Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS in drei Teilen (Teil 1)

24. Januar 2019

Reichs Buch Die Massenpsychologie des Faschismus setzt sich aus drei Teilen zusammen. Eine Einteilung, die durch die dilettantische Herausgeberschaft durch Mary Boyd Higgins mittels einer neuen Kapiteleinteilung zerstört wurde. Im Original von 1946 heben sich klar voneinander ab:

  1. Der modifizierte und ergänzte Text der Originalausgabe von 1933 (Kapitel 1 bis 8)
  2. Reichs Schrift aus dem Jahre 1935 „Masse und Staat“, ebenfalls modifiziert und ergänzt (Kapitel 9)
  3. Und schließlich Kapitel 10 über die Arbeitsdemokratie.

Teil 1 handelt vom schwarzen Faschismus – oder doch eher von dessen Ursprüngen in der sexualfeindlichen, autoritären christlichen Kultur. Alles dreht sich um die Ehre, weil man genau die verloren hat durch das nach oben Buckeln und nach unten Treten; durch eine verkorkste Sexualität, die einen kriecherisch und falsch macht. Eigenschaften, die man auf andere Gruppen projiziert. Bei den Nazis waren es die Juden. Heute sind es – die „Nazis“. Die NSDAP wurde ausschließlich durch den allen Mitgliedern gemeinsamen Antisemitismus vereint. Bei den sexuell verkorksten Mitgliedern der SPD (und den restlichen sozialdemokratisierten Systemparteien) ist es heute der „Kampf gegen rechts“. Sogar die Vernichtungsphantasien entsprechen sich: „Nazis raus!“ Das folgende Video sagt zu dem alles, was zu sagen ist:

Den zweiten Teil werde ich ausführlicher behandeln, weil er am wenigsten aktuell erscheint und, wenn ich das richtig sehe, kaum je beachtet wird.

Die Rote Fahne, Wien, 3. Februar 1932: MANN UND FRAU IN DER PROLETARISCHEN FAMILIE von Wilhelm Reich

22. Januar 2019

Wir müssen offen und ehrlich aussprechen was ist: Die Klassenbewußtheit der Mehrheit der Arbeiter reicht bis zur Tür des Hauses. Innerhalb der öden vier Wände, in der unmittelbaren Nähe des materiellen und sexuellen Elends, vergißt man leicht die Parolen, die auf den Fahnen der Revolution stehen. Die proletarischen Männer halten die Versklavung ihrer Frauen in geistiger und sexueller Hinsicht aufrecht. Es hat keinen Sinn, hier anzuschuldigen und zu verurteilen.

Aber es muß scharf und klar festgestellt werden, daß das übliche Verhalten von Mann und Frau in der proletarischen Familie die Konterrevolution im eigenen proletarischen Hause bedeutet. Wer trägt die Schuld? Das eheliche und familiäre Elend ist in der furchtbaren Lage der Arbeiterfamilie begründet. Die Arbeiterfrau ist nicht in der Lage, sich anständig und für den Mann sexuell anziehend zu kleiden; wenn sie im Fabriksbetrieb steht, leistet sie nicht nur Mehrwert für den Kapitalisten in der Fabrik, sondern auch zu Hause, denn sie muß überdies unbezahlt die ganze Hausarbeit verrichten.

Abgehärmt und körperlich verödet kann sie dem Mann nicht das bieten, was er nach anstrengender Arbeit zu Hause ersehnt. Der Mann wieder, verärgert von seiner Fabrikarbeit oder zermürbt durch jahrelange Arbeitslosigkeit, ist gereizt, brutal, wird leicht zum Trinker, das Daheim macht ihn nur noch mehr böse, und der geringste Anlaß führt zu dem jeden Bewohner einer Mietskaserne gewohnten „Familienleben“ des Arbeiters.

Hier hat die Trunksucht, hier hat das Verbrechen, hier haben die Gattenmorde ihre soziale Wurzel. Dazu kommt, daß der Arbeiter und die Arbeiterin, von der bürgerlichen Moral durchsetzt, sexuelle Besitzansprüche gegenseitig erheben, auch dann, wenn sie aneinander kein sexuelles Interesse mehr haben. In den Sexualberatungsstellen sieht man die lange Prozession der zerbrochenen Leben voller Jammer, Grausamkeit und ohne Ausweg, wie es auf den ersten Blick scheint. Gewiß keinen unmittelbaren für viele Einzelschicksale, Opfer der kapitalistischen Wirtschafts- und Sexualordnung.

Aber es gibt einen Ausweg: Die Arbeit jedes Einzelnen für die Änderung dieser Ordnung, für den Sturz des Kapitalismus. Es gibt Arbeiter, die die Parole der Gleichberechtigung der Frau schon jetzt ernst nehmen, die sich und die Frau politisch interessieren, die nachzudenken und miteinander zu verstehen anfangen, warum das alles so ist, warum sie einander zerquälen; statt einander zu beschuldigen und zu beschimpfen, lernen sie, den aufgespeicherten Haß gegen die herrschende Klasse zu richten, und sie werden Klassen- und Kampfgenossen.

Heute gelingt es nur wenigen, morgen wird es vielen gelingen, wenn wir uns nur mehr darum kümmern werden, wenn wir die Klassenbewußtheit auch in dieses geheimste Nest, das sich das Bürgertum im Proletariat gebaut hat, tragen werden. Es gilt, nicht nur von Kameradschaft zwischen Mann und Frau zu sprechen, sondern insbesondere auch die sexuellen Schwierigkeiten der proletarischen Ehe verstehen zu lernen, sich frei zu machen von der bürgerlichen Moral, soweit es die genossene „Erziehung“ erlaubt, und kampfentschlossen eine Atmosphäre bei den Unterdrückten zu schaffen, die ihnen ein Aufatmen ermöglicht.

Wir müssen die proletarische Ehefrage ebenso politisieren wie den proletarischen Gewerkschaftskampf, denn das Eheelend hat schon manchen Arbeiter seiner Gewerkschafts- und Parteiarbeit abspenstig gemacht, indem es ihm seine besten Kräfte raubte. Dann wird die Frau nicht keifen, wenn der Mann mal mit einer anderen poussiert oder in die Versammlung geht, und der Mann wird nicht so fest glauben, daß der Körper der Frau sein Eigentum ist. Dann wird er die Frau in Versammlungen mitnehmen und sie politisch interessieren. Dann erst kann die Grundlage dafür geschaffen werden, daß Mann und Frau, statt einander die Haare auszuraufen, ihre Wut gegen die herrschende Klasse richten können in gemeinsamer politischer Arbeit, zu der sie alle Kräfte brauchen. Aber täuschen wir uns nicht: Den großen Kehraus auch auf diesem Gebiet wird erst die soziale Revolution besorgen, die der Frau ihre vollen Rechte auf Geist und Körper wiedergeben wird.

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 7)

21. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.

Nun schließt sich der Kreis zur ursprünglichen Frage, wie wir mit der emotionalen Pest umgehen sollen, denn es gibt keine wichtigere Frage in unserer Existenz. Es ist keine leicht zu beantwortende Frage, denn die Pest ist so allgegenwärtig, so gut organisiert, im Außen und innerhalb der Charakterstrukturen der gepanzerten Kleinen Männer, dass bloße vorschriftsartige Rezepte mikroskopisch klein wirken. Die dem Menschen gestellte Aufgabe ist in der Tat gigantisch, wie Reich sagte, und die Flucht in Illusionen ist damit nachvollziehbar, aber sie muss um jeden Preis vermieden werden. Immer müssen wir am Anfang beginnen und mit der Hoffnung und sogar dem Glauben arbeiten, dass die gutartige Natur der uranfänglichen kosmischen Orgonenergie ultimativ triumphieren wird. Im unmittelbaren und praktischen Sinne, um die Dinge voranzubringen und eine endgültige Katastrophe zu verhindern, täten wir gut daran, einigen von Reichs Vorschlägen zu folgen, wie sie hier paraphrasiert werden:

  1. Enthülle die Mechanismen der emotionalen Pest – wie es diese Abhandlung versucht – und sequestriere sie, wo immer es möglich ist. Sei standhaft und mutig.
  2. Sei immer selbstkritisch, inwiefern wir selbst die emotionale Pest unterstützen und begünstigen, sei es aktiv oder durch Duldung.
  3. Lerne Ehrlichkeit und Anstand von raffinierter und durchtriebener Listigkeit zu unterscheiden.
  4. Schütze Kinder wann und wo immer du es rational kannst vor sexuellen Schuldgefühlen auf der einen und zügellosen Entstellungen auf der anderen Seite.
  5. Helfe auf rationale Weise andere von ihrem sexuellen Schuld- und Angstgefühl zu befreien, aber bekämpfe die Pornografie und fördere keine Perversion.
  6. Lerne mit Gegenwahrheiten umzugehen, denn die Pest benutzt allzu oft die Wahrheit, um das Gegenteil zu erreichen. Reich sagte: „Es gibt entscheidende GEGENWAHRHEITEN, die gegen ein Eindringen der Wahrheit geschützt werden müssen“ (3, S. 201)x. Der Freiheitskrämer ist der Erzvertreter des entsprechenden Missbrauchs der Wahrheit. Er ist es, der fruchtlose „Revolutionen“, Drogenkulturen, unnötige Kriege oder Verlust an Menschenleben, Selbstmorde, Anarchie und Chaos usw. hervorbringt. Er ist es, der ein freieres und besseres Land für seine unausgereiften rot-faschistischen „Ideale“ und Pest-Motive verraten und verkaufen würde. Um Reich weiter zu zitieren:

    Je besser die Gegenwahrheit verstanden wird, auf umso sichererem und soliderem Boden steht die Wahrheit. Und um die Gegenwahrheit zu finden, muss man oft den „Advocatus Diaboli“ spielen, sich mit dem Feind identifizieren und wie ein Schuft empfinden. . . . Die Gegenwahrheit ist manchmal grausamer als es je irgendeine Wahrheit sein könnte; sie ist jedoch gleichzeitig produktiver, wenn es um die letztendliche Verwirklichung der Wahrheit geht (3, S. 203)y.

  7. Reich hat erklärt, dass die emotionale Pest „den Polizeiknüppel notwendig macht. . . sie [aber] niemals mit dem Polizeiknüppel bewältigt werden [wird]“ (1, S. 249) z. Was möglicherweise sie schließlich meistern wird, ist eine zukünftige neue Generation genital gesunder Kinder, die in der Lage sind, rational und erfüllend zu lieben und zu funktionieren. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um auf dieses Ziel hinzuarbeiten, mit all der Verantwortung und Liebe, die wir aufbringen können. Wie Reich so stichhaltig ausführte:

    Der Pädagoge der Zukunft wird systematisch (nicht mechanisch) das tun, was jeder gute und aufrichtige Pädagoge heute tut: Er wird das lebendige Leben im Kind spüren, er wird seine besonderen Qualitäten erkennen und deren Entfaltung zur vollkommenen Blüte fördern. Solange die gesellschaftliche Anstrengung sich in so überwältigendem Maße gegen diese dem Menschen angeborene Fähigkeit zum lebendigen Ausdruck der Gefühle richtet, wie sie es gegenwärtig tut, steht der wahre Pädagoge vor einer doppelten Aufgabe: Er muss den natürlichen Ausdruck der Gefühle, die sich ja bei jedem Kind anders äußern, erkennen können, und er muss lernen, mit dem engeren und weiteren sozialen Umfeld fertigzuwerden, das sich diesen Zeichen des Lebendigseins in den Weg stellt. . . . Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass die Entwicklung langsam und schmerzhaft sein wird und dass sie uns viel abverlangt. Die emotionale Pest wird viele Opfer fordernα.

 

Anmerkungen des Übersetzers

x Christusmord, Zweitausendeins, S. 337.

y Christusmord, Zweitausendeins, S. 339f.

z Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 331.

α The Murder of Christ, Farrar, Straus and Giroux, Sixth printing, 1971, S. 8.
Christusmord, Zweitausendeins, S. 27.

 

Literatur

1. Reich, W.: Character Analysis. New York: Orgone Institute Press, 1949
Paperback edition, Noonday Press, New York

3. Reich, W.: The Murder of Christ. Orgone Institute Press, 1953

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 6)

19. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.

Nicht unähnlich dieser Errungenschaften und Taktiken der rot-faschistischen Pest sind die neuen (dennoch alten) Taktiken, die im Angriff auf Reich, der Orgonomie, das American College of Orgonomy und auf die Genitalität zur Anwendung kamen. Dies sind Taktiken, die wir in früheren Artikeln angedeutet und von denen wir gewarnt haben, sowohl zu Reichs Lebzeiten als auch heutzutage. In letzter Zeit sind sie jedoch voll entfaltet in den Vordergrund gerückt. Die darin verwickelten Taktiker offenbaren sich selbst auf verschiedene Art und Weise:

  1. Sie umgehen oder reduzieren die Bedeutung der Genitalität und der orgastischen Potenz.
  2. Sie wenden sich gegen den starken Antikommunismus Reichs und zerstören sein Konzept der „Freiheitshausierer“, seine Kritik an Liberalen und Linken und seine funktionelle Unterstützung bestimmter konservativer Kräfte und Programme.
  3. Sie sind empfindlich und kritisch gegenüber seinem Konzept der emotionalen Pest; insbesondere dem von Modju.
  4. Sie haben eine antikapitalistische, anti-amerikanische Ausrichtung.
  5. Sie halten Reich zumindest teilweise für verrückt, besonders während seiner letzten, der sogenannten Oranur-Periode.
  6. Sie sind entweder Proselytenmacher oder Eklektiker oder beides; und blind gegenüber der dem Eklektizismus innewohnenden Umgehung der Wahrheit.
  7. Sie sind häufig in einer marxistischen soziopolitischen Voreingenommenheit gefangen und verleihen Reichs funktionellem Konzept der Arbeitsdemokratie eine marxistisch-sozialistische Tendenz.
  8. Sie neigen dazu, ungeduldig oder verächtlich gegenüber Reichs Idee zu sein, dass gesunde „Kinder der Zukunft“ der Weg in eine bessere Welt sind; stattdessen entscheiden sie sich für gesellschaftspolitischen Aktionismus, der besonders kritisch gegenüber den USA ist.
  9. Sie geben häufig vor, gegenüber der Orgonomie freundlich gesinnt zu sein, und glauben sogar subjektiv, dass sie es sind, werden aber sehr wütend und höhnisch, wenn ihre Motive in Frage gestellt werden.
  10. Einige behaupten sogar, Reichs Orgasmus-Theorie und andere wichtige Erkenntnisse akzeptiert zu haben, um als „fair“ und „maßgeblich“ angesehen zu werden. Von diesem Standpunkt aus erhält ihre ultimative destruktive Kritik an orgonomischer Arbeit und Arbeitern eine zusätzliche Wirksamkeit.

Die Essenz ihrer Techniken stellt sich wie folgt dar:

  1. Das Schreiben von Büchern und Artikeln (in nicht-orgonomischen Zeitschriften), die ihnen die illusionäre Aura geben, eine „reichianische Autorität“ zu sein, ohne die Arbeit geleistet oder die strengen Qualifikationen erfüllt zu haben.
  2. Organisation und Teilnahme an verschiedenen Symposien und Treffen, die nicht autorisiert sind, sich scheinbar mit Reichs Werk befassen, aber so verzerrt oder ungenau sind, dass sie einen enormen Bärendienst leisten.14 Sie sind wahllos in Bezug auf Teilnehmer und Publikum.
  3. Die Verunglimpfung und Diffamierung von authentischen orgonomischen Arbeitern, um ihre eigene illusorische Autorität zu erhöhen und desto besser die Orgonomie zu zerstören.
  4. Das Missverstehen und der Missbrauch bestimmter funktionell bedeutender Zitate von Reich, wie sein Misstrauen gegenüber Organisationen, um ein schlechtes Licht auf orgonomische Arbeiter oder das American College of Orgonomy zu werfen. Die Gegenwahrheit wird, wie bei allen anderen Verzerrungen, ignoriert; d.h., die Gründung des American College of Orgonomy war der Wunsch Reichs, und rationale, arbeitsdemokratische Organisationen sind möglich und wünschenswert. Dennoch werden dieselben Kritiker ihre eigenen unqualifizierten und nicht autorisierten Organisationen bilden. Die Kritik an der authentischen Gruppe soll den Eindruck erwecken, dass es keine gültigen Organisationen und Autoritäten gibt, was ihnen die Freiheit gibt, ihre Gültigkeit und Autorität in Zukunft zu deklarieren und noch mehr Chaos hinsichtlich der Orgonomie zu verursachen.
  5. Man kann mit einer Unmenge von nicht autorisierten „Reich“-Zeitschriften rechnen, die vermutlich dazu bestimmt sind „alle Fraktionen zu vereinigen“, die aber tatsächlich die Substanz der Orgonomie zu zerstören trachten. Sie sind und werden eklektisch sein, mystisch, verzerrt und ungenau. Sie werden Prioritäten für sich beanspruchen, die nicht ihre eigenen sind und für Befunde werben, die nicht stichhaltig sind. Die Elemente von Macht, Ungeduld und Narzissmus werden in ihrer Arbeit offensichtlich sein. Es ist selbstredend wichtig, eine abwertende Verwendung des Begriffs „emotionale Pest“ zu vermeiden, aber wenn der Beweis für Pest so klar ist, das Eindeutigkeit vorliegt, ist es ebenso wichtig, die Motive des gegenwärtigen „no-see-em“w zu entlarven und zu verurteilen. Wir müssen ihnen und der Welt zeigen, dass wir „sie sehen“. Was hinter ihrem Verhalten steckt, ist bösartiger Hass auf Reich und die Orgonomie, weil er ihnen das „Gelobte Land“ gezeigt hat, das sie nicht durchqueren konnten.

 

Anmerkungen des Übersetzers

w Ein feststehender Begriff bei Reich („Modju at Work in Journalism“, Orgone Energy Bulletin, 5, 85-89, 1953). Modju ist wie die „no-see-em“ – in Maine ein Wort für kleine, unsichtbar bleibende Moskitos – „niemand sieht sie“. [Anmerkung PN]

Fußnoten

14 Vgl. die Kritik des Esalen-Symposiums von Dr. Arkady Kheffe in dieser Ausgabe.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 5)

17. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.

12. Die emotionale Pest kann sich als „freundlich“, „fair und objektiv“, „offen für Dialog und Verhandlungen“ usw. ausgeben, um das genaue Gegenteil dieser altruistischen Beteuerungen zu erreichen.

Wiederum sagt Reich:

Der pestilente Charakter . . . wird ein Meister in List, Schlauheit und „Know-how“ im reibungslosen Umgang mit Menschen sein. . . . Er wird ein „guter Kerl“ sein, die Leute werden ihn mögen, er wird einen ehrlichen und geradlinigen Eindruck hinterlassen und er wird subjektiv wirklich meinen, was er sagt (4, S. 166).

Wir alle haben schon viele solcher Charaktere in unserer Alltagswelt kennengelernt. Sie breiten sich in allen Lebensbereichen aus, insbesondere in der Politik und in der Außenpolitik. Die „Entspannungspolitik“ der kommunistischen Welt10; die lächelnden, fröhlichen Gesichter der Mörder des Lebens („Man kann lächeln, und immer lächeln, und doch ein Bösewicht sein!“ – Shakespeare)r. Doch all diese Nettigkeit ist nur eine Taktik: zu täuschen, um effektiver zu zerstören. Die „Dialoge“ und „Verhandlungen“ sind nur dazu gedacht, auf Zeit zu spielen, um die richtige Position zu erarbeiten, von der aus man unerwartet und hart zuschlagen kann. Es versetzt diejenigen, die wirklich verstehen, was geschieht, in die schwierige Lage scheinbar „paranoid“ und „verrückt“ zu sein oder „überempfindlich“ auf „eingebildete“ Verhältnisse „überzureagieren“. Schauen Sie sich von neuem die Qualen von Solschenizyn und die Vergeblichkeit seiner Botschaft in unserer Zeit der „Entspannung“ an. Im Bereich der Orgonomie waren viele so genannte Freunde destruktive Feinde.

13. Die emotionale Pest wird versuchen, die Menschen vom Wesentlichen abzulenken, um dem Wesentlichen auszuweichen. Dies kann bewerkstelligt werden mittels bürokratischer Unannehmlichkeiten; Humor und Spott; Mystizismus und Sektiererei; mechanistische Anwendung von funktionell errungenem Wissen (z.B. die zeitgenössischen „Körpertherapien“); Eklektizismus (meist im Namen der „Offenheit“ und „Objektivität“ über alle Erkenntnisse hinweg ohne Rücksicht auf die Einhaltung der Grundprinzipien des Pioniers oder Gründers) usw. Ironischerweise und doch verständlich, je näher die Pest der Wahrheit kommt, die sie nicht ertragen kann, desto mehr wird sie sich gegen die Hoffnung, die das Lebens bietet, mit einer mörderischen Rache wenden. Reich stellte in The Murder of Christ fest (3, S. 119)s: „Er wusste, dass man ihn verraten würde, und er wusste sogar, dass der Verrat durch einen seiner engsten Freunde begangen würde.“

Es gibt einen weiteren Aspekt der emotionalen Pest, der für das Überleben in unserer Zeit am gravierendsten ist. Es ist die teuflische Fähigkeit der Pest, sich an veränderte Bedingungen anzupassen – nicht unähnlich der Fähigkeit bestimmter toxischer Mikroorganismen, Immunitäten gegen Antitoxine zu entwickeln und in einer neuen und immer destruktiveren Form zurückzukehren. Zur Veranschaulichung: Als bestimmte Verfahren und Ereignisse die Kräfte des Roten Faschismus an einer möglicherweise schnellen Übernahme der Freien Welt hinderten, entwickelten sie alternative Techniken und Strategien, die – seit der Berliner Blockade durch die Sowjets und der Belagerung von Formosa, Quemoy und Matsu durch die chinesischen Rotent –heute unaufhaltsam zu den kubanischen, nahöstlichen, südostasiatischen und mediterranen europäischen Ereignissen führten u; nicht zu vergessen die faktische Verkrüppelung der amerikanischen Geheimdienst- und Sicherheitsorgane und die zunehmende kommunistische Infiltration in wichtige Bereiche dieser Nation.11 Trotz dieser Tatsachen haben wir Rotchina anerkannt; etablierten eine „Entspannung“ mit der Sowjetunion; Handelsabkommen und Weizengeschäfte mit Russland, die die US-Wirtschaft ungünstig beeinflussen12; den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch mit Russland, trotz seiner Unterdrückung der Juden, aufrechterhalten – und untergruben sogar unsere Effektivität und Verhandlungsmacht im Interesse dieser „Entspannung“.13v In der Zwischenzeit brüskieren wir unsere Freunde (Solschenizyn) und ignorieren die zeitgenössischen Opfer der Gulags und der versklavten Nationen der Roten Faschisten, die wir sogar mit der Unterzeichnung des Helsinki-Abkommens unterstützen.

 

Fußnoten

10 Eine Meldung der New York Times vom 17. September 1975 berichtete: „Leonid I. Breschnew, der Führer der sowjetischen kommunistischen Partei, hat gegenüber den osteuropäischen Führern betont, dass die Bewegung zur Verbesserung der Beziehungen zum Westen ein taktischer Politikwechsel sei, der es dem Sowjetblock ermögliche, seine Überlegenheit in den nächsten 12 bis 15 Jahren zu etablieren.“

11 Ein weitgehend ignorierter Abschnitt des Berichts der Rockefeller-Kommission über CIA-Aktivitäten (Kapitel 2: „The Need for Intelligence“) besagt: „Die Zahl der kommunistischen Regierungsbeamten in den Vereinigten Staaten hat sich seit 1960 verdreifacht und nimmt immer noch zu.“

12 Eine Meldung der New York Times aus Moskau (10. Juli 1975) erklärt: SOWJETS SEHEN GEWINNE IN DEN (WIRTSCHAFTLICHEN) NÖTEN DES WESTENS.

13 Vgl. Brief an die New York Times (13. Juli 1975) von Beverly Sills und David Bar-Illan.

 

Anmerkungen des Übersetzers

r Hamlet, Prinz von Dänemark, Übersetzung F.L. Schröder.

s Christusmord, Zweitausendeins, S. 210.

t Quemoy: Inselgruppe vor dem rotchinesischen Festland, die zu Taiwan gehört und von 1949-1979 ständigen Angriffen ausgesetzt war.
Matsu-Inseln: Ebenfalls eine Inselgruppe vor dem rotchinesischen Festland, die zu Taiwan gehört. 1958 Bombardement durch Rotchina.

u Dazu einige Angaben:
Kuba: Einführung kapitalistischer Anreize in der Produktion. Höhere Abhängigkeit vom Ostblock. Militärische Beteiligung am Jom-Kippur-Krieg.
Naher Osten: Oktober 1973, Ägypten und Syrien greifen Golanhöhen und am Suezkanal die israelische Front an, womit der Jom-Kippur-Krieg beginnt. Mit der Anhebung des Ölpreises um 70 Prozent, den die OPEC beschlossen hatte, beginnt die erste große Ölkrise. Von sieben arabischen Ölländern wird ein Ölboykott gegen die USA und gegen die Niederlande verkündet.
Die PLO wird unter Jassir Arafat als Vertreterin für das palästinensische Volk anerkannt.
Südostasien: Waffenstillstand in Vietnam. Bürgerkrieg in Kambodscha.
Mediterranes Europa: Portugal: Linker Militärputsch 1974 (Nelkenrevolution).
Griechenland: Juli 1974 kommt es zum Zusammenbruch der griechischen Militärdiktatur.

v Zu Fußnote 13:
Beverly Sills (1929-2007), US-amerikanische Opernsängerin.
David Bar-Illan (1930-2003), israelischer Pianist, Autor und Kolumnist.

 

Literatur

1. Reich, W.: Character Analysis. New York: Orgone Institute Press, 1949
Paperback edition, Noonday Press, New York

3. Reich, W.: The Murder of Christ. Orgone Institute Press, 1953

4. Reich, W.: „Truth Versus Modju“, Orgone Energy Bulletin, 4: 162-170, 1952

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 4)

15. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.

9. Die emotionale Pest vermittelt ein besonderes „Gefühl“ oder hat einen besonderen „Geruch“. So wie der einfache Neurotiker seine Symptome als ich-fremd erlebt, so erlebt auch der gesündere und anständigere Mensch die Anwesenheit und Aktivität der Pest als Störung in der Atmosphäre. Hier kommen die orgonotischen Sinne ins Spiel und die Stimmung und der Geruch einer Situation werden deutlich. Shakespeare sagte es prägnant in Hamlet: „Es ist etwas faul im Staate Dänemark.“ Man kann ein gut funktionierendes und kooperatives Verhältnis zu einer Arbeitsgruppe haben und doch plötzlich das Gefühl haben, dass etwas schief gelaufen ist. Modju hat die Szene betreten. Es gibt Uneinigkeit und Zwietracht, Chaos, Verwirrung und sogar Lähmung. Die Atmosphäre ist schwer und DOR-artig. Es herrscht tatsächlich eine übelriechende Atmosphäre und ein Gefühl der Hilflosigkeit. Sobald die Quelle ans Licht gebracht und entfernt wurde, klärt sich die Atmosphäre und das harmonische Funktionieren kehrt zurück. Dies ist ein energetisches Phänomen, ganz abgesehen von normalen Meinungsverschiedenheiten in Beziehungen, die sich durch gegenseitigen Respekt und Höflichkeit und durch die Unterordnung unter einer Aufgabe, was auch immer sie sein mag, auszeichnen. Als Hochschullehrer eines Kurses über Leben und Werk von Wilhelm Reich bin ich oft auf Unterschiede zwischen rationalen, ernsthaften Meinungsverschiedenheiten (mit der Absicht des Verstehens) und der Aktivität der emotionalen Pest, die verwirrend und hemmend wirkt, gestoßen. Häufig wird die letztere Art von Aktivität durch das Vortäuschen von Interesse an einem Aspekt (normalerweise politisch) von Reichs Arbeit charakterisiert, der nicht ausreichend ausgebreitet wurde oder der in einer Weise präsentiert wurde, die nicht mit der Ideologie der protestierenden Studenten übereinstimmte.8

10. Die emotionale Pest provoziert bewusst die unkontrollierte Freisetzung von sekundären Trieben. Dies ist teilweise motiviert als Instrument allgemeiner sozialer Destruktivität, teils als Instrument der direkten oder stellvertretenden Freisetzung um ihrer selbst willen. Da emotionale Pest-Individuen ein hohes Energieniveau, ebenso aber eine geringe Kapazität für die natürliche Freisetzung dieser Energie haben, suchen sie ständig nach Ersatz- und pathologischen Wegen, um sie freizusetzen. Das Schüren der sozialen Destruktivität unter irgendeinem Vorwand (in der Regel etwas, was im Interesse der Menschheit zu sein scheint) verschafft der Pest eine bequeme Tarnung für ihre wahren Motive. Die emotionale Pest wird sich mit verschiedenen anderen Pesterscheinungen, wie z.B. einer „Volksfront“ gegen Freiheit und Leben – oft im Namen von Freiheit und Leben – koordinieren. Dies kann entweder durch direkte, aktive Teilnahme oder durch passive Duldung geschehen. Der liberale Charakter ist besonders schuldig an den letztgenannten Erscheinungen.9 Reich erklärt:

Und der pestinfizierte Schädling erhält Rückendeckung durch die Prinzipien eines falsch verstandenen Liberalismus, der auf unbewusster Sympathie [kursiv von mir – P.M.] mit der Pest oder auf der Angst vor ihr basiert. . . . Wieder einmal zeigt der Kleine Mann Bewunderung für die Gerissenheit und Schlagkraft der Pest, die mit starker Hand die Bedeutung des wahren Liberalismus zu der unsinnigen Forderung verkehrt hat, wir müssten Mörder und Diebe und Gestalten, die uns nach dem Leben trachten, des nachts um unser Haus schleichen lassen, ohne ihnen mit der Waffe entgegenzutreten (3, S. 186)p.

11. In seinem Artikel „Truth Versus Modju“ (4) beschreibt Reich die Methode, mit der die emotionale Pest bzw. der „pestilente“ Charakter als Zünder fungiert, um ähnliche Potentiale und Reaktionen bei anderen zur Explosion zu bringen. Zu diesen anderen gehören die breite Öffentlichkeit, der Staatsdiener und sogar das vorgesehene Opfer selbst, die auf bestimmte Weise auf den Pestangriff reagieren und ihn eigentlich unterstützen. Wesentlicher Bestandteil ist hier eine Form der Unbeweglichkeit bzw. Duldung, die rationalisiert wird, um sich nicht mit dem Schmutz der Pest zu verunreinigen. Eine solche Haltung kann für die Mächte des Bösen sehr hilfreich sein, denn es gibt nichts, was sie mehr fürchten, als dem Tageslicht ausgesetzt zu sein. So harsch es klingen mag, diese Haltung des Pestopfers ist des Opfers eigene Pest bei der Arbeit. Dr. Reich hat es so erklärt:

Der Feind ist mitten unter uns. . . . Der Feind ist eure heimliche Sympathie für den Mörder des Lebens; eine Sympathie, die auf eurer Angst vor tiefer Trauer und ausgelassener Freude basiert. . . . Aus diesem Grunde schützt ihr die Pest und faselt von der Liebe zu eurem Nächsten (3, S. 187-188)q.

 

Fußnoten

8 Vgl. „Attack by the Radical Left“ von John Bell, Journal of Orgonomy, Jg. 8, Nr. 1, Mai 1974.

9 Vgl. Artikel von Paul Mathews in Jahrgang 1, Jahrgang 4, Nr. 1 und Jahrgang 8, Nr. 2 des Journal of Orgonomy, die sich mit liberaler Charakterologie befassen und Kapitel 13 von Man in the Trap von Elsworth F. Baker (7).

 

Anmerkungen des Übersetzers

p Christusmord, Zweitausendeins, S. 312f.

q Christusmord, Zweitausendeins, S. 314f.

 

Literatur

3. Reich, W.: The Murder of Christ. Orgone Institute Press, 1953

4. Reich, W.: „Truth Versus Modju“, Orgone Energy Bulletin, 4:162-170, 1952

7. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan Co., 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 3)

13. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.

6. Das emotionale-Pest-Individuum ist sadistisch und pornographisch (1, S. 260)j; es leidet gleichzeitig an sexueller Lüsternheit und sadistischem Moralismus.3 Die Lüsternheit ist auf die übermäßige Menge an aufgestauter Energie zurückzuführen und der Moralismus ist der Versuch, damit fertig zu werden, indem er den natürlichen sexuellen Ausdruck bei anderen einschränkt. Das von der Pest heimgesuchte Individuum kann diesen dichotomen Aspekt seiner Charakterstruktur in einer der beiden Weisen ausdrücken. Der eine wird offen moralistisch und heimlich pervers sein; der andere offen pornografisch und unbewusst moralistisch. Die sadistischen Aspekte von pornographischem Material sind merkwürdigerweise Ausdrücke des verdrängten und sadistischen Moralismus. Auf diese Weise sagt der Pornograf: „Das ist, was ich dir für deine Sexualität gerne antun würde!“ Die einzige Sache, die alle Pornographie vermeidet, ist der Ausdruck und die Darstellung von natürlicher Zärtlichkeit und Liebe. Das liegt daran, dass die Liebe unerträgliche Gefühle weckt, die die Spannung und Angst steigern, während der Sadomasochismus temporäre, wenn auch unergiebige, kleine Entladungen erlaubt. Solche prägenitalen Entladungsmodi erzeugen stets mehr Spannung als sie auflösen. Auf die Dauer erhöht die ständige kumulative Frustration die Pathologie und die biopathische Symptomatik. Dies führt wiederum zu Verzweiflung und zur Suche nach wechselnden anormalen Entladungen durch soziale Destruktivität, pharmakologische Sedierung usw. Reich erklärt (zum genitalen Charakter): „(…) Freude am Miterleben des Liebesglücks anderer ist ihm eine strukturelle Selbstverständlichkeit; ebenso Indifferenz gegenüber Perversionen und Abscheu gegen Pornographie“ (1, S. 259) k.

7. „Wir werden sofort sehen, dass es gerade die wichtigsten Lebensgebiete sind, auf denen sich die Pest betätigt: Mystizismus in seiner destruktiven Form; passive und aktive Autoritätssucht; Moralismus; Biopathien des Lebensnervensystems; parteiliches Politikantentum; die familiäre Pest (‚Familitis‘); sadistische Erziehungsmethoden, masochistische Duldung solcher Erziehungsmethoden oder kriminelle Rebellion dagegen [kursiv hinzugefügt]; Tratsch und Diffamierung; autoritärer Bürokratismus; imperialistische Kriegsideologie; alles, was unter den amerikanischen Begriff ‚Racket‘l fällt; kriminelle Antisozialität; Pornographie; Geldwucher, Rassenhass“ (1, S. 252)m. Dieser Abschnitt spricht für sich selbst, aber um ihn zu aktualisieren, möchte ich speziell die Manifestationen der Pest anfügen in so wichtigen Bereichen wie: den Medien4n, sowohl Nachrichten als auch Unterhaltung; dem kontaktlosen Bildungssystem; mechanistischen Experimenten; der liberalen linken Ideologie; und den Leitungsgremien aller Nationen; einschließlich in letzter Zeit die der USA, in denen ein starker Trend zur Beschwichtigung und Anpassung an die Roten Faschisten in vielen Bereichen zu beobachten war, von sogenannten Entspannungstendenzen bis zu Weizenverkäufen, Annäherung an Kuba, der Aufgabe von Freunden und loyalen Verbündeten usw.5 Der Nobelpreisträger Alexander I. Solschenizyn, der die Übel des Roten Faschismus sowohl in Stalins Gulag als auch unter Breschnew, dem heutigen Land der „Entspannung“, persönlich erlebt hat, hat den Westen und insbesondere die USA vor Verständigung mit den Roten gewarnt. In einer Rede auf dem Kongress des AFL-CIO in Washington, D.C., sagte er am 30. Juni 1975:

Sie müssen die Natur des Kommunismus verstehen, alle Lehren Lenins lauten, dass jeder ein Narr ist, der nicht nimmt, was vor ihm liegt. Wenn du es nehmen kannst, nimm es. Wenn Du angreifen kannst, greif an. Aber wenn es eine Mauer gibt, dann geh zurück. Und die kommunistischen Führer respektieren nur Entschlossenheit und verachten und lachen über die Menschen, die ihnen ständig nachgeben. . . . Und ich rufe euch gewöhnliche Arbeiter Amerikas auf . . . werdet nicht weichlich. Lasst euch nicht in die falsche Richtung führen. Lasst uns den Prozess der Zugeständnisse verlangsamen und den Prozess der Befreiung unterstützen.

Des weiteren warnte Solschenizyn den Westen bei einem Dinner des AFL-CIO in New York vor der zunehmenden militärischen Überlegenheit der Sowjetunion, unterstützt durch die amerikanische Handelspolitik.6 Er zeigte seine Fähigkeit zum funktionellen Denken und erklärte: „Die Amerikaner beobachten das Spielfeld sehr genau, sind aber so sehr mit abstrakten Strategien beschäftigt, dass sie nicht zu bemerken scheinen, dass ihre Bauern alle genommen wurden, ihre Springer in Gefahr sind und das Spiel fast vorbei ist.“

Er sagte weiter, dass die Amerikaner nicht in das Gesicht7o des Gegners blicken – „das Gesicht eines Mörders“, wie er es ausdrückte; und wir nicht verstehen, dass, wenn der Gegner in Gefahr ist zu verlieren, „er eine Axt herausnehmen und die Angelegenheit regeln wird“. „Ist es möglich oder unmöglich“, fragte er, „die Erfahrung derer, die gelitten haben, an diejenigen weiterzugeben, die nicht gelitten haben?“ „Ist es möglich“, fuhr er fort, „irgendjemanden vor drohender Gefahr zu warnen? . . . Aber diese stolzen Wolkenkratzer stehen und sie glauben weiterhin, dass es hier nicht passieren wird. Nur wenn es ihnen zustößt, werden sie wissen, dass es wahr ist.“

 

Fußnoten

3 Moralismus bezieht sich in diesem Zusammenhang auf das, was Reich Zwangsmoral nannte und ist nicht mit sexuellem Ethos zu verwechseln, der ein natürlicher Bestandteil eines gesunden Sexualverhaltens ist.

4 Ich empfehle die Durchsicht vergangener Ausgaben des AIM Report (Accuracy in Media, Inc.; 777 14th Street, N.W., Suite 427, Washington, D.C. 20005), insbesondere die Ausgabe vom April 1975, in der es um Medienverzerrungen geht, die den Roten Faschismus in Südostasien und anderswo begünstigen; und den Artikel mit dem Titel „The Strange Case of Kim Il Sung’s Ad“ in der Ausgabe vom Juli 1975 (der auch als Anzeige in der New York Times veröffentlicht wurde) über bestimmte Inkonsistenzen in der Werberichtlinie der Time, wenn es um die Förderung der rotfaschistischen Propaganda geht.

5 Die kommunistische theoretische Zeitschrift Political Affairs forderte in ihrer Ausgabe vom Juni 1975, dass kommunistische Kongressabgeordnete hinter ihren Masken der Demokratischen und Republikanischen Partei hervortreten und als offene Kommunisten in der Legislative fungieren sollten. Dies war ein Bericht über eine Rede von Generalsekretär Gus Hall von der Kommunistischen Partei der USA, ein mutiges und offenes Eingeständnis der KP und ein Hinweis darauf, wie günstig sie das gegenwärtige politische Klima für ihre Interessen empfinden.

6 Eine UPI-Meldung aus London, die in der New York Daily News vom 21. August 1975 veröffentlicht wurde, berichtet: „Die Sowjetunion hat in den letzten 10 Jahren 50% mehr als die USA für den Marineschiffbau ausgegeben und die noch wachsende russische Flotte kann nur für aggressive Aktionen bestimmt sein, so das maßgebliche Nachschlagewerk Jane‘s Fighting Ships.“ Die New York Times vom 10. August 1975 berichtet auch, dass Rotchina eine „Großmacht-Marine“ aufgebaut hat. Siehe auch aktuelle Ausgaben von Intelligence Digest, veröffentlicht von Intelligence International, Ltd. 17 Rodney Road, Cheltenham, Glocestershire, England.

7 Beachten Sie, wie funktionell Solschenizyn hier ist und sich an Reichs Diktum in Murder of Christ (3, S. 187) anlehnt: „. . . in den Gesichtern lesen und zwischen dem Ausdruck eines Halunken und dem einer ehrlichen Seele unterscheiden.“

 

Anmerkungen des Übersetzers

j Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 343/44.
„(…) er kann strukturell nicht anders als pornographisch-lüstern und sadistisch-moralisch zugleich sein.“

k Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 342.
Der deutsche Text ist länger, deswegen hier nach der englischen Übersetzung gekürzt.

l Klamauk, Getöse, Lärm, Krawall, Krach, Gaunerei, Schwindelgeschäft, Rabatz, Gedudel, Spektakel, Betrügerei, Radau, Rummel, unlauteres Unternehmen.

m Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 335.
[Kursiv von Mathews.]

n AIM Report der Fußnote 4: https://aim.org/publications/aim_report/1975/75_04_4.html

o Christusmord, Zweitausendeins, S. 314.

Literatur

1. Reich, W.: Character Analysis. New York: Orgone Institute Press, 1949
Paperback edition, Noonday Press, New York

3. Reich, W.: The Murder of Christ. Orgone Institute Press, 1953

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest (Teil 2)

11. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.

Reich hat behauptet, dass das Verstehen und die Beherrschung der emotionalen Pest und ihrer vielfältigen Mechanismen Vorrang vor allen anderen Problemen des Menschen haben sollte, denn bis dies ausreichend erreicht sei, werde der Mensch niemals hoffen können seinen Fortschritt und sein Überleben in irgendeinem seiner Bemühungen aufrechterhalten zu können. Um nochmals zu zitieren: „Vielmehr wird es notwendig sein, die durch die Pest indizierten Reaktionen jedes einzelnen eingehend zu beschreiben, um Erziehern und Ärzten das für ihre Arbeit erforderliche detaillierte Wissen zu vermitteln“ (3, S. 9)d. Außerdem: „Gegenwärtig ist die Aufklärung des Christusmordes wichtiger als die wunderbarsten Kinder, die wir vielleicht heranziehen können“ (3, S. 7)e. Und zu guter Letzt: „Die Unerkanntheit der emotionellen Pest war bisher ihr sicherster Schutz. Demzufolge ist anzunehmen, dass die genaue Erforschung ihres Wesens und ihrer Dynamik diesen Schutz einreißen wird“ (1, S. 224)f. Nun, als Ausgangspunkt für die Aufdeckung einiger dieser Pestmechanismen, lassen Sie uns einige grundlegende Fakten über die emotionale Pest untersuchen, wie Reich sie lehrte, insbesondere in den Werken Character Analysis, The Murder of Christ, People in Trouble, und Listen, Little Man! und in Artikeln wie „Truth Versus Modju“ (4) und „Modju at Work in Journalism“ (5):

1. Die emotionale Pest ist eine Biopathie und hat keine diffamierende Bedeutung.

2. Sie ist das Produkt eines biologisch hohen Energieniveaus und einer unzureichenden Fähigkeit es zu entladen, aufgrund orgastischer Impotenz und Panzerung. Der Pestcharakter oder Modju leidet an einem unüberwindbaren Beckenblock.

3. Es besteht eine Inkongruenz zwischen seinen Handlungen und den für diese Handlungen angegebenen Gründen. „Das wahre Motiv wird immer verdeckt und durch ein scheinbares Motiv ersetzt“ (WR). Dieses Symptom hat viele Erscheinungsformen und Beispiele innerhalb des gegenwärtigen sozialen Schauplatzes. Was ist zum Beispiel der Grund für die Weigerung des Präsidenten, Solschenizyn zu sehen?g Was ist Indira Gandhis erklärter Grund für die Errichtung einer diktatorischen Kontrolle über Indien? Welche Gründe geben die Rotchinesen für eine Gegnerschaft zur Masturbation an (6)? Was ist der Grund, warum die American Psychiatric Association erklärt, dass Homosexualität keine Krankheit ist?1 Welche Gründe bieten die Apologeten für die Gräueltaten der Kambodschaner gegen ihr eigenes Volk an? Was ist die wirkliche Bedeutung von Watergate, der Entspannung, der Überprüfung der CIAh sowie der Abschaffung der meisten inländischen Sicherheits- und Nachrichtendienste der US-Regierung? Was ist die wahre Bedeutung der Helsinki-Abkommen und der Trend zur Annäherung an das kommunistische Kuba? Wie werden kleinere Verstöße und Missbräuche vorsätzlich genutzt für das Auferlegen unendlich größerer? Auf dem richtigen Verständnis dieser Fragen kann sehr wohl das Überleben der Menschheit beruhen.

4. Die emotionale Pest kann die Aufdeckung ihrer Motive, insbesondere ihrer Mechanismen, nicht tolerieren. Sie reagiert auf diese Bloßstellung mit extremer Angst und großer Wut. Es ist kein Zufall, dass Reichs Kritiker und Pseudobiographen sein Konzept von MODJU (dem absolut tödlichen Pestcharakter) und des ROTEN FASCHISMUS (der obersten Organisation der Modjus) vermieden haben. Der Begriff und seine Beschreibung traf sie zu direkt. Auch hier sind die angegebenen Gründe nicht die wirklichen. Diese Kritiker2i behaupten, dass Reich entweder zu Beschimpfungen greift (womit er sein eigenes diesbezügliches Verbot verletzt) oder fanatisch antikommunistisch ist. Sie verstehen nicht, dass das Erkennen einer tödlichen Seuche als ein medizinisches Problem es nicht ausschließt, sie mit allen verfügbaren Mitteln zu bekämpfen. Das Individuum, das Träger der emotionalen Pest ist, ist unweigerlich ein lebensfeindliches Individuum und die Institutionen und Systeme, die es im Interesse seiner Krankheit organisiert, sind gleichwie zerstörerisch. Die Pest zu tolerieren ist selbst eine Pestreaktion, es sei denn, das ist eine vorübergehende Methode, um ein größeres Übel abzuwehren. Es ist zum Beispiel besser, einige der Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten des amerikanischen Systems zu tolerieren, als der rotfaschistischen Welt zu erliegen.

5. Aufgrund der Impotenz der Massen wird die emotionale Pest periodisch zu einer Pandemie. Genau wie bei Individuen sucht die angesammelte nicht entladene Orgonenergie in Massen von Menschen eine sekundäre Entladung. Diese Entladung kann entweder sadistischer Natur sein (nach außen ausgedrückt), wie es in Kriegen und Verfolgungen der Fall ist, oder masochistisch (nach innen ausgedrückt), wie in Massenepidemien von Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Perversion usw. Die größeren, organisierten Pestepidemien greifen dann zu diesen Möglichkeiten, ihren Willen durchzusetzen. In letzter Zeit haben wir gesehen, wie die rot- und schwarzfaschistischen Pestepidemien das Elend und die Pestreaktionen der Massen zu ihren eigenen Vorteilen genutzt haben. Wegen ihrer Intoleranz gegenüber dem Leben begünstigen und propagieren sie die Mittel für diese Pestreaktionen, insbesondere in Gebieten wie den USA, die gesünder sind als ihre.

 

Fußnoten

1 Ein Artikel der New York Times (15. Juni 1975) enthüllte, dass die National Gay Task Force einen von höchsten APA-Führern unterzeichneten Brief konzipiert und bezahlt hatte, um eine positive Abstimmung für die Erklärung zu erreichen.

2 Vgl. Werke von David Boadella, Charles Rycroft, Jerome Greenfield usw.

 

Anmerkungen des Übersetzers

d Christusmord, Zweitausendeins, S. 28.

e Christusmord, Zweitausendeins, S. 26.
Kursiv von Mathews (ohne Hinweis).

f Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 336.

g Siehe: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41458173.html

h Die Rockefeller-Kommission wurde 1975 von Präsident Gerald Ford eingesetzt, um die Aktivitäten der CIA und anderer Geheimdienste innerhalb der USA zu untersuchen.

i David Boadella: Wilhelm Reich: The Evolution of His Work, 1973.
Charles Rycroft: Wilhelm Reich (Modern masters), 1972.
Jerome Greenfield: Wilhelm Reich vs. the U.S.A., 1974.

 

Literatur

1. Reich, W.: Character Analysis. New York: Orgone Institute Press, 1949
Paperback edition, Noonday Press, New York

3. Reich, W.: The Murder of Christ. Orgone Institute Press, 1953

4. Reich, W.: „Truth Versus Modju“, Orgone Energy Bulletin, 4: 162-170, 1952

5. Reich, W.: „Modju at Work in Journalism“, Orgone Energy Bulletin, 5, 85-89, 1953

6. „Sex Manuals Issued by China Sell Fast“, New York Times, 20. Juli 1975

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest* (Teil 1)

9. Januar 2019

von Paul Mathews, M.A.**

Würde man fragen: „Was war historisch gesehen das größte Problem der Menschheit“, so gäbe es sicherlich eine Vielzahl von Antworten. Einige mögen feststellen, dass es die Bezwingung von Krankheiten war, andere, die Verhinderung von Kriegen und das Erreichen von Kooperation, Brüderlichkeit und gegenseitiger Verständigung. Reichs Antwort war einzigartig: die emotionale Pest. Diese Pest des gepanzerten Menschen wurde von Reich als eine emotionale und charakterologische Biopathie definiert, die sich zerstörerisch auf dem sozialen Schauplatz ausdrückt (1). Die emotionale Pest blockiert nicht nur die Lösung der Probleme des Menschen, sondern sie verkompliziert diese und schafft neue. Es ist ein Muster, das Reichs Beschreibung der Schichten und Verflechtungen der neurotischen Struktur des Menschen nicht unähnlich ist (1, S. 322f)a. Diese komplexen Verflechtungen von emotionalen Pestmechanismen dienen dazu, die wahre Natur eines Problems so zu verschleiern, dass es nicht mehr zu lösen ist und es immer schwieriger wird, zu seinen Wurzeln zu gelangen. Das Ziel ist immer die Verfolgung von Wahrheit, Liebe und Leben. Nehmen wir zum Beispiel die geschickte Art und Weise, in der die Wahrheit Solschenizyns durch die emotionale Pest in den Medien und in der gegenwärtigen Administration der US-Regierung erstickt und erdrosselt wurde (2).

Die emotionale Pest ist die heimtückischste Abwehr des Menschen, seine ultimative Waffe gegen sich selbst, seine Freiheit und sein Leben. Einfach weil ihn tausende Jahre der gepanzerten Existenz versteift haben, findet er jene Aspekte seiner bio-kosmischen Natur am schrecklichsten und erschreckendsten, die ihm die Rationalität und Lebensfreude geben könnten, nach der er sich paradoxerweise in seinen tiefsten Gedanken und größten Schöpfungen sehnt und sie sogar gelegentlich erlebt.

Ein konsistentes Muster der Geschichte ist die Verfolgung jener Individuen, Institutionen und sozialen Bewegungen, die dem Verständnis und der Lösung des Rätsels des menschlichen Dilemmas, der „Falle“, am nächsten gekommen sind. Wann immer und wo immer die emotionale Pest durch eine Einsicht in ihre Krankhaftigkeit bedroht wird – sei diese Bedrohung eine Idee, eine Emotion oder ein lebendiger Ausdruck – hat sie versucht, sie zu zerstören. Reich stellte fest:

Der Pestkranke handelt unter einem strukturellen Zwang; er mag es noch so gut meinen, er kann nicht anders als pestkrank handeln; dieses Handeln ist ihm ebenso wesensgemäß wie dem genitalen Charakter das Liebesbedürfnis oder die Wahrheit; aber der Pestkranke leidet, und zwar unter dem Schutze seiner subjektiven Überzeugtheit, nicht unter der Einsicht in die Schädlichkeit seines Handelns (1, S. 258)b.

Die Pest nimmt sich selbst nicht als böse wahr und glaubt, dass alles, was sie tut, im Interesse ihres Konzepts des Guten notwendig ist. So erklärt Reich:

Es ist eines der wesentlichen Merkmale des Mordes am Lebendigen durch das gepanzerte Menschentier, dass er in vielerlei Tarnungen daherkommt. Der gesellschaftliche Überbau aus Ökonomie, Kriegsführung, irrationalen politischen Bewegungen und gesellschaftlichen Institutionen, die der Unterdrückung des Lebens dienen, überschwemmt die fundamentale Tragödie, unter der das Menschentier leidet, mit einer Flut von Rationalisierungen, Vertuschungsversuchen und Manövern, um vom eigentlichen Problem abzulenken; und er kann sich dabei auch noch auf eine vollkommen logische und in sich stimmige Rationalität verlassen, die nur gültig ist innerhalb des Rahmens von Gesetz versus Verbrechen, Staat versus Volk, Moral versus Sexualität, Zivilisation versus Natur, Polizei versus Verbrecher – und immer so weiter in der langen Geschichte des menschlichen Elends (3)c.

 

Fußnoten

* Dieser Artikel ist zum Teil das Ergebnis einer Seminarpräsentation von Professor Mathews an der New York University.

** Orgonomischer Berater. Außerordentlicher Assistenzprofessor, New York University. Sprechkliniker und Oberschullehrer. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews, 1924-1986]

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 426f.
Character Analysis, Farrar, Straus & Giroux 1971, S. 317f.

b Charakteranalyse, Kiepenheuer & Witsch 1989, S. 341.
Character Analysis, Farrar, Straus & Giroux 1971, S. 514.
Mathews zitiert nach der besseren Übersetzung von Theodore Wolfe, 1945.

c The Murder of Christ, Farrar, Straus and Giroux 2013, S. 6.
Christusmord, Zweitausendeins, S. 24.

 

Literatur

1. Reich, W.: Character Analysis. New York: Orgone Institute Press, 1949
Paperback edition, Noonday Press, New York

2. Buckley, W.F.: „The Strangled Cry of Solzhenitsyn“, National Review, 29. August 1975

3. Reich, W.: The Murder of Christ. Orgone Institute Press, 1953

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 9 (1975), Nr. 2, S. 206-218.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Blogeinträge November/Dezember 2015

6. Januar 2019

Charles Konia über politischen Radikalismus:

November/Dezember 2015

  • Was ist dem Nahen Osten widerfahren?
  • Der Dritte Weltkrieg
  • Die funktionelle Beziehung zwischen der Emotionellen Pest auf der Linken und auf der Rechten
  • Warum sprengen sie sich in die Luft?
  • Was ist der Ursprung der politischen Korrektheit?
  • Wie Leute radikalisiert werden
  • Das Rätsel der fehlenden Linksradikalen