Posts Tagged ‘Zarathustra’

Das Tor zur Hölle öffnet sich (Teil 2, Anhang 2)

17. Juli 2018

Es hat zwei Staaten auf der Welt gegeben, in denen der Film Hellraiser in all seiner fleischzerfetzenden Sadistik Wirklichkeit war: in Tibet unter dem Schreckensregime des Dalai Lama (zum Repertoire der Mönchspolizei gehörte beispielsweise das Abziehen der Haut bei lebendigem Leib) und neuerdings im Islamischen Staat. Die sekundäre Schicht der Charakterstruktur ist sequestriertes DOR. Es ist der „Todestrieb“, der alles Anorganisch machen will, die Leere, das Nirwana anstrebt.

Gemeinhin werden fünf oder sechs Weltreligionen genannt: Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, chinesischer Universismus (Konfuzianismus/Taoismus/Mahayana-Buddhismus) und Judentum. Nur die ersten drei sind aber überall vertreten und betreiben aktive Mission, während die letzten drei völkisch gebunden sind und teilweise kaum als Religion im üblichen Sinne bezeichnet werden können.

Christentum, Islam, Buddhismus – wir haben hier ziemlich genau die biophysische Struktur des gepanzerten Menschentiers vor uns: der bioenergetische Kern, die mittlere Schicht der sekundären Triebe und die soziale Fassade.

Der Buddhismus verkörpert explizit die Kernlosigkeit („An-Atman“). Er leugnet Gott und die Seele, ergeht sich in „Menschenliebe“ und ist in seiner tantrischen Ausprägung (Japan und Tibet) nur Maske: „Du wirst zum Buddha, indem du dir die Maske eines Buddha überstülpst“ (Mudra, Mantra, Mandala). Deshalb hat der Buddhismus auch so einen durchschlagenden Erfolg im Westen, der zunehmend von der Loslösung vom bioenergetischen Kern geprägt ist.

Der Islam ist ebenfalls vollständig vom bioenergetischen Kern abgetrennt, sozusagen ebenfalls „anti-biologisch“. Sein spiritueller Gehalt ist gleich null. Das, was man in dieser Hinsicht zu erkennen glaubt, insbesondere in der Architektur, geht auf die persische-zoroastrische Kultur zurück. Der Koran liest sich, als hätte ihn Satan höchstpersönlich geschrieben – wobei die Übersetzungen in zivilisierte Sprachen sogar noch durchweg geschönt und geglättet sind… Es geht in ihm darum, die „Gläubigen“ mit absurden Verhaltensmaßregeln zu quälen, ansonsten handelt er nur von Mord und Todschlag an den „Ungläubigen“. Der IS hat sich strengstens an diese Anweisungen gehalten! Bitte, man lese doch den Koran! (Die überwiegende Mehrzahl der Moslems sind freundliche und liebenswerte konservative Menschen nicht wegen, sondern trotz ihrer Religion, die sie, größtenteils des Arabischen nicht kundig und selbst ausgestattet mit einer rosaroten Brille gar nicht kennen.)

Das Christentum… Wohl keine Religion wurde und wird stärker angegangen. Keine andere Religion darf man straflos kritisieren, ihren Gründer verhöhnen und die Anhänger diskriminieren. Christen sind in der heutigen Welt Freiwild! Sie sind es, weil sie, ihre Religion und insbesondere Christus selbst für den bioenergetischen Kern stehen. Sie sind schlicht Opfer der Emotionellen Pest!

Der verdrängte Christus: 2. „Erlösung“ ist Befreiung vom DOR

12. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

2. „Erlösung“ ist Befreiung vom DOR

nachrichtenbrief61

24. August 2017

Der Kapitalismus als Ausdruck des bioenergetischen Kerns

23. November 2015

Der Kapitalismus ist die ökonomische Hülle des bioenergetischen Kerns der Gesellschaft: der Arbeitsdemokratie. Entsprechend ist der ökonomische Erfolg einer gesellschaftlichen Gruppe oder einer ganzen Nation Funktion von Handlungsmaximen, die in Übereinstimmung mit dem bioenergetischen Kern stehen.

Von jeher haben mich zwei Religionen besonders fasziniert: der persische, heute größtenteils indische Parsismus (auch Zoroastrismus, Zarathustrismus oder Mazdaismus genannt) und der indische Jainismus.

Sie zeichnen sich, ähnlich dem vielleicht noch älteren Judaismus, durch ihre „unphilosophische“ Archaik aus. Beispielsweise löst der Parsismus das Problem der Rechtfertigung Gottes („Wie kann ein gerechter Gott Leid zulassen?“) einfach, indem ihm, Ahura Mazda, ein fast gleichstarker böser „Zwilling“ zur Seite gestellt wird, Ahriman. (Zum Thema siehe auch Der Kampf der Götter.)

Zarathustra verlegt den Gegensatz des Guten und Üblen in die metaphysische Grundstruktur der Welt selbst. Zwei Kräfte, die gute und die böse Kraft (zugleich als rein und unrein, hell und dunkel und in anderen Wertgegensätzen gefaßt), liegen miteinander im Kampf. Schauplatz des Kampfes ist auch der Mensch. Das Leiden ist nicht gerechtfertigt, sondern zu bekämpfen. Der Mensch soll der guten Kraft beistehen. Diese Projektion des Wertnegativen in das Absolute (fortgesetzt in der christlichen Gnosis, den Manichäern, dann in untergeordneten christlichen Vorstellungen des Mittelalters, in Hölle und Paradies, Teufel und Gott) kann zu immer neuem religiösen Erleben führen: zu einem Absoluten, zu Gott wird immer wieder Beziehung gewonnen, das Leid war nicht Gott zuzuschreiben, Gott war gerechtfertigt. (Karl Jaspers: Psychologie der Weltanschauungen, Berlin 1971, S. 253)

Diese Zweiteilung ist dabei im originalen Parsismus nicht eine in Seele und Leib, sondern eine in zwei gegensätzliche „Substanzen“, die Seele und Leib gleicherweise betreffen: die eine Substanz verkörpert Licht, Wahrhaftigkeit und Fruchtbarkeit, die andere Finsternis, Lüge und Trockenheit. Das Leben wurde im Parsismus nicht verneint, sondern gefeiert, entsprechend war die Stellung der Frau unvergleichlich höher als etwa heute im Islam.

Es gilt sich auf die Seite von Ahura Mazda zu schlagen, indem man radikal allem Bösen entsagt, also beispielsweise niemals lügt. Lügen, und andere unreine Handlungen, ziehen einen unweigerlich auf die Seite Ahrimans. In anderen Religionen kann man lügen, wenn es der guten Sache nutzt (Takiya im Islam) und sich, wie im Katholizismus, durch magische Handlungen wieder reinwaschen. Im Parsismus ist die Lüge an sich böse, so als wäre sie ein krankmachender oder todbringender Stoff.

Genau dieses Tabu hat in Indien für den unverhältnismäßig großen Erfolg der eingewanderten Parsen geführt. Da sie aus religiösen Gründen niemals betrügen, waren sie begehrte Geschäftspartner und erlangten entsprechend schnell eine hohe wirtschaftliche Stellung. (Was ein interessantes Licht auf den Kapitalismus wirft!)

In seiner Essenz ist der Parsismus kaum mehr als das intuitive Erfassen der Wahlmöglichkeit zwischen der erstrahlenden, lebensspendenden ORgonenergie und dem schwarzen, todbringenden DOR.

Diese Geisteshaltung kommt in der wunderschönen islamischen Architektur (etwa im Taj Mahal) zum Ausdruck, die nichts, aber auch rein gar nichts mit „islamischer Kultur“ (ein Widerspruch in sich selbst!) zu tun hat, sondern eine direkte Übernahme der klassischen vorislamischen Architektur Persiens ist. Sie entstammte einem von Zarathustras Religion geprägten Geist, in dem Schönheit und Wahrhaftigkeit das höchste Gut waren, während Lüge, Diebstahl, Betrug als absolut unrein galten, – während sie integraler Bestandteil des Islam sind. (Man lese doch bitte den Koran!) Entsprechend hassen und verachten nationalbewußte Iraner den von den Arabern aufgezwungen Islam auch in einem Ausmaß, der alle westliche Islamkritik in den Schatten stellt! Der Islam war wirklich wie eine schwarze, übelriechende Wolke, der das Licht verdrängt hat. (In Gefängnissen sind Moslems überrepräsentiert und „ungläubige“ Kriminelle werden nicht nur in amerikanischen Gefängnissen bevorzugt zu Konvertiten.)

Ganz ähnlich wie mit dem Parsismus ist es mit dem Jainismus bestellt, den es bereits lange vor dem Buddhismus gab. Der Hauptunterschied zum Buddhismus ist an der Auffassung von Seele und Karma festzumachen.

Während der Buddhismus die Existenz einer unsterblichen Seele verneint bzw. in der Illusion eine solche zu besitzen und sich an sie festzuklammern, die Quelle alles Leidens sieht, geht es dem Jainismus um die Erkenntnis, daß wir unsterbliche Seelen sind. Der Weg zur Erlösung führt über die Emanzipation der Seele von Körper und Materie. Entsprechend sollte das Leben jedes Jain-Mönchs im Fasten bis zum Tode kulminieren.

Das Archaische am Jainismus ist die Art und Weise, wie man sich diese Seele vorstellt: nicht als einen abstrakten bzw. „punktförmigen“ Geist, sondern als eine Art feinstofflichen Doppel des Körpers. (Die Begründer des Jainismus haben schlicht ihre organismische Orgonenergie wahrgenommen.) Entsprechend ist auch die Vorstellung vom Karma „substanzhaft“. Im Wikipedia-Eintrag zum Karma-Begriff des Jainismus wird das wie folgt beschrieben:

Die Karmalehre des Jainismus weist im Vergleich mit anderen Religionen indischen Ursprungs eine Besonderheit auf: Karma wird hier nicht nur als eine auf Handlung basierende Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung verstanden, sondern zudem als etwas Substanzielles aufgefasst. Jains sprechen in diesem Zusammenhang von feinstofflichen, nicht wahrnehmbaren „Karma-Partikeln“ (…) oder auch von „karmischer Materie“ (…) (…).

Ähnlich wie die Parsen halten sich auch die Jains radikal von Sünden, etwa der Lüge, fern aus Angst vor Kontamination mit dem „substanzierten“ Bösen, einer „bösen Substanz“. Entsprechend ist auch ihre wirtschaftliche Stellung ausgezeichnet: es ist eine Freude mit ihnen Geschäfte zu machen. Hindus und Buddhisten leben hingegen aus einer derartig „hochentwickelten“ Philosophie heraus, daß sie vor sich und anderen mittels „Dialektik“ jede denkbare Untat rechtfertigen können. Beispielsweise kann ein Buddhist ohne Probleme Fleisch essen, solange das Tier nicht extra für ihn getötet wurde, während Jains radikale Veganer sind. Oder man betrachte den Umgang der Hindus mit ihren Heiligen Kühen: sie werden niemals getötet, aber ansonsten als das behandelt, was sie sind, eine unerträgliche Landplage. Tatsächlich brechen europäische Tierschützer regelmäßig in Tränen aus, wenn sie miterleben müssen, auf was für eine unmenschliche Weise in Indien mit Kühen umgegangen wird.

Wie Reich dargelegt hat, paßt die Charakterstruktur des Massenindividuums stets paßgenau zum jeweiligen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. Da der Charakter in der Kindheit geformt wird, braucht es dazu eine Anpassungszeit von vielleicht 30 Jahren – was in etwa der Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Entwicklung entspricht. Je älter man wird, desto fremder fühlt man sich.

Es finden keine Treffen „der Mächtigen“ statt, wo diskutiert wird, wie man Kinder systematisch so emotional schädigt, daß sie in die neuste Version der gepanzerten Gesellschaft hineinpassen. Reich hat gezeigt, daß vielmehr die Charakterstrukturen ihnen konforme Gesellschaftsysteme erzeugen und diese in einem sich langsam vorwärtsbewegenden Kreislauf wiederum die ihnen entsprechenden Charakterstrukturen und so immer weiter.

In der heutigen Gesellschaft werden die Mütter und die Kinder vor allem durch die Medien geprägt, die fast durchweg von pseudoliberalen „fortschrittlich denkenden Menschen“ bevölkert werden.

James P. Smith et al. von der RAND Corporation und Gillian C. Smith von der Washington University School of Medicine haben eine repräsentative Erhebung über das Leben von 35 000 Amerikanern, bzw. 5000 Familien, die sich über vier Jahrzehnte hinzog, für eine bisher einzigartige Studie genutzt. Sie behandelt den Einfluß von emotionalen Problemen in der Kindheit (Depression, ADHS, Suchterkrankungen, etc.) auf das spätere Leben.

Das besondere der Untersuchung liegt auch darin, daß Menschen mit psychischen Problemen in der Kindheit mit ihren Geschwistern verglichen werden konnten, die gesund blieben. Damit war gesichert, daß das Umfeld für die beiden Gruppen (in der Kindheit psychisch belastete Menschen im Vergleich mit psychisch unbelasteten) gleich war.

In der Kindheit vorbelastete haben eine schlechtere Ausbildung, können im Durchschnitt sieben Wochen weniger im Jahr arbeiten und haben über das ganze Leben gerechnet im Durchschnitt 20 Prozent weniger Einkommen. Es handelt sich um einen Minusbetrag von 10 400 Dollar im Jahr! Der Gesamtschaden für die Volkswirtschaft durch diese Gruppe, etwa 6 Prozent der Bevölkerung, beläuft sich auf 2,1 Billionen Dollar im Jahr.

Das ist natürlich nur die Spitze des Eisberges, denn es betrifft nur offensichtliche neurotische Symptome. Man denke jedoch auch an den ungeheuren volkswirtschaftlichen Schaden, der durch die Schädigung der Arbeitsfunktion der überwiegenden Mehrheit, d.h. über 90 Prozent der Bevölkerung, hervorgerufen wird!

Es sei nur einmal an die Diskussion über „Mobbing“ in der Wirtschaft erinnert, die in den letzten Jahren geführt wurde. All die Milliarden, die durch „Dienst nach Vorschrift“ oder etwa durch das „Porno-Surfen“ während der Arbeitszeit verloren gehen! Geschweige denn durch neurotische Unachtsamkeit, durch Schlafstörungen, Substanzmißbrauch, etc.pp.

Die charakterliche Panzerung der Massen ist deshalb kaum im Interesse der Wirtschaft. Einzige Ausnahme (wenn man von volkswirtschaftlich unbedeutenden Marginalien absieht) ist vielleicht die Pharmaindustrie, die ohne Biopathien vor dem Ruin stünde. Da (jedenfalls was Deutschland betrifft) die Religion wegen Bedeutungslosigkeit kaum betrachtet werden muß, bleibt ansonsten nur eine einzige Gruppe, die am psychischen Massenelend ein Interesse hat: die Politiker im allgemeinen und die linken Ideologen im besonderen. Die Hilflosigkeit der Massen ist ihre einzige Lebensgrundlage.

Der Kapitalismus ist nicht Feind der Orgonomie, sondern ein potentieller Verbündeter, aus dem einfachen Grund, daß sich emotionales Elend nicht rechnet.

Okkulte Angriffe auf die Orgonomie

11. November 2015

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kurz vor und zu Anfang von Reichs Schaffen, gab es drei bedeutende Okkultisten: Rudolf Steiner, mit seiner Anthroposophie, einer Abspaltung der auf Blavatsky zurückgehenden Theosophie, Aleister Crowley, mit seiner Mischung aus tantrischer Sexualmagie und Elisabethanischer Spökenkiekerei, und schließlich Georg Gurdjieff, der die Menschen mit einem Pseudo-Sufitum und unverständlichem und deshalb vermeintlich tiefem Gestammel überzeugte. Reich war mit allen drei konfrontiert. Die Anthroposophie erwähnt er in seinen Erinnerungen an die 1920er Jahre (Die Entdeckung des Orgons, Bd. 1) und mit den beiden letzteren Lehren hatte er zu Zeiten der „Beatniks“ Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre zu tun. Er reagierte belustigt, teilweise befremdet, etwa als Israel Regardie die Crowleanity mit dem verband, was er für Orgontherapie hielt. Hier ein Beispiel für diese „Arbeit“ aus der Gegenwart:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=peJ4n62svpU%5D

Über Rudolf Steiner und die „Reichianer“, die sich auf ihn berufen, habe ich mich in diesem Blog bereits wiederholt auseinandergesetzt. Siehe etwa Die anthroposophische Pest.

Der windige Okkult-Betrüger Georg Iwanowitsch Gurdjieff (oder Gurdjew, 1873-1949) zog mit einer phantasievollen Lebensgeschichte á la Karl May und Machtfantasien über magisches Geheimwissen ich-schwache Dösbaddels an. Er gab sich als Repräsentant einer Geheimsekte aus, die 2900 v.Chr. in Babylon ins Leben gerufen worden sei: die „Weltbruderschaft Sarmoung“. Das Kennzeichen dieser Geheimloge (das „Enneagramm“, ein mystisches Symbol des Sufismus, „das Gesicht Allahs“, dessen neun Zacken die heilige Zahl des Islam repräsentieren) war übrigens zu Heiko Lasseks Lebzeiten zusammengefügt mit dem Zeichen des orgonomischen Funktionalismus das Logo eines kuriosen „Wilhelm Reich Instituts“ (sic!) in Berlin.

Gurdjieff vertrat eine Art westlichen Yoga, sowie Hypnose, Bewußtmachungs-Übungen („der Schlaf als der größte Feind der Menschheit“ – Verachtung für das Autonome Nervensystem!) und Tanzrituale. Diese Exerzitien sind eine Mischung aus Sufi-Tanz, Eurythmie und „Kraft durch Freude“-Turnübungen in roboterhafter Massenchoreographie, besser als jedes militärische Exerzieren – und entsprechend wirksamer in der Erlangung des militärischen Ziels, der Schaffung des willenlosen Roboters. Alles in allem ist die Gurdjieffeanity die Weisheit Saharasias zur Faschisierung der Welt. – Zieht man neben diesen „körpertherapeutischen“ Elementen noch in Betracht, daß Gurdjieff den Menschen als einen Umwandler von Energie betrachtete, erinnert all dies oberflächlich an die Orgonomie.

Übrigens wurde Gurdjieffs Biographie Mitte der 1970er Jahre in Afghanistan verfilmt, weil dort, so der Regisseur, die Menschen die richtige Gurdjieff-mäßige Ausstrahlung haben. Dazu muß man wissen, daß Afghanistan mitten im asiatischen Zentrum Saharasias liegt und vom Zarathustra-Glauben, Buddhismus, Manichäismus und schließlich vom Islam geprägt wurde, diese Leute sind also durch und durch und durch Saharasia-Destillat pur.

Gurdjieff hatte Einfluß auf die „Reichianische“ Bhagwan Shree Rajneesh-Bewegung. Osho:

Jemand litt unter Impotenz, dann setzte Wilhelm Reich ihn in seine Kiste und die Impotenz verschwand zumindest für ein paar Tage, als ob seine Batterie wieder aufgeladen wurde.
[Reichs] Arbeit war seltsam, hart… und sie wurde ihm von der Gesellschaft noch schwerer gemacht, weil sie sofort anfingen, ihn zu verdammen, indem sie behaupteten, er stehe mit dem Teufel in Verbindung – genau wie bei mir! – sie sagten, daß man dem Sex entsagen müßte und er lehrte den Menschen merkwürdige Übungen.
…Bioelektrizität kann dir helfen, in tiefe Meditation zu gehen ohne viel Aufwand bei der Eindämmung deiner Gedanken. (Rajneesh: Beyond the Frontiers of the Mind)

Solche Okkultisten haben nur eine Motivation: Wille zur Macht und Selbsterhöhung. Dementsprechend sind Gurdjieffs „Lehren“: der gewöhnliche Mensch ist nichts als ein Roboter, eine bloße Marionette des reinen Zufalls und ohne eigene Seele, die Jünger Gurdjieffs jedoch würden diesen sinnlosen mechanischen Wiederholungszwang der Natur durchbrechen und eine Seele und somit ein sinnvolles Schicksal erlangen. Sie würden frei wie Gott jenseits der Natur wie der „Thetan“ in L. Ron Hubbards Dianetik und Scientology (weitgehend ein Plagiat der Crowleanity). Praktisch wird diese Freiheit durch Dekonditionierung erlangt, d.h. sado-masochistische Praktiken, die der okkulte Führer anordnet, um die Konditionierungen aufzubrechen, die den Menschen in Ketten halten (z.B. Abscheu, Ekel, Schamhaftigkeit und Moral).

Dies ist heute der Schlüssel zum Neo-Satanismus in der Tradition Aleister Crowleys, man denke nur an das „Ekeltraining“. Es wird immer wieder von Folterungen, Vergewaltigungen bis hin zum Opfermord an Babys und Kleinkindern berichtet. Dies gehöre zum Alltag der neo-satanistischen Crowleyanischen Geheimsekten, die sich hermetisch abkapseln, indem zum „de-konditionierenden“ Aufnahmeritual ein Schwerverbrechen gehört (in erster Linie Foltermord). Das wird immer wieder und zwar ziemlich glaubwürdig als „urban legend“ und Sensationsmache in Abrede gestellt. Crowley habe alles immer nur allegorisch gemeint und nur der Uneingeweihte könne so blöd sein, teilweise schockierende Stellen wörtlich zu nehmen. Das Problem dabei ist, daß in der Esoterik das Gegenteil dieser einleuchtenden Logik gilt: dem Uneingeweihten und dem Anfänger wird gesagt, daß das alles selbstverständlich nur eine Allegorie ist, während der Eingeweihte weiß, daß es eins zu eins gilt. Die perfekte Geheimhaltung!

Der freie Übermensch auf der einen und der konditionierte Untermensch auf der anderen Seite. Der Sadismus ist darauf ausgerichtet, den „Untermenschen“ zu zerbrechen oder ihn durch das sadistische Dekonditionieren, das seinen „wahren Willen“ freilegt, in einen „Übermenschen“ umzuwandeln – wenn er nicht vorher zerbricht und sich dergestalt als ungeeignet erweist. Das Neue Zeitalter einer okkulten Super-Rasse ist das Ziel. Eine weitere Lehre von Gurdjieff ist Bewegung um ihrer selbst willen. Dies war auch der Sinn „der Bewegung“ des Nationalsozialismus: hysterisch muß es ständigen Wechsel geben, ständige Mobilisierung, nie endendes imperialistisches Wachstum und Überschreiten aller materiellen und ethischen Grenzen, die vollkommene Mobilisierung, „der totale Krieg“ – bis zur Shoa.

Übermenschen wie Gurdjieff sind frei von aller Moral und Ethik. Sie haben kein schlechtes Gewissen, weil, Gurdjieff zufolge, die Vergangenheit nicht die Gegenwart bestimmen sollte. Gurdjieff geht sogar so weit, zu behaupten, daß man die Vergangenheit von der Gegenwart abhängig machen könne – Stalin hat ja auch tatsächlich gezeigt, daß sowas geht… Außerdem übernahm er ganz wie sein Nachfolger Bhagwan keinerlei Verantwortung für die ihm hörigen Jünger, denn Verantwortung mache einem zum Sklaven. Absolute Freiheit ist das Ziel und die Jünger sind für sich selber verantwortlich. Wie Hitler übernahmen Gurdjieff und Bhagwan alle Verantwortung, wollten aber keine Verantwortung tragen.

Gurdjieff war stolz darauf, seinen Lebensunterhalt durch kriminelle Manipulation der „Roboter“ erlangt zu haben. Da, Gurdjieff zufolge, wir normalen, nicht-esoterischen Menschen nur Schlafwandler, Zombies und überhaupt keine richtigen menschlichen Wesen sind, keine Seele haben, und deshalb gar nicht wirklich existieren, kann der okkulte Übermensch mit uns tun, was er will. – Abgesehen vom Gurdjieff-Kult werden viele Leser persönliche Erfahrungen mit der verächtlichen Haltung von Kleinen Männern gemacht haben, die „in Therapie“, „im spirituellen Wachstumsprozeß“ oder was auch immer sind, gegenüber uns, die wir nicht erwacht und Teil dieser Bewegung sind.

Durch den Einfluß seiner dritten Frau war der amerikanische Architekt Frank L. Wright tief beeindruckt von Gurdjieffs Lehren. Er lebte zusammen mit seinen Studenten im Gurdjieff-Stil, d.h. sie mußten für ihren Meister Wright arbeiten. Sie arbeiteten wie Sklaven von 7 Uhr morgens bis 10 nachts. Seine Frau bestimmte ihr Privatleben: wer eine Affäre mit wem haben durfte bzw. sollte, usw. Wirklich eine perfekte faschistische Gurdjieff-Gemeinde – und alle waren vollkommen glücklich. Frau Wright, ehemalige Schülerin Gurdjieffs, war ein echter Pestcharakter. Besonders hart war sie zu den anderen Frauen. Sie war die Bienenkönigin. Wrights „Schule“ der Architektur war ein semi-religiöser Kult.

Ein Gutteil, nein fast alles, in der „esoterischen“ Populärkultur beruht auf nackten Lügen. Man nehme nur, was aus Madame Blavatskys Schmierereien hervorgegangen ist: das reicht von der Theosophie und Anthroposophie über den Nationalsozialismus bis hin zu David Icke, der heute nichts anderes tut, als Blavatskys aufgewärmte „Lehren“ zu verbreiten, um neue Generationen mit diesem Gedankengut zu verblöden. Von vorne bis hinten ist diese vermeintliche „Esoterik“ schlichtweg erlogen. Nichts anders als etwa all der Unsinn, den Gurdjieff dem dekadenten Gesindel des Westens aufgetischt hat. Oder man denke an so einen Dreck wie die allbekannten „Kristallschädel“. Ganze Bücher wurden geschrieben, einzig und allein um diesen lächerlichen Tinnef mit möglichst großem Profit verkaufen zu können. Es gibt nach wie vor Millionen, die dem kriminellen Lügner Zecharia Sitchin seine frei erfundenen Lügenmärchen über den zwölften Planeten, die Sumerer und die „Anunnaki“ abkaufen. Ich könnte stundenlang so fortfahren. Beispielsweise habe ich mich mit dem grotesken Paar Nicolai Levashov „Svetlana de Rohan Levashova“ beschäftigt.

Diese Leute machen ein Vermögen und nähren ihr Ego. Aber warum folgen so viele diesem so offensichtlichen und manchmal wirklich nur peinlichen Schwachsinn? Ich meine, wer Sitchin ernstgenommen hat, sollte bei Amazon dringend ein neues Gehirn bestellen!

Die Menschen folgen den Lügnern in Scharen, weil sie belogen werden wollen. Die Wahrheit fliehen sie. Wahrheit zieht nämlich immer mehr Wahrheit nach sich und, das Wahrheit nichts anderes als Kontakt mit der Wirklichkeit ist, folgt daraus stets Arbeit (oder Liebe oder Wissenserwerb). Das schlimmste, was einem gepanzerten Organismus widerfahren kann: produktive Bewegung! Das Faszinosum, das diese Lügen für so viele Menschen darstellt, ist darin begründet, daß sie eine Karikatur der Wahrheit sind, sozusagen „folgenlose Wahrheit“. Es geht stets um Konzepte, die Reichs Entdeckungen sehr nahe kommen. Es dreht sich alles auf verkorkste Weise um „Lebensenergie“ oder etwa, wie bei Sitchin, um den Beginn der menschlichen Falle (die Ursprünge der menschlichen Panzerung) oder um den Christusmord. Das erklärt auch den sensationellen Erfolg von Schundromanen wie Assassini, Illuminati, Sakrileg und Da Vince Code. Mit den ungebildeten Lesern dieser Schundliteratur muß ich regelmäßig über allen möglichen hanebüchenen Unsinn „diskutieren“. Millionen Menschen leben in einem unwirklichen Paralleluniversum!

Von Anfang an hat dieser Müll die Orgonomie gefährdet. Trevor Constable, einst mit dem ACO verbundener Cloudbuster-Operateur, hat versucht, die Orgonomie mit der Anthroposophie zu verbinden. Neulich wurde hier auf David Brahinsky verwiesen.