Westens der pestilenten Agenda zur Verfügung gestellt werden. Du, Deine Kinder und Kindeskinder werden versklavt!

Letztendlich geht es dabei um den Grundkonflikt zwischen Emotioneller Pest (Stalinistischer Staatskapitalismus und Monopolkapitalismus a la „Rockefeller“) und Arbeitsdemokratie (Marktwirtschaft und Libertarismus). Was gemeint ist, wird unmittelbar einsichtig, wenn man sich die „merkwürdige“ Harmonie zwischen Der Linken und Bertelsmann vergegenwärtigt oder sich an die „merkwürdige“ Allianz zwischen Antifa und Pharmaindustrie zu Corona-Zeiten erinnert.

Reich war angesichts von „Mildred Brady“ mit genau demselben Phänomen konfrontiert, dessen Konstatierung ihm die Diagnose einer „paranoiden Psychose“ einbrachte. Rockefeller beherrschte den gesamten Medizin-, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb in vollkommener Eintracht mit der Linken, deren Kern die Fellow Travellers waren. Zusammen taten sie alles, um die Orgonomie zu vernichten. Man schaue sich heute die Merz-Republik an! Es ist letztendlich der Kampf zwischen DOR und OR.

Das ist alles dermaßen offensichtlich, daß Homo normalis – nichts sieht.

Daß wir es bei der Melange aus Melanor-Merz und DOR-Linker wirklich mit der Emotionellen Pest zu tun haben, sieht man an zweierlei: die Pest gibt sich als Resistance aus (die Faschisten und Gleichschalter als „Antifa“) und das explizit unter der, nochmal, explizit antigenitalen Regenbogenfahne:

Die geisteskranken WICHSER, die solche Button tragen, gerieren sich tatsächlich als Widerstandskämpfer – so sieht ein wirklicher antifaschistischer Widerstandkämpfer aus:

Im übrigen… Respect! Die Emotionelle Pest gibt vor, gegen die Emotionelle Pest zu kämpfen!

„Arbeitsdemokratie“ und „Emotionelle Pest“: Eine Warnung

20. März 2025

Laß dir nicht „im Namen der Arbeitsdemokratie“ in deine Arbeit reinreden. Du machst deine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen und brauchst dich deshalb nirgendwo „einordnen“, solange das nicht der objektive Arbeitsprozeß selbst so von dir verlangt. Fast immer ist der „Director’s Cut“ besser als das Produkt, das einem vermeintlich „arbeitsdemokratischen“ Prozeß durchlaufen hat.

Wenn es um Emotionelle Pest geht, laß dir niemals ein X für ein U vormachen, sondern folge stets deinem eigenen Urteilsvermögen auf der Grundlage eigenständiger Recherche. Immer daran denken, daß die Nazis „die Juden“ als etwas betrachteten, das haargenau Reichs Konzept „Emotionelle Pest“ entsprach, und „der Jude“ dem, was Reich als „emotionell pestilenter Charakter“ definierte.

„Arbeitsdemokratie“ und „Emotionelle Pest“ stehen jedem Mißbrauch offen!

Der funktionelle Gegensatz Arbeitsdemokratie <–> Emotionelle Pest ist das zentrale Konzept der sozialen Orgonomie. Kaum je wird aber die inhärente Widersprüchlichkeit sowohl von „Arbeitsdemokratie“ als auch „Emotioneller Pest“ gesehen.

Was ist Arbeitsdemokratie? Der Arbeitende, und niemand sonst, bestimmt, was er in seiner Arbeit tut. Laß ich einen Elektriker kommen, rede ich ihm tunlichst nicht in die Arbeit rein! Für die Zeit seiner Arbeit und auf seinem eingeschränkten Arbeitsfeld ist er der uneingeschränkte Diktator („Befehler“). Es wäre vermessen und kontraproduktiv da vermeintlich „arbeitsdemokratisch“ dazwischenzufunken. Das gleiche gilt auch für ganze Betriebe: es ist dumm und kontraproduktiv in fremde Resorts hineinzuregieren („hineinzubefehlen“) und beispielsweise „Verbesserungsvorschläge“ zu machen. Das sieht man allein schon daran, wie erstaunlich effektiv und produktiv „Einmannbetriebe“, etwa Reich in seiner Orgonforschung, sein können, während bei Zusammenschlüssen von mehreren Personen typischerweise die Gefahr besteht, daß Projekte zerredet werden, im Endeffekt gegeneinander gearbeitet wird, Mißverständnisse alles zerfressen und Reibungsverluste das ganze schließlich zum Stillstand bringen.

Wie im Organismus mit seinen weitgehend unabhängig voneinander agierenden Organen, funktioniert das kollektive Arbeiten am besten, wenn jeder SEINE Arbeit macht und sich dabei mit den anderen „Organen“ abstimmt, statt daß einer dem anderen in seine autonome Arbeit hineinquatscht und, wenn dann alles im Chaos endet, dem Gegenüber vorwirft, er könne nicht in Gruppen arbeiten und sei selbstherrlich. Nein, diese „Selbstherrlichkeit“ ist die Grundlage der Arbeitsdemokratie. Stichwort „Selbstbestimmung“. Allzuleicht wird unter dem Vorwand von „Demokratie“ und „Zusammenarbeit“ die vermeintliche „Arbeitsdemokratie“ zur Diktatur von oben, während umgekehrt die originäre Arbeitsdemokratie sozusagen die (zeitlich und sachlich engbegrenzte) Diktatur des einzelnen Arbeiters „von unten“ ist.

Ähnlich inhärent „widersprüchlich“ wie mit der Arbeitsdemokratie ist es mit der Emotionellen Pest bestellt. Sie beruht vor allem auf der Vorspiegelung falscher Tatsachen; darauf, daß das vorgegebene Handlungsmotiv nicht den wahren Absichten entspricht, das Ergebnis einer Handlung das Gegenteil der ursprünglichen (vermeintlichen!) Absicht ist, die Rolle von Täter und Opfer ausgetauscht wird, Verwirrung gestiftet und ein rationaler gesellschaftlicher Diskurs unmöglich wird, etc. Ein naheliegendes Beispiel ist der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, der zu einem Zerfall der internationalen Beziehungen geführt hat, zu Tod und Verwüstung für imperiale und Profitinteressen Rußlands, etc. Um das ganze zu kaschieren, wird der Westen von einer russischen Desinformationskampagne überzogen. Ein klassisches Beispiel für die Emotionelle Pest! – Moment! Das kann man auch umgekehrt sehen: wenn man sich einfach nur die Chronik der Ereignisse anschaut, ist weniger der Russe Putin, sondern vielmehr die Amerikanerin Victoria Nuland der Bösewicht!

Und genau DAS ist der Punkt! – Was ist der Punkt? Daß man sicher sein kann, es mit der Emotionellen Pest zu tun zu haben, wenn man in einen Zustand der Verwirrung und Immobilisierung gerät; nicht mehr weiß, was man glauben soll und wie man reagieren soll und jede rationale Debatte unmöglich zu werden scheint. Die Emotionelle Pest ist keine Sache von Gut und Böse, das können wir getrost Religion und Ethik oder gar der Politik überlassen, sondern eine der Bioenergetik! – Was DAS bedeuten soll? Emotionelle Pest bedeutet, daß das einheitliche organismische und arbeitsdemokratische Funktionieren unterminiert und verhindert wird. Es ist die Rache am Leben, das man nicht leben kann und das deshalb auch alle anderen nicht leben sollen. Darum geht es und nicht um irgendwelchen religiösen, ethischen und politischen Schwachsinn. Es geht um den fundamentalen Gegensatz von Arbeitsdemokratie und Emotioneller Pest. Auf nationaler Ebene wird die Arbeitsdemokratie durch die Gesellschaftspolitik zerstört (egal ob sie von links oder auf reaktive Weise von rechts kommt) und auf internationaler Ebene durch die Geopolitik (egal ob sie von Amerika oder auf reaktive Weise von Rußland ausgeht).

Kommt dir also jemand mit „Arbeitsdemokratie“ oder „Emotioneller Pest“ und verkündet, du sollst dich organisatorisch und ideologisch, also jeweils „demokratisch“, einpassen, sei auf der Hut! Gut möglich, daß er ganz und gar nicht für Arbeitsdemokratie und die Bekämpfung der Emotionellen Pest steht, sondern für das diametrale Gegenteil: die Emotionelle Pest.

Betrachten wir den Unterschied zwischen der im Grunde stets „ständestaatlichen“ und „standesrechtlichen“ autoritären Gesellschaft vor ca. 1960 und der heutigen bürokratisch-zentralistischen antiautoritären Gesellschaft. In der autoritären Gesellschaft war die Autorität lokal organisiert. Deutschland war flächendenkend von „Honoratioren“ bestimmt bis hinab zum Familienvater und dem Individuum, das „Schmied seines eigenen Glückes“ war. In der vorgeblich „emanzipatorischen“ Gesellschaft nach ca. 1960 wurde das durch die staatliche Bürokratie ersetzt, die die Menschen von den lokalen Autoritäten befreite. Heute ist man nicht mehr seines Glückes eigener Schmied, sondern verläßt sich auf das bedingungslose Grundeinkommen.

Arbeitsdemokratie steht für Selbststeuerung, d.h. du bist deine eigene Autorität. Ab dem Zeitpunkt, an dem man aufhören muß, Schalten und Walten zu können wie man will, zerfasert alles hoffnungslos. Das ist etwa in der DDR geschehen, als die von den Kapitalisen befreite Produktion durch alle möglichen und unmöglichen politischen Vorgaben behindert wurde und setzt sich heute unter Rudolf Habeck fort. Die Diktatur, also die Emotionelle Pest bricht ein. Gewisserweise ist Arbeitsdemokratie von Diktatur nicht zu unterscheiden (der „selbstherrliche Arbeitende“) und wird durch Diktatur zerstört (der „selbstherrliche Bürokrat“). Der, der die Arbeit macht, bestimmt. Punkt! Muß er sich mit anderen abstimmen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, ist das schnell das Ende der Produktivität. Arbeitsdemokratie funktioniert nur, wenn jeder „selbstherlich“ seine Arbeit macht und dabei die unterschiedlichen Arbeitsbereiche spontan ineinandergreifen.

Das versteinerte Kastenwesen der autoritären Gesellschaft und die diktatorisch-zentralistischen Elemente der antiautoritären Gesellschaft, deren „emanzipatorischen“ Vorzüge durchaus nicht zu unterschätzen sind, sind jeweils bloße Karikaturen einer genuin arbeitsdemokratischen Gesellschaft. Von daher sind Einwände wie „Dieses Vorgehen ist nicht arbeitsdemokratisch, sondern autoritär!“ oder „Dieses Vorgehen ist nicht arbeitsdemokratisch, sondern antiautoritär!“ meist daneben, denn die Arbeitsdemokratie ist in vieler Hinsicht „diktatorisch“ und in vieler Hinsicht „emanzipatorisch“. Oder mit anderen Worten: die autoritären und die antiautoritären Gesellschaften sind bloße Karikaturen der Arbeitsdemokratie – und ihre Versatzstücke enthalten gerade deshalb viel Arbeitsdemokratisches.

Ich verlange, daß sich andere meiner Autorität unterwerfen, wo ich die Expertise habe, genauso wie ich mich ihrer Autorität unterwerfe, wo sie die Expertise haben. Wirrköpfe mögen das als „faschistisch“, „sozialistisch“ oder gar „antiarbeitsdemokratisch“ abtun, aber diese Wirrköpfe sind tatsächlich – emotionell pestilent.

Das Qualitätsmanagement soll die Arbeitsdemokratie schützen, der Digital Service Act und allgemein, der „Kampf gegen den Haß“ soll die Emotionelle Pest bekämpfen: also die Zerstörung der Arbeitsdemokratie soll die Arbeitsdemokratie schützen, die organisierte Emotionelle Pest soll die Emotionelle Pest bekämpfen…

Lese Max Stirner!

Der Blaue Faschismus im weitesten und im engsten Sinne

6. Januar 2025

Alle gepanzerten Gesellschaften sind von einer Spaltung zwischen Mechanismus und Mystizismus geprägt („gesellschaftliche Panzerung“). Beispiele sind Konfuzianismus gegen Taoismus in China, Kriegerkaste gegen Brahmanenkaste in Indien, Staat gegen Kirche in Europa. Je mehr sie voneinander divergierten (<– –>), desto demokratischer die Zustände, je mehr sie konvergierten (–> <–) desto faschistischer.

Man denke nur an den Unterschied zwischen Westrom (Trennung zwischen Kaiser und Papst) und Ostrom (Identität von geistlicher und weltlicher Macht) und heute an das liberale Europa im Vergleich mit Rußland unter Putin und früher die Sowjetunion mit ihren jeweiligen Staatskirchen.

Im Alten Testament ging es um den Kampf zwischen der staatlichen Macht der Könige und der „kirchlichen“ Macht der Propheten. Das setzte sich im Neuen Testament mit Christi Wort von „gebt Cäsar, was Cäsars ist, und gebt Gott, was Gottes ist“ fort. Mit dem Zuspitzen dieser Spannung entwickelte sich die westliche Demokratie. Je mehr diese beiden Sphären jedoch wieder konvergierten, desto eindeutiger bildete sich der Faschismus heraus. Sei es der weitgehend klerikale Faschismus in den romanischen Ländern und der völkische Faschismus in den germanischen Ländern oder der, wenn man so will, „Neo-Byzantinismus“ unter kommunistischen Vorzeichen in den slawischen Ländern. Ähnliches läßt sich über die Staatsreligion „Maoismus“ in ihren unterschiedlichen Ausprägungen in Asien sagen.

Aber zurück zum Neuen und Alten Testament mit ihrer Divergenz von staatlicher und kirchlicher Autorität: mit dem Islam wird diese judeo-christliche Grundtendenz eklatant verraten (findet sich allenfalls noch auf abstrakter Ebene im Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten) und es entwickelt sich durch Konvergenz der Faschismus namens „Islam“ mit seiner Einheit von weltlicher und kirchlicher Macht.

Die erste Gleichung oben („Divergenz“) steht also für Demokratie, die zweite Gleichung („Konvergenz“) für Faschismus. Dabei muß jedoch beachtet werden, daß „Konvergenz“ auch den Funktionalismus definiert, von dem Mechanismus und Mystizismus nur zwei voneinander divergierende Entartungen darstellen. Gewisserweise sind also Funktionalismus (und damit die Orgonomie!) und Faschismus sozusagen seelenverwandt. Genau das versuche ich mit meinem Begriff „Blauer Faschismus“ zu erfassen.

Das ist natürlich alles sehr abstrakt und allgemein und ich kann nur hoffen, daß der Leser mir folgen kann. Deshalb hier eine Darstellung des „Blauen Faschismus“ im denkbar engsten, konkretesten Sinne am Beispiel Orgontherapie.

Sitzung um Sitzung lag sie auf der Couch und zeigte mir, wie wichtig Geduld ist. Minute um Minute verging, und ich beobachtete, wie sie darum rang, herauszufinden, was sie brauchte und was sie wollte, anstatt sich von mir anweisen zu lassen, dieses oder jenes anzusprechen. Indem ich einfach nur zusah und zuhörte und oft wenig bis gar nichts sagte, akzeptierte ich sie, machte ihr klar, daß ich wußte, daß sie damit umgehen konnte, und gab ihr Zeit, ihre Bedürfnisse zu erkennen. Sie brauchte Aufklärung und Ermutigung, um diesen Teil von sich selbst zu akzeptieren und sich nicht mit anderen zu vergleichen oder mit dem, was sie sich von anderen Patienten in der Therapie vorstellte. Mir war klar, daß es ihr nur schaden würde, wenn ich die Verantwortung für sie übernähme oder ihr Anweisungen gäbe, statt sie die Dinge selbst in die Hand nehmen zu lassen. (S. 35f)

Das ist ein Auszug aus dem Artikel „Mother Like Daughter“ von Christopher Burritt (Journal of Orgonomy, Vol. 56, No. 2), der schlaglichtartig auf das Wesen des Blauen Faschismus verweist. In einer richtigen Orgontherapie, wie bei Dr. Burritt, geht es darum die Selbstregulation des Patienten zu unterstützen. In der Pseudo-Orgontherapie, wie sie von Möchtegern-Orgonomen oder gar „Reichianern“ praktiziert wird, wird dem Patienten von aufgeblasenen kleinen Führern aufoktroyiert, was er zu tun und zu lassen und sogar was er zu fühlen hat. Es ist praktizierter Faschismus im Namen Wilhelm Reichs. Ich verweise nur auf den Artikel in der gleichen Ausgabe des Journal of Orgonomie, der das in einer Fallgeschichte anprangert: „Damaging Mechanistic ‘Orgone Therapy‘ and An Approach to a Wounded Patient“ von Susan Marcel.

West und Ost: Schließt sich die Wolkendecke?

18. November 2024

Nach Elsworth F. Baker gibt es drei Grundtabus, auf denen gepanzerte Zivilisation beruht, d.h. sie dürfen nicht offen analysiert werden oder alles würde kollabieren: Religion, Politik und Sexualität.

Der Westen zeichnete sich, spätestens seit dem Investiturstreit Anfang des letzten Millenniums, durch die Trennung von weltlicher und geistlicher Macht aus, was den Hebel zur Untergrabung unserer Zivilisation ansetzte. Am Ende des Millenniums trat mit der Befreiung der Moral von der Religion die Emanzipation der Sexualität (wenn man so will der „häuslichen Macht“) hinzu. Parallel dazu haben Reich und Baker Religion (Mystizismus) und Politik (Mechanismus), wie man heute so schön sagt, „dekonstruiert“. Sie entsprechen den beiden Grundformen, wie wir die durch die Panzerung verzerrte Orgonenergie in uns empfinden. In der Religion ist das die Erfahrung „Gottes“ bzw. allgemein des „Ominösen“, die dadurch zustande kommt, daß sich zwischen der Wahrnehmung der Orgonenergie und der orgonotischen Erregung die Panzerung schiebt, die das Orgon in ein „Jenseits“ versetzt. Grundlage der Politik ist, daß die Menschen ihre gesellschaftliche Umwelt entsprechend der Gewichtungen in ihrer eigenen biophysischen Struktur (Fassade, sekundäre Schicht, Kern) einrichten: die Linken aufgrund ihres mangelnden Kernkontakts, die Rechten aufgrund ihres verzerrten Kernkontakts. Und was die Sexualität betrifft: Reich separierte ihre „Entladungsfunktion“ (die Funktion des Orgasmus) von ihrer Fortpflanzungsfunktion (Fortführung des göttlichen Schöpfungsakts und Kinderkriegen für den Staat).

Soweit der Westen, der schließlich die Orgonomie gebar. Der Osten hingegen ist vollkommen anders geprägt. Man betrachte etwa die Orthodoxie: hier bilden Religion, Politik und Sexualmoral eine unlösbare Einheit. Soweit es möglich war, wie im russischen Zarentum, galt das Prinzip der Staatskirche, d.h. die Kirche unterwarf sich vollkommen dem Staat und umgekehrt war die Ideologie des Staates die Religion, so daß für eine separate politische Sphäre gar kein Platz blieb, geschweige denn für so etwas wie „moralische Freiheit“. In der Orthodoxie bedeutet das Verbot jedweder Verhütung, geschweige denn Abtreibung, Unauflöslichkeit der Ehe und Verbot der Wiederverheiratung. Dieses Modell der Einheit von Religion, Politik und Sexualmoral finden wir heute in verschiedenen Variationen im islamischen Saudi-Arabien und im sich zum Neo-Zarismus hinbewegenden Rußland unter Putin, in Indien unter den Hindu-Nationalisten und auch in einem China, das wieder „unter dem Mandat des Himmels steht“, wird dieses Modell immer aktueller.

Im Osten versucht sich die gesellschaftliche Panzerung, die seit mindestens 200 Jahren durch den Westen unter Druck stand, wieder zu konsolidieren, während sie im Westen auf eine katastrophale Weise am endgültigen Kollabieren ist. Ob das ganze tatsächlich in einer Katastrophe mündet und die Welt schließlich wieder von den undurchdringlichen Wolken des Aberglaubens eingehüllt wird, oder die Aufklärung endlich eine neue stabile Ordnung auf der Grundlage von kosmischem Kontakt (statt Religion), gesellschaftlicher Selbststeuerung (statt Politik) und individueller Selbststeuerung, d.h. „tugendhafter Lust“, aus sich heraus gebiert, hängt von uns ab.

Wie Nietzsche im „Zarathustra“ schrieb:

Wohin ist Gott? Ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet, ihr und ich. Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittag angezündet werden? Hören wir noch nichts vom Lärm der Totengräber, die Gott begraben? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – Auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchen Wassern könnten wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat – und wer nur immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!

Orgonomie und die beiden Superhirne

16. November 2024

Man kann die Politik, wie die des starkköpfigen Habeck und des sprachgewandten Genies Baerbock, geopolitisch (Einflußagenten Amerikas bzw. des WEF, um parallel Deutschland und Rußland zu schwächen, Stichworte: Deindustrialisierung Deutschlands und Zersetzung Rußlands) oder quasi Marxistisch bewerten (eine Klasse von unproduktiven Parasiten im Dienste des Monopolkapitalisten BlackRock) und damit die traditionelle Betrachtungsweise „materialistisch“ transzendieren, die sich auf die Sphäre von Gesellschaftsbild und Ideologie, also die der „Ideen“ beschränkt, uns geht es jedoch gemäß dem orgonomischen Funktionalismus um eine dritte, tiefere Betrachtungsweise: die bioenergetische. Diese faltet sich in folgenden vier Schritten auf:

1. charakteranalytische Sichtweise: Der ödipale Konflikt führt zum Wettstreit mit dem Vater (das rechte, konservative Syndrom) vs. zur Rebellion gegen den Vater (das linke, „progressive“ Syndrom). Papa wird zum unterdrückerischen Schwein, das Mutter Erde ausbeutet, wobei seine reaktionäre Sexualmoral eine entscheidende Rolle spielt. Bis in die 2000er Jahre hinein, waren die USA in dieser Hinsicht der große Buhmann. Mittlerweile versucht man Trump in die Rolle des patriarchalischen Superschweins zu rücken, was aber aus offensichtlichen Gründen einfach nur lächerlich ist. Heute verkörpern Putin und das zur Orthodoxie, also Katholizismus auf Steroiden, zurückkehrende Rußland diese Rolle, was den psychotischen Haß von ödipalen Rebellen wie Habeck und Baerbock erklärt.

2. vegetotherapeutische Sichtweise: Der Konservative ist vor allem muskulär gepanzert, während sich die Abwehrfunktion des „Progressiven“ weitgehend auf den Kopf bzw. zur Augenpanzerung verlagert. Entsprechend neigt die rechte Seite zu pragmatischen, buchstäblich „hemdsärmeligen“ Lösungsansätzen, aktuell etwa im Umgang mit Rußland, während die linke Seite ganz Moral und Ideologie ist – halt „verkopft“ (siehe die anfänglichen Ausführungen über „Materialismus“ und „Idealismus“ oben).

3. biopsychische Struktur: Beim rechten Syndrom bleibt durch die Identifikation mit dem Vater ein, wenn auch durch die Panzerung stark (mystisch) verzerrter, Kontakt zum bioenergetischen Kern erhalten, der beim linken (mechanistischen) Syndrom vollkommen verlorengeht. Das entspricht einer mehr mystischen vs. einer mehr mechanistischen Weltanschauung. Hier kam es ungefähr mit der Jahrtausendwende zu einer bemerkenswerten Umkehr zwischen Ost und West, denn heute steht der orthodoxe Osten für die mystische Weltanschauung, während der einst „christliche Westen“ sich zunehmend ganz dem mechanistischen Materialismus verschreibt. Auch das erklärt die politische Umkehr: in den 1980er Jahren standen die Progressiven auf der Seite Rußlands, heute stehen sie auf der Seite der USA – und beide Male ging es um ein und dasselbe: Mittelstreckenraketen. Das hat alles wenig mit Politik per se zu tun, sondern ist Ausfluß der bioenergetischen Struktur der Menschen.

4. biophysiologische Struktur: Die bisherigen drei Punkte kulminieren in der grundlegenden orgon-energetischen Differenz zwischen zwei Arten von gepanzerten Menschen: durch die Panzerung bedingt leben Rechte fast ausschließlich im Funktionsbereich der orgonotischen Pulsation („orgonotisches System“ mit dem Solar plexus als Zentrum von Expansion und Kontraktion, Vegetatives Nervensystem), während Linke ganz im Funktionsbereich der orgonotischen Kreiselwelle leben („energetisches Orgonom“ mit dem Zentralen Nervensystem als Zentrum). Entsprechend dreht sich das Leben des Rechten vor allem um (BUCHSTÄBLICH) „Grenzziehung“, d.h. die Aufrechterhaltung einer „pulsierenden Membran“, während der Linke entsprechend der Vorwärtsbewegung der Kreiselwelle (BUCHSTÄBLICH) „Grenzen überwinden will“. Der eine ist in diesem Sinne „konservativ“, der andere „progressiv“ – BUCHSTÄBLICH! Politik ist der pathologisch verzerrte Ausdruck letztendlich kosmischer Orgonenergie-Funktionen.

Die hier ausgeführte „dritte, tiefere Betrachtungsweise politischer Vorgänge“ bedeutet natürlich nicht, daß die beiden oberflächlicheren Betrachtungsweisen obsolet sind. Rein ökonomische (inklusive KORRUPTION!) und „geistesgeschichtliche“ Motivationen sollten selbstverständlich stets mit betrachtet werden!

Über die Normalisierung der kommunistischen Bedrohung in Amerika

26. Februar 2024

Über die Normalisierung der kommunistischen Bedrohung in Amerika

Das Jüngste Gericht begann 1960 (Teil 10)

12. April 2023

Ein zentraler Aspekt der antiautoritären Transformation ist die Abschaffung der mittleren Regierungsebene. Was übrigbleibt, sind die oberste Behörde und diktatorische Stadträte. Die Sowjetunion war formal der Zusammenschluß von Stadträten bzw. Betriebsräten („Sowjets“). Der rote Faschismus. Der nächste Schritt sind die „15-Minuten-Städte“, die alle Bürger einkerkern. Rußland ist derzeit das einzige bedeutende Land ohne diese rotfaschistische Planung.

Parallel entwickelt sich eine schwarz-faschistische ökonomische Struktur aus: von Superreichen kontrollierte Großkonzerne und eine amorphe Masse, „die nichts besitzt, aber trotzdem glücklich ist“. Der Mittelstand wird systematisch beseitigt, wie wir während der Corona- und der daran anschließenden Energiekrise gesehen haben bzw. sehen. Der Kommunist und gleichzeitige Lobbyist der amerikanischen Großkonzerne Robert Habeck sorgt dafür, daß der gesamte Häuser- und Wohnungsbestand Deutschlands US-amerikanischen Investmentfonds anheimfällt. Die „Lockdowns“ waren dazu da, dem Mittelstand das Genick zu brechen. Jetzt geht es darum, die kleinen Banken zum Verschwinden zu bringen und so dem digitalen Zentralbankgeld die Bahn zu ebnen.

Das Perfide an diesem neuen System ist, daß „Progressive“ und die sogenannte „Antifa“ bis zur Opferung des eigenen Lebens alles tun, um den schwarzen Faschisten an der Spitze die Macht zu sichern, solange die dafür sorgen, daß sich die Massen in einen amorphen kotzbraunen („bunten“) geschlechts- und identitätslosen Kackhaufen verwandeln, der beliebig formbar ist.

Werden wir konkret: Kapitalismus verwandelt sich in eine Sklavenhaltergesellschaft, wenn der einzelne Arbeiter mit dem Werk seiner Hände nicht mehr seine Familie ernähren kann. Ab diesem Punkt wird ein „Beschäftigungsverhältnis“ zu Sklaverei. Und da sind wir jetzt: kein Alleinverdiener kann mehr eine mehrköpfige Familie ernähren. Statt die Revolution auszurufen, was macht die „Linke“? Im Verein mit den Sklavenhaltern, den Großkapitalisten, werden die Frauen in den Arbeitsmarkt gedrängt, auch sie sollen „Karriere“ machen, und die Familie als solche wird systematisch zersetzt. Hinzu kommt, daß jede Menge von „Fachkräften“ ins Land geholt werden, die die Arbeit billiger machen, die erarbeiteten Rechte der einheimischen Arbeiter sozusagen „ausdünnen“ und schließlich vernichten. Außerdem marginalisieren und terrorisieren sie sie im Alltag, so daß sie, demoralisiert, wie sie jetzt sind, sich nie mehr erheben können. Jeder kleinste Protest wird mit dem Wort „Nazi“ erdrückt.

Parallel dazu wird das Gefühls-, Familien- und Sexualleben des Einzelnen zermalmt. Nach 1960 wurde jede neue Technologie „sexual-ökonomisch“ durchgedrückt. Die visuelle Unterhaltungsindustrie war in erster Linie Pornographie, genauso wie heute das Internet nichts anderes als Schwänze, Ärsche und Titten ist, mit einem hauchdünnen Rand aus Politik (Infotainment), Wissenschaft (Propaganda) und Unterhaltung (Kulturmarxismus). Der nächste Schritt, der Transhumanismus, wird sich mittels Sexroboter durchsetzen, d.h. der aus Sicht der Seuchenprävention extrem gefährliche Geschlechtsverkehr zwischen Menschen wird eine marginale Randerscheinung werden.

Mit dem hier gezeichneten Gesamtbild ist genau das eingetreten, was Reich bei seiner Auseinandersetzung mit den amerikanischen Gesundheitsbehörden zwischen 1947 und 1957 immer klarer sah: die Kooperation von „Moskau“ (damals der Sitz des roten Faschismus) und „Rockefeller“ (damals die Chiffre für die schwarz-faschistische monopolkapitalistische westliche Elite), die gemeinsam das Lebendige in die Zange nehmen und der Emotionellen Pest zum Triumph verhelfen. Was damals wie eine weitere der zahllosen Verschwörungstheorien klang, erweist sich heute als für alle sichtbare Realität. Man schaue sich doch nur Young Global Leader wie Annalena Baerbock an.