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Reich und Nietzsche

4. Mai 2026

Eine Nachbildung von Nietzsches Totenmaske hing an prominenter Stelle in Reichs Arbeitszimmer in Wien.

Also sprach Zarathustra war eines von Reichs „10 Büchern“. Nietzsche stand er in mancher Beziehung näher als Freud, z.B. sagte er in Reich über Freud ein Strindberg, Ibsen oder Nietzsche hätten keine Angst vor jenen intensiven Gefühlen des Lebens, wo „Freud anscheinend in seinem eigenen Bedürfnis zu ’sublimieren‘ befangen war.“

Für Reich stand Nietzsche mit Marx gegen den Zeitgeist Anfang des Jahrhunderts, als die Schuldidee und die absolute Moralität in den Vordergrund geschoben wurden. Nietzsches Kritik an der Moral öffnete den Weg „in den Bereich des unbewußten Seelenlebens, das von Freud erfaßt und erforscht wurde“ (Äther, Gott und Teufel).

Den Begriff „Es“ hatte Freud bei Georg Groddeck und dieser bei Nietzsche entliehen.

Reich schreibt in Der triebhafte Charakter:

„Im Manne ist ein Kind verborgen, welches spielen will.“ Mit diesen Worten hatte Nietzsche die klassische Formel Freuds über den neurotischen Konflikt antizipiert.

Reichs erster größerer Aufsatz über „Libidokonflikte und Wahngebilde in Ibsens Peer Gynt“ (Frühe Schriften) fängt mit einem Nietzsche-Zitat an, welches wohl auf die Leiden des Menschen an seinen inzestuösen Bindungen anspielen soll:

Ich lehre Euch den Übermenschen. Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Schau. Und ebenso soll der Mensch für den Übermenschen sein: Ein Gelächter oder eine schmerzliche Schau.

Das Genie ist seinen orgonotischen Strömungen gewahrer als Homo normalis, er empfindet die gepanzerte Agonie stärker. Nietzsche war ein solch zutiefst kranker Mensch – der gleichzeitig gesünder war. Reich schreibt:

Die Fähigkeit, Unlust und Schmerz zu ertragen, ohne enttäuscht in die Erstarrung zu flüchten, geht einher mit der Fähigkeit, Glück zu nehmen und Liebe zu geben. Um mit Nietzsche zu reden: Wer das „Himmel-hoch-Jauchzen“ lernen will, muß sich auch für das „Zum-Tode-betrübt“ bereithalten.“ (Die Funktion des Orgasmus)

Als zu viel zu ertragen war, brach der „Wissende“ schließlich doch an seiner Gesund-/Krankheit psychotisch (siehe Charakteranalyse, KiWi, S. 583).

Der homo normalis, der seinen ersten Sinn verloren hat, macht das Leben für derartige Individuen zu schwer und unerträglich.

Nietzsche wurde gebrochen, indem man ihn isolierte, ihn in die Einsamkeit abdrängte. (Reich über Freud)

In seiner Autobiographie (Die Funktion des Orgasmus) kommt Reich auf seine Beschäftigung mit der Ibsenfigur zurück und beschreibt sie als einen Menschen, der „aus der marschierenden Reihe dieser Menschen herausspringt. Man verlacht ihn, wenn er harmlos ist, man versucht ihn zu vernichten, wenn er kräftig ist.“ Was sie aber nicht davon abhielt den Peer Gynt zu einem Teil ihres „Kultur“gutes zu machen.

Reich hat die Popularisierer seines Werkes schon in Nietzscheanischer Gewandung durchschaut:

Es gibt geistreichelnde junge Leute, die man in ernsten Kreisen in Europa als „Kulturschmöcke“ zu bezeichnen pflegte. Sie waren klug, aber ihre Intelligenz diente einer Art Kunstbetätigung um ihrer selbst willen, ohne die todernsten Probleme eines Goethe oder Nietzsche je praktisch begriffen oder erlebt zu haben, lieben sie es, einander Klassik vorzuzitieren. Gleichzeitig ist ihr Wesen von Visionen geprägt. Sie betrachten sich als moderne, freisinnige von keiner Konvention belastete Lebewesen. Da sie ernsten Erlebnissen unfähig sind, ist ihnen die Geschlechtsliebe eine Art Kinderspiel. (Charakteranalyse)

Reich und Nietzsche ist es nicht gelungen, die Schweine und Schwärmer aus ihren sauberen Gärten zu halten. Doch trägt Nietzsche ohne Zweifel selber beträchtliche Schuld an dem, was später kam. Reich schreibt:

Es hat wenig Sinn (…) sich einen Übermenschen zu erträumen, der sich von den Menschen in der Falle total unterscheidet, wie es Nietzsche getan hat, bis er, selbst in der Falle eines Irrenhauses gefangen, endlich die volle Wahrheit über sich selber schrieb – zu spät… (Christusmord)

So geht es den meisten, die nicht stillehalten, und die anderen wollen sich gar nicht erst blamieren. Sie sind von vornherein klug und überlegen gewesen. (Die Funktion des Orgasmus)

Dem deutschen Orgontherapeuten Walter Hoppe zufolge verband Schopenhauer seinen Begriff des Willens, der eine zentrale Bedeutung in der Philosophie Nietzsches erlangen sollte,

mit der Sexualenergie, die er [Schopenhauer] als identische Kraft mit der Natur schlechthin zur Darstellung bringt. Der Wille schreibt er, ist ebenso wie die Sexualität eine Kraft, der der gesamten Natur zugrunde liegt, die Kraft, die Liebhaber und Planeten anzieht. (Wilhelm Reich und andere große Männer der Wissenschaft im Kampf mit dem Irrationalismus, München 1984)

So ist auch Nietzsches „Wille zur Macht“ zu verstehen, als Ausdruck des orgonomischen Potentials, das Energie vom niedrigeren zum höheren Niveau fließen läßt. Er schreibt 1888:

Das Leben als die uns bekannteste Form des Seins ist spezifisch als Wille zur Akkumulation der Kraft –: alle Prozesse des Lebens haben hier ihren Hebel: Nichts will sich erhalten, alles soll summiert und akkumuliert werden. (Umwertung aller Werte, der gesammelte Nachlaß)

Und „sollten wir diesen Willen nicht als bewegende Ursache auch in der Chemie annehmen dürfen? – und in der kosmischen Ordnung?“

Im Nachlaß sind auch Anklänge an den spezifisch orgonomischen Bewegungsbegriff zu finden:

Die Bewegungen sind nicht „bewirkt“ von einer „Ursache“ (das wäre wieder der alte [aristotelische, PN] Seelenbegriff!) – sie sind der Wille selber, aber nicht ganz und völlig!

1881 oder 82 hat Nietzsche seinen folgenden „Hauptgedanken“ formuliert, der zeigt, wie er wohl den anthropoiden „theistisch patriarchalen Gott“ für tot erklärte, aber gleichzeitig die Entdeckung des wirklichen „Gottes“ als Ausdruck der Vereinigung von organismischer und kosmischer Orgonenergie ohne „mystische Abweichung“ vorwegnahm (der große Mittag und die Ewigkeit“, „das kosmische Ich“, etc.) und damit nach Kopernikus, Bruno und Darwin das letzte illusionäre Zentrum (das Ich) aufhob:

Hauptgedanke! Nicht die Natur täuscht (…) die Individuen (…), sondern die (…) legen sich alles Dasein nach individuellen, das heißt, falschen Maßen zurecht (…) In Wahrheit gibt es keine individuellen Wahrheiten, sondern lauter individuelle Irrtümer – das Individuum selber ist ein Irrtum. (…) Wir sind Knospen an einem Baume, – was wissen wir von dem, was im Interesse des Baumes aus uns werden kann! Aber wir haben ein Bewußtsein, als ob wir alles sein wollten und sollten, eine Phantasterei von „Ich“ und allem „Nicht-Ich“. Aufhören, sich als solches phantastisches Ego zu fühlen! (…) Den Egoismus als Irrtum einsehen! Als Gegensatz ja nicht Altruismus zu verstehen! das wäre die Liebe zu den anderen vermeintlichen Individuen. Nein! Über „mich“ und „dich“ hinaus! Kosmisch empfinden! (Kritische Studienausgabe, Bd. 9, S. 442f)

Wo Nietzsche 1875 schrieb: „auf immer trennt uns von der alten Kultur, daß ihre Grundlage durch und durch für uns hinfällig geworden ist“ und bis auf die Vorsokratiker zurückging, schrieb Reich: „der orgonomische Funktionalismus steht von vornherein außerhalb des Rahmens der maschinell-mystischen Zivilisation“ der letzten 6000 Jahre (Äther, Gott und Teufel).

Beide hatten jenen „Durst nach großen und tiefen Seelen – und immer nur dem Herdentier zu begegnen!“ (Nietzsche) – Reichs „Kleiner Mann“. Beide sind schließlich an gebrochenem Herzen gestorben „alone, like a dog“ (Reich); im Bewußtsein des Kleinen Mannes, der es schon immer besser wußte, in Scham und Schmach verreckt. Nietzsche nannte sich in einer, einen Tag nach seinem endgültigen Zusammenbruch verfaßten, Postkarte „Der Gekreuzigte“.

Wie etwa ein Goethe mußten sie sich in ihrer Einsamkeit mit Christus identifizieren, als Gebende denen ewig die Lust des Nehmens verwehrt sein würde, als Werkzeug einer höheren Macht, unfreiwillig sich opfernd für die Sache des „Übermenschen“ – dem „Kind der Zukunft“.

Ich liebe den, dessen Seele sich verschwendet, der nicht Dank haben will und nichts zurückgibt: denn er schenkt immer und will sich nicht bewahren. (Also sprach Zarathustra)

Ich könnte auch viel Schlechtes über Nietzsche schreiben – ich laß es:

Wer das Hohe eines Menschen nicht sehen willl, blickt um so schärfer nach dem, was niedrig und Vordergrund an ihm ist – und verrät sich selbst damit. (Jenseits von Gut und Böse, S. 228)

Robert hat diesen Aphorismus dahin interpretiert, daß „die Schwächen des anderen auch meine Schwächen (sind) und lehne ich dessen Schwächen ab, so lehne ich auch mich ab – verrate mich also selbst“. Ich hab das anders verstanden: Wer bei den Großen, etwa Freud oder Reich, wie heute in Biographien üblich, das sucht, was die Großen klein („niedrig“) und unbedeutend („Vordergrund“) macht, zeigt nur, „verrät“ nur, daß er selbst klein und unbedeutend ist. Die „Entlarver“ entlarven sich selbst!

Ein Jahr vor der Geburt des fanatischen Wagnerianers Hitler hat Nietzsche in seiner Beschreibung des Wagnerianertums praktisch schon alles über den Nationalsozialismus gesagt:

Dazu gehört bloss Tugend – will sagen Dressur, Automatismus, „Selbstverleugnung“. Weder Geschmack, noch Stimme, noch Begabung: die Bühne Wagner’s hat nur Eins nöthig – Germanen!.. Definition des Germanen: Gehorsam und lange Beine… Es ist voll tiefer Bedeutung, dass die Heraufkunft Wagner’s zeitlich mit der Heraufkunft des „Reichs“ zusammenfällt: beide Thatsachen beweisen Ein und Dasselbe – Gehorsam und lange Beine. – Nie ist besser gehorcht, nie besser befohlen worden. Die Wagnerischen Kapellmeister in Sonderheit sind eines Zeitalters würdig, das die Nachwelt einmal mit scheuer Ehrfurcht das klassische Zeitalter des Kriegs nennen wird. (Der Fall Wagner, A 11)

Trotzdem wurde immer wieder versucht, Nietzsches „Übermenschen“ mit für den rassistischen Nationalsozialismus verantwortlich zu machen. Nun, Hitler hat in Mein Kampf Nietzsches Namen, wie den jeder anderen deutschen Geistesgröße auch, nur als Mythus ausgenutzt und später in den Tischgesprächen gar nicht erwähnt. Wahrscheinlich hat er ihn nie gelesen, denn diesen Autor konnte Hitler nicht durchfliegen, wie es seine Art war, um ein ideologisches Destillat herauszuziehen. Der sich jeder Festlegung verweigernde Nietzsche eignet sich denkbar schlecht für die Verwurstung zur „fanatischen“ Weltanschauung:

Der Einwand, der Seitensprung, das fröhliche Misstrauen, die Spottlust sind Anzeichen der Gesundheit: alles Unbedingte gehört in die Pathologie. (Jenseits von Gut und Böse, A. 154)

Es stimmt, daß Nietzsches Schwester (mit ihrem unseligen Machwerk Der Wille zur Macht) und der Philosoph Alfred Baeumler versuchten, Nietzsche zum reaktionären „soziobiologischen“ Philosophen zu verkürzen. Doch der Versuch ihn zum neuen offiziellen Staatsphilosophen zu machen, war alles andere als erfolgreich. Die Nazis stoppten sogar die offizielle Kritische Gesamtausgabe, denn Nietzsche verkörperte all das, was die Nationalsozialisten haßten: Freigeist, Abweichler, Verächter der Volksgemeinschaft, Staats- und insbesondere Reichsfeind, Sympathisant der Judenheit und Frankreichs, etc. Man konnte beim vermeintlichen philosophischen Urvater der nationalsozialistischen Ideologie nachlesen, daß die Deutschen eine Mischrasse mit überwiegend vorarischen Anteilen seien (Jenseits von Gut und Böse, A 244), und was ihre „rassische Verbesserung“ betraf, fand Nietzsche die Juden als „Ingredienz bei einer Rasse, die Weltpolitik treiben soll, unentbehrlich“ (Studienausgabe Bd. 11, S. 457).

Neben Baeumler beriefen sich die beiden deutschtümelnden Existentialisten Karl Jaspers und Martin Heidegger auf Nietzsche. Aber beide zeigten in ihren Vorlesungen über Nietzsche auf, daß er so ungefähr das Gegenteil der Nazi-Ideologie vertrat. Georg Picht (Nietzsche, Stuttgart 1988) hält Heideggers Vorlesungen sogar für eine der mutigsten und wichtigsten Widerstandshandlungen in Hitlerdeutschland, denn Heidegger habe sich konsequent gegen jede oberflächliche Politisierung von Nietzsche, gegen jede biologistische Fehlinterpretation gewandt, das Gerede vom „wotanischen Archetypus der Macht“ verworfen und den Machtbegriff der Nazis verhöhnt.

Hatte Heidegger anfangs angenommen, „die Bewegung“ würde die Logik des von Nietzsche diagnostizierten Nihilismus überwinden und sich ihr zugewandt, weil sie scheinbar eine „grüne“ antitechnokratische Politik vertrat, sozusagen das Gegenteil der Tötungsfabrik Auschwitz, erkannte er in ihr schließlich die Vollendung des Nihilismus. Heidegger führt Nietzsches Diktum an, daß jeder Versuch, dem unvollständigen Nihilismus, in dem wir leben, zu entgehen, das Gegenteil des Erstrebten hervorrufen wird, nämlich den vollständigen Nihilismus, wenn bei diesem Versuch nicht alle bisherigen Werte umgewertet werden (Holzwege, Pfullingen 1963, S. 208).

Allenfalls kann man Nietzsche mit dem italienischen Faschismus in Zusammenhang bringen, denn Mussolini war in der Tat Nietzscheaner. Betrachtet man Nietzsches Schriften aus diesem Blickwinkel, findet sich dort ohne Zweifel faschistisches Gedankengut. Gleichzeitig hat Nietzsche aber auch die Psychoanalyse (sowohl Freud als auch Adler) vorweggenommen – und manchmal muß man sich beim Lesen die Augen reiben, wenn man über eine der vielen schlechthin orgonomischen Stellen bei Nietzsche stolpert. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?

Am Ende seines bewußten Lebens wollte Nietzsche eine „Partei des Leben“ gründen und sie gegen die Kräfte des Nihilismus mobilisieren, die das unschuldige Leben „jenseits von Gut und Böse“ unterminieren. Diese Kräfte sind der nihilistische Mystizismus und der nihilistische Sozialismus, d.h. die Entwertung des konkreten Lebens durch eine fiktive ideale Welt. Die „Partei des Lebens“ macht „die Physiologie zur Herrin über alle anderen Fragen“, das bedeutet Höherzüchtung der Menschheit und das Ausrotten alles „Entarteten und Parasitischen“, das sich in der „Partei alles Schwachen, Kranken, Missrathenen, An-sich-selber-Leidenden“ findet.

Diese zweite Partei, die mystische und utopische Partei, wolle Rache am Leben nehmen und das Leben auslöschen, wenn die Partei des Lebens ihr nicht zuvorkommen würde (so Nietzsche in seinen letzten Notizen, Studienausgabe Bd. 13, S. 638 und im Ecce homo Bd. 6, S. 374).

Bereits 1882 hatte er sich notiert:

Wir als die Erhalter des Lebens. Unvermeidlich entstehend die Verachtung und der Haß gegen das Leben. Buddhismus. Die europäische Thatkraft wird zum Massen-Selbstmord treiben. (…) Wenn wir nicht uns selber erhalten, geht alles zu Ende. Uns selber durch eine Organisation. Die Freunde des Lebens. (Studienausgabe Bd. 10, S. 43)

Reich hat mit seiner „Partei des Lebens“ Nietzsches Differenzierung zwischen dem neurotischen Mystiker, der das Leben nihilistisch abtötet, und dem freien, gewissenlosen Menschen aufgenommen. Aber Reich unterschied in der letzteren Gruppe weiter zwischen den freien Menschen, die ihre sekundären Triebe leben, und den freien Menschen, die ihre primären Triebe leben (Emotionelle Pest und Genitalität, die in Nietzsches Vorstellung vom Übermenschen noch eins waren), zwischen Faschismus und Arbeitsdemokratie. Ganz entsprechend hatte sich schon der Nietzscheanismus in zwei Gruppen aufgespalten: Vertreter des faschistischen Herrenmenschentums auf der einen und Verteidiger des Lebendigen auf der anderen Seite.

Die faschistischen Nietzscheaner haben nicht nur primäre und sekundäre Triebe miteinander vermengt (was ja auch Nietzsche selbst getan hatte), sondern überhaupt Nietzsche und „die Partei des Leben“ verraten, indem sie sie von neuem mit der nihilistischen, christlichen Moral vergifteten. Nietzsche wurde von all dem eingeholt, was er überwunden hatte. Dieses national-christliche Gedankengebäude faßte Nietzsches Schwester Elisabeth, die spätere Hohepriesterin des nationalsozialistischen Nietzsche-Kults, noch zu Nietzsches Lebzeiten zusammen, als sie schrieb, gemeinsam mit den Wagnerianer Bernhard Förster, ihrem späteren Ehemann, würde sie „schwelgen“ in „Mitleid, heroischer Selbstverleugnung, Christentum, Heldentum, Vegetarismus, Ariertum, südliche Kolonien“ (Peters: Zarathustras Schwester, München 1983, S. 108).

So ebnete sich der Weg für den nationalsozialistischen Mißbrauch Nietzsches. Hermann Josef Schmidt schreibt dazu:

Auch nationalsozialistische „Nietzsche“interpretation wäre ohne vorherige „christliche“ Nietzscheverkleisterungen, beginnend spätestens 1895 mit der opportunistischen „großen“ Nietzschebiographie seiner Schwester – und ohne eine Serie von Textstellen, die, aus ihrem Zusammenhang gerissen, sich schaurig lesen (z.B. das geklitterte Buch Der Wille zur Macht, PN) – zumindest in ihrer Breitenwirkung nicht möglich gewesen. Auch hier hat deutsches Christentum – man lese nur die Reden und „Abschiedsworte“, die am 28.8.1900 an Nietzsches Grab gehalten bzw. vorgetragen wurden (…) – dem Nationalsozialismus glänzend vorgearbeitet. (Nietzsche absconditus, Berlin 1991, S. 274)

Der radikale Nietzsche darf nicht verwässert werden, wenn man nicht alles zerstören und in sein Gegenteil verkehren will, vielmehr muß man, wie Reich es getan hat, Nietzsche weiter radikalisieren. Dies ist der einzige gangbare Weg. Es gibt keinen Weg zurück.

Man betrachte nur die gegenwärtige moralistische Kampagne in Deutschland gegen den „Fremdenhaß“. Von der äußersten Linken bis zum Papst sind sich, unterstützt von den neusten soziobiologischen Erkenntnissen, alle einig, daß man das teuflische „Tier im Menschen“ mit seinem „angeborenen Rassismus“ überwinden müsse. Es ist kaum etwas gegen das wissenschaftliche Fundament dieses Konzeptes zu sagen, zumal Malinowski sogar bei den Trobriandern rassistische Ressentiments gegen angrenzende Stämme und gegen Polen (Malinowski) festgestellt hat. Müssen wir uns also auf unsere humanistische Wertewelt besinnen, diese steinzeitlichen Triebe durch unsere zivilisatorische Energie überwinden und dergestalt die archaischen Sümpfe trockenlegen? Oder haben wir mit Nietzsche die „Partei des Lebens“ zu ergreifen? Die Orgonomie, die mindestens so weitreichende humanitäre Ziele hat wie die Humanisten, will die Sümpfe nicht in eine Wüste verwandeln, aber auch nicht das Gesetz des Dschungels in die Städte tragen, sondern für einen geregelten Abfluß sorgen, so daß sich eine schöne Auenlandschaft ausbilden kann.

Worum es geht, wird durch zwei Zitate aus Reichs Tagebuch von 1947 beleuchtet:

Wie recht Nietzsche doch hat! Ein kreativer Mensch darf sich nicht von Mitleid mitreißen lassen. (American Odyssey, S. 417)

Immer wieder kehre ich zu Nietzsche zurück, zu diesem Mann von großem Wissen und tiefem Leid. Sein Schicksal war es, für die ganze Menschheit zu leiden – wegen dessen, was er ahnte, aber nicht verstand. Er wußte sogar um den Kern der Güte, der unter dem Eisblock verborgen lag. (S. 432)

1944 hatte sich Reich über den damals sehr bekannten Astrophysiker Arthur Eddington und den Platonismus der Physiker notiert:

Eddingtont hat es offen gesagt: Die Physik arbeitet mit Schatten, ihr fehlt die Verbindung zur Welt der Sinne. (…) Die „Welt der Schatten“ wird lebendig werden. Das gegenwärtige Leben wird zugrunde gehen, neue Menschen, Kinder, Städte und Gedanken werden erblühen, so frisch wie Nietzsches Mistralwind, der alles beiseite bläst, was dem Sinn des Lebens widerspricht. Wir haben gerade erst begonnen. (S. 248)

Orgonphysik ist sozusagen eine Physik ohne „Schattenwelt“ – ohne Über-Ich…

MAYDAY! We don’t get fooled again!

1. Mai 2026

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an den „Unabomber“, der in seinem Kampf gegen „die moderne Technik“ Anfang der 1990er Jahre die USA mit Briefbomben terrorisiert hat, um durchzusetzen, daß die New York Times und die Washington Post sein Manifest abdrucken. Das taten sie dann schließlich auch am 19. September 1995. Nichts hätte mich damals dazu gebracht, die Ergüsse dieses feigen Soziopathen zu lesen. Um so erstaunter stelle ich fest, daß ich mit folgendem (von mir teilweise zusammengefaßten und paraphrasierten) Auszug vollkommen übereinstimme. Ich könnte nicht besser erklären, warum die Orgonomie alles tut, um Linke von sich fernzuhalten.

Ted Kaczynski wollte die „Antitechnik-Bewegung“, die aus ihm selbst und sonst niemanden bestand, von vornherein vor der „linken Gefahr“ bewahren. Natürlich ist die Orgonomie nicht „antitechnisch“ und schon gar nicht eine „politische Bewegung“, jedoch ist sie der Todfeind der mechanistischen Weltanschauung und Praxis, die gegenwärtig unseren Planeten zerstört. Mag sein, daß (ausgerechnet) Kaczynski den einen oder anderen Leser deutlich macht, warum kein Linker jemals Teil der Orgonomie werden darf: es wäre das garantierte Ende der Orgonomie.

Zunächst: Was ist ein Linker?

Der Linke strebt einen groß angelegten Kollektivismus an. Er unterstreicht die Verpflichtung des Einzelnen, der Gesellschaft zu dienen und die Verpflichtung der Gesellschaft, sich um den Einzelnen zu kümmern. Er hat eine negative Einstellung zum Individualismus. Im Allgemeinen ist er gegen Waffenbesitz, für Sexualerziehung und andere psychologisch „aufgeklärte“ Erziehungsmethoden, für Planung, für Affirmative Action, für die multikulturelle Gesellschaft. Er neigt dazu, sich mit dem Opfer zu identifizieren. Er ist tendenziell gegen Wettbewerb und gegen Gewalt, aber er findet Entschuldigungen für die Linken, die Gewalt anwenden. Er verwendet gerne Schlagwörter der Linken, wie etwa „Rassismus“, „Sexismus“, „Homophobie“, „Kapitalismus“, „Imperialismus“, „Neokolonialismus“, „Völkermord“, „sozialer Wandel“, „soziale Gerechtigkeit“, „soziale Verantwortung“. Vielleicht ist das beste diagnostische Merkmal des Linken seine Tendenz mit den folgenden Bewegungen zu sympathisieren: Feminismus, Rechte für Homosexuelle, Minderheiten, Behinderte, Tiere, politische Korrektheit. Wer mit all diesen Bewegungen sympathisiert, ist fast mit Sicherheit ein Linker.

Und warum ist der Linke für rationale Bewegungen so gefährlich?

Linke fühlen sich zu Bewegungen hingezogen, die imgrunde nichts „Linkes“ an sich haben, einfach weil sie die Rebellion und das Aufgehen in einer Bewegung lieben. Man muß das Einsickern solcher linken Kräfte vermeiden, will man den Charakter der Bewegung bewahren. Ziel der linken Gesinnung ist die Zusammenfassung von allem zu einer Ganzheit, was nur mittels Technik, Kommunikationsmitteln und einer ausgefeilten psychologischen Manipulation möglich ist. Hinzu kommt das Bedürfnis nach Macht. Aus diesen Gründen werden die Linken niemals die Technik aufgeben. Linke opponieren nur so lange gegen die Technik, als sie Außenseiter des technischen Systems sind. Halten sie einmal die Hebel in Händen, werden sie die Technik voll Enthusiasmus einsetzen. Hier wiederholt sich das Muster der Russischen Revolution, in der die Bolschewisten gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und gegen die Geheimpolizei protestierten. Oder man nehme die USA, wo die Linken, als sie an den Universitäten noch in der Minderheit waren, für die akademische Freiheit eintraten, die sie nun, wo sie die Universitäten dominieren, im Rahmen der „politische Korrektheit“ erbarmungslos einschränken. Zunächst haben die Linken immer mit nichtlinken Revolutionären zusammengearbeitet, um sie dann fallen zu lassen, wie in den Revolutionen in Frankreich, Rußland und auf Kuba. Deshalb ist es einfach nur dumm, mit Linken zusammenzuarbeiten.

Zwar ist die linke Gesinnung keine Religion, jedoch spielt sie für Linke die gleiche psychologische Rolle wie für andere die Religion. Losgelöst von Logik und den Tatsachen hat der Linke einen unerschütterlichen Glauben, daß er moralisch im Recht ist; daß er nicht nur das Recht, sondern die Pflicht hat, anderen die linke Moral aufzuzwingen. Wo immer sie an die Macht gelangen, versuchen sie in jeden privaten Winkel einzudringen und die Gedanken gleichzuschalten. Das beruht nicht nur auf dem quasireligiösen Charakter der linken Gesinnung, sondern dem linken Willen zur Macht. Um diesen Drang zu befriedigen, wird der Linke Teil von sozialen Bewegungen.

Aber egal wie weit die Bewegung auch immer gelangen mag, der Linke wird nie zufrieden sein, weil es ihm gar nicht um die Ziele, sondern um die Macht an sich geht. Er strebt immer weiter. Ist die Chancengleichheit für ethnische Minderheiten hergestellt, verlangt er zusätzlich, daß sie auch den gleichen Lebensstandard wie die Mehrheit genießen. Und solange irgend jemand noch verborgene negative Haltungen gegen Minderheiten hegt, muß er von der Linken umerzogen werden. Danach kommen die Homosexuellen, die Fettleibigen, die Alten, die Häßlichen und immer so fort. Dem Linken reicht es nicht, die Öffentlichkeit über die Gefahren des Rauchens zu informieren, es muß eine Warnung auf jede einzelne Zigarettenpackung gedruckt und schließlich das Rauchen ganz verboten werden. Danach kommen dann Alkohol, Junk Food, etc. Auf die gleiche Weise führt der berechtigte Kampf gegen die Kindesmißhandlung dazu, daß es gilt, jeden harmlosen Klaps zu verhindern. Wenn das erreicht ist, werden sie irgend etwas anderes finden, was sie verbieten können, solange bis sie die gesamte Kindererziehung kontrollieren.

Stelle dir vor, du würdest Linke darum bitten, eine Liste alles dessen aufzustellen, was sie an der Gesellschaft gerne verändern würden. Und dann nehme an, du hättest jeden Punkt erfüllt. Du kannst sicher sein, daß die Mehrheit der Linken nach wenigen Jahren neue Gründe zur Klage finden wird. Es geht ihnen nämlich gar nicht um die tatsächlichen Nöte der Gesellschaft, sondern darum, ihren Machtdrang zu befriedigen, indem sie ihre Lösungen der Gesellschaft aufzwingen. Durch die Beschränkungen, die ihrem Denken und Verhalten durch ihre ausgesprochene Sozialisierung auferlegt sind, können Linke Macht nicht wie andere anstreben. Der einzig moralisch akzeptable Ausweg für sie ist es, anderen ihre Moral aufzuzwingen. (…)

Die machthungrigen Linken gelangen an die Spitze der Bewegung, während die anständigeren Linken vielleicht innerlich viele Taten der Führung ablehnen, aber sie willigen schließlich ein, weil sie den Glauben an die Bewegung brauchen. Diese Phänomene traten klar in Rußland und den anderen kommunistischen Ländern zutage. Und auch im Westen kritisierten Linke die UdSSR selten. Wenn sie zum Eingeständnis gebracht wurden, daß bei der UdSSR vieles im argen lag, versuchten sie Entschuldigungen zu finden und begannen, über die Fehler des westlichen Systems zu sprechen. Sie haben sich stets dagegen gewendet, wenn der Westen sich der kommunistischen Aggression militärisch entgegenstellen wollte. Sie taten das nicht etwa, weil sie mit den Aktionen der UdSSR übereinstimmten, sondern wegen ihres linken Glaubens. Heutzutage gibt es in den Universitäten, in denen die „politische Korrektheit“ dominiert, wahrscheinlich viele Linke, die privat die Unterdrückung akademischer Freiheit ablehnen, aber sie tolerieren es. Es ist demnach bedeutungslos, daß viele Linke persönlich eher gemäßigt und ziemlich tolerant sind.

Verpißt euch! We don’t get fooled again!

Charles Konia in der Diskussion (Teil 12)

25. April 2026

Im März und April stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge März/April 2011

  • Die arabische Rebellion und die Emotionelle Pest
  • Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt
  • Der Niedergang der modernen Psychiatrie
  • Was ist zur Demokratisierung der islamischen Ländern erforderlich
  • Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität
  • Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht
  • Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest
  • Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen

 

Kommentar zu „Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt”

Peter 2013: Beim zweiten Blick paßt das zu Konias Ausführungen:
http://www.bild.de/unterhaltung/leute/justin-bieber/fans-tun-alles-fuer-tickets-konvertieren-in-tv-show-zum-islam-30114444.bild.html

Zu „Der Niedergang der modernen Psychiatrie“

Robert (Berlin) Says: Aus der Frühzeit der Psychiatrie
http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackgroundXXL/a26903/l0/l0/F.html#featuredEntry

O.: Hier die Kurzfassung, da eben mein Text im Äther verschwunden ist (Pech, wenn ich ihn vorhernicht kopiere) …
Die Hysterie gibt es nach wie vor mit fast all ihren Symptomen nur unter anderen Namen im ICD. Sie ist keine Einbildung von Charcot, Freud oder Reich gewesen.
Die fiesen Methoden der Psychiatrie gibt es auch zum Teil noch: EKT, Fixierungen, Zwangsjacken und Psychopharmaka, die schlecht eingestellt sind.
Bei entsprechend „dämlicher“ Behandlung gibt es auch Todesfälle in der Psychiatrie, wie zu Charcots Zeiten, entsprechende Statistiken sind mir nicht bekannt und werden wohl auch nicht veröffentlicht. Beispielweise verstarb meine Großmutter nach wenigen Wochen aufgrund von Dauerfixierung, Bewegungsmangel und künstlicher Ernährung.
Nach dem die Psychiatriereform alle Dauerpateinten plötzlich entlassen hatte, die Betten reduziert wurden, ist die psychiatrische Bahndlung in Deutschland sichtbar besser geworden und ähnelt nicht mehr einem „Zuchthaus“. Dennoch sind EKT (Elektroshocktherapien) und Fixierungen gängige Praxis und werden an Universitäten umworben und gelehrt.

O.: Ein anderer Spiegelartikel (vermutlich von dieser Woche) unterstellt die Zunhame von psychischen Erkrankungen würde durch das DSM 5 und das kommende ICD begünstigt. Die APA, in der auch Psychopharma-Vertreter mitwirken, würde Diagnosen „erfinden“, um ihre Medikamente in großem Stil verkaufen zu können. Eine sehr plakative These, wie ich finde. Man würde einenGroßteil von psychisch „normalen“ Patienten jetzt Diagnosen verpassen und sie medikamentös behandeln wollen.
Hier wird nicht reflektiert, was die neue Arbeitswelt mit den Menschen gemacht hat. Leider gibt es auch immer mehr Menschen, die nicht mehr bis zur Rente arbeiten wollen, da sie keine adequate Arbeit für sich finden oder die zu schlecht bezahlt wird. Das Heraufsetzen des Rentenalters bewirkt außerdem, dass immer mehr Leute ihre positive Arbeitshaltung verlieren und sich dem Arbeitsmarkt innerlich verweigern. Ab 50 wird vermehrt an die Rente gedacht. Ab 60 ist kaum einer noch zu motivieren. Diesem Beispiel folgen auch schon jüngere. Die Angebote des Arbeitamtes sind völlig inakzeptabel, eine Vermittlung findet hier quasi nicht statt. Das Arbeitsamt kann man im Grunde schließen. Und Jugendliche ohne Abitur beginnen gleich mit Hartz IV Jobs wie Kranken- und Altenpfleger.
Viele Menschen sehen sich eben nicht mehr nur als körperlich leidend an, sondern fordern psychische professionelle Hilfe durch Psychologen. Sie warten hierfür bis zu einem Jahr auf die Therapie und bekomen dafür nur VT oder Tiefenpsychologie in der Kurzform.
Eine Verbesserung dieser Situation ist nicht in Sicht, von daher sollen wohl doch die Pillen alles richten, was sie nicht tun. Die Rehabilitaionseinrichtungen der Rentenversicherungen rüsten nun auf: weg von der Psyche, hin zur Arbeitswelt orientierten Medizin.

Robert: Du solltest nicht das Arbeitsamt mit dem Jobcenter verwechseln. Das Jobcenter kann jeden Ausbeuterjob aufzwingen, egal was und welche Bezahlung. Anders beim Arbeitsamt, das Strafen für Nichtvermittlung Zahlen muss.

Robert 2014: Psychiater bezeichnen Non-Konformität als Geisteskrankheit: Nur die Herdenmenschen sind »vernünftig«
Die moderne Psychiatrie ist zur Brutstätte der Korruption geworden, insbesondere die Strömung, die jeden verteufeln und für geisteskrank erklären will, der von der allgemein anerkannten Norm abweicht. Das geht eindeutig aus der neuesten Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders [Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen, ein Klassifikationssystem der Amerikanischen Psychiater-Vereinigung] oder kurz DSM hervor, in der Menschen, die nicht konform gehen mit dem, was die Verantwortlichen für normal erklären, als geisteskrank eingestuft werden [Link ist tot]

Peter 2015: In der NEW YORK TIMES wird der Niedergang der Psychiatrie diskutiert, die immer noch mit den Mitteln, die Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre entdeckt wurden, hantiert, auf der Stelle tritt und die Psychotherapie und deren Weiterentwicklung sträflich vernachlässigt.

In Deutschland ist es, was die psychtherapeutische Ausbildung der Psychiater betrifft, vielleicht etwas besser bestellt, doch die neuen Psychiater lernen jetzt fast immer VT, während die Psychodynamik als „unwissenschaftlich“ mehr und mehr verpönt ist. Bald wird der Ödipuskomplex wieder ein großes Geheimnis sein.

Zu „Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität“

Peter: Ein Aspekt der antiautoritären Entwicklung ist die Vertuntung der Männerwelt: [Link ist tot]

Zu „Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht“

Robert 2012: Wie ich schon öfters schrieb, die Psychiatrie ist wieder vor Freud zurückgefallen. Am besten, sie lesen wieder Charcot, Bernheim und Liebault.

Peter 2015: Die Bewegung des Körpers macht das Gehirn fexibler: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/hirnforschung/-/journal_content/56/12054/9088897/Bewegung-macht-das-Gehirn-flexibler/

Zu „Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest“

Robert 2012: http://www.wissensmanufaktur.net/verschwoerungstheorie

Peter: Eine auf den Kopf gestellte Welt!
Verschwörungsleugnung:
„Behauptung, dass ein Ereignis nicht das Resultat einer Verschwörung ist“

Neben den sogenannten Verschwörungstheoretikern gibt es auch eine ganze Branche von Verschwörungsleugnern. Ein Verschwörungsleugner ist jemand, der behauptet, dass ein Ereignis nicht das Resultat einer Verschwörung ist. Eine Beweisführung, daß es etwas nicht gibt, ist allerdings grundsätzlich schwer bis unmöglich. Diese Branche hat sich offenbar in der vom Mainstream geprägten journalistischen Zunft entwickelt, die somit eher wenig zur Transparenz der tatsächlichen Sachverhalte beiträgt, sondern stattdessen die gelegten Nebelkerzen der Verwirrung energetisch versorgt.
Wenn mir jemand so einen Mist vorsetzen würde, würde ich schweigend den Raum verlassen, denn mit solchen Leuten kann man einfach nicht mehr diskutieren.

Robert: „Die Zusammenarbeit von Hugo Chavez in Venezuela, auf der extremen Linken, und Mahmud Ahmadineschad aus dem Iran, auf der extremen Rechten, zeigt die Tendenz von pestkranken Individuen sich spontan gegen ihren gemeinsamen Feind zu organisieren, der freien Welt (besonders Amerika),…“
Der Mann hat eine extreme Augenblockierung. Jeder Trottel kann sich zusammenreimen, warum diese Staaten zusammenarbeiten. Weil die Freie Welt, d.h. die imperialistische USA und ihre Vasallen jedes Land überfallen, was gegen ihre wirtschaftlichen Interessen vorgeht, außer es hat Atombomben. Menschenrechte und Demokratie spielen dabei nicht die geringste Rolle. Und diese Staaten sind auf der Abschussliste.
Chavez ist übrigens durch freie Wahlen an die Macht gekommen.

Peter: Immer langsam mit den Pferden! Erstmal weiß hier kaum jemand, wie eng die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden „frei gewählten“ Regierungen ist (http://latina-press.com/news/136708-iran-venezuela-ahmadinejad-gratuliert-seinem-bruder-hugo-chavez/). Und zweitens sind die wirtschaftlichen Interessen den „ideologischen“ (charakterologischen!) Interessen nachgeordnet, denn ansonsten hätten sich diese beiden Länder nicht praktisch aus der Weltwirtschaft ausgeklinkt und würden nicht offenen Auges dem wirtschaftlichen Ruin entgegentaumeln.

Robert: Na so doof sind deine Leser auch wieder nicht. Gegen die Beiden wird doch ständig gestänkert.
Komisch ist nur, dass immer nur die Gegner der Imperialisten als kranke Psychopathen hingestellt werden, während die Imperialisten sich mit jedem brutalen Diktator verbinden dürfen, ohne dass Konia seine verlogene Klappe aufreißt.

Klaus: Gefällt mir, wie hier die Weise nach dem alten ‚antiimperialistischen‘ Muster und Konias Weise, die Stellungen Irans und Venezuelas verständlich zu machen, gegenübergestellt werden. Es ist schon so, dass Konias Panzerungserklärung etwas Totschlagargumenthaftes an sich hat. Aber: die linke Masche auch. Und: Wer nicht völlig blnd ist, kennt die linken Maschen und … Charaktere. Erkennbar z. B. eben an Gewichtungen, wie sie in pi kommentiert werden:
“ ‚Sorge bereitet uns auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.‘ Da bleibt einem die Spucke weg! Wo lebt eigentlich dieser Ignorant von Bundespräsident? Es ist nicht zu fassen! Laufend schlagen Leute mit dunkler Haut und schwarzen Haaren Deutsche zusammen und dann das!“

Robert 2013: »Verschwörungstheorie«: Grundlagen eines »Totschlagarguments«
James F. Tracy
Der Begriff der »Verschwörungstheorie« löst bei den meisten in der Öffentlichkeit stehenden Menschen und insbesondere bei Journalisten und Akademikern Angstgefühle und Beunruhigung aus. Seit den 1960er Jahren wurde diese Etikettierung zu einem Disziplinierungsmittel, das sich als überwältigend effektiv erwies, wenn es darum ging, zu verhindern, dass bestimmte Ereignisse untersucht oder kritisch hinterfragt wurden. Vor allem in den USA gilt es als schweres Gedankenverbrechen Orwellscher Prägung, die offizielle Darstellung zu bestimmten Ereignissen oder Einstellungen, die darauf abzielt, die öffentliche Meinung (und damit die öffentliche Ordnung) zu beeinflussen, berechtigterweise infrage zu stellen. Und von einem solchen Verbrechen muss das öffentliche Bewusstsein mit allen Mitteln abgehalten werden. [Link ist tot]

Zu „Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen“

Robert: Vermutlich spielt auch noch die Nahrung eine Rolle im asozialen Verhalten der Minderjährigen. Heutzutage essen sie viel mehr industriell denaturierte Nahrungsmittel, die besonders in den USA genetisch zerstört und mit chemischen Zusätzen angereichert und verfälscht sind. Einige dieser Zusätze lösen aggressives Verhalten aus.
Etwas anderes: die hier einwandernden autoritär strukturierten Menschen sind sicherlich zurecht entsetzt, wenn sie das Verhalten der antiautoritären Einheimischen erleben, das aus Rebellion gegenüber der traditionellen Autorität besteht.
In den Achtzigern fragte mich mal ein türkischer Kollege, ob ich sauer sei, dass er in den Ferien geheiratet hätte, weil er den Eindruck bekommen hatte, die Deutschen wären gegen das heiraten.

Jean: „Wenn man ihr Verhalten betrachtet, sind Eltern emotional nicht fähig, für das Aufziehen ihrer Kinder die Verantwortung zu tragen. Die Gesellschaft ist zerrissen.“
Ich fange allmählich an zu glauben, dass dies in „autoritären“ Zeiten wirklich anders war, so wie hier immer wieder argumentiert wird (konservativer Kernkontakt). Heute müssen Eltern zu allem einen eigenen Standpunkt finden, und wenn man nicht mit seinen Gefühlen verbunden ist, wird das ein stressiges Unterfangen. Die Fülle von Dingen, die man falsch machen kann, die widersprechenden „Experten“-Empfehlungen, und die belastenden Ergebnisse von schlechtem Kontakt zu den Kindern treiben einen geradezu in die Überforderung. Da war es früher vermutlich tatsächlich leichter, seinen Kindern mit Gefühl zu begegnen.

O.: Mit wie viel Gefühl Eltern ihren Kindern früher begegnet sind – vor, während und nach dem Krieg – läßt sich doch aus der Literatur autoritärer Zeiten ablesen: 1933 „Massenpsychologie des Faschismus“ und „Charakteranalyse“, beide Bücher so aktuell wie damals. Wer glaubt denn, dass wir heute wesentlich besser erziehen würden oder eine Gesellschaft (Schule, TV) die Kinder nicht charakterlich verbiegt, ängstigt und in die Abpanzerung zwingt? Diese Prozesse geschehen auch, wenn Eltern ihren Kindern gegenüber weitestgehend positiv gegenüberstehen, da sie ihre Kinder eben nicht (ausreichend) vor dem Umfeld schützen können.

Jean: Guter Einwand. Ich kenne ältere Menschen aus „autoritären Zeiten“, die ich als sehr herzlich erlebe. Es gibt aber auch viele andere.
„Diese Prozesse geschehen auch, wenn Eltern ihren Kindern gegenüber weitestgehend positiv gegenüberstehen, da sie ihre Kinder eben nicht (ausreichend) vor dem Umfeld schützen können.“
Ich erlebe eher, dass sich Eltern zwischen ihre Kinder und Schule stellen und nach beiden Seiten „gut Wetter“ machen wollen, was natürlich nicht klappen kann. Wenn sich viele Eltern mehr /ganz auf die Seite ihrer Kinder stellen würden, hätten sie vielleicht eine Menge Ärger mit den Schulen, würden aber auch etwas bewirken. Die Konflikte werden aber oft aus Angst vor Nachteilen für die Kinder nicht angegangen. Es ist wie immer: das Gestrüpp der vermuteten und angedrohten Gefahren hemmt eine klare Parteinahme für die Kinder.

O.: Es ist für Eltern absolut schwer sich in den Schulen (trotz Elternbeirat etc.) einzubringen, ohne sich emotional auch zu verwickeln und sich unverstanden zu fühlen. „Unabhängige“ Schulsozialarbeiter, die die Interessen der Schüler (in absolut erster Linie) und Eltern gegenüber der Schule moderieren oder (gemeinsam) vertreten, sind in jeder Schule zu fordern und in einigen auch schon vorhanden. Die emotionale Einmischung der Eltern kann dann besser auf der Sachebene diskutiert und gelöst werden. Als Elternteil sagt man evtl. einmal etwas oder bleibt eine kurze Zeit am Thema dran, dann muss aber darauf vertraut werden, dass eine Lösung gefunden wird. Schüler ohne (professionelle) Unterstützung in einer Schule laufen zu lassen, ist nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sondern kontraproduktiv. Das ganze Arsenal der Sozial-Pädagogik ist absolut nowendig neben dem Unterricht, da es um Erziehung und nicht um „Bildung“ geht. Bleibt zu hoffen, dass die Fachkräfte sich klar für die Interessen der Kinder einsetzen. Die Nöte in den Familien sind häufig doch sehr gravierend, so dass man von den Eltern nicht so viel erwarten darf. (Das bezieht sich nicht nur auf die Finanzen.) Von daher hat sich charakterneurotisch nichts verändert, ob wir es autoritär oder antiautoritär nennen, evtl. sind durch eine gewisse (falsch verstandene) anitautoritäre Haltung die Eltern für Gespräche zugänglicher geworden und sind bereiter zum Wohl ihres Kindes etwas zu tun, wenn sie nur wüßten, was und wie.
Man überlege sich auch, wie sehr der normale Mensch – jeden Alters – heute nur allzugerne einen Psychologen/ Psychotherapeuten hätte, wenn die (wenigen) Praxen der VT oder PA nicht so überlaufen wären.
Was hier an therapeutischer Methodik in Germany als „Psychotherapie“ noch gelten darf (mit Kassenzulassung), ist ein anderes Kapitel und verdient dessen Bezeichnung kaum.

Jean: „Das ganze Arsenal der Sozial-Pädagogik ist absolut nowendig neben dem Unterricht, da es um Erziehung und nicht um “Bildung” geht. “
Zur Schule gehört auch für mich die Anerkennung der Tatsache, dass wir Erwachsenen immer erziehen, wenn wir mit Kindern und Jugendlichen zusammen sind, und uns damit nicht aus der Verantwortung nehmen können. Leider ist davon bisher sehr wenig zu sehen, ca. 1 Schulpsychologe auf 1500 Kinder, die Lehrerausbildung hauptsächlich fachwissenschaftlich orientiert, Kinder werden als Problem gesehen, dem viele Lehrer mit Ordnungsmaßnahmen zu Leibe rücken, anstatt sich oder ihre Anstalt zu reflektieren.
Ich weiß auch nicht, ob die Schule als „professionelles Umfeld“ alles richten kann und soll. Die Eltern sind doch auch in der Pflicht, ihren Anteil am Geschehen zum Guten der Kinder zu gestalten. Im Prinzip sollte es den Kindern sowohl in den Familien als auch an den Schulen so gut gehen, so dass nicht eine Seite die andere ausgleichen muss.

O.: Auf 150 Schüler sollte eine Vollzeitstelle eines Psychologen kommen, mit festgelegter Frauen- u. Männerquote: Psychologen müssten mindestens 50% der Stellen besetzen, da Männer in Schulen unterrepräsentiert sind in Schulen und im Umgang einen ganz anderen Umgang haben.
Da Eltern für den Lebensunterhalt beide arbeiten müssen, bleibt nur das Wochenende noch für die elterliche Erziehung. Ich denke, das sowohl Eltern als auch Lehrer so sehr in ihren Charakterstrukturen verhaftet sind, dass psychologisch-pädagogische Beratung die geleistete „Erziehungsarbeit“ von außen teilweise begleiten könnten.
Ebenso müssen andere helfende Systeme, wie Kinder- und Jugendclubs, wieder etabliert werden, statt sie abzuschaffen. Kinder brauchen Räume und Plätze, die geschützt sind, auch ohne Massenabfertigunng. – Ein Traum für unser Land.

Pseudomoral und natürliche Moral

23. April 2026

Wer kennt sie nicht, die moralinsauren Fratzen von rotgrünen Politikern, Journalisten und „Aktivisten“! Weißt man auf das Leid der Millionen Vertriebenen aus den Ostgebieten oder der Opfer des alliierten Bombenterrors hin, perlt es an ihrer aalglatten Oberfläche ab wie Dreck. Ihre widerwärtige herzlose „Moral“ und ihr vermeintliches „Mitgefühl“ wird nur durch das Elend ganz bestimmter Gruppen aktiviert, etwa Juden oder Palästinenser, während sie die Not anderer vollkommen kalt läßt, wenn sie sie nicht sogar rechtfertigen bzw. relativieren. Die Opferzahlen etwa in Dresden 1945 werden soweit heruntergespielt, daß das ganze in einer Art Grundrauschen verschwindet. Was bleibt, ist ein gleichgültiges Schulterzucken. Oder beispielsweise wären die Opfer des Stalinismus notwendig gewesen, um sich der Nationalsozialisten erwehren zu können. Der Jude, der dich ständig mit seiner Betonung des angeblich grassiereden Antisemitismus nervt und dessen einzige Religion der Holocaust ist, kann kaum den „Untergang Edoms und Amaleks“ erwarten. Kritisiert man diesen faschistoiden Wahnwitz, ist man – „Antisemit“! Der Wahnsinn, oder sagen wir lieber die Niedertracht, kennt keine Grenzen.

Immer sind die anderen schuld. Wie Reich in Äther, Gott und Teufel schrieb:

Die Menschheit, in Millionen Fraktionen, Gruppen, Nationen und zuletzt Staaten aufgesplittert, zerfleischte sich mit gegenseitigen Beschuldigungen. „Die Griechen sind schuld“, sagten die Römer, und „die Römer sind schuld“, sagten die Griechen. So bekriegten sie einander. „Die alten jüdischen Priester sind schuld“, riefen die jungen Christen; „Die Christen haben den falschen Messiah gepredigt“, riefen die Juden und schlugen den harmlosen Jesus ans Kreuz. „Die Mohammedaner und Türken und Hunnen sind schuld“, schrien die Kreuzfahrer. „Die Hexen und die Ketzer sind schuld“, heulten die späteren Christen jahrhundertelang und mordeten, henkten, räderten, verbrannten Ketzer. (…) „Die Königin ist schuld“, riefen die Volksvertreter und köpften die Königin. Das Volk tanzte heulend um die Guillotine. Es produzierte Napoleon. „Die Österreicher, die Preußen, die Russen sind schuld“, hieß es nun. „Napoleon ist schuld“, klang es zurück. „Die Maschinen sind schuld“, schrien die Weber, und „Das proletarische Lumpenpack ist schuld“, klang es zurück. „Die Monarchie ist schuld, es lebe die Konstitution!“ riefen die Bürger. „Das Bürgertum und die Konstitution sind schuld, erschlagt sie, hoch die Diktatur des Proletariats“, riefen die proletarischen Diktatoren, und „die Russen sind schuld“, brüllte es zurück. „Deutschland ist schuld“, riefen die Japaner und die Italiener im Jahre 1915. „England ist schuld“, riefen die Väter der Proletarier 1939, und „Deutschland ist schuld“, riefen dieselben Väter der Proletarier1942. „Italien, Deutschland und Japan sind schuld“, heißt es 1940. (S. 29f)

Der Punkt dabei ist, daß es immer um die Auseinandersetzung zwischen A und B geht. Einer von beiden hat immer Schuld und wird vom jeweils anderen angeklagt. Man nehme etwa das Verhalten der Deutschen gegen die Polen während des Zweiten Weltkriegs. Ausgespart wird das Verhalten der Polen gegenüber den Deutschen vor und nach dem Krieg!

Reich:

Nur wenn man sich streng außerhalb dieses Inferno hält, vermag man zu staunen, daß das Menschentier fortfuhr „schuldig“ zu rufen, ohne an seinem Verstande zu zweifeln; ohne daß es einer Menschenseele eingefallen wäre, nach der Herkunft der Schuld zu fragen. (S. 30f)

Die ganze viehische „moralische“ Empörerei dient nur dazu die wirkliche Sauerei unsichtbar zu machen, nämlich die lebensfeindliche Emotionelle Pest, die dem ganzen zugrundeliegt: C.

Deine „Mahnmale“ und „Gedenktage“ bedeuten mir rein gar nichts und wenn ich in deine Betroffenheitsvisage schauen muß, könnte ich im Strahl KOTZEN! Es ist ausnahmslos eine denkbar perfide Lüge. Dabei geht es mir nicht um ein Aufrechnen der Schandtaten von Deutschen an Tschechen und Tschechen an Sudetendeutschen, um ein beliebiges Beispiel herauszugreifen, sondern um das Schandtaten-Verüben an sich bzw. um die Beweggründe hinter allen Schandtaten. Diese tiefere Ebene, der Punkt C, wird verdeckt, unzugänglich gemacht, nie angegangen – und zwar desto effektiver je intensiver man die Gegenseite bekämpft: A gegen B bzw. B gegen A, das jeweils „Gute“ gegen das jeweils „Böse“. Und das stets mit einem fanatischen Moralismus. Eine „Moral“, die verkündet, alle Weißen, alle Männer, alle „Leugner“ müßten ermordet werden! Eine „Moral“ die wirklich jede denkbare Scheußlichkeit rechtfertigt und mit einem Heiligenschein versieht: Deine gesamte Moral, dein „Antifaschismus“, ist eine mörderische Lüge! Und je moralischer und „edler“ du mir daherkommst, desto widerlicher bist du mir.

Der Leser wird fragen, ob diese meine Empörung nicht selbst Ausdruck einer Moral ist. Nun, die übliche Moral des Bereichs „A gegen B“ (Neurose und Politik) ist, wie erläutert, eine bloße Pseudomoral, die die groteske blutige Travestie der natürlichen Moral (Genitalität gegen Emotionelle Pest: Sexualökonomie, Arbeitsdemokratie gegen Emotionelle Pest: Ökonomie) ist.

Orgontherapie 2026 (Teil 8)

19. April 2026

Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.

In der liberalen modernen Kultur sind Leben und Leiden zu einem Störfaktor geworden, die durch Abtreibung und Euthanasie zu beseitigen sind. Das Lebendige, die Emotion, der bioenergetische Kern stört, etwa bei der profitablen Ausschlachtung von Wachkomapatienten. Selbst wenn sie nicht mehr auf „geistiger“ Ebene erreichbar sind, sind sie es doch auf emotionaler. Das läßt sich mittels Magnetresonanztomographie nachweisen. Auch wenn sich Wachkomapatienten uns nicht mitteilen können und kein Bewußtsein ihrer selbst haben, emotional „sind sie da“!

Eine Studie von Justin Feinstein (University of Iowa, Iowa City) et al. hat mit Probanden, die unter ständigem Gedächtnisverlust litten, gezeigt, daß man immer noch Gefühle empfindet, nachdem deren Ursachen längst vergessen sind. Die Versuchsteilnehmer litten unter Verletzungen am Hippocampus, der für das Abspeichern von neuen Erfahrungen verantwortlich ist. Betroffene vergessen neue Erlebnisse gleich wieder.

Die Forscher zeigten ihnen jeweils einen kurzen Film, einer davon mit lustigen Inhalten, der andere mit trauriger Grundstimmung. Fünf bis zehn Minuten nach Filmende wurden die Versuchspersonen über Details befragt. Wie erwartet, erinnerten sich die Probanden kaum mehr an den Film (…). Bei einer Befragung nach dem Gedächtnistest zeigte sich aber, daß die Emotionen immer noch vorhanden waren, die die Probanden während des Films erlebt hatten. Bei zwei Patienten blieben die Gefühle sogar deutlich länger bestehen, als bei den Gesunden, die den Film noch präsent hatten.

Diese Befunde zeigen, daß ein liebe- und respektvoller Umgang mit Menschen, die unter stark eingeschränkten Geistesfunktionen leiden, etwa Alzheimer-Patienten, alles andere als „vergebliche Liebesmüh“ ist. Feinstein erläutert dazu:

Ein Besuch oder Anruf kann also bei Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, anhaltende Freude auslösen – auch wenn sie den Besuch oder das Telefonat bereits wieder vergessen haben.

Im übrigen bestätigen die Forschungen Feinsteins Reichs psychotherapeutischen Ansatz, bei dem es, anders als bei der von der Psychoanalyse beeinflußten tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der kopflastigen kognitiv-behaviouralen Therapie, in erster Linie um die Befreiung der Emotionen geht. Sie sind weitaus fundamentaler als die „Psyche“ und machen den eigentlichen Wesenskern des Menschen aus. Sie machen uns zu liebesbedürftigen Menschen, auch wenn die höheren (d.h. oberflächlicheren) mentalen Funktionen weitgehend erloschen sind.

Emotionen haben primär gar nichts mit dem Gehirn zu tun, sondern sind unmittelbarer Ausdruck der Bewegung der Orgonenergie in einer geschlossenen Membran. Selbst Amöben spüren Lust (Expansion) und Angst (Kontraktion gegen die Expansion). Mit der Entwicklung einer Muskulatur tritt die Wut hinzu (expansive Bewegung der Energie in die Muskulatur hinein). Reich hat die Emotion Sehnsucht als Energiefluß definiert, der in den Brustbereich und die Arme geht, also das zentrale Segment der sieben bioenergetischen Segmente des Körpers. Unsere Sprache bringt die Verbindung zwischen Trauer, Sehnsucht und dem Herzbereich sehr klar zum Ausdruck.

Ich habe mich bereits mit Botox beschäftigt. Dieses Zeugs ist so bedeutsam, weil es viel über die muskuläre Panzerung sagt. Beispielsweise verschwinden Kopfschmerzen, wenn man die Gesichtsmuskulatur lahmlegt.

In Amerika machen sich konservative Kommentatoren häufig über die fast durchweg extrem linken „Reichen und Schönen“ (insbesondere in Hollywood) lustig, deren Markenzeichen mittlerweile jugendlich entspannte und gleichzeitig puppenhaft tote Gesichter sind: offensichtlich sei das Botox auf ihr Gehirn geschlagen.

Neuere Forschungen zeigen, daß das tatsächlich passiert. Botox setzt die kognitiven Funktionen herab, insbesondere das Sprachverständnis.

Ein Team um David Havas von der Universität Wisconsin-Madison habe 20 Frauen vor und nach einer Botox-Behandlung einem Sprachtest unterzogen. Nach der Therapie benötigten die Frauen eine Sekunde länger, um etwa folgenden Satz zu verstehen: „Sie verabschieden sich von einem guten Freund, den sie nie wieder sehen werden.“

Eine Sekunde Verzögerung klinge zwar nicht besonders lang, sagte Havas laut Magazin, sie genüge aber, um gewisse emotionale Schwingungen in einem Gespräch nicht mitzubekommen. Nach Vermutungen der Forscher benötigt das Gehirn ein Feedback der Gesichtsmuskeln, um Emotionen steuern zu können.

Jeder, der die Orgontherapie aus eigener Erfahrung kennt, weiß, daß Emotionen Ausdruck unseres gesamten Körpers sind. Botox und geradezu tragikomische Sätze wie „Nach Vermutungen der Forscher benötigt das Gehirn ein Feedback der Gesichtsmuskeln, um Emotionen steuern zu können“ – zeigen, wie weit wir auf dem Weg fortgeschritten sind, zu seelenlosen Barbiepuppen zu werden.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 39)

14. April 2026

Warum der ganze Asylirrsinn? Was trieb etwa eine Nation wie Schweden dazu, sich seit Jahrzehnten minderbegabte und schlichtweg nicht integrierbare Moslems ins Land zu holen, die nichts besseres zu tun haben, als irgendwas mit schwedischen Frauen zu tun und ganze Straßenzüge zu ihren Territorium zu erklären, aus dem sich der schwedische Staat gefälligst fernzuhalten habe?

 

Da sind erst mal die ganz spezifischen Schuldgefühle wegen dem, was im Zweiten Weltkrieg geschah: während die skandinavischen Brudervölker, die Dänen und Norweger, okkupiert waren und heldenhaft Widerstand leisteten, prosperierte Schweden im Handel mit für das Großdeutsche Reich überlebensnotwendigen Rohstoffen und Gütern. Zu allem Überfluß galten die Schweden auch noch als „rassereine“ Superarier!

 

Sodann generell die Schuld des Weißen Mannes: Man nehme etwa die vielfach verfilmten Bestseller von Henning Mankell („Kommissar Wallander“), die nur ein Thema kennen: Europas Schuld an der Ausplünderung der Welt, die ohne den Weißen Mann ein Paradies wäre. Wikipedia zufolge war Mankell „in der schwedischen 68er-Bewegung politisch aktiv und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidsregime in Südafrika“. Heute streite er für die Sache der „Palästinenser“, vergleiche Israel mit dem Apartheidsystem Südafrikas, etc. – ein Linker.

 

Das Schuldgefühl wird befeuert durch den Aufstand gegen das Establishment (dem Vater) und die Identifikation mit den „Entrechteten“ (den Söhnen). Das erstere ist per se böse, die letzteren per se gut. Die edlen Wilden nach Europa zu holen, um sie dort die Töchter der Spießer vergewaltigen zu lassen, – diese Vorstellung motiviert Linke wie Mankell. Wenn sie dann den Spießer durch Einimpfen von Schuldgefühlen dazu gebracht haben, daß er sich dergestalt auch noch gerne bereichern läßt, können sich die Linken in ihrem Triumpf suhlen. Jedes braune Baby einer alleinerziehenden blonden Mutter ist das Siegel ihres Erfolges. Es ist ihre biologische Revolution, genauso wie Auschwitz die biologische Revolution der Nazis war.

 

 

Bioenergetisch betrachtet sind Schuldgefühle Aggression, die in der Panzerung gefangen ist. Das führt zu Masochismus, d.h. der Sehnsucht von außen her (also ohne erneut selbst Schuld auf sich zu laden) „aufgerissen“ zu werden, so daß die aufgestaute Energie ohne eigenes Zutun wieder frei fließen kann.

 

Die Rebellion richtet sich letztendlich gegen „das Patriarchat“, die Panzerung an sich, die mit dem Weißen Mann auf eine ähnliche Weise identifiziert wird, wie die Hitlerfaschisten die Panzerung mit „den Juden“ identifiziert haben. Beide Seiten, die rotgrünen Multikultis und die Nazis, streben die biologische Revolution an, d.h. die Beseitigung der Panzerung, – was für diese Faschisten synonym mit Völkermord ist.

 

In seinem Buch Warum die Deutschen? Warum die Juden? vertritt Götz Aly die These, daß der Sozialneid gegenüber einer Bevölkerungsgruppe für den Holocaust verantwortlich war, die auf spektakuläre Weise den sozialen Aufstieg geschafft hatte.

 

Gegen diese quasi „materialistische“ These wenden Historiker wie Hans-Ulrich Wehler quasi „idealistisch“ ein, daß der Antisemitismus eine lange christliche Tradition hat, die sich schließlich auf unheilvolle Weise mit rassistischen und nationalistischen Vorstellungen vermengte. Es habe dann nur noch eines „Katalysatoren“ wie Adolf Hitler bedurft, um in einer apokalyptischen Katastrophe zu münden.

 

Beiden Anschauungen fehlt die tiefere, bioenergetische Sichtweise: der Holocaust ist weniger ein antikapitalistisches Ereignis, noch ein quasi „religiöses“ (die Vernichtung der „Kinder der Finsternis“), sondern in erster Linie eine mißlungene biologische Revolution. Es ging um die Beseitigung des „alttestamentarischen kastrierenden Vaters“ (Kapitalisten) und gleichzeitig um die des rebellischen Sohnes („Bolschewisten“):

 

Ähnliches ereignete sich in Indonesien zu Zeiten der Machtübernahme Suhartos beim Völkermord gegen die wirtschaftlich extrem erfolgreichen („kapitalistischen“) und gleichzeitig subversiven („Maoistischen“) Chinesen („die Juden Ostasiens“). Diese Motive klangen auch beim Völkermord an den Tutsis in Ruanda oder etwa bei der Zerschlagung des Tamilen-Aufstandes auf Ceylon an.

 

Man kann hier jeweils quasi „Marxistische“ (ökonomische) und „idealistische“ (kulturhistorische) Gründe anführen, sich dergestalt in alle Ewigkeit über die „wahren Ursachen“ des „Unbegreiflichen“ streiten. Zu einem Ergebnis wird man erst gelangen, wenn man die widersprüchliche, d.h. faschistische Charakterstruktur der Massen berücksichtigt, in der sich irrationale Rebellion und irrationale Reaktion die Waage halten, bis dieser unerträgliche Spannungszustand eines Tages durch die Propaganda eines Modjus zur Explosion führt – nach der sich nichts, aber auch rein gar nichts geändert haben wird, außer daß Millionen Leichen von Unschuldigen daliegen, die auf die denkbar grausamste Weise ermordet wurden.

Peters Osterbotschaft: Fuck You!

5. April 2026

Erzähle mir nicht, du seihest Opfer von Rassismus, Sexismus, Klassismus oder gar Apfelmus! Es interessiert mich einen Dreck! Mag ja sein, daß du tatsächlich Opfer der Emotionellen Pest bist, aber solange du nicht gegen die Emotionelle Pest als solche vorgehst, glaube ich keine Sekunde, daß du auch nur einen Deut besser bist als dein Unterdrücker. Unter umgekehrten Vorzeichen währst wahrscheinlich DU das schlimmere Schwein!

Man höre sich nur den viehischen eliminatorischen Männerhaß von manch einer „unterdrückten“ Frau an oder führe sich das Hitlertum vertriebener Palästinenser zu Gemüte. Du bist kein Opfer, sondern (Mit-) Täter, wenn du auf diese Weise die Emotionelle Pest perpetuierst.

Die Emotionelle Pest als solche ist unser Feind und wenn du dich dem Kampf gegen sie nicht anschließt, bist du einer ihrer Vertreter, eine Pestratte. Man lese doch bitte das Neue Testament. Das, genau das, ist sein Inhalt.

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst nämlich geht nicht hinein, und die hineingehen möchten, die laßt ihr nicht hinein Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr freßt die Häuser der Witwen leer und verrichtet zum Schein lange Gebete. Deswegen werdet ihr ein um so härteres Urteil empfangen. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Meer und Land, um einen einzigen zum Proselyten zu machen; und wenn er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, doppelt so schlimm wie ihr. Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, gilt es nicht. Wenn aber einer beim Gold des Tempels schwört, so bindet es. Ihr Toren, ihr Blinden! Was ist denn mehr, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? (…) Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel, laßt aber außer acht, was schwerer wiegt im Gesetz: das Recht, die Barmherzigkeit und die Treue. Dies aber sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Außen haltet ihr Becher und Schüssel rein, inwendig aber sind sie voller Raub und Gier. Du blinder Pharisäer, mach zuerst den Becher innen rein, dann wird er auch außen rein sein. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gleicht getünchten Gräbern, die von außen schön anzusehen sind, inwendig aber sind sie voller Totengebein und Unrat. So erscheint auch ihr den Leuten von außen als gerecht, innen aber seid ihr voller Heuchelei und Verachtung für das Gesetz. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr baut den Propheten Grabstätten und pflegt die Denkmäler der Gerechten und sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir wären nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten. Damit stellt ihr euch selbst das Zeugnis aus, daß ihr Söhne derer seid, die die Propheten getötet haben. Und ihr, ihr macht das Maß eurer Väter noch voll! Nattern, Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen? Eben darum sende ich Propheten, Weise und Schriftgelehrte zu euch; einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr auspeitschen in euren Synagogen und sie verfolgen von Stadt zu Stadt; so soll über euch kommen all das gerechte Blut, das immer wieder vergossen wird auf Erden, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes des Barachion, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar. Amen, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder um mich sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, und ihr habt nicht gewollt. Seht, man wird euch das Haus verwüstet hinterlassen! Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sagen werdet: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 37)

4. April 2026

Die ganze Infantilität der westlichen Politik zeigt sich bei der Frage der „Gerechtigkeit“.

Ist es nicht ungerecht, daß wir im Wohlstand leben, die südlichen Länder im Elend? Länder, bei denen aus rein genetischen Gründen, der durchschnittliche IQ bei 90, 80, gar 70 und darunter (sic!) liegt, können durch keine Entwicklungshilfe der Welt jemals prosperieren oder gar eine Demokratie entwickeln. Das ist so und wird sich niemals ändern lassen. Die natürliche Auswahl, „die Evolution“, ist ungerecht.

Ist das Erben nicht ungerecht? Wir arbeiten, um zu überleben und um das Erwirtschaftete an unsere Nachfahren weiterzugeben. Sehe ich in den Spiegel, erblicke ich mit zunehmendem Alter immer deutlicher meinen Vater, meine Mutter, meine vier Großeltern. Für „mich“ bleibt kaum Platz! In uns leben unsere Ahnen fort, wir sind sie, und alles, was sie geschaffen haben, gehört uns und sonst niemandem! Nur Kinder glauben, sie wären aus dem Nichts auf die Welt gefallen und seien „Individuen“. Ist es etwa „ungerecht“, daß meine Vorfahren mir ihr gutes Aussehen und überragende Intelligenz vermacht haben?

Die infantilen Halunken von links wollen uns alle Ent-Eignen, durch die Steuergesetzgebung von den Früchten unserer eigenen Arbeit und den Früchten der Arbeit unserer Ahnen trennen, während die einzige rationale Funktion des Staates sein sollte, die Bürger vor derartigem Diebstahl zu schützen. Diese Gangster sind wie blind dafür, daß wir mit den Steuerbehörden bereits in einem Orwellschen, ja Stalinistischen Alptraum leben. Muß ich dir wirklich erklären, warum „Steuergerechtigkeit“ eine Absurdität ist?

Kinder an der Macht!

In Mel Gibsons Film Wir waren Helden, dem vielleicht einzigen glaubhaften Antikriegsfilm, wird die Frage, warum es Kriege gibt, nicht mit irgendwelchen metaphysischen, psychologischen oder soziologischen Analysen beantwortet, sondern mit der naheliegenden Antwort, daß Soldaten immer dann durch die Hölle auf Erden gehen müssen, wenn die Politiker versagt haben. Pat Buchanan hat das für den Krieg gegen Hitler deutlich gemacht. Ja, Hitler war ein absolutes Monster, aber er wollte weder England noch Frankreich angreifen oder gar die USA, wollte nicht mal alle deutschen (inklusive deutsch-österreichischen) Gebiete im Norden, Westen und Süden zurück, sondern nur im Osten Danzig, einen Korridor nach Ostpreußen und Osteuropa als seine Einflußsphäre, zumal England und Frankreich (und auch Holland und Belgien!) sich den gesamten übrigen Planeten untereinander aufgeteilt hatten. Der Westen hat durch eine idiotische Politik wegen Abessinien (sic!) Mussolini, der für den barbarischen Politclown Hitler nur Verachtung empfand, von sich gestoßen, während die Alliierten das weitaus schlimmere faschistische Regime in Polen Carte blanche gaben. Infolge wurde schließlich der Westen sogar Verbündeter von Stalin, so daß am Ende Polen hinter dem Eisernen Vorhang verschwand, zu dessen Schutz doch der ganze Krieg überhaupt geführt wurde.

Die vollständige Idiotie der westlichen Politiker war atemberaubend, aber es hat sich nichts geändert, sie haben nichts gelernt. Heute riskieren wir den Dritten Weltkrieg wegen der Ukraine und dem Iran! Niemand scheint sich zu fragen: „Warum sollte auch nur ein einziger englischer Soldat wegen dem kleinen Danzig, sterben?!!“ Warum wegen eines Rattenlochs wie Ahwas? Hat sich irgendjemand drum geschert, als das faschistische Regime Rußlands 1999 Grosny dem Erdboden gleichgemacht hatte?! Irgendwelche Menschenrechtsverletzungen in fernen Regionen haben einen Politiker nicht zu interessieren, denn bei einem sinnlosen Krieg, den er und nur er zu verantworten hätte, würden vielleicht hunderte Millionen umkommen! Hat dieses Politikerpack etwa das Leiden der Deutschen im faschistischen Polen der 1920er und 1930er Jahre interessiert oder später die Opfer des Feuersturms in Hamburg? Der Feuersturm in Hamburg ereignete sich nicht, weil der Mensch irgendwelche atavistischen Triebe nicht bewältigt (Freud) oder weil er „gepanzert“ (Reich) ist, sondern weil die nüchterne Staatskunst versagt hat.

Überhaupt die abgrundtiefe Verlogenheit des Westens: da mahnen wir Menschenrechte und Meinungsfreiheit in China an, während hier in Deutschland ein Horst Mahler für eine MEINUNGSÄUSSERUNG für über ein Jahrzehnt im Gefängnis landete. Es wäre schön, wenn Politiker sich nicht zu Erlösern der Welt aufspielen würden, sondern schlichtweg ihre Arbeit machten! Was tun die Merz dieser Welt stattdessen? Statt rationaler Politik, betreiben sie irrationale, da grundsätzlich zum Scheitern verurteilte Gesellschaftspolitik. (Hier kommt „Panzerung“ ins Spiel!) Diese muß IMMER scheitern, weil der Mensch ein Tier ist und weil er gepanzert ist. Siehe Reichs Massenpsychologie des Faschismus. Ein Buch, aus dem kindsköpfige „Reichianer“ stets das Gegenteil schließen: daß Politik (Staatskunst) grundsätzlich ein Übel sei, während Gesellschaftspolitik („Emanzipationsbewegung“, „Zivilgesellschaft“) den Weg in die Erlösung weise.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 36)

28. März 2026

Hitler ist mehr denn je das größte Verhängnis der deutschen Nation. Wie bereits in Teil 34 angedeutet, ist es heute vor allem der Kampf gegen Hitler, der zerstörerisch ist. Automatisch ist man gegen alles, wofür der Name „Hitler“ steht. Das reicht von der Humangenetik bis hin zu den schlimmsten Auswirkungen der christlichen Nächstenliebe. Wenn man einem „gefestigten Demokraten“ erzählt, welch ein Wahnsinn es sei, wegen billiger Gefühlsduselei eine Bevölkerung, deren angeborener Durchschnitts-IQ bei 100 liegt, das Mindestmaß an Intelligenz für ein industrialisiertes Land, mit Millionen Menschen anzureichern, deren angeborener IQ bei vielleicht 85, wenn nicht gar, was Schwarzafrikaner betrifft, 75 liegt, wird man angestarrt, als sei man Vertreter des Bösen schlechthin. Gut möglich, daß einem Reichs Die Massenpsychologie des Faschismus entgegengehalten wird!

Zu Reichs Zeiten, d.h. in der autoritären Gesellschaft, war der Schwarze Faschismus virulent, d.h. eine ORANUR-Reaktion gegen den Zusammenbruch der autoritären Gesellschaft infolge des Ersten Weltkriegs und der zunehmenden Industrialisierung. Heute stehen wir vor dem Triumph des Roten Faschismus. Der Zerfall der Gesellschaft ist soweit fortgeschritten, die Fähigkeit zur individuellen Selbststeuerung hat soweit abgenommen, daß es zu einer zentralistischen Reorganisierung auf primitivstem Niveau kommt („Sozialismus“). Sozialistische und sogar kommunistische Denkmuster sind heute wie selbstverständlich Teil des gesellschaftlichen Diskurses. Mehr, sie dominieren ihn! Nicht nur die SPD, sondern mittlerweile auch die CDU sind zu offen kommunistischen Parteien geworden.

Der schwarze Faschismus zeigt sich heutzutage vor allem in Verschwörungstheorien. Was früher die Nationalsozialisten waren, sind heute die Verschwörungstheoretiker. In dieser geisteskranken Weltsicht gibt es klare Entsprechungen zwischen damals und heute: was einst das „Weltjudentum“ war, sind heute die „Zionisten“ bzw. das „internationale Finanzkapital“, was damals das Freimaurertum war, sind heute die „Illuminaten“. In dieser Hinsicht beherrscht heut sozusagen „Rudolf Hess“ das Internet. Man schaue sich nur Candace Owens auf TouTube an oder man nehme nur mal diesen Leserbrief von vor 10 Jahren:

(…) Die Schuld trägt der Islamische Staat …welcher als Kopf einen ehemalige Mossadagenten hat und von der CIA im Kampf gegen Rußland als AL-Kaida gegründet wurde. Die Schuld (…) liegt nicht bei dem IS, denn der ist nur ausführende Kraft. Die Schuld liegt bei einigen wenigen Finanzglobalisten, welche sich über die Kriege im Mittleren und Nahen Osten oder der Ukraine eine geopolitischen oder Rohstoff sichernden Vorteil erschleichen wollen. Es ist die Politik dieser Gruppe, welche in Kriegen alle Seiten mit Waffen versorgen und sich daran eine goldene Nase verdienen und wenn WIR nicht aufpassen auf dieses PACK, dann sind WIR die nächsten Opfer!

Genauso hat zu seiner Zeit, und mit den damaligen Versatzstücken, Heinrich Himmler gedacht – und wollte gegen Ende des Krieges allen Ernstes mit Vertretern des „Weltjudentums“, also den vermeintlichen Strippenziehern hinter Roosevelt, Churchill und Stalin, verhandeln! Verschwörungstheorien sind der ungeeignete Versuch im wachsenden Wahnsinn Muster auszumachen, d.h. soziopolitische Orgonomie zu betreiben.

1933 hat Reich den Schwarzen Faschismus auf die durchschnittliche „rechte“ Charakterstruktur der Massen zurückgeführt, die hinter der industriellen Entwicklung und die damit bedingte Auflösung alter Lebensbezüge hinterherhinkte und dergestalt die „Reaktion“ in den Massen verankerte. Ähnlich sieht das heute aus, wo die Menschen sich, wie gesagt, zunehmend weniger selbststeuern können und deshalb nach dem Staat rufen. Der Unterschied ist, daß im Schwarzen Faschismus das verzerrte Lebensgefühl (der Kern im Verein mit der sekundären Schicht) gegen die Verlogenheit der liberalen Gesellschaft rebellierte („Biologismus“), während heute umgekehrt die „liberale“ soziale Fassade im Verein mit der sekundären Schicht den Kern bedroht („Soziologismus“). Das sehen wir aktuell im fanatischen Kampf gegen alles Deutsche, gegen „Blut und Boden“. Es soll keine Grenzen mehr geben und kein Volk.

Die Grenzen sind offen und Politiker wie Merkel, Scholz und Merz reden wirres Zeugs. Das ganze kann man nur biophysisch („charakterologisch“) richtig verstehen, d.h. von der Panzerung her gesehen. Die anti-autoritäre Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, daß sich bei den Menschen die körperliche Panzerung, insbesondere aber die Beckenpanzerung, weitgehend aufgelöst hat und sich als Ausgleich, d.h. zur Bindung der freiwerdenden Angst, die Augenpanzerung verstärkt hat. Wenn der rot-grüne Mainstream für offene Grenzen eintritt und das mit schierem Unsinn rechtfertigt (etwa dem vermeintlichen oder meinetwegen auch wirklichen „Fachkräftemangel“ – Fachkräfte, die als Asylanten aus Afrika und Arabien ins Land strömen sollen…), dann spiegelt dies getreulich die verbreitete Charakterstruktur einer anti-autoritären Gesellschaft wider: keine Grenzen = keine Panzerung und wirres, gefühlsduseliges Denken = okulare Panzerung. (Bei der Umstrukturierung in Alexander Lowens „Bioenergetik“ und anderen „Reichianischen“ Therapien wird exakt diese Charakterstruktur künstlich erzeugt! Man halte sich tunlichst von sogenannten „Reichianern“ fern, denn sie sind das Problem, sie verkörpern das Problem, nicht die Lösung.)

Über kurz oder lang wird eine Gestalt wie Donald Trump in Amerika, Marine LePen in Frankreich oder Viktor Orbán in Ungarn auftreten, die tabuisierten Themen zum Zentrum seiner Politik machen und „Tacheles reden“. Es wird weitgehend von dieser jeweiligen Gestalt selbst und den Eliten, die sie umgeben und eingrenzen können, abhängen, ob hier ein neuer Hitler entsteht oder jemand, man denke an Franco oder Pinochet, der dem Wahnsinn zumindest zeitweise Einhalt gewährt und das Land vor dem Untergang im Roten Faschismus bewahrt.

In Amerika wurde Trump schon wiederholt von Linken mit Hitler verglichen. Für einen funktionellen Denker ist ein solcher Vergleich weder abwegig noch schockierend. Er ist nur für jemanden anstößig, der mechanistisch in fixen Kausalitäten („Hitler –> Auschwitz“) oder von der Ethik her, also mystisch denkt. (Auf verquere Weise ist für letztere Ausschwitz und damit Hitler heilig!) Was Europa betrifft sind diese Volkstribunen, etwa Wilders oder Höcke, völkische Sozialdemokraten wie einst Hitler. Allein schon deshalb werden sie die Probleme auf keinen Fall lösen können, aber sie werden immerhin dafür sorgen, daß die Probleme lösbar bleiben. Eine „multikulturelle“ Gesellschaft, auf die wir zusteuern, wenn man CDU, SPD und Grüne weiter gewähren läßt, wird sich auflösen und der Barbarei den Weg ebnen. Wie diese konkret aussieht, kann man heute in Afrika oder Arabien (also den Herkunftsländern der „Flüchtlinge“) bewundern oder etwa in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, wo der Kommunismus die gesellschaftliche Selbststeuerung nachhaltig, wenn nicht sogar irreparabel zerstört hat. Von daher haben wir es beim Asylirrsinn mit sich ausbreitendem Krebs zu tun, der hier Fuß fassen kann, weil unsere Gesellschaft ebenfalls bereits vom Krebs befallen ist.

Raum, Zeit und die Massenpsychologie des Faschismus

26. März 2026

Bei okularer Panzerung ist die Welt wie zweidimensional. Alles ist unterschiedslos nahe und von daher potentiell bedrohlich. Das erklärt den Terror, unter dem der Paranoide beständig lebt. Löst sich diese Panzerung auf, wird die Welt tief und gestaffelt. Man nimmt die Distanz wahr: daß die Bedrohung eine gewisse Strecke zu einem selbst zurücklegen muß und man deshalb jede Menge Zeit hat zu reagieren.

In Zeiten der Massenhysterie, „des unmittelbar bevorstehenden Weltuntergangs“, also heutzutage, wird die Welt aufgrund der zunehmenden Augenpanzerung der verängstigten Massen immer flacher, entsprechend die Forderungen nach vermeintlich notwendigen (faschistischen) Gegenmaßnahmen gegen Klimakatastrophe, Putin, Corona, Deep Fakes, etc. immer drängender. Es ist, als wenn der Raum schrumpfen und die Zeit sich beschleunigen würde. Tatsächlich ist dies genau das, was immer mehr Menschen beschreiben: alles wirke immer unwirklicher und bedrohlicher. Everything feels strange. Hier fünf von zahllosen Videos, in denen verängstigte Opfer dieser biopsychologischen (d.h. mit Panzerung zusammenhängenden) Katastrophe zu Wort kommen:

Der Algorithmus von Youtube wird zu buchstäblich Hunderten weiterer Videos dieser Art führen. Dergestalt kann man die sich abspulende Massenpsychologie des Faschismus in Echtzeit verfolgen! Der Student der Orgonomie ist der einzige, DER EINZIGE, der versteht, was vorgeht. Ohne Wilhelm Reich hat die Menschheit null Überlebenschancen!

Apropos Massenpsychologie des Faschismus heute:

VERSCHISSMUS heute!